StartseiteKalenderFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin

Teilen | .
 

 Schlafzimmer

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Storyteller
ADMIN
avatar


BeitragThema: Schlafzimmer   Mi Aug 02, 2017 8:09 pm

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://confrontations.forumieren.com
Alice Hampton
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Mo Feb 19, 2018 1:32 pm

cf: Wohnzimmer

Das Gefühl, welches sie durchströmte, konnte Alice nicht beschreiben. Kalter Schweiß stand ihr auf der Stirn und ihre Glieder zitterten noch immer wie Espenlaub. Doch es ging ihr schon besser, als noch vor wenigen Augenblicken. Sie hatte zumindest nicht mehr das Gefühl gleich zu Eis zu erstarren. Doch immer wieder versuchte etwas sie in die Tiefe des Schlafes zu ziehen. Und diesem Ding in ihrem Unterbewusstsein musste sie widerstehen. Die junge Frau führte einen inneren Kampf, der sie einiges an Kraft kostete. Das einzige, was ihr dabei half, war die Stimme von Trent, die es immer wieder schaffte zu ihr durchzudringen. Auch wenn sie für sie nur ein leises Flüstern war.
„Alice – Wachbleiben! Sonst weis ich deinen Hund an, solange zu bellen, bis du freiwillig die Glubscher auflässt. Klar soweit?“ Die Angesprochene zuckte leicht zusammen. Sie spürte unter sich das weiche Bett, obwohl sie die Wärme von dort nicht wahrnahm. Die Decke wurde ihr über den Körper gelegt und augenblicklich überkam sie wieder die Müdigkeit. Nur mit größter Mühe schaffte sie es, ihre Augen auf zu behalten. Es war wirklich Kraft raubend, doch um ihretwillen wollen sie es schaffen und auch für den Brünetten, der ihr nicht von der Seite wich. Daher nickte sie nun, um ihm zu verdeutlichen, dass sie es versuchen würde. Nepomuk schob seine Nase immer wieder an ihr Bein, als wolle er sie ebenso wach halten und stand schließlich auf, um sich an ihrem Rücken zusammen zu rollen. Die Wärme des Tieres spürte Alice dann tatsächlich deutlicher und nahm sie wohlwollend an.

Das Trent in ihrem Zimmer Chaos verursachte bekam sie gar nicht mit. Sie griff nur mit zittrigen Händen nach den Pullovern und versuchte sich mehr schlecht als recht anzuziehen. Dafür musste sie sich allerdings etwas aufsetzen und allein das schien ein Kraftakt für sie zu sein. Ihre Glieder schmerzten außerdem unangenehm, was die ganze Sache zu einer wahren Tortur machte. Doch irgendwie schaffte sie es dann doch sich zumindest zwei der wärmeren Klamotten anzuziehen, bevor sie wieder in die weichen Kissen zurück glitt. Sie bekam kein Wort heraus, doch ihr Blick sprühte nur so vor Dankbarkeit in Trents Richtung.
Der Brünette sagte etwas zu ihr, doch konnte sie es nicht deutlich genug verstehen. Wahrscheinlich lag es auch daran, dass Trent in seinen schnellen Redefluss zurückfiel. Normalerweise war sie eine der wenigen Personen, die ihn so noch immer verstanden und nachvollziehen konnte, was er sagte. Doch in ihrem jetzigen Zustand fiel es ihr sehr schwer die Worte auszumachen, die aus seinem Mund strömten. So nickte sie einfach wieder, in der Hoffnung, dass es die richtige Antwort war.

Als Trent aus dem Zimmer gehumpelt war - man oh man hatte Alice ein schlechtes Gewissen deswegen - schien sie wieder abzudriften. Doch wie aus dem Nichts heraus fing Nepomuk an zu knurren und die Blonde schreckte wieder hoch. Hatte der Hund einen Befehl von Trent bekommen? Das Tier war nicht dumm, das wusste sie. Aber das er so schlau war, Trents Gebrabbel zu verstehen, hätte sie nicht gedacht. Bevor das Tier sie noch biss, weil sie abdriftete, blieb sie lieber wach.
Trent war wohl nicht lange weg, doch kam es Alice wie eine Ewigkeit vor. In dieser ewig erscheinenden Zeit führte sie weiter den Kampf mit sich selbst und dem Ding, welches sie versuchte in die unergründliche Dunkelheit in ihrem Geist zu ziehen. Mit einem Mal schien etwas vor ihr zu erscheinen. Ob es nur dem Fieber verschuldet war oder ihrer Fantasie, doch sie glaubte eben jene weiße Frau vor sich zu sehen, die ihr das alles eingebrockt hatte. Angst strömte durch Alice und sie zuckte zurück, versuchte sich von der näherkommenden Gestalt zu verstecken und kroch ans andere Ende vom Bett. Nepomuk spürte die Unruhe seines Frauchens und fing wieder an zu knurren, richtete jedoch seine Aufmerksamkeit ebenso auf den Punkt, wo Alice glaubte die Gestalt zu sehen. Sie erschien halb durchsichtig, nicht wie ein Geist, der oftmals lebendiger aussah, als man sie sich vorstellte.
"Geh weg.", krächzte Alice und hatte Mühe nicht zu schreien, wenn auch wohl nur ein leiser Ton aus ihrer Kehle gekrochen wäre. Die Gestalt schien einen Moment inne zu halten, bevor sie die Hand nach Alice ausstreckte. Nepomuks Knurren wurde immer tiefer und bedrohlicher und er baute sich mit aufgebürstetem Fell zwischen Alice und der Frau, die er nicht sehen, aber wohl spüren konnte, auf. Doch das hinderte die Gestalt nicht ihre Hand weiter auszustrecken und schließlich Alice' Stirn zu berühren. Die Blonde kniff die Augen zusammen, unfähig etwas anderes als Abwehr zu tun und schrie. Wie erwartet kam nur ein leiser, piepsiger Schrei aus ihrer Kehle, der auch nicht lange anhielt. Eisige Kälte strömte durch den Körper der jungen Frau und lief ihr den Nacken herauf bis in die Stirn. Die Prozedur der Berührung dauerte nicht lange und mit einem Mal war alles weg. Die Kälte, die Frau und die Schmerzen, die sie zuvor in den Gliedern gespürt hatte. Alice blinzelte wieder, spürte statt der Kälte nun etwas Warmes ihr Kinn herunter laufen. Mit zitternden Fingern fasste sie sich an ihre Haut und spürte etwas Feuchtes.

"Blut.", murmelte sie zu sich selbst, als sie sich ihre benetzten Finger ansah. Es rann ihr aus der Nase und bedeckte ihr Kinn. Doch es tat ihr nichts weh. Es war, als hätte ihr Körper eine Überreaktion auf die Berührung der Frau gezeigt. Wie, wenn ein Gerät überladen worden war. Doch ansonsten ging es Alice gut. Und zwar wirklich gut. Mit einem Mal kam ihr ihr Zimmer unglaublich heiß vor und mit etwas Mühe pellte sie sich wieder aus den zwei Pullovern, die ihr zuvor als so unglaublich lebensrettend vorgekommen waren. Nun saß sie nur noch in ihrem T-Shirt da, welches einen Aufdruck von den Ghostbusters hatte. Wie passend. Die Decke drückte sie so weit wie möglich von sich weg und Nepomuk kraulte sie mit der sauberen Hand kurz hinter den Ohren, bis er sich wieder beruhigte und neben sie legte.
Als Trent zurück ins Zimmer kam und wahrscheinlich mehr davon überrascht war, das sie in ihrer unteren Gesichtshälfte überall Blut hatte, als das sie sich komplett ausgepellt hatte, hob sie schnell beschwichtigend die Hand.
"Es geht mir gut.", meinte sie schnell, hielt kurz inne, überrascht, dass ihre Stimme nicht mehr kläglich krächzte, sondern wieder voll da schien. Dann kramte sie eine Taschentücherbox hervor und zupfte sich drei der Tücher heraus, um sich ihre Hand und Kinn zu säubern. Aus der Nase lief noch etwas Blut, doch schien die Quelle versiegt. Alice hatte keinen Schimmer was gerade geschehen war. Wie sollte sie es da erst dem Brünetten erklären?
"Ich ... ich glaube ich bin wieder gesund.", murmelte sie auf den fragenden Blick hin und sah wieder zu ihm rauf. "Das ist so verrückt.", fügte sie an, da sie es noch immer selbst nicht verstand. Mit dem Taschentuch an der Nase, welches sie mit einer Hand festhielt, sah sie wieder zu ihm rauf.
"Ich weiß gar nicht, wie ich dir danken soll, dass du dich um mich gekümmert hast, obwohl es dir doch viel schlechter geht, als mir.", sagte sie frei heraus, die alte Alice durchschimmernd. Sie nahm ihm den Kaffee ab, den er noch immer in der Hand hielt und der sicherlich brühend heiß war und stellte ihn auf ihren Nachttisch ab. Dann bot sie ihm den Platz neben sich im Bett an, wo Nepomuk nicht lag. Warum passierte eigentlich immer ihr so etwas?

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Trent Cingsley
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Mi Feb 21, 2018 5:35 pm

cf: Wohnzimmer

Trent war noch immer in höchster Alarmbereitschaft. Das zeigte sich vor allem an seiner Art und Weise, die Schränke in der Küche nach dem Kaffee zu durchsuchen. Aber genau genommen wäre das in seiner Bude auch so abgelaufen. Zwar wusste er meist immer, wo seine Sachen standen – doch ab und an experimentierte auch mit ihnen herum, so dass sie auf diese Weise von ihrem gewöhnlichen Standort abwichen und an den seltsamsten Orten wieder auftauchten. In der Gefriertruhe (sein Hammer und seine Geldbörse), in seinem Labor (verschiedenste Sorten Tee) und im Badezimmer (dort meist nur Coupons).

Wenigstens hatte er durch seine Arbeit auf dem Polizeirevier gelernt, wie man das widerliche Gebräu so zubereitete, dass es allen anderen schmeckte und er es dennoch nie probieren musste. Als er gerade den Knopf drückte, um die Maschine in Gang zu setzen, glaubte er ein Geräusch aus dem Schlafzimmer wahrzunehmen.
War das ein Schrei oder ein Bellen? Es klang wie eine Mischung aus beiden.
Er humpelte kurz zur Tür und blickte auf die halb offen stehende Schlafzimmertür.
„Alles klar da drinnen?“, fragte er und hoffte, dass entweder Alice oder ihr Hund ihm auf irgendeine Art und Weise antworten würde. Der junge Mann nahm ein tiefes und bedrohliches Knurren wahr, begleitet von einer Gänsehaut, die sich auf seinem eigenen Körper ausbreitete.

„Was zum …“, fing er an, doch die Gänsehaut verschwand genauso schnell wie sie gekommen war. Lag es nun an ihrem Hund oder war er einfach nur völlig irre geworden? Da letzteres ohnehin schon der Fall war, nahm Trent einfach mal an, dass es an Alice‘ Hund liegen musste.
Haustiere … Nichts für ihn.
Er wartete noch darauf, dass endlich der Kaffee fertig war und war froh, dass er in der Zwischenzeit schon Tassen und Löffel gefunden hatte, damit er diesen gleich fertig zubereitet zu der Blonden an ihr Bett bringen konnte. Hoffentlich sorgte wenigstens der Kaffee dann dafür, dass sie etwas wacher wurde.
Was half noch? Bei ihm hätte ein Doctor-Who-Marathon im Fernsehen dafür gesorgt, dass er wach blieb – doch er bezweifelte, dass Alice überhaupt schon mal was vom ‚Doktor‘ gehört hatte.

Er goss den Kaffee in die Tasse und humpelte mit dieser in der linken Hand in das Schlafzimmer zurück, wo er Alice zuerst entsetzt anstarrte. Ihre ganze untere Gesichtshälfte war blutverschmiert.
„Was ist passiert?“, fragte er und stellte die Kaffeetasse auf dem Schreibtisch ab, sah dann wechselnd fragend von Alice zu ihrem Hund.
Trent warf einen prüfenden Blick in alle Ecken und Winkel des Zimmers. „Lass mich raten: es waren wohl nicht zufällig Kayako, Toshio und Takeo zum Erschrecken hier?“, fragte er, wobei seine Gedanken zum Film ‚The Grudge‘ drifteten, der erst vor kurzem wieder im Nachtprogramm zu sehen gewesen war. Ein Horrorfilm der Sorte, bei welcher er meistens einschlief, weil er der Komplexität der Handlung nicht folgen konnte. Eine Handlung war bei Horrorfilmen doch ohnehin überbewertet. Hauptsache, es starben viele Leute und es floss viel Blut. Gut, bei ‚The Grudge‘ war letzteres zwar nicht der Fall – aber vor Schreck konnten auch schon Leute urplötzlich anfangen, zu bluten.

Als die Blondine ihm entgegnete, dass es ihr gut ging und sie scheinbar wieder gesund war, sah er sie perplex an.
„Als ich in die Köche gegangen bin, lagst du im Sterben und jetzt willst du mir weismachen, dass du wieder Bäume ausreißen kannst? Was ist in der kurzen Zeit, die ich nicht im Zimmer war, passiert, dass dich gesund gemacht hat? Hast du einen geheimen Vorrat Ambrosia gefunden? Oder den Stein der Weisen? Das Elixier der ewigen Jugend? Oder liegt es schlichtweg nur an der Tatsache, dass ich mal för nen kleinen Moment nicht anwesend war?!“, fragte er und nahm die Tasse mit Kaffee wieder in die Hand – auf der Suche nach einer Erklärung.

„Ich weiß gar nicht, wie ich dir danken soll, dass du dich um mich gekümmert hast, obwohl es dir doch viel schlechter geht, als mir.“
Sie nahm ihm den Kaffee ab und bot ihm einen freien Platz neben ihr auf dem Bett an. Er setzte sich nur an den Rand des Bettes und sah sie immer noch etwas musternd an – auf der Suche nach irgendwelchen Nachwirkungen. Man wurde doch nicht einfach so gesund!
„Ich komm darauf zuröck, wenn ich pleite bin“, entgegnete er ihr.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Alice Hampton
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Schlafzimmer   So Feb 25, 2018 12:39 pm

Alice konnte Trents Verwirrung nur allzu gut nachvollziehen. Sie war selbst noch immer so sehr über ihren Zustandswechsel überrascht, dass sie ihm nicht einmal erklären konnte, was gerade passiert war. Sie wusste nur, dass ihr plötzlich unglaublich warm war und die vorher so schützend erscheinende Bettdecke ihr eine unglaubliche Last war. Der Schmerz in ihrer Brust, der sie vorher zu ersticken gedroht hatte, war fort und stattdessen breitete sich ein wärmendes Gefühl in ihr aus. Das Blut war wirklich nebensächlich in Betracht darauf, dass sie offenbar geheilt war. Zumindest glaubte die Blonde das und hoffte, dass dieser Zustand nicht ein weiterer Schritt in dieser seltsamen Krankheit war. Was auch immer diese weiße Frau damit bezwecken wollte, es gelang ihr. Wenn sie wirklich noch krank war, was sich irgendwie nicht so anfühlte.
Die junge Frau rupfte noch zwei Taschentücher aus der Packung und wischte sich mehr von der roten Flüssigkeit aus dem Gesicht. Inzwischen war der Blutstrom auch schon versiegt und sie hatte keine große Mühe mehr sich zu säubern. Für Trent musste es dennoch aussehen, als hätte in ihrem Zimmer ein Mini Kettensägenmassaker stattgefunden, als er weg gewesen war. Und genau das war es was Alice so verwunderte. Warum war diese seltsame Erscheinung erst gekommen, als Trent aus dem Zimmer gegangen war? Warum machte dieses verdammte Ding es ihr so schwer? Nun musste sie es mühsam erklären, statt der Brünette es doch einfach hätte sehen können und gut wär's gewesen.

„Was ist passiert?“
Berechtigte Frage.
Trent stellte den Kaffee ab und sah sich im Zimmer um. Doch etwas fragend beobachtete Alice ihn dabei, doch fragte sie nicht weiter nach, als er seine Vermutungen aussprach. Sie schüttelte nur leicht den Kopf, spürte einen leichten Schwindel und beschloss das vorerst nicht noch einmal zu tun, wenn sie nicht im Candyland wieder aufwachen wollte.
„Als ich in die Köche gegangen bin, lagst du im Sterben und jetzt willst du mir weismachen, dass du wieder Bäume ausreißen kannst? Was ist in der kurzen Zeit, die ich nicht im Zimmer war, passiert, dass dich gesund gemacht hat? Hast du einen geheimen Vorrat Ambrosia gefunden? Oder den Stein der Weisen? Das Elixier der ewigen Jugend? Oder liegt es schlichtweg nur an der Tatsache, dass ich mal för nen kleinen Moment nicht anwesend war?!“, holte er aus und Alice konnte nicht anders als ihn entschuldigend und selbst ratlos anzusehen. Sie konnte sich das schließlich auch nicht erklären.
"Ich weiß, dass das total bescheuert klingt, aber kaum warst du weg, war eine Erscheinung hier im Zimmer. Sie sah genauso aus, wie die Frau im Krankenhaus, die ich zuerst für einen Geist gehalten habe und die mich dann angetatscht hat. Ich glaub ... ich weiß nicht ... das sie den Fluch oder was auch immer das war, von mir genommen hat.", versuchte Alice zumindest zu erklären und rieb sich unbewusst den Punkt an der Stirn, wo die Erscheinung sie berührt hatte.
"Und danach, als sie weg war, fing es plötzlich an mir schnell besser zu gehen. Ich kann mir das auch nicht genau erklären, aber ich bin erstmal froh, dass mir nicht mehr kalt ist.", fügte sie noch an und schob demonstrierend die Bettdecke noch etwas von sich weg. Tatsächlich war inzwischen auch etwas Farbe in ihr Gesicht zurück gekehrt.

Schließlich setzte sich Trent auch auf ihre Geste und Alice versuchte ihm so viel Platz zu machen, wie er benötigte. Ihr schlechtes Gewissen gegenüber ihm war immens groß, seit er ihr angefangen hatte so zu helfen. Immerhin war er deutlich schlimmer verletzt, als sie und wirbelte trotzdem herum, als wäre er zweit beruflich Krankenschwester. Oder Mutter Theresa höchst persönlich. Das war für Alice mehr als ein Freundschaftsbeweis. Wenn sie nach der Aktion keine Freunde waren, dann wusste sie auch nicht, was noch fehlte.
„Ich komm darauf zuröck, wenn ich pleite bin“, meinte Trent knapp auf ihre dankenden Worte und Alice sah ihn erst perplex an, wie eine Kuh, die gerade erfahren hatte, dass sie fliegen konnte. Dann musste sie lachen und es war so angenehm, dass es nicht mehr weh tat. Sie legte Trent ruhig eine Hand auf die Schulter und nahm ihm mal den heißen Kaffee aus der Hand, damit er nicht auch noch Verbrennungen zu seinen Verletzungen dazu fügen konnte.
"Ich koche gerne für dich, wenn du magst. Und unterkommen kannst du hier auch, wenn bei dir mal wieder zu viel Durchgangsverkehr vor der Tür herrscht.", erwiderte sie schmunzelnd und sah ihn ehrlich dankbar an.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Trent Cingsley
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Mo Feb 26, 2018 4:35 pm

Trent beäugte noch immer das Zimmer, auf der Suche nach den Geistern aus ‚The Grudge‘. Eventuell suchte er bei der Gelegenheit auch gleich Sarah Michelle Gellar, um sie um ein Date zu bitten und zu fragen, ob ihr die dämlichen Fratzen der Vampire jemals auf die Nerven gegangen waren.
Doch er fand weder die Geister aus dem Film noch Spuren der Vampirjägerin. Aber sein Gespür sagte ihm, dass ein Geist in der Zwischenzeit im Zimmer gewesen war.
Und scheinbar fiel dem inzwischen abhanden gekommenen Geist nichts Besseres für seine Freizeitgestaltung ein, als Alice vom Eisfluch zu befreien. Wozu das Ganze? Wozu sie überhaupt mit einem Eiszauber belegen, wenn sie ihn dann doch wieder aufhob?
Der Brünette verstand es nicht. Es ging wahrlich über seinen Verstand – sowohl den rationalen als auch den irrationalen.

Um zu verdeutlichen, dass es Alice inzwischen wieder besser ging, schob diese ihre Bettdecke von sich.
Mit seiner freien Hand kratzte sich Trent nachdenklich am Hinterkopf.
„Lob den Tag nicht vor dem Abend“, sagte er. Nachher hatte die irre Geisterfrau noch so viel Langeweile, dass sie noch einmal zurückkehrte und die Blonde erneut mit einem Eiszauber belegte. Und ihn wieder aufhob, und ihn wieder auf sie legte, dann wieder aufhob … Eine ewige Endlosschleife im Karussell des Wahnsinns.
Sicherlich hätten die Ärzte aus dem Krankenhaus nach solchen Symptomen ebenfalls darauf bestanden, Alice noch zwei oder drei Tage zur Beobachtung da zu behalten.

Seine Entgegnung auf ihre Dankbarkeit schien sie im ersten Moment zu verwirren, bevor sie schließlich begriff und dann lachen musste.
„Ich koche gerne für dich, wenn du magst. Und unterkommen kannst du hier auch, wenn bei dir mal wieder zu viel Durchgangsverkehr vor der Tür herrscht“, meinte sie zu ihm und nahm ihm die Tasse mit dem Kaffee ab.
Trent nickte zufrieden.
„Ich mach dir eine Liste mit all den Sachen, die ich gern mal essen wörde“, sagte er zu ihr. „Aber ich denke, dass bei all den hethitischen Schutzsymbolen und meinen speziellen Tör- und Fensterzargen mit Eisen-Salz-Mischung meine Bude weitaus sicherer sein dörfte als deine Wohnung hier“, sagte er zu ihr und betrachtete dabei ihr Fenster. „Wenn ich wieder voll bei Kräften bin, tausch ich sie dir aus, damit du auch mal eine Nacht ganz geistfrei schlafen kannst. Und es besteht nicht mehr die Gefahr, dass sie zu dir unter die Dusche rennen“, fügte er noch an. Das war immer ein Scheißproblem für ihn gewesen, als er seine Wohnung noch nicht geistersicher gemacht hatte.

„Also: Ente à l’orange … kannst du das? Ich les ständig davon, habs aber noch nie gegessen. Und ein öppiges Sunday roast wär auch mal öberfällig. Mit Huhn, Erbsen, Röstkartoffeln, Rosenkohl, Yorkshire-Pudding und viel Soße … obwohl ...“ Er überlegte. „Ich wollte ja anfangen, mich gesund zu ernähren. Solche Sachen sind dann wohl nicht so gut. Also lassen wir die Soße und die Röstkartoffeln weg.“

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Alice Hampton
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Di Feb 27, 2018 3:49 pm

Innerlich gab Alice Trent natürlich Recht. Sie sollte sich nicht auf die derzeitige Situation verlassen. Zwar ging es ihr jetzt gut, abgesehen von den Hitzeschüben, die sie durchströmten, aber wer wusste wie lange das so blieb? Es schürte aber auch die Angst, dass die Erscheinung zurück kommen könnte. Daher versuchte sie lieber positiv zu denken und das ungute Gefühl herunter zu würgen. Wenn sie nicht daran dachte sank die Wahrscheinlichkeit in ihren Augen, dass sich das Übel erneut zeigen würde. So war sie erzogen worden, auch wenn ihre Tante nichts dazu beigesteuert hatte. Generell hatte ihre Tante erziehungstechnisch ziemlich versagt bei ihr. Kein Grund also ihr dafür zu danken, weder in Gedanken noch in Worten. Sie hatten auch schon ewig keinen Kontakt mehr gehabt, was die Sache mit den Worten vereinfachte ...
Ein wenig vom Thema abgelenkt brauchte Alice etwas um sich wieder zu fangen. Sie wollte nicht an ihre Familie denken, genauso wenig wie an die Geisterfrau, die ihr die Nahtoderfahrung eingebrockt hatte. Noch einmal wollte sie so etwas wirklich nicht erleben. Und wenn sie von dieser Welt ging, dann nicht frierend und zitternd, sondern mit einem gelebten Leben im Rücken und schönen Erinnerungen, die sich durchblättern ließen wie ein Poesiealbum. Aber bis dahin, so hoffte sie, war noch eine Zeit lang hin.

Trent half ihr wirklich mit seinen Bemerkungen wieder etwas Kraft zu schöpfen. An ihrem Kaffee nippte sie nur leicht und war erleichtert zu spüren, dass die Wärme des Getränks sie ausfüllte und leicht umhüllte und nicht nach wenigen Sekunden wieder verschwunden war. Der Gesichtsausdruck des Brünetten machte allerdings deutlich, dass er den Geruch der Flüssigkeit nicht leiden konnte, weshalb sie die Tasse in ihren Händen wieder auf den Nachttisch stellte. Sie war schließlich umsichtig.
„Ich mach dir eine Liste mit all den Sachen, die ich gern mal essen wörde“, meinte Trent, als sie mit ihrem Vorschlag geendet hatte. Daraufhin musste Alice wieder schmunzeln. Er war schon eine Nummer für sich, aber sie mochte ihn. Auch wenn sie immer noch recht wenig voneinander wussten.
"Geht klar, Chef.", erwiderte Alice und legte symbolisierend zwei Finger an die Schläfe, als würde sie salutieren. Doch Trent war noch nicht fertig mit seinen Ausführungen und so verstummte sie schnell, um ihm nicht ins Wort zu fallen.
„Aber ich denke, dass bei all den hethitischen Schutzsymbolen und meinen speziellen Tör- und Fensterzargen mit Eisen-Salz-Mischung meine Bude weitaus sicherer sein dörfte als deine Wohnung hier“
Stimmt, da war ja was.
"Auch wieder wahr. Aber vor deiner Haustür ist dennoch immer recht viel los, wenn ich das mal so untertrieben sagen darf.", merkte die Blonde an und legte leicht den Kopf schief, dessen Hautfarbe wieder einen natürlichen Ton zeigte.
„Wenn ich wieder voll bei Kräften bin, tausch ich sie dir aus, damit du auch mal eine Nacht ganz geistfrei schlafen kannst. Und es besteht nicht mehr die Gefahr, dass sie zu dir unter die Dusche rennen“, führte Trent weiter aus und sah sich dabei in ihrem zimmer um. Auf einmal war es Alice irgendwie peinlich, dass sie sich in ihrem Schlafzimmer befanden. Eine Kollegin von der Arbeit, die einmal hier gewesen war um ihr mit dem Einkauf zu helfen, hatte gemeint, dass es sie an ein Kinderzimmer erinnerte. Auf die Bemerkung hin hatte Alice nur peinlich berührt gelacht und leicht abgewunken. Weiter drauf einzugehen hätte sowieso keinen Sinn gemacht.
Aber eine Kollegin war eine Sache. Ein Mann, den sie nur vom Sehen her kannte eine vollkommen andere. Was er jetzt wohl von ihr dachte?

Innerlich fuchtelte Alice mit den Händen, um die Gedanken zu verscheuchen. Quatsch. Als ob Trent jetzt anders von ihr denken würde, nur weil sie so oder so ihr Zimmer eingerichtet hatte. Sie hielt mehr von ihm als das er ein oberflächlicher Mensch war. Außerdem hatte er ihr ja gerade keine Einrichtungstipps sondern geistertechnische Verbesserungen angeboten.
"Klingt gut. Wenn du das für mich machen willst, helfe ich dir natürlich gern dabei.", meinte sie daher lächelnd und besah sich ebenfalls noch einmal ihre Fensterrahmen. So oft hatte sie zwar keinen Geisterbesuch, aber für den Fall der Fälle konnte man nie besser gewappnet sein als mit guten Vorbereitungen.
"In der Dusche hatte ich zum Glück eher selten Besuch. Aber besser ich bin vorbereitet, bevor etwas derartiges passiert.", gab Alice an und sah wieder zu Trent herüber. Mit ihm über für sie alltägliche Dinge zu reden half ihr wirklich sich abzulenken von den Geschehnissen von vor noch wenigen Momenten.
„Also: Ente à l’orange … kannst du das? Ich les ständig davon, habs aber noch nie gegessen. Und ein öppiges Sunday roast wär auch mal öberfällig. Mit Huhn, Erbsen, Röstkartoffeln, Rosenkohl, Yorkshire-Pudding und viel Soße … obwohl ...“, plapperte Trent weiter und Alice ertappte sich dabei, wie sie ihn nur angesehen hatte, ohne ihm wirklich zu zu hören. Sie zuckte leicht zusammen und blinzelte mehrmals, um sich in Erinnerung zu rufen, was aus seinem Mund gekommen war und nickte vorerst, bis es ihr wieder einfiel.
"Klar, krieg ich schon hin. Wenn es irgendwo ein Rezept dafür gibt und ich die Zutaten im Supermarkt bekomme ...", erklärte Alice ihren Standpunkt, doch wurde sie knapp danach von ihm unterbrochen und so hörte sie ihm diesmal wirklich zu.
„Ich wollte ja anfangen, mich gesund zu ernähren. Solche Sachen sind dann wohl nicht so gut. Also lassen wir die Soße und die Röstkartoffeln weg.“, merkte Trent an und Alice konnte nicht anders, als leise zu lachen.
"Ach ein wenig kann man es sich schon gut gehen lassen. Außerdem: Willst du etwa abnehmen? Ich denke nicht das du das nötig hättest."
Alice begann tatsächlich wieder gute Laune zu bekommen.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Trent Cingsley
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Schlafzimmer   So März 04, 2018 10:45 am

An sich war Trent ja ein sehr optimistischer Mensch – aber nur in Bezug auf die Realität.
Hatte er keinen Job – egal, er würde schon irgendwann einen kriegen. Und: er hatte einen bekommen. Sogar einen, mit dem er sehr gut leben konnte. Wenn auch im Endeffekt darauf hinaus lief, dass er beinahe so endete, wie sein Vater.
Würde er irgendwann in der Hölle landen, dann wäre sie ähnlich aufgebaut wie das Finanzamt, wo sein Vater arbeitete. Und es wurde nur Kaffee serviert.

Wenn es jedoch um Übernatürliches ging, war er eher skeptisch. Er hatte immerhin regelmäßig Besuch von allen möglichen übernatürlichen Abscheulichkeiten. Vampire, Werwölfe, Hexen, Zombies … gut, die Zombies waren Menschen, die in einem sehr abstoßenden Zustand ihr Ende fanden und dann in eben jenem Zustand zu ihm antrabten.
Und was er alles von Charlie gehört hatte, machte ihn umso skeptischer.
Der Brünette glaubte nicht so recht an 'Schwupsdiwups, bin ich wieder heile'. Irgendeinen Haken hatte die Sache immer. Ein Pakt mit dem Teufel hatte ja auch immer seine Nachteile.

Der Themenwechsel kam ihm ganz recht. So musste Trent nicht weiter darüber nachdenken, wann die Geisterfrau wiederkommen würde, um Alice' Seele mit sich zu nehmen. Oder aus ihr einen Zombie machen würde. Und ihr Gehirn essen wollte.
„Auch wieder wahr. Aber vor deiner Haustür ist dennoch immer recht viel los, wenn ich das mal so untertrieben sagen darf“, meinte die Blonde zu ihm, nachdem sie ihre Tasse mit dem widerlichen heißen Gebräu weggestellt hatte.
Der junge Mann versuchte, mit seinen Schultern zu zucken, um zu verdeutlichen, dass ihm diese Tatsache reichlich egal war. Leider schoss bei dem Versuch ein Schmerz ungeahnten Ausmaßes in seinen Kopf und erinnerte ihn daran, dass sein rechter Unterarm immer noch angebrochen war.

„Und wenn schon. Charlie sorgt schon daför, dass keine Idioten in die Nähe meiner Tör kommen“, sagte er. „Außerdem – sobald ich erst mal in meiner Bude bin, krieg in von dem Tumult vor der Tör gar nichts mehr mit.“ Meistens jedenfalls. Dafür lief auch sein Fernseher fast die ganze Zeit. Und wenn er nicht gerade vor der Glotze saß, war er in seinem Labor, wo er ohnehin Zeit und Raum um sich herum vergaß.
„Bei dir ist das was anderes. Oder hast du eine bestimmte Methode, dir eine penetrante nervende tote Schabracke vom Leib zu halten?“, fragte er sie.
Zwar gab Alice an, noch nicht unter der Dusche von einem Geist heimgesucht worden zu sein – doch er wusste, dass 'noch nicht' nicht gleichzusetzen war mit 'wird auch niemals passieren'. Ein erstes Mal gab es immer.

Auf seine Wunschgerichte angesprochen, sagte die Blondine nur, dass sie es schon hinbekommen würde, solange sie ein Rezept fand und die richtigen Zutaten im Supermarkt besorgen könnte.
Als er jedoch sagte, dass er den Entschluss gefasst hatte, sich gesund zu ernähren, sah ihn Alice mit vollster Aufmerksamkeit an.
„Ach ein wenig kann man es sich schon gut gehen lassen. Außerdem: Willst du etwa abnehmen? Ich denke nicht das du das nötig hättest“, sagte sie und konnte dabei ein Lachen nicht unterdrücken.

Der Brünette schüttelte seinen Kopf. „Ich sagte nichts von 'abnehmen' – nur von 'gesönder ernähren'. Das bedeutet aber nicht, dass ich vorhabe, in Zukunft nur noch eine Scheibe Knäckebrot am Tag zu vertilgen und das wars.“ Auf Diäten konnte Trent sehr gut verzichten. So, wie er das aus dem Fernsehen kannte, brachten Diäten ohnehin nichts – außer dem Jojo-Effekt. „Und ich meinte nur 'gesönder' – nicht 'nur noch gesund'. Also keine Sorge!“

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Alice Hampton
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Do März 15, 2018 9:42 pm

(ooc: Mega dickes Sorry das ich so lange nichts geschrieben habe! Hatte privat ziemlich viel um die Ohren.)


Alice war gerade ziemlich froh nicht allein sein zu müssen. Sie wusste nicht, was sie getan hätte, wenn sie das alleine durchstehen müsste. Und dann auch noch die seltsame Heilung, die selbst ihr spanisch vorkam. Alice wollte gar nicht genau wissen, was Trent über die Sache dachte. Sie wusste, dass es komisch wirken musste. Immerhin wollte sie es ja selbst kaum glauben.
Aber ewig darüber zu grübeln brachte auch nichts. Daher war die Blonde wahrscheinlich genauso froh über den Themenwechsel, wie auch Trent. Denn sie sah ihm an, auch wenn er es wohl versuchte zu vertuschen, die nachdenklich er war. Und es war nie etwas Gutes, wenn jemand, der sich mit dem Übernatürlichen beschäftigte, mochte es noch so subtil sein, nachdenklich wegen eines paranormalen Vorfalls war. Das bedeutete immer, dass mehr hinter der Sache steckte, als gerade bekannt war. Und darüber wollte die Blonde jetzt lieber nachdenken. Sie war einfach nur froh, noch am Leben zu sein. Ihre Eltern mussten wohl noch eine Weile warten, bis sie ihnen begegnete. Zumindest auf der anderen Seite. Auch wenn sie sie bereits gesehen hatte, so wollte sie noch nicht in ihre Arme einkehren. Auch wenn sie sie unglaublich vermisste. Manchmal fühlte sie sich deswegen wie Harry Potter, nur das er seine Eltern überhaupt nicht gekannt hatte. Sie dagegen teilte bereits einige Momente und Erinnerungen mit ihnen. Was die Sache noch schwieriger machte. Und vor allem schmerzhaft.

Alice blinzelte einige aufkommende Tränen weg und sah Trent wieder an. Jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt um darüber nachzudenken. Eindeutig nicht. Daher versuchte sie sich auf die Worte ihres Freundes zu konzentrieren.
„Und wenn schon. Charlie sorgt schon daför, dass keine Idioten in die Nähe meiner Tör kommen“,, meinte dieser und Alice musste wieder schmunzeln. Sie zog die Beine an sich heran, sodass sie ihr Kinn auf ihre Knie stützen konnte. Dann schlang sie die Arme um ihre schlanken Unterschenkel.
"Dann ist Charlie wohl wirklich sowas wie ein Freund für dich geworden.", erwiderte sie und etwas sanftes lag in ihrer Stimme.
„Außerdem – sobald ich erst mal in meiner Bude bin, krieg in von dem Tumult vor der Tör gar nichts mehr mit.“, führte er weiter aus und Alice nickte leicht. Da hatte er recht. Als sie allein bei ihm in der Wohnung gewesen war, war nachdem sie die Tür geschlossen hatte, nicht einmal was von den vielen Stimmen zu hören gewesen, die sie im Hausflur belagert hatten.
"Wirklich praktisch sowas.", merkte sie an und versuchte sich immer wieder davon abzuhalten mit den Gedanken abzuschweifen. Sie wollte sich ablenken und das ging am besten, wenn sie sich am Gespräch von Trent beteiligte. Immerhin war es auch ganz schön unhöflich, wenn sie nur ab und an nickte, aber gar nicht richtig zuhörte. Sobald er weg war, was sie in ihrem tiefsten Innern nicht einmal wollte, würde sie noch genug Zeit haben, über das Ganze nachzudenken und ihre Gefühle rauszulassen. Doch jetzt wollte sie das noch nicht und irgendwie fühlte es sich auch verdammt gut an sich mit Trent zu unterhalten. Es fühlte sich einfach an wie ein Gespräch unter Freunden. Und das war umso schöner. Denn so etwas wie einen wahren Freund hatte Alice schon viel zu lange nicht mehr gehabt. Umso besser war es da für sie jemanden zu kennen, der sie verstand. Zumindest was das Übernatürliche in ihrem Leben anging.

„Bei dir ist das was anderes. Oder hast du eine bestimmte Methode, dir eine penetrante nervende tote Schabracke vom Leib zu halten?“, , hakte Trent interessiert nach und Alice legte leicht den Kopf schief, sodass nun ihre Wange auf ihren Knien ruhte und sie ihn schief ansah.
"Eigentlich bekomm ich ehrlich gesagt nicht so oft Besuch. Die Geister, die zu mir kommen, wollen das ich sie ins Licht schicke. Oder noch Dinge für sie kläre, die sie nicht mehr klären konnten. So viele kommen also nicht zu mir. Und wir haben ja schon festgestellt, dass ich nur die Geister von Menschen sehen kann ..." Sie zuckte leicht mit den Schultern. "Ansonsten vertreibe ich sie hiermit.", fügte sie an und hob ihre Hand an deren Ringfinger ein dünner Ring zu sehen war. Ein Schlag damit Richtung Geist und sie verkrümelten sich vorerst für eine Weile. Ein geübtes Auge sah sofort, dass es sich um einen Eisenring handelte.
„Ich sagte nichts von 'abnehmen' – nur von 'gesönder ernähren'. Das bedeutet aber nicht, dass ich vorhabe, in Zukunft nur noch eine Scheibe Knäckebrot am Tag zu vertilgen und das wars.“, sagte Trent und ging damit wieder auf das Essen Thema ein. Alice musste wieder schmunzeln und setzte wieder das Kinn auf ihre Knie, um ihn normal anzusehen.
"Das schmeckt ja auch nicht.", kommentierte sie.
„Und ich meinte nur 'gesönder' – nicht 'nur noch gesund'. Also keine Sorge!“, klärte er sie über ihren offensichtlichen Irrtum auf. Sie runzelte die Stirn und lächelte.
"Na da bin ich ja froh das zu hören. Ich hatte schon Angst du hungerst dich runter. Wen soll ich denn sonst bekochen?", amüsierte sie sich und piekte ihm leicht in die Wange. Sie wollte seinen restlichen Körper nicht berühren. Nicht aus Angst davor, sondern mehr aus Vorsicht. Er war noch immer verletzt und sie wollte ihm nicht noch mehr weh tun.
"Wie geht es dir eigentlich? Du musst doch erschöpft sein.", murmelte sie mit halboffenen Augen. Auch sie war gerade eher in Kuschelstimmung, als in Quatschlaune. Ihr Körper war noch immer sehr erschöpft von den Strapazen ihres Fast-Todes. Und auch er musste doch nach der ganzen Sache k.o. sein. Alice klopfte neben sich aufs Kissen.
"Wenn du dich hinlegen magst ... Mein Bett ist dir immer offen.", sagte sie, unüberlegt wie immer. Aber dieses Mal wurde sie nicht rot, denn sie hatte diesmal tatsächlich keinen zweideutigen Hintergedanken dabei.
"Ich kann mich auch ankuscheln, wenn du ohne deinen Teddy nicht schlafen kannst.", fügte sie etwas frech an, wie um zu beweisen, dass sie wieder die alte Alice war, die er aus dem Grill kannte. Keck und frech und stets einen lockeren Spruch auf den Lippen.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Trent Cingsley
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Mi März 21, 2018 10:27 am

Ihm war wohler zumute, wenn er nicht mehr über die Theorie vom ‚plötzlichen todsterbenskranksein und dann plötzlich auf wundersame Weise wieder gesund werden‘ nachdenken musste. Ein Themenwechsel kam Trent daher sehr gelegen. Zwar würde er im Hinterkopf noch einige Zeit an dieser Frage zu knabbern haben – doch er war ja ohnehin erst einmal krankgeschrieben. Da konnte er sich in seiner Bude seine eigenen Gedanken machen, eventuell während eine dieser langweiligen Tier-Dokumentationen lief. Oder eine der vielen Knight Rider-Wiederholungen.

Als die Sprache auf Charlie kam, meinte Alice zu ihm, dass er wohl zu etwas wie einem Freund geworden war.
Der Brünette dachte nach. Würde er Charlie tatsächlich als einen Freund bezeichnen?!
„Muss man nicht lebendig sein, um die Qualifikationen förs Freund-sein zu erföllen?“, fragte er sich und tippte sich mit seinem linken Finger fragend ans Kinn.
Gab es überhaupt eine bestimmte Definition von ‚Freund‘? Er musste das mal bei Wikipedia googeln oder wie man das nannte, wenn man im Internet nach Antworten auf Fragen suchte, die man einfach in der Suchleiste eingab. Es hatte ihm ja auch bei der Frage geholfen, wie er das widerliche Gebräu zubereitete. Und das scheinbar mit so einer guten Lösung, dass alle auf dem Polizeirevier ihn für den perfekten Kaffee lobten, obwohl er selbst keinen trank.

Die Blonde sagte, dass sie gar nicht so oft Besuch von Geistern erhielt, was wohl unter anderem daran lag, dass sie zum einen nur die Geister von Menschen sah und zum anderen zu ihr nur die kamen, die dringend ihren Frieden finden wollten. Kein Wunder also, dass zu ihm dann alles andere Gesocks kam.
„Viele Geister wollen gar keinen Frieden – entweder sind sie zu blöde, um zu schnallen, dass sie tot sind, oder sie sind wötend daröber und wollen den Weg von Uma Thurman einschlagen. Den blutigen Rachefeldzug.“ Wenigstens brauchten die rachsüchtigen Geister, die er traf, kein Samurai-Schwert dafür. Und um ehrlich zu sein, wären die mit so einer Waffe sogar noch viel gefährlicher als allein mit ihren Rachegelüsten.

„Ansonsten vertreibe ich sie hiermit“, fügte Alice noch an und hob dabei ihre Hand, an welcher ein Ring aus Eisen steckte.
„Eisen und Salz sollte jeder dabei haben“, bestätigte Trent und deutete dabei sowohl auf sein linkes Handgelenk, wo sein selbstgemachtes Eisenarmband angebracht war. Normalerweise trug er es um sein rechtes Handgelenk, doch wegen dem eingegipsten Arm war er gezwungen, das Handgelenk zu wechseln. Zeitgleich fummelte er unter seinem Shirt noch seine Halskette hervor, an der eine etwas größere Mutter aus Eisen hing.
Ganz zu schweigen davon, dass fast jeder übernatürliche Besucher vor seiner Tür das Turibulum zum leichten Schwenken brachte, so dass es automatisch eine Fuhre Salz und Eisenspäne verteilte.

Der weitere Themenwechsel kam ihm gerade recht, wo er gerade in Gedanken darüber brütete, ob seine vorrätigen Konserven bis zum Ende seiner Rekonvaleszenz ausreichen würden. Sein Gemüse im Gemüsefach würde jedenfalls keine vier Wochen überstehen. Auch Obst musste er sich neues besorgen.
Knäckebrot aß er zwar gerne – aber auch nur, wenn er abends vor der Glimmerkiste Lust darauf bekam. Ersatz für Chips sozusagen. Als Nahrungsmittel nutzte er es eher selten.

Offensichtlich amüsiert über seine Klarstellung zwecks des gesunden Essens piekte sie ihm leicht in die Wange.
„Wie geht es dir eigentlich? Du musst doch erschöpft sein“, meinte sie zu ihm, doch er winkte ab.
„Ich hab die nächsten Wochen Zeit, mich genögend zu erholen. Da kann ich schon mal eine Nacht durch machen. Wie wörde ich sonst wohl die Marathon-Nächte vor dem Fernseher öberstehen, ohne einzuschlafen? Ich bin das gewöhnt. Man muss halt nur vorher Bescheid wissen und dem Körper den Befehl geben, wach zu bleiben. Ob mental oder mit bestimmten stimulierenden Tees“, sagte er.

„Wenn du dich hinlegen magst ... Mein Bett ist dir immer offen.“ Verwirrt zog er eine Augenbraue nach oben, merkte aber, dass dies wieder den brennenden Schmerz in seinem Kopf hervorholte. „Ich kann mich auch ankuscheln, wenn du ohne deinen Teddy nicht schlafen kannst.“
Noch viel verwirrter als vorher riss er nun beide Augenbrauen nach oben und ignorierte die Schmerzen in seinem Kopf für einen Moment.
„Ähm … nein, danke. Schlafen kann ich nur in meinem eigenen Chesterfield“, sagte er und richtete sich dabei auf, so dass er sich mühsam wieder von ihrem Bett hochrappelte.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Alice Hampton
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Mo März 26, 2018 7:49 pm

„Muss man nicht lebendig sein, um die Qualifikationen förs Freund-sein zu erföllen?“
Gute Frage.
"Ehm. Ich denke nicht zwingend, nein. Würdest du denn nicht mit mir befreundet sein wollen, wenn ich vor die das zeitliche segne?", erwiderte Alice mit einem leichten schmunzeln. Auch wenn ihr Hirn sich anfühlte wie eine zähe Masse, so brachte sie doch immer noch etwas Humor hervor.
"Wenn man nach E.T. geht kann man sogar mit Außerirdischen befreundet sein.", fügte sie schmunzelnd hinzu und legte nun doch wieder die Bettdecke um ihre Schultern, da es sie etwas fröstelte. Es war nicht diese innere Kälte, sondern diesmal wirklich von außen. Ihr Hund hob leicht den Kopf und robbte näher an sie heran, weswegen sie anfing seinen Kopf zu kraulen. Alice konnte sich wirklich glücklich schätzen dass sie zwei so tolle Freunde an ihrer Seite hatte. Denn sie sah Trent inzwischen auch als einen solchen an.

„Viele Geister wollen gar keinen Frieden – entweder sind sie zu blöde, um zu schnallen, dass sie tot sind, oder sie sind wötend daröber und wollen den Weg von Uma Thurman einschlagen. Den blutigen Rachefeldzug.“, erklärte Trent wohl den Fakt, dass bei ihm ständig mehr los war als bei ihr zu Hause. Immerhin war ihnen in der ganzen Zeit in der sie zu zweit hier waren noch keine solche Gestalt über den Weg gelaufen. Alice schmunzelte.
"Ja sieht wohl so aus. Aber manchmal hab ich auch solche zu Besuch. Die sind echt erschreckend, wenn sie ihr Anliegen tausend Mal bei einem los werden wollen und man ihnen tausend Mal sagen muss, dass man dafür nicht zuständig ist.", erwiderte die Blonde und legte leicht den Kopf schief. Sie hatte in der Tat bereits ein paar solcher Besuche gehabt. Unliebsam und wirklich nervig, wenn sie einen nicht in Ruhe ließen.
Aber Trent wurde sicherlich noch weitaus mehr genervt, als sie.

„Ich hab die nächsten Wochen Zeit, mich genögend zu erholen. Da kann ich schon mal eine Nacht durch machen. Wie wörde ich sonst wohl die Marathon-Nächte vor dem Fernseher öberstehen, ohne einzuschlafen? Ich bin das gewöhnt. Man muss halt nur vorher Bescheid wissen und dem Körper den Befehl geben, wach zu bleiben. Ob mental oder mit bestimmten stimulierenden Tees“, meinte der Brünette auf das Thema Erschöpfung und schien nicht einmal groß über seine Worte nachdenken zu müssen, bevor er sie aussprach. Alice nickte leicht.
"Ja na dann wirst du dich ja noch in Ruhe ausruhen können, schätze ich. Ich wünschte ich hätte so viel Zeit. Ich muss morgen eigentlich schon wieder im Grill stehen und Leuten vorgaukeln das es mir blendend geht. Na ja, aber du weißt ja wie ich das mache.", erwiderte sie leicht grübelnd, bevor sie dann leicht anfing zu grinsen. Alice hatte in der Tat ihre ganz eigene Art und Weise damit umzugehen, wenn sie einen Gast nicht leiden konnte oder ihr auf den Geist ging. Ihre Mimik spielte dabei weniger eine Rolle, doch wohl eher ihre tonlose Stimme. Trent hatte das bei seinen ersten Besuchen im Grill, bei denen sie ihn bedient hatte, ebenfalls am eigenen Leib spüren müssen. Aber so wie sie den Brünetten kannte, war ihm das nicht einmal aufgefallen, da sicherlich viele Leute so mit ihm umsprangen. Gerade am Anfang hatte Alice sich oft gefragt wie viele Schrauben denn bei ihm locker waren. Aber inzwischen hatte sie wohl einfach aufgehört zu zählen.

Von ihrem scherzhaften Kommentar schien er dezent verwirrt zu sein und stand nach einer Weile von ihrem Bett auf. Alice konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, auch wenn sie eigentlich viel zu müde für Gefühlsregungen war.
"Keine Sorge, war nur ein Scherz.", fügte sie erklärend an und erhob sich ebenfalls vom Bett.
"Willst du heute noch nach Hause?", hinterfragte sie seine Bewegung und zog sich einen Pullover über ihr Tshirt.
"Ich könnte dich fahren ...", fügte sie überlegend an, auch wenn ihr so gar nicht danach zumute war heute noch Auto zu fahren. Aber für Trent würde sie sogar noch mal raus in diese Saukälte gehen.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Trent Cingsley
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Do März 29, 2018 3:52 pm

Zwar sprach Alice einige Punkte an, die dafür sprechen konnten, mit einem Geist befreundet zu sein, doch richtig warm wurde er mit ihrer Theorie nicht. Wenn die Blondine tot wäre und anschließend zum Geist modifizierte, war das was anderes. Sie kannte er ja schon aus dem richtigen Leben. Und sicherlich war es was anderes, eine Beziehung zu einem Geist aufzubauen, den man schon zu Lebzeiten gekannt hatte als zu einem, der einem völlig unbekannt war.
„Ich hoffe, du bist schlauer als die nervigen Schabracken und verkrömelst dich ins Jenseits wenn es so weit ist. Denk dran: wenn du ein helles Licht siehst: geh drauf zu. Das hat alles schon seine Richtigkeit“, sagte er zu ihr.

Trent freute sich schon richtig auf die freie Zeit, die ihm nun, dank seiner vielen Gebrechen zur Verfügung stand. So könnte er endlich mal wieder einen Doctor Who-Marathon einlegen. Von der ersten Folge der neuen ersten Staffel bis zur Regeneration des 10. zum 11. Doktor. Vielleicht konnte er sich sogar mit dem College von Whitmore in Verbindung setzen, um mal genau nachzuforschen, wie das mit dem Fernstudium ablief. So konnte er schon einige Bücher lesen, die eventuell wichtig werden würden.

Alice erzählte indes, wie sie morgen mit ihren Kunden fertig zu werden gedachte.
„Ich muss morgen eigentlich schon wieder im Grill stehen und Leuten vorgaukeln das es mir blendend geht. Na ja, aber du weißt ja wie ich das mache.“
Fragend schaute er sie an und runzelte leicht die Stirn, was wieder ein schmerzhaftes Ziehen verursachte.
„Du stellst sie dir in Unterwäsche vor?“, mutmaßte er. „Oder du sagst dir immer wieder, wie viele Jahre es noch bis zur Rente sind?“

Zwar meinte die Blondine auf ihren Satz hin, dass er sich ruhig bei ihr ankuscheln könnte, dass es sich hierbei nur um einen Scherz gehandelt hätte, doch der Brünette traute dem Ganzen nicht so recht über den Weg.
„Willst du heute noch nach Hause?“, fragte sie ihn und er nickte. Dann dachte er kurz nach, was sich noch alles in seinem Kühlschrank befand. Hatte er die schimmlige Mohrrübe jetzt schon in den Müll geworfen oder noch nicht? Er wusste es nicht. Aber für die nächsten Tage auf der Couch brauchte er dringend einige mundgerechte Knabbereien, die nicht aus einer Chipstüte kamen. Kleingeschnittene Paprika mit einem Kräuterdip – das war etwas, was er gerne so nebenbei auf der Couch verdrückte, wie andere Leute Chips oder Salzstangen.

Er raffte schon einmal seine Sachen zusammen und sah Alice noch einmal misstrauisch an.
„Föhlst du dich in der Lage zu fahren? Ich wörde es ja selber machen, bin aber leider im Moment etwas gehandicapt, wie man sieht“, sagte er und deutete bei seinen Worten auf seinen eingegipsten Arm und seinen Fuß, der zwar mit einer Bandage umwickelt aber nicht von Gips umhüllt war.
Dann winkte er aber mit seinem gesunden Arm ab. „Ach, keine Sorge, wir kriegen das schon hin. Wenn du einschläfst, wecken entweder dein Hund oder ich dich auf.“ Er legte seinen Kopf leicht schief und sah sie noch einmal genau an. „Fieber scheinst du jedenfalls nicht mehr zu haben. Aber sag Bescheid, wenn du irgendetwas Merkwördiges wahrnimmst.“

Gefühlte Stunden später – eine mühsame Qual, diese Erfindung, die sich ‚Treppe‘ nannte – fuhren sie in Alice‘ Wagen in die Stadt. Trent hatte sie bereits darum gebeten, zum Marktplatz zu fahren. Dort kannte er einen oder zwei Händler, die trotz der eisigen Temperaturen schon früh auf den Beinen waren.
Am Marktplatz angekommen brauchte der junge Mann wieder eine Weile, bis er aus dem Wagen gestiegen war, sich seine Krücke geschnappt und mit dieser ein paar Schritte gehumpelt war.

Ob ich mir nicht doch einen Rollstuhl besorgen könnte? Und einen Treppenlift? Oder gleich eine TARDIS, die bringt mich dann wenigstens direkt in meine Bude. Vorzugsweise sogar VOR die Zeit des Unfalls.

Er sah bereits, wie einige Leute ihre Buden auf dem Marktplatz aufstellten – doch so, wie sie arbeiteten, würde es sicherlich noch einige Zeit dauern, bis er an seine Paprikaschoten kam. Leicht genervt sah er sich auf dem Markt etwas um.
Viele Leute betraten den Grill und verließen ihn zusammen mit einem Becher ‚Coffee to go‘ wieder. Ein Würgereiz überfiel ihn zusammen mit einer Gänsehaut. Gruseliger Anblick. Ein joggender Geist in pinken Radlerhosen brachte ihn jedoch zum Grinsen. Ohne die Leute überhaupt wahrzunehmen, joggte er gemütlich durch sämtliche Passanten, die ihm im Weg standen.

„Geh’n Schritt zur Seite, sonst wird’s kalt“, riet er Alice und humpelte schon zwei Schritte zurück, bevor der Jogger auch ihn erwischt hätte. Dabei glitt sein Blick zu einem anderen Geist, der dem Outfit nach zu urteilen, noch nicht so lange tot sein konnte. Den Tod von Mister Radlerhose schätzte er auf die frühen 90er Jahre, da dieses Modestück seitdem aus der Mode gekommen war.
Der andere sah aber mehr wie ein kleiner Metalfan aus – und die traf man in jedem Jahrzehnt.

„Lass mich raten: mit nassen Händen das Mikrofon angefasst?!“, sprach Trent den Geist an und kicherte. Wäre ja auch nicht das erste Mal, dass so was passierte.

tbc: Marktplatz

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Alice Hampton
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Mo Apr 02, 2018 6:34 pm

„Föhlst du dich in der Lage zu fahren? Ich wörde es ja selber machen, bin aber leider im Moment etwas gehandicapt, wie man sieht“
Das war in der Tat eine sehr berechtigte Frage, die Alice nicht so wirklich beantworten wollte. Würde sie negativ ausfallen, dann müsste sie Trent zu Fuß nach Hause schicken und das wollte sie gar nicht. Fiel sie allerdings positiv aus, würde man von ihr vielleicht zu viel erwarten, was sie heute definitiv nicht mehr leisten konnte. Also wiegte sie leicht den Kopf hin und her, bevor sie schließlich meinte: "Ich schaff das schon irgendwie."
Ja, das war tatsächlich mal eine ehrliche Antwort, die ihren Zustand ganz gut beschrieb. Ruckartig stand sie auf, um etwas Blut zum zirkulieren zu veranlassen und rieb sich mit den Händen über das Gesicht. Wenn sie nicht schnell etwas machte, schlief sie wirklich noch ein. Also schüttelte sie etwas ihre Muskeln aus und bedeutete Nepomuk vom Bett runter zu kommen, damit sie ihm dann sein Geschirr anlegen konnte. Der bunte Hund wedelte leicht mit der Rute, schien aber dennoch besorgt zu sein, denn er ließ den Blick nicht von Alice. Diese murmelte ihm leise etwas zu und strich ihm beruhigend über den Kopf. Es war schon wirklich faszinierend wie weit eine Mensch und Tierbindung gehen konnte, wenn sich beide an die Gewohnheiten des Anderen anpassten. Alice konnte sich ein Leben ohne ihren tierischen Begleiter, der sie inzwischen so gut kannte, gar nicht mehr vorstellen.

„Fieber scheinst du jedenfalls nicht mehr zu haben. Aber sag Bescheid, wenn du irgendetwas Merkwördiges wahrnimmst.“, führte Trent seine Motivationsrede von davor aus und ging gemeinsam mit ihr in den Flur, wo sich die Blonde wieder ihren Mantel und ihre Schuhe anzog.
"Mach ich. Versprochen.", meinte sie und versuchte dabei wohl beruhigend zu wirken, jedoch war es ein kläglicher Versuch Trent zu täuschen. Auch wenn er manchmal Dinge einfach nicht mitbekam, so war er auch nicht dumm und wusste sicherlich ganz genau, wann sie ihm etwas vormachte und wann nicht. Aber wie immer versuchte Alice sich nichts anmerken zu lassen und ging stattdessen einfach zu ihrer Haustür, Nepomuk im Schlepptau.
Irgendwie schafften sie es schließlich zu dritt ins Auto, wobei der Hund die Rückbank für sich einnahm, wo er sich in den Fußraum legte. Alice passte tierisch auf keinen Unfall zu bauen, was bei dieser Hundsglätte wirklich schwer war. Dennoch schaffte sie es irgendwie zum Marktplatz zu kommen, unbeschadet, aber immer noch sehr müde.

„Geh’n Schritt zur Seite, sonst wird’s kalt", riss Trents Stimme sie plötzlich aus einem müden Moment, als sie gerade aus dem Wagen gestiegen war und diesen abgeschlossen hatte. Perplex tat sie wie ihr geheißen und spürte nur so den kalten Windhauch an ihrer Wange. Sie erschauderte und zog sich ihren Mantel fester um den Leib. Geister, dachte sie bei sich nur kurz, bevor sie nur ein paar Schritte von sich entfernt einen undeutlichen Schemen wahrnahm.
"Trent?", murmelte sie leise und trat neben ihn, Nepomuk an der Leine, der ebenfalls in die Richtung sah. "Ich spüre etwas Merkwürdiges.", flüsterte sie beinahe schon und erinnerte ihn damit auch daran, was er vorhin zu ihr gesagt hatte. Alice war irgendwie schon klar, dass es sich hierbei um einen Geist handeln musste. Aber dennoch fand sie es seltsam, dass sie ihn nur so Schemenhaft wahrnehmen konnte. War das vielleicht ein ....?

tbc: Marktplatz

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Schlafzimmer   

Nach oben Nach unten
 

Schlafzimmer

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

 Ähnliche Themen

-
» Noelles Wohnung
» Rebekahs Schlafzimmer
» Al's Schlafzimmer

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
 ::  :: MYSTIC FALLS :: ALICES WOHNUNG-