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 Schlafzimmer

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BeitragThema: Schlafzimmer   Mi Aug 02, 2017 8:09 pm

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Alice Hampton
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Mo Feb 19, 2018 1:32 pm

cf: Wohnzimmer

Das Gefühl, welches sie durchströmte, konnte Alice nicht beschreiben. Kalter Schweiß stand ihr auf der Stirn und ihre Glieder zitterten noch immer wie Espenlaub. Doch es ging ihr schon besser, als noch vor wenigen Augenblicken. Sie hatte zumindest nicht mehr das Gefühl gleich zu Eis zu erstarren. Doch immer wieder versuchte etwas sie in die Tiefe des Schlafes zu ziehen. Und diesem Ding in ihrem Unterbewusstsein musste sie widerstehen. Die junge Frau führte einen inneren Kampf, der sie einiges an Kraft kostete. Das einzige, was ihr dabei half, war die Stimme von Trent, die es immer wieder schaffte zu ihr durchzudringen. Auch wenn sie für sie nur ein leises Flüstern war.
„Alice – Wachbleiben! Sonst weis ich deinen Hund an, solange zu bellen, bis du freiwillig die Glubscher auflässt. Klar soweit?“ Die Angesprochene zuckte leicht zusammen. Sie spürte unter sich das weiche Bett, obwohl sie die Wärme von dort nicht wahrnahm. Die Decke wurde ihr über den Körper gelegt und augenblicklich überkam sie wieder die Müdigkeit. Nur mit größter Mühe schaffte sie es, ihre Augen auf zu behalten. Es war wirklich Kraft raubend, doch um ihretwillen wollen sie es schaffen und auch für den Brünetten, der ihr nicht von der Seite wich. Daher nickte sie nun, um ihm zu verdeutlichen, dass sie es versuchen würde. Nepomuk schob seine Nase immer wieder an ihr Bein, als wolle er sie ebenso wach halten und stand schließlich auf, um sich an ihrem Rücken zusammen zu rollen. Die Wärme des Tieres spürte Alice dann tatsächlich deutlicher und nahm sie wohlwollend an.

Das Trent in ihrem Zimmer Chaos verursachte bekam sie gar nicht mit. Sie griff nur mit zittrigen Händen nach den Pullovern und versuchte sich mehr schlecht als recht anzuziehen. Dafür musste sie sich allerdings etwas aufsetzen und allein das schien ein Kraftakt für sie zu sein. Ihre Glieder schmerzten außerdem unangenehm, was die ganze Sache zu einer wahren Tortur machte. Doch irgendwie schaffte sie es dann doch sich zumindest zwei der wärmeren Klamotten anzuziehen, bevor sie wieder in die weichen Kissen zurück glitt. Sie bekam kein Wort heraus, doch ihr Blick sprühte nur so vor Dankbarkeit in Trents Richtung.
Der Brünette sagte etwas zu ihr, doch konnte sie es nicht deutlich genug verstehen. Wahrscheinlich lag es auch daran, dass Trent in seinen schnellen Redefluss zurückfiel. Normalerweise war sie eine der wenigen Personen, die ihn so noch immer verstanden und nachvollziehen konnte, was er sagte. Doch in ihrem jetzigen Zustand fiel es ihr sehr schwer die Worte auszumachen, die aus seinem Mund strömten. So nickte sie einfach wieder, in der Hoffnung, dass es die richtige Antwort war.

Als Trent aus dem Zimmer gehumpelt war - man oh man hatte Alice ein schlechtes Gewissen deswegen - schien sie wieder abzudriften. Doch wie aus dem Nichts heraus fing Nepomuk an zu knurren und die Blonde schreckte wieder hoch. Hatte der Hund einen Befehl von Trent bekommen? Das Tier war nicht dumm, das wusste sie. Aber das er so schlau war, Trents Gebrabbel zu verstehen, hätte sie nicht gedacht. Bevor das Tier sie noch biss, weil sie abdriftete, blieb sie lieber wach.
Trent war wohl nicht lange weg, doch kam es Alice wie eine Ewigkeit vor. In dieser ewig erscheinenden Zeit führte sie weiter den Kampf mit sich selbst und dem Ding, welches sie versuchte in die unergründliche Dunkelheit in ihrem Geist zu ziehen. Mit einem Mal schien etwas vor ihr zu erscheinen. Ob es nur dem Fieber verschuldet war oder ihrer Fantasie, doch sie glaubte eben jene weiße Frau vor sich zu sehen, die ihr das alles eingebrockt hatte. Angst strömte durch Alice und sie zuckte zurück, versuchte sich von der näherkommenden Gestalt zu verstecken und kroch ans andere Ende vom Bett. Nepomuk spürte die Unruhe seines Frauchens und fing wieder an zu knurren, richtete jedoch seine Aufmerksamkeit ebenso auf den Punkt, wo Alice glaubte die Gestalt zu sehen. Sie erschien halb durchsichtig, nicht wie ein Geist, der oftmals lebendiger aussah, als man sie sich vorstellte.
"Geh weg.", krächzte Alice und hatte Mühe nicht zu schreien, wenn auch wohl nur ein leiser Ton aus ihrer Kehle gekrochen wäre. Die Gestalt schien einen Moment inne zu halten, bevor sie die Hand nach Alice ausstreckte. Nepomuks Knurren wurde immer tiefer und bedrohlicher und er baute sich mit aufgebürstetem Fell zwischen Alice und der Frau, die er nicht sehen, aber wohl spüren konnte, auf. Doch das hinderte die Gestalt nicht ihre Hand weiter auszustrecken und schließlich Alice' Stirn zu berühren. Die Blonde kniff die Augen zusammen, unfähig etwas anderes als Abwehr zu tun und schrie. Wie erwartet kam nur ein leiser, piepsiger Schrei aus ihrer Kehle, der auch nicht lange anhielt. Eisige Kälte strömte durch den Körper der jungen Frau und lief ihr den Nacken herauf bis in die Stirn. Die Prozedur der Berührung dauerte nicht lange und mit einem Mal war alles weg. Die Kälte, die Frau und die Schmerzen, die sie zuvor in den Gliedern gespürt hatte. Alice blinzelte wieder, spürte statt der Kälte nun etwas Warmes ihr Kinn herunter laufen. Mit zitternden Fingern fasste sie sich an ihre Haut und spürte etwas Feuchtes.

"Blut.", murmelte sie zu sich selbst, als sie sich ihre benetzten Finger ansah. Es rann ihr aus der Nase und bedeckte ihr Kinn. Doch es tat ihr nichts weh. Es war, als hätte ihr Körper eine Überreaktion auf die Berührung der Frau gezeigt. Wie, wenn ein Gerät überladen worden war. Doch ansonsten ging es Alice gut. Und zwar wirklich gut. Mit einem Mal kam ihr ihr Zimmer unglaublich heiß vor und mit etwas Mühe pellte sie sich wieder aus den zwei Pullovern, die ihr zuvor als so unglaublich lebensrettend vorgekommen waren. Nun saß sie nur noch in ihrem T-Shirt da, welches einen Aufdruck von den Ghostbusters hatte. Wie passend. Die Decke drückte sie so weit wie möglich von sich weg und Nepomuk kraulte sie mit der sauberen Hand kurz hinter den Ohren, bis er sich wieder beruhigte und neben sie legte.
Als Trent zurück ins Zimmer kam und wahrscheinlich mehr davon überrascht war, das sie in ihrer unteren Gesichtshälfte überall Blut hatte, als das sie sich komplett ausgepellt hatte, hob sie schnell beschwichtigend die Hand.
"Es geht mir gut.", meinte sie schnell, hielt kurz inne, überrascht, dass ihre Stimme nicht mehr kläglich krächzte, sondern wieder voll da schien. Dann kramte sie eine Taschentücherbox hervor und zupfte sich drei der Tücher heraus, um sich ihre Hand und Kinn zu säubern. Aus der Nase lief noch etwas Blut, doch schien die Quelle versiegt. Alice hatte keinen Schimmer was gerade geschehen war. Wie sollte sie es da erst dem Brünetten erklären?
"Ich ... ich glaube ich bin wieder gesund.", murmelte sie auf den fragenden Blick hin und sah wieder zu ihm rauf. "Das ist so verrückt.", fügte sie an, da sie es noch immer selbst nicht verstand. Mit dem Taschentuch an der Nase, welches sie mit einer Hand festhielt, sah sie wieder zu ihm rauf.
"Ich weiß gar nicht, wie ich dir danken soll, dass du dich um mich gekümmert hast, obwohl es dir doch viel schlechter geht, als mir.", sagte sie frei heraus, die alte Alice durchschimmernd. Sie nahm ihm den Kaffee ab, den er noch immer in der Hand hielt und der sicherlich brühend heiß war und stellte ihn auf ihren Nachttisch ab. Dann bot sie ihm den Platz neben sich im Bett an, wo Nepomuk nicht lag. Warum passierte eigentlich immer ihr so etwas?

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Trent Cingsley
Psychic
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Mi Feb 21, 2018 5:35 pm

cf: Wohnzimmer

Trent war noch immer in höchster Alarmbereitschaft. Das zeigte sich vor allem an seiner Art und Weise, die Schränke in der Küche nach dem Kaffee zu durchsuchen. Aber genau genommen wäre das in seiner Bude auch so abgelaufen. Zwar wusste er meist immer, wo seine Sachen standen – doch ab und an experimentierte auch mit ihnen herum, so dass sie auf diese Weise von ihrem gewöhnlichen Standort abwichen und an den seltsamsten Orten wieder auftauchten. In der Gefriertruhe (sein Hammer und seine Geldbörse), in seinem Labor (verschiedenste Sorten Tee) und im Badezimmer (dort meist nur Coupons).

Wenigstens hatte er durch seine Arbeit auf dem Polizeirevier gelernt, wie man das widerliche Gebräu so zubereitete, dass es allen anderen schmeckte und er es dennoch nie probieren musste. Als er gerade den Knopf drückte, um die Maschine in Gang zu setzen, glaubte er ein Geräusch aus dem Schlafzimmer wahrzunehmen.
War das ein Schrei oder ein Bellen? Es klang wie eine Mischung aus beiden.
Er humpelte kurz zur Tür und blickte auf die halb offen stehende Schlafzimmertür.
„Alles klar da drinnen?“, fragte er und hoffte, dass entweder Alice oder ihr Hund ihm auf irgendeine Art und Weise antworten würde. Der junge Mann nahm ein tiefes und bedrohliches Knurren wahr, begleitet von einer Gänsehaut, die sich auf seinem eigenen Körper ausbreitete.

„Was zum …“, fing er an, doch die Gänsehaut verschwand genauso schnell wie sie gekommen war. Lag es nun an ihrem Hund oder war er einfach nur völlig irre geworden? Da letzteres ohnehin schon der Fall war, nahm Trent einfach mal an, dass es an Alice‘ Hund liegen musste.
Haustiere … Nichts für ihn.
Er wartete noch darauf, dass endlich der Kaffee fertig war und war froh, dass er in der Zwischenzeit schon Tassen und Löffel gefunden hatte, damit er diesen gleich fertig zubereitet zu der Blonden an ihr Bett bringen konnte. Hoffentlich sorgte wenigstens der Kaffee dann dafür, dass sie etwas wacher wurde.
Was half noch? Bei ihm hätte ein Doctor-Who-Marathon im Fernsehen dafür gesorgt, dass er wach blieb – doch er bezweifelte, dass Alice überhaupt schon mal was vom ‚Doktor‘ gehört hatte.

Er goss den Kaffee in die Tasse und humpelte mit dieser in der linken Hand in das Schlafzimmer zurück, wo er Alice zuerst entsetzt anstarrte. Ihre ganze untere Gesichtshälfte war blutverschmiert.
„Was ist passiert?“, fragte er und stellte die Kaffeetasse auf dem Schreibtisch ab, sah dann wechselnd fragend von Alice zu ihrem Hund.
Trent warf einen prüfenden Blick in alle Ecken und Winkel des Zimmers. „Lass mich raten: es waren wohl nicht zufällig Kayako, Toshio und Takeo zum Erschrecken hier?“, fragte er, wobei seine Gedanken zum Film ‚The Grudge‘ drifteten, der erst vor kurzem wieder im Nachtprogramm zu sehen gewesen war. Ein Horrorfilm der Sorte, bei welcher er meistens einschlief, weil er der Komplexität der Handlung nicht folgen konnte. Eine Handlung war bei Horrorfilmen doch ohnehin überbewertet. Hauptsache, es starben viele Leute und es floss viel Blut. Gut, bei ‚The Grudge‘ war letzteres zwar nicht der Fall – aber vor Schreck konnten auch schon Leute urplötzlich anfangen, zu bluten.

Als die Blondine ihm entgegnete, dass es ihr gut ging und sie scheinbar wieder gesund war, sah er sie perplex an.
„Als ich in die Köche gegangen bin, lagst du im Sterben und jetzt willst du mir weismachen, dass du wieder Bäume ausreißen kannst? Was ist in der kurzen Zeit, die ich nicht im Zimmer war, passiert, dass dich gesund gemacht hat? Hast du einen geheimen Vorrat Ambrosia gefunden? Oder den Stein der Weisen? Das Elixier der ewigen Jugend? Oder liegt es schlichtweg nur an der Tatsache, dass ich mal för nen kleinen Moment nicht anwesend war?!“, fragte er und nahm die Tasse mit Kaffee wieder in die Hand – auf der Suche nach einer Erklärung.

„Ich weiß gar nicht, wie ich dir danken soll, dass du dich um mich gekümmert hast, obwohl es dir doch viel schlechter geht, als mir.“
Sie nahm ihm den Kaffee ab und bot ihm einen freien Platz neben ihr auf dem Bett an. Er setzte sich nur an den Rand des Bettes und sah sie immer noch etwas musternd an – auf der Suche nach irgendwelchen Nachwirkungen. Man wurde doch nicht einfach so gesund!
„Ich komm darauf zuröck, wenn ich pleite bin“, entgegnete er ihr.

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