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 Notaufnahme

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BeitragThema: Notaufnahme   Do Sep 26, 2013 8:32 pm

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Mi Nov 27, 2013 5:38 pm

cf: Mystic Grill – Hinterhof

Die Fahrt war nicht lang, doch sie kam der Ärztin unendlich vor.
Jennas Herzfrequenz fiel und stieg immer wieder aufs Neue und mehr als nur einmal war Meredith versucht gewesen einfach doch das Vampirblut in Jennas Organismus zu spritzen. Aber sie hielt sich zurück und blieb in der Rolle der stummen Beobachterin, allerdings nur bis zu dem Moment in dem der Krankenwagen vor ihrem Arbeitsplatz hielt.
Sie war die Erste, die auf dem Parkplatz stand und unter ihren Argusaugen wurde Jenna ins Krankenhaus gebracht.

Es dauerte nicht lange, bis sie endlich in einem Behandlungsraum waren und natürlich wurde die Verletzte mit neuem Blut aus dem Vorrat versorgt, um den Verlust auszugleichen, den sie gemacht hatte.
Meredith selbst legte den Verband an Jennas Hals an, der die Blutungen stillen sollte.
Sie war sehr erleichtert, als ihr klar wurde, dass sie es noch pünktlich geschafft hatten, um die Verletzte zu retten und das letztendlich ohne größeren Aufwand, auch wenn es für einen Moment im Krankenhaus wirklich kritisch geschienen hatte.
Auch war die Ärztin erleichtert, dass sie entgegen ihrer Erwartung kein Vampirblut hatte verwenden müssen. Das Heilmittel war einfach zu selten, zu wertvoll und wie Damon gesagt hatte, konnte die Verwendung durchaus eine Gefahr darstellen.

Meredith war gerade dabei sich zu vergewissern, dass Jenna sicher in einem Krankenzimmer angekommen war, wo sie nach der Erschöpfung der letzten Stunden erst einmal schlafen konnte, als eine Krankenschwester auf sie zu kam.
Sie fragte die Ärztin, ob sie die Patientin kannte, was Meredith bejahte. Ihr wurde klar, dass man bisher noch keinen Angehörigen informiert hatte, da Merediths Kollegen sie nicht kannten.
„Ich kümmere mich davon, dass ihre Familie davon erfährt“, erklärte die Ärztin und bedankte sich dann bei der Krankenschwester, bevor sie zum Telefon ging und bei den Gilberts zu Hause anrief.

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Caroline Forbes
ADMIN | Vampire
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   So Dez 22, 2013 4:27 pm

cf: Forbes House

Caroline hatte ungeduldig im Wartebereich gessesen. Sie war noch nie besonders geduldig gewesen und hatte sich bereits beherrschen müssen, um Elena nicht zu folgen. Doch es war ihr wie das Richtige zu tun erschienen, da sie und Jenna sich nicht so gut kannten und sie nicht zur Familie gehörte.
Wenn sie schwer verletzt im Krankenhaus läge, würde sie auch nicht die halbe Welt um sich herum haben wollen. Auch weil sie aus Erfarung wusste, dass man nicht besonders gut aussah, wenn man einen Unfall oder in Jennas Fall Angriff gehabt hatte.

Ohne Interesse blätterte sie durch eine der Zeitschriften die auf dem Glastisch vor ihr lagen, doch obwohl ihre Augen über die Seiten streiften, erfasste sie den Text nicht und als die Zeitschrift nach kurzer Zeit wieder auf dem Tisch landete, hatte Caroline keine Ahnung, was sie gerade gelesen hatte.
Sie machte sich Sorgen um Jenna, fragte sich, wer sie angegriffen hatte und ob es möglicherweise jemand war, den sie kannte.
Wäre es sinnvoll Sam und Dean bescheid zu sagen?
Die Vampirin dachte kurz darüber nach, doch dann verwarf sie die Idee wieder. Es war besser, wenn sie die beiden damit in Ruhe ließ und lieber allein oder zusammen mit Damon, Elena oder Stefan nach Jennas Angreifer suchte. Es war sowieso etwas, dem der Rat sich annehmen würde und da wollte Caroline nicht zwischen die Fronten geraten. Ihre Mutter beschützte sie sowieso und sie wollte diesen Schutz nicht aufs Spiel setzen.

Während sie überlegte verging die Zeit etwas schneller, aber nicht schnell genug. Caroline blickte auf die Uhr und gab Elena noch 10 Minuten.
Die Minuten vergingen wie Stunden und angespannt starrte Caroline die Uhr an, deren Zeiger sich extra langsam zu bewegen schienen.
Noch 9 Minuten.
Caroline wippte unruhig mit der Fußspitze und fragte sich was Elena und Jenna so lange machten.
Noch 8 Minuten.
Hoffentlich ging es Jenna wirklich gut... Elena konnte einfach nicht noch einen Menschen verlieren.
Noch 6 Minuten.
Zum wiederholten Male wollte Caroline einfach aufstehen und nach oben gehen, doch sie rieß sich am Riemen. Lenkte sich mit Gedanken an Matt, doch ließ es schnell wieder, weil das unverweigerliche Lächeln fehl am Platz schien.
Noch 5 Minuten.
Die Hälfte war geschafft und immer noch nichts von Elena. Das Wippen von Carolines Fußspitze wurde schneller.
Noch 3 Minuten.
Irgendwas musste da falsch sein. Elena war niemand, der seine beste Freundin einfach sitzen ließ.

Entgegen ihrer selbst aufgelegten Regel stand Caroline auf und lief den Weg, den Elena eben gegangen war.
An Jennas Zimmer angekommen schielte sie hinein. Es schien ihr gut zu gehen. Sie sah zwar müde aus, doch wie man am Handy in ihrer Hand sehen konnte, ging es ihr gut genug um SMS zu schreiben.
Die Erleichterung die Caroline verspürte war jedoch nichts, denn Jenna war zwar in dem Raum, Elena aber nicht.
Mit immer schneller klopfendem Herzen zog ihr Handy aus der Hosentasche und rief Elena an.
Bitte... Bitte heb ab!

tbc: Carolines Phone


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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Fr Feb 07, 2014 3:36 pm

cf: Motel – Zimmer 13

Wenn Meredith normalerweise am Krankenhaus ankam, fühlte sie sich in dem großen weißen Gebäude wohl. Im Gegensatz zu vieler ihrer Patienten hatte sie keine Angst vor Ärzten und es auch nie gehabt. Das machte auch nur Sinn, im Hinblick darauf, dass sie selbst Medizin studiert hatte und Ärztin.
Heute wäre ihr aufgefallen, wie wenig heimisch sie sich an ihrem Arbeitsplatz fühlte, nachdem ein Großteil ihrer letzten Erlebnisse hier geschehen war oder den Ursprung hier hatten. Doch sie war zu tief in ihre Gedanken versunken und Lunas Worte wollten ihr einfach nicht aus dem Kopf. Auch das Pärchen rumorte nach wie vor durch ihre Gedanken und sie fragte sich, warum dieses hatte sterben müssen.
Auch wenn sie ein weiteres Stück zu dem Puzzle hatte hinzufügen können, doch sie konnte das Gesamtbild immer noch nicht sehen.

Als Meredith schließlich das Krankenhaus betrat, musste sie sich zwingen, sich auf das zu konzentrieren, was vor ihr lag.
Sie war heute in der Notaufnahme, von ihrer Konzentration konnte heute das Leben von Menschen abhängen, da konnte sie es schlichtweg nicht zulassen sich abzulenken.
Egal wie durcheinander sie war. Die Toten durften sie nicht davon abhalten, den Lebenden zu helfen, auch wenn sie sich nach wie vor noch nicht an den Gedanken gewöhnt hatte, dass plötzlich jemand Totes auftauchen könnte.

An diesem Morgen lag die Notaufnahme da, wie eine verlassene Stadt. Außer ein paar Schwestern und einem Medizinstudent war niemand da.
In einer Stadt wie Mystic Falls und vor allem morgens früh, war das nicht zu ungewöhnlich. Auch wenn die Stadt ihre Geheimnisse hatte, war sie klein und die Menschen, die einen Angriff des Übernatürlichen hinter sich hatten landeten meistens eine Etage tiefer in der Pathologie wenn sie hier ankamen.
Die Ärztin erkundigte sich nach Jenna und erfuhr, dass sie von einem anderen Kollegen entlassen worden war. Sie war für Jenna verantwortlich gewesen und hatte noch eine Menge Fragen an sie gehabt. Der Kollegen wusste nach Merediths Wissen nichts über Vampire, also hatte es für ihn wohl keinen weiteren Grund gegeben, die Bisswunden am Hals zu überprüfen und nachzufragen.
Meredith nahm sich vor sich bei Jenna zu melden, sie brauchte ein paar Antworten und musste dann wohl den Rat alarmieren.

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Joanna Harvelle
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   So Feb 09, 2014 6:38 pm

cf: Hexenhaus

Jo musste hart schlucken, als sich die Aufmerksamkeit aller nun komplett Sam zuwandte. Nun, da die Hexe erledigt war und sich alle Hektik und alles Adrenalin soweit legte, dass man sich auf etwas wie eine Wunde konzentrieren konnte, kam die Erkenntnis über die Ausmaße der Stichwunde wie ein Hammerschlag. Das Hochziehen des Hemdes offenbarte erst, wie schlimm es wirklich war. Die Jägerin spürte, wie ihr das Blut etwas aus dem Gesicht wich und sich ihre Augen weiteten.
Wie hatte sich Sam nur so lange auf den Beinen halten können? Mit Mühe verkniff sich Jo einen Kommentar, der Sam vielleicht nur noch mehr deutlich gemacht hätte, wie schlimm es war. Zumal er es sicherlich wusste, denn er wehrte sich auch nicht gegen sie.

Dean nahm sein eigenes Hemd, um die Blutung etwas zu stillen. Seinen Blick konnte sie nur kurz halten, denn die Schuld saß noch zu tief. Wäre sie nur nicht verzaubert gewesen ...

Die Lippen zusammen kneifend, bezog sie an Sams anderer Seite Stellung, um den Riesen zu stützen und zu dritt wankten sie los. Ihre freie Hand drückte sie zusätzlich auf die Stichwunde, um zusätzlichen Druck auszuüben.
Das Auto schien meilenweit entfernt zu sein und es kam Jo wie eine halbe Ewigkeit vor, bis sie schließlich den Impala erreichten und gemeinsam ins Krankenhaus fuhren. Sam und Jo saßen hinten, so dass Jo sich um Sam kümmern konnte, damit Dean ohne weitere Ablenkungen, die in so einer Situation höher waren als gewöhnlich, zum Krankenhaus fahren konnte. Ungeachtet der Verkehrs- und Parkregeln hielten sie direkt bei der Notaufnahme, halfen Sam hinaus und in die Notaufnahme hinein.

Dean reagierte herrisch und schrie nach Hilfe. Jo kannte ihn gut genug, um zu wissen, dass da die Angst um seinen Bruder Oberhand hatte. Zurecht. Sam musste dringend behandelt werden und er brauchte Transfusionen und Konserven.
"Schön wach bleiben, hörst du, Sam? Sonst bekommst du eine Woche lang nur noch Fast Food von mir.", sagte Jo mit verkniffener Miene.

Endlich sah sie eine Ärztin. Zumindest ließ der Kittel darauf schließen. Und beim genaueren Hinsehen kam ihr die Frau sogar bekannt vor. Allerdings wollte sich Jo jetzt nicht damit beschäftigen, ob sie sie in dieser verfluchten Stadt schon mal gerettet, mit ihr geredet oder einfach nur mal bei ihr in Behandlung gewesen war. Nur war gut.

"Hey! Hey Sie! Bitte, wir brauchen Hilfe! Unser Freund ist schwer verletzt. Stichwunde und hoher Blutverlust!", machte Jo die Ärztin auf sie aufmerksam.

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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Mo Feb 10, 2014 8:17 pm

Sam wäre nicht mehr dazu in der Lage gewesen, sich dagegen zu wehren, dass Dean nicht nur sein Hemd anhob, sondern ihn vom Baum wegzog und ihn gegen sich lehnte, um ihn mit sich zu ziehen. Ihm war es nicht einmal mehr möglich, etwas zu sagen. Irgendetwas in Worte zu fassen. Sam spürte, dass Jo ihn von der anderen Seite stützte. Es war auch mehr als notwendig. Seine Beine versagten ihm mehr und mehr den Dienst.

Als sie endlich den Impala erreicht hatten, ließ sich Sam schwer auf dem Rücksitz fallen. Jo saß neben ihm, die Hand auf Deans Hemd gepresst, dass um seinen Bauch gewickelt war. Ihm war durchaus bewusst, dass es kaum etwas helfen würde, dass sich das Blut im Bauchraum trotz allem weiter würde ausbreiten können. Aber die Wärme ihrer Hand tat ihm gut, erinnerte ihn daran, dass sie lebten, dass er nicht alleine war, dass er nicht sterben durfte.

Sam blieb bei Bewusstsein. Doch sein Körper schien immer weniger zu ihm zu gehören. Er spürte ihn noch und doch wurde er immer fremder, gab Empfindungen an das Gehirn weiter, die Sam nicht mehr einzuordnen in der Lage war. Er hielt die Augen offen, starrte aus dem Fenster, sah die Landschaft draußen vorbeiziehen, konnte vielleicht auch gerade noch wahrnehmen, dass Dean weit schneller fuhr als er sollte. Und doch schien er nichts mehr zu spüren, fühlte sich immer mehr umgeben von einem Schleier, der alles dumpf und unwirklich erscheinen ließ, der das Leben zunehmend zu etwas surrealem machte.

Schließlich hatten sie das Krankenhaus erreicht. Zumindest bekam Sam mit, dass Dean und Jo ihn aus dem Auto zogen und wieder mit sich schleppten. Mittlerweile konnte er sein Körpergewicht nicht mehr selbst tragen. Sam nahm nicht bewusst wahr, dass das Gebäude, das sie betraten ein Krankenhaus war und doch schien sein Körper etwas zu begreifen. Vielleicht war es der spezielle Geruch oder das alles dominierende so typische weiß der Wände, dass Sam spüren ließ, wo er war. Denn sobald sie stehen geblieben waren und er die Stimme seines Bruders neben sich vernahm, der irgendetwas brüllte, das keinen Sinn mehr für ihn zu ergeben schien, kam die Panik.
Es war keine Angst, der er einen Ausdruck verleihen konnte, es war allein der Körper, der spürte, dass er seine Kräfte fast verbraucht hatte. Sein Herz begann schneller zu schlagen, fast schmerzhaft drückte es gegen den Brustkorb, der nur noch unter Mühen die Luft in seine Lungen saugen konnte, auf seiner Haut hatte sich erneut Schweiß gebildet, er begann am ganzen Körper zu zittern. Sam keuchte leise, es war mehr ein Husten. In diesem Moment hatte er keinen größeren Wunsch als das Bewusstsein endlich zu verlieren. Es war unerträglich. Er fühlte, dass er starb, dass der Körper unter ihm zusammenbrach. Warum bekam er das alles mit? Er wollte nicht mehr. Konnte nicht. Und dann kam der Schmerz, krampfend, überwältigend. Sam gab auf.
Endlich wurde ihm schwarz vor Augen. Und wenn es das Ende war, alles war besser als der Zustand gerade.
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Dean Winchester
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Di Feb 11, 2014 9:56 am

cf: Hexenhaus

Mit fast weißen Lippen, weil sie so hart aufeinandergepresst waren, verfolgte Dean wie sein Bruder auf die Liege sank und trat nur widerwillig zurück, um der Ärztin und den Schwestern platz zu machen. Er hatte sie nur flüchtig angesehen und das einzige was er jetzt zu ihrer Person hätte sagen können, wäre wohl das sie weiblich war. Wäre die Situation eine andere gewesen, wäre sie ihm sogar bekannt vorgekommen und nach einigem nachdenken wäre er vermutlich auch darauf gekommen woher er die Frau kannte.

Und hätte im nächsten Moment beschlossen sie in eine dunkle Ecke zu drängen und sie zu befragen, wie es sein kannn, dass sie noch lebt.

Doch angesicht Sams Zustand, passierte nichts dergleichen. Ohne den Blick von der Liege zu lassen beantwortete er die Frage nach Sams Blutgruppe. Erst als die kleine Gruppe aus seiner Sicht verschwunden war, reagierte er auf die Fragen der zurückgebliebenen Krankenhausmitarbeiter. Allergien, bekannte Vorerkrankungen, Einnahme von anderen Medikamenten - es folgte eine ganze Liste von Fragen, deren Beantwortung für ihn zwar kein Problem darstellte, aber eben trotzdem eine Qual war.

Endlich ließen sie Jo und ihn allein, mit dem Hinweis die Ärztin würde sie informieren, sobald sie genaueres wüsste. Auch das Prozedere war ihm nicht neu. Da waren sie von so viel Übernatürlichem umgeben und ihre Leben so verrückt, doch bei allem was bei ihnen vorging konnte Dean nicht anders als sich dagegen zu wehren, dass das Übernatürliche einen so übermächtigen Stellenwert in ihrem Leben einnahm. Es gab einfach keinen Freifahrtschein. Heilung durch Vampirblut oder Heilung durch einen Engel, das alles war mehr als verlockend, doch hatte es auch seinen Preis. Nein, sie waren Menschen und als diese musten sie weiterleben. Mit allen Vor- und eben auch Nachteilen.

Er hatte entschieden und konnte nur hoffen, dass er dies später nicht bereuen würde. Oder eben sein Bruder.

Die neugierigen Blicke, die ihm hier und da zugeworfen wurde, bemerkte Dean gar nicht. Es war ihm nicht wirklich bewusst, was für einen Anblick er gerade bieten musste, zumal so ganz ohne T-Shirt, was normalerweise die auffällige Narbe an seiner Schulter verbarg. Jetzt wo es für ihn nichts mehr zu tun gab, sank er letztlich schwer auf einen der Stühle.

"Castiel hätte das mit einer Berührung geheilt", sagte er schließlich leise, deutlich hin und her gerissen. Natürlich vertraute er dem Engel. Aber er vertraute nicht darauf, dass es klug war sich soweit von allem zu entfernen, dass Menschlich sein ausmachte. Doch mit der Angst um seinen Bruder im Genick, war es schwer daran fest zu halten. Allerdings hatte er schon einmal diesen Fehler gemacht und es hatte schreckliche Folgen gehabt, als er diese Grenze überschritten hatte.

Das Warten zerrte an seinen Nerven, aber es war tröstlich nicht alleine zu sein. Irgendwann kramte er dann doch sein Handy hervor und sah die verpassten Nachrichten. Um sich abzulenken, las er diese und beantwortete sie kurz, bevor er das Handy wieder einsteckte.

Endlich kam die Ärztin wieder und er stand angespannt auf und sah ihr entgegen, glaubte jedoch schon aus dem Gesicht herauslesen zu können, dass sie nicht die schlimmste aller Nachrichten für ihn hatte. Erleichtert strich er sich mit der Hand über das Gesicht, als sie ihm bestätigte, dass Sam stabil sei.

Ihnen musste etwas einfallen und das schnell, denn die Ärztin verlangte Antworten, dass war ihm schon klar. Und dazu kam, dass sie bestimmt erkannt hatte, dass eine Wunde bereits älter war.

Mit Jo einen Blick tauschend, sah Dean sich einmal um. Doch niemand weiterer befand sich in ihrer Nähe. Er wusste, er hätte Liz Rückendeckung. "Wir sind vom FBI. Mein Kollege war für einige Ermittlungen im Wald unterwegs. Als er nicht wieder kam, haben wir nach ihm gesucht. Die Kerle die wir suchen, haben ihn wohl zuerst erwischt. Wir haben ihn erst heute gefunden, in einem Höhlensystem. Es gab einen Kampf und die Täter sind geflohen. Fragen sie den hiesigen Sheriff, sie ist über die Ermittlungen informiert", log er souverän das Blaue vom Himmel herunter.

"Können wir nun zu ihm, Dr. Fell?", fragte er nach einem schnellen Blick auf ihr Namensschild. Im Augenblick wollte er nur noch seinen Bruder sehen.

tbc: Liz Handy

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Joanna Harvelle
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Mi Feb 12, 2014 12:07 pm

Als quasi der Engel in Weiß endlich mal angeeilt kam - was Jo eigentlich immer noch nicht schnell genug war - wurde es auch allerhöchste Eisenbahn. Jegliches gute Zureden auf Sam war nun mehr komplett sinnlos, denn er erlag nun dem Drang, die Augen zu schließen und einfach loszulassen. Jo wusste, wie es in ihm vorgingk, denn es war noch nicht lange her, dass sie genauso mit diesem Gefühl in Deans Armen gelegen hatte. Sie hatte selbst nichts anderes gewollt, als endlich die Augen zu schließen und einfach loszulassen. Den Schmerz nicht mehr zu spüren und einfach zu schlafen. Jo konnte sich gut ausmalen, dass es jetzt genauso Sam erging. War es überhaupt bei jedem gleich oder empfand das jeder anders? Das wusste Jo nicht, aber dieses Déjavù war schon heftig und sie musste schlucken. Zumal Sam, der nun seine Körperspannung gänzlich verlor ziemlich schwer wurde. Dean war zwar größer als sie selbst, dennoch waren beide nicht die größten. Fliegenwichte im Gegensatz zu Sam. Und so sackte Jo etwas in die Knie, als die volle Last seines Körpers mit auf ihren Schultern und ihrem Arm lastete. Gott, hatte Sam zu viel Milch getrunken, als er klein war?!

Zum Glück konnten sie ihn gemeinsam gut und schnell auf die Trage legen und schon wurde er eilends in den OP gebracht. Dean und Jo blieb nichts anderes übrig als zu warten. Zuerst warf ihnen noch etwas Ablenkung gegönnt, weil sie den üblichen Kram ausfüllen und den Schwestern beantworten mussten. Aber dann hatten sie wirklich nichts mehr zu tun. Und das hieß, dass die Gedanken nun ungehemmt und mit voller Wucht wieder auf sie eindrangen.
Jo wollte sich gerade neben Dean setzen, als ihr zum ersten Mal richtig auffiel, dass er noch immer mit nacktem Oberkörper herum lief. Sie entdeckte eine Jacke, die einsam über einem Stuhl lehnte. Und da niemand auf dem ersten Blick dazuzugehören schien, nahm sich die Blondine diese einfach und legte sie Dean über die Schultern. Erst dann ließ sie sich neben ihm nieder und ergriff sachte seine Hand, um sie zu halten und ihm so zumindest etwas Trost zu spenden. Mehr konnte sie für den Moment nicht tun.

Jo versuchte, sich allein auf Dean zu konzentrieren und in Gedanken Sam Unterstützung zu geben. Das half ein wenig, um die erneut aufkommende Schuld zu verdrängen. Klar, die Vernunft sagte ihr, dass sie nicht schuld war, aber man sollte das mal ihrem Gewissen klar machen, das sich gerade wieder selbstständig machte. Es war nicht einfach das abzustellen.
"Er packt das, das weiß ich", sagte Jo zuversichtlich und strich mit dem Daumen über seinen Handrücken. "Er ist stark. Und er hat schon viel schlimmeres überstanden. Er schafft auch das."
Eigentlich waren das nur hohle Worte. Denn es sah wirklich schlimm aus. Aber das konnte sie Dean doch nicht sagen, obwohl er es sicherlich selbst wusste.

Es schien eine Ewigkeit zu dauern, doch endlich kam Dr. Fell - wie sie sich vorstellte - wieder. Wieder fiel Jo auf, dass sie ihr deutlich bekannt vorkam. Aber noch immer fiel ihr die Assoziation dazu nicht ein. Jo atmete erleichtert auf, als sie verkündete, dass Sam stabil war und eigentlich nur noch aufwachen müsste.
Im gleichen Atemzug verlangte sie aber auch zu erfahren, was passiert war. Eine Frage, mit der Jo schon gerechnet hatte. Denn wie konnte man schon eine Stichwunde plausibel erklären, ohne sich doch irgendwie verräterisch zu verhalten? Richtig. FBI. Dean war der gleiche Gedanke gekommen.

"Wir sind vom FBI. Mein Kollege war für einige Ermittlungen im Wald unterwegs. Als er nicht wieder kam, haben wir nach ihm gesucht. Die Kerle die wir suchen, haben ihn wohl zuerst erwischt. Wir haben ihn erst heute gefunden, in einem Höhlensystem. Es gab einen Kampf und die Täter sind geflohen. Fragen sie den hiesigen Sheriff, sie ist über die Ermittlungen informiert."

Jo nickte bekräftigend und ernst. Das war eine Ausrede, die eigentlich immer zog. In dieser Stadt sogar mehr als woanders, denn dank Liz hatten sie wirklich den Sheriff hinter sich stehen. Eine Tatsache, an die sich Jo immernoch gewöhnen musste.

Endlich konnten sie zu Sam. Und als sie ihn dort an den Schläuchen und Geräten angeschlossen vorfanden, war alles andere an FBI und Polizei und auch Liz wieder vergessen. Sie musste schlucken und blinzelte einige Mal. Tief atmetete sie durch und stellte sich ans Fußende, um Dean Freiraum neben dem Bett zu lassen. Sam war blass und sah mitgenommen aus. Doch er schien wirklich stabil zu sein. Ruhiger, gleichmäßiger Puls und eine gleichmäßige Herztätigkeit, wie ein Blick auf den Monitor verriet.
"Das wird wieder, Sam. Hörst du? Du packst das."


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Galen Vaughn
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Mi Apr 02, 2014 5:29 pm

cf: Flussufer

Galen hatte sich inzwischen den Arztkittel von Logan geschnappt und ihn sich kurzerhand übergezogen. Dieser wiederum musste die ganze Zeit grinsen.
Dem wird sein spöttisches Lachen schon noch irgendwann vergehen, dachte der Jäger bei sich.
Kurz warf er einen besorgten Blick zu Vivien, die über Kopfschmerzen klagte.
"Wir sind schon beim Krankenhaus, Vivi. Die besorgen dir erst mal deine Medizin und werden sich gleich mal deine Schulter ansehen", sagte er mit sanfter Stimme zu ihr. Seine eigenen Schmerzen im Schlüsselbein, im rechten Bein und im linken Arm ließ er erst einmal außen vor. Er war schließlich ein Jäger und als solcher an Schmerzen gewohnt. Doch normalerweise waren die Verletzungen, die sich Galen zuzog, von übernatürlicher Art. Der Jäger konnte sich überhaupt nicht erinnern, jemals von einem Baum heruntergefallen zu sein. Er war schon öfter auf Bäume geklettert. Als Kind, als Jugendlicher und als Jäger. Doch er war immer wieder heruntergeklettert und nicht gefallen. Seine Schwester würde ihn auslachen, wenn er ihr das erzählte.
Als Galen an Meg dachte, wurde ihm bewusst, dass er sich schon längst bei ihr melden sollte. Wahrscheinlich war sein Handy in den Unweiten des Hauses der Addams Family voll mit Nachrichten von ihr.

Humpelnden Schrittes ging der Jäger voran in das Krankenhaus. Sogleich, als er einen Schritt über die Schwelle trat, veränderte sich sein Aussehen schon wieder. Statt dem Arztkittel von Logan trug er nun ein gemustertes Patientenhemd über seinen Boxershorts. Zudem fiel ihm auf, dass das Hemd an denselben Stellen mit Blut verschmiert war, an denen er verletzt war. Ein riesiger Blutfleck zierte die Stelle an dem Hemd, wo das Schlüsselbein lag. Und im selben Moment spürte er seine Schmerzen sogar noch intensiver als im Wald. Er biss die Zähne zusammen und dennoch entfuhr ihm ein schmerzvolles Stöhnen und unwillkürlich legte er sofort seine unverletzte rechte Hand auf sein Schlüsselbein.
Mist!, dachte er.
Nach einigen Sekunden gelang es ihm schließlich, sich wieder normal zu bewegen. Er blickte sich im Krankenhaus um. Zuerst dachte er, dass er schon wieder träumen müsse. So sah doch auf keinen Fall ein Krankenhaus von innen aus! Es war viel zu … ihm fehlten im Augenblick die richtigen Worte, um das Krankenhaus zu beschreiben.
Die Mitarbeiter - Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern - sahen alle aus, wie aus dem Ei gepellt. Ihre Arbeitskittel waren so weiß, dass Galen fast die Befürchtung hatte, sie würden minütlich gebleicht. Sie strahlten geradezu. Und erst jetzt bemerkte er, dass auch sein eigenes Patientenhemd richtiggehend funkelte.
"Oh Mann", entfuhr es ihm. "Kennt ihr zufällig irgendeinen Krankenhaus-Film oder eine Krankenhaus-Fernsehserie?", fragte er seine beiden Begleiter. "Bedauerlicherweise schau ich mir diesen Mist nicht an. Nicht, wenn zufällig auf einem anderen Kanal Fußball läuft. Und Fußballspiele ergeben für mich mehr Sinn als Krankenhaus-Serien."
Die Regeln vom Fußball waren ganz einfach zu verstehen. 90 Minuten versuchten zwei Mannschaften, die aus jeweils 11 Spielern bestanden, einen Ball ins gegnerische Tor zu bugsieren. Und am Ende (laut Galens Onkel) gewannen immer die Caley Jags. Simpel aber wahr.
Doch die Regeln von Krankenhaus-Serien so wie dieser hier … da hatte der Jäger keine Ahnung.

Doch zumindest erreichten sie die Notaufnahme des Krankenhauses. Galen wollte hoffen, dass es in dieser veränderten Realität des Krankenhauses auch noch normale Ärzte gab. Er wollte Vivi und sich selber lieber nicht in die Hände von irgendeinem Schauspieler begeben.
Er blickte noch einmal zu Vivien. Auch diese trug nun ein ähnliches Patientenhemd wie er selber. "Hast du eine Versicherungskarte dabei? Und deinen Ausweis?", fragte er sie. Kurz darauf wühlte sie panisch in ihrer Tasche herum, die sie zum Glück noch bei sich trug.
"Immer mit der Ruhe, Vivi, es hetzt dich keiner", sagte er. Wenn sie sich selber noch mehr Stress machte, würde es tatsächlich nicht mehr lange dauern, bis sie am Boden des Krankenhauses zusammenbrach.

In Gedanken ging der Jäger zwischenzeitlich durch, ob er jemanden kannte, der im Krankenhaus arbeitete. Er war bereits vor knapp 3 Jahren schon mal hier gewesen. Auf der Suche nach weiteren Recherchen zu Vampiren. Doch damals war kein Vampir hier. Damals war Mystic Falls einfach nur Mystic Falls. Eine langweilige Kleinstadt, in der nie etwas passierte. Und nun? Offenbar reichten 3 Jahre vollkommen aus, um eine Seuche von Vampiren zu schaffen.
Galen verfluchte sich selbst, als er an das Wort 'Seuche' dachte. Das war nicht er. Das war sein verfluchtes inneres Monster. Er atmete tief ein und aus.
Eine Ärztin - zumindest schien es ihm so - musterte sowohl Vivi, Logan als auch ihn. Seine Augen huschten zu ihrem Namensschild, was sie an ihrem Arztkittel trug.
'Dr. Fell' las er.
Fell. Fell?!
Er hatte genügend über die Stadt in Erfahrung gebracht, um zu wissen, dass 'Fell' der Name einer der Gründerfamilien war. Und er sah es als zu großen Zufall an, wenn in einer Krankenhaus-Serie ebenfalls eine Dr. Fell arbeiten würde.
"Sie sind hoffentlich eine normale Ärztin aus Mystic Falls", sagte er leise zu ihr. "Wir … wir wollen nicht gerade von Schauspielern behandelt werden, wenn Sie verstehen, was ich meine." Seine Stimme klang höflich und charmant und zum ersten Mal seit langer Zeit konnte man wieder seinen leichten schottischen Akzent heraushören.
Er deutete auf Vivien. "Sie braucht unbedingt ihre Medizin. Ihre Tabletten sind verschwunden."
Dass er selber wahrscheinlich, von den Verletzungen her betrachtet, schlimmer aussah als Vivi, war ihm im Moment herzlich egal. Zuerst musste Vivien behandelt werden. Und erst, wenn es ihr besser ging, konnte er an seine eigenen Verletzungen denken.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Do Apr 03, 2014 7:04 pm

Es hatte die Ärztin schon gewundert, dass man in den letzten Stunden nicht nach ihr gesucht hatte. Sams Bruder hat so ein riesiges Drama um die plötzliche Veränderung gemacht, dass sie mit viel mehr Gefahr und folglich mehr Verletzten gerechnet hatte.
Doch scheinbar, schienen die drei Neuankömmlinge die Einzigen zu sein. Mal abgesehen von Sam, aber der hatte sich seine Verletzung ja zuvor schon zugezogen.

Meredith lief auf die drei Personen zu. Zwei Krankenschwestern folgten ihr, die wohl trotz des plötzlichen Umschwungs nicht den Kopf verloren hatten und denen klar war, dass sie gebraucht wurden.
Die Ärztin sah sich zwei Männern und einer Frau gegenüber. Der Kleinere der beiden Männer humpelte und hielt seinen linken Arm in einem unnatürlichen Winkel. Das Patientenhemd, das er trug, war an einer Schulter blutverschmiert.
Da wartete auf jeden Fall Arbeit auf Meredith, während der größere der beiden auf den ersten Blick unversehrt, wenn auch müde aussah. Das traf aber vermutlich auch auf Meredith zu.
Die Frau sah auch auf den ersten Blick nicht wirklich verletzt aus, aber sie war viel zu blass und verzog vor Schmerz das Gesicht.

Der kleinere Mann sprach sie an: "Sie sind hoffentlich eine normale Ärztin aus Mystic Falls. Wir … wir wollen nicht gerade von Schauspielern behandelt werden, wenn Sie verstehen, was ich meine."
Meredith verstand nicht was er meinte. Schauspieler? Das hier war ein Krankenhaus, kein Filmset!
„Ja, natürlich arbeite ich hier!“, sie deutete auf den Arztkittel. So charmant er auch sein mochte, diese Frage war verdammt komisch. „Wer sind sie und was ist passiert?“
Er deutete auf die Frau. "Sie braucht unbedingt ihre Medizin. Ihre Tabletten sind verschwunden."

Das würde auf jeden Fall ihren Gesichtsausdruck erklären, jedoch half Meredith die Erklärung nicht, da sie nicht wusste, was für eine Medizin benötigt wurde.
„Was für Tabletten?“, fragte sie.
Sie wand sich an die Krankenschwestern. „Bitte bringen sie sie“, sie deutete auf die Frau. „in eins der Behandlungszimmer und ihn auch und kümmern sie sich um seine Platzwunde“, erklärte sie mit einem Nicken zu dem kleineren Mann.
Dann wand sie sich an den anderen Mann. „Fehlt ihnen auch etwas?“
Sie hoffte aus tiefstem Herzen, dass es nicht der Fall war. Sie war im Moment die einzige Ärztin hier, das Krankenhaus sah längst nicht so aus wie es das sollte und drei Patienten auf einmal konnte sie nicht versorgen.

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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Do Apr 03, 2014 9:16 pm

cf: Flussufer

"Wenn du willst kann ich dir Aspirin ausstellen, ich bin schließlich Arzt," Sie sah Logan mit einem falscen, zuckersüssen Lächeln an. "Nur über meine Leiche.." säuselte sie und biss dann die Zähne zusammen. "Wir sind schon beim Krankenhaus, Vivi. Die besorgen dir erst mal deine Medizin und werden sich gleich mal deine Schulter ansehen" Sie blickte kurz zu Galen und seufzte leise. "Du solltest besser an deine eigenen Wunden denken, wie schon einmal gesagt. Mach dir keine Gedanken um mich." sie wusste das ihre Bemerkungen bissig klangen, aber der Typ war etwa vierfach so schlimm verletzt wie sie und machte sich Gedanken um sie.. auch wen sie gerade Kopfschmerzen wie sonst nichts hatte.

Langsam betrat sie das Krankenhaus und sofort trug sie ihre alten Klamotten nicht mehr, sondern einen von diesen Patientenkitteln. Sie schnaufte ein paar Mal tief durch und versuchte ihre angestaute Verzweiflung runter zu schlucken. Sie sah sich hier genauer um und musste dann die Augenbraue hochziehen. Doch im selben Moment wurden ihre Schmerzen in Kopf und Schulter noch verschlimmert und sie musste stehen bleiben um zu Atem zu kommen. Auch Galen stöhnte schmerzhaft auf. "Du spürst es also auch.. gut.." meinte sie gepresst zu ihm und hielt sich an der nächsten Wand kurz fest. "Kennt ihr zufällig irgendeinen Krankenhaus-Film oder eine Krankenhaus-Fernsehserie?" Vivi nickte und sah sich hier um. "Wir sind in Grace Anatomy, die einzig mir bekannte Arztserie neben Scrubs.." murmelte sie leise und ging dann weiter neben Galen zum Notfall. "Dir gehts genauso mies wie mir.." meinte sie nun und machte sich sogar ins geheimen auch Sorgen um ihn.

"Hast du eine Versicherungskarte dabei? Und deinen Ausweis?" Vivi sog scharf die Luft ein und wühlte sofort in ihrem Beutel. Das einzige was ihr jetzt noch fehlen würde ist das ihre Ausweise und die Medikamentenliste verschwunden waren. Diese veränderte Realität raubte ihr die letzten Nerven. Während sie im Beutel wühlte, bemerkte sie nicht wie eine Ärztin auf sie zu gekommen war. Erleichterung durchflutete sie als sie ihre rettenden Zettel in der Hand hielt. Doch dann war diese Ärztin da und sie hatte nicht mitgekriegt was Galen mit ihr gequatscht hatten. "Bitte bringen sie sie“, sie deutete auf Vivien. „in eins der Behandlungszimmer und ihn auch und kümmern sie sich um seine Platzwunde“ Panik stieg in ihr hoch als die beiden Krankenschwestern auf sie zu kamen. Sie wollten sie von hier weg bringen! Sie wollten Galen von ihr weg bringen. "Nein! Ich will.. fassen sie mich nicht an!" sie schlug die Hand der einen Frau beiseite. Kurz sah sie sich nach einer guten Verteidigunsmöglichkeit um doch erblickte sie keine.

"Hören sie.. ich will nur meine Medikamente und mich vielleicht kurz hinlegen.. alles ist okey.. sie müssen mich nicht in ein anderes Zimmer bringen... ich bleib auch hier." sie redete wirres Zeug das wusste sie, aber die Panik war im Moment echt schwer zu bewältigen. Sie atmete stossweise und sah von deim einem Gesicht zum anderen. "Wenn sie mich anfassen schrei ich das ganze Haus hier zusammen und ich reiss ihnen den Kopf ab.. das garantiere ich euch.. fassen sie mich nicht an.." sie wich langsam an die nächste Wand zurück bis sie diese im Rücken spürte.
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Sa Apr 05, 2014 11:09 pm

Nett wie Logan war, hatte er Galen seinen Arztkittel überlassen, immerhin sollte dieser sich nicht zu tode frieren... oder schämen. Der Werwolf schwieg als Galen Vivien erneut ermutigte und schließlich betraten die drei zusammen das Krankenhaus.

Im Krankenhaus veränderte sich einmal mehr ihre Erscheinung, allerdings nur dahingehend das Logan erneut seinen Kittel hatte, Galen und Vivien trugen hingegen die typische Krankenhauskluft. Er sah sich im Krankenhaus um und er erkannte die Kulisse beinahe sofort, sie waren im Seattle Grace Hospital. Zugegeben es war ungewöhnlich für ihn das er Grey's Anatomy kannte und es passte nicht wirklich zu seinem sonstigen Verhalten aber die Sendung war ab und zu ganz witzig. Außerdem hatte jeder Mensch ein verstecktes Laster und wenigstens hatte er keines was ihm schadete. Als Galen fragte ob er oder Vivien eine Arztserie kannte, war Logan allerdings froh das Vivien antwortete, er selbst hatte so oft über Galen gelacht und der Werwolf wollte ihm jetzt keine Gelegenheit geben selbst zu lachen. Bevor er allerdings dazu etwas sagen konnte, rannte Galen auf eine Ärztin zu und Logan folgte ihm. Er erkannte die Frau nicht aus der Serie, also musste sie eine Person aus der realen Welt sein, vermutlich sogar eine richtige Ärztin.

Galen informierte sie über die fehlende Medizin von Vivien und die Ärztin reagierte sofort. Sie orderte eine Krankenschwester dazu Galen und Vivien in ein Behandlungszimmer zu bringen, bevor sie sich ihm zuwandte.  „Fehlt ihnen auch etwas?“ Logan der sich im Dauergrinsenmodus befand, schüttelte nur den Kopf. "Natürlich nicht und selbst wenn, ich bin immerhin selbst Arzt wie sie sehen. Hm vielleicht sollte ich mal nach den Patienten sehen oder eine Operation durchführen. Was meint ihr?" Die Frage ging an seine beiden Begleiter doch statt einer Antwort bekam er einen weiteren Nervenzusammenbruch von Vivien zu hören und langsam hatte er selbst die Schnauze voll, immerhin war sie nicht die einzige der das ganze hier auf die Nerven ging. Logan ging zu der Werwölfin und packte sie an der Schulter. "Reiß dich zusammen," flüsterte er ernst. "Auch wenn das hier eine Show oder was auch immer ist, sie," damit deutete er auf Dr. Fell, "ist eine richtige Ärztin also weiß sie was sie tut also hör auf dich zu beklagen und lass dir von einer Person helfen die dir auch helfen kann."

Er hatte die Worte kaum zu Ende gesprochen als sich die Realität ein weiteres mal veränderte. Dieses mal wechselte sie allerdings zu der normalen Welt, Logan erkannte das Krankenhaus von Mystic Falls wieder. Er selbst hatte auch wieder die Klamotten an mit denen Er heute Morgen losgelaufen war. "Na bitte, jetzt ist alles wieder normal warum auch immer." Er ließ Vivien los und durchsuchte seine Tasche nach seinem Handy, er wollte wissen wie Spät es war und wieviel Zeit nun tatsächlich vergangen war. Beim Durchsuchen seiner Taschen fiel ihm jedoch etwas auf. "Scheiße," fluchte er leise. Er hatte tatsächlich seine Brieftasche verloren. Ihm fiel ein das er den Stoffbeutel im Wald gelassen hatte, das war vermutlich seine Brieftasche gewesen. Er musste sie unbedingt wieder bekommen, neben Geld und Ausweiß war dort drin etwas von viel größerem Wert für ihn und das musste er wieder haben. "Leute ich muss leider abhauen, meine Brieftasche liegt anscheinend noch im Wald und die brauche ich dringend wieder." Er sah zu Galen der wieder in Boxershorts dastand. "Zieh dir lieber mal was an, hier laufen Kinder rum und stellt bloß keinen Mist an." Dann drehte er sich um und rannte Richtung Ausgang. Er fragte sich ob er die beiden überhaupt noch einmal wiedersehen würde, aber im Moment gab es wichtigeres um das er sich kümmern musste.

Als er den Eingang erreichte rannte er bis auf den Parkplatz bevor er sich genau umsah, ihm fiel auf das er keine Ahnung hatte wie er von hier aus zum Fluss kommen sollte. Galen hatte sie hier her geführt und Logan hatte sich nicht unbedingt bemüht, sich den Weg durch Entenhausen zu merken. Er fing an zu gucken in welche Richtung er musste und überlegte gleichzeitig ob er den Fluss überhaupt wiederfinden würde, immerhin musste diese Gegend sich auch wieder verändert haben.
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Galen Vaughn
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   So Apr 06, 2014 8:35 am

Die Ärztin schien richtig empört über seine Frage zu sein, ob sie hier arbeiten würde.
„Ja, natürlich arbeite ich hier“, sagte sie und deutete auf ihren Arztkittel.
Aber das würden vermutlich auch Dr. House, Dr. Clooney und wie sie nicht alle hießen behaupten. Glauben konnte er ihr nicht so richtig.
Für einen kurzen Moment schloss er seine Augen und konzentrierte sich vehement auf seine Umgebung, um sie mit geschlossenen Augen zu mustern. Wie bereits in dem kleinen Café, als er den Außerirdischen oder den Zeitreisenden Castiel gemustert hatte. Damals hatte er nichts gesehen, doch hier sah er tatsächlich was.
Die Stimmen von Ärzten und Pflegern, die panisch an ihm vorbei rannten und sagten, dass ein Patient wohl beim Fahrradfahren mitten in einen rostigen Metallzaun gestürzt war, verblassten. Doch die Ärztin und die Krankenschwestern hinter ihr blieben.
Der Jäger wollte hoffen, dass sein inneres Auge ihn nicht belog und sie tatsächlich richtige Menschen aus Mystic Falls waren.
Er nickte. „Tut mir leid, wenn Sie das falsch aufgefasst haben.“

Als Galen ihr erklärte, dass Vivien Medizin brauchte, fragte sie nach, was für welche. Kurz blickte der Jäger zu Vivi und sah, dass sie zwischenzeitlich einen Zettel in ihrer Hand hielt. Wahrscheinlich war da drauf vermerkt, was sie für Tabletten nahm.
„Ich nehme an, dass sie Ihnen das selber sagen wird. Denn ich hab keine Ahnung“, sagte er zu der Ärztin und wurde erneut von riesigen Welle des Schmerzes überrollt, so dass er sich am Tresen der Notaufnahme festhalten musste, um nicht zu stürzen. Wieder entfuhr ihm ein Schmerzenslaut.
„Ich werde nie wieder auf einen Baum steigen, der größer ist als ich“, sagte Galen zu sich selber.
In diesem Moment meinte die Ärztin zu den Krankenschwestern, dass sie Vivien und ihn in eines der Behandlungszimmer führen sollten.
Es war nicht zu fassen, aber der Jäger war dankbar, dass sich gleich jemand – ein richtiger Arzt – um seine Verletzungen kümmern würde.
Dann fragte die Ärztin Logan, ob ihm auch etwas fehlte.
Ich glaub ein Teil von seinem Hirn ist bei dem Zauber verloren gegangen, dachte Galen und musste leicht grinsen.
„Natürlich nicht und selbst wenn, ich bin immerhin selbst Arzt, wie Sie sehen. Hm, vielleicht sollte ich mal nach den Patienten sehen oder eine Operation durchführen. Was meint ihr?“ Mit dieser Frage schaute er Vivien und den Jäger an.
„Ich meine, jetzt hast du bewiesen, dass dir doch was fehlt: und zwar Verstand“, sagte Galen. Kurz lächelte er und blickte dann zu Vivien.
Doch diese schien überhaupt nicht begeistert zu sein.
„Nein! Ich will … fassen Sie mich nicht an!“, fuhr sie eine der Krankenschwestern an und schlug ihre Hand heftig zur Seite.

Aber bevor er selbst was unternehmen konnte, war es dieses Mal Logan, der Vivi beruhigend zuredete. Zwar auf eine nicht ganz so feinfühlige Art, wie er es getan hätte, doch vielleicht tat ihr das Gerede auch mal gut.
Wieder überrollte ihn eine Schmerzwelle, er schloss für einen Moment die Augen und atmete tief ein und aus. Er konzentrierte sich auf andere Sachen. Leider fiel ihm nur ein Bild von einem Mops ein.
Als er sich wieder beruhigt hatte und seine Augen öffnete, hatte sich die Realität erneut gewandelt. Sein Patientenhemd war verschwunden und er stand wieder nur in seinen grauen Boxershorts in der Notaufnahme. Auch das Krankenhaus selber nicht mehr so zu strahlen wie vor wenigen Sekunden. Es sah gewissermaßen normal aus.
„Na bitte, jetzt ist alles wieder normal, warum auch immer“, meinte Logan und fing an, seine Taschen zu durchwühlen.
Galen selbst suchte nach irgendeinem Kleidungsstück, was er sich drüber ziehen konnte, denn inzwischen schauten ihn nicht nur die Krankenschwestern, sondern auch schon einige Patienten grinsend an.
Logan meinte dann, dass er noch einmal weg müsse, weil er wohl seine Brieftasche im Wald verloren hatte. Der Jäger konnte nicht sagen, dass ihn das überraschte. Er hatte es in gewisser Hinsicht schon kommen sehen.
„Zieh dir lieber mal was an, hier laufen kleine Kinder rum und stellt bloß keinen Mist an“, sagte er noch und verschwand mit schnellen Schritten aus der Tür.

Galen blickte sich um. Immer noch starrten ihn sämtliche Leute an. „Schön! Haben jetzt alle die Hauptattraktion ausreichend bewundert?“ Einige Patienten kicherten und wandten ihre Gesichter ab.
„Ich mach drei Kreuze, wenn ich wieder meine Klamotten anhabe.“ Zum Glück schien der Zauber jetzt vorbei zu sein. Und mit ihm gingen auch die Schmerzen, die er schlimmer wahrgenommen hatte, als sie eigentlich waren. Doch noch immer sah sein linker Arm aus, als hätte man ihn gebrochen. Ganz zu schweigen von den Schmerzen in seinem Schlüsselbein.
Offenbar war es das Beste, wenn er wirklich im Krankenhaus blieb, und sich behandeln ließ.
„Darf ich mal kurz?“ Schnell griff sich Galen die Tasche von Vivi, die nun wieder neben ihn getreten war.
Nach einiger Suche fand er schließlich ein Handy. „Wenn ich meine Brieftasche habe, bezahl ich dir den Anruf, keine Sorge.“
Die einzige Person, die ihm jetzt seine Sachen bringen konnte, war Zoey. Zum Glück kannte er ihre Nummer auswendig.
Hauptsache, es ging ihr gut.

tbc: Zoeys Phone

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   So Apr 06, 2014 6:12 pm

Meredith erfuhr einen herben Rückschlag, als sie darum bat, die junge Frau in eines der Zimmer bringen zu lassen. Sie flippte aus, schlug die Hand der Krankenschwester weg und machte dann sehr deutlich klar, dass sie nicht von hier wegwollte, was die Situation erschwerte.
Sie fing an stoßweise zu atmen und zeigte dann eindeutig, was sie nicht wollte und wich zurück, bis ihr Rücken Bekanntschaft mit der Wand machte.

Es war das reinste Chaos. Die junge Frau widersetzte sich jeder Hilfe und die Krankenschwestern hatten sich zurück gezogen um sicher zu gehen, ihre Angst nicht noch mehr zu schüren.
Der größere der beiden Männer redete auf sie ein und versuchte sie davon zu überzeugen, dass Meredith echt war.
Was ging hier vor? Warum zweifelte man daran, dass Meredith echt war? Sie stand hier vor ihnen aus Fleisch und Blut und atmete wie jeder andere Mensch. Was hatte sie nur verbrochen?

Sie schloss für einen Moment die Augen und rang um Fassung. Sie war im Moment die einzige anwesende Ärztin, umgeben von ein paar verdatterten Schwestern. Sie musste irgendwas tun.
Meredith holte noch einmal tief Luft und öffnete dann die Augen ... woraufhin sie verwirrt blinzelte. Wo waren die Farben? Wo war das intensive Licht?
Und wo waren die Klamotten von dem kleineren Mann?!
Nur in Boxershorts stand er da, was ihm offensichtlich unangenehm war.
"Leute ich muss leider abhauen, meine Brieftasche liegt anscheinend noch im Wald und die brauche ich dringend wieder. Zieh dir lieber mal was an, hier laufen Kinder rum und stellt bloß keinen Mist an."
Der größere Mann zog sich in diesem Moment aus der Affäre und obwohl Meredith es irgendwie suspekt fand, war es ihr lieber sich nur um zwei Personen kümmern zu müssen. Hoffentlich würden sie auf seinen Rat hören.

Der verbliebene Mann griff nach seinem Handy und telefonierte plötzlich. Meredith ließ es geschehen und wandte sich an die Krankenschwester. „Okay, kümmern sie sich bitte um seine Wunde und am besten röntgen sie seine ... naja, fragen sie einfach wo es wehtut“.
Meredith konnte nicht genau einschätzen, was bei ihm verstaucht, angebrochen oder gebrochen war. „Und lassen sie sich die Personalien geben!“

Langsam ging Meredith dann auf die junge Frau zu, die sich etwas beruhigt hatte. „Hören sie Miss“, sagte die Ärztin ruhig. „Ich bin Dr. Fell und ich würde gerne nachsehen, was sie brauchen. Würden sie mit mir mitkommen?“
Noch immer unruhig und verwirrt über die gesamte Situation ging sie mit ihrer Patientin in ein Behandlungszimmer und bat sie, sich auf die Liege zu legen.
„Okay, wie heißen sie?“, fragte Meredith, um mal eine Basis zu haben. „Und welche Medikamente nehmen sie regelmäßig?“

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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Mo Apr 07, 2014 8:59 pm

Noch ehe sie noch weiter toben konnte, wurde sie von Logan grob an den Schultern gepackt. "Reiß dich zusammen. Auch wenn das hier eine Show oder was auch immer ist, sie," er deutete auf die Ärztin, "ist eine richtige Ärztin also weiß sie was sie tut also hör auf dich zu beklagen und lass dir von einer Person helfen die dir auch helfen kann." Noch ehe sie richtig reagieren konnte, hörte sie ein abnormales Quietschen in ihren Ohren und presste die Hände auf diese.

Als sie wieder einigermassen gut sehen konnte, sah wohl alles wieder normal aus. Ihr Blick glitt zu der Ärztin die noch immer neben Galen stand. Anscheinend war sie wirklich nicht aus Grace Anatomy. Ein erleichtertes seufzen entglitt ihr. Kurz darauf suchte Logan seine Taschen ab und meinte er müsse zurück zum Fluss weil er etwas verloren hatte. Ein finsterer Blick folgte ihm. Sie mochte es nicht wen er sie so grob behandelte. Im Allgemeinen erntete er noch nicht wirklich ihre Sympathien obwohl er auch ein Werwolf war. Besorgt bemerkte sie, das Galens Schmerzen wohl immer schlimmer wurden und sie eilte an seine Seite um ihn kurz zu stützen. "Alles okey?" fragte sie leise ehe er sich ihr Handy aus dem Beutel schnappte.

Sie liess ihn ohne weitere Worte machen und lehnte sich einfach an die Wand. Die Ärztin kam erneut auf sie zu und dieses Mal blieb sie ruhig. Sie war real sie war nicht aus der Serie. „Ich bin Dr. Fell und ich würde gerne nachsehen, was sie brauchen. Würden sie mit mir mitkommen?“ Vivi nickte nun ein wenig entspannter und folgte der Ärztin in ein Behandlungszimmer, gehorsam legte sie sich auf die Liege und schloss für einen Augenblick ihre Augen. Sie ahnte schon welche Fragen das kommen würden und so war es dann auch. „Okay, wie heißen sie?“..„Und welche Medikamente nehmen sie regelmäßig?“ Sie atmete hörbar ein und aus. "Mein Name ist Vivien Paine, und ich nehme regelmässig Medikamente gegen die Epilepsie." sie reichte der Ärztin einen Zettel worauf die Medikamente standen. "Sie sind wirklich wichtig für mich.." sie spürte wieder ihre leichten Kopfschmerzen und rieb sich über die Schläffen. "Ich wär wirklich froh wen ich mich ausruhen konnte."
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Mi Feb 17, 2016 9:24 pm

cf: Wald

Lianne hatte sicherlich auf dem Weg vom Wald bis zum Krankenhaus fünf mal über den weiten Weg im inneren geflucht. Das Adrenalin war nun abgeebbt und somit kamen die Schmerzen ungnädig durch ihren Körper gejagt. Einmal hatten sie sogar anhalten müssen weil Lianne sich übergeben musste. Ja, der Halbdämon war mal wieder am kotzen. Sie war zwar mit Superkräften ausgestattet, aber ihr Körper war nach wie vor menschlich und daher machte ihr der Blutverlust sehr wohl was aus. Lianne stützte sich auf Verity, die eingebläut bekommen hatte das sie mit ihrem Schirm einen Puma vertrieben hatte.
Wieso ausgerechnet ein Puma? Lianne war zwar keine Spezialistin für Tiergebisse, aber irgendwie hatte die Blondine das Gefühl das die Bissspuren an ihrem Hals nicht zu einem Puma passten. Aber gut, war nicht ihr Bier.

Sie kamen endlich im Krankenhaus an und gingen ohne Umschweife in die Notaufnahme. "Oh Gott sei dank sind wir da", keuchte die Blondine auf. Der einst gelbe Schal sah nun aus wie ein Accessoire mit Batikmuster. Wenn nicht sogar schon komplett rot. "Die dürfen mir keine Infusion mit Kochsalzlösung geben", sagte die Blondine zu ihrer Freundin. Lianne hoffte das sie so weit fit blieb das sie das alles selber regeln könnte, aber sie befürchtete das wenn sie aus welchen Gründen auch immer ihre Dämonische Seite aus welchen Gründen auch immer unterdrücken müsste, sie dann bewusstlos werden würde.

Eine Krankenschwester wurde auf die beiden aufmerksam. Hatte Verity die Dame angesprochen? Lianne konnte es nicht sagen. Aber es tat gut endlich mal zu sitzen. Vorsichtig schlüpfte die Blondine aus der Sweatshirtjacke heraus und legte sie zu ihren Beinen. "Ok, du hattest Recht. Sport ist Mord. Danke das du deinen Schirm für mich geopfert hast", bedankte sich die Blondine und lehnte sich auf der Liege ein wenig zurück. "Nächstes mal essen wir nur lecker irgendwo und gehen dann direkt shoppen.", plapperte die Automechanikerin weiter und dann kam auch schon der Arzt.
Er desinfizierte sich die Hände, stellte sich vor und meinte dann "Das sie noch aufrecht sitzen bei so einer Wunder, andere wären schon hinüber. Oh nein, bitte heute nicht sterben, ja nicht sterben. Wir hatten heute schon genug Opfer.", versuchte er wohl die Stimmung aufzulockern. Er nahm den Schal ab und schon kam wieder ein Schwall Blut aus der Wunder.

Lianne hingegen war das mehr oder minder egal. Sie sah panisch zu Verity und formte mit den Lippen das Wort "Help", denn sie hatte ihre Bedenken bezüglich dem Arzt. Und dann fiel ihr ein wieso sie zum Supermarkt wollten. "Ver, kannst du mir mein Handy geben. Ich muss Sam bescheid sagen das heute Abendessen ausfällt.", meinte Lianne und hätte sich ja am liebsten nun aufgesetzt und in ihrer Jackentasche nach dem Handy gekramt.
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Verity Hunt
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Do Feb 18, 2016 5:13 pm

cf: Wald

Bei der Verletzung, die Lianne an ihrem Hals hatte, wunderte sich Verity im Stillen darüber, warum sie noch nicht ohnmächtig geworden war.
Aber so wie die Blondine aussah, war sie vielmehr wütend über die gesamte Situation. Und wer schon wieder wütend sein konnte, der konnte sicherlich auch bald wieder gesund sein.
Das Mädchen beeilte sich, so schnell ins Krankenhaus zu kommen, wie es mit ihrer Freundin, die sie mit ihrem Körper abstützte, eben ging.
Doch nach einiger Zeit – und einigen Pausen, wobei sich Lianne einmal übergeben musste, hatten sie es endlich zur Notaufnahme des Krankenhauses geschafft.

„Oh Gott sei dank sind wir da“, gab ihre Freundin von sich und Verity bugsierte sie auf einen der Wartestühle.
„Press den Schal weiter fest auf die Wunde, ich schau mal, ob ich einen Arzt auftreiben kann“, sagte sie und schaute Lianne besorgt an. Sie sah gar nicht gut aus.
„Die dürfen mir keine Infusion mit Kochsalzlösung geben“, war alles, was die Blondine noch sagte. In einem solchen Moment hätte die Schülerin zwar was anderes erwartet, doch vielleicht war sie gegen die Chemikalien in einer solchen Kochsalzlösung allergisch. Da war es schon wichtig, dass sie diese Sachen gleich dem Arzt sagen konnte.

Sie flitzte aus der Notaufnahme und schickte die erste Schwester, die sie auf sich zugehen sah, zu ihrer Freundin.
Anschließend sah sich mit flinken Blicken kurz im Flur um. Türen öffneten und schlossen sich, Schwestern flitzen mit panischen Gesichtern von rechts nach links und wieder zurück …
Panische Gesichter. Was ist hier passiert, dass ausgerechnet die Krankenschwestern so aussehen?
Verity verdrängte die Frage, indem sie weiterging und schließlich endlich einen Arzt fand – auch mit einem Gesichtsausdruck, als hätte er heute zu viele Kranke gesehen.

„Sie sind Arzt! Meine Freundin wurde von einem Puma angegriffen und ist schwerverletzt! Kommen Sie!“ Die Brünette zerrte an dem Arm von dem Arzt und schließlich bewegte er sich endlich.
„Sie ist allergisch auf Kochsalzlösungen, geben Sie ihr also bitte was anderes!“, klärte sie den Arzt im Gehen noch kurz auf.

Die Krankenschwester, die sie zu Lianne hineingeschickt hatte, hatte ihre Freundin inzwischen in ein Behandlungszimmer geführt, wo sie sich bereits die Jacke ausgezogen hatte. Sowohl ihre Jacke als auch ihr Hemd, was sie darunter trug, waren vom Blut besudelt.
„Der Arzt kommt gleich“, sagte sie.
Die Blondine bestätigte inzwischen, dass sie mit der Meinung Sport sei Mord, wohl recht hatte.
„Nächstes mal essen wir nur lecker irgendwo und gehen dann direkt shoppen“, sagte sie und lehnte sich mit schwitzendem Kopf gegen die Wand.
Verity nickte ihr freundlich zu und blickte über die Schulter zurück zu der offenen Tür.
„Schön wach bleiben – ich glaube, es ist nicht gut, wenn du jetzt dein Bewusstsein verlierst.“

Schließlich kam die Krankenschwester in Begleitung des Arztes wieder in den Behandlungsraum. In ihren Händen trug sie eine Schale mit sämtlichen Utensilien, die zeigten, dass sie Lianne Blut abnehmen wollten.
„Das sie noch aufrecht sitzen bei so einer Wunde, andere wären schon hinüber. Oh nein, bitte heute nicht sterben, ja nicht sterben. Wir hatten heute schon genug Opfer.“
Zwar redete der Arzt, als wenn er einen Witz reißen wollte, doch Verity erinnerte sich an die panischen Gesichter der Schwestern, die von einer Tür zur nächsten liefen.

„Opfer?“, echote sie das letzte Wort von dem Arzt und sah ihn verunsichert an.
Er hatte Angst, dass ihre Freundin starb und damit offenbar in einer langen Liste von Leuten landete, die heute hier bereits gestorben waren. Und nach seinem Gesicht und denen der Krankenschwestern zu urteilen, kam der Tod ziemlich unerwartet.

Inzwischen hatte der Arzt die Wunde von Lianne begutachtet und presste einige Kompressen gegen die Wunde, nachdem er zuvor ihren Schal entsorgt hatte.
Verity tätschelte ihre Freundin beruhigend an der Schulter und lächelte sie an. „Du wirst schon wieder. Keine Angst.“

„Ver, kannst du mir mein Handy geben. Ich muss Sam Bescheid sagen das heute Abendessen ausfällt.“
Kaum hatte die Brünette das Handy in die Hand genommen, nahm der Arzt es in seine Hand und legte es auf einen Rollwagen.
„Vorerst werden Sie hier nicht telefonieren. Ich muss erst mal Ihre Wunden versorgen.“ Sein Gesichtsausdruck war stur und duldete keinen Widerstand.

„Wenn du magst, kann ich ihm auch Bescheid sagen“, schlug das Mädchen der Blondine als Kompromiss vor.

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Verity Hunt
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Fr März 04, 2016 10:56 am

cf: Sam’s Phone

Nachdem sie ihre eigene Nummer in Liannes Handy eingespeichert hatte, rief sie noch kurz bei ihren Eltern an, um mitzuteilen, wo sie war und dass sie sich keine Sorgen machen mussten. Nach drei bestätigenden „Ja, mir fehlt wirklich nichts!“ konnte sie schließlich auch dieses Gespräch beenden und zurück in das Behandlungszimmer von ihrer Freundin gehen.

„Wie geht's Sam? Ist er arg besorgt?“, wurde sie gleich gefragt, als sie das Zimmer betrat.
Die Brünette lächelte. „Wenn du noch Zweifel daran hast, ob er dich liebt oder nicht, hab ich gute Nachrichten für dich“, erwiderte mit einem Grinsen im Gesicht und nahm die Hand der Blonden beruhigend in ihre.
„Natürlich ist er besorgt um dich. Er macht sich gleich auf den Weg, um sich davon zu überzeugen, dass du tatsächlich noch an einem Stück bist.“
Sie legte Liannes Handy zurück auf den Tisch neben der Liege, bevor sie weitersprach.

„Ich hab nicht gesagt, was genau passiert ist – das hätte ihn vermutlich nur unnötig in Panik versetzt.“ Zudem vermutete sie stark, dass, auch wenn sie ihm gesagt hätte, was genau vorgefallen war, er im Krankenhaus ohnehin noch einmal fragen würde, was genau passiert war und wie es dazu kommen konnte.
Der Arzt eilte zusammen mit einer Krankenschwester wieder in das Zimmer und schickte Verity nach draußen, um sich in Ruhe um seine Patientin kümmern zu können.

Die Schülerin warf einen kurzen frustrierten Blick auf die geschlossene Tür vor ihrer Nase und anschließend einen Blick auf ihre Armbanduhr. Sie wusste nicht genau, wo sich Sam befand, als sie ihn angerufen hatte – doch so wie er sich ausgedrückt hatte, wollte er vermutlich zum Krankenhaus düsen, so schnell es ihm irgendwie möglich war.

Sie ging die wenigen Schritte bis zum Empfang und blieb an einer Ecke des Flurs stehen, wo sie genau sehen konnte, wer in die Notaufnahme kam.
Zwar hatte sie keine Ahnung, wie Liannes Freund aussah, doch sie hatte sich schon ihre eigene Vorstellung bei dem Telefonat gemacht.
Doch allein von einer Stimme konnte sie noch niemanden in eine Schublade stecken. Telefonate und bestimmte Stimmen konnten täuschen. Deswegen war ihr Bild in ihrem Kopf auch nur vorläufig.

Die Türen der Notaufnahme öffneten sich erneut und herein trat … Sam. Zumindest sah der Mann genauso aus, wie das Bild, was sie sich von ihm gemacht hatte. Und scheinbar war es auch der Freund von Lianne, denn er ging geradewegs zum Tresen und fragte nach ihr. Dort teilte man ihm mit, dass sich die Blondine derzeit in Behandlung befand und er noch etwas warten müsste.

Mit einem Gesichtsausdruck, der genauso vor Frustration strotzte, wie ihr eigener als ihr vor einigen Minuten die Tür vor ihrer Nase zugeschlagen wurde, wandte sich der junge Mann von dem Tresen ab.
Verity ging auf ihn zu und sprach ihn an.
„Sam“, sagte sie feststellend. Die Frage, ob er tatsächlich der Mann sei, mit dem sie telefoniert hatte, war ohnehin unnötig. Und er konnte sich sicherlich auch schon denken, dass sie das Mädchen war, mit der er telefoniert hatte.

„Ich kann dich zum Behandlungszimmer bringen – aber ihre Wunde wird gerade verarztet, deswegen haben sie mich auch schon aus dem Zimmer geworfen“, sagte sie zu ihm und führte ihn vor genau die Tür, die nach wie vor geschlossen war.
Doch nur wenige Minuten, nachdem das Mädchen mit Liannes Freund vor der geschlossenen Tür angekommen war, eilte eine Krankenschwester herbei und schlüpfte in das Zimmer.

Allein diese Handlung sorgte für einen weiteren frustrierten Blick bei der Schülerin. Vielleicht sollten sie sich einfach in weiße Kittel werfen und so tun, als würden sie hier arbeiten. Dann könnten sie auch einfach so in das Zimmer gehen.
Doch statt diesen Gedanken weiter zu verfolgen, entkam Verity nur ein resigniertes Seufzen.

Aber wenigstens öffnete sich dann die Tür des Behandlungszimmers, und man ließ die zwei wieder herein.

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Joanna Harvelle
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Mo Jun 19, 2017 6:58 pm

cf: Kirche

Jos Arm und Schulter brannte höllisch, während sie sich zu Fuß zum Krankenhaus durchkämpfte. Ihr ging es nicht gut, das wusste sie. Und der Schneesturm machte es nicht leichter, voran zu kommen. Aber ihr Willen war eisern. Sie würde jetzt nicht schlapp machen. Der Gedanke, dass es ihr bald wieder besser gehen würde, machte es erträglicher. Dean hatte sich noch nicht zurück gemeldet. Ihm hatte sie gesagt, dass es ihr gut ging, was ein kleines bisschen gelogen war. Aber sie war noch nie der Typ Mensch gewesen, der sofort heulend zum Freund oder zur Mutti rannte und die Verletzungen vorzeigte, um sich Mitleid und Trost einzuheimsen. Sie kam auch prima allein zurecht. Und das ermutigte sie erst recht, sich weiter durch zu kämpfen.

Als sie das Krankenhaus schließlich erreichte, hatte der Sturm nachgelassen und der Morgen brach an. Durchnässt und frierend betrat sie das Krankenhaus und war froh über die Wärme, die ihr sofort entgegen schlug. Normalerweise mied sie Krankenhäuser. Aber in diesem Moment kam sie nicht drum herum, wie es schien. Also kramte sie ihren FBI-Ausweis aus der Hosentasche und ging zum Empfang, wo sie den entsprechenden Ausweis erschöpft und zitternd auf den Tresen klatschte.
Die Schwester schaute überrascht vom Ausweis zu Jos Gesicht. "Ähm ... Agent? Kann ich Ihnen helfen?" Ihr Blick war besorgt bei ihrem Anblick und sie erhob sich schon vorsichtshalber aus ihrem Stuhl.

"Ja. Ich habe eine Schnittwunde, die genäht werden muss und ...", mit schmerzverzerrtem Gesicht bewegte sie vorsichtig die Schulter, bis sie es schnell wieder dabei beließ, ehe sie fort fuhr, "... ich glaube, eine ausgerenkte Schulter. Ich möchte zu Dr. Fell."

Sofort wurde die Schwester aufmerksamer. "Tut mir Leid, Dr. Fell ist nicht im Hause. Ich werde einen anderen Doktor rufen. Augenblick, bitte", sagte sie und griff schon zum Telefon.

Aber da griff ihr Jo schon mit der gesunden Hand ein und hielt die Schwester vom Wählen ab.
"Nein. Ich möchte zu Dr. Fell. Nur zu Doktor Fell. Wenn Sie also so gütig wären und sie rufen würden? So viel ich weiß, gibt es sowas wie Einsatzbereitschaft für Notfälle. Also bitte."

Die Schwester sah sie einen Moment irritiert an. "Aber, Agent - ..."

"Dr. Fell. Bitte."

"Na schön." Die Schwester rief Meredith Fell an und wies eine Assistenzärztin an, Jo in die Notfallaufnahme zu einem Bett zu bringen, wo Jo warten würde.
Als hinter dem Vorhang zum Warten aufgefordert wurde, zog sich Jo die blutige Jacke aus und zischte, als ihre Schulter erneut höllisch schmerzte.
Aber das Warten würde sich auszahlen. Meredith Fell wusste von ihnen als Jägern und würde eine unnötigen Fragen zu ihren Papieren stellen. Sie würde sie behandeln und dann wieder rausschleusen und das war das Warten und die längeren Schmerzen alle mal wert.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Do Jun 22, 2017 10:57 am

cf: Whitmore College – Gregs Büro

Meredith fuhr langsamer als normalerweise, aber immer noch nicht so langsam, wie bei dem sich legenden Schneesturm sicher gewesen wäre.
Sie fragte sich, was mit der Jägerin – Jo, oder Joanne, oder irgendwie so etwas – passiert war. Auch war sie sich unsicher, warum sie scheinbar allein zum Krankenhaus gekommen war.
Sie hatte erwartet, dass sie mit Sam und Dean unterwegs war. Die drei schienen ohnehin zusammen zu kleben und ihr Job war vermutlich zu dritt etwas ungefährlicher.
Vielleicht war sie nicht direkt auf einen Jagd gewesen und war einfach angegriffen worden.
Vampire, Werwölfe und dergleichen gab es hier ja genug.

Meredith parkte beim Krankenhaus und ging dann schnellen Schrittes nach drinnen.
Selbst wenn sie sich nicht ohnehin beeilen wollte, auch wenn der Schneesturm sich legte, war es draußen immer noch nicht schön.
Sie fragte an der Schwesterstation nach ihrer Patientin und erfuhr zum einen wohin man sie gebracht hatte und auch, dass sie eine Schnittwunde und eine ausgerenkte Schulter hatte.
Also vermutlich kein Vampir. Aber auch nicht so schlimm, wie gedacht.

Sie ging also zur Jägerin.
Die junge Frau sah aus wie von einem oder zwei LKWs überfahren, aber Meredith wusste, dass das nicht der Fall war. Dann wären weder sie noch Meredith gerade hier.
Die Assistenzärztin hatte die Wunden schon gesäubert. Den tiefen Schnitt am Arm würde Meredith nähen müssen und die Schulter der Jägerin musste wieder eingerenkt werden.
Sie hatte auch noch Prellung und ähnliches, aber da konnte Meredith wenig tun.

„Schön, sie wieder zu sehen“, sagte Meredith. Mit einem Blick auf die ausgerenkte Schulter verzichtet sie auf einen Handschlag. „Auch wenn ich gehofft hätte, es würde unter anderen Umständen sein“
Meredith wusch sich die Hände und zog ihren Kittel über.
Sie beschloss, mit der ausgerenkten Schulter zu beginnen, dann hatten sie diesen Teil hinter sich.
„Jo – ich darf sie doch Jo nennen? - ich würde zuerst ihre Schulter einrenken, ich kann mir vorstellen, sie sind mit dem Prozess vertraut?“, sie bezweifelte, dass es das erste Mal war.

„Was ist passiert?“, fragte Meredith, als sie ihre Hände professionell um Jos Schulter legte.

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Jonathan Becket
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Mi Aug 09, 2017 3:33 pm

cf: Wald, Waldrand

Nach einer gefühlten Ewigkeit fuhr der Wagen endlich in Mystic Falls ein.
Auf dem Rest des Weges waren nicht viele Worte gefallen, außer vom Beifahrer, wie Jon schon erwartet hatte.
Sein Gefluche bezüglich seines Fahrstils waren bei dem Wolf zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus gegangen. Die bösen Blicke an einer Fassade aus 'ist-mir-egal' abgeprallt. Auch wenn er sich nun fühlte, als wäre er auf einem Ohr taub und mit den Nerven gänzlich am Ende, schaffte er es dennoch den Wagen unbeschadet vor dem Krankenhaus vorzufahren. Kaum hatte er den Schlüssel abgezogen, blickte er neben sich. Ein Heben der Augenbrauen zeigte deutlich, dass er alles andere als weiterhin guter Dinge war. Ihm fiel gerade nicht einmal der Grund ein, warum er ihn überhaupt hierher mitgenommen hatte. Aber nun nochmal in den Wald zu fahren nur um die Nervensäge auszusetzen erschien ihm etwas melodramatisch. Zwar nicht so filmreif wie die Schreie und Flüche von Trent, aber deutlich übertrieben genug um es nicht durch zu ziehen.

"Komm wir sind da.", meinte er knapp und stieg dann aus dem Wagen aus. Seine Stiefel knirschten auf dem frisch gefallenen Schnee, als er sich zur Beifahrerseite begab, um Trent zu helfen. Er könnte ihn mühelos einfach zum Eingang tragen, doch wusste er, dass der Verletzte viel zu viel stolz hatte um das zu zu lassen. Und zudem hatte Jon auch nicht wirklich Lust darauf.
Daher öffnete er ihm nur die Tür und half ihm dabei aus dem Wagen aus zu steigen, bevor er die kaputten Skier von der Ladefläche nahm und sich unter den Arm klemmte. Erst dann sah er wieder zu Trent.
"Gehts?", hakte er knapp angebunden nach. Falls es nicht gehen sollte, könnte er sich immer noch bei Jon an dem dargebotenen Arm abstützen. Er wollte ihn zwar jetzt so schnell wie möglich los werden, aber man konnte vor der Klinik ja dennoch einen guten Eindruck machen.
Irgendwie schafften sie es in den Aufnahmebereich der Notaufnahme, wo sich Jon nach einer Schwester umsah.
"Wir bräuchten hier mal Hilfe!", rief er etwas über die Leute hinweg, die sich hier tummelten. Der Geruch nach Blut und Elend stieg ihm in die feine Nase. Aber auch von Desinfektionsmittel, der eindeutig beißender war.
Solange sie auf jemanden warteten, der zuständig war, Jon hatte sich inzwischen schlichtweg Trents Arm geschnappt und sich über die Schulter gelegt um ihn zu stützen, sah er flüchtig zu ihm herunter.

"Auf meiner Todesliste stehst du relativ weit unten, übrigens. Glaub mir, es gibt da noch ein paar mehr, die ich wesentlich lieber töten würde als dich."

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Trent Cingsley
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BeitragThema: Re: Notaufnahme   Do Aug 10, 2017 11:18 am

cf: Wald, Waldrand

Die meiste Zeit über hatte Trent seine Schmerzen verdrängt. Doch je näher sie dem Krankenhaus kamen, desto deutlicher traten sie hervor. Zumindest schien es ihm so. Seinem Hintern, der höllisch weh tat, tat es auch nicht gerade gut, so von dem Wagen durchgerüttelt zu werden. Und da sein rechter Arm auch wahnsinnig schmerzte, konnte er sich mit seiner rechten Hand auch nicht am Sicherheitsgriff festhalten. Das einzige, woran er sich nach wie vor klammerte, war der Sitz – in welchen sich seine linke Hand krallte.
Doch was er am intensivsten an Schmerzen wahrnahm, rührte von seiner Kopfverletzung her. Jon hatte ja auch gemeint, dass diese genäht werden musste. Und die Kompresse, die er mit seiner Hilfe dort befestigt hatte, fühlte sich inzwischen mehr wie eine labbrige, ausgequetschte Orange an, die ihm an den Kopf geknallt wurde. Also vermutete er, dass die Kompresse sich inzwischen schon mit Blut vollgesaugt hatte. Kaum, dass er daran dachte, tropfte auch ein Tropfen frischen Blutes auf seine Wange.

Verflixte *#&ß<+?&*!!!

Wenigstens waren sie in der Zwischenzeit am Krankenhaus angelangt. Der Brünette tastete in seiner Tasche nach einer weiteren Kompresse, fand allerdings auf Anhieb nur ein paar Pflaster mit Hello-Kitty-Motiven. Als er wenige Griffe später eine Kompresse fand, war diese leider wieder noch eingeschweißt. Da Jon gerade aus dem Wagen stieg, riss Trent sie kurzerhand mit seinen Zähnen auf, wodurch einige Blutstropfen auf seiner Tasche landeten.
Der junge Mann presste die nun ausgepackte Mullkompresse wieder an Stirn, wo immer noch die durchweichte klebte. Anschließend versuchte er, vorsichtig auszusteigen. Die Tür hatte ihm der Fahrer schon fast chauffeurartig geöffnet. Jon selbst ließ ihn erst mal neben dem Wagen stehen und holte seine Skier von der Ladefläche.

Trent selbst sah jetzt erst einmal prüfend zum Krankenhaus. Es gab nur zwei Orte, an denen sich am liebsten Geister tummelten. Friedhöfe und Krankenhäuser. Orte, an denen der Tod regelmäßig auftauchte. Und meist tauchten die Geister vom Krankenhaus dann später am Friedhof auf.
Auch jetzt sah er bereits zwei Exemplare der nervenden Schabracken. Einer hatte noch eine Krankenhauskutte an und lief verwirrt einem der lebenden Sanitäter hinterher. Schmerzend hob er seinen Kopf und warf einen Blick durch die Fenster des Krankenhauses. Ein älterer, bereits verstorbener Mann hob seine Hand, um ihm zu winken, bevor er nach einem Flackern wieder verschwunden war.

Der Brünette lehnte sich kurz an den Wagen und nahm sein Eisenarmband von seinem rechten Handgelenk ab. Mit dem Arm würde er sowieso kaum was anstellen können. Nach einigen ungelenken Versuchen hatte er es schließlich an seinem linken Handgelenk direkt neben seiner Armbanduhr angebracht.
„Geht’s?“, wurde er von Jon gefragt, der nun mit den Überresten seiner Skier unterm Arm wieder zu ihm trat und ihm zugleich stützend seinen Arm anbot.
Unter normalen Umständen wäre Trent viel zu stolz gewesen, um die Hilfe von anderen in Anspruch zu nehmen. Doch wehleidig, wie er im Moment war, hätte er sich auch gerne in einem Rollstuhl in das Krankenhaus kutschieren lassen.

So stützte er sich mit seinem nicht schmerzenden Arm auf Jon und humpelte anschließend an seiner Seite mit ihm in den Notfallbereich des Krankenhauses.
Während sich seine neue bessere Hälfte nach Hilfe umsah und gleich nach einer solchen brüllte, huschten Trents Augen in der Notaufnahme und den angrenzenden Flur umher. Ein Geist saß zusammen mit einer Frau auf einem Stuhl, was weder dem Geist noch der lebenden Frau auffiel. Da es draußen arschkalt war, schien sich die Frau auch nicht über die mit dem Geist einhergehende Kälte zu wundern.
Im Flur jedoch schien der Bär zu steppen. Mehrere Tote mit den verschiedensten Verletzungen liefen dort herum. Einige schienen verwirrt, andere wütend und wieder andere unendlich traurig. Ihr nerviges Jammern und Wehklagen dröhnte an Trents Ohr und er rollte genervt mit seinen Augen.

„Auf meiner Todesliste stehst du relativ weit unten, übrigens. Glaub mir, es gibt da noch ein paar mehr, die ich wesentlich lieber töten würde als dich“, antwortete ihm Jon nun genauso zeitverzögert, wie er das Thema im Auto zur Sprache gebracht hatte.
„Ich weiß nicht, aber ein wenig enttäuscht daröber, es nich mal aufs Podium jeschafft zu haben, bin ich jetz doch“, sagte er.
Zu einem der Geister, der nun auf ihn aufmerksam geworden war, warf er lapidar hinzu: „Man kann doch deutlich sehen, dass ich im Moment andere Sorgen hab als dich!!!“ Der Satz war so formuliert, dass auch Jon glauben konnte, dass Trent mit ihm geredet hatte.

Als schließlich endlich eine Ärztin zu ihnen trat, atmete der Brünette kurz erleichtert auf. Bis ihm auffiel, dass er die Frau kannte. Merry – die Frau, die am Grill auch schon von einer nervenden toten Schabracke verfolgt wurde. Und mit dieser Erinnerung kam auch eine andere in sein Hirn zurück. Und das war eine, die er eigentlich hatte verdrängen wollen.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Notaufnahme   Fr Aug 11, 2017 6:33 pm

Meredith kümmerte sich um den Schnitt in Jos Arm.
Es war nicht weniger schmerzfrei als das Wiedereinrenken gewesen war, aber sie hatte inzwischen verstanden, dass die Jäger scheinbar alle eine recht hohe Schmerzgrenze hatten.
Meredith hatte gerade den letzten Stich gesetzt und war dabei die Wunde zu verbinden, als die Schwester, welche Jo eben aufgenommen hatte wieder hereinkam.

"Dr. Fell, sind sie soweit fertig?"fragte sie und als Meredith nickte, teilte sie ihr mit, dass sie gerade jemanden in die Notaufnahme bekommen hatten und einen Arzt brauchten.
"Agent", sagte sie zu Jo, "Schwester Smith wird sich um sie kümmern, ich guck dann nachher nochmal nach ihnen"

Sie verließ das Zimmer und ging zügig zur Notaufnahme um sich um
ihren neuen Patienten zu kümmern.
Es standen dort zwei Männer, einer scheinbar unverletzt, doch der andere blutet aus einer Platzwunde in der Stirn, hielt seinen Arm als sei er verstaucht oder gebrochen und stand auch nicht so, wie es ein Mensch mit zwei gesunden Beinen tat.
Nachdem sie seine - zumindest offensichtlichen - Verletzungen katalogisiert hatte, fiel ihr auf, dass sie ihn kannte.
"Trent?", fragte sie. Sie hatte ihn bei der ganzen Amelia-Eskapade kennen gelernt.
Möglicherweise hatte sie hier noch eine übernatürliche Ursache für did Verletzungen.

Sie führte die beiden Männer in eines der Zimmer.
Sie fragte den anderen wer er war und nachdem er sich vorgestellt hatte, fragte sie was passiert war und gab Trent schon einmal etwas für die Schmerzen und stoppte die Blutung an seiner Stirn. Die Wunde würde definitiv genäht werden müssen.
Sie würden seinen Arm röntgen müssen und auch seinen Knöchel und sein Steißbein. Was auch immer passiert war (sie hoffte sehr, dass es kein Geist war), Trent hatte es gut abbekommen.

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