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 Krankenzimmer

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Jennifer McQueen
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   So Feb 19, 2017 5:01 pm

Nur einen kurzen Moment musste die hübsche Blondine warten, schon konnte sie die Tür des Zimmers ganz öffnen, um wieder herein zu kommen. Hinter sich verschloss Jen die Tür natürlich wieder sofort und ging langsam zu der Ärztin und ihrem Freund zurück, auf dessen Lippen sich sogleich ein verliebtet Schmunzeln schlich, ebenso wie bei der jungen Frau selbst, welche sich nun wieder neben das Krankenbett stellte und zu Doktor Fell schaute, ihr fast einen fraglichen Blick zuwarf, was die Krankenschwester zu bemerken schien.
Luce war stabil und es sah nicht mehr ganz so ernst aus, wie zuvor. Dass man ihn aber dennoch noch ein paar Tage dabehalten wollte, war verständlich, wobei sich die gebürtige New Yorker Frau doch fragte was in diesem Fall „ein paar Tage“ hieß. Jen schielte zu ihrem Freund und setzte sich wieder auf einen der Stühle, erwiderte seine Suche nach ihrer Hand und ergriff ihrerseits seine.

"Was heißt denn 'ein paar Tage'?", wollte die Fotografin dann wissen und strich sich eine ihrer blonden Haarsträhnen zurück, sah während dessen zu der dunkelhaarigen anderen Frau hinüber, welche in weißem Kittel nicht nur einen so erfahrenen Eindruck machte, sondern es vermutlich auch war. Zwar war es schön zu hören, dass die hübsche Blondine den rothaarigen Musikstudenten besuchen durfte, aber es wäre doch schöner, wenn er so bald wie möglich wieder nach Hause könnte.
Was Sache war, würde sie später auch noch Simon und Adam erzählen. Aber die beiden würden sich sicher noch ein wenig ausruhen, nachdem sie sich die Nacht durch um das Küken in der WG gekümmert hatten. Auch Jennifer würde sich demnächst wohl noch eine Mütze Schlaf holen, denn nur ein Kaffee würde wohl für einen gänzlich wachen Zustand nicht ausreichen, auch wenn das Koffein half, keine Frage!

Während sie so neben dem Bett ihres Schatzes saß, hielt sie wie auch schon vorhin seine Hand und strich mit ihrem Daumen sachte über diese, so dass sie mit ihren schokoladenbraunen Augen kurz zu Lucas hinüber sah und ihn trotz der Aussicht wohl noch ein paar Tage im Krankenhaus bleiben zu müssen, anlächelte. "Wenn's dir gut genug geht, bring ich dir auch Kekse vorbei", grinste sie dann noch und glaubte den Studenten so etwas aufheitern zu können. Schließlich wusste sie, dass er Kekse mochte!

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   So Feb 19, 2017 9:57 pm

Die Frage von Jen war nicht ungerechtfertigt. Was waren ein paar Tage. Eine Grippe war ätzend und konnte durchaus auch gefährlich werden, aber er würde schon nicht einfach draufgehen. Medikamenten sein Dank konnte man viel machen, allerdings wusste er auch, Meredith hatte ihn gern im Blick, wenn er krank war. Einmal war wegen einer Erkältung drei Tage im Krankenhaus behalten worden. Seine Temperatur hatte verrückt gespielt und es war den Ärzten zu gefährlich gewesen, ihn nach Hause zu schicken. Irgendwie war es schon peinlich, wegen einer Erkältung im Krankenhaus zu landen. Er war immerhin 19 und nicht 99.

Jen hatte sich neben ihn gesetzt und streichelte mit dem Daumen sanft über seinen Handrücken. Lucas war müde, aber seine Freundin sah einfach nur fertig aus. Wie lange war sie schon hier? Es kam ihm nicht fair vor, dass sie wegen ihm die ganze Zeit im Krankenhaus saß, keinen Schlaf bekam und ihr eigenes Leben vernachlässigte. In Adams Soaps war es für für die Paare eine Selbstverständlichkeit, das für ihren Partner in Kauf zu nehmen, aber das musste schließlich nicht der Wirklichkeit entsprechen. Für Jen war es das jedoch offenbar und dieser Fakt wärmte dem Studenten das Herz.

Das Angebot mit den Keksen war wirklich lieb gemeint, aber bei dem Gedanken an Essen jeder Art, drehte sich ihm der Magen um, weswegen sein Lächeln wohl auch ein bisschen verrutschte. „Danke“, sagte er und klang längst nicht so sicher, wie er sich das wünschte. Ob Meredith es guthieß, wenn er Kekse im Krankenhaus aß? Die Ärztin wusste, es war oft der einzige Weg, um ihn überhaupt dazu zu bewegen, irgendetwas zu essen.

„Hast du dir den Laden angesehen?“, fragte er, sich daran erinnernd, dass sie das machen wollte, als sie sich getrennt hatten. Danach war alles ziemlich verschwommen, aber daran erinnerte er sich sehr klar.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Do Feb 23, 2017 4:41 pm

Trotz seinem aktuellen Zustand konnte Meredith sehen wie Lucas förmlich aufleuchtete, als Jennifer sich zu ihm gesellte.
Wie in den furchtbaren Krankenhaus Serien, die Meredith sich schlichtweg nicht angucken konnte, nahm sie seine Hand - das tragische Liebespärchen.
Allerdings würde Lucas, im Gegensatz zu den typischen Charakteren in solchen Sendung die Einrichtung wieder lebend verlassen.

Dass das allerdings nicht so schnell gehen würde wie von den beiden Turteltauben scheinbar erwartet, wurde schmerzhaft klar, als Meredith eigentlich nur mitteilen wollte, dass Jennifer Lucas würde besuchen können.
Scheinbar hatte war vorherige Formulierung von einer Weile, nur in ihrem Kopf nicht zu Stunden sondern Tagen geworden.
Jennifer fragte direkt nach und Lucas schien ebenso wissen zu willen, wann man ihn wieder entlassen würde.

Meredith entschied sich, zwar wahrheitsgetreu, aber vage zu antworten.
"Wir wollen sicher gehen, dass Lucas nichts ernsthaftes hat und es keine Rückfälle geben wird - besonders mit seiner medizinischen Geschichten", sagte sie. "Ich kann keine genaue Zahl nennen, aber er ist lieber einen Tag zu viel als zu wenig hier"

Es war offensichtlich, dass Jennifer sich um ihren Freund sorgte, aber sie war nicht die Einzige in diesem Raum.
Solange sie Lucas im Auge behalten konnte, würde sie auch Kekse erlauben - zumindest in begrenztem Maße.
Manchmal musste sie da einfach die professionelle und strenge Ärztin Dr. Fell raushängen lassen, auch wenn Lucas schon vor langer Zeit das Recht erlangt hatte, sie bei ihrem Vornamen zu nennen.

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Jennifer McQueen
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Di Feb 28, 2017 12:38 pm

Jennifer konnte sich vorstellen, dass man Luce hierbehalten wollte, um sicher zu gehen, dass auch wirklich alles okay war, sobald er wieder zuhause saß. Vorsicht war ja bekanntlich besser als Nachsicht, also würde sich die hübsche Blondine damit zufrieden geben müssen, dass es ihrem Schatz soweit schon wieder besser ging, er aber einfach noch ein wenig an dieses Bett gefesselt sein würde. "Verständlich...", gab sie daher auf die Erklärung der Ärztin zurück und sah dann wieder mit einem Lächeln zu dem rothaarigen Studenten, der auf die Streicheleinheiten ihres Daumens beruhigter wirkte, als zuvor. Wobei die Erwähnung von Keksen gerade eher zu Übelkeit führte, als zu wahrem Vergnügen die Leckereien zu vernaschen. Wie Dr. Fell das sah, war dazu dann natürlich noch eine ganz andere Sache.

Gar nicht mehr an die Zeit vor dem Krankenhausbesuch denkend, wurde Jen von Luce dann schon fast überraschend daran erinnert, dass es ja Neuigkeiten gab! "Oh ja! Das hab ich. Er sah vielversprechend aus. Passend irgendwie und ich konnte mir vorstellen, wie ich das Studio einrichten würde... Einen Kredit würde ich wohl ebenso bekommen. Ich müsste eigentlich nur noch zuschlagen und ich hätte das Geschäft. Aber dann fallen eben noch die Umbaukosten an", erzählte die geübte Fotografin aus New York und dachte an die Räume zurück. "Der Makler schickt mir noch mal die Einzelheiten per Mail und reserviert mir den Laden, solange ich nnoch etwas überlegen will", fügte sie noch hinzu und lächelte dann ein klein wenig verträumt.

Es wäre eine schicke Sache, gar keine Frage. Aber würde sie das alles bewerkstelligen können? Vielleicht könnte sie ihre Familie anschreiben, um zu fragen, ob diese nicht zu Besuch kommen wollen würden. Ob sie dann helfen würden, war keine Sache, über die man sich Gedanken machen musste.

"Aber ich denke, dass ich es tun werde...", verriet Jennifer Lucas dann und lächelte ihn selbstsicher an, sah mit den schokoladenbraunen Augen zu ihm und fragte stumm, ob er es für eine gute Idee hielt.

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Do März 02, 2017 9:35 pm

Merediths Antwort war wenig aufbauend. In dem Moment war sie ganz die Ärztin, die sie nun mal war. So war sie immer, wenn sie sich um jemanden, in diesem Fall ihn, Sorgen machte. Es war nur eine Grippe. Seine Krankengeschichte. Luce musste leider zugeben, sie war wirklich nicht ganz ohne. Da war der Unfall, der ihn getötet hatte, die Drogen. Als Kind hatte er Asthma gehabt, was ihn auch zweimal ins Krankenhaus gebracht hatte. Es hatte sich zum Glück gelegt, als er älter geworden war, sodass er heute keine Probleme mehr damit hatte. Er wusste, es war nicht ganz einfach, aber mit ein paar Tagen hatte er nicht gerechnet. Vielleicht war es so aber auch besser so, denn so mussten sich Adam und Simon nicht immer Sorgen machen. Es war nicht so, als ob der Student nicht auch allein zu Hause bleiben und die Couch bewachen könnte, aber seine beiden Freunde würden keine Ruhe haben und bei ihm sein wollen. So waren sie nun mal.

Er tauschte einen kurzen Blick mit Meredith, ehe er kaum merklich nickte, und die Augen niederschlug. Er würde sich nicht gegen das Krankenhaus sträuben, solange sie es für richtig hielt. Sie war die einzige der Ärzte gewesen, die ihm wirklich zugehört hatte, von der er nicht geglaubt hatte, sie würde ihn eh nur für psychisch krank halten.

Jen erzählte mit einem Strahlen von der erfolgreichen Besichtigung. Sie mochte noch nicht zugesagt haben, aber in ihrem Inneren hatte sie sich schon dafür entschieden, auch wenn sie es selbst vielleicht noch nicht wusste. „Finde ich gut“, sagte Luce auf ihre stumme Frage hin. Mittlerweile hörte er selbst, wie müde seine Stimme klang. Ihm war kalt, so richtig kalt, was zur Folge hatte, dass sein Körper leicht bebte. Und schlecht war ihm auch immer noch. Die Medikamente taugten nicht wirklich was, wenn er ehrlich war. Er wollte noch nicht mal was, mit dem man sich abschießen konnte, immerhin war er clean, aber irgendwas, was wirken würde, wäre schon nett. Er schloss für einen Moment die Augen, um der Übelkeit Herr zu werde.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   So März 12, 2017 6:44 pm

Meredith war froh, dass sie nicht mit einem der beiden über Lucas Aufenthalt im Krankenhaus diskutieren musste.
Es geschah viel zu oft, dass sich jemand strikt weigerte hier zu bleiben, auch wenn ein Arzt oder eine Ärztin es empfohlen hatte und dann einen Tag später mit doppelt so schlimmen Symptomen wieder da war.
Dank den Vampiren und anderen übernatürlichen Wesen in der Stadt hatte Meredith auch schon Fälle erlebt, wo die Patienten einfach verschwanden, ohne nach dem Rat des Fachpersonals zu fragen.

Jennifer begann von einem Gebäude zu erzählen, dass sie scheinbar mieten oder kaufen wollte. Es schien nicht um eine Wohnung zu gehen, sondern um einen Laden oder ähnliches.
Meredith wollte nicht genauer nachfragen, aber Lucas' Freundin schien wirklich aufgeregt und die Ärztin hoffte, dass sie Erfolg haben würde.
Lucas stimmte ihren Plänen zu und als Meredith ihn ansah, konnte sie sehen, dass es ihm nicht gut ging.
Das war natürlich schon seit längerer Zeit der Fall, aber mit den Medikamenten müsste es ihm eigentlich besser gehen.
Jedoch hatte Lucas eine besondere Geschichte mit Pharmazeutika, was das erklärte.
Und genau das führte auch dazu, dass Meredith sehr genau überlegte, was sie tun würde, um ihrem Patienten zu helfen.
Ihn mit Medikamenten voll zu pumpen war definitiv keine gute Idee, aber sie konnte es auch wirklich nicht leiden, ihn leiden zu sehen.
Sie konnte sehen wie er zitterte und Meredith tippte auf Schüttelfrost.

„Lucas, ich werde dir eine kleine Dosis von Tramadol“, sagte Meredith und unterbrach das vorher noch angenehme Gespräch. „Ich weiß nicht, wie gut sie bei dir wirken wird, aber wir sollten klein anfangen“
Meredith kümmert sich um die Medizin und sagte über eine Schulter zu Jennifer: „Im Schrank sind Wärmedecken, könntest du eine herausholen und über Lucas legen?“

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Jennifer McQueen
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mo März 13, 2017 12:57 am

Natürlich war es schwer zu verkraften, dass ihr Freund noch ein paar weitere Tage in diesem Krankenbett liegen würde. Aber hier würde er unter sicheren Augen unter Beobachtung sein und man würde stehts ein gutes Händchen mit ihm haben, da war sich Jennifer sicher, wenn sie sich die dunkelhaarige Ärztin so ansah. Sie schien kompetent und ernst mit ihrer Sorge um den rothaarigen Studenten, der über die Erzählung der großgewachsenen Blondine aus New York zuversichtlich wirkte. Luce glaubte an sie und das verschaffte ihr doch eine gewisse Sicherheit in ihrem Vorhaben, welches dahingehend auch bestärkt wurde.
Dennoch wich die kurze Vorfreude und der Tatendrang aus ihren schokoladenbraunen Augen. Jen sah, wie ihr Schatz zitterte, ein wenig bebte. Seine Stirn sah etwas feucht aus, aber das konnte auch am Licht liegen.

Das Zittern jedoch war wahr und das erkannte auch die Doktorin bei ihnen. Sie schien ein paar Sekunden nachzudenken, ob ihr nächster Schritt richtig war und kündigte dann schließlich an, dem musikalischen jungen Mann eine kleine Dosis eines Medikaments zu geben. Was genau das Zeug beinhaltete war Jen nur ein Rätsel, sie hatte nie etwas benötigt, außer mal ein Nasenspray gegen Schnupfen.
Aber daneben machte die hübsche Blondine Meredith Platz und nickte, als diese sie um die Decken für Luce bat. "Natürlich, kommt gleich", meinte Jennifer und stand dabei schon auf, um zu besagtem Schrank hinüber zu gehen.

Im Inneren lagen jene Decken die gemeint waren und die geübte Fotografin nahm eine davon, schloss den Schrank wieder und faltete diese bereits ein wenig auseinander, ehe sie sie sachte über den kränkelnden Studenten legte. "Sagen Sie nur, wenn ich irgendwie helfen kann", wandte sich Jen noch an Dr. Fell und schaute dann wieder mit einem mitleidigen Lächeln zu ihrem Freund, ihrem Traumprinzen auf dem weißen Pferd, so wie er ihr zu aller erst erschienen war.

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Di März 14, 2017 9:42 pm

Luce mochte es nicht, seinem Körper derart unterworfen zu sein. Er war den Geistern ausgeliefert und auch seinem Körper. Das war wirklich ätzend. Er zitterte und es fiel ihm immer schwerer, die Kontrolle über sich zu behalten. Es war bei weitem nicht das erste Mal, dass er Schüttelfrost hatte. Er kannte die Symptome. Er schloss die Augen, konzentrierte sich. Vielleicht sollte er einfach ein bisschen schlafen, aber Jen war hier, da konnte er doch nicht einfach schlafen. Andererseits klang das wirklich verlockend. Sein Zustand gab Meredith offenbar genug Bedenken, um ihm neue Medikamente zu geben. Tramadol gehörte zu den Opioiden. Luce war ein Junkie, wenn auch clean, er wusste, mit was er sich abschießen konnte und dabei noch legal war. Medikamente bekam er nur unter der Aufsicht von Ärzten, wobei er sich mittlerweile dahingehend bis zu einem gewissen Punkt traute er sich selbst. Es war seien Entscheidung gewesen, die Drogen zu nehmen, und jetzt war es seine Entscheidung, keine mehr zu nehmen.

Er nickte nur schwach, hatte sich schon mehr oder weniger aus dem Gespräch ausgeklinkt. Die Agen geschlossen zu halten, war irgendwie leichter als offen. Eine Decke wurde über ihn ausgebreitet, das Zittern wurde allerdings nicht weniger, im Gegenteil. Mittlerweile klapperten seine Zähne und er hatte das Gefühl, die das ganze Bett bebte, weil er so zitterte. Ob Muskeln reißen konnte, weil sie sich zu schnell an- und entspannten? Sein Atem ging schwer und eine Schweißperle löste sich von seiner Stirn. Sie rollte seine Schläfe hinunter und versank in seinem Haar.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Fr März 24, 2017 3:04 pm

Der Anfall von Schüttelfrost war plötzlich gekommen und Meredith wünschte, sie würden ihn auch genauso schnell wieder unter Kontrolle kriegen, aber sie bezweifelte es.

Jennifer ließ sich nicht zwei Mal bitten, schaltete schnell und bereitete die Decke liebevoll über Lucas aus.
Meredith spritze währenddessen das Medikament in Lucas Tropf, in der Hoffnung, dass es trotz seiner medizinischen Geschichte anschlagen würde. Sie konnte ihm jedoch auch nicht so viel geben, wie sie gerne gewollt hätte.
Lucas schien das auch zu realisieren, denn obwohl er definitiv nicht ganz auf der Höhe war gab er ein kleines Nicken, als die Ärztin ihm mitteilte, was sie vorhatte.

Lucas zitterte und seine Zähne klapperten, er schwitze, aber bevor sie weitere Dinge unternahm, musste Meredith sehen, ob die erste Dosis ihm helfen konnte.
„Danke für Ihre Hilfe, Jennifer“, sagte Meredith zu der jungen Frau, die ihre weitere Unterstützung sofort angeboten hatte.
„Wenn er genug aufhört zu zittern, können sie versuchen, ihm etwas zu trinken zu geben“, fügte Meredith hinzu.

Normalerweise hätte sie für all das hier eine Schwester gerufen, aber Lucas war ihr privat persönliches Sorgenkind und da sie sonst im Moment nichts zu tun hatte, es sei denn sie wurde in die Notaufnahme gerufen, konnte sie es verantworten.
Außerdem konnte sie sich vorstellen, dass Lucas lieber Gesellschaft von seiner Freundin haben würde.

Die Ärztin beobachtete Lucas Vital-Werte und die Symptome, um zu entscheiden, was sie als nächstes tun sollte.

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Jennifer McQueen
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Di März 28, 2017 3:30 am

Der Schüttelfrost mit dem deutlich zu sehenden Zittern war plötzlich gekommen, wollte aller allem Anschein nicht genauso schnell wieder verschwinden. Auch die wärmende Decke half nur wenig, so dass Meredith, während Jennifer die Decke über ihrem Freund ausbreitete, das Medikament in den Tropf von Lucas spritzte. Er schien müde, seine Augen waren geschlossen und kämpften wahrscheinlich dagegen an, zumindest sah es für einen Augenblick so aus.
Wahrscheinlich würde es ein wenig dauern, bis das Tramadol anschlagen würde, wenn es denn überhaupt anschlug. Die Anwesenden kannten Luces Vergangenheit und so war es doch etwas fraglich. Jen überlegte derweil, ob es nicht besser wäre ihren Schatz ein wenig ruhen zu lassen, damit er vielleicht wieder richtig ein Auge zu machen konnte, um zu schlafen.
"Am besten ruhst du dich etwas aus. Ich kann auch später nochmal vorbei kommen, damit du ein wenig schlafen kannst, Luce", sagte die große Blondine aus New York leise, aber laut genug und strich dabei kurz eine Falte aus der Decke.

Fragend schaute sie zu Doktor Fell hinauf. "Wäre es besser, wenn er eine Weile schlafen kann? Ich glaube eine Runde Schlaf könnte ich selbst auch wieder vertragen", gab sie mit einem müden Lächeln zu. Dann schielte sie kurz aus dem Fenster und stellte fest, dass zudem auch schon dunkel draußen war. Wie spät konnte sie gerade nicht sagen und den Blick zur Wanduhr riskierte Jennifer auch lieber gar nicht.

Außerdem sollte sie vielleicht auch mal Adam und Simon über die Entwicklung hier unterrichten. Schließlich machten sich die beiden Mitbewohner des Studenten mindestens genauso viele Sorgen wie die geübte Fotografin.

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mi März 29, 2017 8:47 pm

In manchen Momenten hasste Luce seinen Körper. Da war nicht nur die Sache mit den Geistern, aber er hatte es sich selbst zuzuschreiben, zumindest zum Teil. Meredith hatte keine Bedenken, ihm das Tramadol zu geben. Es war eh fraglich, ob es in der Menge wirkte. Er reagierte auf Medikamente anders, als Menschen, die nie mit Drogen in Kontakt gekommen waren. Seine Hirnchemie war über zu lange Zeit beeinflusst worden. Hinzu kamen die Medikamente gegen Schizophrenie, die er jetzt nicht mehr nehmen musste, nachdem Meredith die Wahrheit kannte, die er aber eben über wirklich lange Zeit hatte nehmen müssen.

Mit geschlossenen Augen lag Luce da, wartete, bis sich irgendwas änderte, hoffte, dass sich überhaupt etwas änderte. Wenn man recht häufig krank war so wie er, kannte man sich zwangsläufig ein bisschen aus auf dem Gebiet. Obwohl er gerade zitterte, wusste er, seine Temperatur schnellte gerade nach oben. Als Kleinkind hatte er Fieberkrämpfe gehabt, was sich aber zum Glück wieder gegeben hatte.

Jennifers und Merediths Worte wurden zu Hintergrundgeräuschen. Er verstand weder die genauer Worte, noch den Sinn dahinter, und unterbewusst wurde ihm klar, dass er gerade drauf und dran war, einfach wegzukippen. Nun, er lag schon im Bett, viel konnte also nicht passieren, wenn sein Bewusstsein sich ausschaltete. Normal war es allerdings auch nicht, aber was war schon normal bei ihm? Nothing is ever simple with Lucas Kendall.

Das wattige Gefühl der Dunkelheit nahm zu, fühlte sich nicht wirklich schlecht an. Die Geister waren verstummt.


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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Fr März 31, 2017 4:53 pm

Sowohl Jennifer als auch Meredith konnte förmlich dabei zu sehen, wie die Müdigkeit Lucas überrannte.
Es war kein Wunder, dass sein Körper nach den Strapazen der letzten Stunde nach Ruhe verlangte.
Er hatte für den Moment alles was er brauchte, auch wenn Meredith sich noch immer nicht sicher war, wie gut alles helfen würde.

Liebevoll sicherte Jennifer ihrem Freund zu, dass er sich die Ruhe und den Schlaf nehmen sollte, den er brauchte und dass sie später wieder kommen würde.
Die Ärztin bezweifelte, dass Lucas noch etwas von dem mitbekam was um ihn herum passierte. Trotzdem konnte Jennifers Zuneigung nichts schaden und sie hatte auch die richtige Idee als sie fragte, ob man Lucas etwas Zeit zum Schlafen geben sollte.
Sie fügte dann hinzu, dass sie selbst auch eine Mütze Schlaf gebrauchen konnte, was Meredith nicht für eine Sekunde bezweifelte. Jennifer war seit Stunden hier und wachte an Lucas Bett, der eine Kaffee, den sie am Morgen getrunken hatte, musste längst seine Wirkung verloren haben.

„Ja, das ist jetzt definitiv das Beste“, sagte sie. „Ruhen sie sich aus, wir kümmern uns um Lucas“.
Meredith lächelte Jennifer an. Lucas war in guten Händen.

Meredith selbst konnte noch nicht nach Hause. Auch wenn es Nacht war und vergleichsweise ruhig, war ihre Schicht noch nicht beendet.
Sie kümmerte sich noch einmal um Lucas und überließ ihn dann der Pflege der Schwestern, mit dem Hinweis, dass man sie rufen sollte, wenn es Veränderungen gab.

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Jennifer McQueen
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Di Apr 04, 2017 1:38 am

Der Patient der Ärztin und ihr Freund schien immer mehr abzudriften, immer weniger wahrzunehmen. Jen wusste nicht mal, ob sie ihn noch wirklich gehört hatte. Aber es wurde immer deutlicher, dass Lucas Ruhe brauchte, um wieder ein wenig zu Kräften zu kommen. Das sah Doktor Fell genau so und stimmte der großen Blondine zu, als sie meinte, dem Rothaarigen und sich selbst eine Mütze Schlaf zu gönnen.
Ja, das würde alle mal das Beste sein. Der Kaffee am Morgen hatte geholfen, ja. Aber es war nicht genug, um die gebürtige New Yorkerin wirklich bei Kräften zu halten. Sie war ja schließlich schon seit Stunden hier!

„Ruhen sie sich aus, wir kümmern uns um Lucas“, meinte Meredith und wurde von der hübschen Blondinen mit einem müden, aber vertrauensvollen Lächeln beschenkt. "Danke für alles, Dr. Fell. Benachrichtigen sie mich, sobald es etwas Neues gibt?", wollte Jennifer noch wissen, stand auf und drückte der Brünetten ihre Visitenkarte in die Hand. Dort stand alles, was man für eine Kontaktierung benötigen würde. E-Mail, Telefon und eine Beschreibung ihrer Arbeit, wobei das für diesen Fall hier eindeutig nebensächlich war.
Mit einem letzten versichernden Blick zu ihrem Freund, ihrem Märchenprinzen auf dem weißen Ross, machte sich die geübte Fotografin dann auf den Weg und schritt durch die beleuchteten Gänge des Mystic Falls Hospitals. Es war noch immer belebt, wenn auch nicht so sehr wie tagsüber und die junge Frau musste sich eingestehen, dass Krankenhäuser bei Nacht einem immer noch Gänsehaut bereiten konnten.

Aber das war vergessen, sobald Jen das Gebäude verlassen und sich in ihren Mini Cooper gesetzt hatte, um dann nach Haus zu fahren. In ihrer Wohnung schickte sie zuerst Luces Mitbewohnern eine Nachricht, damit diese auf den neusten Stand kamen. Sie selbst aß noch eine Kleinigkeit, trank einen Tee und duschte, um sich dann müde und mit einem Rest -Funken Sorge ins Bett zu legen und nur wenige Minuten darauf einzuschlafen.

tbc: Wohngegend - Jennifers Apartment - Zeitsprung

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Di Apr 04, 2017 9:41 pm

Luce war es leid, gegen seinen Körper anzukämpfen. Zu oft hatte er das Gefühl, einfach nur Beifahrer zu sein, ohne irgendetwas machen zu können. In manchen Situationen stand er fast schon neben sich, sah zu, wie andere für ihn reagierten. Wieso das so war, konnte er nicht sagen. Es war nicht erst seit den Geistern so. Eine gewisse Veranlagung hatte dafür wohl schon immer bestanden. Vielleicht hatte das auch die Schizophreniediagnose bestärkt und unterstützt. In diesem Moment jedenfalls ließ er es einfach geschehen, ließ zu, dass er wegdriftete, obwohl Jen und Meredith noch im Zimmer waren. Der Student war am Ende seiner Kräfte angelangt und gab an diesem Punkt das Kämpfen einfach für einen Moment auf.

Er schlief tatsächlich. Das Zittern hatte aufgehört. Der Rothaarige merkte nichts mehr davon, dass Jen sich verabschiedete und die Ärztin kurze Zeit später folgte. Luces Schlaf war erschöpft, aber nicht wirklich ruhig. Das nicht sinken wollende Fieber machte ihm zu schaffen, ließ seine Träume wirr werden. Unruhig wälzte er sich in dem Bett hin und her und er war schon fast ein Wunder, dass er nicht einfach hinausfiel.

Es war der harte Griff einer kalten Hand, die ihn weckte, der Griff einer eiskalten toten Hand. Seine Augen flatterten auf und einen Moment brauchte er, bis er verstand, dass da ein Geist bei ihm war, ein Geist, der ihn berührte und das nicht gerade sanft. Entsetzt entriss er dem Wesen seinen Arm und flüchtete dabei aus dem Bett. Dass er sich die Kanüle herausriss, bemerkte er gar nicht. „Geh weg!“, sagte er versucht hart, aber seine Stimme zitterte ‘Du wehrst dich immer noch gegen uns, dabei bist du immer näher bei uns als bei den Lebenden’, sagte der Geist. Die Kälte in seiner Stimme jagte Luce eine Schauer über den Rücken. Fantasierte er oder passierte das hier wirklich?

Andere Geister tauchten auf, bedrängten ihn. Ihre Stimmen vermischten sich alle. Er spürte ihre Bösartigkeit. Das Kreischen ließ seine Ohren klingeln. In der Ecke des Zimmers konnte er nicht weiter zurückweichen. Seine Beine gaben unter ihm nach. „Sie sind nicht da, sie sind nicht da.“ Immer wieder wiederholte er flüsternd diese Worte, was die Geister aber nur noch wütender machte. Für einen Moment hatte er sich ihnen entziehen können, als Meredith ihm das Tramadol gegeben hatte. „Nein!“, schrie er auf, als der eine Geist ihn erneut anfassen wollte. Luce war sich nicht mehr wirklich bewusst, dass er sich im Krankenhaus befand. Er bemerkte den Krankenpfleger nicht, der hereingekommen war, sich ein Bild von der Lage machte und dann entschied, dass hier ein Arzt gebraucht wurde und das schnell.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Sa Apr 08, 2017 2:31 pm

Meredith machte ihre Runden und kümmerte sich um ihre Patienten.
Nur ihre Berufserfahrung erlaubte es ihr, mit ihren Gedanken bei der Sache zu bleiben und nicht nur an Lucas zu denken.
Vergleichsweise war dies kein besonders schlimmer Rückfall und sie ging davon aus, dass sie alles in den Griff bekommen würden.
Doch seit sie die Wahrheit über Lucas kannte und am eigenen Leib erfahren hatte... Es veränderte doch einiges. Sie konnte Lucas definitiv besser verstehen, aber sie hatte auch Angst, dass die Geister mehr Kontrolle über ihn übernehmen würden.
Sie wusste, wie überzeugend und Angst einflößend sie sein konnten, wobei Lucas noch mehr Geister sah als sie.

Nachdem Meredith sich um eine Alkoholvergiftung gekümmert hatte, plante sie, eine kurze Pause zu machen und vielleicht eine Kleinigkeit zu essen.
Dazu kam sie jedoch nicht.
Sie hatte sich gerade auf den Weg zum ihrem Arbeitszimmer gemacht, als sie ihren Namen durch die Durchsage hörte.
„Dr. Fell, bitte zu Zimmer 315“
Meredith hatte nur ihr Name gereicht um zu wissen, wo sie hin musste.
So viel zum Thema, dass man alles unter Kontrolle kriegen würde.

Sie rannte förmlich durch die viel zu langen Gänge des Krankenhauses, bis zu Lucas' Zimmer.
Lucas lag nicht mehr im Bett und er war auch nicht allein. Und Meredith meinte nicht den anwesenden Krankenpfleger.
Im Raum befanden sich zwei Geister, die Meredith sehen konnte, wie viele Lucas sah, stand in den Sternen.
Merediths Augen wanderten durch den Raum.
Da. Das Tablett mit dem furchtbaren Krankenhaus-Essen. Wenig überraschenderweise hatte Lucas es nicht berührt und – Gott sei dank – ein Päckchen mit Salz war dabei.

Klar und ohne Möglichkeit für Gegenargumente befahl die Ärztin dem Pfleger, ihr ein bestimmtes Medikament zu holen, doch es war nur eine Ausrede um ihn aus dem Raum zu schaffen.
Sobald er raus war, griff Meredith nach dem Salz und warf es auf die Geister, die sie sehen konnte und in Lucas unmittelbare Umgebung.
„Wo sind sie?“, fragte sie und kniete sich neben Lucas.

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Sa Apr 15, 2017 7:58 pm

Luce war kurz vor dem Durchdrehen. Sein Körper war ein Wrack und die Geister drängten ihn in die Ecke. In Momenten wie diesen wünschte er sich sehnlicher denn je die Zeiten zurück, als er sich noch zudröhnen und damit den Geistern entkommen konnte. Es war anstrengend, wenn man nie seine Ruhe hatte, nie allein war. Sein Hirn war eigentlich ständig reizüberflutet. Es war kein Wunder, dass andere ihn für psychisch krank hielten. Er konnte es ihnen nicht einmal verübeln. Er verhielt sich nicht immer normal, im Gegenteil. Sein Körper bebte, war überfordert mit der Situation.

Er merkte nicht einmal, dass Meredith Fell in das Zimmer gekommen war, geschweige denn die anderen Menschen. Luce konnte nicht mehr unterscheiden, wer der Anwesenden lebte oder bereits tot war. Alles verschwamm zu einer Szene, die jedoch nicht wirklich greifbar war. Vielleicht war es sein Verstand, der ihr schützen wollte, der die Geister zwar nicht vertreiben konnte, aber die Realität unwirklich machte. Es machte ihn aber auch handlungsunfähig. Luce wollte weglaufen, fliehen vor den Geistern, die ihn bedrängten, aber er konnte nicht. Sein Körper gehorchte ihm einfach nicht, so sehr er es auch wollte. Regelrecht ohnmächtig blieb er sitzen, ohne sich rühren zu können.

Erst Merediths direkt an ihn gerichteten Worte, rissen ihn aus seiner Starre. Das Kreischen von verschwindenden Geister ließen seine Ohren Klingeln. Verschleierte, fiebrige Augen sahen die Ärztin an. „Überall“, hauchte er kraftlos, klammerte sich an ihrem Blick fest. Sie gehörte zu den Lebenden, sie war ebenso wie er lebendig, obwohl sie bereits vom Tod berührt worden war. Luce hörte nicht die Schwester und den Pfleger, die sich leise darüber unterhielten, dass ein akuter psychotischer Schub nicht so einfach übergangen werden durfte. Er hörte sie nicht, und auch die Stimmen der Geister nahmen an Intensität ab. Meredith war hier, sie glaubte ihm, sah die Geister ebenso und wusste, sie waren wirklich da. Sie tat es nicht einfach ab, weil sie die Wirklichkeit kannte.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mi Apr 19, 2017 8:14 pm

Niemals zuvor hatte Meredith sich gewünscht, dass sie mehr Geister sehen könnte. Sie konnte die Situation nicht richtig einschätzen und das gefiel ihr überhaupt nicht.
Die Geister die sie selbst sehen konnte, hatte sie mit dem wenigen Salz vertrieben, dass ihr zur Verfügung stand.
Doch an Lucas' Verhalten war es offensichtlich, dass es nicht alle waren.
Die Ärztin hatte kein Salz mehr und selbst wenn, hätte sie nicht gewusst, wohin sie es werfen sollte, denn leider war Lucas Antwort wenig hilfreich.

Sie konnte es ihm jedoch nicht verübeln. Sie selbst war bis jetzt immer nur mit einem, allerhöchstens zwei Geistern konfrontiert geworden und war teilweise maßlos überfordert gewesen.
Wie schlimm die Situation war, in der Lucas steckte, wurde ihr schmerzlich noch deutlicher bewusst.
Theoretisch zu hören, dass jemand konstant von einer Masse an aggressiven Geistern angegriffen wurde, war etwas anderes, als es praktisch zu erleben.
Ein winziger Teil ihres Gehirns fragte sich, ob sie Castiel um Hilfe bitten sollte.

Doch immerhin hatte Lucas sich auf sie fokussiert, so war es nicht hoffnungslos an die Geister verloren. Allerdings schien er von der Außenwelt nichts mitzukriegen, auch wenn es so wirkte, als käme er langsam wieder zu sich.
„Konzentrier dich auf mich, Lucas“, sagte Meredith und versuchte ihre zuvor panische Stimme nun beruhigend zu machen.
Wenn er einen Anker in dieser stürmischen Situation brauchte, würde sie dieser Anker sein. Etwas, das er zuvor nie gehabt hatte.
Vorsichtig griff Meredith noch seiner Hand.

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Fr Apr 21, 2017 10:29 pm

Lucas wollte sich helfen lassen, das wollte er wirklich. Er wusste, er war nicht stark genug, um allein mit allem fertig zu werden. Das hatte die Vergangenheit gezeigt. Seine Selbstsicht war derart im Keller, dass er sich dahingehend nicht schämte, vor anderen Schwach zu sein. Seine Schwäche war doch mehr als offensichtlich. Warum also die Mühe machen, und versuchen sie zu verbergen?

Meredith wollte, dass er sich auf sie konzentrierte. Die Berührung ihrer Hand an seiner merkte er kaum. Sein Herzschlag dröhnte in seinen Ohren, die Stimmen der Geister schmerzten. Sie waren aufgebracht, da Meredith einige von ihnen vertrieben hatte. Die Ärztin hatte sich definitiv besser im Griff als er. Sie sah auch Geister, aber ihr schien es weniger auszumachen. Hut, Meredith ah nur übernatürliche Geister, aber auch davon gab es mehr als genug. Was hatte er nur an sich, dass sie immer zu ihm kamen, ihn fanden? „Du bist schwach“, raunte ihm der Geist eines verstorbenen Mannes zu. Luce wusste doch, er war schwach das musste man ihm nicht erst sagen.

Er sah Meredith an, aber je länger er sie anschaute, umso mehr verschwamm sie vor seinen Augen, bis plötzlich alles schwarz wurde. Sein Körper verlor jede Spannung und er rutschte einfach in sich zusammen, kippte weg, als sein Körper der Belastung nicht mehr standhielt.


„Meredith, wir sollten unseren Patienten ins Bett zurückbringen“, sagte Dr. Gregson, die Stationsärztin. Auch sie kannte Lucas Kendall, Dauerpatient bei ihnen. Vielleicht sollten sie überlegen, seine Medikamente neu einzustellen. Lucas wurde versorgt und fand nun hoffentlich etwas Ruhe, um gesund zu werden.

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Meredith Fell
Psychic
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BeitragThema: Krankenzimmer   So Apr 23, 2017 3:39 pm

Lucas kam zur Ruhe, allerdings nicht zwingend auf die Art und Weise, wie Meredith es sich erhofft hatte.
Er konzentrierte sich auf sie, wie sie sich von ihm erbeten hatte und für einen Moment dachte sie tatsächlich, sie könne ihn vielleicht dem Bann der Geister entziehen.

Nur nebensächlich bemerkte sie, dass Dr. Gregson das Zimmer betrat.
Meredith wollte ihre Augen nicht von Lucas nehmen, bevor sie nicht sicher war, dass sie zu ihm durchgerungen war.
Doch dann fielen seine Augen zu und er rutschte an der Wand entlang zu Boden.
Das war eigentlich nicht das Ziel gewesen, aber Meredith dachte sich, dass es immer noch besser war, als die Geistern wahrzunehmen, die ihn terrorisierten.

„Meredith, wir sollten unseren Patienten ins Bett zurückbringen“, sagte Dr. Gregson und Meredith nickte.
„Ja, natürlich“.
Zwei der Pfleger legten Lucas mit einer liebevollen Art, die man auf den ersten Blick auf ihre muskelbepackten Körper nicht vermuten würde, zurück ins Bett.
Die beiden Ärztinnen kümmerten sich um die Medikamente, in einer über Jahren antrainierten Teamarbeit.

Meredith wusste, dass Lucas jetzt erst einmal eine ganze Zeit schlafen würde, aber ihr war unwohl bei dem Gedanken, ihn allein zu lassen.
Sie erinnerte sich selbst an ihre Vernunft und ihr Wissen, das ihr deutlich machte, dass es keinen Weg für Lucas gab, in den nächsten Stunden aufzuwachen.
Erst dann verließ sie das Zimmer, doch die Sorge ließ sie nicht los.

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