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 Krankenzimmer

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Zoey Mitchell
Hunter
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mi Apr 16, 2014 8:03 pm

Dass ihr Kollege schon morgen aus diesen vier Wänden kommen durfte, war natürlich grandios! Denn so müssten sie ihm nicht noch mal einen Besuch abstatten und Herrn Zimmergenossen mit Atembeschwerden ertragen, was ihren Gesichtsausdruck um Einiges aufhellte!
"Dr. Fell meinte, ich könnte nach sechs Wochen den Gips von meinem Hausarzt entfernen lassen. Nur hat sie dabei wohl nicht bedacht, dass sich mein Hausarzt in Inverness befindet. Ganz zu schweigen davon, dass nicht jeden Tag ein Kombischiff oder eine Autofähre von Amerika nach Europa fährt." Darauf konnte sich die Jägerin ein kleines schiefes Grinsen nicht verkneifen. Ja, das mit den Hausärzten war so eine Sache bei Jägern, da der eigene Hausarzt in den meisten Fällen meilenweit entfernt war und man in einem Krankheitsfall nicht einfach den Job in den Sand setzen würde, egal wie groß oder klein die Verletzung auch war! Und Zoey war sich sicher, dass so die meisten Leute dachten, die dem Beruf als Jäger des Übernatürlichen nachgingen.

"Dr. Fell wird dir bestimmt auch den Gips entfernen können und falls nicht, benutzte ich persönlich mein bestes Messer, um dich von dem Ding" Die Brünette wies mit einem Finger und einem Kopfnicken auf den Gips am Arm ihres Freunds "zu befreien.", sagte sie mit einem Grinsen, was von Galen zurückgeworfen wurde, als er ihr erklärte, was er über den Namen Loki noch wusste und dass es ihn vielmehr interessieren würde, warum der Kerl nicht mehr in Jim Carreys Maske steckte.

Doch nach dem kurzen Gewitzel, wandten sich beide Jäger wieder schnell den Überlegungen zu, die das Wesen betrafen, das die Stadt in ein Serien- und Filmchaos gestürzt hatten.
Die Realität ohne Anstrengung verändern, einfach spurlos verschwinden - was nicht viele Wesen konnten, wie Galen kurz darauf selbst sagte - und Namen einfach so wissen, ohne die Person auch nur im geringsten zu kennen; ja, das war die kurze Auflistung der Dinge, die dieser Kerl konnte. Dass man mit solchen Fähigkeiten Leute beeindrucken und verwirren konnte, hatte Loki bewiesen und er hatte selbst gemeint, dass er den Menschen in Mystic Falls in dieser Weise zeigen wollte, was er so drauf hatte, wobei er ihnen außerdem Abwechslung zum alltäglichen, langweiligen Leben bieten wollte, worauf Zoey gemeint hatte, dass selbst diese Abwechslung nach einiger Zeit monoton und öde wurde. "Zoey, warum glaubst du, hat Loki ausgerechnet Fernsehserien oder eine Welt aus einem Buch erschaffen? Ich glaube nicht, dass es den Zweck hatte, alle zum Narren zu halten oder uns zu verwirren."
Mit diesen Worten wurde die junge Jägerin aus ihren Gedanken gerissen und sie blickte hinüber zu Galen, der sie mit fragenden und müden Blicken ansah. Sie seufzte kurz. Eigentlich war genau das der Zweck gewesen; einigermaßen. "Ganz ehrlich... Ich habe mit ihm geredet, habe versucht ihn zu überreden und letztendlich war alles, was er von mir wollte, dass ich ein wenig darüber plaudere, wer für das Chaos verantwortlich ist. Verwirrung, Abwechselung und Steigerung des Bekanntheitsgrads, wie dämlich es klingen mag... aber letztendlich schien er gar nicht mehr gewollt zu haben und hat alles ohne Probleme wieder umgestellt.", äußerte sich Zoey, während sie ihren Kopf nun auf ihrer Hand abstützte.
"Und du siehst echt fertig aus.", schloss sie mit einem etwas müden Grinsen noch an, während sie sich insgeheim fragte, wann sie eigentlich das letzte Mal wirklich geschlafen hatte.

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Galen Vaughn
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Do Apr 17, 2014 11:19 am

Zoey schien es zu freuen, dass er bereits schon in wenigen Stunden das Krankenhaus verlassen durfte. Seine eigene Freude war eigentlich genauso groß - jedoch wurde diese von der Tatsache getrübt, dass er aussah wie ein Krüppel und in seinem Zustand keinen gefährlichen Eindruck auf Monster machte. Eher würden die Vampire ihn auslachen, wenn er mit seinem Gips angehumpelt kam und unter Schmerzen versuchte, nach seiner Armbrust auf seinem Rücken zu greifen.
Bis er dies dann schaffen würde, wären die Vampire entweder schon längst über alle Berge oder Galen selbst tot und auf dem Weg, die Radieschen von unten zu betrachten.
Tolle Aussichten waren das also wahrlich nicht.

"Dr. Fell wird dir bestimmt auch den Gips entfernen können und falls nicht, benutze ich persönlich mein bestes Messer, um dich von dem Ding zu befreien", meinte seine Freundin wies mit einem leichten Kopfnicken zu dem Gips an seinem linken Arm.
Wo sie gerade von Messern sprach, fiel dem Jäger ein, dass sein eigenes Glücksmesser wahrscheinlich immer noch in seinem linken Schuh ruhte, welcher sich im Moment wohl gerade im Motel befand. Zum Glück hatte er ein Paar Ersatzschuhe in seiner Tasche, die ihm Zoey vorbeigebracht hatte.
"Danke, aber ich hoffe, dass ich spätestens in sechs Wochen wieder so fit bin, dass ich den Gips nicht nur selber abmachen kann, sondern gleich noch die Fußballweltmeisterschaft mit einigen Torschüssen gewinnen könnte", sagte Galen leise zu ihr und ihm entfuhr ein Gähnen. Er war echt müde.

Doch noch immer stand die Frage im Raum, was der Zweck von 'Loki's Zauber gewesen war. Wenn es denn tatsächlich Loki gewesen war, der die Realität verändert hatte.
"Ich habe mit ihm geredet, habe versucht ihn zu überreden und letztendlich war alles, was er von mir wollte, dass ich ein wenig darüber plaudere, wer für das Chaos verantwortlich ist", sagte sie.
Galen runzelte die Stirn. Das klang merkwürdig. "Du sollst nur weiterverbreiten, dass es Loki war, der das bewirkt hat? Der Typ ist wohl auf dem Ego-Trip."
Zoey stimmte mit ihren weiteren Worten dem Jäger in gewisser Hinsicht zu. "Verwirrung, Abwechslung und Steigerung des Bekanntheitsgrads, wie dämlich es klingen mag … aber letztendlich schien er gar nicht mehr gewollt zu haben und hat alles ohne Probleme wieder umgestellt."
Galen schüttelte verständnislos den Kopf. Es gab weitaus bessere Methoden, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Nicht jeder Mensch - oder ein Wesen mit viel Macht - würde gleich auf die Idee kommen, eine Stadt in einen Mix aus verschiedenen Fernsehserien und Filmen zu verwandeln.
"Der Typ hat wahrlich ernsthafte Probleme", sagte der junge Mann zu Zoey. "Ob es in der Welt der Götter wohl auch Psychologen oder Irrenanstalten für solche Fälle gibt?", fragte er mit einem leichten halben Grinsen im Gesicht, während Zoey nun ihren Kopf auf ihrer Hand abstützte.

"Du siehst müde aus", meinte er zu ihr.
Sie grinste nun auch wieder. "Und du siehst echt fertig aus."
Ein weiteres Gähnen von dem Jäger folgte. "Danke für das Kompliment. Du solltest ins Motel fahren und zumindest erst mal solange Schlaf nachholen, bevor die nächste Katastrophe passiert. Lange wird es garantiert nicht mehr dauern, und dann regnet es Kröten vom Himmel und eine Maulwurfsinvasion bringt die ganze Stadt zum Versinken."
Seine Worte wurden mit jeder Sekunde leiser. Und als er seinen Satz beendet hatte, war er vollends eingeschlafen.

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Zoey Mitchell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Do Apr 17, 2014 1:54 pm

"Danke, aber ich hoffe, dass ich spätestens in sechs Wochen wieder so fit bin, dass ich den Gips nicht nur selber abmachen kann, sondern gleich noch die Fußballweltmeisterschaft mit einigen Torschüssen gewinnen könnte", sagte ihr Freund leise und gleich gefolgt von einem Gähnen. Er schien wirklich hundemüde zu sein und auch wenn Zoey im Moment merkte, wie die Müdigkeit sie selbst zu übermannen versuchte, hielt sie sich noch ziemlich gut, worauf ihr ein kleines Schmunzeln wegen dem Gähnen auf die Lippen huschte.

Auf ihren Bericht hin runzelte Galen ungläubig die Stirn, was sie ihm in keinster Weise verübeln konnte, denn es klang wirklich dämlich, wenn man sagte, dass ein Gott Aufmerksamkeitsentzug hatte. Immerhin war der Kerl – wahrscheinlich – ein verdammter Gott, auch wenn selbst das noch ziemlich weit her gegriffen klang, da sich Zoey immer noch nicht ganz mit dem Gedanken anfreunden konnte, dass Loki Mystic Falls in ein Film-Chaos gestürzt hatte. Und das nur, um den Bekanntheitsgrad zu steigern!
Einen Ego-Trip konnte man das also durchaus auch nennen, weswegen die brünette Jägerin leicht nickte, ihren Kollegen und Freund aber wieder mit einem schiefen Grinsen ansah, als dieser verständnislos den Kopf schüttelte und fragte, ob es bei Göttern nicht auch Anstalten für Irre gab. „Also Probleme hat der mit Sicherheit, aber eins muss man ihm ja wirklich lassen: Kreativ war er, denn auf die Idee ein Filmchaos zu veranstalten, kommt nicht jeder!“, sagte sie noch, ehe ihr nun ebenfalls ein Gähnen entfuhr.

Dass sie müde war, hatte sie mit dem Gähnen gerade bestätigt, ebenso wie Galen seine Müdigkeit mit seinem Gähnen bejaht hatte. Aber wenigstens hatten beide Jäger ihren Humor nicht verloren. "Danke für das Kompliment. Du solltest ins Motel fahren und zumindest erst mal solange Schlaf nachholen, bevor die nächste Katastrophe passiert. Lange wird es garantiert nicht mehr dauern, und dann regnet es Kröten vom Himmel und eine Maulwurfsinvasion bringt die ganze Stadt zum Versinken.", sagte der Blonde, doch Zoey merkte, wie seine Stimme mit jedem Wort leiser und leiser wurde, bis ihr Freund schließlich vollends eingeschlafen war. „Gute Idee, Kollege. Ich ruf an, wenn die ersten Kröten vom Himmel fallen“, sagte sie leise und mit einem müden Schmunzeln, ehe sie sich vom Stuhl erhob und noch einen Blick auf den schlafenden Galen warf. Während sie dann aus dem Zimmer schritt, wanderte Zoeys dunkler Blick nochmals zum Zimmergenossen, den sie mit einem Kopfschütteln betrachtete, ehe dieser noch einen Schnarchlaut von sich gab, mit dem sie schließlich aus dem Zimmer trat.

Als sie aus dem Krankenhaus trat, steuerte sie gleich ihr Auto an und fackelte nicht lange, sondern fuhr ohne große Umwege zum Motel, das vor wenigen Stunden noch das Haus der Addams Family war. Im Moment freute sie sich aber wirklich auf eine Runde Schlaf, weswegen sie schnell einen Parkplatz suchte, einen fand und dann durch die winzige Lobby zu ihrem Zimmer schritt.

Tbc: Motel – Zimmer 18

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Di Apr 22, 2014 9:06 am

Selten schlief Galen so ruhig wie in dieser Nacht. Keine Albträume plagten ihn. Keine Erinnerung daran, wie er seinen besten Freund erschoss und dabei fies lachte. Und selbst wenn er etwas geträumt hätte, erinnerte sich der Jäger nun nicht mehr daran.
Bereits nach einigen Stunden schlug er die Augen auf. Aus dem Nachbarbett ertönte ein gewaltiger Schnarchlaut und der junge Mann verdrehte seine Augen. Ob sein Zimmernachbar vielleicht an der Schlafkrankheit litt? Denn außer dem Schnarchen hatte er noch keinen Mucks von ihm gehört.

Im Augenblick war es ihm auch relativ egal. So gut es ging, stand er aus seinem Bett auf, nahm sich seine Tasche mit den Sachen und ging in das Badezimmer, was zu dem Krankenzimmer dazugehörte. Ein Blick auf seine Uhr verriet dem Jäger, dass es noch mitten in der Nacht war. Normalerweise tanzten die Schwestern ja immer gegen 06.00 Uhr an, um den Weckdienst zu spielen. Das hatte ihm zumindest seine Schwester erzählt, als sie mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung eine Woche im Krankenhaus lag. Früh um 06.00 Uhr wurden sie geweckt und zwei Stunden und ein paar zerquetschte Minuten später kam das Frühstück.
Wenn es hier genauso war, sah der Jäger schwarz. Er hielt es sicher nicht noch einige weitere Stunden ohne etwas zu essen oder zumindest ohne eine Tasse Kaffee aus.

Galen brauchte mindestens eine halbe Stunde, um mit seinem angebrochenen Arm ein passendes Hemd aus seiner Tasche überzuziehen und sich anschließend wieder die Schlinge umzulegen. Hoffentlich bekamen die Ärzte und Schwestern nicht mit, dass er gerade 'den Helden spielte' - wie Dr. Fell es so glücklich ausgedrückt hatte. Doch es nützte nichts. Der Jäger brauchte schließlich endlich etwas Frisches zum Anziehen.
Nachdem er auch seine Zähne geputzt und mit seinen Sachen wieder aus dem Bad herauskam, war sein Nachbar - was auch sonst - immer noch am schlafen und schnarchen.
Er verstaute seine Tasche ordentlich neben seinem Bett und ging zur Tür. Hoffentlich stand der Servierwagen noch da, wo er ihn zuletzt gesehen hatte.

Er stand noch dort. Galen warf einen Blick auf die Tür, hinter der Vivien wahrscheinlich noch schlief. Im Gegensatz zu seinem Zimmer, wo die Tür nun geschlossen war, hörte er aus Vivis Zimmer keinen einzigen Laut. Selbst hier draußen war das laute Geschnarche von seinem Zimmernachbarn zu vernehmen.
Kurz überlegte der Jäger. Normalerweise hätte er sich seine Zeit bis zum Frühstück mit einer Runde Jogging vertrieben. Doch das war ihm leider nicht vergönnt. Also goss sich Galen zumindest eine Tasse Kaffee ein und ging anschließend wieder in sein Zimmer.

Um seinen Zimmernachbarn nicht zu wecken, setzte sich Galen auf einen Stuhl in der Ecke des Zimmers und trank erst einmal seinen Kaffee.
Kurz verzog er angewidert das Gesicht. Den besten Kaffee gab es im Krankenhaus wohl nicht. Doch er betrachtete es positiv. Er wurde wahrscheinlich heute schon entlassen. Dann könnte er im Grill einen Kaffee trinken.
Nach einigen weiteren Minuten hatte er schließlich das Gebräu vollständig intus und war vollständig wach - vielleicht war das der Grund, warum es im Krankenhaus keinen guten Kaffee gab: damit man durch das widerliche Zeug wach wurde.

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Di Apr 22, 2014 9:00 pm

Nachdem sie das EEG hinter sich gebracht hatte, wollte Vivi einfach nur noch schlafen. Doch leider war ihr das nicht vergönnt. Sie wälzte sich unruhig im Bett hin und her und dachte immer wieder über dieses verrückte Zeug nach und darüber das sie jetzt in einem Krankenhaus lag, wegen einer angeblichen Gehirnerschütterung und weil sie sich nicht beherrschen konnte. Sie drehte den Kopf auf die andere Seite, was trieb dieser Logan eigentlich? Sie hätte sich eine bessere Variante aussuchen sollen für einen Lehrer, aber das machte nichts. Sie zwang sich dazu an etwas anderes zu denken und irgendwann klappte es sogar, sie schlief ein.

Doch ihre Träume waren genauso unruhig wie ihre Gedanken. Sie wollte nicht kämpfen, sie wollte nicht diese Träume sehen. Sie wollte einfach nur frieden, und den bekam sie wohl nicht, nicht im Schlaf und nicht im Leben. Sie fragte sich ob sie das immer wieder verfolgen würde. Galen's Gesicht tauchte plötzlich in ihrem Traum auf, seltsamerweise fühlte sie sich darüber ein wenig beruhigter. Es fühlte sich gut an ihn zu sehen, sie hatte selten Geborgenheit gespürt. Ihre Träume wechselten zu ihrer Familie, zu ihren Brüdern. Sie vermisste sie schrecklich. In diesem Traum war sie ein kleines Mädchen das mit ihren Brüdern Fussball spielte. Sie sah von aussen her zu, neben ihr stand ihre beste Freundin. "Bevor ich dich getötet habe, hatte ich ein normales Leben." flüsterte Vivien leise, bevor der Traum verblasste.

Sie erwachte schreiend und sie fuhr aus ihrem Bett. Es war schon morgens und eine Schwester betrat gerade das Zimmer. Sie eilte an ihr Bett und fühlte ihren Puls der unregelmässig schlug. "Es ist alles in Ordnung, ich hab nur schlecht geträumt." Meine Vivi und riss ihren Arm weg. "Es geht mir gut, bitte gehen sie jetzt wieder." die Schwester nickte und eilte danach aus dem Raum. Wahrscheinlich hatte sich ihr Verhalten schon rumgesprochen, auch gut, so hatte sie wenigstens ihre Ruhe. Das Frühstück wurde erst später gebracht, Vivi hatte also noch Zeit. Vorsichtig schlich sie zur Tür, im Gang war weit und breit niemand zu sehen, ihr Glück, so konnte sie sich heimlich in Galens Zimmer schleichen. Vorsichtig öffnete sie die Tür und trat hinein. "Hey! Ich hoffe du hast nichts gegen Gesellschaft." sie sah ihn grinsend an, doch sie bemerkte seinen besorgten Blick. "Du hast mich schreien gehört, keine Sorge es ist alles okey." Langsam setzte sie sich auf sein Bett und sah ihn dann an. "Ich hoffe nur, wir beide kommen hier raus.. ich dreh noch durch wen ich länger hier bin."
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mi Apr 23, 2014 11:09 am

Nachdem er seinen Kaffee getrunken hatte, legte sich Galen zurück in sein Bett. Nachdem er an dem Bett ein paar Knöpfe gefunden und ausprobiert hatte, war der Kopfteil des Bettes schnell in eine angenehme Sitzposition gebracht.
Bis die Schwestern kommen würden, um alle Patienten zu wecken, würde noch eine lange Zeit vergehen.
Ein kurzer Blick zu seinem Bettnachbarn genügt, um dem Jäger zu verraten, dass dieser immer noch tief und fest schlief.
Mit seinem gesunden Arm drückte Galen den Schalter für die Lampe über seinem Bett. Sie war etwas grell, doch inzwischen hegte der Jäger nicht mehr die Befürchtung, dass sein Zimmernachbar aufwachen würde. Wahrscheinlich litt er nicht nur an der Schlafkrankheit, sondern war zudem auch noch taub und blind.

Kurz wühlte der junge Mann in seiner Tasche und schaute nach, ob er noch ein weiteres Buch in seiner Tasche hatte. Zum Glück fand er tatsächlich noch Buch mit einigen Gedichten von Sir Walter Scott. Auch dieses gehörte früher Kyle.
Oftmals fragte der Jäger sich, was wohl aus seinem besten Freund geworden wäre, wenn er ihn nicht an jenem Tag vor knapp zehn Jahren erschossen hätte. Früher hatte Kyle oft davon geredet, entweder Geologie zu studieren oder ein berühmter Schriftsteller zu werden. Wie er auf die Idee mit der Geologie kam, wusste niemand. Nicht mal seine Eltern wussten, warum er die Beschaffenheit von Steinen untersuchen wollte.

Gerade als er beim dritten Gedicht angekommen war, hörte er einen Schrei aus dem Nebenzimmer.
"Vivi", murmelte er leise und blickte zum Bett gegenüber. Doch sein Nachbar schnarchte noch immer. Dieser schien es wahrscheinlich noch nicht einmal mitzukriegen, wenn die Welt in den nächsten Minuten unterging.
Sicherlich hatte sie einen Albtraum gehabt. Er erinnerte sich selber nur zu gut daran, wie er sich fühlte, nachdem er einen seiner gewöhnlichen Albträume hatte.
Als hätte er gerade vom Teufel gesprochen, ging nur wenige Minuten später die Tür auf und Vivi trat ein.
"Hey! Ich hoffe, du hast nichts gegen Gesellschaft", meinte sie grinsend zu ihm und überspielte damit die Tatsache, dass sie noch vor wenigen Minuten schreiend aufgewacht war. Galen blickte skeptisch zu ihr.
"Ist alles in Ordnung?", fragte er mit leiser Stimme. Eigentlich stellte er die Frage nur der Form halber. Er konnte Vivien ansehen, dass definitiv nicht alles in Ordnung war.
"Du hast mich schreien gehört", stellte sie fest und der Jäger nickte. "Keine Sorge, es ist alles okay."
Galen runzelte seine Stirn. "Wenn alles okay wäre, hättest du nicht geschrien, Vivi."

Die junge Frau setzte sich langsam auf sein Bett und blickte zu ihm. Kurzerhand schloss er sein Buch und legte es auf dem Rolltisch neben sich ab und schaute nun ebenfalls Vivien an.
"Ich hoffe nur, wir beide kommen hier raus … ich dreh noch durch, wenn ich länger hier bin", sagte sie zu ihm.
Er verstand sie. Sicherlich würden auch die Schwestern und Ärzte froh sein, wenn ein Werwolf nicht mehr im Krankenhaus liegen würde, der einen Ausraster nach dem anderen hatte.
"Du hast von ihr geträumt, oder?" Es war mehr eine Feststellung als eine Frage. Vivien hatte ihm im Wald nur erzählt, dass 'sie' bei dem Autounfall sofort tot war. Dennoch wusste er bisher nicht, wer diese 'sie' gewesen war. Eine Schwester, eine Cousine, eine Freundin oder nur eine entfernte Bekannte? Doch Galen war sich sicher, dass 'sie' Vivien viel bedeutet hatte. Wenn 'sie' Vivi nämlich gleichgültig gewesen wäre, dann hätte die junge Frau auch nicht so furchtbare Träume.

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mi Apr 23, 2014 9:37 pm

"Wenn alles okay wäre, hättest du nicht geschrien, Vivi." Langsam blickte Vivi in Galens Augen und zuckte nur hilflos mit den Schultern. "Ich bin gestresst, unruhig und gereizt, kein Wunder wirkt sich sowas auf meine Träume aus. Was will man dagegen machen." sie blickte nun auf den Boden und seufzte erneut leise. "Du hast von ihr geträumt, oder?" Vivis Augen fixierten Galen und kurz spannte sie sich an.

"Sprich nicht von ihr und erwähne sie nicht. Du hast keine Ahnung wer sie war." meinte sie gefährlich ruhig und erhob sich auf ihre Beine. Mit einer schnellen Bewegung war sie vor Galen und ihre Augen loderten voller Wut. "DAS, geht dich nichts an. SIE geht dich nichts an. Hör auf nach zu fragen, oder ich bereite Dir noch mehr schmerzen als du jetzt schon hast." Sie presste ihre Zähne fest aufeinander und wandte sich schliesslich ab. "Ich bin gefährlich Galen, hör auf mich zu reizen.. ich will dir nicht weh tun.. ich fühl mich.. geborgen in deiner Nähe." meinte sie schliesslich.

"Ich habe nicht nur von ihr geträumt, sondern auch von Dir.. als Du da warst, fühlte ich mich ruhiger. Es hat mich verwirrt, tut es immer noch übrigens." kurz musste sie lächeln aber es verschwand genauso schnell wieder. "Aber ich bin nicht gut für dich. Das alles hier ist im Moment nicht gut. Ich bin eine tickende Zeitbombe Galen. Verstehst du? Irgendwann geh ich in die Luft. Du musst dich dann weit weg von mir befinden. Ich will dir nicht weh tun." Langsam lies sie sich wieder aufs Bett sinken. Im Moment fühlte sie sich wieder so schwach und am liebsten hätte sie sich einfach nach hinten fallen gelassen.
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Do Apr 24, 2014 10:44 am

Er hatte Recht mit der Annahme, dass 'sie' Vivien viel bedeutet haben musste. Soweit es überhaupt noch möglich war, flippte Vivi schlimmer aus als zu dem Zeitpunkt, als man sie in ein Behandlungszimmer führen wollte.
"Sprich nicht von ihr und erwähne sie nicht. Du hast keine Ahnung wer sie war", sagte sie. Die Ruhe, mit der sie sprach, hätte wahrscheinlich vielen Leuten Angst gemacht, doch nicht einem Jäger, der schon in schlimmeren Situationen gesteckt hatte.
"Ich habe gar nichts gesagt, Vivi. Ich habe nur eine simple Feststellung getroffen, die offenbar richtig war", sagte er mit ebenso gefasster und ruhiger Stimme wie sie. Leise fuhr er fort. "Also hast du tatsächlich von ihr geträumt."
Vivien erhob sich von seinem Bett und stand innerhalb weniger Millisekunden mit einem bedrohlichen Funkeln in den Augen vor ihm. "DAS geht dich nichts an. SIE geht dich nichts an. Hör auf nachzufragen, oder ich bereite dir noch mehr Schmerzen als du jetzt schon hast." Anschließend wandte sie sich von ihm ab.

Galen hatte genug Erfahren, um zu wissen, dass man Werwölfe am besten nicht reizte. Er selber glaubte zwar nicht, dass die junge Frau irgendetwas tun würde, doch er wollte es nicht unbedingt ausreizen. Die meisten Leute, die Drohungen aussprachen, setzten sie ohnehin nie in die Tat um. Außer seiner Schwester. Meg war ein Paradebeispiel dafür, dass sie in Momenten, in welchen niemand mehr mit einer Racheaktion von ihr rechnete, zuschlug.
Doch Vivien sah nicht danach aus, als ob sie den Jäger ernsthaft verletzen wollte. Sie mochte vielleicht ein Werwolf sein, doch das erst seit gut einem Monat. Galen war sein ganzes Leben ein Jäger gewesen und wusste sich in jeder Situation zu helfen. Auch wenn es noch so brenzlig für ihn aussah. Kurz blickte er auf seinen Arm in der Schlinge. Gut, möglicherweise hatte er ein oder zwei Handicaps - doch das bedeutete noch lange nicht, dass er aufgab.
Im Bedarfsfall konnte er Vivien einfach sein Buch mit voller Wucht über den Schädel ziehen. Das würde ihm zumindest soviel Zeit geben, sich eine richtige Waffe zu suchen und anschließend …
Was dachte er denn da? Kurz schüttelte er seinen Kopf, um diese furchtbaren Gedanken, die sein inneres Monster schon wieder hegte, fortzuscheuchen.

Sein Blick fiel wieder auf seinen Bettnachbarn. Vivien hatte vorhin ziemlich laut gesprochen. Doch der alte Mann schlief weiter.
Inzwischen war sich der Jäger sicher, dass er noch nicht mal einen Schnellzug in eine Dynamitfabrik rollen hören würde.
"Ich bin gefährlich, Galen, hör auf mich zu reizen … ich will dir nicht weh tun … ich fühl mich … geborgen in deiner Nähe", brachte Vivien stockend hervor und der junge Mann sah sie verwundert an.
"Geborgen? Was meinst du denn damit?", fragte er leise nach.
"Ich habe nicht nur von ihr geträumt, sondern auch von dir … als du da warst, fühlte ich mich ruhiger. Es hat mich verwirrt, tut es immer noch übrigens." Vivi lächelte kurz, als sie das sagte. Doch so schnell wie ihr Lächeln gekommen war, verschwand es auch wieder.

Galen wusste ohnehin nicht, wie er reagieren sollte. Ein Werwolf, der sich in der Nähe eines Jägers wohl und geborgen fühlte? Irgendwie herrschte in dieser Stadt das reinste Chaos. Selbst jetzt, nachdem der Zauber von Mr. von und zu Loki nicht mehr wirkte.
"Aber ich bin nicht gut für dich. Das alles hier ist im Moment nicht gut. Ich bin eine tickende Zeitbombe, Galen." Sie sprach mit ruhiger und gefasster Stimme. Und das Merkwürdigste war, dass er sie sogar nachvollziehen konnte. "Verstehst du? Irgendwann geh ich in die Luft. Du musst dich dann weit weg von mir befinden. Ich will dir nicht weh tun." Anschließend setzte sie sich wieder langsam auf sein Bett.
Ihre Worte klangen sehr danach, als ob sie gerade den gefühlskalten Jägerinstinkt von Galen beschrieben hätte. Es passte direkt auf das innere Monster von dem Jäger.
Beruhigend legte er der jungen Frau seine Hand auf ihre. "Jeder in dieser Stadt trägt ein Monster mit sich rum. Und ich wette nicht nur in dieser Stadt, sondern auch sonst auf der ganzen Welt. Und es sind nicht nur …" Kurz warf er einen prüfenden Blick zu dem schnarchenden Mann. "… Werwölfe wie du, Vivi. Auch ganz normale Menschen können tickende Zeitbomben sein." Er dachte daran, dass seine Schwester wohl sogar mehrmals im Monat eine tickende Zeitbombe war. Je nachdem, wann ein Typ mit ihr Schluss machte. Und dann war Meg schlimmer und gefährlicher, als es Werwölfe oder Vampire je sein konnten. Diese Monster waren berechenbar und konnten eingeschätzt werden. Doch Meg - sie war unberechenbar in allem, was sie tat. Ging sie an einem Tag noch mit Mr. Smith aus, setzte sie am nächsten Tag eine Todesanzeige für ihn in die lokalen Zeitungsblätter. Ihr Humor war auf die schlimmste Art und Weise schwarz und makaber.

Wieder blickte er zu Vivien. "Außerdem ist es nicht gut für dich, dich in meiner Nähe geborgen zu fühlen. Da bin ich die schlechteste Auswahl für. Du hast keine Ahnung, wie gefährlich ich sein kann."
Die meisten Leute neigten dazu, den Jäger zu unterschätzen. Doch er hatte schon schlimmere Verletzungen als angebrochene Knochen und ein gebrochenes Schlüsselbein gehabt. Und immer war es ihm gelungen, trotz seiner Verletzungen, Monster zu jagen und zu töten.

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mi Apr 30, 2014 7:47 pm

Vivi sah erschöpft in Galens Gesicht als dieser die Hand auf ihre Schulter legte. Trozdem entfuhr ihr ein mildes Lächeln als er beteurte gefährlicher zu sein als angenommen. "Dann sind wir wohl beide gefährlich. Aber wir können aufeinander achtgeben.. vielleicht schaffen wir es so gegen unsere Monster anzukämpfen." kurz lies sie sich nach hinten fallen. Ihre Haare lagen wirr um ihren Kopf herum und sie starrte an die Decke. "Sie war meine beste Freundin," begann sie nun zu sprechen und schloss ihre Augen. "Ich war zu jener Zeit öfters gereizt und angespannt. Normal für Werwölfe, es hat mir Angst gemacht, weil ich darüber keine Kontrolle hatte. Sie wollte mich ablenken, wir haben eine einfache Shopping Tour geplant und wollten anschliessend vielleicht noch etwas Essen gehen." ungewollt rief sie sich die Erinnerung vor Augen und durchlebte das gesamte nochmals.

"Meine Laune hatte sich erheblich gebessert. Wir rissen Witze über alte Bekannte und Ex-Freunde und kicherten wie junge Teenies. Dann plötzlich hatte ich den Anfall, ich erinnere mich nur verschwommen daran was noch passierte. Ich hörte ihren Schrei, ein lautes Krachen und danach nur noch die Sirenen." Ein Schauer rann über ihren Rücken und eine einzelne Träne rann langsam über ihre Wange. "Sie hat nich gelitten, zum Glück war sie sofort tot.. Seltsamerweise hat mich diese Tatsache sogar getröstet." Langsam setzte sie sich auf. "Warum... warum musste sie durch mich sterben? Wir waren wie Schwestern." sie strich sich über die Wange und vergrub danach ihr Gesicht. "Es tut mir so Leid.."
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Do Mai 01, 2014 11:05 am

Der Jäger wusste nicht, was ihn bewog, so mit Vivien zu reden. Sie zu beruhigen und ihr einzureden, dass sie kein Monster sei. Die junge Frau ließ sich nach hinten auf sein Bett fallen und starrte mit leeren Augen an die Decke. Und schließlich erzählte sie ihm, was bei diesem Unfall, bei welchem ihr Werwolfsgen ausgelöst wurde, tatsächlich geschah.
Am Ende der Erzählung sah Galen, wie ihr eine einzelne Träne über das Gesicht lief.
„Sie hat nicht gelitten, zum Glück war sie sofort tot. Seltsamerweise hat mich diese Tatsache sogar getröstet.“ Langsam setzte sich Vivi auf, doch richtete ihr Augenmerk nicht auf den jungen Mann, auf dessen Bett sie saß. „Warum … warum musste sie durch mich sterben? Wir waren wie Schwestern“, fragte sie sich selber und strich sich die Träne auf ihrer Wange weg.

Galen schaute Vivien zwar an, doch seine Gedanken waren weit weg. Sie waren bei jenem verhängnisvollen Tag, als er seinen besten Freund erschoss. Er erinnerte sich schwermütig daran, wie es in all seinen Träumen immer geschah. Wie Kyle ihn davon abhalten wollte, seine Freundin umzubringen. Das Gesicht von seinem Freund war voller Angst und Panik. Er sah, wie er, um den Schein zu wahren, nickte und die Waffe sinken ließ. Die Züge auf Kyles Gesicht entspannten sich und zeugten von tiefer Erleichterung. Doch dann sah Galen, wie er selbst anfing zu grinsen. Er hob die Waffe wieder und schoss.
Im Gegensatz zu Vivis Freundin hatte Kyle wahrscheinlich jeden Moment damit gerechnet, dass Galen ihn erschießen würde. Er nahm ihm für einen kurzen Augenblick diese Angst, nur um es kurz darauf tatsächlich zu tun.
Ich komme in die Hölle, dachte Galen.

Sein Blick wurde wieder klarer und er schaute zu Vivien. „Menschen sterben, Vivi. Der Tod gehört nun mal zum Leben dazu. Nur leider ist der Tod nicht gerade der schönste Lebensabschnitt.“ Galen schloss die Augen und wieder sah er das lachende Gesicht von Kyle vor sich. Er hatte niemals die Gelegenheit, etwas Großartiges aus seinem Leben zu machen. Sein bester Freund starb, ohne sein Abschlusszeugnis erhalten zu haben. Er starb, ohne studiert oder bedeutende Bücher geschrieben zu haben. Er hatte noch nicht einmal die Möglichkeit gehabt, die Frau zu finden, die er heiraten wollte. Der Jäger hatte Kyle mit einer einzigen Kugel aus seiner Waffe um so viele Dinge gebracht.

Die junge Frau vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. „Es tut mir so leid“, murmelte sie.
„Mir auch“, sagte Galen und hätte am liebsten die Zeit so weit zurückgedreht, um diesen grauenvollen Tag zu verändern. Seinen Abschlussball hatte er sich anders vorgestellt. Nicht mit dieser unangenehmen Erinnerung, dass er an diesem Abend seinen besten Freund erschoss.
„Wenn es dich beruhigt. Ich glaube kaum, dass dir deine Freundin Vorwürfe machen würde. Es war ein Unfall, Vivi. Und außerdem – bist du mit dem, was dadurch passiert ist, mehr als genug bestraft.“
Sich bei jedem Vollmond in einen Werwolf zu verwandeln. Sich immer und immer wieder alle Knochen brechen zu müssen.
Er glaubte nicht, dass Viviens Freundin über dieses Schicksal, was der Autounfall verursacht hatte, froh wäre.

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mo Mai 19, 2014 7:23 pm

Nachdem sie sich ein wenig beruhigt hatte, und sich irgendwie von Galen getröstet fühlte, erhob sie sich. "Ich weiss nicht ob ich jemals genug dafür gebüsst habe, was ich ihr angetan habe, und anderen vielleicht noch antun werde. Aber lassen wir es mal darauf ankommen." sie brachte sogar wieder ein aufrichtiges Lächeln zustande, als sie von einem Klopfen unterbrochen wurden. Eine Schwester betrat das Zimmer und Vivi warf ihr einen finsteren Blick zu sodass sie kurz zusammen zuckte ehe sie ihr Anliegen äusserte. Sie solle in ihr Zimmer gehen weil das Frühstück bereits da war. Kurz blickte sie zu Galen zurück und schenkte ihm ein zuckersüsses Lächeln. Zum Glück war sie bald hier raus. "Dann sehen wir uns ja nachher" meinte sie und stolzierte aus dem Zimmer hinaus in das ihrige um sich dann wenigstens ein ausgiebiges Frühstück zu gönnen und vielleicht noch ein paar ruhige Minuten bevor der Arzt kam und sie von hier raus zu befördern hatte, sonst würde sie diesem Kerl zeigen wie gut es ihr inzwischen ging. Kurz verdrängte sie den Gedanken und seufzte. Der Arzt kam und zu ihrer Überraschung war der sogar total locker drauf. Er verkündete das ihre Werte wieder in Ordnung waren, obwohl sie wusste das die Werte gestern bestimmt auch gut waren, und sie von hier verschwinden durfte. Strahlend packte sie ihre Sachen zusammen und ging in Galens Zimmer. "Visite vorbei, komm wir verschwinden endlich." sie grinste ihn an und schulterte ihre Tasche, ehe sie sich nach seiner bückte. "Wir haben einen langen weg vor uns."

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mo Mai 19, 2014 8:52 pm

Inzwischen wirkte Vivien wieder ruhiger.
Sie erhob sich von seinem Bett. „Ich weiß nicht, ob ich jemals genug dafür gebüßt habe, was ich ihr angetan habe, und anderen vielleicht noch antun werde. Aber lassen wir es mal darauf ankommen“, meinte sie mit einem ehrlichen Lächeln im Gesicht.
Auch Galen lächelte sie nun an. „Du sieht hübscher aus, wenn du nicht so traurig aussiehst“, sagte er leise zu ihr. Als er sich bewusst wurde, was er gerade genau gesagt hatte, spürte er, wie eine leichte Röte sich auf seinen Wangen ausbreitete.

Doch zumindest kam Vivien nicht mehr dazu, etwas Schnippisches darauf zu erwidern, denn in diesem Moment klopfte es an der Zimmertür.
Gott sei Dank, dachte Galen und ließ sich in sein Kissen zurückfallen.
„Miss Paine, würden Sie bitte wieder in Ihr Zimmer gehen? Das Frühstück haben wir Ihnen bereits auf den Tisch gestellt.“

Vivien warf ihm noch einen kurzen Blick zu und verabschiedete sich anschließend von ihm.
„Dann sehen wir uns ja nachher“, sagte sie noch und verließ sein Zimmer.
Ein kurzer Blick aus dem Fenster genügte, um dem Jäger klar zu machen, dass es bereits helllichter Tag war.
Er wandte sich an die Krankenschwester, die nun zum Nachbarbett marschierte. „GUTEN MORGEN!!!“ Das Gebrüll schien im ganzen Krankenhaus widerzuhallen. Doch zumindest ebbte das Schnarchen von seinem Bettnachbarn ab und dieser schlug die Augen auf.
„Der lebt ja tatsächlich“, entfuhr es dem Jäger und sofort schlug er sich seine Hand auf den Mund.
Doch die Krankenschwester hatte seinen gemurmelten Satz wohl verstanden und sah ihn mürrisch an.
„WIE GEHT ES UNS DENN HEUTE?“, donnerte eine weitere Stimmenexplosion auf den alten Mann ein.
Galen hatte niemals verstanden, was diese dumme Frage überhaupt sollte. Ihm selbst ging es inzwischen besser – auch wenn er sich mit weniger Verbänden und Verletzungen durchaus wohler fühlen würde.
Doch immer noch fragte er sich, was die Krankenschwester mit dem 'uns' meinte. Normalerweise sollte sie in der Lage sein, selbst zu wissen, wie es ihr ging.

Einige Zeit später schließlich war das Frühstück überstanden. Der Jäger hatte auf den Kaffee verzichtet und sich lieber einen Früchtetee einschenken lassen. Dieser schmeckte zwar auch nicht gerade wie frisch gebrüht, aber wesentlich angenehmer als der Krankenhaus-Kaffee.
Galen war gerade dabei, ein weiteres Gedicht von Sir Walter Scott auf sein Hirn einwirken zu lassen, als die tägliche Arztvisite herein marschiert kam.
Der Jäger schloss das Buch und musterte die Truppe. Eine Ärztin (Dr. Hayden) fragte ihn mit freundlicher und sachlicher Stimme, wie er sich fühle.
„Wie geht es Ihnen, Mr. Vaughn?“
Endlich mal nicht so eine Frage, die auf den Gesundheitszustand von allen im Raum abzielte. Kein 'Wie geht es uns denn?'. Zum Glück.

„Ich fühle mich besser als gestern. Aber leider fühl ich mich noch nicht so fit, dass ich Bäume ausreißen könnte.“ Leider. Wenn er bedachte, dass er noch weitere 6 Wochen mit den Gipsen und dem komischen Verband herumlaufen musste. Ganz zu schweigen, dass sein Dämonennavigationsgerät im Eimer war. Doch dafür konnte er wohl schwer jemanden verklagen.
„Noch sollen Sie auch keine Bäume ausreißen.“ Dr. Hayden betrachtete seine Verletzungen und gab einen zufriedenen Laut von sich.
„Sie können von Glück reden, dass ihre Knochen nur angebrochen waren. Es wäre viel schlimmer ausgegangen, wenn sie sich ihren Arm und ihr Bein tatsächlich gebrochen hätten. Doch so … dürfen Sie heute schon das Krankenhaus verlassen.“

Nachdem er seine Entlassungspapiere alle erhalten hatte, erschien auch Vivien wieder in seinem Zimmer.
Sie schien so froh darüber zu sein, endlich das Krankenhaus verlassen zu dürfen, dass sie sogar seine Tasche schleppen wollte.
„So verletzt bin ich nun auch wieder nicht. Du kannst mir gern meine Tasche geben.“ Er trug seine Tasche an den Riemen mit seinem rechten Arm, denn das tat nicht so weh, als wenn er sie über der Schulter getragen hatte.

„Gehen wir erst mal zum Motel und besorgen dir ein Zimmer. Allerdings empfehle ich dir, nicht Zimmer 15 zu nehmen. Du würdest den Schlund der Hölle diesem Zimmer vorziehen, glaub mir. Da sprech ich aus Erfahrung.“ Fragend schaute er sie kurz an. „Du hast doch mein Buch eingepackt, oder? Das … ist eine seltene Ausgabe.“

tbc: Motel - Rezeption

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Shizuka Furukawa
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mi Nov 19, 2014 8:54 pm

Cf: Marktplatz

Shizuka kam ein zweites mal wieder zu sich und diesmal fühlte es sich anders an als zuvor. Sie lag in einem Bett, wie sie bemerkte und als sie spürte, dass jemand sie anfasste, schreckte sie zurück. „Ganz ruhig, Sie sind im Krankenhaus. Es ist alles gut.“, sagte ein Arzt, der ihr gerade die Hände verband. Sie war ohnmächtig geworden und jemand musste sie ins Krankenhaus gebracht haben. Es war ihr unangenehm, aber ändern konnte sie es nicht mehr. Noch immer war ihr leicht schwindelig und ihr war kalt. Ein verwirrter Blick zu Seite zeigte ihr, dass sie eine Infusion bekam. „Wie fühlen Sie sich? Sie sind bewusstlos geworden. Um die Dehydration und die Unterzuckerung zu beheben, aber wir Ihnen eine Infusion gelegt. Sie sollten aber auch essen und trinken. Da wir eine Gehirnerschütterung nicht ausschließen können, würden wir Sie gern über Nacht hier behalten.“, sagte der Arzt freundlich und sah sie an. Er erwartete eine Antwort.

Die Hexe machte ihm in Gebärdensprache deutlich, dass sie nicht sprechen konnte, woraufhin er ihr einen Block und etwas zu schreiben bringen ließ. Schnell waren die ersten Fragen geklärt, auch dass sie sich als Shizuka vorstellte, nahm er kommentarlos hin. Ihr wurde gesüßter Tee gebracht, den sie trinken sollte. Eigentlich mochte sie süßen Tee nicht sonderlich, aber da ihre derzeitigen Essgewohnheiten sie sogar ins Krankenhaus gebracht hatten, machte sie lieber, was man ihr sagte. Nachdem alles geklärt war, ließ man sie allein.

Für einen Moment schloss sie die Augen und atmete tief durch. Das unangenehme Schwindelgefühl wollte immer noch nicht verschwinden und auch wenn sie unter der Decke lag, fröstelte sie. In kleinen Schlucken trank sie von dem Tee. Als die Tür aufging, sah sie auf. Und zuckte prompt zusammen. Es war die Ärztin, die sie zusammen mit Bonnie ins Leben zurückgeholt hatte. Jetzt war es also Meredith, die ihr geholfen hatte. Interessanterweise wurde der Ärztin weitergetragen, dass sie Shizuka hieß und eben nicht Shigeru. Die kleine Japanerin zitterte ganz leicht und für einen Moment verschwamm die andere vor seinen Augen. Der Schreck, dass es ausgerechnet Meredith Fell gewesen war, der sie gefunden hatte, saß tief.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Sie schrieb mit leicht zittriger Hand und fast hätte sie japanisch geschrieben, so wie bei dem Arzt zuvor. Es geschah ganz automatisch, da es nun mal ihre Muttersprache war. Ihr Lächeln war so scheu, dass man es kaum sah. Sie senkte schüchtern den Blick und sah auf ihre zitternden Hände. Warum hatte ausgerechnet diese Ärztin sie finden müssen? Was hatte ihr Zauber damals für Folgen gehabt?

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Sa Nov 22, 2014 2:37 pm

cf: Marktplatz

Shizuka sah zitterig und ängstlich aus, fast schon geschockt Meredith zu sehen.
Diese konnte es nicht verstehen. Sie und Shizuka hatten sich doch vor heute niemals getroffen und ein Problem mit Ärzten schien sie nicht zu haben. Und es war nicht Meredith, die sie behandelt hatte.

Es war seltsam, aber Meredith ging nicht näher darauf ein. Das wäre sicher eine der komischsten Fragen, die sie jetzt stellen könnte, wo sie sich ja gar nicht kannten.
Jetzt wo sie aber hier war, konnten sie wenigstens Smalltalk beschreiben.
Meredith war nicht für Shizuka verantwortlich, aber das hieß nicht, dass es ihr egal war, was mit ihr passierte.

Sie machte auch immer noch Sorgen um Jenna, die sie aufgegabelt, wenn auch nicht behandelt hatte und die einfach verschwunden war.
Meredith hatte gehofft, sie nochmal zu treffen, aber kein Glück. Vielleicht traf sie ja Elena oder Jeremy irgendwann, wenn Jenna einfach abtauchte.

Ihr momentanes Sorgenkind bedankte sich für die Hilfe von Meredith.
Sie lächelte: „Das war doch selbstverständlich“.
Das war es nicht, wie man an all den Schaulustigen gesehen hatte, die einfach nur herumgestanden hatten, ohne auch nur einen Finger zu rühren, aber Meredith sprach von sich selbst.
Wenn sie helfen konnte, tat sie es.

„Wie geht es Ihnen jetzt?“

Vom medizinischen Standpunkt her war wieder alles in Ordnung, mal davon abgesehen, dass noch eine kleine Wahrscheinlichkeit auf Gehirnerschütterung bestand.
Shizuka musste einfach ihren Blutzuckerspiegel wieder hochkriegen und mit Flüssigkeit versorgt werden.
Doch Meredith war sich nicht ganz sicher ob das der einzige Grund für die Bewusstlosigkeit war.

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Shizuka Furukawa
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Fr Nov 28, 2014 4:49 pm

Shizuka zog ihre Beine an, um sich kleiner zu machen. Sie passte auf, um sich nicht die Infusionsnadel rauszuziehen, aber sie hatte das Bedürfnis, sich nicht mehr so angreifbar zu zeigen. Dass es ausgerechnet Dr. Fell gewesen war, die sie gefunden hatte, war doch wirklich ein seltsamer Zufall. Es war doch Zufall, oder? Die Ärztin sah selbst nicht ganz fit aus, als ob sie irgendwie mitgenommen war, aber die Japanerin sollte lieber bei sich selbst anfangen, immerhin war sie diejenige im Krankenhausbett und nicht die andere. Ihre Hände zitterten so sehr, dass sie den Tee wegstellte aus Angst, alles zu verschütten, wenn sie ihn weiterhin festhielt. Auch drehte sich die Welt wieder deutlich stärker vor ihren Augen, sodass sie dieser erneut für einen Moment schloss und versuchte ruhig und tief zu atmen. Sie musste sich beruhigen, sonst schaltete sich ihr Bewusstsein gleich wieder aus.

Sie wurde gefragt, wie es ihr jetzt ging. Was sollte sie darauf antworten? 'Nein, ich habe habe dabei geholfen, Sie ins Leben zurückzuholen und habe damit die Macht einer Hexe überschritten'? Wohl kaum, dass konnte sie nicht machen. Es würde Dr. Fell verstören und vermutlich würde man sie sogleich in eine andere Station des Krankenhauses bringen. Sie beschränkte ihre Antwort also auf ihr rein körperliches Befinden.

Mir ist kalt und immer noch schwindelig, aber sonst geht es mir gut.

Sie ging nicht darauf ein, dass es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, anderen zu helfen. Bei solchen Sachen war sie unsicher, ob sich Japan und die USA unterschieden und sie wollte sich nicht blamieren. Scheu sah die kleine Hexe einfach nur auf ihre Hände, die auf der Decke lagen.

Ich habe Sie schon einmal gesehen, als das Krankenhaus nicht ganz normal war.

Schrieb sie und wusste eigentlich nicht, warum sie das der anderen sagte. Dr. Fell konnte sich nicht daran erinnern und das war auch gut so. Vielleicht wollte sie aber auch einfach ehrlich sein, immerhin kannte sie die Ärztin wirklich von diesem Vorfall oder zumindest hatte sie geholfen, ihre Seele zurückzuholen, um sie ans Leben zu binden.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mo Dez 08, 2014 4:35 pm

Meredith hatte Shizuka schon zuvor als klein empfunden, aber als sie auch noch ihre Beine vor die Brust zog, wirkte sie nicht größer, als ein Kind.
Laut ihrem Ausweis war sie bereits 18, doch sie sah jünger aus, so viel jünger. Liz Tochter war etwa genau so alt, doch hätte Meredith nicht gewusst, wie alt ihre Patientin war, wäre sie niemals auf die Idee gekommen, dass sie sogar älter war als Caroline.

Shi schrieb etwas auf und Meredith war erleichtert, dass ihr Zustand sich auf jeden Fall besserte.
Das zweite Bett im Raum war leer, also nahm die Ärztin die Decke von diesem und legte sie über Shizuka.
Man würde am nächsten Morgen ohnehin die Decken und Kissen wechseln, so schadete es niemanden. Außerdem wurde es wirklich Zeit, wärmeres Bettzeug zu holen.
Der Sommer war vorbei.

Als Meredith sich wieder neben das Bett setzte, hatte Shi noch etwas geschrieben und das war definitiv nicht damit zu lösen, dass man noch eine Bettdecke holte.

Ich habe Sie schon einmal gesehen, als das Krankenhaus nicht ganz normal war.

Was?
Meredith fand, dass es wirklich einiges über sie und ihr Leben aussagte, dass ihr gleich zwei Anlässe einfielen, bei denen das Krankenhaus nicht dem Status Quo entsprochen hatte.
Während die beiden 'FBI-Agenten' selbst zu Ärzten und Krankenschwestern geworden waren, war Meredith eigentlich nur auf Sams Zimmer gewesen.
Die einzige andere Möglichkeit war also ... Meredith starrte Shi mit großen Augen an ... der Virus!

„Sie waren hier ... als .... als ich infiziert war?“, fragte Meredith, fast schon ängstlich. Was wenn Shizuka sie für eine kranke Mörderin hielt? Eine Psychopatin?
Was wenn die Polizei schon längst auf dem Weg war, um sie zu verhaften?

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Shizuka Furukawa
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mo Dez 08, 2014 8:08 pm

Fürsorglich wurde ihr eine zweite Decke gebracht und über sie gelegt. Ihr wurde deswegen nicht unbedingt wärmer, aber der Gedanke zählte. Vielleicht war es eine innere Kälte, die von ihr ergriffen hatte. Sie wusste es nicht und eigentlich spielte es auch keine Rolle. Es war so und sie konnte auch nichts dagegen machen, machte sich nur ein bisschen kleiner auf dem Bett. Shizuka war unsicher, wie sie mit Meredith umgehen sollte, die sie mit ins Leben zurückgeholt hatte. Was wusste die Ärztin noch von dem Vorfall? Wusste sie überhaupt noch etwas? Die Hexe selbst war unbekannt, aber wie sah es mit der Sache allgemein aus?

Ihr Satz wurde gelesen, nachdem Meredith sich wieder gesetzt hatte. Es arbeitete in dem Kopf der Ärztin. War da Angst? Es wäre verständlich, wenn sie Angst hätte, immerhin hatte die Japanerin nicht gesagt, wann genau sie die andere gesehen hatte. Sie wusste auch nicht, was die andere angestellt hatte, während dieses Virus in ihr gewütet hatte. Die Brünette war durch eine Stichverletzung gestorben.

Sie wurde angestarrt und konnte es der Frau nicht verdenken. Die Hexe senkte jedoch den Blick, da es sie nervös machte, wenn man sie so anstarrte. Die Nachfrage, ob sie da war, als Dr. Fell infiziert war, klang ängstlich. Hatte sie Angst, dass Shizuka etwas gegen sie unternehmen könnte? Ihr Schwert hatte man ihr abgenommen, da es im Bett doch etwas unpraktisch war. Es lehnte am Nachttisch, nachdem sie es zurückverlangt hatte. Das Schwert war ein Teil von ihr.

Die Schwarzhaarige schüttelte den Kopf.

Ich war hier, als Sie tot waren.

Scheu reichte sie Meredith den Zettel. Wie würde die Ärztin reagieren? Sie musste von übernatürlichen Dingen wissen, immerhin war sie tot gewesen und lebte nun wieder. doch wie würde sie reagieren, wenn sie herausfand, wer sie ins Leben zurückgeholt hatte und dass diejenigen auch noch Hexen waren.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Do Dez 11, 2014 6:25 pm

Meredith war nicht dazu bereit, denn Rest ihres Lebens in Gefangenschaft zu verbringen. Sie liebte das Leben und sie bezweifelte stark, dass es ohne die Freiheit zu gehen wohin sie wollte, noch immer lebenswert war.
Sie gab Leben, rettet Patienten, die eigentlich längst dem Tod geweiht waren.
Es war noch nicht lange her, dass sie Damon Salvatore gesagt hatte, dass es besser war ein Vampir zu sein, als tot zu sein.
Während sie fest davon überzeugt war, hatte er gesagt, da solle sie sich mal nicht so sicher sein.
Sie lebte noch, obwohl sie es eigentlich nicht mehr sollte und trotz der Albträume und Flashbacks, der Schuld und der Trauer, konnte sie nicht sagen, dass sie bereit war ihr Leben aufzugeben, jedenfalls jetzt wo sie wieder rational darüber nachdachte.

Doch sie hatte auch ein Leben genommen. Musste sie jetzt dafür bezahlen?

Mit Angst in den Augen blickte sie zu Shizuka.
Diese schüttelte den Kopf und gab ihr einen Zettel.
Die sieben Worte die darauf standen, änderten die ganze Perspektive.

Meredith wusste nicht viel über Hexen, doch sie war sich sicher, dass das Wiederbeleben von Toten keine der einfachsten Übungen war.
Es ging gegen die Natur, dass Tote wieder lebten. So etwas wurde als Wunder verschrien.
Und Bonnie war noch so jung... Woher wusste sie, wie man so etwas machte? Wo hatte sie es gelernt und wo hatte sie die ganze Kraft her?
Jetzt wo Meredith darüber nachdachte, machte es keinen Sinn.
Es sei denn ... Was, wenn sie Hilfe gehabt hatte?

„Haben ... haben sie etwas damit zu tun, dass ich gerade hier sitze?“, fragte Meredith klar und deutlich nachdem sie sich gefangen hatte.

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Shizuka Furukawa
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Do Dez 11, 2014 8:15 pm

Vielleicht hätte sie das nicht sagen sollen, aber sie war schon immer eine Verfechterin der Wahrheit gewesen, sah man einmal von dem Geheimnis ihres wahren Wesens ab. Meredith hatte damit nicht gerechnet, das war zu erkennen. Angst war ihr deutlich anzusehen. Wer konnte es ihr verdenken? Ihr wurde gerade gesagt, dass man sie gesehen hatte,las sie tot war und wer eins und eins zusammenzählen konnte, wusste, dass Shizuka etwas damit zu tun hatte, denn sie war viel zu ruhig, als dass es anders sein könnte. Wie würde es die Ärztin auffassen, dass ihre Patientin eine Hexe war? Bonnie hatte gesagt, Meredith wäre eine Freundin, deswegen hatte sie sie retten wollen. Ob sie eine Freundin war, wusste die Japanerin nicht, aber sie war ein guten Mensch, das konnte sie fühlen. Dennoch sollte man nichts zurück ins Leben holen, was bereits tot gewesen war.

Shizuka strich eine ihrer langen Haarsträhnen nach hinten, sah kurz zu der Ärztin, senkte aber dann den Blick wieder. Wie sollte man jemandem erklären, dass man geholfen hatte, denjenigen vom Tod zurückzuholen und das eigentlich nicht einmal gewollt hatte. Shizuka war wirklich dagegen gewesen, hatte den Zauber auch nicht gesprochen, sondern Bonnie nur erlaubt, ihre Kräfte zu gebrauchen. Es war dunkler Magie. Sie hatte nichts mehr von der anderen Hexe gehört, aber sie hatte auch keine dunkle Magie gespürt, weswegen sie die andere nicht noch einmal aufgesucht hatte.

Erschrecken Sie sich bitte nicht.

Sie rechte der Brünetten den Zettel, bevor sie in ihren Geist eindrang. Wenn Dr. Fell eh schon wusste, dass sie kein Mensch war, funktionierte diese Art der Kommunikation wesentlich einfacher als das Zettelschreiben.

„Ich bin daran beteiligt gewesen, dass Sie wieder ins Leben zurückgekommen sind, aber ich habe den Zauber nicht gesprochen.“, sagte sie und sah nur kurz auf, damit sie die Reaktion der anderen sehen konnte. Shizuka war müde. Die Schuld lag immer noch auf ihr und sie konnte sich davon auch nicht frei sprechen. Noch immer wusste sie nicht, ob ihr Handeln Folgen hatte oder nicht.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   So Dez 14, 2014 2:54 pm

Mit einer für sie eigentlich absolut untypischen Ungeduld wartete Meredith darauf, dass Shi fertig schrieb und ihr das Blatt zeigte.
Sie hatte zwar ihre Erinnerungen wieder, doch alles war noch nicht klar.
Bonnie hatte ihr zwar gesagt, dass sie sie ins Leben zurück geholt hatte, doch das konnte nicht alles sein.
Sie wusste von Castiel woher der Virus hergekommen war und was sie während ihre Infektion damit getan hatte. Von Bonnie wusste sie, dass sie zurück ins Leben gekommen war.
Doch warum war Bonnie überhaupt da gewesen? Meredith hatte sie doch kurz vorher nach Hause gebracht. Und wie passte Shizuka in das Bild?

Dann war da noch mehr als eine Frage, die sie Sam stellen musste, doch sie bezweifelte, dass Shizuka etwas damit zu tun hatte.
In den Erinnerungen die sie nun wieder hatte war sie nicht und Sam war nicht mehr dagewesen, nachdem sie aufgewacht war.

Shi zeigte ihr das Blatt und Meredith zog die Augenbrauen hoch.
„Wovor soll ich mich nicht erschrecken?“, fragte sie.

Da hörte Meredith eine Stimme.
Außer ihr und Shizuka war niemand im Raum und Shizukas Lippen hatten sich nicht bewegt. Trotzdem konnte es niemand anderes sein, der gesprochen hatte.
„Ich bin daran beteiligt gewesen, dass Sie wieder ins Leben zurückgekommen sind, aber ich habe den Zauber nicht gesprochen.“

Meredith holte einmal tief Luft.
„Sie sind also eine Hexe“, sagte Meredith, mit einer Stimme, die sicherer klang, als sie sich fühlte.
Wie kam es, dass sie so etwas nicht mehr überraschte?

„Warum haben sie bei dem Zauber geholfen? Sie kannten mich doch gar nicht. Warum waren sie überhaupt am Krankenhaus?“, Meredith hatte eine Million Fragen und diese waren vermutlich noch am leichtesten zu beantworten.
Shizuka sah müde aus, doch jetzt hatte sie ein Fass geöffnet, bei dem Meredith nicht sagen konnte: 'Es kann bis morgen warten'
Dieses ganze Thema beschäftigte sie seit einiger Zeit und je mehr sie darüber wusste, desto eher konnte sie es wieder in Ordnung bringen.

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Shizuka Furukawa
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   So Dez 14, 2014 3:51 pm

Meredith zeigte sich geduldig und sie lief auch nicht schreiend weg, als Shizuka sie in ihrem Kopf angesprochen hatte, aber sie hatte tief Luft geholt. Verständlich, man hörte nicht jeden Tag Stimmen in seinem Kopf. Für die Hexe war es normal geworden. Mit ihrer Familie unterhielt sie sich nur mental. Ihre Eltern waren dazu übergegangen, Gespräche mit ihr nur noch zu denken. Untereinander redeten ihre Eltern natürlich ganz normal, aber mit ihr war es eine andere Art der Kommunikation. Da ihre ganze Familie magisch war, verwirrte es auch niemanden. Sie gehörte zu den drei großen Hexenfamilien Japans. Ihre Kraft würde noch größer werden, wenn sie älter wurde. Laut ihrer Großmutter erlangten viele Hexen einen Kräfteschub, wenn sie Volljährig wurden. In etwas mehr als zwei Jahren würde sie sehen, ob es bei ihr auch der Fall sein würde.

Die Frage, ob sie eine Hexe war, klang sicher. Meredith steckte wohl tiefer in der Sache der Übernatürlichen drin, als sie es zugeben wollte, denn sonst wüsste man nichts von Hexen und nahm es schon gar nicht so einfach hin. Shizuka schloss für einen Moment die Augen und ein kurzer Luftzug verwirbelte Dr. Fells Haar. „Ja, ich bin eine Hexe., sagte sie einfach nur und schlug die Augen nieder. Ihr Kopf tat weh. Ob es einfach an dem Tag lag oder ob sie doch auf den Kopf gestürzt war, wusste sie nicht und eigentlich spielte es auch keine Rolle.

Warum hatte sie ihr geholfen. Die Frage war berechtigt, aber nicht so einfach zu erklären. „Eine andere Hexe hat mich um Hilfe gebeten und mich hier her gerufen. Es stimmt, ich kenne Sie nicht, aber sie hat gesagt, sie wären ein guter Mensch. Jetzt wo Sie leben, kann ich ihre Aura spüren. Sie sind ein guter Mensch.“, versuchte sie ihr Handeln zu erklären. Es war nicht so einfach und sie wusste nicht, ob die Ärztin es verstand. Unsicher zupfte sie an der Decke herum, nur um ihre Hände zu beschäftigen.

Das Klopfen an der Tür ließ sie zusammenzucken. Eine Schwester steckte den Kopf herein, um sie daran zu erinnern, dass es Mitten in der Nacht und damit längst Nachtruhe war.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Sa Dez 20, 2014 12:16 pm

Dass Shizuka eine Hexe war, war mehr als eine Feststellung, als eine Frage gewesen.
Als jedoch plötzlich der (eigentlich momentan nicht existente) Wind um ihre Haare spielte und Meredith sich verwundert in die Haare griff, wurde ihre klar, dass sie hier gerade eine Demonstration von Shizukas Fähigkeiten bekommmen hatte.
Der Fakt, dass sie hier saß, war natürlich Beweis genug und so spielte Meredith nur kurz mit ihren nun wieder völlig ruhigen Haaren.
Gäbe es nicht gerade wichtigere Fragen, hätte Meredith zu gerne gefragt, wie soe etwas funktionierte.
Denn wenn auch nach wie vor wirklich seltsam, war es wirklich interessant.

Shizuka erklärte, wie sie dazu gekommen war, Meredith zu retten.
Bonnie musste sie gerufen haben.
"Sie sind ein guter Mensch.“, sagte Shizuka noch, als Meredith gerade fragen wollte, woher sie Bonnie kannte.
Meredith guckte auf ihre Schuhe, die Bilder von der Phase ihrer Infektion präsent vor ihrem inneren Auge.
"Seien sie sich da mal nicht so sicher", sagte sie leise, noch immer beschämt von dem, was sie getan hatte.
Es ging einfach nicht weg.

Bevor Shizuka die Gelegenheit hatte, etwas dazu zu sagen, klopfte es an der Tür und eine der Schwestern kam herein.
Sie war mehr oder weniger hier um Meredith rauszuwerfen und diese erinnerte sich daran, dass es tatsächlich schon ziemlich spät war.
Trotzdem ... sie hatte noch so viele Fragen.
Sie konnte noch nicht gehen.

Doch die Schwester bestand darauf, Shizuka sah müde aus und Meredith wollte kein Drama veranstalten.
"Tut mir leid, ich hab die Zeit vergessen", sagte sie und stand auf. "Gute Nacht, Shizuka"

Sie verließ das Zimmer, nicht wissend, was sie jetzt machen sollte.
Sie musste die Sache für Michelle noch regeln, doch jetzt hatte die Bibliothek definitiv zu.
Nach Hause wollte Meredith eigentlich auch nicht, momentan fühlte sie hier wohler.
Bei ihr war es so still und die Erinnerungen warteten nur darauf, über sie zu kommen und sie zu überwältigen.
Also ging sie letztendlich in ihr Büro und suchte im Internet nach einer möglichen Diagnose für Michelle.

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Shizuka Furukawa
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Sa Dez 20, 2014 4:15 pm

Meredith glaubte ihr nicht. Gab es etwas, das sie getan hatte, was sie zu einem schlechten Menschen machte? Ihre Aura war nicht dunkel, was auf einen schlechten Menschen schließen ließe. „Ich sehe Ihre Aura. Sie ist hell, wie bei einem guten Menschen. Sie wäre dunkel, wenn sie böse wären.“, sagte sie, auch wenn die Krankenschwester die Ärztin gerade hinauskomplimentierte. Schnell schrieb die Hexe Gute Nacht auf das Blatt Papier, da die Schwester immer noch da war und der Schein musste gewahrt bleiben. Sie blieb allein im Zimmer zurück und kuschelte sich in ihre Decke. Sie war wirklich müde. Der Tag forderte ihren Tribut und so dauerte es nicht lange, bis sie eingeschlafen war.


Shizuka rannte durch das leere Krankenhaus. Überall waren Blut und tote Menschen lagen auf dem Boden. Fensterscheiben waren zerbrochen, Betten umgestoßen und auch sonst allerlei Chaos. Sie musste fort von hier, aber je länger sie rannte, umso länger schien der Gang zu werden. Ihr Atem ging keuchend und ging immer schwerer. Sie wollte aus dem Krankenhaus. Hier gab es zu viel Schreckliches und sie konnte rein gar nichts tun. Diese Menschen waren tot, erste Hilfe wäre hier zu spät. Als Hexe war es ihre Aufgabe die Menschen zu retten und hier hatte sie ganz katastrophal versagt. Keinen von ihnen hatte sie retten können. Sie sah Meredith auf dem Boden liegen. Ein Messer steckte ihr in der Brust. Ihr Oberteil hatte sich um die Einstichstelle herum voller Blut gesogen.

Hinter sich konnte Shizuka Schritte hören und jetzt wusste sie, dass sie nicht nur aus dem Krankenhaus hinaus musste, sondern sie musste fliehen, weil sie sonst selbst sterben konnte. Sie hätte sie retten müssen, alle, es wäre ihre Aufgabe gewesen. Tränen rannen über ihre Wangen, während sie rannte.

Wie lange sie wirklich den Gang entlang rannte, wusste sie nicht, aber sie erreichte irgendwann tatsächlich die Tür und stand plötzlich in einem anderen Raum. Sam und Lianne waren darin und sahen sie an. Der Ausdruck in ihren Augen war kalt. Von Lianne ging eine schwarze Aura aus und auch Sams war so dunkel, dass er kaum noch wie ein Mensch erschien. „Du hättest sie retten müssen, Shizuka. Es ist deine Schuld“, sagte der Winchester und funkelte sie an. Die Schwarzhaarige sah zu ihm auf, weinte noch immer stumm. Es war ihre Schuld. „Brenn, Hexe“, sagte Lianne und mit einem Fingerschnippen züngelten Flammen an Shizuka hoch, verbrannten sie. Sie schrie vor Schmerzen .



Mit einem Schrei fuhr die Japanerin hoch. Ihr Atem ging keuchend, Schweiß stand auf ihrer Stirn. Es ist deine Schuld. Ihr Magen rebellierte. Sie würgte und drehte sich gerade noch zur Seite, um nicht auch noch das Bett schmutzig zu machen. Mehr als Magensäure erbrach sie nicht, bekam nur am Rande mit, dass jemand ins Zimmer kam und sie hielt.

Zwei Schwestern hatten ihre Schreie gehört und waren hereingekommen. „Gehirnerschütterung?“, fragte eine von ihnen. „Vielleicht, aber sie fühlt sich fiebrig an. Hol einen Arzt, Dr. Fell, wenn Sie noch hier ist.“, war die Antwort und die Schwester machte sich auf den Weg. Die andere kümmerte sich um die Hexe. „Beruhig dich, Shizuka, ganz ruhig“, sagte die Schwester sanft, fuhr beruhigend über das schwarze Haar. Es musste ein furchtbarer Albtraum gewesen sein, wenn man derart schrie im Schlaf.

Tränen liefen über die blassen Wangen. Sie zitterte am ganzen Körper, ließ sich aber ordentlich ins Bett legen, starrte an die Decke. Ihre Schuld, es war ihre Schuld.


Die Krankenschwester ging eilig den Gang entlang zum Büro von Dr. Fell und klopfte an die Tür. Nach dem Zeichen, dass sie hereinkommen konnte, öffnete sie die Tür. „Dr. Fell? Der Patientin, die Sie heute auf der Straße aufgesammelt haben, geht es schlechter. Können Sie sich sie anschauen?“

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Sa Dez 20, 2014 8:52 pm

Meredith war im was sich wie der tausendste Artikel zu Angststörung vergraben und glaubte langsam eine Theorie zu haben, die wirklich passte.
Eine Panikstörung.
Es handelte sich dabei um eine Krankheit, bei der der Betroffene einen Angstanfall oder eine Panikattacke bekam, ohne dass eine reale Ursache dafür da war.
Es passte sehr gut auf Michelle und Meredith gewann Hoffnung, dass sie dem Mädchen tatsächlich helfen konnte.

Sie wollte gerade nach Michelles Akte suchen, als es an der Tür klopfte.
Es war eine der Nachtschwestern, die etwas schwerer atmete und scheinbar sehr zügig gelaufen war.
Merediths Herz fing heftig an zu schlagen. Was wenn es einen Notfall gab und man sie brauchte? Sie war noch nicht bereit dafür!
Was wenn mitten in der Behandlung die Erinnerungen wieder kamen? Wenn sie abgelenkt wurde und einen Fehler machte?
Sie konnte es nicht riskieren, noch ein Leben zu nehmen!

„Was gibt es?“, fragte sie und versuchte ihre Stimme unter Kontrolle zu kriegen.
„Der Patientin, die Sie heute auf der Straße aufgesammelt haben, geht es schlechter. Können Sie sich sie anschauen?“
Meredith war versucht, ihr zu sagen, dass sie doch bitte einen anderen Arzt schicken sollte. Doch sie wusste über Shizuka bescheid und sie war ihre Verantwortung.
Sie hatte Meredith das Leben wiedergegeben, sie schuldete es ihr.

„Ich komme“, sagte Meredith, stand auf und lief hinter der Schwester her, zurück zu Shizukas Zimmer.
Unterwegs bekam Meredith die Kurzfassung von dem was geschehen war.
Kurz fragte die Ärztin sich, ob es etwas mit der Panikattacke zu tun hatte, die sie heute Mittag wegen eines Albtraums reinbekommen hatten.
Viel Zeit hatte sie dafür jedoch nicht, denn sie waren am Zimmer angekommen.

Die Hexe lag zitternd auf ihrem Bett, die Decke anstarrend, ihr Körper mit einer Schweißschicht bedeckt.
„Shizuka?“ fragte Meredith vorsichtig in ihrem Kopf und kam sich vollkommen bescheuert vor.
Einen Versuch war es aber wert – sie hatte inzwischen schon Komischeres gesehen.

Shizukas Herz pochte, ihre Pupillen reagierten normal und zu Merediths Erleichterung war der Anfall nur eine Reaktion auf den Albtraum und keine Nachwirkung der Gehirnerschütterung.
„Geben sie ihr etwas zur Beruhigung“, sagte Meredith. „Sie ist nur geschockt, nichts Ernstes“
Das was die Patientin jetzt brauchte war Ruhe, doch Meredith musste einfach fragen: „Was ist passiert? In dem Traum?“, so leise, dass die verbleibende Schwester es nicht hören konnte. „Darüber zu reden hilft manchmal.“

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Sa Dez 20, 2014 10:33 pm

Shizuka fühlte sich zittrig, zitterte auch in der Wirklichkeit. Der Traum war schrecklich gewesen. Ihre Freunde hatten sich gegen sie gewandt. Lianne hatte sie mit ihrer dämonischen Kraft getötet und Sam hatte es zugelassen, war der Ansicht, dass es richtig war, sie so zu behandeln. Weil sie schuldig war. Das Schlimme war eigentlich, dass er recht hatte mit dem, was er gesagt hatte. Sie war wirklich schuldig. Sie hatte all die Menschen nicht retten können, obwohl es ihre Aufgabe gewesen wäre. Sie hatte auch die schwarzmagischen Hexen getötet, statt zu versuchen sie zu retten. Sie hatte kein Recht mehr sich eine Dienerin der Natur zu nennen. Sie war böse, sie war schuld an all den Toten.

Als Japanerin zeigte sie ihre Gefühle nicht in der Öffentlichkeit vor Menschen, die sie nicht kannte, aber nach diesem Traum hatte sie nicht die Kraft, ihre Gefühle zu verstecken. Tränen liefen ihr über die Wangen und sie wurden von lautlosen Schluchzern geschüttelt. Sie bekam nicht mit, dass die Krankenschwester neben ihrem Bett sauber machte und sich dann neben sie setzte. „Beruhig dich Kleines. Sonst wird dir wieder schlecht.“, sagte die Frau, aber die Worte drangen nicht zu der Hexe durch, die viel zu sehr in ihrer eigenen Welt gefangen war und sich mit Selbstvorwürfen überhäufte. Sie war schuld. Sie hätte sie retten müssen. Es war ihre Aufgabe! Sie war mit magischen Kräften geboren worden, um die Menschen zu beschützen! Sie versagte bei ihrer Aufgabe.

Sie schreckte fürchterlich zusammen, als sie mental angesprochen wurde. Erschrocken sah sie Meredith Fell an, zog sich an das Kopfende des Bettes zurück, steigerte sich immer mehr in ihren Selbsthass hinein. Die Untersuchung ließ sie über sich ergehen, ließ sich auch das Mittel spritzen. Schon kurz darauf wurde sie ruhiger, doch noch immer liefen Tränen über ihre Wangen. Die Krankenschwester zog die Decke höher. Leise wurde ihr eine Frage gestellt und durch das Medikament war sie auch wieder so ruhig, dass sie sie bewusst wahrnahm. Der Traum... sie wollte es nicht erzählen, aber sie musste wohl, immerhin war Meredith eine Ärztin.

„Ich... ich war im Krankenhaus... und alle waren tot... alle... Ich konnte keinen von ihnen retten, aber ich... ich hätte sie retten müssen. Das Messer...“, begann sie zittrig und brach ab, weil sie einen Moment brauchte, um die aufwallende Übelkeit wieder unter Kontrolle zu bekommen. „Ich bin gerannt und dann waren sie da. Er hat gesagt, es ist meine Schuld. Er hat recht... er ist meine Schuld... ich hätte sie retten müssen. Eine Hexe muss brennen... und dann habe ich gebrannt. Eine Hexe muss Menschen retten... ich habe niemanden gerettet. Ich....“ Ihr Atem ging wieder viel zu schnell. Sie zitterte am ganzen Körper. Sie konnte nicht vergessen, dass es ihre Schuld war, dass sie versagte.

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Krankenzimmer

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