StartseiteKalenderFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin

Austausch | .
 

 Krankenzimmer

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
AutorNachricht
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Sa Dez 27, 2014 5:48 pm

Shizuka beruhigte sich etwas und obwohl Meredith kein Mittel zur Beruhigung bekommen hatte, wurde auch sie ruhiger.
Sie war erleichtert, dass es der Hexe gut ging und sie eigentlich nur schlecht geträumt hatte. Wie sie inzwischen selbst wusste, konnte man mit so etwas klarkommen.

Shizuka fing an zu erzählen und obwohl es wieder mental war, konnte man an ihrer Stimme genauso hören, wie schlecht es ihr, wie wenn man verbal sprach.
Es erinnerte Meredith erschreckend viel an sich selbst.
Wie musste Lucas sich gefühlt haben, als sie bei ihm gewesen war?
Meredith hatte noch nicht mal darüber geredet, was sie in einen Scherbenhaufen verwandelt hatte, während Shizuka hier gerade, zitternd, von ihrem Traum erzählte.

Es klang furchtbar.
Scheinbar hatte Shizuka von dem Virus geträumt, als überall die Opfer gelegen hatten. Sie war zu spät gekommen und war dann auch noch damit konfrontiert worden, dass sie nichts hatte tun können um zu verhindern was geschehen war.
Meredith wusste nicht wer 'er' war, aber er hatte ihr scheinbar eingeredet, dass es ihre Schuld war, dass der Virus sich ausgebreitet hatte.

Sie hätten nichts tun können, sagte Meredith und griff nach Shizukas Hand. Sie wussten ja nicht, dass es passieren würde. Manchmal passieren schlimme Dinge einfach.
Und sie haben mich gerettet. Ich wäre jetzt nicht hier, wenn sie nicht gewesen wären.


Meredith wusste nicht, ob es wirklich helfen würde, aber sie musste es auf jeden Fall versuchen. Sie war die Einzige, die die Wahrheit kannte, während die Schwestern schon verwirrt waren, weil die beiden Frauen, sich einfach nur anblickten, aber kein Wort sprachen.

Es war nicht ihre Schuld, betonte Meredith noch einmal, auch wenn sie es bei sich selbst niemals als Entschuldigung akzeptiert hatte.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Shizuka Furukawa
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Sa Dez 27, 2014 10:32 pm

Schuldgefühle fraßen sie auf und sie konnte nichts dagegen tun. Es war nicht nur der Traum. Schon zuvor hatte sie gewusst, dass es ihre Schuld gewesen war. Als Hexe hatte sie auf ganzer Linie versagt und davon konnte sie sich auch nicht freisprechen. Sie musste die Konsequenzen daraus ziehen. Ebenso wie sie die Konsequenzen aus ihrem Handeln den anderen Hexen gegenüber ziehen musste. Sie hatte keinen von ihnen retten können. Die Hexen waren böse geworden, aber hätte sie nicht einen Weg finden müssen, sie auf den richtigen Weg zurückzuführen oder es zumindest versuchen? Was würden ihre Eltern sagen, wenn sie sie jetzt sehen könnten? Wären sie enttäuscht und würden sie glauben, sie hätte ihr Bestes getan? Fakt blieb jedoch auch, dass ihr Bestes eben nicht gut genug gewesen war.

Dr. Fell versuchte sie zu beruhigen, ihr einzureden, sie wäre nicht Schuld an dem, was passiert war. Shizuka wusste jedoch, dass es durchaus ihre Schuld war. Ihre grauen Augen waren auf die Bettdecke gerichtet. Sie konnte der Ärztin nicht mehr in die Augen schauen. Sie hatte geholfen sie zu retten, das stimmte, aber sie hatte Meredith eigentlich nicht ins Leben zurückholen wollen, weil es falsch war, aber wie könnte sie das sagen, ohne dass man sie für ein Monster hielt? Sie zitterte und Herz und Atmung gingen viel zu schnell. Schwarze Punkte begannen vor ihren Augen zu tanzen und sie wusste, sie musste sich beruhigen, wenn sie nicht gleich den nächsten Ohnmachtsanfall erleben wollte.

Sie schloss die Augen und versuchte ruhiger zu atmen, was ihr nach einiger Zeit auch gelang. „Eine Hexe wird mit ihrem Kräften geboren, um das Gleichgewicht er Natur zu erhalten und die Menschen zu beschützen. Ich habe darin versagt. All diese Menschen... ich hätte sie retten müssen. War war meine Aufgabe.“, beharrte sie auf ihrer Schuld. Wie sollte sie sich auch davon lossprechen können, wenn all diese Menschen gestorben waren?

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Do Jan 01, 2015 7:20 pm

Meredith hatte inzwischen schon etwas an Erfahrung mit schlimmen Alpträumen, aber der hier konnte wirklich kein Zuckerlecken gewesen sein.
Shizuka musste offensichtlich gegen die Panik und vielleicht sogar Ohnmachtsanfälle ankämpfen, trotz dem Mittel das sie bekommen hatte.

Meredith wünschte sich in einer Ecke ihres Gehirns wünschte sich, dass Lucas jetzt hier wäre.
Er war wirklich gut darin, Menschen zu beruhigen. Oder Meredith zu beruhigen.

Shizuka starrte an die Decke und Meredith suchte verzweifelt nach etwas, dass sie noch hinzufügen konnte, dass es für Shizuka leichter machen würde.
Doch ihr fiel beim besten Willen nichts ein.
Für sie war es völlig unlogisch, dass Shizuka sich die Schuld gab.
Sie war nicht hier gewesen, als die Virus-Infizierten gewüteten hatten, wie hatte sie wissen können, dass es geschah?
Mal davon abgesehen, war dieser Virus nichts Natürliches und Meredith hätte absolut keine Ahnung gehabt was man dagegen tun könnte, selbst wenn sie nicht infiziert war.
Nun war Shizuka keine Ärztin, aber eine Hexe und trotzdem war Meredith sich fast sicher, dass selbst sie kein Gegenmittel hatte.

Doch Shizuka rückte keinen Zentimeter von ihrer Meinung ab: „Eine Hexe wird mit ihrem Kräften geboren, um das Gleichgewicht er Natur zu erhalten und die Menschen zu beschützen. Ich habe darin versagt. All diese Menschen... ich hätte sie retten müssen. War war meine Aufgabe.“
Sie klang wie Meredith selbst und das machte es nicht einfacher. Meredith kam immerhin mit ihrer eigenen Schuld schon nicht aus.
„Schlimme Dinge geschehen manchmal einfach. Und man kann sie einfach nicht verhindern“, sagte Meredith in der Hoffnung, Shizukas momentane Ruhe erst einmal zu halten.
„Wenn morgen in Nevada Dämonen hunderte von Menschen töten würden, wäre es auch nicht Ihre Schuld. Das Leben aller Menschen ist nicht ihre Verantwortung Shizuka. Sie waren nicht da und sie können nicht in die Zukunft sehen. Es gibt nichts, was sie hätten tun können. Ja, es war furchtbar. Aber es war nicht ihre Schuld!“

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Shizuka Furukawa
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   So Jan 04, 2015 7:03 pm

Sie konnte sich von ihrer Schuld nicht freisprechen. Niemals könnte sie das. Sie hatte versagt und das konnte sie nicht wieder gut machen. Zugegeben, vor ein paar Wochen hatte sie noch nicht einmal gewusst, dass es so etwas wie die Hölle wirklich gab und Dämonen mehr waren als nur Schreckgespenster der Nacht. Jetzt jedoch wusste sie es und sie hatte dennoch nichts dagegen unternehmen können. Sie hatte einen Menschen retten können und diese Rettung hatte sie nicht einmal gewollt. Es war richtig, dass Meredith ein guter Mensch war, der es verdiente zu leben, aber es war nun mal wider der Natur, dass sie wieder lebte.

Shizuka wusste, dass die Worte sie beruhigen sollten, aber sie taten es nicht. Sie zog die Beine an und vergrub ihr Gesicht ihn ihren Knien. Lautlose Tränen liefen über ihre bleichen Wangen. Ihr war schwindelig und auch die Übelkeit nahm wieder zu. Sie musste sich zusammenreißen, die wenigen Schlucke Wasser, die die Krankenschwester ihr eingeflößt hatte, nicht wieder hochzuwürgen. Ihre Schuldgefühle erdrückten sie und sie wusste nicht, wie sie damit fertig werden sollte. Ihr Geist war völlig überreizt und ihr Körper einfach an seinen Grenzen. Schlafen wäre vermutlich gut, aber was war, wenn die Albträume wiederkamen?

Sie musste sich irgendwie ablenken von ihren Schuldgefühlen und sprach deswegen etwas an, was sie zwar an die Sache mit dem Virus erinnerte, was aber geklärt werden sollte. „Welche Folgen hatte es, dass wir Sie ins Leben zurückgeholt haben?“, fragte sie erstickt, ohne die Ärztin dabei anzusehen. Was hatte der Zauber ausgelöst. So etwas konnte nicht ohne Folgen bleiben. Bonnie war das egal gewesen, aber Shizuka war es keines egal gewesen, aber sie hatte sich gefügt.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   So Jan 04, 2015 9:27 pm

Wie war das mit Shizuka ruhig halten?
Es war eher, als passierte gerade das Gegenteil.
Was Meredith gesagt hatte, war offensichtlich falsch gewesen, denn die Hexe kugelte sich zusammen wie ein Igel und fing wieder an zu weinen.

Nachdem sie nur in Gedanken gesprochen hatte, war es ein wenig seltsam, wieder ihre Stimme zu benutzten.
Meredith strich vorsichtig über Shizukas Arm und machte beruhigende Sschh-Geräusche.
Allerdings bezweifelte sie langsam, dass das half.

Es dauerte einen Moment, aber dann sprach Shizuka wieder in Merediths Kopf.
„Welche Folgen hatte es, dass wir Sie ins Leben zurückgeholt haben?“, sie klang immer noch nicht gut und auf diese Frage war Meredith nicht vorbereitet gewesen.
Sie zuckte zusammen und sah sich dann um, als wäre sie bei etwas ertappt worden.
Mal davon abgesehen, dass die Krankenschwester von dieser Unterhaltung nichts bekommen konnte, war sie auch mehr an Shizukas Unterlagen interessiert.
Die ganze Wiederbelebungs- und Geister Sache machte Meredith immer noch unruhig.

„Ich ... ich kann Geister sehen“, sagte Meredith und selbst in ihrem Kopf klang ihre Stimme zittrig.
„Aber ich hab es unter Kontrolle!“, fügte sie schnell hinzu. „Ich konnte sogar schon jemandem helfen“.
Sie war darauf aus, Shizuka nicht noch mehr Schuldgefühle wegen der ganzen Geistersache zu geben. Es war überraschenderweise nicht das Schlimmste an der Sache.
Meredith hatte es gar nicht verdient zu leben, die Geister und grauenhaften Erinnerungen hatte sie bereits als Strafe akzeptiert. Sie hatte einem Menschen das Leben genommen, dass hier war nichts im Vergleich.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Shizuka Furukawa
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mo Jan 05, 2015 6:43 pm

Shizuka hatte Angst vor dem, was sie gleich hören würde. Die Folgen ihrer Tat würden sicherlich nicht unbedeutend sein, denn ihre Einmischung in die Natur war erheblich gewesen. Hatte Bonnie keinerlei Probleme damit? Sie hatte von der anderen Hexe seit diesem Treffen nichts mehr gehört und Bonnie hatte trotz all ihrer Einwände diesen Zauber unbedingt sprechen müssen. Vermutlich hatte die junge Hexe die Folgen nicht gesehen oder aber nicht sehen wollen. Natürlich war es ihre Aufgabe Leben zu retten, aber die Frage war, zu welchem Preis sie es taten. Shizuka war enttäuscht von der anderen Hexe gewesen, als sie gemerkt hatte, wie egal Bonnie das Übertreten der Grenzen gewesen war,

Jetzt lauschte sie ängstlich den Worten, die folgen würden. Es riss ihr regelrecht den Boden unter den Füßen weg. Geister. Sie hatte mit Vielem gerechnet, aber nicht damit. Der Zauber hatte offenbar die Trennung zwischen Reich der Lebenden und Toten brüchig werden lassen für Meredith, sodass diese einen Blick auf die Welt der Toten werfen konnte, obwohl sie das nicht wollte und ganz sicher auch nicht sollte. Der Hexe wurde für einen Moment erneut schwarz vor Augen, als sie die Reichweite des Zaubers begriff und sie brauchte einige Augenblicke, bis sie wieder ganz bei sich war.

Die Ärztin sah etwas Gutes an der Sache mit der Geister, aber es war falsch. Es war einfach nur falsch. Neue Tränen flossen über ihre Wangen. Sie zitterte und mit dem Wissen, dass sie die andere der Welt der Geister ausgeliefert hatte. Das konnte nicht richtig sein. Wenn sie es vorher gewusst hätte, sie hätte sich geweigert Bonnie zu helfen. „Es tut mir leid...“, brachte sie erstickt hervor und erneut tanzten schwarze Punkte vor ihren Augen. Sie musste sich beruhigen, sonst würde sie gleich wieder umkippen. Das war allerdings leichter gesagt als getan.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mo Jan 05, 2015 8:34 pm

Wieder brachte Merediths Versuch Shizuka zu beruhigen nicht viel.
Wenn überhaupt, machte es wieder alles schlimmer.
Langsam gingen Meredith die Optionen aus. Ihre Versuche die Hexe zu beruhigen halfen nicht, die Krankenschwester hatte auch keinen Erfolg gehabt und Shizuka würde noch einmal in Ohnmacht fallen, wenn es so weiterging. Die Ärztin konnte es kommen sehen.
Sie musste sich etwas überlegen und zwar schnell. Und inzwischen sah sie nur noch eine Möglichkeit, die ihr nicht wirklich gefiel.

Shizuka entschuldigte sich in Merediths Kopf.
„Sie haben doch nichts, wofür sie sich entschuldigen müssen! Sie sind der Grund warum ich hier sitze und ich werde mein Leben lang in ihrer Schuld stehen“ sagte Meredith im Brustton der Überzeugung.
Mal davon abgesehen, dass sie in ihrem Kopf sprach und es so etwas wie den 'Brustton' dort vermutlich nicht gab.

„Shizuka, ich weiß, dass sie Angst haben, aber sie müssen schlafen. Ihr Körper braucht Erholung und wenn sie sie ihm nicht geben, wird er sie erzwingen“, sagte sie wieder laut. „Wir geben Ihnen etwas, dass ihnen beim Einschlafen und gegen die Träume hilft. Es kann ihnen absolut nichts passieren“
Die Krankenschwester kümmerte sich um die Medikamente.

Meredith wartete im Zimmer bis Shizuka einschlief.
Die Sonne ging bereits auf und jetzt wo die Anspannung aus ihrem System verschwand, bemerkte Meredith auch, wie müde sie war.
Sie machte sich noch immer Sorgen um Shizuka und bat darum, angepiepst zu werden, wenn irgendwas war, dann machte sie sich auf den Weg nach Hause.

Bei sich im Appartment fiel sie praktisch ins Bett, nachdem sie schnell geduscht und eine Kleinigkeit gegessen hatte.
Sie brauchte dringend eine Portion Schlaf.

tbc: Merediths Appartment

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Shizuka Furukawa
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   So Jan 11, 2015 10:59 pm

Sie musste sich beruhigen. Meredith versuchte auf sie einzureden, aber die Worte kamen bei Shizuka nicht an. Die Ärztin sollte ihr dankbar sein? Wohl kaum! Immerhin sah sie nun dank ihrer Schuld Geister und das war ganz sicher nicht einfach. Der Schleier zwischen der Welt der Lebenden und den Toten hatte seine Daseinsberechtigung. Für Meredith gab es diesen Schleier nun nicht mehr und die Toten waren für sie wieder Teil der Lebenden geworden, nur dass Geister den Erzählungen nach nicht besonders nett waren. Und dafür sollte sie die Brünette ihr dankbar sein müssen. Nein, das war falsch, das war absolut falsch.

Schlafen? Sie wollte nicht schlafen. Der Traum hatte ihr Angst gemacht und sie wollte es nicht noch einmal durchleben. Ihr Körper zwang sie zu so vielem, aber ein wahrer Krieger stand über alle dem und der Körper gehorchte dem Willen des Kriegers, nicht umgekehrt. Ihr Kurzschwert lehnte neben ihr, aber sie fühlte sich zu schwach, um danach zu greifen. Sie fühlte sich normalerweise immer ein bisschen beruhigt, wenn sie die kalte Klinge spürte, den tödlichen Stahl in ihrer Hand hielt. Shizuka ließ geschehen, was man mit ihr machte. Man gab ihr noch irgendwelche Medikamente, die ihr die Angst nehmen und ihr beim Einschlafen helfen sollten. Sie ließ es einfach zu und schlief ein.

Saguru stand vor ihr und seine dunklen Augen waren voller Hass. Sie hatte ihn betrogen, hatte ihm vorgespielt ein Mädchen zu sein, weil sie sich als ein solches fühlte. Wie hatte sie nur glauben können, es käme nicht heraus. Es war viel mehr überraschend, dass es so lange funktioniert hatte, geheim zu halten, was sie wirklich war. Sie sah ihn an, hoffte, dass sie vernünftig miteinander reden könnten, aber in seinen Augen war nur Hass und Verachtung und diese Gefühle galten ihr. Er machte einen Schritt auf sie zu und gab ihr einen Stoß vor die Brust. Shizuka stolperte nach hinten und fiel.
Sie fiel immer tiefer und es war kein Ende in Sicht. Die Luft, die immer ihr Freund gewesen war, verriet sie, half ihr nicht. sie konnte ihre Kräfte nicht mehr spüren. Ihre Magie war weg. Panik überflutete sie, doch nichts hinderte sie am Fallen in die Dunkelheit. Nichts, außer die flammenden Flügel, die plötzlich aus ihrem Rücken sprossen. Zwei Flügelschläge und ihr Fall hörte auf. Jetzt erkannte sie ein Ende der Finsternis, in die sie gefallen war. Sie befand sich nur einen Meter über dem Grund. Die Hitze der flammenden Flügel wurde plötzlich zu groß, hüllte die ein. Sie schrie. Flammen hüllten sie ein, verschlangen sie. ‚Brenn Hexe‘


Schweißgebadet wachte sie auf. Tränen mischten sich mit dem Schweiß, der ihr über die Schläfe lief. Fahrig wischte sie sich über die Stirn, fühlte sich hundeelend. Es war Tag. Einer Schwester kam herein, machte Visite. Die Japanerin hatte Fieber und wurde damit definitiv nicht entlassen. Ein Arzt sollte kommen, sobald sie ihr Frühstück beendet hatte. Ohne es wirklich zu schmecken, aß sie, trank von dem Tee. Zehn Minuten später erbrach sie alles wieder. Der Arzt, der kam, um sie zu untersuchen, sah besorgt aus, versuchte mit ihr zu reden, aber sie fühlte sich unfähig auch nur einen Finger zu rühren. Man gab ihr weitere Medikamente. Shizuka lag einfach nur im Bett und starrte an die Decke, bemerkte die Schwestern, die in einem gewissen Rhythmus zu ihr kamen, nicht. Brenn, Hexe

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mo März 30, 2015 7:53 pm

cf: Springbrunnen

Meredith und Galen verabschiedeten sich.
Er versicherte ihr, dass er versuchen würde seine Freundin ins Krankenhaus zu bringen, sollte es ihr noch schlechter gehen. Von dem was Meredith jedoch über sie und ihren Dickkopf gehört hatte, war das nichts, was in nächster Zukunft passieren würde.
Dann fügte Galen noch hinzu, dass nicht alle Probleme mit Hilfe der Medizin zu lösen waren, ein Prospekt welches ihnen beiden nicht gefiel.
Sie schüttelten noch einmal Hände und Galen sagte ihr, dass sie auf sich aufpassen sollte.
„Sie auch Galen“, antwortete Meredith.

Galen nahm sich alle seine Tüten und machte sich auf den Weg, während Meredith zurück zu ihrem Auto ging, um endlich zur Arbeit zu fahren.
Sie war spät dran und mit den neuen Erkenntnissen würde es heute viel zu tun geben.

Meredith ging zuerst in ihr Büro, um ihre Handtasche abzustellen und ein paar Sachen für ihre Arbeit zusammen zu sammeln.
Als ihr Blick auf die wenigen Phiolen Vampirblut fiel – seit dem Zwischenfall mit Damon hatte sie keine Chance mehr gehabt sie aufzufüllen – fragte sie sich, ob Vampirblut gegen die Alpträume half.
Sie wusste, dass es bis jetzt sämtliche körperlichen Verletzungen und Krankheiten geheilt hatte, aber bei mentalen hatte sie es noch nie ausprobiert. Es gab also keine Möglichkeit zu wissen, ob sie gegen die Alpträume wirkten.
Meredith war nicht bereit, es auf gut Glück zu versuchen, vielleicht machte der hinzugefügte übernatürliche Aspekt alles nur noch schlimmer.
Sie musste ein anderes Mittel finden.

Deswegen machte sie sich auf den Weg zu ihren Patienten.
Während sie sich um alle kümmerte, schenkte sie den Personen, die unter den Alpträumen litten, etwas mehr Aufmerksamkeit.
Aufschluss brachte ihr jedoch nichts davon.
Die Patienten hatten unterschiedliche Geschlechter, waren verschieden alt, es gab allgemein nichts was sie verband. Zumindest nichts was Meredith finden konnten.
Nur die Alpträume hatten auf alle eine ähnliche Wirkung in verschiedenem Ausmaß.
Doch wirklich helfen, tat das auch nicht.

Als Meredith zu Shizukas Zimmer kam, kam gerade eine Krankenschwester heraus.
Die Ärztin bat darum zu erfahren, wie es Shizuka nachts gegangen war und die Rückmeldung war nicht gut.
Von allen Patienten die das Krankenhaus wegen der Träume behandelt, hatte es Shizuka mit am schlimmsten erwischt.

Shizuka lag starr im Bett, ihr Gesicht war blass und mit einem leichten Schweißfilm überzogen, in den sich Tränen gemischt hatte.
Meredith war sich nicht sicher ob sie genauso schlimm wie gestern oder schlimmer aussah.
„Shizuka?“, fragte Meredith vorsichtig, doch bekam keine Antwort.
Sie ging näher an das Bett und versuchte es noch mal, doch immer noch keine Reaktion.
Die Ärztin holte tief Luft, ihr fiel nur noch ein anderer Weg ein, wirklich behagen tat ihr dieser jedoch immer noch nicht.
Shizuka?

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Shizuka Furukawa
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Do Apr 09, 2015 8:40 pm

Sie wollte nicht schlafen. Sie stemmte sich mit allen Kräften, die sie zur Verfügung hatte, gegen den Schlaf und die Erschöpfung. Shizuka wollte nicht noch einmal sehen, was sie im Traum gesehen hatte. Es war zu furchtbar gewesen, zu schrecklich und grausam und trotzdem hatte es sich in ihr Hirn eingebrannt. Sie wollte sie es jemand wieder loswerden, dass Sam und Lianne sie zum Tode verurteilt hatten, wegen etwas, für das sie nichts konnte? Sie war als Hexe geboren worden und hatte es sich nicht ausgesucht. Sie glaubte auch nicht, dass es schlecht war, immerhin wollte sie die Menschen beschützen und niemandem schaden. War sie dennoch schlecht, verdammungswürdig? Sie wusste es nicht, sie wusste es wirklich nicht.

Ärzte versuchten mit ihr zu reden, eine Krankenschwester hatte sich neben ihr Bett gesetzt und versucht, sie erst zum Essen, dann zum Schlafen zu überreden. Die Japanerin hatte beiden nicht gemacht. Man hängte sie an den Tropf, um den Flüssigkeitsmangel auszugleichen. Sie war am Tag zuvor genau deswegen im Krankenhaus gelandet, jetzt stand sie schon wieder an einer Grenze und die Ärzte waren nicht gewillt, sie erneut darüber treten zu lassen. Shizuka selbst hätte es nichts ausgemacht. Die sanfte Dunkelheit der Bewusstlosigkeit hätte ihr zumindest nicht wehgetan, so wie ihre Träume es taten.

Der Tag folgte der Nacht, ohne dass sie auch nur einen Moment geschlafen hatte. Am Morgen war sie zu schwach, um den Anweisungen des Krankenhauspersonals zu folgen. Schweiß klebte an ihrem Körper, brannte in ihren Augen. Man spritzte ihr etwas gegen das Fieber. Sie ließ es einfach nur geschehen. Warum sollte sie sich auch dagegen wehren. Das Leben spielte mit ihr und sie konnte rein gar nichts dagegen machen, um die Menschen zu beschützen, obwohl das ihre Aufgabe war, genauer gesagt, ihr Existenzberechtigung.

Sie schreckte zusammen, als sie mental angesprochen wurde. Es kostetet sie unglaublich viel Kraft, ihren Kopf zu heben, um Meredith anschauen zu können. Es fiel ihr schwer, die Ärztin klar zu sehen und sie musste die Augen schließen, da alles begann, sich zu drehen. Erst als dieses Gefühl verschwunden war, sah sie Meredith wieder an, sah sie sogar bewusst an. Sie hatte nicht erwartet, dass die Ärztin zu ihr zurückkommen würde.


___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Sa Apr 11, 2015 6:48 pm

Selbst die mentale Ansprache brachte nur eine geringe Reaktion von Shizuka. Sie zuckte erschrocken zusammen und Meredith fühlte sich fast schlecht.
Unter scheinbar unendlich anstrengenden Kraftaufwand hob sie den Kopf und sah Meredith an. Lange schaffte sie es jedoch nicht, bevor sie die Augen wieder schloss.
Sie sah furchtbar aus und Meredith schwor sich, diese Alpträume zu beenden. Der Effekt den sie auf die Patienten hatten war viel zu groß, besonders Shizuka sah so aus,  als könnte sie noch einen nicht verkraften.
Bis jetzt hatte es immer geheißen, dass Schlaf bei Krankheiten half, hier war es eher das komplette Gegenteil.

Meredith zog sich einen Stuhl neben Shizukas Bett und setzte sich darauf.
Ich wollte eigentlich fragen, ob es ihnen besser geht, aber die Frage erübrigt sich, glaube ich. Meredith seufzte. Sie hatte so sehr gehofft, dass es der Hexe besser ging.
Sie haben wieder geträumt oder? Wenn es in Ordnung ist, dass ich frage: War es derselbe Traum wie letztes Mal? War es schlimmer? Und haben die Medikamente irgendwas bewirkt?
Meredith hatte eine lange Liste an Fragen und hoffte Galen am Ende des Tages etwas mitteilen zu können.

Sie hatte allen ihren Alptraum-Patienten, wie sie sie schon nannte, die gleichen Fragen gestellt und bis jetzt keine wirklichen hilfreichen Antworten bekommen.
Shizuka war als Hexe ihre letzte Hoffnung.
Mit ihr konnte sie zum einem offen über das Übernatürliche reden und andererseits hoffte Meredith, dass sie vielleicht mehr gespürt hatte, als die anderen Patienten.
Die Alpträume nahmen sie schlimmer mit als viele der anderen und auch wenn Meredith ihr das nur zu gerne ersparen würde, vielleicht konnte es ihnen helfen.
Sie wusste nicht, was sie machen würde, wenn auch Shizuka nichts wusste.
Meredith wusste, dass auch Galen an der Sache arbeitete, aber Meredith war daran gewöhnt allein zu arbeiten und sie vertraute sich selbst.
Doch bisher hatte sie mit dieser Methode bei den Alpträumen keinen Erfolg, was unglaublich frustrierend war.

Sie saß bei Shizukas Bett und sah die Hexe an, unsicher darüber, was sie tun konnte, um ihr zu helfen.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Shizuka Furukawa
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Fr Apr 17, 2015 9:20 pm

Die Ärztin setzte sich neben sie, indem sie sich einen Stuhl ans Bett zog. Es ging Shizuka nicht besser. Ihr fehlte sogar die Kraft, einfach nur ihre Hand zu heben. Sie wusste nicht, was ihr derart die Kraft raubte, aber während sie einfach nur im Bett gelegen und die Decke angestarrt hatte, kam ihr der Gedanke, dass es möglicherweise nicht mit rechten Dingen zuging. Sie fühlte, dass ihre Magie auf eine gewisse Weise betroffen war und da es ihre Magie war, die sie ganz ausfüllte, wurde ihr Körper geschwächt. War ein Zauber für ihre Träume zuständig?

Die Frage, ob sie wieder geträumt hatte, beantwortete sie mit einem schwachen Nicken, nur um gleich darauf den Kopf zu schütteln. Es war nicht der gleiche Traum gewesen. Nun ein Element hatte sich wiederholt: dass sie brennen sollte, weil sie eine Hexe war. Die Medikamente, die sie ihr gegeben hatte, hatten so gewirkt, wie sie es sollten: Shizuka war eingeschlafen, aber das hatte sie nicht vor den Träumen bewahrt.

„Es war ein anderer Traum. Ich... ich denke, es sind keine normalen Albträume. Magie...“, sagte sie und ihre Stimme verriet ihre Schwäche. Auch wenn sie es nicht wollte, hörte man ihr die Anstrengung an. Plötzlich kam sie sich so klein und verletzlich vor in dem Krankenhausbett, das ihr zu groß erschien. Ihre helle, grauen Augen klammeren sich an Meredith fest, als ob das sie davor retten konnte, erneut in einen schmerzhaften Tod gezogen zu werden. Sie wollte nicht mehr träumen, sie wusste aber auch, dass sich sich nicht ewig gegen den Schlaf wehren konnte.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mo Mai 04, 2015 2:31 pm

Meredith saß am Bett ihrer Patientin und konnte nicht umhin wieder und wieder zu bemerken, wie klein und schmal, zerbrechlich und verletzlich Shizuka aussah.
Die Träume hatten sie übel mitgenommen.
Die Ärztin verstand nicht, warum jemand seine Magie nutzte, um so etwas zu tun. Es war genauso wie sie nicht verstand, warum Menschen sich untereinander verletzten, erniedrigten und töteten.
Sie hatte mit ihrer Berufswahl aktiv die Wahl getroffen, dagegen vorzugehen und jetzt hier zu sitzen und schmerzhaft feststellen musste, dass sie nicht helfen konnte.

Als Shizuka den Kopf schüttelte um zu verneinen, ob sie dieses Mal das Gleiche geträumt hatte, sah es wie ein kaum zu meisternder Kraftakt aus.
Die Medikamente hatten also nicht geholfen. Mit Medizin konnte man der Magie nicht entgegenwirken. Meredith hatte es eigentlich nicht wirklich geglaubt, obwohl sie es natürlich gehofft hatte.
Medizin war etwas Menschliches. Medizin und damit auch diese furchtbaren Alpträume, waren das exakte Gegenteil.

Dann sagte Shizuka zum ersten Mal etwas und selbst ihre mentale Stimme klang gebrochen und schwach.
Sie dachte also auch, dass diese Träume einen magischen Ursprung hatten und nichts Normales waren.
Meredith nickte.
„Ja, den Gedanken hatte ich auch schon“, gab sie zu. „Ich weiß nur nicht, wer für so etwas verantwortlich sein könnte“
Sie zögerte... Konnte sie Shizuka in ihrem geschwächten Zustand tatsächlich um so etwas bitten?
Es ging hier um das Wohl vieler und die Hexe vor ihr war eine der wenigen, die tatsächlich etwas dagegen tun konnte. Wovon sie auch profitieren würde.
„Haben sie irgendeine Möglichkeit, mehr über diese Träume und ihren Ursprung herauszufinden? Ich will stoppen was hier vorgeht, aber ich tappe nur im Dunkeln“
Das Ich brauche Hilfe sagte Meredith nicht mental, sondern dachte es nur. Sie wusste nicht, ob es bei Shizuka angekommen war.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Shizuka Furukawa
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Do Mai 14, 2015 6:02 pm

Konnte man sterben, wenn man nicht mehr schlief? Vermutlich. Shizuka fühlte sich jetzt schon elend, weil sie keinen Schlaf fand oder besser gesagt, sich dagegen wehrte. Wenn ihre Magie aus dem Gleichgewicht geriet, ging es ihr immer schlecht und im Moment war ihre Magie definitiv aus dem Gleichgewicht geraten. Was sie allerdings dagegen machen sollte, wusste sie nicht. Sie fühle sich zu schwach, um die Hand zu heben, wie sollte sie dann dieses Magiechaos beseitigen konnte. Es tat weh. Es war nicht nur, dass sie sich schwach fühlte, sie hatte mittlerweile Schmerzen, als ob jemand an ihrem Inneren zerrte, um sie zu zerstören. Konnte ihr ihre Magie entrissen werden?

Die Ärztin schien ihre Meinung zu teilen, dass die Albträume nicht natürlich waren. Sie hatten mit etwas Übernatürlichem zu tun, nur wussten sie nicht, was es war. Wie viel wusste Meredith von der übernatürlichen Welt, sah man mal davon ab, das sie Geister sehen konnte? Die kleine Japanerin musste sich konzentrieren, um dem Gespräch wirklich folgen zu können und ihr eigener Körper sie nicht im Stich ließ. Eine Möglichkeit, um herauszufinden, wer für die Albträume verantwortlich war. Meredith brauchte ihre Hilfe. Es gab etliche Menschen, die betroffen waren, und die brauchten ihre Hilfe. Als Hexe war es ihre Aufgabe, Menschen zu helfen, sie zu schützen.

„Vielleicht wenn ich... jemanden berühre, der... der auch Albträume... hat“, sagte sie und war irgendwie erschrocken, wie schwach sie klang. So sollte es nicht sein. Sie musste sich zusammenreißen, es war ihre Aufgabe, Menschen zu beschützen. Es war ihre Daseinsberechtigung als Hexe. Ein Klopfen an der Tür, ließ sie zusammenzucken. Lianne stand vor der Tür. Sie konnte es spüren.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Sam Winchester
Hunter
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Sa Mai 16, 2015 1:09 pm

cf: Motel – Zimmer 11

Sich mit Shizuka zu treffen wurde schwieriger als erwartet.
Sie meldet sich nicht, als Lia ihr eine SMS schrieb und sie anzurufen würde keinen Sinn machen. Sam und Lia würde eine andere Möglichkeit finden müssen, Shi zu kontaktieren und während Sam sich noch fragte, wie weit die mentale Verbindung hielt, hatte Lia schon eine Karte von Mystic Falls aus ihrer Tasche befördert.

Was dann folgte war Sam auf eine wirkliche unangenehme Art und Weise bekannt, vom Zauber bis hin zu Lias Wortwahl.
Genauso war Ruby vorgegangen als sie nach Dean gesucht hatte, nachdem die Engel ihn mitgenommen hatten um Alistair zu foltern.
Es jagte ihm einen kalten Schauer über den Rücken und das obwohl die brennende Karte vor ihm heiß.
Er durfte das jetzt nicht psycho-analysieren, sonst konnte er die Alpträume vergessen, was er sich im Moment wirklich nicht leisten konnte.
Trotzdem ... die kurze Ähnlichkeit zwischen Ruby und Lia war nichts, was er vergessen würde.

Gerade musste er sich jedoch auf etwas konzentrieren und als Lia ihm mitteilte, wo Shi sich aufhielt, war das gar nicht mehr so schwer.
Sie rasten mehr zum Krankenhaus als das sie fuhren und in Sams Kopf spielte sich ein Horrorszenario nach dem nächsten ab.
Es war noch nicht so lange her, dass er Shi gesehen hatte, trotzdem gab es so viel, dass hätte passiert sein können.
Besonders zu einer Hexe in Mystic Falls.

Im Krankenhaus angekommen mussten sie auf die harte Tour feststellen, wie unbeeindruckt Frauen von einer FBI-Marke war, wenn sie ihren McDreamy gefunden hatte.
Wieder fand Lia einen Plan B, schnappte sich Sams Hand und führte sie zu einem der Zimmer.
Es gab kein Namensschild, aber Sam bezweifelte nicht, dass es Shizukas Zimmer war.

Sam wusste, dass es sich nicht gehörte, einfach in ein Krankenzimmer zu platzen.
Er wusste auch, dass er jetzt und nicht später wissen musste, ob Shi okay war.
Er klopfte also ein paar Mal gegen die Tür, bevor er sie öffnete.

Das erste was er sah war Shi.
Sie lag im Bett, bleich wie das Laken unter ihr und auch wenn Sam keine Verletzungen erkennen konnte war es klar, dass er ihr absolut nicht gut ging.
„Was ist passiert? Wie geht es ihr?“, fragte er und richtet diese Frage auch an die andere Person im Raum: Dr. Fell.
Scheinbar war sie es, die hier alle übernatürlichen Fälle abbekam.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Sa Mai 16, 2015 8:07 pm

/cf: Motel Zimmer 11

Lianne ärgerte sich noch immer über diese Empfangsdame während Sie durch die Gänge lief und den halben Flur spürte. Sie hoffte das sie Shizuka nicht in einem OP-Saal finden würde. Aber glücklicherweise fand sie die Schwarzhaarige in einem mehr oder weniger normalen Krankenzimmer.
Sam klopfte an und Lianne atmete tief durch und versuchte ihre Dämonische Seite so weit wie möglich zu unterdrücken. Sie wusste das Shizuka die dunkle Seite von der Underwood nicht mochte, das diese ihr sogar weh tat. Doch es blieb beim Versuch. Sie schaffte es gerade mal das ganze ins Gleichgewicht zu bringen, als Sam schon die Türe öffnete.

Was war falsch bei ihr? Wieso ging es nicht mehr? Doch die Fragen waren wie weggeblasen als ihr Blick Shi fand. Sie sah aus wie ein Geist. Bleich, abgeschlagen und sah müde aus. Irgendwie hatte die Blondine eine Ahnung wie die Japanerin sich fühlte. "Sorry, ich bekomm die andere Seite nicht unterdrückt", entschuldigte sich die Automechanikerin sofort.
Sam befragte die Ärztin und Lianne schlag den Cardigan mehr um sich und verschränkte die Arme. Lianne wollte nicht das man all die Wunden sah. Wobei die eine an der Hüfte sehr zwickte. Aber zugeben das man verletzt war? Das man Hilfe gebrauchen könnte... Niemals! Zumindest nicht vor Fremden.

"Gibt es einen besonderen Grund wieso Shizuka an eine Infusion hängt?", fragte Lianne und musterte die Infusion argwöhnisch. Ihr innerstes schrie danach sich von dem Ding fern zu halten. Und sie wusste auch den Grund: Dort war Natriumchlorid, NaCl, also kurz Salz, enthalten. Und Dämonen und Salz war keine gute Idee. Aber bevor die Halbdämonin die Infusion durch ihren bösen Blick noch verpuffen liess, wandte sie ihren Blick auf die Ärztin und war überrascht was sie da sah. Sie hatte die selbe Aura wie Trent. Vielleicht eine Verwandte? Mal sehen ob sie alles auch mit Ö und lustigem Akzent sagen würde. Oder waren Trent und Sie was anderes? Aber was? Ein Seufzen entkam ihr. Alles war so kompliziert.
Nach oben Nach unten
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Di Mai 19, 2015 9:02 pm

Meredith hoffte, dass Shizuka mit ihrer Magie, vielleicht eine Möglichkeit hatte, ihnen hier das Stückchen Information geben würde, dass sie noch brauchten.
Sie wusste nicht, welche Quellen Galen noch hatte. Und es war auch nicht so, dass sie ihm nicht vertraute, er hatte ihr keinen Grund gegeben, das zu tun, aber sie war schon immer darauf eingestellt, allein zu arbeiten.
Das war auch hier nicht anders. Es war das Leben ihrer Patienten, das auf dem Leben stand, also musste sie etwas tun.

Shizukas Stimme klang genauso schwach, wie sie aussah.
Trotzdem schafften ihrer Worte es, in Meredith etwas Hoffnung zu finden.
Wenn sie jemand berühren konnte, der auch Alpträume hatte, würde sie vielleicht herausfinden können, was es damit auf sich hatte.
Meredith suchte bereits nach einem möglichen Kandidaten, irgendwen musste es doch geben, der von den Träumen betroffen war und vom Übernatürlichen wusste. Vielleicht jemand aus dem Rat?

Es klopfte an der Tür.
In der Annahme, dass es eine Schwester oder ein Pfleger war, sagte Meredith „Herein“.
Das Zimmer betraten jedoch ein großer Mann, den die Ärztin nach einer Sekunde als Sam erkannte (er sah nicht mehr so aus, als hätte man ihm ein Messer in den Bauch gerammt) und eine blonde Frau, die sie nicht kannte.
„Was machen sie hier?“, fragte Meredith zeitgleich mit Sam, der wissen wollte, was passiert war und wie es Shizuka ging.
Die Frau fragte auch noch, warum Shizuka eine Infusion bekam.

„Es gibt gute Gründe dafür“, sagte Meredith und erhob sich von ihrem Stuhl, stellte sich vor Shizukas Bett. „Warum sollte ich sie ihnen mitteilen? Ich weiß, dass sie kein FBI Agent sind und ich glaube kaum, dass sie zu Miss Furukawas Familie gehören“
Sie wusste, dass Sam ein Jäger war und vielleicht wegen der Träume hier war. Doch die Ärztin in ihr hatte gerade Vorrang. Vor allem weil sie die blonde Frau nicht kannte.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Shizuka Furukawa
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Fr Mai 22, 2015 5:47 pm

Es tat weh, Liannes dunkle Seite schien Shizuka regelrecht auszupeitschen, jedoch hatte sie nicht die Kraft, es irgendwie zum Ausdruck zu bringen. Nur ihr Herz schlug unregelmäßiger, kämpfte gegen den Schmerz an. Die mentale Entschuldigung änderte nichts. Etwas hatte sich an der Blonden verändert. Die Hexe erwiderte nichts darauf. Es war kein Zeichen, dass sie böse war, sie fand nur einfach nicht die Kraft dafür. Alles erschien ihr zu anstrengend. Sogar einfach nur zu atmen war schon schwer.

Meredith erhob sich, stellte sich fast schon schützend vor das Bett der Japanerin. Sie stand unter Schweigepflicht und hielt sich auch daran, dennoch war es Shizuka wichtig, dass sie nichts sagte. Man durfte keine Schwäche zeigen. „Sagen Sie ihnen bitte nicht, warum ich hier bin“, sagte sie leise und tatsächlich hielt sich Meredith daran. Sie verriet nicht, weswegen sie am Tropf hing und warum sie überhaupt erst im Krankenhaus gelandet war. Sie sollte Sam vermutlich niemals sagen, dass sie nach dem Gespräch mit ihm umgekippt war.

Die Ärztin schien den Jäger zu gehen und irgendwie sah sie so aus, als ob sie die beiden Ankömmlinge direkt wieder vor die Tür setzen wollte. Waren Lianne und Sam wieder ein Paar? Sie würden sonst nicht zusammen herkommen. Woher wusste sie überhaupt, dass Shizuka hier war? „Sam ist ein Freund von mir. Und Lianne … auch, sie zögerte, weil sie nicht wusste, wie die Blonde zu ihr stand. Man sollte die dämonische Seite nicht so stark merken. Was war passiert. Auch wenn die Halbdämonin gemerkt hatte, dass ihre Ausstrahlung heftiger war als sonst, änderte sie nichts daran, vielleicht konnte sie es auch nicht. Die Hexe litt darunter. Sie war eh schon geschwächt und zu empfänglich für das Übernatürliche.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Sam Winchester
Hunter
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Do Mai 28, 2015 7:00 pm

Sam konnte seinen Blick nicht von Shizuka abwenden.
Es war wirklich noch nicht lange her, dass er sie das letzte Mal gesehen hatte.
Er hatte absolut nicht erwartet, sie in diesem Zustand das nächste Mal zu treffen. In einer Stadt wie Mystic Falls und wenn man die Winchesters kannte musste man vermutlich immer mit dem Schlimmsten rechnen.
Trotzdem konnte Sam sich nicht vorstellen, warum jemand einer so liebevollen Person wie Shizuka etwas antun würde.
Wenn es denn ein Angriff gewesen war.
Shi hatte nicht krank gewirkt als sie bei ihm gewesen war. Sie war ängstlich gewesen, verwirrt und kurzzeitig panisch.
Nichts davon erklärte, warum sie hier im Bett lag, krank aussah und am Tropf hängte.

Dr. Fell erklärte auch nichts und zeigte sehr deutlich, dass sie nichts davon hielt, ihnen irgendwelche Informationen über Shis Gesundheitszustand zu geben.
Obwohl Sam sie verstehen konnte – sie unterstand der Schweigepflicht und er und Lia waren praktisch Fremde – wollte er wissen, was mit seiner Freundin passiert war.
Er konnte nicht umhin zu denken, dass er etwas mit ihm zu tun hatte.

Sam setzte seine besten Hundwelpen-Augen auf und wandte sich an Dr. Fell.
„Ich weiß, dass sie nur versuchen, Shizuka zu beschützen und ihren Job machen“, sagte er ruhig und verstehend. „Und glauben sie mir, ich bin ihnen sehr dankbar dafür. Ich möchte sie nur bitten, mir dieselbe Chance zu geben. Shizuka ist eine Freundin von mir, ich mache mir Sorgen und ich weiß, dass es Lianne ganz genau so geht“.
Er bezweifelte, dass er aus der Ärztin etwas herausbekommen würde – sie war viel zu professionell.

Von all den mentalen Gesprächen um ihn herum bekam der Jäger nichts mit.
Sam selbst traute sich nicht, Shizuka mental anzusprechen.
Sie sah unglaublich zerbrechlich aus wie sie da lag und Sam wollte sie nicht überwältigen.
Er sprach sie stattdessen normal an, so wie viele ihrer Gespräche abgelaufen waren.
„Shi, bitte“, sagte er. „Sag uns, was passiert ist. Können wir dir irgendwie helfen?“

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Fr Mai 29, 2015 8:49 pm

Lianne dachte im ersten Moment sich verhört zu haben. Die Ärztin machte wohl Scherze. Shizukas Familie war in Japan. Wahrscheinlich standen die gerade erst auf. "Haben Sie schon Ihre Familie infomiert?", stellte Lianne die Frage. Wenn die Ärztin schon auf ihren Berufsethos herum ritt, dann ritt die Automechanikerin eben auch darauf herum. Wieso konnten die Ärzte in echt nicht ein klein wenig mehr wie Dr. Sexy MD sein?

Sam versuchte nett auf die Ärztin einzureden. Aber Lianne glaubte nicht das Dr. Fell so einfach mit sich reden liess und die Mimik der Dunkelhaarigen sprach vom gleichen.
"Hören Sie mal Dr. Fell, Ich weiss zwar, dank Ihnen, nicht was genau Shizukas Zustand verursacht hat, aber ich werde meine beste Freundin garantiert nicht in einem Krankenhaus voll Ärzte lassen, die ihre gierigen Griffel nach ihr ausstrecken für irgendwelche lustigen Untersuchungen und Torturen nur in der Hoffnung ein Wundermittel gegen Krebs oder das Alter zu finden.", redete sich die Underwood ganz langsam aber sich in Rage. "Wer sagt das dort in der Infusion nichts drin ist, was Shizuka genau in dem Zustand hält, in dem Sie nun ist, nur um an ihr irgendwelche Experimente durch zu führen. Ich kann es nicht sagen, denn ich kann sie nicht einschätzen, weil ich nicht weiss, was Sie genau sind.", beendete die Blondine ihre Ansprache und versuchte ihre Wut unter Kontrolle zu halten. Ja Lia hat geschalten das bei der Ärztin irgendwas nicht richtig war.

Sie hatte die gleiche Aura wie Trent, jedoch sagte sie Gründe und nicht Grönde. Was waren Trent und diese Ärztin? Sie waren Menschlich, kein Zweifel und doch waren Sie ein wenig was anderes. Und dann sagte eine Stimme im Kopf das sie die gleiche Frage eigentlich auch bei Sam stellen müsste, denn seine und die von Dean waren zu Unterschiedlich. Aber daran wollte die Halbdämonin nicht denken. Sie hatte gerade grössere Sorgen. Und eine wurde gerade von Sam angesprochen.

Er bat sie zu sagen was geschehen war, doch Lianne hatte nur Augen für diesen Schmerzgeplagten Gesichtsausdruck. Lia hasste sich selber das sie Shizuka weitere Schmerzen zugefügt hatte. Sie hasste es das ihre beste Freundin nicht in ihrer Nähe sein konnte ohne das sie litt. Und daran war nur ihr dämonisches Selbst Schuld. Tränen stiegen in den blauen Augen auf.
Nach oben Nach unten
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Di Jun 02, 2015 9:19 pm

Meredith wusste, dass sie richtig gehandelt hatte, in dem sie schwieg, als Shizuka sie mental darum bat, den beiden Neuankömmlingen nicht zu sagen, warum sie sich in medizinischer Pflege befand.
„Es ist an Ihnen zu entscheiden, was Sam und Lianne erfahren“, sagte Meredith in derselben Art zu ihrer Patientin. Shizuka hatte klargestellt, wer die beiden für sie waren, doch das änderte an Merediths Standpunkt nicht.
Sie konnte den beiden Personen vor ihr keine Auskunft geben, der Shizuka nicht zustimmte. „Sie sind ihre Freunde, sie können ihnen sagen, was passiert ist. Ich bin im Moment nur eine Ärztin“

Was dann folgte, war etwas, das Meredith nur als eine Sache beschreiben konnte: Eine Good Cop – Bad Cop – Szene.
Sam machte den Anfang. Sie hatte seine ruhige Art schon erlebt, als er das letzte Mal hier war und heute setzte er wirklich alles daran, sie zu überzeugen.
Meredith glaubte nicht, dass er log, es wirkte aufrichtig und Shizuka hatte gesagt, dass sie befreundet waren.
Trotzdem schüttelte Meredith den Kopf.
„Es tut mir leid, Sam“

Während Sam ruhig und vernünftig an die Sache heran ging, flippte Lianne praktisch aus.
Auch nichts Neues, trotzdem zuckte Meredith heftig zusammen, als die Blonde ihr alles Mögliche an den Kopf warf.
Danach musste sie sich wirklich zusammen reißen, um nicht unprofessionell zu werden.
Lianne warf der Ärztin eine Sache nach der anderen vor, Dinge die alle falsch waren und gegen alles gingen, wofür Sam stand.
Es war sehr knapp, dass sie nicht so laut wurde wie Lianne und zurück schrie. Diese Dinge, waren nichts, was sie auf sich sitzen lassen konnte, doch dann sah sie, wie sich Tränen in den Augen der Blonden bildeten.
Und Meredith verstand, dass sie wirklich einfach nur Angst um ihre Freundin hatte und gerade einen Sündenbock brauchte.

Meredith bediente sich Sams Tonlage und antwortete Lianne: „Shizukas Familie wurde kontaktiert und informiert. Und ich kann Ihnen versichern, dass wir alles uns mögliche tun um ihr bei der Genesung zu verhelfen“
Dann holte die Ärztin in einer ganz anderen Tonlage weiter: „Und wenn Sie noch einmal irgendetwas anderes andeuten und hier meinen Unwahrheiten zu erzählen oder mich beleidigen zu müssen, so helfe mir Gott, werde ich Sie heraus werfen lassen, beste Freundin hin oder her. Haben wir uns verstanden?“
Merediths Stimme war glasklar, eiskalt und sie fixierte Lianne mit ihren brauen Augen.
Von der liebevollen Ärztin war nichts mehr zu sehen.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Shizuka Furukawa
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mi Jun 03, 2015 5:51 pm

Meredith hielt sich an ihre Bitte, versprach, dass Sam und Lia nicht erfahren sollten, warum Shi hier war. Sie wollte keine Schwäche zeigen und Sam sollte auch kein schlechtes Gewissen haben, weil sie umgekippt war, nachdem sie bei ihm gewesen war. Der Winchester akzeptierte den Standpunkt der Ärztin einigermaßen, die Halbdämonin hingegen flippte regelrecht auf. Dieses Ausbruch wäre in Japan eine Schande gewesen, daran gab es keinen Zweifel. Ein solches Kontrollverlust war Grund zur Schande. Es war nicht ehrenwert. Mal davon abgesehen, dass es Blödsinn war, was sie da sagte. An ihr wurden keine Experimente durchgeführt. Man wollte ihr nur helfen. Sie hatte noch nicht einmal einen schiefen Blick bekommen, als herauskam, dass sie sich als Frau fühlte und auch als solche behandelt werden wollte.

Liannes Ausbruch hatte aber noch ganz andere Folgen. Unglaubliche Schmerzen peitschten durch Shizukas Körper. Sie konnte nicht verhindern, dass man ihr die Schmerzen ansah. Liannes dämonische Kraft preschte auf sie ein, folterte sie regelrecht und sie hatte in ihrem derzeitigen Zustand nichts entgegenzusetzen. Ihre Magie wurde eh schon durch irgendwas geschwächt, nahezu vergiftet, dass es jetzt einfach zu viel war. Ihr Kopf schien zu explodieren und dann wurde alles schwach. Sie hatte das Bewusstsein verloren und ihr Kopf kippte zur Seite. Blut lief aus ihrer Nase und färbte das Kopfkissen rot. Ihr langes, schwarzes Haar, klebte ihr auf der verschwitzten Stirn. Es war eine heftig Reaktion, aber sie zeigte nur, wie schlecht es ihr ging, nicht nur körperlich, sondern auch auf magischer Ebene.

Als sie wieder zu sich kam, wusste sie nicht, wie viel Zeit vergangen war, aber etwas hatte sich verändert. Sie fühlte sich immer noch so schwach, dass sie ihre Hand nicht heben konnte, aber sah man von Liannes hämmernder Präsenz ab, fühlte sich ihre Magie wieder rein an, unangetastet. Es war, als ob etwas Böses sie bis dahin festgehalten hatte, sie aber nun befreit davor war. Es war eine Erleichterung, selbst wenn sie es nicht äußern konnte und man es ihr vermutlich nicht ansah, denn körperlich fühlte sie sich noch nicht besser, aber sie fühlte sich wieder mit sich im Reinen.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Sam Winchester
Hunter
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mo Jun 08, 2015 5:32 pm

Sam bekam keine Antwort von Shizuka, weder mental, noch in irgendeiner anderen Weise.
Er wusste nicht, warum sie sich nicht von ihm helfen lassen wollte. Natürlich wusste es, wie es war, wenn man keine Schwäche zeigen wollte, aber auch er erreichte irgendwann den Punkt, an dem er einfach ausspuckte was mit ihm los war.
War Shi da einfach noch nicht angekommen oder vertraute sie ihm nicht genug?
Bei all den Geheimnissen, die sie einander anvertraut hatten, hoffte er, dass es nicht daran lag.
Shizuka war manchmal einfach zu stur.
Sam war schon froh, dass sie sich von den Ärzten helfen ließ, dass war immerhin etwas.

Lianne war scheinbar ganz anderer Meinung.
Sie flippte regelrecht aus, beschuldigte Dr. Fell gnadenlos und scheinbar mit allem, was ihr gerade an Gemeinheiten einfiel, auch wenn sie nicht mehr der Wahrheit entsprachen.
Sam war von Dr. Fell behandelt worden, so weit er es beurteilen konnte, war sie eine gute Ärztin.
Er wollte Meredith gerade verteidigen, so sehr wie er Lia auch liebte, so was konnte sie nicht einfach sagen. Sie war gerade so komplett anders als sonst... Sam versuchte nicht darüber nachzudenken, was das bedeuten konnte, immerhin wusste er, dass Lia nicht nur das süße Mädchen von neben an war, sondern auch eine dunkle Seite hatte. Eine dunkle Seite, die von Stress und Angst, wie die, die sie jetzt empfand, durchaus hervorgerufen wurden konnte.

Meredith wehrte sich gegen Lias Anschuldigungen, was Sam Zeit gab, zu Shi zu blicken.
Wenn Shi eben schon schlecht ausgehen hatte, dann hatte Sam jetzt keinen Begriff mehr, außer furchtbar.
Sam rannte förmlich an Shis Seite.
Blut rann ihr aus der Nase, sie hatte die Augen geschlossen und wenn es nicht für die kaum wahrnehmbaren Bewegungen ihrer Brust gewesen wäre, hätte er gedacht, sie wäre tot.
„Dr. Fell!“, rief Sam. „Was geht hier ab?!“
Sam war kein Arzt. Er hatte nur eine Idee, weshalb es Shi plötzlich noch schlechter ging.
„Lia!“, er wandte sich an seine Freundin. „Du musst dich beruhigen. Hol tief Luft und komm wieder runter. Ich glaube du machst es nur noch schlimmer“

Sam rückte nur von Shizukas Seite, um Meredith Platz zu machen.
Er hatte Angst um seine Freundin.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Mo Jun 08, 2015 8:47 pm

Shizukas Familie wurde kontaktiert und informiert. Und ich kann Ihnen versichern, dass wir alles uns mögliche tun um ihr bei der Genesung zu verhelfen. Und wenn Sie noch einmal irgendetwas anderes andeuten und hier meinen Unwahrheiten zu erzählen oder mich beleidigen zu müssen, so helfe mir Gott, werde ich Sie heraus werfen lassen, beste Freundin hin oder her. Haben wir uns verstanden?“ Entgegnete die Ärztin und Lianne ballte ihre Fäuste. Am liebsten würde Sie ja nun dieser Fell um die Ohren werfen das Gott ihr ganz sicher nicht helfen würde, da Gott es scheiss egal war was mit den Menschen geschah. Und am liebsten würde sie nun gerne schwarze Augen haben nur um der Brünetten zu zeigen das sie sich mit Wesen anlegte gegen die Sie nichts ausrichten konnte. Aber weder das eine noch das andere war im Moment hilfreich. Und irgendwie passte es nicht zu Lia. Was war zum Teufel los mit ihr?
"Ja", presste die Underwood deswegen hervor und merkte wie Sam sich von ihrer Seite löste.

Shizuka sah nicht mehr bescheiden aus... sie sah als würde sie gleich sterben. Und das dumpfe Gefühl das Lia dafür verantwortlich war, machte sich bei ihr im inneren breit. Das war nicht gut, das war überhaupt nicht gut.
Und dann sprach Sam das aus was die Automechanikerin befürchtet hatte. Die Halbdämonin war schuld daran das Shizuka das Bewusstsein verloren hatte.
„Lia! Du musst dich beruhigen. Hol tief Luft und komm wieder runter. Ich glaube du machst es nur noch schlimmer“, wies er sie an. Die Blondine nickte voller Horror, während ihre Augen noch mehr in Tränenflüssigkeit schwammen. Was hatte Sie nur getan!? Shi hatte das ganze nicht verdient!

Die Halbdämonin schloss die Augen und konzentrierte sich auf ihre Atmung. Ein- und Ausatmen. So wie ihre Dämonenmummy es ihr beigebracht hatte. So wie sie es jedesmal als Kind getan hatte wenn sie am liebsten die Ungerechtigkeit weggefackelt hätte. Langsam zog sich ihre Dämonische Seite zurück, kratzte nicht mehr an der Oberfläche bis zu dem Punkt an dem es Fifty-Fifty stand. Es war so als könnte sie ihre Dämonische Seite nicht weiter unterdrücken, als würde etwas das ganze blockieren.
Und je mehr sie versuchte ihre Dämonische Seite auf ein Minimum zu beschränken desto stärker wurde plötzliche auftretende Kopfschmerzen. So stark, das Lia es aufgab ihre Seiten gegeneinander zu tauschen. Ihre Hände griffen zu ihren Schläfen und massierte diese. Super, jetzt war sie nicht nur mit Schlafentzug konfrontiert, war Schuld das Shizuka gerade das Bewusstsein verloren hatte, sondern auch noch mit Kopfschmerzen gestraft. Ja wahrscheinlich hatte sie das aber verdient. Wahrscheinlich hätte sie es sogar verdient wenn sie nun in Flammen aufgehen würde.

"Sam, ich bekomm es nicht komplett unterdrückt.", gab sie an ihren Freund Rückmeldung. Plötzlich wurde ihr komisch, übel, schwindelig und vor allem so unglaublich Müde. Oh je, Müde war überhaupt nicht gut. "Sam, ich glaube ich sollte gehen... oder Salz besorgen", fasselte die Blondine zusammen und unterdrückte ein Gähnen.
Nach oben Nach unten
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Krankenzimmer   Fr Jun 12, 2015 4:41 pm

Meredith nahm ihre Augen nicht von Lianne.
Die Blonde schien für einen Moment mit sich zu kämpfen, dann presste sie ein „Ja“ zwischen ihren Zähnen hindurch.
Es war deutlich, dass sie Meredith nicht besonders mochte und obwohl die Ärztin es nicht so deutlich zeigte, beruhte das auf Gegenseitigkeit.
Meredith hätte weiter mit Lianne diskutieren können, wenn sie eins ernst nahm, dann war es ihr Job, aber genau in diesem Moment musste sie das unter Beweis stellen.

Denn während Lia und Meredith ihre kleine Auseinandersetzung gehabt hatten, hatte Shizuka erneut das Bewusstsein verloren, während Blut aus ihrer Nase lief.
Sam hatte es zuerst bemerkt und er war es auch, der die beiden Frauen auf die Patienten aufmerksam machte.
Meredith lief zur  Seite des Bettes,  neben Sam und ihre Augen wanderten fast schon panisch von den Monitoren an die Shizuka angeschlossen war zu ihrem Gesicht und wieder zurück.
Shizuka sah nicht gut aus, doch das hatte sie schon die ganze Zeit nicht.

„Dr. Fell! Was geht hier ab?!“
rief Sam und Meredith musste feststellen, dass sie keine Antwort für ihn hatte.
Diese verdammten Alpträume!
Es gab keine medizinische Erklärung für das was mit Shizuka geschah, da war die Erschöpfung, aber das konnte einfach nicht alles sein!
„Ich weiß es nicht!“, Meredith wollte es nicht zugeben, aber es war so.
Das hier war irgendetwas Magisches, dem sie mit all ihrer Logik und Rationalität und ihrem Wissen nicht entgegen wirken konnte.

Meredith verstand nicht, warum Sam zu Lianne sagte, dass sie sich beruhigen musste.
Sie verstand auch nicht, warum Lianne genau das tat und dabei so unglaublich angestrengt wirkte.
Trotzdem war sie sich sicher, dass es nicht gut war, als die Blonde sagte, dass sie „es“ nicht unter Kontrolle bekam

Vor allem aber verstand sie nicht, warum Shizuka in diesem Moment wieder aufwachte und sogar wieder besser aussah.
Sie sah immer noch fertig aus, aber mehr so als wäre sie gerade einen Marathon gerannt, an Stelle von einem Ausdruck, als würde sie gleich sterben.
„Shizuka! Was ist passiert? Wie geht es ihnen?“, Meredith realisiert gar nicht, dass es die Fragen mental und verbal stellte.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Krankenzimmer   

Nach oben Nach unten
 

Krankenzimmer

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 3 von 5Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter

 Ähnliche Themen

-
» E2 - Krankenzimmer
» Krankenzimmer
» Krankenzimmer 104
» Krankenzimmer
» Krankenzimmer

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
 ::  :: MYSTIC FALLS :: MYSTIC FALLS HOSPITAL-