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 Krankenzimmer #2

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Do Feb 13, 2014 9:52 pm

Irgendwann kam er wieder zu sich. Es war, als ob er aus einer Ohnmacht wieder erwachen würde, so als würde er aus den Tiefen eines Ozeans aus Dunkelheit herausgezogen. Sam schluckte mehrmals, sein Hals fühlte sich trocken an. Schließlich öffnete er die Augen. Zunächst konnte er nur die Schemen dreier Menschen ausmachen. Erst nach mehrmaligen blinzeln, erkannte er Dean und Jo. Und die Ärztin, die…
Er spürte, wie sich sein Puls beschleunigte, seine Atmung schneller wurde. Was er dort vor sich sah, konnte nicht sein. Er.. nein… es…

Mit fast lähmender Gewissheit wurde ihm bewusst, dass er es nicht geschafft hatte. Das letzte, woran er sich wage erinnern konnte, war, dass Jo und Dean ihn in ein Krankenhaus gebracht hatten und das schien… er schluckte. Doch er konnte sich nicht irren, vor ihm stand eine Tote. Die Frau, im weißen Kittel, die mit sanften aber besorgten Gesichtsausdruck auf ihn niederblickte, war nicht mehr am Leben. Er wusste das mit Sicherheit, er selbst hatte ihrem Leben ein Ende gesetzt.
Doch auf die Gewissheit gestorben zu sein, folgte der Schock darüber, dass auch Jo und Dean bei ihm zu sein schienen. Sie waren nicht... sie konnten nicht tot sein. Das machte keinen Sinn. Oder war seine gesamte Erinnerung falsch? Waren sie doch schon im Kampf… nein, nein.. das durfte nicht...

Sam keuchte. Er spürte, dass sein Herz raste. Und er hatte das Gefühl nicht genug Luft zu bekommen. Aber es konnte nicht sein. Er musste wissen, was passiert war. Wo er war? Was.. wieso er sie alle drei sehen konnte, sie vor ihm standen. Er glaubte, ihre Stimmen zu hören. Aber er verstand sie nicht. Wo war er?

Sam spannte sich an. Er musste aufstehen. Mühsam versuchte er sich aufzurichten. Sofort zogen Wellen von Schmerz durch seinen Körper. Doch er konnte nicht liegen bleiben. Langsam bewegte sich sein Oberkörper nach oben. Zumindest glaubte er das. Er hatte noch nicht das Gefühl, dass ihm sein Körper gehörte, dass er Herr über ihn war. Die Schmerzen wurden stärker. Er keuchte wieder.
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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Fr Feb 14, 2014 3:17 pm

Meredith sah die beiden Personen ihr gegenüber erwartungsvoll an. Es gab kaum eine mögliche Antwort, die sie sich ausmalen konnte, ohne sämtliche Register aus Thriller-Romanen zu ziehen.
"Wir sind vom FBI.“, erklärte der Mann, der inzwischen wieder etwas angezogen hatte. Mit dieser Antwort hatte Meredith definitiv nicht gerechnet. FBI-Agenten? Hier in Mystic Falls? Bei all den Vorfällen hatte es irgendwann dazu kommen müssen, dass war ihr schon klar, aber sie war nie davon ausgegangen, dass diese hier auftauchen würden.
„Mein Kollege war für einige Ermittlungen im Wald unterwegs. Als er nicht wieder kam, haben wir nach ihm gesucht. Die Kerle die wir suchen, haben ihn wohl zuerst erwischt. Wir haben ihn erst heute gefunden, in einem Höhlensystem. Es gab einen Kampf und die Täter sind geflohen. Fragen sie den hiesigen Sheriff, sie ist über die Ermittlungen informiert". Die Blonde nickte bestätigend.
Meredith hatte gerade nach Ausweisen fragen wollen, doch sie war sich ziemlich sicher, dass die beiden Agenten diese nicht dabei hatten und so musste sie auf ihr Wort vertrauen und sich am Besten wirklich bei Sheriff Forbes nachfragen.

Die Ärztin musterte beide nochmal. Der Mann, der eben gesprochen hatte, sah zumindest so aus, wie sie sich einen Agenten vorstellte und er hatte diesen Blick, den sie nur bei Menschen bemerkt hatte, die in ihrem Leben schon einiges gesehen hatten. Seine Begleiterin wurde sie auf den ersten Blick nicht in dieselbe Kategorie schieben, doch Meredith war sich sicher, dass sich unter der unschuldigen Oberfläche eine toughe Frau verbarg. Nicht oft sah die Ärztin Frauen die hier in Notaufnahme in solchen Situationen den Kopf nicht verloren und professionell blieben.
All diese Faktoren und ihr Vertrauen in Elizabeth ließen sie nicken, als der Mann fragte, ob sie zu ihrem Kollegen dürften.

Meredith führte die beiden zu dem Patienten und wusste, dass sie sich hier auf ihr Bauchgefühl vertraute, was nicht immer eine gute Idee war.
Sie standen zu dritt in einem recht kleinen Zimmer, zusammen mit dem Bett und den medizinischen Geräten wurde es hier eng und Meredith ging auf die andere Seite des Bettes und kontrollierte die Vitalfunktionen anhand der Geräte, um den beiden Agenten etwas Zeit zu geben. Was jedoch nicht bedeutete, dass sie nicht zuhörte.
Bei ihrem Patienten sah alles gut aus, der Herzschlag war kräftig und regelmäßig und auch der Blutdruck war wieder normal, was bei diesem hohen Blutverlust nicht selbstverständlich war.
"Das wird wieder, Sam. Hörst du? Du packst das.", hörte Meredith die Blonde sagen. Sam hieß er also. Ihr fiel auf, dass sie kaum etwas über den Patienten wusste, außer seinen Vornamen und seinem Beruf.
Sie wollte gerade nach der Krankenakte greifen, als sie sah, wie der Puls von Sam sich beschleunigte.

Meredith drehte sich wieder herum und blickte direkt in geöffnete grüne Augen. „Sam“, sagte die Ärztin und ging auf ihn zu. „Wissen sie, wo sie sind?“.
Die einzige Antwort war ein Keuchen.
„Sam?“, noch immer wartete sie auf eine Reaktion und die bekam sie dann auch. Allerdings war es nicht die, die sie erhofft hatte, denn in diesem Moment, begann er sich schwerfällig aufzurichten.
Was dachte er sich nur?
Sofort war Meredith da und drückte ihn zwar sanft, aber bestimmt zurück auf das Bett. „Sie müssen liegen bleiben!“
Was hatte er vor? Wozu hatte er aufstehen wollen, im Moment war absolut sicher und es konnte nur ihm nur Schmerzen verursachen, so schwer wie seine Verletzungen waren.

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Dean Winchester
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Fr Feb 14, 2014 11:30 pm

Ein schmales Lächeln auf den Lippen suchte Dean Jos Blick, als sie ihm versicherte Sam habe schon Schlimmeres überstanden.

"So etwas wie Messer im Rücken?", fragte er mit leisem Sarkasmus, ohne es böse zu meinen. Es war von jeher die Art wie er am besten klar kam, wenn er die Angst nicht die Oberhand gewinnen lassen wollte.

Wenn das jemand wusste, dann war es Jo. Auch wenn er Probleme damit hatte es so deutlich zu zeigen oder auszudrücken, so war er doch dankbar für ihren Beistand. Die fremde Jacke ließ er einfach wo sie war. In der Zeit wo sie warteten, erhob keiner Anspruch darauf und als die Ärztin endlich kam, war sie ganz und gar vergessen.

Zu seiner Erleichterung akzeptierte die Frau seine Erklärung und wiedermal fiel ihm auf, was für einen großen Einfluss Sheriff Forbes hier zu haben schien. Es war eine nette Abwechslung diese Tücke mal im vollen Bewusstsein der polizeilichen Rückendeckung zu machen. Denn zu ihrem Pech war Bobby gerade nicht in Sioux Falls, um sein FBI-Telefon zu bedienen und ihren Vorgesetzen zu spielen.

Ob Sam ihm schon davon erzählt hatte, dass Jo sich auf ihn eingelassen hatte? Vermutlich nicht, weil sonst hätte er vermutlich schon einen Anruf erhalten.

Auf dem Weg zu dem Krankenzimmer hatte Dean jedoch nur noch eines im Kopf und das war eben in welchem Zustand er seinen Bruder vorfinden würde.

Es gefiel ihm nicht gerade, dass die Ärztin mitkam und sich nicht um irgendwelche anderen Patienten kümmerte. Sam war noch bewusstlos, was ein absprechen nahezu unmöglich machte, solange sie nicht unter sich waren. Allerdings waren die Brüder ein eingespieltes Team, dem wenige Worte ausreichten.

Auf dem Weg durch die Gänge hatte er unauffälig Jos Hand gegriffen, diese jedoch wieder losgelassen bevor Dr. Fell es sehen konnte. Der Anblick von Sam in diesem Krankenhausbett ging ihm an die Nieren. Auf der anderen Seite musste er aufpassen, denn offiziell waren sie eben gerade keine Brüder, sondern Partner. Mit angespannter Miene blieb er auf der freien Bettseite, wobei sein Blick die Monitore streifte und halbwegs beruhigt die Werte von Puls und Blutdruck ablas.

"Wie lange, bis er mit dieser Wunde wieder aufstehen kann, Dr. Fell?", fragte er schließlich. Bewusst fragte er gar nicht nach, wie lange Sam im Krankenhaus bleiben sollte. Er wusste schon jetzt, dass sie diese Zeitspanne nicht einhalten würden. Sobald Sam sich bewegen konnte, musste er hier wieder raus. In einem Krankenhauszimmer war er einfach zu angreifbar. Sie konnten den Raum ja kaum mit Teufelsfallen und Salzlinien schützen.

Dadurch das er auf die Ärztin konzentriert war, war ihm entgangen wie Sam die Augen geöffnet hatte. Erst die Frage von Dr. Fell machte ihn aufmerksam und er wandte sich nun ebenfalls seinem Bruder zu. Doch irgendetwas stimmte nicht, das konnte er deutlich in seinem Blick erkennen. Nur hatte Dean keine Ahnung was.

Als Sam auch noch versuchte sich aufzurichten, war er schnell an dessen Seite und drückte ihn gemeinsam mit der Ärztin zurück aufs Bett.

"Sammy, hey!", sprach er ihn scharf an, bis er sicher war seine Aufmerksamkeit zu haben. Fest erwiderte er dessen Blick, zwang ihn geradezu diesen zu halten, um sicherzugehen, dass sein Bruder auch verstand.

"Alles okay, Partner." So sprach er seinen Bruder sonst nicht an und es würde ausreichen müssen, um Sam zu signalisieren, dass sie nicht als Brüder hier waren. "Du hast Agent Fuller und mir einen ordentlichen Schrecken eingejagt."

Sein Bruder wirkte zwar wieder klarer, doch etwas stimmte ganz und gar nicht, denn immernoch wirkte Sam kampfbereit und fast wünschte er sich Shi mit ihren Fähigkeiten wäre hier und könnte ihm sagen, was in Sams Kopf gerade vor sich ging.  Er würde jedoch ohne die Hexe auskommen müssen.

Er tauschte noch einen Blick mit Sam und stand dann entschlossen auf. Mit der größten Selbtverständlichkeit und Selbstsicherheit sprach er die Ärztin an, die jedes Wort bestimmt mitverfolgt hatte.

"Dr. Fell, mein Partner hat wichtige Informationen über den Fall und sie werden verstehen, dass wir darüber nicht vor ihnen sprechen können. Darf ich sie bitten uns kurz alleine zu lassen? Nicht länger als fünf Minuten, ich verspreche es ihnen und ich schicke meine Kollegin heraus, sollte es ihrem Patienten schlechter gehen." Dabei packte Dean sein charmantestes Agentenlächeln aus, dass er in Reserve hatte.

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Joanna Harvelle
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Di Feb 18, 2014 8:02 pm

Sam war für Jo immer der Große und Starke gewesen, der aber auch gleichermaßen sanft und verständnisvoll und bei Weitem nicht so jähzornig und sarkastisch wie Dean sein konnte. Er war wie der Fels in der Brandung, auf den man sich immer verlassen konnte und der immer für einen da war. So hatte sich Jo immer einen großen Bruder vorgestellt, wenn sie denn solche Gedanken mal zuließ. Sie wusste, wenn sie mal Krach mit Dean haben würde - und das hatte bei ihnen eine Wahrscheinlichkeit von 95% - dann könnte sie sich bei Sam auskotzen. Und dieser würde Dean vielleicht sogar eine runterziehen, wenn es hart auf hart käme. In erster Linie würde er aber den Streit schneller schlichten, als wenn Dean und Jo es allein versucht hätten.

Wenn man all das berücksichtigte und dabei auch noch im Kopf hatte, dass er ein Jäger war, den so schnell nichts aus den Socken riss, so war der Anblick des schwachen, bewusstlosen Sams in einem Krankenhausbett, umgeben von piependen und summenden Geräten und einem Schlauch in der Nase, alles andere als ein beruhigender Anblick. Wie etwas, das nun mehr sie aus den Socken riss.
Nervös blickte sie auf Sam nieder und am liebsten hätte sie die Ärztin geschüttelt, um einen möglichen Aufwachzeitpunkt zu erfahren. Innerlich tobte sie.
Und äußerlich hielt sie sich im Hintergrund. Das war einer dieser Brudermomente, wie sie im Gefühl hatte. Ein Moment, wo sie sich lieber mal nicht dazwischen drängte und die Winchesters einfach mal Winchesters sein ließ.

An sich kein schlechter Gedanke, wäre da nicht die Tatsache, dass Sam mitmal wach wurde. Und das im wahsten Sinne des Wortes. Etwas ging in ihm vor und das war von keiner guten Sorte. Er wollte sogar aufstehen, doch Dean hielt seinen Bruder zurück.
Er forderte den Doktor auf, das Zimmer für einen Moment zu verlassen.
Für den Fall, dass besagte Doktorin nicht hören würde, was Jo irgendwie im Gefühl hatte, nahm Jo sie beim Arm und nickte Deans Worten zustimmend.
"Sie müssen verstehen. Selbst für einen Agenten ist es nicht leicht, allein mehreren Gegnern ausgesetzt zu sein. Wir werden ihn beruhigen, ihm ein paar Fragen stellen und dann gehört er wieder ganz Ihrer ausgezeichneten fachlichen Aufsicht."
Milde, aber bestimmend schob Jo die Ärztin mit einem letzten Lächeln hinaus und schloss sofort die Tür, um sich sicherheitshalber gegen sie zu lehnen.
Das Lächeln verschwand augenblicklich und ein besorgter Blick glitt zu den Jungs.
"Sieh zu, dass du ihn im Bett halten kannst. Sonst reißt die Naht wieder auf."

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Mi Feb 19, 2014 1:18 pm

Sam wurde zurück ins Bett gedrückt. Er konnte nicht nur die Hand seines Bruders auf seiner Haut spüren, sondern auch die der Ärztin. Und es beruhigte ihn nicht. Sein Herz ging immer noch weit schneller als es sollte und er spürte die Panik wieder in sich aufkommen. Zu seiner großen Erleichterung, auch wenn er die einzelnen Worte nicht verstand, bekam er mit, dass Dean die Ärztin dazu brachte, den Raum zu verlassen.
Als sich die Tür hinter ihr geschlossen hatte, versuchte Sam durchzuatmen. Doch Schmerzen stoppten die Bewegung des Brustkorbes je. Er schloss für einen Moment die Augen. Immer noch spürte er vor allem Angst, die Angst gestorben zu sein und die Befürchtung, dass auch Dean und Jo tot waren.
Doch dann erkannte er plötzlich, dass er sie fragen konnte, dass er alleine mit ihnen im Raum war.
„Seid ihr tot?“ fragte er leise, rau, aber nicht weniger panisch, „wieso seid ihr tot? Ich war doch?“ Er schüttelte den Kopf. „Das kann nicht sein.“
Nur langsam registrierte er, was er da sagte, dass er nichts von dem verstanden hatte, was sein Bruder ihm gesagt hatte. Die Nachwirkungen der Narkose und die Schmerzmittel schienen ihn noch fest im Griff zu haben. Wobei es vielleicht bereits ein gutes Zeichen war, dass er das zumindest bemerkte? Oder?
Er versuchte sich auf Dean zu konzentrieren, hätte aber nicht sagen können, ob es ihm gelang.
„Die Ärtzin,“ seine Stimme brach ab, „Die Ärztin, sie ist tot. Ganz sicher. Ich weiß es.“
Wieder konnte Sam dem Impuls nicht widerstehen, sich aufrichten zu wollen, aufzustehen, zu gehen, herauszufinden, wo er war. Dann plötzlich hielt er inne. Vielleicht träumte er noch? Ja, ganz sicher. Bestimmt lag er noch auf dem OP-Tisch und wurde operiert. Er spürte, dass er sofort ruhiger wurde. Es war die einzige Erklärung, die Sinn zu machen schien. Nur im Traum konnten Tote und Lebende einander so begegnen, ohne dass es eine negative Bedeutung haben musste. Ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen. Jetzt konnte er Dean zuhören.
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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Mi Feb 19, 2014 5:33 pm

Langsam hatte Meredith keinen Zweifel mehr, dass sie wirklich mit echten FBI-Agenten zu tun hatten. Auch wenn sie nach wie vor keine Ausweise gesehen hatte, deutete ihr gesamtes Verhalten darauf hin. Das Misstrauen auf Seiten der Ärztin wich langsam, vor allem als sie bemerkte wie liebevoll, fast brüderlich, sich der Agent um Sam kümmerte, auch wenn er es scheinbar nicht sehr oft offen zeigte. Meredith hatte in ihrem Beruf gelernt auf Einzelheiten zu achten, so fiel ihr das trotzdem auf.
"Alles okay, Partner. Du hast Agent Fuller und mir einen ordentlichen Schrecken eingejagt.", wechselte er wieder in den Agenten-Modus und Meredith registrierte erneut den nebenbei fallen gelassenen Namen. Sam und Agent Fuller also. Wie hieß Nummer drei eigentlich? Stellten sich Agenten nicht normalerweise direkt mit Namen vor?

Die Ärztin wurde von Mr. Noch-Namenslos angesprochen, der sie mit einem charmanten Lächeln besah, dass Meredith schon so oft gesehen hatte, wenn ein Patient sie davon überzeugen wollte, dass er doch schon entlassen werden konnte, egal was sie gesagt hatte.
"Dr. Fell, mein Partner hat wichtige Informationen über den Fall und sie werden verstehen, dass wir darüber nicht vor ihnen sprechen können. Darf ich sie bitten uns kurz alleine zu lassen? Nicht länger als fünf Minuten, ich verspreche es ihnen und ich schicke meine Kollegin heraus, sollte es ihrem Patienten schlechter gehen.", sie hatte bereits mit einer Bitte oder Forderung gerechnet, doch sie hatte nicht gedacht, dass man schon jetzt mit dem gerade erwachten Patienten über einen Fall reden wollte. Er war gerade erst aufgewacht und war ganz sicher noch nicht klar. Sie wollte lieber warten, bis ihr Patient wieder ganz bei sich war, doch normalerweise wäre sie überhaupt nicht mitgekommen. Sie hatte ja nur sichergehen wollen, dass sie hier nicht angelogen wurde und das war sie sich eigentlich.

Agent Fuller meldete sich nun auch zu Wort. "Sie müssen verstehen. Selbst für einen Agenten ist es nicht leicht, allein mehreren Gegnern ausgesetzt zu sein. Wir werden ihn beruhigen, ihm ein paar Fragen stellen und dann gehört er wieder ganz Ihrer ausgezeichneten fachlichen Aufsicht."
Sie griff Meredith am Arm und schob sie Richtung Tür. Bevor die Ärztin jedoch das Zimmer verließ, drehte sie sich noch einmal zu den Agenten um. „Fünf Minuten“, stellte sie klar. „Und keine Sekunde länger“. Mit einem letzten Blick auf ihren Patienten schloss sie die Tür hinter sich.

Ihr war nicht ganz wohl bei dem Gedanken sie allein dort drin zu lassen, sie schob diese Sorge jedoch zur Seite. Sie hatte mitbekommen, dass sie nicht zulassen würden, dass die Nähte rissen und bei anderen medizinischen Notfällen würden die Geräte Alarm schlagen.
Meredith nutzte die Zeit um sich die Krankenakte ihres Patienten zu besorgen.
Sam Nickolson hieß er also. Keine Allergien, Vorerkrankungen oder regelmäßige Einnahme von Medikamente und keinerlei vorherigen Einträge über ihn.
Vermutlich war er zuvor noch nie in Mystic Falls gewesen, sondern bearbeitete hier nur den Fall.
Eine Tatsache, die Meredith bisher in den Hintergrund gerückt hatte, kam nun wieder nach vorne, also sie genauer über ihn nachdachte. Wenn er noch nie ein Patient von ihr gewesen war und ursprünglich nicht aus Mystic Falls kam, warum meinte sie dann ihn irgendwann schon einmal gesehen zu haben?
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Dean Winchester
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Mi Feb 19, 2014 8:19 pm

Mit Jos Hilfe wurden sie endlich die lästige Ärztin los und Dean wandte sich wieder dem Bett zu, als er sah das Jo sich sicherheitshalber von innen gegen die Tür lehnte.

Zu Jos Hinweiß nickte er, wobei er schon seinen Bruder ansprach. Und diesmal sprach eindeutig der Bruder aus ihm. "Sammy? Hey, rede mit mir!", versuchte er dessen Aufmerksamkeit zu erlangen.

Was er zu hören bekam, ließ ihn erstmal verblüfft die Augen aufreißen. "Ob wir ... was?" Sam murmelte etwas in sich rein. "Wir sind nicht tot und du auch nicht. Wieso glaubst du das?"

"Hey, komm schon, wir haben nicht viel Zeit. Die Ärztin zeigt für meinen Geschmack viel zu viel Interesse an uns."

„Die Ärtzin,“ seine Stimme brach ab, „Die Ärztin, sie ist tot. Ganz sicher. Ich weiß es.“

"Bleib liegen, verdammt nochmal!" Auf Sam einschimpfend drückte Dean den jüngeren ein weiteres Mal auf die Laken. "Die Ärztin? Jo und ich werden uns darum kümmern. Doch so lange sie sich bei dir nicht auffällig verhält, bleibst du in diesem verfluchten Bett, bis wir dich holen."

"Ich hab dich als Sam Nickolson hier angemeldet. Vom FBI. Du bist im Wald auf Ermittlungen verschwunden. Klar soweit? Kriegst du das hin?"

Sein Handy meldete sich zum zweiten Mal in kurzer Zeit. Die Ärztin gönnte ihnen scheinbar noch ein wenig Zeit, vielleicht war sie auch nur abgelenkt worden. Über die Schulter sah er zu Jo und winkte sie mit Kopf herüber und wechselte selber an die Tür, wo er das Handy hervorholte.

Das eine war eine SMS von Liz. Die Antwort darauf verschob er auf später. Das zweite war eine Sprachnachricht und als er die Stimme erkannte, zog er erstaunt die Brauen in die Höhe.

"Ihr werdet es nicht glauben, Bobby ist hier." Mit einem schnellen Blick zum Bett versicherte er sich, dass bei Sam alles in Ordnung war und wählte dann den Rückruf.

tbc: Bobbys Handy

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Joanna Harvelle
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Do Feb 20, 2014 3:11 pm

So leicht war Sam nicht zu beruhigen. und ein bisschen kam sich Jo wie in einer Kluft vor. Auf der einen Seite war die Ärztin, die zu viel Neugier zeigte und auf der anderen ihr Sam, der irgendwie auf dem falschen Dampfer zu sein schien. War das eher etwas für die Schiene Besornis oder Angst?

„Die Ärztin, sie ist tot. Ganz sicher. Ich weiß es.“


Jo runzelte die Stirn und ihr Blick flog von Sam zu Dean, der meinte, dass sie sich darum kümmern würden. Aber sowas von würden sie das machen. Sam redete nicht umsonst so einen wirren Kram. Irgendetwas musste dahinter stecken. Und irgendwie fühlte sich Jo in ihrem Gefühl bestätigt, das sie vorhin beim Anblick der Ärztin gehabt hatte. Als wenn sie sie kennen würde. Aber vorhin hatte Jo es schnell abgetan. Steckte vielleicht doch etwas dahinter?

Sie rief sich das Gesicht der Ärztin vor Augen und dachte innerlich scharf nach, während sie und Dean die Plätze tauschten. Jo setzte sich auf den Rand des Bettes. Sie sah zu Sam und lächelte beruhigend. "Nur, um das nochmal klar zu stellen, Sam. Wenn wir tot wären, dann würde ich zuallererst einige andere heimsuchen und ihnen das Leben zur Hölle machen." Sie grinste und sah dann zu Dean, der verkündete, dass Bobby hier wäre.

Jo war genauso erstaunt wie Dean. Was hatte Bobby dazu veranlasst, nicht in sein gemachtes Nest nach Sioux Falls zurück zu kehren, sondern sich nun ebenfalls ins Getümmel zu stürzen? War er nur der Vorbote und würde das bedeuten, dass ihre Mom vielleicht auch bald nachkommen würde? Es wunderte Jo sowieso, warum sie noch nicht ihren überfürsorglichen Neigungen nachgekommen war.
"Ich stufe das mal als eine gute Nachricht ein", erwiderte Jo. "Hilfe wäre vielleicht momentan nicht schlecht. Denke ich", fügte sie hinzu und kam gegen ende nicht umhin, doch etwas besorgt die Stirn zu furchen. Gott, was würde Bobby sagen, wenn er von Dean und ihr erfahren würde? Eine Schelle mit seinem Basecap wäre da wohl das Mindeste.

"Basecap ...", murmelte Jo nun laut ihren Gedanken und ihr Blick glitt kurz nach innen. Eine Szene trat vor ihr inneres Auge, das eigentlich noch nicht so lange zurück lag, aber dennoch Ewigkeiten her zu sein schien. Da war ein Mann mit Basecap vor eben diesem Krankenhaus gewesen. Er war einer der Viruserkrankten gewesen. Einer der zahlreichen Opfer der Dämonen und von den Waffen der Jägern. Und die Ärztin ... natürlich!

"Natürlich!" Jo sah erleuchtet auf und von Sam zu Dean. Die Sorge um diesen Stand der Dinge rückte vorerst in den Hintergrund.
"Die Ärztin war eines der Opfer des Croatoan-Fluchs. Sam hatte sie vor dem Krankenhaus getötet. Deswegen die ganze Verwirrung. Diese Fell müsste tot sein! Stattdessen läuft sie hier quicklebendig herum und hat sogar Sam operiert!"

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Fr Feb 21, 2014 4:18 pm

Sam hatte sich wieder zurück ins Bett gelegt und für einen Moment die Augen geschlossen. Noch immer sagte ihm irgendetwas in ihm, dass er doch nicht träumte, dass zumindest Dean und Jo real waren. Aber stimmte das? Er spürte fast so etwas wie Wut darüber, dass die Medikamente ihn immer noch so beeinflussten und ihm das einzige nahmen, worauf er sich in der Regel verlassen konnte, seinen Verstand.
Er musste verstehen, was die beiden ihm sagten, was gesprochen wurde. Nur so würde er herausfinden können, ob er träumte, verstorben war oder tatsächlich einfach wieder zu sich gekommen. Erst jetzt fiel ihm auf, dass er in einem Krankenhausbett lag, angeschlossen an einige Geräte, deren Piepen er erst jetzt wahrzunehmen begann. Er hielt einen Moment inne und spürte so langsam, dass sich sein Bauch anders anfühlte. Er versuchte nach unten zu gucken und musste feststellen, dass sein Körper von einer Decke bedeckt war. Langsam, vorsichtig bewegte er seine rechte Hand unter die Decke und befühlte seinen Bauch. Er war von einem dicken Verband umgeben. Schmerzen spürte er nicht, das würde erst noch kommen, seine Nerven waren noch betäubt von der Narkose, aber er konnte wahrnehmen, dass etwas anders war. Nach und nach registrierte der Körper, dass an ihm manipuliert, etwas durch professionelle Hände und Werkzeuge verändert worden war. Es war ein Gefühl, dass nicht zu beschreiben war, aber das Übelkeit erzeugen konnte.

Deans laute Stimme half Sam sich zu konzentrieren, zuhören zu können.
Endlich verstand er, welchen Namen er hier angenommen hatte, das sie, mal wieder, FBI-Agenten waren und das ihn Ermittlungen im Wald letztlich ins Krankenhausbett gebracht hatten. Anscheinend träumte er doch nicht und so langsam hatte er das Gefühl, dass sein Verstand zurückkehrte und seine Sinne ihn nicht mehr täuschten. Wobei die Frage, warum er eine Ärztin sehen konnte, die definitiv nicht mehr lebte, weiterhin unbeantwortet blieb.
Als Dean von Bobby zu sprechen begann, wurde Sam wieder hellhörig. Es freute ihn zu hören, dass er sich auf den Weg nach Mystic Falls gemacht hatte, wobei er hoffte, dass sein Anlass kein negativer war.
Plötzlich erregte Jos Aussage seine Aufmerksamkeit. Als sie endlich aussprach, was er die ganze Zeit irgendwo in seinem gerade nicht sehr funktionsfähigen Gehirn schon gewusst hatte, fühlte er sich mehr als erleichtert.
„Ja genau,“ hörte er sich sagen, seine Stimme klang immer noch, als würde sie nicht zu ihm gehören.
Doch auf die Erleichterung folgte die Gewissheit, dass er sich nicht geirrt hatte, dass er von einer Toten operiert worden war, sich ihr unter der Narkose, hilflos hatte ausliefern müssen. Ihm lief ein kalter Schauer über den Rücken und wieder konnte er dem Bedürfnis nicht widerstehen, sich aufzurichten.
„Ihr müsst das klären,“ ächzte er, „sie.. wer weiß.“
Er brach ab und ließ sich schwer zurück ins Bett fallen. Zum einen musste er einsehen, dass er nicht würde aufstehen können und zum anderen stand Dean noch immer neben seinem Bett und würde ihn aufzuhalten wissen.
Sam stöhnte leise. Sein Verstand war zurück, aber die Fragen blieben. Doch bei allem Unwohlsein, die die Situation mit sich brachte, konnte er sich doch nicht gegen die Müdigkeit wehren, die sich langsam aber sicher in seinem Körper auszubreiten begann und auch sein Bewusstsein wieder eintrübte, nachdem er gerade geglaubt hatte, es zurückgewonnen zu haben. Er hätte alles dafür getan, wach zu bleiben, aber er wusste auch, dass es ein Kampf war, den er nicht gewinnen konnte. Seine einzige Hoffnung war, dass es wirklich Dean und Jo waren, die neben seinem Bett standen, die ihn verstanden hatten und die eine Lösung finden würden, warum eine Tote wieder unter ihnen wandelte.
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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Sa Feb 22, 2014 3:43 pm

Meredith durchblätterte noch einmal die komplette Akte, fand jedoch absolut nichts, was noch interessant war, auch weil nicht besonders viel drinstand. Sie würde die Agenten noch mal ausquetschen oder bei Liz nachfragen müssen. Denn sie war sich sicher, dass ihr da noch irgendetwas entgangen war.
Meredith blickte auf die Uhr über der Rezeption und stellte fest, dass die versprochenen fünf Minuten verstrichen waren. Nun war es an der Zeit herauszufinden, ob Sam Nickolson sich auch an sie erinnerte. Irgendwo mussten sie sich einfach mal getroffen haben.
Wäre Meredith nicht so verklemmt damit beschäftigt gewesen ihre Erinnerung zu durchforsten um auf den Moment in ihrem Leben zu stoßen an dem sie den jungen Agenten getroffen hatte, hätte sie vermutlich bemerkt, dass die Uhr auf die sie eben gesehen hatte, nicht mehr so aussah, wie die, auf die sie vor fünf Minuten geblickt hatte.

Die Augen auf die Akte in ihren Händen gerichtet lief sie zurück zu dem Krankenzimmer, aus dem sie eben gekommen war. Sie kannte den Weg auswendig, sodass sie sich keine Sorgen machen musste, sich zu verlaufen.
Sie hatte etwa die Hälfte des Weges zurückgelegt, als sie plötzlich hörte, wie jemand laut ihren Vornamen rief.
Meredith drehte sich um und erblickte einen Krankenpfleger, den sie zuvor noch nie hier gesehen hatte. Es wunderte sie, dass er sie einfach mit ihrem Vornamen ansprach. Leute die sie nicht kannten, nannten sie für gewöhnlich Dr. Fell.
„Ja?“, fragte sie und ging auf ihn zu.
Der Krankenpfleger sah sie an, als sollte sie statt dem Laborkittel lieber ein Patientenoutfit tragen und in der psychiatrischen Abteilung sein.
„Was ist?“, setzte sie hinterher, als er nichts sagte. Sie hatte nicht ewig Zeit und wusste auch, dass es ganz sicher inzwischen mehr als fünf Minuten waren, seit sie gegangen war.
Nun sagte der Pfleger endlich etwas: „Doch nicht sie! Ich suche Meredith Grey!“
Seine Stimmlage war unhöflich und selbst wenn sie gewusste hätte wer und wo Meredith Grey war, sie hätte es ihm nicht gesagt.
Sie murmelte also nur ein „Okay“ und setzte dann ihren Weg fort.

Schließlich kam sie wieder am Krankenzimmer und öffnete die Tür ohne sich mit Anklopfen aufzuhalten. Die versprochene Zeit war vorbei und sie war hier die Ärztin.
Meredith merkte jedoch schnell, dass es vielleicht doch keine so schlechte Idee gewesen wäre, denn sie hatte durch ihre Aktion dem Agenten, dessen Name sie nicht kannte, die Tür in den Rücken gerammt. Er ging zur Seite und ließ sie rein, warf ihr jedoch einen vorwurfsvollen Blick zu.
Die drei Agents waren noch immer da, ihr Sorgenkind lag brav im Bett und wirkte wieder halbwegs klar.
Meredith ging bestimmt auf ihn zu und überprüfte ihn mit einem schnellen Blick. Er war noch immer außer Atem, vermutlich hatten sie Probleme gehabt ihn ruhig zu halten, aber sonst sah es zumindest wieder so aus, als wäre er ansprechbar und verstand, was man ihm sagte.
„Agent Nickolson?“, sagte sie höflich. „Mein Name ist Dr. Meredith Fell, ich hab mich nach ihrem Angriff um sie gekümmert. Wie geht es ihnen?“
Vorerst blieb sie noch die professionelle Ärztin und kümmerte sich um ihren Patienten, dann würde sie ihn fragen, wo sie sich schon mal gesehen hatten. Vielleicht brachte er es ja auch selbst zur Sprache.

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Dean Winchester
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Sa Feb 22, 2014 5:28 pm

Jetzt wo Jo es erwähnte und Sam es bestätigte, kramte auch Dean in seinen Erinnerungen an den Kampf im und um das Krankenhaus herum. Allison war hier zu ihnen gestoßen und dunkel konnte er sich daran erinnern, dass Sam diese Frau getötet hatte.

"Verdammt", fluchte er leise. Was hatte das denn schon wieder zu bedeuten. War sie ein Vampir? Wundern würde es ihn nicht, denn als Vampir musste ein Krankenhaus das reinste Schlaraffenland sein.

Sam konnte sich darauf verlassen, sie würden das klären. Denn bevor Dean seinen Bruder arglos ihrer Obhut anvertraute, wollte er wissen wie das möglich war und was dahinter steckte. Daran änderte auch der Fakt nichts, dass sie gerade eben Sam operiert hatte.

Egal was sie war, sie war arglos genug wieder in ein Zimmer voller Jäger zurück zu kommen. Scheinbar hatte sie wirklich keine Ahnung, mit wem sie es zu tun hatte. Dean trat mit einem leisen Fluch beseite, als ihm die Tür ins Kreuz schlug, ließ die Ärztin dann jedoch eintreten. Unauffällig schloß er die Tür wieder und blieb dort stehen, jedoch nicht ohne leise seinen Revolver zu ziehen und diesen zu entsichern. Dabei nickte er Jo zu, die sich auch bereit halten sollte, falls die Frau etwas Dummes tat.

„Mein Name ist Dr. Meredith Fell, ich hab mich nach ihrem Angriff um sie gekümmert. Wie geht es ihnen?“

Dean schätzte die Frau nicht so ein, dass sie ihnen Böses wollte. Zumindest für den Moment nicht. Doch was wenn sie herausfand wer sie waren? Da war er dann doch lieber im Vorteil und klärte das hier und jetzt. Er hatte die Waffe nicht auf sie gerichtet, aber hielt sie sichtbar für die Ärztin. Und seine Stimme und auch der Ausdruck in seinem Gesicht waren nun hart.

"Er lebt, dank ihnen. Und sie sollten Tod sein", stellte er hart fest. "Sehen sie es als Dankeschön für Sams Rettung, dass ich das nicht sofort wieder korrigiere. Also nehmen sie es mir nicht übel, aber ich werde ihnen nicht sein Leben anvertrauen, ohne zu wissen was zur Hölle hier abläuft. Wieso leben sie?"

Möglichkeiten gab es genügend. Dean war selbst auf die eine oder andere Weise schon wieder ins Leben zurückgekommen. Doch es gab eben gute Wege und weniger gute und dann eben die ganz üblen Wege. Er musste wissen was hier zutraf.

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Joanna Harvelle
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   So Feb 23, 2014 8:20 pm

Es war Jo wie Schuppen von den Augen gefallen, sobald sie sich erst einmal wieder erinnert hatte. Während des Kampfes damals hatte sie nicht direkt mit der Ärztin Kontakt gehabt, Sam und Dean hatten sich um sie gekümmert. Sie war andersweitig beschäftigt gewesen, sich die Befallenen vom Hals zu halten. Jetzt erinnerte sie sich auch wieder an die Jacke, die sie schweren Herzens weggeworfen hatte, weil sie voller Blut gewesen war. Eines der wenigen Kleidungsstücke, die Jo mit wahrer Begeisterung und echter Entzückung gekauft hatte.
Das warf ein ganz anderes Licht auf die Ärztin und die eigentlich Nettigkeit ihrer Person wurde durch einen ziemlich dichten, schwarzen Nebel getrübt.

Sam schien wieder auf dem besten Wege zu sein, weg zu dösen. Konnte es aber nicht lassen, ihnen noch zu sagen, dass sie sich darum zu kümmern hatten. Hauptsache war, dass er wieder bei klarem Verstand war und dass er sich nun bis auf wenige unschöne Gedanken, beruhigt auskurieren konnte. Das hatte er auch bitter nötig.

Die Tür ging wieder auf und die Ärztin kam herein. Und Jo wusste nicht, ob das an ihr lag oder doch an der Tatsache, dass sie eigentlich auch mal eine ordentliche Portion Schlaf benötigte - aber irgendwie schien der Raum mit der Ankunft der mysteriösen Fell heller und farbenfroher zu werden. Das Blau schien geradezu zu strahlen. Alles blinkte und blitzte vor Sauberkeit und goldenes Licht schien irgendwie von irgendwo zu kommen.
War das Haar von der Fell schon vorhin so glänzend gewesen und so ... geschmeidig buschig? Sie könnte glatt einer Werbung für Haarpflegeprodukte entsprungen sein.

Einen Moment grübelte sie mit leicht schief gelegten Kopf, schüttelte dann aber den Gedanken wieder ab. Das war die Müdigkeit, definitiv.

Dean machte seine Position deutlich und Jo blieb dicht bei Sams Bett stehen, eine Hand griffbereit an ihrem Messer, das sie sich vorhin noch von Sam wieder genommen hatte. Immerhin war sie nun entzaubert.
Sie drängte die Ärztin provokativ aufdringlich von Sams Bett zurück, indem sie einfach stur au die Ärztin zuging. Und spurte sie nicht, wurde auch mal mit dem Ellenbogen nachgeholfen. Nun, da sie wieder was tun konnte, fühlte sich das echt gut an.

"Kommen Sie noch einmal Sam zu nahe, dann gnade Ihnen Gott", knurrte Jo drohend und funkelte Dr. Fell an.
Sie sah kurz über die Schulter der Brünetten zu Dean. Der Blick war wirklich kurz. Eben ein kurzer Blickwechsel. Doch kaum hatte sie wieder weggesehen, schaute sie genauso schnell wieder zu Dean und schien ihn dieses Mal geradezu festzunageln mit ihrem Blick. Vollkommen abgelenkt und irritiert kniff Jo kurz die Augen etwas zusammen, öffnete sie wieder und kniff sie wieder zusammen, Dean genau anschauend. Anstarrend traf es besser, so geschockt war sie, als sie Deans perfekten Teint, und seine weggetuschten Augenringe sah. Und nicht nur das.

"Dean ... entweder bist du wahnsinnig schnell im Umziehen, oder ..." Sie deutete am Doktor vorbei auf den mitmal aufgetauchten dunkelblauen Oberarztdress und den langen, schneeweißen Arztkittel, das Stetoskop aus einer der Taschen baumelnd.
"Und ist das Makeup??"

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Mo Feb 24, 2014 2:05 pm

Sam kam wieder zu sich als die Stimmen schärfer wurden. Die Ärztin hatte erneut den Raum betreten. Jo und Dean hinderten sie daran, wieder gehen zu können. Sein Bruder hatte eine Waffe gezogen. Hielt sie nicht hoch, aber doch sichtbar. Die Spannung war förmlich greifbar. Sam richtete sich leicht auf. Auch er wollte wissen, was sie auf Deans Frage, was passiert sei, warum sie lebte, antworten würde. Eigentlich konnte er sich nicht vorstellen, dass sie ein Dämon war oder sonst ein übernatürliches Wesen, denn welches Motiv sollte sie sonst haben, ihn aufzunehmen und zu operieren? Denn ganz offensichtlich hatte sie ihre Arbeit an ihm mehr als gut gemacht. Vielleicht war sie auf die gleiche unerklärliche Weise ins Leben zurückgekommen, durch einen Zufall, eine glückliche Fügung, wie es auch Sam und Dean schon erlebt hatten? Er hoffte es für sie, hoffte darauf, dass sie einfach eine zweite Chance erhalten hatte. Trotzdem blieb es rätselhaft und er wartete gespannt auf ihre Antwort.

Doch dann geschah etwas, dass ihn wieder daran zweifeln ließ, dass er wach war, dass real war, was er zu sehen glaubte. Plötzlich veränderte sich alles.
Der Raum behielt seine Form, aber die Farben veränderten sich, alles erschien, glänzender sauberer, frischer. Auch die Personen vor ihm wirkten plötzlich als ob sie schöner wären, unechter. Irgendwie geschminkt und gestylt. Sam starrte sie eine Weile an, konnte nicht fassen, dass er sich anscheinend so geirrt hatte. Er doch schlief, oder schlimmer, verstorben war.
Die Luft anhaltend, versuchte er sich noch weiter aufzurichten. Es war alles unerklärlich, aber was ihn wirklich vollkommen an seinem Verstand zweifeln ließ, war, dass Dean plötzlich einen Arztkittel trug. Es war…
Sam hatte genug. Irgendetwas stimmte ganz und gar nicht. Immer mehr kam er zu dem Schluss, dass es nicht die Realität war, die er vor sich hatte, er war… wo auch immer.
Aber er musste es herausfinden und dafür musste er raus. Unter Stöhnen schaffte er es endlich, sich ganz aufzurichten. Ihm war egal, was passieren würde, er musste das Bett verlassen. Und wenn er wirklich träumte oder tot war, musste er sich auch keine Gedanken machen, dass er würden sterben können. Er hob seine rechte Hand und riss alles von seinem Körper ab. Irgendwie gelang es ihm, die Füße aus dem Bett zu heben, wie lang er dafür brauchte, wusste er nicht. Der Schmerz war mittlerweile so deutlich, dass er ihm fast das Bewusstsein zu nehmen drohte. Langsam erhob er sich, stellte sich vor das Bett. Der Raum begann sich zu drehen, augenblicklich wurde ihm übel. Seine Hände griffen haltsuchend nach dem Bett. Er versuchte sich aufzurichten, er musste weiter, doch sein Körper versagte, fühlte sich immer noch unglaublich real an. Er spürte, wie seine Muskeln zu zittern begonnen hatten, langsam wurde ihm schwarz vor Augen.
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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Mo Feb 24, 2014 5:16 pm

Meredith hatte die Antwort auf ihre Frage eigentlich von Agent Nickolson erwartet, doch stattdessen meldete sich hinter ihr sein Partner zu Wort.
Sie fuhr herum und das Erste was sie sah, war die Waffe in seiner Hand.
Instinktiv hob sie die Hände und stolperte unbeholfen ein paar Schritte zurück, auch dank der blonden Agentin, die ihren Partner enthusiastisch verteidigte. Den Blick hatte Meredith auf den Revolver gerichtet, der Gott sei dank nicht auf ihren Körper gerichtet war. Sie wollte nicht erneut sterben.
"Er lebt, dank ihnen. Und sie sollten Tod sein. Sehen sie es als Dankeschön für Sams Rettung, dass ich das nicht sofort wieder korrigiere. Also nehmen sie es mir nicht übel, aber ich werde ihnen nicht sein Leben anvertrauen, ohne zu wissen was zur Hölle hier abläuft. Wieso leben sie?", eine absolut berechtigte Frage, doch woher wusste er darüber bescheid?

Sie hielt es für klüger nicht danach zu fragen, wie er an diese Informationen kam, sondern entschied sich sofort zu antworten. Sie wusste, dass sie noch nicht einmal gegen einen der Agenten eine Chance hatte, abgesehen von ihrem Patienten, aber das war auch nur seinem aktuellen Zustand zuzuschreiben.
„Eine Hexe, okay?“, sagte sie schnell und ängstlich. „Eine Hexe hat mich zurückgeholt, nachdem ich wie auch immer gestorben bin. Ich erinnere mich nicht mehr“, sie sprach noch immer panisch und wusste überhaupt nicht, was sie als Erstes erzählen sollte.
„Ich weiß nicht, warum Bonnie es getan hat oder warum es überhaupt passiert ist, aber sie hat mich von den Toten zurückgeholt. Ich wollte es erst selbst nicht glauben. Bitte töten sie mich nicht!“, die Bitte kam aus ihrem tiefsten Herzen. Sie hatte sich gerade wie halbwegs in ihr Leben eingependelt und die Angst vor dem erneuten Tod war viel zu groß. „Ich wollte ihrem Partner niemals etwas Böses, ich schwöre!“

Agent Fuller unterbrach sie: "Dean ... entweder bist du wahnsinnig schnell im Umziehen, oder ... Und ist das Makeup??"
Nun sah auch Meredith den Mann vor ihr an und musste feststellen, dass er ein Outfit, identisch zu ihrem eigenen, trug und das sicher noch nicht seit mehr als einen paar Sekunden. Was ging hier vor? Meredith blickte zu Agent Fuller, die auch nicht mehr aussah wie zuvor, sondern wie eine Krankenschwester! Die echte Ärztin konnte sich nur wiederholen: Was ging hier vor?

Nun blickte sie zu ihrem Patienten – der überraschender Weise noch immer seine Krankenhauskleidung trug, aber die passte ja zum Umfeld - und  sich so eben wieder aus dem Bett erhoben hatte und nun gefährlich schwankte und zitterte.

Eigentlich hätte Meredith sofort eingegriffen, doch nach der Drohungen, die sie erhalten hatte, ihm nicht zu nah zu kommen, blieb sie an Ort und Stelle.
„Er kippt gleich wieder um, wenn sie ihn nicht zurück ins Bett schaffen!“, sagte sie schnell, in der Hoffnung, irgendwer würde ihn festhalten. Sie wollte die Wunden nicht erneut nähen, sollten sie aufreißen und sie wusste auch nicht, ob man sie lassen würde.
Ihr verdammter Tod sollte nicht noch einen Menschen das Leben kosten!

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Dean Winchester
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Di Feb 25, 2014 11:14 am

Sam hatte zweifellos mitbekommen, dass etwas vor sich ging und verfolgte nun wieder wacher die Vorgänge in dem Zimmer. Jo sorgte effektiv dafür, dass Dr. Fell Sam nicht zu nahe kam und zu Deans Erleichterung, wehrte diese sich auch nicht dagegen.

Wären doch nur alle so kooperativ wie sie, denn sie rückte sofort mit etwas heraus, dass er immerhin für möglich hielt, vor allem, da ein Name fiel, der ihm sofort bekannt vorkam. Bonnie, sie war eine Freundin von Caroline und er hatte sie damals auf diesem Fest in der Schule kennengelernt. Das mit der Hexe war neu für ihn, aber nichts, dass er für unmöglich hielt.

"Bonnie? Eine dunkelhäutige, junge Frau?", hakte er nach und erhielt die Bestätigung für seine Vermutung. Er glaubte ihr, dass sie Sam nichts hatte tun wollen und steckte, wenn auch zögerlich, die Waffe wieder unter seinem Shirt in den hinteren Hosenbund. Dort wo er sie griffbereit wusste und sie niemanden auffiel.

Ein kurzer Blick zu Jo fragte was sie von der Sache hielt. Etwas schien in dem Raum zu passieren. Es war ihm, als würde sich seine Wahrnehmung kurz zu verschieben und das nächste was er registrierte war der absolut verblüffte Blick, den Jo ihm zuwarf. Wobei seine Miene wohl kaum besser aussah, denn entweder hatte seine Freundin einen Weg gefunden innerhalb von einer Sekunde einen Beauty-Salon aufzusuchen und sich dort zurechtmachen zu lassen und sich dann noch ein Schwesternoutfit auszusuchen, oder hier ging etwas vor sich, dass absolut krank war.

"Dean ... entweder bist du wahnsinnig schnell im Umziehen, oder ..."


Ihrem Fingerzeig folgend, sah Dean an sich herab und seine Augen wurden noch größer, während er ungläubig über den Kittel fuhr und als nächtstes seine Hand an seinen Rücken zuckte, wo sie vergeblich den Revolver suchte, den er eben noch dort hingeschoben hatte.

"DAMIT!", fluchte er lauthals und ahnte nicht, dass es noch schlimmer kommen sollte.

"Und ist das Makeup??"

Sofort fuhr er sich mit den Fingerspitzen über die Wangen und besah ungläubig seine Finger. "Was zur Hölle soll das?!", fragte er aufgebracht und sah in den kleinen Spiegel über dem Waschbecken. Er sah aus wie eines dieser verfluchten Katalogmodells. Lupenreine Haut, gepflegte Lippen, keine Spuren mehr von dem Kampf, sogar die Haare schienen mit Gel gestylt zu sein. Angewidert griff er sich in die Haare, wurde dann jedoch abgelenkt.

„Er kippt gleich wieder um, wenn sie ihn nicht zurück ins Bett schaffen!“

Von ihm unbemerkt hatte Sam sich aus dem Bett gekämpft. Gegen einen entschlossenen Winchesterriesen konnte eben auch Jo nichts ausrichten und für einen Moment hatte sein Bruder wohl alle Kräfte mobilisiert, die er hatte aufbringen können. Mit einem Fluch war er bei dem anderen und hielt diesen gepackt, wobei er sich bemühte keine der Stichwunden zu erwischen.

Er konnte spüren, dass Sam sich unter seinem Griff anspannte und wusste nur zu genau, woher dieser Impuls kam.

"Hey, ignorier das Outfit! Das bin immer noch ich, dein großer, überaus lebendiger Bruder! Hörst du? Was auch immer hier vorgeht, wir kriegen das hin. So wie immer, hörst du Sammy?" In dem Augenblick war es ihm egal, dass Dr. Fell zuhörte. Es ging ihm nur noch darum seinem Bruder klar zu machen, dass das hier Realität war und er durchaus noch sterben konnte, wenn er jetzt nicht endlich in diesem verfluchten Bett blieb. Zumindest ein paar Stunden. Er wartete, bis Sam seine Anspannung aufgab, denn er wollte vermeiden, dass er sich noch mehr verletzte, indem er gegen ihn ankämpfen würde.

"Und jetzt leg dich in dieses verfluchte Bett, bevor ich meine Handschellen hole und dich persönlich daran festkette!" Ganz im Gegensatz zu dem harten Tonfall, bugsierte er seinen Bruder mit der größten Behutsamkeit wieder in das Krankenbett und schnaufte einmal durch, als Sam dort wieder sicher lag.

"Schlaf diese Narkose aus. Ich sorg dafür, dass du in Sicherheit bist." Dean war sich nicht sicher, ob Sam das noch gehört hatte. Aber es war das, was er schon immer getan hatte - für die Sicherheit seines kleinen Bruders zu sorgen.

"Wir brauchen Salz und Kreide, Schwester Jo." Er konnte sich diesen Zusatz nicht verkneifen und grinste, während er ihr kurz mit dem Finger über die Wange strich. Jetzt war er ganz in seinem Element. Das blöde Kostüm vergessen, während er schon plante wie sie vorgehen würden. Zum einen musste er dafür sorgen, dass sein Bruder in diesem Zimmer sicher war. Zum anderen mussten sie herausfinden, was hier vor sich ging.

Entschlossen ging er auf die Ärztin zu. "Das hier ist mein Bruder und wir sind nicht vom FBI, wie sie vermutlich bemerkt haben. Ich kann ihnen jetzt nicht alles erklären, aber das Salz und die Symbole an Tür und Fenster, die werden sie beide beschützen. Geben sie ihm keine weiteren Beruhigungsmittel mehr. Nur Schmerzmittel. Ich versichere ihnen, er hält das aus und sie werden dankbar sein, wenn er wieder einen klaren Kopf hat. Bleiben sie hier! Gehen sie nicht raus, bis wir herausgefunden haben was hier gespielt wird. Ist das klar? Sie sollten sich nicht darauf verlassen, dass eine Hexe ihnen zum zweiten Mal das Leben rettet."

Ein Blick über die Schulter zu Jo zeigte ihm, dass sie Salzlinien vor Tür und Fenster gezogen hatte und auch ein Pentagram aus Kreide schützte den Bereich direkt hinter der Tür. Dankbar lächelte er sie an und ging auf sie zu.

"Ein schöner Tag um Leben zu retten?", fragte er sie und fing zu grinsen an.

Manchmal liebte er seinen Job einfach.

tbc: Wald - Vor dem Salvatore Anwesen

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Joanna Harvelle
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Do Feb 27, 2014 10:39 pm

Mit verschränkten Armen lauschte Jo den Erklärungen der Ärztin. Sie war merklich zurückgewichen und war in eine Abwehrposition übergegangen. Man merkte, dass ihr etwas an ihrem neu gewonnenen Leben lag und dass sie es auch nicht so schnell durch ein paar vorsichtige Jäger verlieren würde. Dass nun klar war, dass sie nicht vom FBI waren, war klar. Doch wer sie waren, konnte man später immer noch ausführlicher erklären.
Bonnie sagte ihnen in der Tat etwas. Jo nickte Dean unmerklich zu. Sie würden hinter ihrem Rücken dennoch nochmal genaue Informationen einholen müssen. Und vielleicht wäre eine genauere Information über Bonnies Kräfte nicht verkehrt, wenn sie allem Anschein nach Tote wieder erwecken konnte. Selbst Jo wusste, dass das nicht natürlich war.

Aber zunächst hatte sich das Offensichtliche mit Ellenbogen und Makeup in den Vordergrund gedrängt. Deans Outfit war gleichsam sexy wie auch ungewohnt und auch ein bisschen zum Lachen. Zumal er sich herrlich über das Makeup aufregte und wäre er nicht so sehr geschminkt, hätte man sicher auch die Zornesröte gesehen. Jo grinste.
Das Grinsen verging ihr aber, als sie nun gleichermaßen an sich herab schaute, als ihr Deans Blick auffiel, der nicht weniger überrascht war. Sie trug tatsächlich so eine komisch gemusterte Schwesternkluft, komisch leichte Pantoffeln und ihre Haare waren derart aufgeplustert, dass sie sie jedes Mal zurück pusten musste, wagte sie es auch nur den Kopf zu weit nach vorne zu senken.
Was war passiert? Sie sahen aus, wie aus einem Hollywood-Streifen entsprungen! Entgeistert sahen sie sich an und auch Dr. Fell war irritiert.

Ehe sie das klären konnten, kam hinter ihnen etwas in Bewegung. Und ehe Jo etwas tun konnte, war Sam aus dem Bett gestiegen und stand zittrig da. Dr. Fell, die es nicht wagte, Sam nochmal zu nahe zu kommen, forderte sie selbst auf etwas zu tun und so übernahm Dean es, seinen Bruder wueder ins Bett zu schaffen. Jo hätte das nun wirklich nicht hingekriegt. Mit einigen Kopfnüssen und einen Tritt in die Kniekehlen, ja. Aber so? Niemals.

"Wir brauchen Salz und Kreide, Schwester Jo."

Unweigerlich hob Jo eine Augenbraue und wäre es nicht etwas, was getan werden müsste, dann hätte sie Dean sonst was um die Ohren gepfeffert. Aber so gab sie nach und murmelte nur: "Das kriegst du wieder!"

Dann organisierte sie Kreide und Salz und begann, den Raum abzusichern. In der Zeit klärte Dean den Doktor auf.

Als sie fertig war, rieb sie sich die weißen Finger an der Kleidung ab und sah auf.

"Ein schöner Tag um Leben zu retten?"

Sie schmunzelte und sah Dean mit einem leicht schief gelegten Kopf an. Jetzt wusste sie, was los war. Egal, was das hier war, was passiert war und wer dafür verantwortlich war. Aber dieses Zitat kannte sie und dass Dean es kannte, damit würde sie ihn ein Leben lang aufziehen. Dean schaute wahrhaftig Grey's Anatomy? Diese Schnulzensoap über das Krankenhaus?

"Das hättest du nicht sagen sollen. Oh nein, das hättest du wirklich nicht sagen sollen", erwiderte sie nur wissend grinsen und wandte sich dann an die Ärztin.
"Wir müssen jetzt los. Sorgen Sie dafür, dass ihm nichts passiert und das niemand Unbefugtes hier herein kann." Damit ging sie auf die beiden am Bett zu und schrieb auf einen Zettel am Bett ihre Nummern auf.
"Wenn irgendetwas ist, rufen Sie uns sofort an, wir kommen dann."

"Wir sind bald zurück, Sam."

Kurz darauf verließen die beiden das Zimmer und während sie den Ausgang ansteuerten, sah sich Jo aufmerksam um. Alles schien gleich auszusehen, aber irgendwie auch wieder nicht. Alles hier wirkte genauso aufgesetzt wie im Zimmer eben. Und sie sahen auch immer noch wie Arzt und Schwester aus. Ein Wunder, dass sie in diesem Outfit nicht zu irgend einen Notfall zitiert wurden. Verblüfft verfolgte sie, wie ein Patient mit den übelsten Warzenverwachsungen in einen Raum geschoben wurde. Er war so verwarzt, dass er wie ein Baum aussah. Ein "Urgs" konnte Jo nicht unterdrücken.
"Was geht hier nur vor sich?", fragte sie leise zu Dean. Diese Frage schien umso bedeutsamer zu werden, als sie draußen waren und feststellten, dass sie wieder wie Dean und Jo aussahen. Als wenn nichts gewesen wäre.
"Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber wir sollten dringend herausfinden, was das soll." Damit schob sie ihre Hand in die Hosentasche. Sie wollte Elena anrufen und sich informieren, wie es ihr und den anderen ging. Und ob ihr auch etwas Auffälligen aufgefallen war. Doch als sie nichts fand, wurde sie stutzig und sie durchforstete jede einzelne Tasche.
"Oh nein ... mein Handy! Es ist weg! Das gibts doch nicht! Am Hexenhaus hatte ich es noch!"

Ein Neues zu kaufen wäre jetzt wohl die einfachste Möglichkeit. Aber sie wollte erst nachschauen, ob sie ihres nicht doch noch wiederfinden könnte.
"Wir müssen zurück! Es muss dort irgendwo liegen. Bestimmt am Baum, wo Sam und ich am Schluss waren."

tbc: Hexenhaus

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Sa März 01, 2014 11:32 pm

Dean und sein Bewusstsein, das erneut zu schwinden drohte, zwangen ihn, sich ins Bett zurückzulegen. Keuchend stöhnte er auf als sich seine Bauchmuskeln anspannten, während er versuchte, seinen Köper wieder auf die Matratze zu legen. Nur zum Teil verstand er die Worte seines Bruders, weil der Schwindel ihm nur ein Rauschen in seinen Ohren bescherte und ihm die Konzentration nahm. Für einen kurzen Moment schloss er die Augen atmete mehrmals tief ein und aus, als er wieder sicher lag. Trotzdem war die Unruhe nicht weniger geworden, der Drang das Bett zu verlassen, denn auch wenn er Deans Stimme hörte, alles an seinen Bruder erinnerte, trug er immer noch diesen Arztkittel und was noch viel schlimmer war und Sam sogar in seinem Zustand bemerkte, er war geschminkt. Sam hielt die Luft an. Langsam wurde das alles zu absurd. So verrückt, dass er ernsthaft daran zu zweifeln begann, dass er tot war und auch, dass er träumte. Sicherlich, träume waren oft verrückt und eben gerade jenseits der Möglichkeiten der Realität, aber er würde nie von einem geschminkten Bruder in Arztkittel träumen. Wenn er also davon ausgehen musste, dass er lebte, operiert worden war und wieder zu sich gekommen, dann gab es eine Erklärung, dass die Ärztin von den Toten zurückgeholt worden war. Da sich Dean und Jo wieder ihm zugewandt hatten und nun davon sprachen, ihn alleine lassen zu wollen, konnte er davon ausgehen, dass von ihr keine Gefahr ausging. Mit einer gewissen Erleichterung stellte er fest, dass sein Gehirn langsam wieder zu funktionieren schien.
Er sah Dean an, der immer noch über ihn gebeugt war und nickte kurz auf eine Weise, die ihn zu verstehen geben würde, dass er begriffen hatte, was er ihm zu sagen versuchte.
Als sich Dean wieder Jo zuwandte, versuchte er weiter darüber nachzudenken, was hier eigentlich vor sich ging. Denn dass trotz allem, auch wenn er für sich zu dem Schluss gekommen war, zu leben, war es offensichtlich, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmte. Denn mittlerweile war nicht nur Dean verwandelt, sondern auch Jo sah plötzlich aus wie eine Krankenschwester. Als ob sie Mitten im Karneval stecken würden. Doch den Gedanken verwarf Sam direkt wieder. Dazu war die Kleidung, die sie trugen, zu passend für den Ort, an dem sie sich befanden. Irgendetwas hatte die Realität verändert, als hätte sie sich verschoben. Doch warum die Schminke in Deans Gesicht, warum wirkte alles wie auf einem Hochglanzfoto?
Ein Schmerz durchzuckte Sams Körper und unterbrach seine Gedanken. Seitdem er vor dem Bett gestanden hatte, konnte er die Naht an seinem Bauch kaum noch ignorieren und umso klarer sein Verstand wurde, desto weniger Narkosemittel,war noch in seinem Blut, das ihn vor den Schmerzen schützte.
Er stöhnte leise und versuchte seinen Gedanken wieder aufzunehmen. Irgendwie war da ein Verdacht in seinem Kopf für einen kurzen Moment aufgeblitzt, doch er war verschwunden, bevor er ihn hatte greifen können. Erst jetzt bemerkte Sam, dass sich seine Augen wieder geschlossen hatten.
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   So März 02, 2014 12:58 pm

Meredith war unglaublich erleichtert, als ihr die Erklärung ihrer Widerauferstehung sofort abgekauft wurde. Bonnie war scheinbar niemand Unbekanntes für die Drei und die Sache war schnell abgehakt und musste einer anderen Platz machen.
Alles hier im Raum sah aus wie ein Hochglanzfoto, die Farben waren viel intensiver und mal davon abgesehen, stand Meredith nun einem weiteren Arzt und einer Krankenschwester gegenüber, die beide wie von Stylisten geschminkt und gestylt aussahen.
Niemand schien begeistert deswegen, besonders was das Make-Up anging, aber Meredith war komplett entgeistert.
Das konnte doch nur ein erneuter Hexentrick sein! Anders konnte Meredith es sich nicht erklären.

Merediths Warnung war gehört worden und mit einem Mix aus Drohungen und beruhigenden Worten wurde ihr Patient wieder ins Bett geschafft.
Der Ärztin war klar, dass sie das selbst niemals hinbekommen hätte, bei dem Riesen, den sie da vor sich hatte, selbst wenn sie sich getraut hätte.
Während der Ansprache lernte sie erneut viel Neues und ihr wurde sofort klar, was für einen Fehler sie gemacht hatte, als sie nicht nach Ausweisen gefragt hatte. Das hier, waren keine FBI-Agenten, sondern zumindest mal ein Geschwisterpaar. Wem hatte Meredith da das Leben gerettet? Und wo waren die Stichwunden dann hergekommen?

Als die Blonde (Agent Fuller konnte ja nicht ihr richtiger Name sein) aus dem Zimmer lief um für was auch immer Salz und Kreide zu besorgen, kam der Ältere der Brüder auf Meredith zu. In der Hoffnung auf eine Erklärung, sah sie ihn erwartungsvoll an.
"Das hier ist mein Bruder und wir sind nicht vom FBI, wie sie vermutlich bemerkt haben. Ich kann ihnen jetzt nicht alles erklären, aber das Salz und die Symbole an Tür und Fenster, die werden sie beide beschützen. Geben sie ihm keine weiteren Beruhigungsmittel mehr. Nur Schmerzmittel. Ich versichere ihnen, er hält das aus und sie werden dankbar sein, wenn er wieder einen klaren Kopf hat. Bleiben sie hier! Gehen sie nicht raus, bis wir herausgefunden haben was hier gespielt wird. Ist das klar? Sie sollten sich nicht darauf verlassen, dass eine Hexe ihnen zum zweiten Mal das Leben rettet."
Erst später wurde Meredith klar, dass sie wohl hätte fragen sollen, was die Salzlinien an Tür und Fenstern brachten und wieso ein riesiges Pentagramm vor die Tür gezeichnet wurde, aber in diesem Moment, nickte sie es nur ab.
Der letzte Satz hatte ihn klar gemacht, dass die Situation gefährlich werden konnte. Und der Gedanke, an die Stichwunden, die sie versorgt hatte, gaben ihr den Rest.
„Okay, ja. Ich lasse die Tür zu und passe auf ihren Bruder auf“, dankbar nahm sie die Handynummer für alle Fälle entgegen und schloss die Tür hinter den beiden und gab dabei höllisch acht, die Salzlinie nicht zu durchbrechen, wofür auch immer sie doch gut war.

Dann drehte sie sich wieder zu ihrem Patienten um, von dem sie praktisch nichts wusste, außer seinem Vornamen, der wohl wirklich Sam zu sein schien.
Er lag wieder im Bett und sah absolut erschöpft aus, was nach seiner gefährlichen Aktion von eben nicht weiter verwunderlich war.
Meredith wollte ihn nur zu gerne schlafen lassen, aber sie musste nach seinen Wunden gucken. Wenn sich irgendetwas infizierte und das während sie den Verantwortung hatte ... eins war klar, die Salzlinien und seltsamen Symbole würden sie nicht vor dem älteren Bruder schützen.
„Sam?“, fragte sie vorsichtig und stellte sich neben sein Bett. „Ich gucke mir jetzt ihre Wunde an, okay?“
Sie bewegte ihre Hände sehr langsam und wollte ihm auf keinen Fall einen Anhaltspunkt geben, um sie als Gefahr zu sehen, vor allem weil sie nicht wusste, wie viel von ihrer Erklärung er mitbekommen hatte. Vorsichtig zog sie das Oberteil nach oben und sah sich die Verbände von außen an. Diese waren noch immer schneeweiß und sie konnte keine Auffälligkeiten erkennen.
Dieser Mann musste wirklich einen fleißigen Schutzengel haben. Oder er hatte einen Deal mit dem Teufel gemacht.

Was auch immer es war, sie zog das Shirt wieder herunter und zog sich dann einen Stuhl neben das Bett. Sie würde hierblieben müssen, da konnte sie auch versuchen, ein paar Antworten aus ihm herauszubekommen.
„Wie geht es ihnen?“, fragte sie zuerst einmal. „Fühlt sich irgendetwas ungewohnt an oder haben die Schmerzen sich verändert?“.
Wenn medizinisch soweit alles okay war, konnte sie über alle anderen dringenden Fragen reden.

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Fr März 07, 2014 10:23 pm

Er war noch nicht wirklich eingeschlafen, denn er war sich noch bewusst, dass er schlief als er die Stimme der Ärztin wieder vernahm. Er konnte hören, dass sie wieder dicht an das Bett herangetreten war. Ihre Stimme hatte einen beruhigenden Unterton, typisch den vieler Frauen in medizinischen Berufen und doch entging Sam nicht, wie angenehm ihr Klang war.
Zunächst, ohne die Augen zu öffnen, hörte er ihr zu, verstand ihre Worte und spürte, wie sie vorsichtig die Decke zur Seite schob und sein Hemd nach oben. Zu seiner Erleichterung verzichtete sie darauf, seinen Bauch abzutasten, noch immer zogen stechende Schmerzen durch seinen Körper. Er hoffte einfach, dass es besser werden würde. Mit einer ebenso vorsichtigen Bewegung wie zuvor zog sie das Hemd, nachdem sie die Verbände offensichtlich begutachtet und für intakt befunden hatte, wieder herunter und legte die Decke über ihn.

Sam beschloss, endlich die Augen zu öffnen und beobachtete die Ärztin dabei, wie sich einen Stuhl neben sein Bett stellte und darauf Platz nahm. Als sie sich ihm wieder zuwandte, versuchte er sich wieder aufzurichten, blieb dabei jedoch nur minder erfolgreich. Er stöhnte leise.
„Es geht schon,“ antwortete er und fragte sich dabei, wie überzeugend er auf eine Ärztin wirken konnte, die in der Lage war, seinen Gesichtsausdruck mehr als gut zu deuten. Er versuchte zu lächeln. „Es ist wirklich ok.“ Er hielt kurz inne. „Nein, ich glaube, es fühlt sich alles so an wie es soll," beantwortete er ihre andere Frage.
Obwohl die Schmerzen dagegen sprachen, versuchte er sich weiterhin nach oben zu ziehen. Schließlich hatte er das Gefühl eine Haltung gefunden zu haben, die zu ertragen war. Für den Moment.
Er sah sie eine Weile an. Es wunderte ihn, dass sie bei ihm im Zimmer geblieben war. Nach allem. Auch wenn es Dean gesagt hatte.
„Ich hoffe…“ er brach ab, suchte für einen Moment nach Worten und konnte nicht umhin, sich darüber zu wundern, dass auch sie merkwürdig übertrieben geschminkt wirkte und insgesamt eher aussah, als hätte sie sich für einen Cocktailabend zurechtgemacht anstatt für die Arbeit.
„Sie haben sicher Fragen,“ bemerkte er schließlich, mit einem müden Unterton in der Stimme und versuchte sich weiterhin einen Reim daraus zu machen, was eigentlich gerade vor sich ging.
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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Sa März 08, 2014 8:07 pm

Meredith versuchte sich hauptsächlich sich auf den Mann vor ihr im Bett zu konzentrieren, doch die Veränderungen des Krankenhauses zogen sie ebenfalls in ihren Bann.
Es war nicht so, als wäre es hier nicht immer sauber, doch momentan sah wirklich alles wie geleckt aus.
Außerdem waren alle Farben viel intensiver, alles war wirklich wie auf einem Hochglanzfoto. Als hätte jemand das Krankenhaus mit Photoshop bearbeitet.
Meredith hatte keine Ahnung woher all das und die seltsamen Kostüme kamen und es war nicht so, als wollte sie es nicht wissen. Aber im Moment vertraute sie lieber dem älteren Bruder und blieb an Ort und Stelle.
Außerdem hatte sie noch einiges an Fragen.

Erst einmal musste sie jetzt mal eine Antwort auf ihre erste Frage. Und zwar eine Ehrliche.
„Es geht schon. Es ist wirklich ok.“, weder Lächeln noch Antwort schienen wirklich überzeugend und sie zog prüfend eine Augenbraue nach oben. Sie hatte inzwischen Übung darin, Patienten bei solchen Lügen zu erwischen.
Die folgenden Gesichtsausdrücke und das Stöhnen wiesen eher darauf hin, dass Sam sie anlog. Aber nachdem er scheinbar eine halbwegs bequeme Position gefunden hatte, schien er sich etwas zu entspannen und sie beschloss, nicht nachzubohren.

„Sie haben sicher Fragen“, sagte er und klang dabei so müde, dass sie ihn am liebsten hätte schlafen lassen. Doch sie hatte Fragen und er hatte die Antworten, die sie nun schon so lange nachts wach hielten. Sie musste es einfach wissen.
„Wer sind sie? Ich meine wirklich? Und was machen sie hier?“, sie holte tief Luft, bevor sie ihre letzte Frage stellte: „Und am allerwichtigsten: Was ist an dem Tag im Krankenhaus passiert? Wie bin ich gestorben?“.
Das war ein Berg von Fragen und noch nicht einmal alles. Die Ärztin wollte eigentlich auf jede eine Antwort. Besonders auf die Letzte.
Doch sie wusste auch, dass sie vorsichtig sein musste. Sam war angeschlagen und das nicht zu knapp. Meredith wollte ihn nicht ausfragen, solange er so kaputt war.
Unter anderen Umständen, hätte sie schon in Erfahrung gebracht, was sie wissen wollte.

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Mi März 12, 2014 8:56 pm

Ihr war deutlich anzusehen, dass sie wusste, dass er log. Doch als sie spürte, dass er eine Haltung eingenommen hatte, die erträglich war, schwieg sie dazu und ließ ihn offensichtlich gewähren. Auch Sam selbst würde dazu schweigen. Sein Körper würde sich sicher über eine Dosis Schmerzmittel freuen, aber er wollte nicht verantworten, dass sein Verstand sich wieder eintrüben würde, er brauchte ihn jetzt, die Schmerzen mussten zur Nebensache werden.

Seine Augen ruhten auf ihr, auch wenn es ihm schwer fiel, sich zu konzentrieren. Ihr übertrieben geschminktes Gesicht und die gestylten Haare lenkten seine Gedanken immer wieder zu der Frage, was eigentlich geschehen war. Doch zunächst musste er ihre Fragen beantworten, nachdem er sie letztlich sogar dazu aufgefordert hatte. Schweigsam sah er sie zunächst nur an, wusste zunächst nicht, ob er ihr ehrlich antworten sollte.
„Auch auf die Gefahr hin, dass sie mich nur ungläubig anstarren werden. Ich werde es mal mit der Wahrheit versuchen.“ Sam hielt kurz inne, versuchte doch einmal eine andere Haltung einzunehmen, denn die Schmerzen waren wieder deutlicher geworden. Sein Unterfangen blieb jedoch ohne Erfolg. „Wir sind schon so eine Art Agenten. Aber wir verfolgen keine gewöhnlichen Menschen, sondern..“ er zögerte erneut und fragte sich im selben Moment, warum er das Bedürfnis hatte, ihr die Wahrheit zu erzählen. Aber irgendwie hatte sie es verdient, nach allem, nach dem, was er getan hatte. „..sondern Wesen mit ungewöhnlichen Fähigkeiten, die ebenfalls Verbrechen begehen.“ Dieses Mal war es nicht der Schmerz, sondern seine ungeschickten Worte, die ihm ein schmerzverzehrtes Gesicht bescherten. „Ich meine, ist ihnen auch aufgefallen, dass hier plötzlich etwas komisch ist? Anders?“ Er sah sie etwas ratlos an und ärgerte sich darüber, dass er sich eingestehen musste, dass er noch bei Weitem nicht wirklich wieder er selbst war. In der Regel stellte er sich deutlich geschickter an. Aber die Müdigkeit der Narkose und die Schmerzen nahmen auch ihm die Kraft. „Also außer das Auftreten von meinem Bruder und mir," fügte er leise hinzu.
Er schwieg erst einmal. Unbewusst hatte er seine rechte Hand auf den schmerzenden Bauch gelegt. Die Frage nach ihrem Tod hatte er zunächst bewusst unbeantwortet gelassen, erst musste er wissen, wie sie auf dieses ganze Thema reagierte. Sam sah sie an, schwieg. Sie sollte erst die Zeit haben, zu verarbeiten, was er gerade erzählt hatte.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Do März 13, 2014 4:27 pm

Meredith musterte ihren Patienten erneut kritisch und überlegte ob eine Dosis Schmerzmittel nicht doch angebracht wäre. Sam sah nicht gut aus und sein immer öfter schmerzverzerrtes Gesicht bereitete ihr Sorgen. Sein Bruder hatte gesagt, sie sollte nur die Beruhigungsmittel vermeiden und die wollte Meredith ihm sowieso nicht geben, sollte er nicht erneut versuchen aufzustehen.
Sie hatte mitgekriegt, dass er einiges auszuhalten schien und sogar dann noch mehr tat als er sollte, wenn er komplett erschöpft in einem Krankenhausbett lag.
Doch sie wusste auch, wie sehr Schmerzmittel den menschlichen Geist benebeln konnten und sie er brauchte einen klaren Kopf. Trotzdem war ihr klar, wie selbstsüchtig das gerade war.

Sie beschloss erst mal seinen Erklärungen zuzuhören und ihn dann noch mal zu fragen, ob er Schmerzmittel brauchte.
Sie wollte einfach wissen, was geschehen war.
Sam begann damit, zu erzählen wer er war: „Wir sind schon so eine Art Agenten. Aber wir verfolgen keine gewöhnlichen Menschen, sondern... sondern Wesen mit ungewöhnlichen Fähigkeiten, die ebenfalls Verbrechen begehen. Ich meine, ist ihnen auch aufgefallen, dass hier plötzlich etwas komisch ist? Anders?“
„Allerdings“, warf sie ein und fuhr sich durch die perfekt frisierten Haare.
„Also außer das Auftreten von meinem Bruder und mir“, in weit sie das ungewöhnlich fand, behielt sie für sich, sondern fragte weiter: „Sie sind also so was wie ... Jäger?“

Als Mitglied des Rates wusste sie, dass es Vampirjäger gegeben hatte und vermutlich immer noch gab. Wenn Sam und sein Bruder Jäger waren, ergab die ganze Situation zumindest im Ansatz Sinn.
„Natürlich ... deswegen waren sie an dem Nachmittag im Krankenhaus auch hier. Sie haben versucht den Virus zu bekämpfen richtig?“
Und damit auch alle Infizierten, was Meredith einschloss. Hatte einer der Brüder sie getötet? Bei allem was sie jetzt wusste, war es die wahrscheinlichste Möglichkeit und auch die, die ihr fast am meisten Angst einjagte. Sie konnte sich viel zu gut vorstellen, wie Sam sich verhielt, wenn er mitten in einem Kampf war. Es passte überhaupt nicht zu dem Mann, der dort im Bett lag und immer wieder sein Gesicht vor Schmerzen verzog.
Meredith musste schlucken. „Brauchen sie Schmerzmittel?“, fragte sie mit einem Gesichtsausdruck, der ihr Unwohlsein verbergen und ihm gleichzeitig auch nur die Idee an eine Lüge austreiben sollte.

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Sa März 15, 2014 11:48 pm

Sam war erleichtert, dass sie zustimmen musste, dass auch ihr nicht entgangen war, dass sich etwas entscheidend verändert hatte. Mit der rechten Hand stützte er sich auf der Matratze ab und zog sich wieder etwas hoch. Doch das Anspannen der Bauchmuskeln ließ erneut das Blut aus seinem Gesicht weichen. Langsam wurde er seines eigenen  Zustandes überdrüssig, doch er wusste, dass er sich noch einige Tage würde gedulden müssen.
„Können Sie mir beschreiben, was ihnen aufgefallen ist? Beziehungsweise, was ihnen auffällt?“ Er musste sich zusammenreißen, ihr nicht zu zeigen, wie wichtig ihm war, dass sie darauf schnell antwortete, denn auch wenn es zunächst eher lustig erschien, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass diese Veränderungen schlimme Ursachen hatten oder tödliche Folgen haben würden. Es war mehr als wichtig, dass sie so schnell wie möglich eine Erklärung fanden. Ein weiteres Mal ärgerte sich Sam darüber, dass er an dieses Bett gefesselt war und er hoffte, dass Dean und Jo eine richtige Entscheidung getroffen hatten damit, das Krankenhaus zu verlassen. Für einen Moment fiel sein Blick auf sein Smartphone, das auf dem Nachtschrank neben dem Bett lag. Er wollte einfach wissen, ob sich auch andere Orte verändert hatten oder ob diese sich nur auf das Krankenhaus bezog.
Trotzdem wusste Sam, dass er auch darauf eingehen musste, was die Ärztin ihn noch gefragt hatte. Außerdem hatte ihm ihre Antwort mehr als deutlich gezeigt, dass sie klug genug war, auch das zu verstehen, was er nur angedeutet hatte.
Er sah sie wieder an. „Ja, sowas wie Jäger,“ bestätigte er mit einem leichten Kopfnicken. Doch die Schlüsse, die sie weiter zog, waren ihm in dieser Situation, in dem Zustand, fast zu intelligent. Obwohl er nicht leugnen konnte, dass ihn beeindruckte, wie schnell sie in der Lage war, dass was er kaum ausgesprochen hatte in einen größeren Zusammenhang zu setzen und wie viel Mut sie das kosten musste, ihn die weiteren Fragen zu stellen.
Auf Sams Stirn bildeten sich einige Falten.
„Ja haben wir,“ sagte er schließlich, „wir mussten verhindern, dass es noch mehr..“ er hielt inne. Eigentlich konnte er auch Schweigen. Versuchte er sich tatsächlich gegenüber einer Frau zu rechtfertigen, die er getötet hatte? Sicherlich, gab es Erklärungen, aber waren sie nicht alle sinnlos für sie? Sein Handeln hatte ihren Tod zur Folge gehabt. Was gab es da zu entschuldigen?
Sam stöhnte erneut auf. Er hätte nicht sagen können, ob die Ursache dafür in diesem Falle die Schmerzen waren und die unangenehme Situation, in der er sich gegenüber der Ärztin gerade befand. Denn auch wenn sie ihn nicht mehr operierte, war er in seinem Zustand immer noch abhängig von ihr, daher war er sich alles andere als sicher, ob es eine kluge Idee war, ihr zu erzählen, dass er ihr Mörder war.
Er spürte, dass er den Kopf geschüttelt hatte auf ihre Frage, ob er nicht doch Schmerzmittel wollte. Jedes Mittel, das seinen Verstand noch weiter eintrüben würde, wäre gerade mehr als ungünstig für ihn.
Er versuchte zu lächeln und ihr so zu zeigen, dass es ihm so schlecht nicht ging. Auch wenn er selbst merkte, dass es sinnlos war. Er fühlte sich nicht besser, eher das Gegenteil.
„Wir.. ich war auch daran beteiligt, Infizierte zu töten,“ hörte er sich schließlich sagen und hoffte, dass er nicht gleich gezwungen sein würde, mit der Ärztin zu kämpfen. Ohne dass er es beeinflussen konnte, spannte sich sein Körper an.
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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Mo März 17, 2014 4:05 pm

Was war die Einstellung von Jägern zu ... was war sie überhaupt? So eine Art Medium?
Meredith blickte wieder zu Sam. Im Moment sah er nicht besonders furchteinflößend aus, aber war tat das schon, wenn man bleich wie ein Laken in einem Krankenhausbett lag und an medizinische Geräte angeschlossen war?
Aber sie konnte sich nur zu gut vorstellen, wie er aussah, wenn er ein Messer in der Hand hatte und sie angriff. Seine Größe und allgemein sein Körperbau, man sollte ihn nicht unterschätzen, da war sie sich sicher.
Es war erschreckend für sie, wie gut sie ihn sich in einer Situation vorstellen konnte, an die sie sich nicht erinnerte.

Bevor Sam weiter auf ihre zahlreichen Fragen einging, stellte er selbst eine: „Können Sie mir beschreiben, was ihnen aufgefallen ist? Beziehungsweise, was ihnen auffällt?“
Meredith verstand nicht, was er sich von ihrer Antwort erhoffte, da sie ja beide im selben Raum saßen und sie nicht mehr sah, als er.
„Naja, die Kostüme natürlich“, sie dachte an den zweiten Arzt und die übertrieben geschminkte Krankenschwester. Wie ihre Frisur wohl aussah? Sie war sich nicht sicher, ob sie es wissen wollte.
„Dann die Umgebung. Es ist alles so ... bunt“, besser wusste sie es nicht zusammenzufassen. Die Farben waren viel intensiver als sonst und alles war heller und deutlicher. Sie hatte nicht wirklich ein Wort dafür, aber Sam sah es ja auch.
Sie fragte gar nicht nach einer Erklärung – Sams Bruder zu Folge gab es die zumindest noch nicht.

Nun ging es wieder zurück, zu den Dingen, die Meredith wissen wollte.
“Ja haben wir,“ began Sam, „wir mussten verhindern, dass es noch mehr..“
Meredith zog eine Augenbraue nach oben. „Noch mehr was?“
„Wir.. ich war auch daran beteiligt, Infizierte zu töten,“, sagte er schließlich.
Meredith schluckte. Ihre Vermutung stimmte also.
Sie stand auf und ging zum Regal an der Seite des Zimmers hinüber, um Sam nicht ihr Gesicht sehen zu lassen, während sich zahlreiche Emotionen darauf abspielten.
Mit leicht zitternden Fingern zog sie eine Spritze mit Schmerzmitteln auf. Sam hatte sie nötig, jedes Mal wenn er sich bewegte, strafte sein Gesicht ihn Lügen.
Meredith musste irgendetwas tun, um sich nicht zu sehr auf das zu konzentrieren, was Sam ihr gerade gesagt hatte.
Hatte er sie getötet?

Sie holte noch einmal tief Luft und drehte sich wieder zum Bett um, die Spritze in der Hand.
„Ich will keine Beschwerden hören, das haben sie nötig“.
Ihre Finger zitterten nicht mehr, als sie ihm die Schmerzmittel über den Zugang in seiner Hand spritzte.

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Mi März 19, 2014 11:48 pm

Sam sah sie fast schon zu gebannt an als sie davon zu sprechen begann, was sich in ihren Augen verändert hatte, in dem Raum, an ihnen. Doch zu seiner Enttäuschung war sie ihre Antwort nicht sehr differenziert. „Bunt“. Wenn die Situation nicht so ernst gewesen wäre und er nicht langsam daran verzweifelt wäre, dass er nicht aufstehen konnte, hätte er sicherlich darüber gelacht. So entglitt ihm nur erneut ein Stöhnen, dass langsam nicht mehr nur nach Schmerz, sondern nach Wut klang.
Warum musste er bloß hier liegen? Ausgerechnet jetzt? Es musste einen Weg geben, dass er aufstehen konnte, um herauszufinden, was vor sich ging. In einer Aktion, die sich ihrer Sinnlosigkeit durchaus bewusst war, versuchte er sich erneut weiter aufzurichten, so dass er auch hätte aufstehen können, aber der Schmerz stoppte ihn kläglich.
Sam presste die Kiefer aufeinander, er spürte, wie sein Herz wegen des Schmerzes und der Erschöpfung verzweifelt pumpte. Für einen Moment schloss er die Augen, versuchte die Wut zu unterdrücken, die gerade so unnütz wie wenig zielführend war. Dann kam die Anspannung mit einem Schlag wieder. Nach seinen Worten hatte sich die Ärztin erhoben und von ihm abgewandt. Sie hatte also durchaus verstanden, was Sam ihr zu sagen versucht hatte. Sein Körper spannte sich, das Adrenalin verringerte die Schmerzen. Immer mehr kam der Jäger wieder in ihm durch, der instinktive Zwang, sich gegen alles zu verteidigen und der Glaube, dass in allem eine tödliche Gefahr steckte. Noch während sie abgewandt blieb, sah er sich um, überlegte, welchen Gegenstand er als Waffe würde gebrauchen können. Schließlich schaffte er es, mit nur schwer unterdrücktem Stöhnen, sich zur Seite zu lehnen und sein Smartphone zu ergreifen. Zur Not konnte auch das als Waffe dienen. Gerade als er sich wieder normal hingesetzt hatte, drehte sie sich zu ihm um, eine Spritze in ihrer Hand.
Sam hatte die Luft angehalten. Ihre Stimme klang so freundlich wie zuvor als sie mit ihm sprach, ihre Hände waren ruhig. Trotzdem sah er nur noch die Gefahr. Sein Körper war erstarrt, in einer Anspannung, die ihm sofort zur Flucht oder zum Angriff verhelfen konnte. Sein Atem ging schnell. Er musste sich zusammenreißen, sich nicht direkt zu wehren. Aber er konnte nicht einfach einer Ärztin einen Schlag mit einer Waffe über den Kopf verpassen. Vor allem nicht…
Sie kam näher und Sam spürte, wie der Instinkt, der ihn schützen wollte, immer mehr die Oberhand zu gewinnen drohte. Er hatte die Luft angehalten. Er wusste sehr wohl, wie lächerlich war, was er tat, wenn sie keine bösen Absichten hatte. Aber wenn sie sie hatte, war lächerlich zu wirken, sein geringstes Problem.
Er hatte zugelassen, dass sie die Spritze mit der Braunüle auf dem Rücken seiner Hand verbunden hatte und begann, ein Mittel in seine Vene zu drücken. Sam konnte nur vermuten, dass es Schmerzmittel war, sie wollte sicherlich…
Er konnte es nicht zulassen. In einer schnellen Bewegung ließ er das Smartphone los, dass er mit seiner rechten Hand unter der Decke noch immer fest umgriffen hatte, zog die Hand hervor, packte nach der Braunüle und zog sie sich aus der Vene, noch ehe das gesamte Mittel in seine Blutbahn gelangt war. Das Blut, das direkt aus der Einstichstelle quoll, ignorierte er. Stattdessen hatte er das Smartphone erneut gepackt und sich so aufgerichtet, dass er würde zuschlagen können.
„Ich glaube, ich verzichte lieber auf das Schmerzmittel,“ sagte er mit rauer Stimme.
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