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 Krankenzimmer #2

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Fr März 21, 2014 9:26 pm

Erst lief alles gut. Meredith drückte den Kolben der Spritze hinunter und war so konzentriert auf ihre Arbeit, eine Arbeit die sie schon tausendmal, aber niemals unter solch verrückten Umständen, ausgeführt hatte, dass sie nicht bemerkte, wie ihr Patient sich immer und immer mehr anspannte.
Seine plötzliche Gegenwehr überraschte sie extrem.
Er riss die Kanüle mit Gewalt aus seiner Hand, die sofort zu bluten begann und griff dann nach seinem Handy, das eben noch auf dem Nachttisch gelegen hatte.
Dass er sich dabei auch noch aufrichtet, zeigte ihr nur erneut, womit er fertig wurde.
Vielleicht brauchte er das Schmerzmittel ja doch nicht.

„Ich glaube, ich verzichte lieber auf das Schmerzmittel,“


Ihr war klar, dass er zuschlagen würde, wenn er musste und sie wollte ganz sicher kein Smartphone von ihm auf den Kopf geknallt kriegen.
Sie nickte mit besagtem und ging sicherheitshalber ein paar Schritte zurück.

Was war nur los mit Sam? Warum hatte er plötzlich solch eine Angst vor ihr? Müsste es nicht anders herum sein?
Weswegen hatte er so heftig reagiert? Es musste an der Spritze gelegen haben. Eine bessere Erklärung fiel ihr nicht ein. Vielleicht hätte sie ihm eine Vorwarnung geben müssen, aber sie war schon mit sich selbst genug beschäftigt gewesen.

„Sam?“, fragte Meredith vorsichtig. „Ich will dir nichts tun. Ich habe es deinem Bruder versprochen und ich verspreche es dir auch“.
Sie achtete jetzt nicht auf den Unterschied zwischen ’sie’ und ’du’, im Moment wollte sie Sam nur beruhigen und das ’sie’ war so förmlich, so distanziert. Ihr Unterbewusstsein übernahm und zog die Differenz zwischen Job- und Privatangelegenheiten. Dieses Gespräch fiel definitiv in die zweite Kategorie.
Doch darüber dachte sie nicht nach. Sie wollte nur die richtigen Worten finden um Sam zu beruhigen – und möglichst kein Handy auf den Kopf kriegen.

„Selbst wenn du mich ...“, es fiel ihr schwer, das Wort auszusprechen, „... getötet hast, ich bin mir sicher du hattest einen guten Grund. Und jetzt bin ich hier und es geht mir gut, ich will keine Rache nehmen. Aber du musst mir ein bisschen vertrauen, wenn du willst, das es dir besser geht“.
Sie ging das Risiko ein, ging wieder auf das Bett zu und drückte Sam langsam und behutsam, zurück in die Kissen.

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Di März 25, 2014 11:12 pm

Ihre Worte beruhigten ihn, trotzdem blieb die Anspannung zunächst, wusste sein Körper, dass nette Worte alleine kein Beweis dafür waren, dass sie keine bösen Absichten hatte. Und trotzdem verfehlten ihre Art, ihre Worte ihre Wirkung nicht. Schließlich war sie bei ihm, versuchte ihn wieder zurück in das Bett zu drücken und dachte an ihn als ihren Patienten, für den es alles andere als eine gute Idee war, wenn er mit ihr kämpfen würde oder versuchen, dass Bett zu verlassen.
Schließlich gab sein Körper dem Druck ihre Hand nach, entspannten sich die Muskeln und legte sich Sam, noch immer halb aufgerichtet, zurück ins Bett. Doch es dauerte nicht lange bis er diese Entspannung bereute, denn sein Körper erinnerte sich sofort daran, dass er eigentlich Schmerzen hatte, dass er aus Angst etwas nicht weniger schlimmeres verdrängt hatte, die Wunde in seinem Inneren und dass er Muskeln angespannt hatte, die eigentlich zerschnitten und verletzt waren. Sam hielt die Luft an und hatte doch das Bedürfnis den Schmerz irgendwie wegzuatmen. Die Ärztin hatte mehr als Recht gehabt, mit dem, was sie begonnen hatte. Er hatte ein Schmerzmittel mittlerweile mehr als nötig. Schließlich versuchte er seine Haltung nochmals zu verändern, konnte nur aufstöhnen, schloss für einen Moment die Augen, um den Schmerz irgendwie auszuhalten. Er gelangt langsam an einen Punkt, an dem er ihr würde vertrauen müssen. Fast war ihm schon schwindelig.
Sam öffnete erneut die Augen, suchte ihre Blick und versuchte sich auf ihre Worte zu konzentrieren, um sich abzulenken und nicht allzu deutlich zu zeigen, dass es ein Fehler gewesen war, die Braunüle aus der Vene zu ziehen.
„Es tut mir leid," sagte er schließlich, bestimmt, aber leise und ohne das deutlich wurde, wovon er sprach. Dann schwieg er für einen Moment. Es fiel ihm zunehmend schwer, sich auf irgendwas zu konzentrieren, sein Bewusstsein folgte immer mehr einer dumpfen Mattheit, aus Müdigkeit, wegen den Schmerzen. Es war immer mehr ein Zustand, in dem das Umfeld immer mehr an Bedeutung verlor und das eigene Selbst, der Körper das einzig wichtige wurden. Doch Sam befand sich weder in der Situation, noch war er von Menschen umgeben, in der er das wirklich zulassen konnte.
„Seit wann bist du wieder am Leben?“ fragte er sie schließlich. Er konnte sich nicht mehr daran erinnern, ob sie das schon erwähnt hatte, aber darum ging es ihm auch nicht, er brauchte etwas, das ihn ablenkte, etwas, das seine Arbeit war.
„Wie hast du ins Leben zurückgefunden? Zurück zur Arbeit? Sowas?“ er wollte freundlich klingen, ehrlich interessiert, doch er war sich nicht mehr sicher, zu was sein Körper noch in der Lage war. Außerdem hoffte er darauf, dass sie ihn mit ihren Erzählungen nicht nur von den Schmerzen ablenken konnte, sondern ebenso von dem Problem, dem sie sich eigentlich gegenübersahen, dass er aber im Moment bei Weitem nicht mehr in der Lage war, zu lösen. Jeder ernste Gedanke, den er zu greifen versuchte, entglitt ihm mittlerweile, noch ehe er ihn hatte erfassen können. Sam war im Moment keine Hilfe mehr, in keiner Weise, das musste er sich immer mehr eingestehen.
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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Mi März 26, 2014 5:17 pm

Sam gab nach und legte sich wieder hin, doch er löste die Anspannung seines Körpers nicht das winzigste bisschen. Er schloss die Augen und sie konnte förmlich sehen, wie er versuchte mit Schmerz klar zu kommen. Sie ging erneut zum Regal hinüber, kramte dieses mal Schmerztabletten hervor.
Mit einem Glas Wasser und den Tabletten ging sie zu Sam hinüber und hielt sie ihm hin.
„Hier“, sagte sie.
Sam hatte die Augen wieder geöffnet und inzwischen war ihm wohl selbst klar, dass die Schmerzmittel ihm definitiv nicht schaden würden und er nahm sie ohne Protest.
Meredith verbarg ihre offensichtliche Erleichterung, sondern nahm sich Sams Hand, die immer noch blutete und machte sich daran, diese zu versorgen.

„Es tut mir leid", sagte er plötzlich ohne jeglichen Zusammenhang. Kurz blickte Meredith von ihrer Arbeit ab.
„Ich hab schon Schlimmeres erlebt“, sagte sie ohne wirklich nachzudenken. Doch dann wurde ihr klar, was er höchstwahrscheinlich meinte. „...Oh“
Und darauf hatte sie nicht wirklich eine Erwiderung.
Was sagte man zu jemandem, der einen getötet hatte? Mal davon abgesehen, dass das wohl (so gut wie) nie vorkam, wusste sie ja noch nicht einmal genau, warum er es getan hatte.
Sie blickte wieder nach unten und kümmerte sich um seine Hand.

„Seit wann bist du wieder am Leben? Wie hast du ins Leben zurückgefunden? Zurück zur Arbeit? Sowas?“, fragte Sam, als sie gerade fertig war.
Sie stand auf und wusch sich die Hände, während sie darüber nachdachte, wie sie das am Besten in Worte fasste.
„Erst ein paar Tage“, erklärte sie. „Ins Leben zurück zu finden war gar nicht schwer. Ich war ja nicht lange weg, höchstens ein paar Stunden“.
Sie schwieg für einen Moment und fragte sich, ob sie ihm von den Geistern erzählen soll, entschied sich jedoch dagegen.
„Es gab ein paar Dinge mit denen ich klar kommen musste, aber im Moment geht das“.

Sie schwieg für einen Moment, dann sah sie Sam an. Es fiel ihr schwer ihn einfach nur als Patienten zu sehen. Aber allgemein wusste sie nicht in welche Kategorie er fiel.
Sam war möglicherweise der eigenartigste Mensch, den sie jemals getroffen hatte. Irgendwie faszinierte sie das. Sie wollte wissen, wie er so geworden war, wie er war. Und doch wusste sie, dass sie ihn vermutlich nach seinem Krankenhausaufenthalt nie wieder sehen würde. Sie wusste nicht, ob sie sich darüber freuen sollte oder nicht.

„Warum?“, fragte sie plötzlich. „Warum hast du mich getötet?“

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Di Apr 01, 2014 12:01 am

Er lehnte sie nicht mehr ab. Mittlerweile hatte er fast einen Punkt erreicht, dass er fast alles schlucken würde, was nur irgendwie eine Erleichterung versprechen würde; zu deutlich spürte er mittlerweile jede Bewegung, jedes Zucken seiner Muskeln, die Manipulation in seinem Körperinneren. Es ärgerte ihn fast, dass er die Braunüle aus seiner Ader gezogen hatte, so blieb ihm der schnelle Wirkungsweg von Medikamenten über die Blutbahn verwehrt. Jetzt musste er warten.

Er gab das Glas Wasser zurück und beobachtete Meredith stumm dabei, wie sie seine Hand nahm und die Blutung stillte. Ihre Blicke trafen sich als sie auf seine Entschuldigung reagierte, ebenso wenig einstufen konnte, wie sie gemeint war, wie Sam selbst. Er schluckte, als ihr gewahr wurde, was seine Worte noch bedeuten konnte und war andererseits froh, dass sie es verstanden hatte. Dann hörte er ihr zu, nahm ihre Erklärungen in sich auf.
„Ist denn irgendetwas anders?“ fragte er sie schließlich. „Oder fühlt sich alles an, wie vorher?“ Er glaubte es nicht, aber trotzdem wollte er sicher gehen, dass an ihr nichts Übernatürliches war, dass sie wirklich einfach nur zurück ins Leben gefunden hatte, auch ohne die Narben, die Dean und er jedes Mal zurückbehalten hatten. Trotzdem blieb ihm nicht unbemerkt, dass sie etwas verschwieg, das irgendetwas nicht zu stimmen schien. Doch Sam fragte nicht noch weiter, kämpfte ohnehin jetzt schon wieder mit der Müdigkeit, spürte, dass seine Konzentration schneller nachließ als es ihm lieb war.

Er spürte, dass sie ihn ansah, vieles zu überlegen schien. Sam lächelte matt, er wusste, dass es mehr ein Versuch war, als dass es funktionierte. Schließlich versuchte er erneut, seine Haltung zu verändern, stöhnte auf, vor Schmerz und Müdigkeit. Die Erschöpfung siegte, sein Widerstand schwand mit jeder Minute.
Dann hörte er schließlich ihre Frage. Sein Blick fixierte ihren. Er atmete hörbar aus.
„Ich..“ wie sollte er ihr erklären, warum er sie getötet hatte? Keine Erklärung würde das rechtfertigen können oder ungeschehen machen. „Es erschien mir notwendig. Unausweichlich.“ Er hielt inne. „Es ...“ er brach ab. Sam konnte sich nicht erneut entschuldigen, es war ebenso unpassend wie alle anderen Worte. Er schwieg, sah sie nur an. Ratlos.
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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Di Apr 01, 2014 5:49 pm

Meredith wusste, dass Sam ihr genau zuhörte und vermutlich seine Schlüsse zog. Was wusste er über Leute, die Geister sehen konnten? Konnte er sich denken, dass Meredith genau das passiert war?
Sie hatte eben schon überlegt, ob sie von den Jägern als eine Gefahr angesehen würde, wenn sie das erfuhren. Weil sie es schlichtweg nicht wusste, beschloss sie darüber zu schweigen. Sam sollte sie nicht nochmal töten.

„Ist denn irgendetwas anders? Oder fühlt sich alles an, wie vorher?“
, fragte Sam und ihr wurde klar, dass sie bei ihm wirklich aufpassen musste, wenn sie log.
Sein Verstand schien messerscharf und sie konnte sich gut vorstellen, dass er sie durchschauen konnte, weswegen sie sich entschied, es nicht bei einem einfach ’Nein’ zu belassen.
„Mal davon abgesehen, dass ich mich in den letzten paar Tagen bei jeder Person gefragt habe, ob sie mich auf dem Gewissen hat und leicht paranoid geworden bin, nein“.

Meredith wusste nicht, warum er nicht nachfragte, schob es aber auf die Schmerzmittel. Sie konnte sehen, wie ihr Patient gegen die Müdigkeit ankämpfte.
Sie hoffte sehr, dass er wirklich einschlafen würde, bei seinem aktuellen Zustand gab es kaum etwas Besseres. Doch sie hatte inzwischen sehr deutlich gemerkt, wie dickköpfig er war.
Vielleicht hätte sie ihm auch Schlaftabletten geben sollen...

Sie konnte hören, wie Sam ausatmete, nachdem sie ihre Frage gestellt hatten. Sams und Merediths Blicke blieben aneinander hängen und sie blickte ihm direkt in die Augen. Welche Farben hatten sie? Sie konnte es nicht erkennen.
„Ich... Es erschien mir notwendig. Unausweichlich. Es ...“, sein ratloser Blick zeigte ihr, dass er bei der ganzen Sache ähnlich unsicher war wie sie selbst.
Sie nickte. Vermutlich sollte sie noch mal nachfragen, wenn es ihm wirklich besser ging.

Für eine ganze Weile war es absolut still und sie schwiegen sich an.
Meredith wurde klar, wie lange sie nun schon in Sams Zimmer stand. Sie war bereits einmal durch den Flur gelaufen und ihr war absolut nichts passiert.
Konnte sie wirklich ihrer Pflicht so lange entsagen, bis hier alles wieder normal war? Das konnte noch Tage, wenn nicht Wochen dauern!

Sie blickte zu Sam. Ihr Wunsch schien tatsächlich einzutreten. Er hatte sie Augen geschlossen und wirkte zum ersten Mal seit seiner Ankunft vollkommen ruhig.
Meredith ging zur Tür, drehte sich dann aber noch einmal um. „Versuch, ein bisschen zu schlafen okay?“

Mit diesen Worten verließ sie das Zimmer.
Meredith lief den Flur entlang. Nach wie vor leuchtet alle Farben, die Lichter waren viel intensiver und die wenige Leute, die ihr über den Weg liefen, waren ebenso aufgeputscht wie die beiden Angehörigen von Sam.
Die Ärztin kam an der Notaufnahme an. Von sämtlichen anwesenden Schwestern und Pfleger strömten ihr erleichterte Blicke entgegen.
Meredith beachtete sie nicht, denn just in diesem Moment konnte sie sehen, wie drei Gestalten, durch die Tür kamen.

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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Di Apr 08, 2014 12:40 am

Sam hatte das Telefon noch nicht zur Seite gelegt als er Cas neben seinem Bett erblickte. Die Erleichterung, die er dabei empfand, konnte er kaum in Worte fassen. Nicht nur, würde der Engel ihn von seinen Schmerzen befreien, er würde es ihm auch ermöglichen, das Bett, das Krankenhaus zu verlassen und Dean und ihm zu helfen. Sam versuchte sich wieder etwas aufzurichten, lächelte Cas leicht an.
„Ich bin echt froh, dich zu sehen,“ bemerkte er unter Stöhnen, noch immer nahmen ihm die Schmerzen fast die Sinne, ließen seine Gedanken ersterben. Er schloss für einen Moment die Augen. Dann, als er Cas erneut betrachtete, fiel ihm plötzlich auch auf, dass der Raum sich verändert hatte, die ganze Umgebung wieder eine andere geworden war. Normaler. Das Glänzen, die Perfektion war vergangen, die Gebrauchsspuren waren zurückgekehrt, der Schmutz in den Ecken war wieder deutlich zu sehen. Erleichtert und verwundert zugleich, glitt Sams Blick durch den Raum. Auch Cas sah aus wie immer, wobei er natürlich vielleicht ohnehin die ganze Zeit sein Äußeres nicht verändert hatte. Schließlich hatte Sam keinerlei Informationen darüber, ob übernatürliche Wesen auch von den Veränderungen betroffen gewesen waren. Doch auch wenn alles wieder in seinem alten Zustand zurückgekehrt zu sein schien, wusste Sam immer noch nicht, was die die Veränderungen ursprünglich verursacht hatte.
Sam holte erneut tief Luft.
„Du kannst mir sicher sagen, was draußen passiert ist oder?“ wandte er sich mit fast genervter Stimme an Cas. Es war für ihn kaum zu ertragen, dass er die Zeit in diesem Bett verbracht hatte und nichts mitbekommen, niemanden hatte helfen können und Dean und die anderen hatte alleine lassen müssen.
„Wir sollten uns beeilen,“ bemerkte er schließlich mehr zu sich selbst als zu Cas, „Dean wird uns brauchen.“ Er hielt erneut die Luft an, wieder zogen Schmerzen durch seinen ganzen Körper. Es war wirklich froh, dass Cas gekommen war.
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Castiel
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BeitragThema: Re: Krankenzimmer #2   Di Apr 08, 2014 7:35 am

Cf: Mystic Motel – Rezeption

Sam sah schlimm aus, zwar verstand Castiel nicht so viel von dem Ausdruck des Unwohlseins bei den Menschen, aber bei seinen Jungs hatte er gelernt, wie sie aussahen, wenn sie Schmerzen hatten. Deans Augen wurden matt und Sam zog immer die Augenbrauen zusammen und schloss öfter die Augen, als man es sonst eigentlich tat. Hinzu kam bei beiden der verbissene Ausdruck um die Mundpartie herum, wodurch die Kiefermuskeln hervortraten. Zum Glück konnte man durch die Engelsmagie alles wieder heilen. „Sam“, sagte er einfach nur. Einen Moment lagen die himmlisch blauen Augen noch auf dem Winchester, ehe der Geflügelte auf ihn zutrat.

„Es gab einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum. Die Realität wurde dabei verschoben.“, beantwortete er die Frage, was geschehen war in seiner gewohnt neutralen Stimme. Dass es ein Trickster gewesen war, stand für ihn nach wie vor noch nicht fest, weswegen er darüber schwieg. Seth war es nicht gewesen, denn seine Veränderungen am Motel hatten immer noch Bestand und so blieb er bei dem, was er mit Gewissheit sagen konnte.

Die Bemerkung, dass sie sich beeilen mussten, da Dean sicherlich ihre Hilfe brauchte, verwunderte den Engel, immerhin war er genau aus diesem Grund hier. Sie wollten sam dabei haben, wenn sie gegen Seth antraten. Castiel fiel auf, dass er den jüngeren Winchester nun schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen hatte und auch wenn er vor die Wahl gestellt sich immer für Dean entscheiden würde, so war doch auch Sam ein Teil seiner neuen Familie.

Ohne etwas zu sagen, legte er Luzifers Hülle zwei Finger auf die Stirn und heilte ihn, ließ nicht nur die körperlichen Verletzungen verschwinden, sondern jedes Gefühl von Schwäche. Ein Engel konnte den Körper eines Menschen heilen, nur eine verletzte Seele konnten sie nicht wieder ganz machen. Sam hatte seine gesunde Hautfarbe zurückerlangt und mit einem weiteren Schnippen hatte er auch wieder normale Kleider an, die unbeschädigt und sauber waren.

Ein Blick zu seinem Schützling und schon berührte er ihn erneut. Er wusste, dass die Menschen diese Art von Reisen nicht unbedingt mochten, aber sie mussten schnell handeln. Waren sie eben noch im Krankenhaus, waren sie jetzt schon wieder im Motel. Ein Blinzeln hatte ausgereicht, um sie den Ort wechseln zu lassen.

Sie waren keineswegs zu früh angekommen, denn Seth hatte beschlossen auf der Bildfläche zu erscheinen. Das Engelsschwert lag kalt in der Hand des Kriegers. Kalt und tödlich, doch noch immer fragte er sich, ob man das Chaos und die Zerstörung überhaupt töten konnte.

Tbc: Mystic Motel - Rezeption

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Meredith Fell
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BeitragThema: Krankenzimmer #2   Di Apr 08, 2014 5:37 pm

Meredith musste gähnen, bevor sie sich die Hände wusch. Sie wollte es nicht zeigen, aber sie war müde. Allein schon Sams OP hatte sie erschöpft, doch sie wusste ja selbst, dass der Tag danach für sie nicht vorbei gewesen war.
Sie schwor sich selber aber schlafen zu gehen, wenn sie hier fertig war. Und sie wusste selbst, dass sie dieses Versprechen brechen würde, sollte irgendwer ihre Hilfe benötigen. Warum sie es also überhaupt machte, war ihr selbst schleierhaft.

Ihre Patientin, Vivien Paine wie sie erfuhr, gab ihr einen Zettel auf dem ihre Medikamente gegen Epilepsie standen. Meredith kannte sie und wusste auch, wo sie sie finden würde.
„Bleiben sie einfach liegen“, sagte sie. „Ich bin gleich wieder da“.
In der Hoffnung, dass es keine weiteren Zwischenfälle geben würde, besorgte die Medikamente, die zum Glück vorrätig waren.
Als Meredith zurück kam sah das Zimmer noch immer so aus wie sie es verlassen hatte und Miss Paine hatte sich auch nicht in Luft aufgelöst.
Sie machten Fortschritte.

„Hier, bitte“, sagte sie und gab ihrer Patientin die Tabletten und holte ihr dann auch noch ein Glas Wasser.
Nachdem Miss Paine die Tabletten geschluckt hatte, kontrollierte Meredith ihre Pupillenreaktion, die zum Glück nicht auf eine Gehirnerschütterung schließen ließ.
„Das scheint so weit alles ganz gut auszusehen“, erklärte Meredith. „Ruhen sie sich einfach aus, eine Schwester wird später bei ihren noch ein EEG machen um die Gehirnströme zu messen. Dann können wir sicher gehen, das alles okay ist“.
Hoffentlich würde sie das Drama frei über sich ergehen lassen...
„Ich sehe jetzt noch mal nach ihrem Freund, ich denke er kann nachher auch noch ihnen gucken“.

Meredith verließ das Zimmer und ging in den anderen Raum, in dem die beiden Schwestern gerade damit beschäftigt waren, dem anderen Patienten einen Gehgips zu verpassen.
Als sie fertig waren, bat Meredith eine der beiden das EEG durchzuführen und griff dann nach der Krankenakte.
„So, Mr. Vaughn. Angebrochener Arm, angebrochenes Bein, gebrochenes Schlüsselbein und Platzwunde. Das muss wirklich ein hoher Baum gewesen sein“.
Sie überprüfte die Wundversorgung und half ihm dann dabei den Rucksack-Verband anzulegen. „Sie sollten mindestens sechs Wochen lang keinen Sport machen und sich schonen. Den Gips können sie nach den sechs Wochen bei ihrem Hausarzt entfernen lassen. Spielen sie nicht den Helden, okay?“
Die Ärztin gab ihm noch eine Thrombose-Spritze, von denen sie ihm auch gleich welche verschrieb, zusammen mit Schmerzmitteln.

„Wenn sie zu ihrer Freundin wollen, die ist gleich neben an. Aber sie soll sich ausruhen!“, ein mahnender Blick machte deutlich, wie ernst sie das meinte. „Gute Besserung!“

Gähnend ging Meredith zurück in die Notaufnahme.
Erst Sam, sein Bruder und deren Freundin und nun die Drei. Viele Fremde waren derzeit in Mystic Falls unterwegs. Meredith war jedoch zu müde, um diesen Gedankengang weiter zu verfolgen.

Sie bewegte sich in Richtung Ausgang und war schon dabei ihren Kittel abzustreifen, als Josefine auf sie zu kam. Die andere Ärztin konnte noch nicht lange hier sein und ihrem Gesichtsausdruck nach, hatte sie schon etwas, wofür sie Meredith brauchte.
„Hey Josefine“, sagte Meredith und fügte dann schon hinzu: „Was ist es?“
Josefine schien gemerkt zu haben, wie müde Meredith war. „Lucas ist hier. Ich kann mich um ihn kümmern, wenn du lieber heim willst“.
Meredith schüttelte den Kopf. Jeder Angestellte ihm Krankenhaus wusste, dass Lucas Kendall so etwas wie ’ihr’ Patient war.
Sie hatten ihm beim Entzug geholfen und seitdem fühlte sie sich verantwortlich für ihn. Es gefiel ihr gar nicht, dass er schon wieder hier war...

„Ich mach das“, sagte Meredith. „Danke Josefine“.
Sie ließ sich die Raumnummer geben und dann war sie auch schon auf dem Weg.

Lucas saß auf der Liege, die Beine an den Oberkörper gezogen und zitternd. Gerade als Meredith herein gekommen war, begrüßte er sie, jedoch nicht auf die übliche Weise.
„Lasst mich endlich in Ruhe!“, schrie er aus vollem Halse und starrte dabei auf einen Punkt irgendwo neben Meredith.
Als er merkte, dass sie in der Tür stand, starrte er sie entsetzt an.

Lucas sah aus wie ein Häufchen Elend. Obwohl er zitterte, stand ihm ein Schweißfilm auf der Stirn und die Angst, die sie in seinen Augen sah, konnte nichts Gutes bedeutet.
Doch sie konnte sie verstehen. Denn Lucas war nicht allein. Nur Zentimeter von ihm entfernt, stand eine Frau. Sie war irgendwie verschwommen und erinnerte Meredith an Gabrielle. Verdammt! Die Frau war tot und nur ein Geist. All das machte der Ärztin nicht so viel Angst, wie der Fakt, dass sie sie sehen konnte.

Doch die Frau hatte zum Glück noch nicht bemerkt, dass Meredith sie sehen konnte.
„Lucas!“, Meredith versuchte den Geist zu ignorieren und ging auf den jungen Mann zu. „Was ist los mit dir? Was ist passiert?“

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