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 Behandlungszimmer

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Meredith Fell
Psychic
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Mo 10 Feb - 22:39

Meredith war noch immer in Gedanken über Jenna und deren mysteriösen Angreifer versunken, als sie plötzlich eine tiefe Stimme vernahm, die laut schrie: "HEY!! Wir brauchen hier verdammt nochmal Hilfe"
Die Ärztin in Meredith übernahm das Steuer und sie rannte wieder zum Eingangsbereich der Notaufnahme zurück.
Zwei der Krankenschwestern waren ebenfalls sofort in ihrem Element und liefen der Ärztin hinterher.

Das Bild, dass sich Meredith bat war für ihre Verhältnisse doch reichlich ungewöhnlich. Ein junger Mann mit nacktem Oberkörper, sowie eine zierliche blonde Frau, stützten einen Mann, der reichlich größer als die Beiden waren. Diesen schienen seine eigenen Beine nicht mehr zu tragen, was absolut verständlich war, bei der Menge Blut die konstant aus seinem Bauch floss, auf den die Blonde ein Stück Stoff drückte, dass vom ganzen Blut dunkelrot getränkt war.
„Was ist passiert?“, fragte sie, auch wenn sie sich das eigentlich ausmalen konnte.
"Hey! Hey Sie! Bitte, wir brauchen Hilfe! Unser Freund ist schwer verletzt. Stichwunde und hoher Blutverlust!", meldete sich diese zu Wort.

Die beiden Schwestern hatten inzwischen eine Liege herbei gefahren, auf die der Verletzte unter reichlicher Anstrengung bugsiert wurde.
Meredith fragte den anderen der Männer nach der Blutgruppe des Größer und bekam sofort eine Antwort, worauf eine der Schwestern wieder los lief um passendes Blut zu organisieren und den Blutverlust auszugleichen.
Die Ärztin gab noch die Anweisung sich um die beiden Begleiter zu kümmern und mehr Informationen zu besorgen, bevor sie dem Patienten und den Schwestern in den OP folgte.

Nachdem sie dem Patienten sicherheitshalber noch ein Beruhigungsmittel gespritzt hatten und all den blutdurchtränkten Stoff entfernt hatten.
Meredith sorgte dafür, dass die Blutung so gut wie möglich gestoppt wurde und musste zu ihrer Freude feststellen, das durch den Stich keines der lebenswichtigen Organe verletzt worden war. Ihr namensloser Patient hatte verdammtes Glück gehabt.
Allerdings bemerkte die Ärztin eine zweite Wunde an seiner linken Bauchseite, die allerdings schon ein paar Tage alt und nur notdürftig versorgt worden. Allgemein schien das kein geschonter Körper zu sein. Meredith machte sich gar nicht die Mühe, die Narben zu zählen.
Wer zur Hölle war dieser Typ? Er war definitiv kein Vampir und es war auch keine Verletzung, die von einem Vampir herrührte, es sei denn diese benutzten nun lieber Messer anstatt ihrer Zähne.

Meredith versuchte, sich nicht davon ablenken zu lassen und machte sich daran, die frische Wunde zu nähen, während die Schwestern ihr Bestes taten mit frischem Blut und Plasma den Blutverlust unter Kontrolle zu halten.
Meredith hatte lange keine so große Wunde mehr genäht und sie wusste, dass es mit der einen nicht getan war.
Als endlich auch die zweite Wunde fachgerecht geschlossen war, kontrollierte Meredith die Dosierung der Antibiotika in der Infusion.
Der Patient war trotz dem Blutverlust stabil und würde wohl noch eine Weile schlafen.

Nach getaner Arbeit überließ Meredith es den Schwestern den Patienten in ein Krankenzimmer zu bringen, wusch sich die Hände und legte die OP-Kleidung ab. Dann ging sie zurück in die Notaufnahme, wo sie direkt auf die Blondine und den halbnackten Kerl zuging.
Sie wollte ein paar Antworten.
„Meredith Fell“, stellte sie sich vor. „Ihr Freund hat eine Menge Blut verloren, ist aber stabil. Und ich würde jetzt gerne wissen, was passiert ist“. Der Nachdruck in ihrer Stimme zeigte nur zu deutlich, wie ernst ihr diese Situation war. Sie verarztet nicht oft Stichwunden und schon gar nicht zwei auf einmal.

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Galen Vaughn
Hunter
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Di 8 Apr - 13:48

Während Vivien nun mit der Ärztin mitging, ging der Jäger den zwei Krankenschwestern nach. Er sah immer noch deutlich, dass ihn jeder im Krankenhaus Blicke zuwarf.
Gut, Galen sah unbekleidet vielleicht gut aus - er trieb regelmäßig Sport, so dass sein Körper sehr durchtrainiert aussah - aber im Augenblick war es ihm einfach nur peinlich. Vor allem, da er ausgerechnet in einem Krankenhaus, wo viele Menschen waren, nur in seinen Boxershorts rum lief. Nicht mal in unbedachten Momenten in seinem eigenem Zimmer wäre er nur mit Unterhosen herumgelaufen.
Dieser Tag war einfach nur grausam. Der Jäger wollte hoffen, dass Zoey ihm schnellstmöglich seine Klamotten vorbeibringen würde.

Kaum im Untersuchungszimmer angekommen, fragten die Schwestern - wie Dr. Fell es ihnen aufgetragen hatte - wie sein Name war, wo genau er Schmerzen hatte und was genau passiert sei.
Eigentlich hatte er vorgehabt, zu lügen - doch leider waren seine Verletzungen bei seiner Bekleidung für jedermann sichtbar. Also sagte er einfach die Wahrheit.
"Mein Name ist Galen Vaughn. Im Moment hab ich leider keine Brieftasche bei mir - aber ich hoffe, dass meine Freundin sie in der nächsten Zeit vorbei bringt. Ich bin vor einigen Tagen im Wald von der Spitze einer ziemlich hohen Kiefer runtergefallen. Dabei hab ich mehrere Äste gerammt und bin mit voller Wucht auf Vivien … der anderen Patientin gelandet", erklärte er.
"Und wie kommt es, dass Sie …" Eine der Schwestern deutete auf seine Boxershorts, wobei Galen wieder rot anlief.
"Als ich in den Wald gelaufen bin, hatte ich noch andere Sachen an. Bitte fragen Sie nicht weiter", bat er die Schwester höflich.
Sein Charme schlug sofort an und die Schwestern gaben ihm zunächst ein Patientenhemd, was er sich drüber ziehen konnte, bevor sie ihn weiter zum Röntgen schleppten.

Als er aus der Röntgenröhre herauskam und die Untersuchung für das Erste fertig war, stellte er erfreut fest, dass in der Zwischenzeit seine Tasche abgegeben worden war.
Gott segne dich, Zoey, dachte Galen. Sein Kummer war so gut wie vergessen.
Allerdings blieb der Moment der Freude nicht lange, als er die Diagnose hörte, die die Röntgenuntersuchung zu Tage förderte: gebrochenes Schlüsselbein, sein linker Arm war ebenfalls fast gebrochen (aber zum Glück nur fast) und sein rechtes Bein war angebrochen.
Die Schwestern wunderten sich, wie er mit seinen Verletzungen überhaupt aufrecht stehen konnte. Normalerweise wäre jeder normale Mensch mit diesen Verletzungen sofort und unter größeren Schmerzenslauten ins Krankenhaus gekrochen.
Aber Galen war nun mal kein normaler Mensch. Sein Schmerzempfinden war anders als das eines gewöhnlichen Menschen oder gewöhnlichen Jägers.
Wenn er aber daran dachte, dass sein Frühwarnsystem im Eimer war und möglicherweise nie wieder in Ordnung kommen würde, schlich sich langsam die nackte Panik in seinen Kopf.
Sein Kopf war bis auf die Platzwunde im Übrigen in Ordnung und nicht weiter verletzt.

Nach einiger Zeit wurde er in eines der Patientenzimmer geführt und ihm wurde ein Bett zugewiesen.
Dem Jäger passte es gar nicht, dass er jetzt im Krankenhaus bleiben musste. Am liebsten wäre er ja aufgesprungen und sofort wieder gegangen. Doch leider konnte er das nicht. Die Schmerzen in seiner Schulter, dem Schlüsselbein, dem Arm und seinem Bein schienen durch die Röntgenuntersuchung nur noch schlimmer geworden zu sein.
"Wie geht es Vivien?", fragte er schließlich, als er eine einigermaßen bequeme Sitzposition im Bett gefunden hatte, bei der nicht jede Bewegung weh tat.
Auch wenn er wusste, dass Vivi ein Werwolf war, war er ausnahmsweise um ihre Gesundheit besorgt. Zumal er auch zum größten Teil auch dafür verantwortlich war.

Laut der Mitteilung der Ärztin befand sich Vivi im Nebenzimmer und ruhte sich aus.
Galen nickte. Ausruhen war etwas, was er auch tun sollte. Doch vorerst durchsuchte er seine Tasche nach seinem eigenen Handy. Und wie er es geahnt hatte, waren dutzende Anrufe von seiner Schwester auf seiner Mailbox. Von den 37 Textnachrichten einmal abgesehen.
Er blickte auf seine Uhr. In Inverness war es schon fast früher Nachmittag. Also beschloss Galen, das Übel gleich hinter sich zu bringen, damit er nachher in Ruhe schlafen konnte.
Mit seinen nicht schmerzenden Fingern des rechten Arms wählte er schnell die Nummer seiner Schwester.
Er bereitete sich auf das Schlimmste vor.
Und wie geahnt, brüllte ihn seine Schwester wie eine Furie an, warum er sich nicht meldete und wo er die ganze Zeit über gesteckt hatte.
Oh Mann, dachte der Jäger. Er kam noch nicht einmal dazu, irgendetwas zu erwidern, weil seine Schwester ohne Punkt und Komma meckerte.
Doch nach einer halben Stunde war das Telefonat beendet. Galen würde sich nicht wundern, wenn er durch die kreischende Stimme von Meg auch noch einen Tinnitus bekommen hätte.
Er legte sein Handy ordentlich weg und schloss die Augen. Er war viel zu müde, um noch weiter darüber nachzudenken, warum die Realität nun wieder so war wie zuvor.

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Lucas Kendall
Psychic
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Di 8 Apr - 17:22

Cf: Lucas Wohngemeinschaft

Lucas saß auf dem Beifahrersitz, während Simon fuhr. Adam war zu Hause geblieben. Es brachte nichts, wenn er auch noch mitkam und zusätzlich für Aufregung sorgte. Der Student hatte seine Beine an den Oberkörper gezogen und hielt sich die Ohren zu, während immer wieder die gleichen Worte über seine Lippen kamen – ‚lasst ich in Ruhe‘. Normalerweise hasste Simon es, wenn jemand sein Auto dreckig machte, aber in diesem Fall sagte er nichts. Sein Mitbewohner sah aus wie ein Häuflein Elend und vermutlich fühlte er sich auch so. Er zitterte ununterbrochen, obwohl mittlerweile ein leichter Schweißfilm auf seiner Stirn glänzte. Die Haut über den Wangenknochen hatte sich rötlich verfärbt, was in dem sonst so blassen Gesicht besonders auffiel.

Sie wussten in der WG alle von der jeweiligen Vergangenheit der anderen und so war es kein Geheimnis, dass Lucas schizophren war. dass die Schübe ihn allerdings immer derart quälten, war nicht gerade leicht mit anzusehen. An manchen Tagen schien er eigentlich ganz normal und an andere, wie heute, brach seine ganze Welt auseinander. Irgendwie konnte Simon es verstehen, dass der Rothaarige zu Drogen gegriffen hatte, wenn er sich dadurch besser gefühlt hatte.

Es dauerte guten zehn Minuten mit dem Auto, bis sie das Krankenhaus erreichten. Lucas hatte es gar nicht wirklich mitbekommen. „Hey, wir sind da.“, sagte er sanft und stieg aus, um den anderen schon mal die Autotür aufzumachen. Er schwankte, als er ausstieg und vorsorglich legte Simon ihm einen Arm um die schmalen Schultern. Gemeinsam gingen sie in Richtung Krankenhaus.

Sie hatten Glück, dass gerade ambulant gearbeitet wurde, sodass sie nicht in die Notaufnahme mussten. Eine Schwester nahm sie auf und es dauerte nicht lange, bis eine Ärztin kam. Lucas versuchte sich auf das Geschehen um ihn herum zu konzentrieren, aber es gelang ihm nur teilweise. Die Geister störten ihn zu sehr. Der Shapeshifter war gegangen, als sie das Haus verlassen hatte, aber die anderen vier waren ihnen gefolgt und besonders der Geist des Menschen hatte eine sadistische Freude daran, den Studenten zu tyrannisieren.

Die Ärztin, die zu ihnen kam, war Josefine Hayden. Sie erkannte ihren Patienten sofort und brachte ihn in einen der Behandlungsräume. Simon sollte solange draußen warten. „Ich werde sehen, ob Dr. Fell gerade frei ist. Sie ist dir doch sicherlich am liebsten, nicht wahr?“, sagte sie sanft. Nebenbei bemerkte Lucas, dass ihr die Schwangerschaft echt gut stand. Er nickte schwach und sie verließ das Zimmer wieder. Dr. Fell war ihm die liebste Ärztin, denn sie war während seines Entzugs und auch danach immer nett zu ihm gewesen. Zu ihr hatte er das meiste Vertrauen, auch wenn er es sich selbst nicht so recht erklären konnte.

Er saß auf der Untersuchungsliege und nahm eine ganz ähnliche Haltung ein, wie schon zuvor im Auto. Ihm war kalt und am liebsten hätte er sich unter einer Decke verkrochen. Schlecht war ihm auch noch, wenn er auch nicht das Gefühl hatte, sich gleich übergeben zu müssen. Er wiegte sich ganz leicht vor und zurück und versuchte die Geister auszuschließen, ihre Stimmen einfach nicht mehr zu hören. Tatsächlich funktionierte es bei den beiden Vampiren, die verschwanden, nicht aber bei dem Mann und der Hexe.

Beide rückten ihm auf die Pelle, wollten ihn berühren. Die Kälte, die das mit sich brachte, entlockte ihm ein Wimmern und die Übelkeit nahm wieder zu. „Lasst mich in Ruhe.“, flüsterte er schwach, hatte mittlerweile kaum noch die Kraft sich gegen den Einfluss der Geister zu wehren. „Komm schon, du bist ein Teil von uns, komm auf unsere Seite. Es ist so einfach.“, flüsterte der Mann.

„Lasst mich endlich in Ruhe!“, schrie Lukas den Geist an. Ganz sicher würde er sich nicht das Leben nehmen, um ebenso ein Geist zu werden. Sein Atem ging schwer und mit Entsetzen merkte er, dass jemand hereingekommen war – Dr. Fell. Sie hatte seinen Ausbruch miterlebt.


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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Di 8 Apr - 19:49

Der Schreck, dass Dr. Fell seinen Ausbruch miterlebt hatte, saß tief und sein Herz schlug zu schnell, als dass es normal wäre. Für einen Moment stand blanke Panik in seinen Augen. Es war ihm alles zu viel: die Geister, die Tatsache, dass er im Krankenhaus war und auch noch in einem Moment wie diesem erwischt wurde, wie er mit Geistern redete. Natürlich wurde alles durch seine angebliche psychische Erkrankung erklärt, aber es stimmte eben nicht und das nahm den Studenten mit. Es gab fast niemanden, der ihm glaubte. Jennifer war vielleicht eine Ausnahme, auch wenn er sich nicht sicher war, ob sie ihm wirklich geglaubt hatte oder es einfach nur hingenommen hatte, da sie sich zu dem Zeitpunkt in Entenhausen befunden hatten.

Für einen Moment glaubte er, die Ärztin sah nicht ihn an sondern den Hexengeist, aber das konnte nicht sein. Er hatte ihr damals erzählt, dass er Geister sehen konnte, aber sie hatte ihm nicht geglaubt, warum sollte sie es also jetzt auf einmal machen? Das war doch Blödsinn. Vielleicht war es reines Wunschdenken, dass da wirklich jemand war, der ihm glaubte und das nicht nur aus Gutmütigkeit heraus, sondern weil der andere wusste, dass da mehr war, als man für gewöhnlich sehen konnte.

Dann aber sah sie nur ihn an und der Geist des Mannes lachte ihn aus. mit seiner Hand fuhr er durch Lucas hindurch und entlockte diesem dadurch ein leises Wimmern. Es war so fürchterlich kalt und der Mann war bösartig. Man konnte es spüren. Der Student versuchte sich noch ein bisschen kleiner zu machen und am liebsten würde er sich einfach in Luft auflösen, einfach nicht mehr da sein. ‚Du weißt, dass es ganz einfach wäre.‘, flüsterte der Mann ihm zu und lachte leise und gemein.

„Nein…“, flüsterte Lucas mehr zu sich selbst als zu allen anderen und hielt sich die Ohren zu. Dr. Fells Fragen bekam er unterbewusst noch mit, aber er konnte sich nicht darauf konzentrieren. Erst als die Ärztin ihn sanft an der Schulter berührte, fand er einen Bezugspunkt zur Realität. Ihre Hand hatte etwas Greifbares, anders als bei den Geistern.

„Ich weiß nicht. Ich wollt schlafen, aber die Geister haben mich geweckt. Er sagt ständig, dass ich doch schon zu ihnen gehöre. Ich… keine Ahnung.“, brach er schließlich mutlos ab. „Simon hat mir hergebracht.“ Es hatte ja doch keinen Zweck, wenn er ihr von den Geistern erzählte und wenn er ihr sagte, dass sie ihm zum Suizid rieten, dann würde sie ihn auf jeden Fall hier behalten und das wollte er nicht. Ein Zittern durchlief seinen schmalen Körper. Er fror immer noch und das Zittern ließ auch nicht nach. Er wusste, dass er Fieber hatte.

‚Sie glaubt dir nicht. Niemand glaubt dir und das weißt du genau.‘, flüsterte der Geist ihm gehässig zu und lachte. Es stimmte, es glaubte ihm niemand. Leise wimmernd zog er seine Beine noch ein bisschen enger an seinen Oberkörper. Er wollte nicht hier sein, er wollte die Geister nicht mehr sehen und erst recht wollte er sie nicht mehr hören. „Mir ist schlecht.“, sagte er leise, um Dr. Fell überhaupt etwas sagen zu können, mit dem sie etwas anfangen konnte.

‚Wenn du zu uns…‘, fing der Geist des Mannes an, kam aber zu mehr nicht, denn Lucas war aufgesprungen. Seine zitternden Hände waren zu Fäusten geballt. „Ich bring mich nicht um!“, fuhr er den Geist an und taumelte dabei ein paar Schritte nach hinten. Mit der Tür im Rücken verließen ihn seine Kräfte und er rutschte auf den Boden. „Ich will leben.“, flüsterte er immer wieder vor sich hin, während er mit den Armen seine Beine umschlungen hielt. Sein langes Haar fiel ihm ins Gesicht, sodass niemand die träne sah, die ihm über die Wange rollte.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Mi 9 Apr - 15:41

Meredith kam näher an Lucas heran, doch der Geist rührte sich nicht. Die Frau musterte Meredith nur, auf eine Art und Weise, die ihr absolut unangenehm war. Sie konnte es zwar nur aus den Augenwinkeln sehen, doch sie hatte das Gefühl, als käme der Geist ihr langsam auf die Schliche. Es lief Meredith eiskalt den Rücken hinunter und die kleinen Härchen auf ihren Armen stellten sich auf. Sie wollte nicht, dass der Geist erkannt, dass sie ihn sehen konnte.
So sehr wie Lucas den Geist angeschrien hatte, konnten sie nicht so nett sein wie Gabrielle.

Und als Meredith diesen Satz dachte, fiel es ihr wie Schuppen vor die Augen. Lucas hatte die ganze Zeit die Wahrheit gesagt! All diese Geschichten über Geister, die er ihr während des Entzuges und auch später noch erzählt hatten, nichts davon war seiner Schizophrenie zuzuschieben.
Denn Lucas war nicht schizophren oder irgendwie anderweitig verrückt.
Er war ein Medium, genauso wie Meredith selbst.
Und sie hatte ihm nie geglaubt, was er ihr erzählt hatte. Sie hatte ihm natürlich zugehört und sie hatte mitgeschrieben, aber niemals hatte sie an seinen Geschichten auch nur einen Funken Wahrheit gefunden.
Lucas war dasselbe passiert wie ihr. Seit einer Nahtod-Erfahrung, einem Autounfall sah er die Geister. Und jetzt, wo Meredith selbst wusste, wie es sich anfühlte ... Konnte sie ihn da wirklich verurteilen, weil er nach den Drogen gegriffen hatte?

Auch jetzt wo er clean war, versuchte er sie auszublenden. Im Moment hielt er sich die Ohren zu und der Ärztin war klar, dass er nicht gehört hatte, was sie gefragt hatte.
Doch warum flippte er im Moment so aus? Die Frau tat doch gar nichts, außer da zu stehen.
Vorsichtig berührte Meredith ihren Patienten an der Schulter. Sie fühlte sich warum an unter ihrer Hand, ganz im Gegensatz zu den Zitterkrämpfen, die den zierlichen Mann wieder und wider überkamen. Er fieberte.
„Ich weiß nicht. Ich wollt schlafen, aber die Geister haben mich geweckt. Er sagt ständig, dass ich doch schon zu ihnen gehöre. Ich… keine Ahnung. Simon hat mir hergebracht.“
Geister? Plural?
Hatte Meredith sich etwa getäuscht? Bildete Lucas sich neben den echten auch noch Geister ein, die nicht da waren? Oder sah er den weiblichen Geist gar nicht?

„Mir ist schlecht.“, fügte Lucas noch hinzu. Woher kamen das Fieber und die Übelkeit? Geister konnten doch keine Krankheiten übertragen. Sie waren tot, also mussten alle Viren es auch sein. Was machte ihn also so fertig? Die simple Anwesenheit der Geister? Meredith versuchte zu verstehen, zu diagnostizieren, das zu tun, was sie eigentlich am besten konnte. Doch hier stand sie vor einer Steinwand.

Noch immer war nichts geschehen, doch plötzlich sprang Lucas immer noch zitternd auf, stolperte ein paar Schritte zurück und rutschte dann auf den Boden, wo er zusammenknickte.
Dabei schrie er die leere Ecke an.
„Ich bring mich nicht um! Ich will leben.“
Meredith folgte ihm Richtung Tür und nun behielt sie die Geisterfrau im Auge. Dieses Mal war Meredith sich sicher, dass der Geist gemerkt hatte, dass sie nicht durch sie hindurch blickte.
„Lucas!“, sie ging vor ihm in die Hocke. „Lucas rede mit mir! Was siehst du?“
Ihre Augen zuckten wieder zu der toten Frau.

Diese fixierte Meredith mit ihrem Blick. „Du also auch!“
„Nein!“, zischte die Ärztin, als der Geist auf sie zuschoss. „Lass mich in Ruhe!“

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Mi 9 Apr - 16:41

Er wollte nicht hier sein und er wollte auch nicht, dass er die Geister sehen konnte. Wenn er damals gestorben wäre, dann wäre er zwar tot, aber es wäre ihm auch vieles erspart geblieben. Dennoch würde er jetzt, wo er die Konsequenzen kannte, immer noch das Leben wählen. Er hatte jemanden kennen gelernt, den er mochte. Jennifer war eine so lebensfreudige, sonnige Frau, dass er in ihrer Nähe den Tod nicht so deutlich spürte, wie sonst. Der Geist in der Schokoladenfabrik war ganz friedlich gewesen und hatte noch nicht einmal versucht, Kontakt zu ihm aufzunehmen. Vielleicht war die Situation jetzt aber auch die Kosten für die unbeschwerten Stunden, die er mit Jennifer verbracht hatte.

Kraftlos legte er seinen Kopf auf seine angewinkelten Knie ab. Er war viel zu geschafft von dem kurzen emotionalen Ausbruch, um wirklich handeln zu können. Die Geister zehrten an seinen eh schon knapp bemessenen Kräften. Es machte ihn krank, psychosomatisch würde man es nennen, obwohl die Existenz der Geister reichlich wenig mit seiner Psyche zu tun hatte. Sie waren wirklich da, nur sahen sie die wenigsten.

‚Ich sagte doch, du gehörst zu uns und nicht den Menschen. Deswegen beeinflussen dich die Geister so. Was bist du denn schon für die Menschen? Ein Freak, der nichts allein auf die Reihe bekommt.‘, meinte der Menschengeist abfällig und sorgte damit dafür, dass Lucas ein leises Wimmern von sich gab. Er hatte ja recht. Der junge Mann war wirklich eine Belastung für andere. Seine Eltern kamen mit ihm nicht klar. Er brauchte Adam und Simon mehr als sie ihn und Dr. Fell hätte jetzt sicherlich längst Feierabend.

Da er aber da war, musste sie sich um ihn kümmern und so ging sie vor ihm in die Hocke und brachte ihn sanft aber bestimmt dazu zu ihr aufzusehen, indem sie ihn ansprach. Es fiel ihm schwer, sie auf sie zu konzentrieren. Ein weiterer Geist war aufgetaucht. Es war eine Frau, die vor einer Woche hier gestorben war, zumindest wehklagte sie es lautstark. Warum gingen die Geister denn nicht mit den Reapern mit, wenn sie die Möglichkeit dazu hatten?

Dr. Fell fragte ihn, was er sehe und da begriff er, dass nicht nur er die Geister sehen konnte, sondern sie auch, denn sie sah zu der Hexe. Warum gerade zu diesem Geist war Lucas unklar, denn die anderen beiden waren viel aufdringlicher. Sah sie nur die Hexe, die anderen aber nicht? Warum?

Als sie den Geist anfuhr, sie in Ruhe zu lassen, funktionierte das sogar. Sie musste mehr Durchsetzungsvermögen haben oder aber die Geister merkten spürten ihren starken Willen, etwas das er nicht mehr aufbringen konnte. seit fast zehn Jahren konnte er jetzt Geister sehen und diese Zeit hatte ihn einfach ausgelaugt.

„Da ist der Geist der Hexe, die eben auf uns zugekommen ist. Rechts neben mir ist der Geist eines Mannes, der sich darüber freut, dass ich machtlos gegen ihn bin und will, dass ich ebenso ein Geist werde, da ich nicht in die Welt der Lebenden gehöre. Neben der Untersuchungsliege ist der Geist einer Frau, die hier letzte Woche an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben ist.“, sagte er kraftlos, aber absolut ehrlich zu seiner Ärztin und lehnte seinen Kopf an die Tür in seinem Rücken. Er schlug mit der Hand nach dem männlichen Geist, als dieser ihn wieder berühren wollte. Das Zittern nahm wieder zu und im Moment fühlte er sich, als hätte ein Zug ihn überfahren und der Wunsch, sich einfach nur mit Drogen das Bewusstsein abzuschießen war so stark wie schon lange nicht mehr.

„Seit wann du warum können Sie einige der Geister sehen, Dr. Fell?“, fragte er müde und versuchte sich auf die lebende Frau vor sich zu konzentrieren. Er war am Ende seiner Kräfte angelangt und konnte einfach nicht mehr. Was war ihr widerfahren, dass sie gestorben und ins Leben zurückgekommen war?

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Mi 9 Apr - 20:55

Meredith hätte fast lachen mögen, wäre diese Situation nicht so ernst gewesen. Hatte sie vor ein paar Minuten wirklich noch die seltsame Farbveränderung im Krankenhaus für eine große Angelegenheit gehalten?
Es kam ihr absolut albern vor.
Denn just in diesem Moment hockte sie mit einem Patienten von ihr auf dem Boden und schrie auf eine Art und Weise das eigentliche Nichts ein, für die sie sich selbst hätte einweisen müssen.
Und das war noch nicht einmal das Beste, nein.

Sie hockte mit einem Patienten, Ex-Drogenabhängiger und Schizophrener, auf dem Krankenhausboden und sie sahen Geister. Und noch nicht einmal dieselben.
Zu sagen, dass an dieser Situation irgendetwas falsch wirkte, wäre die Untertreibung des Jahrhunderts.
Es war absolut verrückt. Hätte man das Meredith erzählt, bevor all dieses Chaos begonnen hatte, sie hatte den Erzählenden mal gründlich von ihren Kollegen durchchecken lassen.

Doch wie konnte sie leugnen, was direkt vor ihren Augen war? Der Geist, den sie angeschrien hatte, zog sich zurück. Warum hatte er auf sie gehört? Hatte er als Mensch Angst vor Ärzten gehabt? Oder war das ein Plus als Medium, von dem sie noch nichts gewusst hatte? Wenn dem so war, hatte Lucas es nicht. Denn ihn ließen die Geister ja nicht in Frieden. Und er schien auch mehr zu sehen als Meredith. Scheinbar gab es also auch noch verschiedene Kategorien des Mediums.
So wie es Lucas ergangen war, hatte sie wohl die harmlosere Version abbekommen.

Auf die Frage, was Lucas sah, bekam sie eine ehrliche Antwort.
„Da ist der Geist der Hexe, die eben auf uns zugekommen ist. Rechts neben mir ist der Geist eines Mannes, der sich darüber freut, dass ich machtlos gegen ihn bin und will, dass ich ebenso ein Geist werde, da ich nicht in die Welt der Lebenden gehöre. Neben der Untersuchungsliege ist der Geist einer Frau, die hier letzte Woche an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben ist.“
Merediths Augen zuckten zu den Stellen die er beschrieb. Sie sah nur die Hexe und sonst keinen der beiden, für sie war da einfach nichts. Doch sie wusste, dass er nicht log, denn sie wusste von der Frau, die hier gestorben war.
Trotzdem wollte sie es nicht glauben.
Es war einfach zu verrückt.
Lucas sackte gegen die Tür und schlug kraftlos in die Luft.

„Verschwinde“, murmelte Meredith zu dem unsichtbaren Geist ohne zu wissen, ob es helfen würde.
Sie rutschte an die Wand neben der Tür und lehnte sich neben Lucas an die Wand. Sie hatte das Gefühl, als täte ihm ein bisschen Nähe gut und ihr tat es auch gut, denn die Ruhe half gegen die Müdigkeit.
Für einen Moment schloss sie die Augen und als Lucas sie ansprach, musste sie darum kämpfen ihre Augenlider zu heben.
„Seit wann und warum können Sie eigentlich Geister sehen, Dr. Fell?“
„Eine lange Geschichte kurz zusammengefasst: Ich wurde getötet, eine Hexe hat mich zurück ins Leben geholt und seit dem sehe ich die Geister“, sagte sie ebenso neben bei wie Lucas

Die nächste Frage, war ihr aber wieder ernst: „Wie ... wie soll ich mit ihnen umgehen?“

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Mi 9 Apr - 22:13

Sein Herz schlug bei all der Aufregung zu schnell. Sein Körper reagierte auf den Stress, den die Geister in ihm auslösten. Er war schon immer etwas empfindlich gewesen, auch als er noch keine Geister sehen konnte. Er war der zweitgeborene Zwilling, denen man nachsagte, dass sie schwächer waren, als das andere Geschwisterkind. Mit den Geistern war es nur noch schlimmer geworden und dann hatte er sich auch noch mit Drogen selbst kaputt gemacht. Zumindest bei den Drogen war ganz eindeutig er allein schuld. Die Tür in seinem Rücken gab ihm Halt, auch wenn er sich am liebsten auf dem Boden zusammengerollt und die Augen geschlossen hätte.

Dr. Fell setzte sich neben ihn. Sie wirkte ebenso müde, wie er sich fühlte. Sicherlich wäre sie jetzt eigentlich zu Hause. Sie hätte doch gehen können. Warum war sie hier geblieben? Er war doch zuvor nur der schizophrene Patient, der ein Problem mit Drogen hatte. Warum nahm sie sich seinem Schicksal derart an? sicherlich, er vertraute ihr und war bei ihr meist am umgänglichsten, aber sie hatte Tag für Tag so viele Patienten, wie konnte sie sich dann die Zeit für ihn nehmen? Hinzu kam, dass sie ihn gerade vor dem Geist, den sie noch nicht einmal sehen konnte, verteidigte. Der Mann lachte jedoch nur. ‚Deine kleine Freundin kann dir nicht helfen. Du gehörst zu uns.‘, sagte er und sollte einfach nicht damit aufhören zu behaupten, dass Lucas ein Teil der Totenwelt war.

Ob sie sich neben ihn setzte, damit er sich besser fühlte oder sie selbst nur nicht mehr stehen wollte, war ihm nicht so ganz klar, aber irgendwie war er froh, nicht alleine zu sein. Naja, allein war er eigentlich nie, denn die Geister waren immer um ihn herum, aber die Geister strahlten keine Wärme aus. sie waren einfach nur kalt und die meisten waren bösartig, aufdringlich und kalt. Besonders die Geister von Menschen wurden mit der Zeit immer bösartiger.

Sie erzählte ihm, wie es dazu kam, dass sie Geister sehen konnte. Wer tötete eine solche Frau wie Meredith Fell? War es Mord oder ein Unfall gewesen? Ihm schwirrte der Kopf und er merkte, wie die Übelkeit wieder zu nahm. Zittrig wischte er sich über sie schweißnasse Stirn. Auf dem Boden zu sitzen war bestimmt nicht gerade förderlich. ‚Sie wurde umgebracht, weißt du? Man hat sie einfach so erstochen. Es ist hier im Krankenhaus gewesen. Ihre Schmerzen waren selbst für einen Geist spürbar.‘, sagte der Geist des Mannes, aber es klang keineswegs, als täte es ihm leid. Im Gegenteil.

Die Vorstellung, wie jemand die warmherzige Ärztin erstach, sorgte dafür, dass sich Luces Magen überschlug. Er presste sich eine Hand auf den Mund und ein trockenes Würgen schüttete ihn. Er brauchte einige Minuten ehe er sich wieder so weit unter Kontrolle hatte, dass er nichtfürchtete sich im nächsten Moment übergeben zu müssen. Sein Atem ging gepresst und er zitterte am ganzen Körper. „Es tut mir leid.“, hauchte er und ließ dabei offen, ob er meinte, dass sie nun auch Geister sah, dass sie gestorben war oder dass er sich benahm wie ein Idiot. Irgendwie meinte er alles davon.

Wie sie damit umgehen sollte? Das fragte sie ausgerechnet ihn? Er hatte sich wieder an die Tür gelehnt und sah dabei vermutlich noch kraftloser aus als zuvor. Er war es auch. „Ich weiß es nicht. An manchen Tagen, wenn sie weniger aufdringlich sind, kann ich sie weites gehend ignorierend. An anderen Tagen…“, sagte er und brach dann ab. Sie erlebte gerade genau das, was geschah, wenn er die Geister eben nicht abblocken konnte. sie machten ihn so lange fertig, bis er zusammenbrach.

„Als ich angefangen habe mit den Drogen, konnte ich die Geister dadurch nicht mehr hören. Ich konnte endlich wieder allein sein. Ich bin wohl der Falsche, Ihnen zu sagen, wie man mit den Geistern umgeht.“, sagte er und sah sie dabei traurig an. Sie war eine stärkere Person als er und sie sah offenbar nur die Geister der übernatürlichen Wesen. Er hoffte für sie, dass sie von den geistern in Ruhe gelassen wurde.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Do 10 Apr - 16:20

Bevor ihr klar gewesen war, dass Lucas sie sich nicht einbildete, war es genauso gewesen. Jetzt wo sie selbst von den Geistern wusste, war sie dem Verständnis der ganzen Sache natürlich ein ganzes Stück näher gekommen, aber sie war trotzdem immer noch unwissend. Das war falsch. Sie war die Ärztin, die Medizinerin, sie sollte verstehen, wissen, was zu tun war.
Und doch konnte sie Lucas nicht helfen. Schon während der Zeit, in der sie Lucas behandelt hatte, sie hatte ihm nicht richtig geholfen. Er war nicht geheilt.
Und es war ihre Schuld. Sie hatte ihm nicht geglaubt. Sah sie deshalb die Geister? War es so eine Art Rache, weil sie bei ihm versagt hatte?

Nachdem sie gesagt hatte, wie es überhaupt dazu kam, dass sie ein Medium war und einen Teil der Geister sah, war es für einen Moment still.
Dann begann Lucas zu würgen und für einen Moment dachte Meredith, er müsse sich übergeben. Sie hielt ihn an den Schultern fest und versuchte ihm Halt zu geben.
Als er sich wieder beruhigt hatte, sagte er sehr leise: „Es tut mir leid.“
IHM tat es leid?! Was tat ihm denn leid? Meredith war die, die sich Vorwürfe machen sollte und es auch tat. Sie musste es irgendwie wieder gut machen, ihm helfen, die Geister zu vertreiben.
Luna hatte zwar gesagt, dass ginge nicht, aber sie war nicht die einzige Hexe auf dem Planeten. Irgendeine würde sicher einen Zauber kennen, mit dem man den jungen Mann erlösen konnte. Er konnte doch nicht für den Rest seines Lebens mit seinem Kopf im Sande vergraben verbringen.

Er hatte sich wieder an die Tür gelehnt und die Erschöpfung stand ihm ins Gesicht geschrieben.
„Ich weiß es nicht. An manchen Tagen, wenn sie weniger aufdringlich sind, kann ich sie weites gehend ignorierend. An anderen Tagen…“, es waren tatsächlich die Geister, die ihn so kaputt machten. Wie sie das auch ohne physischen Kontakt schafften, hatten sie ja gerade erlebt. Und der Teil den Meredith davon mit bekommen hatte, machte ihr Angst.
Sie konnte es nicht ertragen, Menschen sterben zu sehen. Würde sie es auf die Dauer ertragen können, von den bereits Toten traktiert zu werden?
Lucas war daran zerbrochen.

„Als ich angefangen habe mit den Drogen, konnte ich die Geister dadurch nicht mehr hören. Ich konnte endlich wieder allein sein. Ich bin wohl der Falsche, Ihnen zu sagen, wie man mit den Geistern umgeht.“, fuhr Lucas fort und sein Gesichtsaudruck brach ihr das Herz. Drogen konnten nicht der letzte Ausweg sein.
Sie wollte nicht in einer Scheinwelt leben, die sie die Realität für ein paar Stunden ausblenden ließ.
Meredith wollte leben. Aber wie ging das, wenn man mit einem Fuß auf der anderen Seite stand? War das überhaupt ein richtiges Leben?

Sie blickte zu Lucas. Wie lange würde er die ewigen Attacken der Geister ertragen? Schon einmal wäre er davon fast gestorben.
Meredith musste ihm helfen. Und das erst einmal, ihn zu untersuchen und ihm etwas gegen die Übelkeit und das Fieber zu geben.

Gesagt, getan. Sie stützte Lucas und half ihm dabei, sich wieder auf die Liege zu legen. Kurze Zeit später, bestätigte sich was sie schon vermutet hatte. Er fieberte und sein Körper hatte mit Übelkeit auf die Angriffe der Geister reagiert.
Sie gab ihm gegen beides ein Mittel und sagte dann: „Du solltest dich ausschlafen und ich würde dich gerne zur Beobachtung über Nacht hier behalten“, erklärte sie.
Viel mehr wollte sie da sein, wenn die Geister keine Ruhe gaben. Sie war die Einzige, die ihm wirklich dabei helfen konnte. Zumindest konnte sie es versuchen.

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Do 10 Apr - 18:31

Dr. Fell versuchte für ihn da zu sein. Sie versuchte es wirklich, dabei war sie doch ebenso von den Geistern betroffen wir er. Warum konnte sie so mühelos damit umgehen, während Lucas fast verrückt wurde, da er selten eine ruhige Minute hatte. Bis jetzt hatte er eigentlich nicht das Gefühl gehabt, dass sie Menschengeister aufdringlicher waren, sondern hatte es immer als recht ausgewogen empfunden, aber vielleicht nahem die Menschengeister mehr Einfluss auf einen, da sie eben sie geister von Menschen waren und ihnen damit viel ähnlicher.

Es war reine Spekulation. Es gab niemanden, den man danach hätte fragen können. Ihm war aber auch schon aufgefallen, dass die übernatürlichen Geister immer gleich bleiben, egal wie lange sie schon tot waren. Die Menschengeister wurden aber, je länger sie in dieser Zwischenwelt lebten, immer bösartiger, bis irgendwann ihre Aggressivität und Bösartigkeit sie wie ein unsichtbarer Nebel umgab. Viele von ihnen bereuten es ab einem gewissen Punkt, dass sie nicht mit dem Reaper mitgegangen waren und dageblieben waren, denn ein Reaper kam kein zweites Mal, wenn man sich einmal dafür entschieden hat, in der Zwischenwelt als Geist zu bleiben.

Als Ärztin war es ihr ein Bedürfnis, den Menschen zu helfen. Einmal hatte er Dr. Hayden gefragt, warum Meredith sich derart aufopferte in ihrem Beruf. Ihm war es nicht klar gewesen, warum sie zu ihm gehalten hatte, warum sie ihm helfen wollte, obwohl er ein abgewrackter Junkie gewesen war und sicherlich nicht gerade einfach beim Entzug. Die Antwort der anderen Ärztin war gewesen, dass Meredith die Menschen liebte und sie niemanden leiden sehen konnte. Lucas verstand es, wenn es dabei um Menschen ging, die nichts für ihr Schicksal konnten, aber er hatte sich bewusst für die Drogen entschieden und war damit selbst verantwortlich für seinen Zustand damals. Dass ihn die Geister dazu getrieben hatten, konnte man wohl kaum als Entschuldigung gelten lassen. Dennoch war Dr. Fell bei ihm geblieben, hatte ihm Mut gemacht und hatte ihn nicht aufgegeben, obwohl er sich selbst zu dem Zeitpunkt schon teilweise aufgegeben hatte.

Sie sah ihn einen Moment einfach nur an, ehe sie aufstand. Die Ärztin stand nicht nur selbst auf, sondern sie half auch ihm auf die Beine. Sie waren gleich groß, sodass sie es durchaus schaffte. Durch die plötzliche Bewegung drehte sich alles vor seinen Augen und er schwankte. Sie merkte es und stützte ihn, damit er nicht gleich wieder zu Boden fiel. Sanft aber bestimmt führte sie ihn zu der Untersuchungsliege und diesmal sollte er sich nicht nur darauf setzten, sondern sich gleich hinlegen. Willenlos gehorchte er ihr und der Geist des Menschenmannes lachte ihn aus, dass er nicht einmal seinen eigenen Willen hätte. Die Menschenfrau jedoch wehklagte, dass man ihr nicht eine solche Hilfe hatte zukommen lassen, als sie hier ins Krankenhaus eingeliefert worden war.

Lucas war versucht, sich erneut die Ohren zuzuhalten, aber irgendwie hatte er auch Angst davor, dass Dr. Fell ihn für einen absoluten Versager hielt, immerhin kam sie mit den Geistern scheinbar ganz gut klar. Die Vorstellung, wie jemand sie mit einem Messer tötete, spielte sich vor seinem inneren Auge ab und ließ die Übelkeit wieder aufwallen. Die Brünette gab ihm jedoch recht schnell was gegen seine Beschwerden. Gespritzt zeigten die Mittel recht schnell Wirkung und er spürte, wie sich die Übelkeit am Abklingen war. sie wollte ihn zur Beobachtung eine Nacht hier behalten und das behagte dem Studenten gar nicht. Gegen ausschlafen hatte er gar nichts einzuwenden, wenn er war wirklich erschöpft und müde, aber im Krankenhaus gab es so viele Geister. Alle, die hier starben und nicht mit einem der Reaper mitgingen, waren hier an diesen Ort mehr oder weniger gebunden du sie fanden ihn. Über kurz oder langen fanden sie ihn immer und breites jetzt hatten sich zwei neue Menschengeister dazu gesellt. Zwar hatten sie noch nichts gesagt und schwiegen, aber der grausame Geist des Mannes versprach ihm, dass er sie alle holen würde, damit sie ihn gemeinsam ins Totenreich begleiten konnten.

„Simon wartet aber draußen auf mich.“, sagte er und sah zu ihr auf. Es war nicht der eigentliche Grund. Sein Mitbewohner würde auch alleine nach Hause fahren und ihm sogar noch neue Sachen herbringen. „Hier sind überall Geister. Jeder Verstorbene hier, der nicht mit einem Reaper mitgegangen ist, ist hier. Sie finden mich.“, sagte er wesentlich leiser als seinen Einwand zuvor. Gerade jetzt, wo er so empfindlich auf die Anwesenheit der Geister reagierte, wollte er nicht noch mehr um sich haben.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Do 10 Apr - 21:47

Lucas ließ alles klaglos über sich ergehen. Meredith wusste, dass es bei weitem nicht seine erste Nacht im Krankenhaus war. Es war auch nicht die erste Nadel, die durch seine Haut stach. Sie hatte seine Arme gesehen und sich oft gefragt, wie verzweifelt ein Mensch sein musste, um sich das wieder und wieder selbst anzutun. Sie kannte natürlich die medizinische Erklärung, doch heute war der erste Tag an dem sie sie auch wirklich verstand.
Sie konnte nachvollziehen, warum Lucas sich mit den Drogen vollgepumpt hatte.
Es machte Sinn. Sie zog es (zumindest jetzt noch) nicht in Erwägung, so schlimm waren die Geister ja ihr gegenüber nicht.
Doch sie wusste nicht, ob sie die mentale Stärke haben würde, mit den Geistern klarzukommen, wenn sie sie Tag und Nacht nicht allein ließen.
Hoffentlich würde es nie passieren, aber unmöglich war es nicht. Es machte ihr Angst.

Lucas sah schon wieder etwas besser aus, die Medikamente schlugen schnell an. Trotzdem hätte sie nicht gesagt, dass er gesund aussah.
Aber tat er das jemals? Er wirkte immer so zerbrechlich wie ein Porzellanpüppchen. Durch eine kleine Achtlosigkeit konnte es zu Boden fallen und zerschellen.
Und so eine kleine Achtlosigkeit konnte einfach nicht passieren, weswegen sie ihn am liebsten hier behalten würde.
Vor allem jetzt, wo sie erfahren hatte, wie ähnlich sie sich doch waren ... sie entwickelte fast mütterliche Gefühle für ihren Patienten.

Doch dieser hatte andere Vorstellungen, vom weiteren Verlauf der Geschehnisse. „Simon wartet aber draußen auf mich.“, Meredith war sofort klar, dass das nicht der eigentlich Grund sein konnte. Lucas Mitbewohner konnte auch wieder zurückfahren, so groß war Mystic Falls nicht.
Es musste noch mehr dahinter stecken.
Und das tat es auch: „Hier sind überall Geister. Jeder Verstorbene hier, der nicht mit einem Reaper mitgegangen ist, ist hier. Sie finden mich.“
Durch diese wenigen Worte lernte Meredith eine ganze Menge. Sie wusste nun, wie Geister entstanden und dass sie die lebenden Menschen finden konnten, mit denen sie Kommunikation aufnehmen konnten.

Meredith seufzte. Es gefiel ihr nicht, ihn nicht in der Nähe zu haben, aber sie wusste auch, dass er Recht hatte.
Bei sich zu Hause würde er sich besser erholen können und er hatte dort Menschen um sich, die sich um ihn kümmern würden.
„Na schön“, sagte sie und verwandelte sich dann in die strenge Ärztin, die man Dr. Fell und nicht Meredith nannte. „Aber du schonst dich. Sag Simon er soll auf dich aufpassen und wenn es wieder schlimmer wird, stehst du hier wieder auf der Matte, okay?“
Auf diesen Bedingungen würde sie stehen bleiben. Alles andere wäre ihr zu riskant.

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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Fr 11 Apr - 7:14

Einen kurzen Moment herrschte Stille im Raum. Es war der Ärztin anzusehen, dass es ihr ganz und gar nicht gefiel, dass er nicht hier bleiben wollte. Unterstrichen wurde es noch von einem Seufzen. Sie wollte, dass es ihm gut ging, sie wollte auf ihn aufpassen. Lucas wusste nicht, mit was er das verdient hatte, dass sie derart in Sorge um ihn war, bereitete er ihr doch nichts als Probleme. Zudem widersetzte er sich ihrem dringenden Rat. Er sollte hier bleiben, aber er wollte es nicht oder viel eher, er konnte es nicht. Er konnte nicht noch länger hier im Krankenhaus bleiben, wo ihn jeder Geist von hier so einfach finden konnte. Während seines Entzugs war es noch nicht so schlimm gewesen. Zum einen war er zu der Zeit viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Zum anderen hatte ihn da aber auch noch nicht der Geist des bösen Mannes gefunden, der ihn jetzt so sehr drangsalierte.

Unsicher sah er sie an. Sie konnte natürlich darauf bestehen, dass er hier blieb, aber wenn er ehrlich war, hatte er auch ein bisschen Angst davor, den Geistern hier ausgeliefert zu sein. In seinen eigenen vier Wänden fühlte er sich zumindest ein bisschen sicherer und auch wenn Adam und Simon absolute Chaoten waren, so gaben sie ihm ein gewisses Maß an Sicherheit. Adam verstand es auf eine ganz feinfühlige Art, wie er mit Lucas umzugehen hatte, wann er in Ruhe gelassen werden wollte und wann er eine Umarmung brauchte. Simon war da mehr der große Allgemeinbeschützer, aber zusammen hatten sie schon die eine oder andere Sinnkrise überstanden.

„Na schön“, sagte sie und erlöste der Rothaarigen damit. Eine Last fiel von seinen Schultern. Ihre Bedingungen waren zwar eindeutig und sie meinte es durchaus erst, was sie sagte. Wenn sie in diesem Tonfall sprach, war nicht mit ihr zu spaßen. Sollte er gegen ihre Regeln verstoßen, würde es Konsequenzen für ihn haben und wenn sie ihn dann eigenhändig in die Klinik zerren musste, sie würde ihn hier her holen.

Er nickte. „Danke, Dr. Fell“, sagte er dankbar und wurde damit entlassen. Simon wartete draußen schon ganz ungeduldig, hatte das Ganze doch länger gedauert, als eigentlich gedacht. Lucas beruhigte ihn, dass es nichts Ernstes war, sondern er sich einfach nur ein bisschen übernommen hatte und sich zu Hause ausruhen sollte. Der Ältere sah ihn skeptisch an, sagte aber nichts dazu. Er verabschiedete sich ebenso von Dr. Fell und zusammen verließen sie das Krankenhaus. Simon hatte wieder einen Arm um die Schultern des anderen gelegt und brachte ihn so zum Auto. Der Geist des Mannes folgte ihnen, aber die Geister des Krankenhauses blieben, wo sie waren. Hoffentlich wurde Meredith nicht von ihnen belästigt.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Fr 11 Apr - 19:38

Lucas schien sehr erleichtert, als sie ihr Einverständnis gab. Da Meredith scheinbar nur die Geister sah, die keine Menschen waren, konnte sie nicht wissen, wie schlimm es hier wirklich war, da ihre Patienten größtenteils der menschlichen Spezies angehörten.
Sie musste darauf vertrauen, dass Lucas selbst am Ehesten wusste, was für ihn das Beste war.
Meredith wusste nicht viel über seine Mitbewohner und konnte so nur hoffen, dass sie auf ihn aufpassen würden. Am Besten sollte er einfach im Bett bleiben und mit ihnen Filmen gucken oder was auch immer Männer sonst so machten, wenn sie im Bett bleiben sollten. Vorzugsweise wäre das natürlich Schlafen, aber sie bezweifelte, dass er das die ganze Zeit tun würde.

Lucas bedankte sich bei ihr und sie entließ ihn. Um sicher zu gehen, dass er unterwegs nicht noch einmal umknickte, begleitete sie ihn nach draußen, wo er von Simon in Empfang genommen wurde.
Merediths Sorge bestätigt sich nicht, es war sofort ein Arm da um Lucas halt zu geben. Simon würde sich schon um ihn kümmern und wenn nicht würde sie ihm höchstpersönlich die Hölle heiß machen.
Lucas beruhigte ihn und dann verabschiedeten sich die beiden Jungs von der Ärztin, die Simon noch mal klar machte, dass Lucas sich ausruhen sollte.
Das liebevolle und aufmunternde Lächeln fehlte jedoch nicht. Sie wollte nicht nur die strenge Ärztin sein. Ab und zu musste es sein, aber Simon hatte bereits vorbildlich gehandelt und sie war sich sicher, dass er das auch weiterhin tun würde.
Sie wünschte Lucas noch gute Besserung, dann ging sie noch einmal ins Krankenhaus um ihre Sachen zu holen und den Kittel abzulegen.
Dieses Mal humpelte niemand plötzlich in die Notaufnahme und auch Dr. Hayden hatte keine Patienten, die sie übernehmen musste.
Meredith konnte endlich nach Hause.

Unterwegs musste sie darum kämpfen die Augen aufzuhalten und als sie in ihrem Appartment angekommen war, brauchte sie nicht lange, bis sie unter der Dusche stand. Das heiße Wasser nahm die Anspannung weg, die sie den ganzen Tag gespürt hatte.
Zum ersten Mal seit sie wieder in die Notaufnahme gegangen war, konnte sie sich Sams Worte wirklich durch den Kopf gehen lassen.
Der Virus musste wirklich katastrophale Auswirkungen gehabt haben, wenn man wirklich alle Infizierten töten musste, um noch mehr Tode zu verhindern.
Ihre Neugier als Medizinerin war natürlich geweckt, aber ihr Gehirn weigerte sich bei ihrem Grad von Müdigkeit noch eine Theorie zu entwickeln.

Sie trocknete sich also ab, putzte die Zähne und zog sich um.
Nur selten hatte ihr Bett so einladend gewirkt.

tbc: Lucas Wohngemeinschaft

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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Mo 22 Feb - 13:11

„Schön wach bleiben – ich glaube, es ist nicht gut, wenn du jetzt dein Bewusstsein verlierst.“ meinte Verity und Lianne fand das Verity besorgter aussah als im Wald. Was aber die Brünette nicht wusste. Lianne versuchte es sich auf der Behandlungsliege bequem zu machen und sagte dann "Ich versuche es." Mehr als Versuchen konnte sie es ja nicht und noch war sie halbwegs fit.

Der Arzt kam mit der Schwester herein und Lianne linzte gleich mal zu dem Tablett was die Schwester in der Hand hatte. Aber anscheinend war Verity die beste Freundin die man haben konnte, denn die Infusion war eine Glucoselösung und keine Kochsalzlösung.
"Wie ist denn das hier passiert", fragte der Arzt und Lia sah von Verity zum Arzt. "Ein Puma hat mich erwischt und meine Freundin hat ihn vertrieben", erklärte Lianne und der Arzt war schwer beeindruckt "Wow, wie haben Sie einen Puma vertrieben", fragte er Verity.
Die Krankenschwester legte in der Zwischenzeit einen Zugang in die Armbeuge und nahm Blut ab. Wieso nahm sie nicht Blut vom Hals ab, der war doch schon offen. Doch danach lief auch schon die Infusion in ihren Körper.

"Opfer?", fragte Lia gleichzeitig wie Verity. "Heute war kein besonders guter Tag für die Intensivstation. Dort haben sie einige Patienten verloren. Aber keine Sorge, wenn sie so fit bleiben wie jetzt, müssen sie nicht dorthin", erzählte der Arzt und wandte sich dann an die Krankenschwester "Ich brauche eine Tetanusspritze, ein Steriles Wundset und ein Ultraschallgerät für die Gefässe am Hals.", bestellte der Arzt.

Das Lianne telefonieren wollte traf nicht gerade auf begeistere Ohren, der Arzt nahm ihr ihr Handy weg. Aber Verity war wirklich eine gute Freundin. "Ok, aber lass es so klingen als wäre es wirklich nichts schlimmes, total harmlos. Ich will nicht das er sich zu viele Sorgen macht. Er - AU", meinte die Blondine und dann injizierte der Arzt ein lokales Betäubungsmittel mit einer Spritze am Hals. "Ach lassen Sie sich doch ein wenig verhätscheln und umsorgen", meinte der Arzt nur, trug Jod auf den Hals auf und legte dann ein Blaues Tuch mit einem Loch in der Mitte über den Hals. "So und jetzt still halten, ansonsten wird das mehr weh tun als nötig und sie bekommen eine fette Narbe am Hals", meinte der Arzt und zog sich Handschuhe an. Lianne schluckte. Oh je, wohin hatte sie sich nur begeben. Und dann fiel ihr ein das sie ihre Creme hätte nutzen können. Aber andererseits wusste Verity ja nichts mehr und ihre Brünette Freundin hätte sie mit allen Mitteln ins Krankenhaus gebracht.
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Verity Hunt
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Di 23 Feb - 10:37

Der Arzt fragte kurz nach, wie die Verletzung zustande kam und Lianne klärte ihn darüber auf, dass ein Puma sie angegriffen hätte.
Das Mädchen selbst fragte sich, ob Berglöwen inzwischen auf den Geschmack von Menschen gekommen waren. Die ganzen Zeitungsartikel, die vielen Berichte auf WPKW9 und nun das Erlebnis von heute. Fraßen Pumas für gewöhnlich nicht Hirsche oder anderes Getier?

Noch ein Punkt, den ich recherchieren sollte. Neben dem Leben und Werken von Chopin.

Auf die begeisterte Frage des Arztes nickte Verity nur schwach den Kopf und deutete auf ihren ramponierten Schirm.
„Wenigstens hatten wir das Glück, dass er abgehauen ist, und nicht noch aggressiver geworden ist“, antworte sie ihm.
Konnte man nicht den Tierschutz oder sonst eine Organisation darüber informieren, dass es in den Wäldern um Mystic Falls Pumas gab, die Amok liefen und dringend eine Betäubungsspritze benötigten und in ein Wildreservat gehörten?!

„Heute war kein besonders guter Tag für die Intensivstation. Dort haben sie einige Patienten verloren.“
Verloren? So wie die Krankenschwestern vorhin aussahen, bezweifelte Verity nach wie vor, dass es sich um einen natürlichen Tod handelte. Auch wenn die Patienten in der Intensivstation schwerverletzt waren, so waren sie sicher nicht diesen Verletzungen erlegen.
Die Schülerin machte sich nicht die Mühe, den Arzt zu fragen, was vorgefallen war, denn sie wusste, dass er ihr darüber keine Auskunft erteilen würde.

Ihre Freundin willigte schließlich auf den Vorschlag ein, dass sie Sam darüber informieren sollte, was geschehen war.
„Ok, aber lass es so klingen als wäre es wirklich nichts schlimmes, total harmlos. Ich will nicht das er sich zu viele Sorgen macht. Er – AU“, sagte sie und die Brünette nickte lächelnd.
„Keine Sorge – du bist taff genug, um morgen hier raus zu kommen“, sagte sie und verließ das Behandlungszimmer, um im Gang schließlich kurz Liannes Freund zu informieren.

tbc: Sam’s Phone

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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   So 28 Feb - 13:35

Lianne nickte bestätigend als Verity meinte das sie Glück hatten das der Puma abgehauen war. Wenn ihre Freundin nur wüsste. Es war doch kein Puma gewesen. Aber Verity wusste nichts mehr. Und wahrscheinlich war das besser so.

"Morgen", echote die Blondine und sah panisch zu Verity, welche mit ihrem Handy aus dem Behandlungszimmer verschwand. Zu gerne hätte sie Mäuschen gespielt um zu erfahren was genau Verity zu ihm sagte. Und wie er reagierte. Aber wenn sie eine Nacht bleiben müsste... Lia bekam dezent Panik.
"Ganz ruhig, hier, atmen sie ruhig ein und aus", meinte der Arzt und gab Lia eine Sauerstoffmaske. "Muss ich wirklich eine Nacht hier bleiben. Ich kann keine Nacht hier bleiben." murrte die Blondine und hielt sich die Maske auf die Nase. Wahrscheinlich war ihr Blutdruck abgesackt. Oder so.
"Normalerweise lassen wir die Patienten 24 Stunden hier zur Überwachung, damit wir sie schnell in einen OP bringen können, wenn sich etwas verschlechtert.", meinte der Arzt und nähte die Wunde zügig. "Kein OP, Keine Überwachung. Mir passiert nichts", schoss es aus der Blondine wie aus einer Pistole.
Eigentlich war ihr hundselendig, aber wenn sie jetzt etwas sagen würde, würde der Arzt sie wahrscheinlich gleich auf eine Station schieben. Daher schloss die Blondine Augen und versuchte ruhig zu atmen.

Verity kam dann wieder und Lianne schlug die Augen auf. "Wie geht's Sam? Ist er arg besorgt?", fragte die Halbdämonin und streckte ihre Hand nach Verity aus.
Kurze Zeit später, der Arzt war gerade fertig mit dem vernähen der Wunde, kam eine Schwester und meinte das ein junger Mann da wäre der Lia sehen würde.
"Das wird wohl Sam sein. Kann er her kommen, er ist Bundesagent er hat schon schlimmeres gesehen", fragte Lianne. Sie erinnerte sich an seinen Ausweis als FBI Agent als sie Shizuka sehen wollten.
Der Arzt seufzte und nickte der Krankenschwester zu.
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Sam Winchester
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Mi 16 März - 17:53

cf: Stadtzentrum

Entgegen seiner Erwartung musste Sam im Krankenhaus nicht all zu lange warten.
Nach wenigen Minuten kam eine junge Frau die er noch nie gesehen hatte zielstrebig auf sie zu.
Sie konnte nicht älter als 18 sein und war fast zwei Köpfe kleiner als Sam.
Eigentlich konnte sie keine Krankenschwester sein und Sam vermutete, dass es Verity war, Lias Freundin, die ihn angerufen hatte.
Sam erhob sich von dem unbequemen Stuhl und stellte fast, dass er herunter gucken musste, wenn er mit ihr sprach.

So wie er, hatte auch sie ihn erkannt und begrüßte ihn mit seinem Namen.
„Sam"
Sam nickte. „Hallo Verity“
Sie machte keinerlei Versuche ihn zu berichtigen und froh, dass sie sich so schnell gefunden hatten, fragte er: „Wie geht es Lia?“
„Ich kann dich zum Behandlungszimmer bringen – aber ihre Wunde wird gerade verarztet, deswegen haben sie mich auch schon aus dem Zimmer geworfen“, erklärte Verity.
Sam würde all zu gerne fragen was passiert war, doch da die junge Blondine anbot ihn zu Lianne zu bringen, konnte Sam auch genauso gut seine Freundin fragen. Er wusste ohnehin nicht wie viel Verity wusste und es konnte gut sein, dass er von ihr keine richtige Antwort bekam.

Sam war sich sicher, dass Lia Verity nicht gebeten hätte, sich bei ihm zu melden, wenn sie ein Problem damit gehabt hätte, dass er sie sah.
Er stimmte also zu, dass Verity ihn ins Krankenzimmer bringen sollte.
Das war allerdings einfacher gesagt als getan, denn sie kamen nicht weiter als bis zu einer geschlossenen Tür.
Eine Krankenschwester schoss hinaus, allerdings war sie zu schnell, als dass Sam ihr seine FBI-Marke zeigen und, höflich aber mit Nachdruck, um Einlass bitten konnte.

Verity seufzte resigniert und als wäre das alles was notwendig war, wurde die Tür in diesem Moment geöffnet und eine Krankenschwester kam heraus.
„Sind sie der Bundesagent?“, fragte sie Sam.
Dieser musste fast grinsen, Lia kannte seine Tricks inzwischen, doch er zwang sich professionell zu bleiben und zeigte ihr die gefälschte Marke.
„Ja, genau“, sagte er.

Sam und Verity folgten der Schwester in das Behandlungszimmer.
Lia lag auf einer Liege, ihr Hals war verbunden, sie hatte eine Sauerstoffmaske im Gesicht und eine Infusionsnadel im Arm.
Sam war unglaublich erleichtert Lia zu sehen und auch wenn sie recht damit hatte, dass er bereits Schlimmeres gesehen hatte, gefiel es ihm trotzdem absolut nicht Lia so verletzt zu sehen.
Mit wenigen langen Schritten war er an ihrer Seite und hielt ihr Hand in seiner.
„Lia, wie geht es dir?“, fragte er, vielleicht etwas schneller als seine übliche Sprechgeschwindigkeit. „Was ist passiert?“

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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Fr 18 März - 20:02

Lianne seufzte erleichtert auf als sie Sams Stimme von der Türe hörte. Irgendwie, so fand die Blondine zumindest, war de Frage ob er der Bundesagent war unnötig, es würde sich ja sonst keiner vor eine geschlossene Behandlungstüre stellen wenn er nicht zu einem gehörte. Und ein Star war sie ja auch nicht.

Sam kam ins Zimmer und Lianne lächelte ihn unter der Sauerstoffmaske an. Sein Gesicht sprach Bände und wahrscheinlich machte er sich einige Sorgen. Das hatte die Halbdämonin nicht gewollt. Sam nahm ihre Hand in seine und fragte wie es ihr ginge. "Unkraut vergeht nicht.", sagte sie und drückte seine Hand. Seine Hand fühlte sich so warm an und ihre so kalt, was kein Wunder war, denn sie hatte Blut verloren. "Ein Puma hatte uns angegriffen. Verity hat ihn vertrieben", sagte die Underwood und sah zu Sam. Sie hoffte das er gleich erkannte das sie log. Das es kein Puma gewesen sein konnte. Später, wenn sie im Motel waren, würde sie von der Hybridin und Gabriel erzählen.
"Ein Wunder das sie das so gut wegsteckt. Normalerweise würde ich ihre Freundin nun über Nacht hier behalten, aber Sie sind Bundesagent und vertraue Ihnen das Sie sich um ihre Freundin gut kümmern und her bringen wenn sich etwas verschlechtert.", sagte der Arzt und ging dann zu Sam.

"Und vielleicht könnten Sie sich wegen dem Puma-Vorfall etwas machen, oder ihre Vorgesetzte informieren. Und... ich weiss sie sind gerade privat hier, aber vielleicht könnten Sie oder Ihre Kollegen einmal vorbei kommen, wir hatten mysteriöse Tode hier", meinte der Arzt an Sam gewandt.
In der Zwischenzeit hatte sich Lia aufgerichtet und versuchte nach ihrem Hoodie zu fischen.
"Verity? Sollen wir dich heimbringen?", fragte Lianne. Es wäre das mindeste was sie ihrer Retterin anbieten könnte.
Und einen neuen Regenschirm und einen neuen Schal. Aber zuerst müsste sie in Ruhe mit Sam reden. Und vielleicht mit Dean und Jo. Wenn Jo sie an einem Stück liess.
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Verity Hunt
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Sa 26 März - 20:20

Entweder wurden die Menschen mit jeder Generation größer – oder (und das war das, was Verity in genau diesem Fall annahm) jeder aus ihrer Familie wurde von mal zu mal kleiner. Sie war schon froh darüber, größer zu sein als ihre Mutter. Aber sie war auch froh, kleiner zu sein als ihr Vater. Und selbst, wenn ihr Vater jetzt hier wäre, wäre dieser immer noch über zwanzig Zentimeter kleiner als der junge Mann, der sich soeben von seinem Wartestuhl erhoben hatte.
Aber sicher gehörte Sam auch zu den wenigen Exemplaren, die größer waren als der Durchschnitt.

Sie machte keinerlei Bemerkungen über seine Größe – denn auch bei Kol hatte sie darüber kein Wort verloren – und führte Liannes Freund ohne viele Umschweife direkt vor das Behandlungszimmer ihrer Freundin. Die Frage, was genau passiert war, stand in seinem Gesicht und es wunderte das Mädchen schon etwas, dass er noch genügend Geduld besaß, um sie nicht gleich auszufragen.

Doch so wenige Minuten, wie an Zeit verging, bis sich die Tür von innen öffnete, hätten ohnehin kaum ausgereicht, um genau und klar darzulegen, was passiert war.
Die Krankenschwester, die vorhin mit dem Tablett mit Instrumenten in das Zimmer gekommen war, um dem Arzt zu assistieren, kam nun wieder heraus und sah fragend zu Sam.
„Sind sie der Bundesagent?“, fragte sie ihn.
Erstaunt über diese Frage sah Verity zu dem jungen Mann auf, um seine Gesichtszüge bei der Antwort, die er ihr auf diese Frage geben würde, genau im Auge zu behalten.

Der Ansatz eines Grinsens folgte – jedoch nur ein leichter Ansatz, bevor sein Gesichtsausdruck sich wieder klärte und er aus seiner Jackentasche eine Marke hervorholte und sie der Schwester deutlich präsentierte.
„Ja, genau“, antwortete Sam ihr. Die Schwester besah sich kurz den Ausweis und nickte schließlich.

Verity hatte sich den Ausweis zwar nicht angesehen, doch sie hatte dem Klang der Stimme gelauscht, als der junge Mann bestätigte, ein Bundesagent zu sein. Ein Klang, den sie immer und überall erkannt hätte.
Lüge.
Auch wenn sie nur von den Gesichtszügen und der Stimmfarbe ausgehen konnte – sie wusste, dass er log. Sie hatte bereits als Kind immer gewusst, wenn jemand in ihrer Gegenwart log. Am schwersten traf sie damals die Lüge ihrer Eltern, die ihr versuchten, klarzumachen, dass Santa Claus existieren würde.  

Sie sagte nichts und folgte Sam in das Behandlungszimmer, wo Lianne auf dem Bett lag und ihr Gesicht war von einer Sauerstoffmaske verdeckt. Dennoch konnte die Schülerin ihre Freundin lächeln sehen, sobald ihre Augen auf Sam trafen.
Und endlich stellte Sam die Frage, die ihm schon im Gang im Halse steckte – die jedoch durch Taktgefühl nicht ausgesprochen wurde.
Sie sagte ihm genau das, was auch sie selber ihm gesagt hätte – doch Veritys braune Augen waren es gewohnt, in die Gesichter der Menschen zu sehen, während sie sprachen. Auf Unstimmigkeiten zu achten, die nicht hingehörten.

Und wieder kam sie zu demselben Schluss, zu dem sie auch bei Sams Behauptung, ein Bundesagent zu sein, kam.
Lüge.
Aber sie verstand nicht, wieso sie etwas, an was sie sich selber erinnern konnte und demgemäß der Wahrheit entsprach, von ihr als eine Lüge wahrgenommen wurde. Konnte es an den Medikamenten liegen, die der Arzt Lianne verabreicht hatte? Medikamente und der Schock konnten schon dafür sorgen, dass sich die Sprechweise und die Gesichtszüge etwas veränderten.

Verwirrt von den Worten ihrer Freundin wandte sich Verity an den Arzt, der stolz und froh verkündete, dass sie nicht im Krankenhaus bleiben musste, da ja der Bundesagent sich sehr gut um sie kümmern würde.
Beinahe hätte sie aufgelacht. Stattdessen würgte sie ein Husten heraus.
„Hab mich verschluckt.“ Eine dumme Ausrede. Sogar sie selbst hätte sich das nicht geglaubt – doch in diesem Moment kam es nur darauf an, den Arzt zufrieden zu stellen.

Die Blonde fischte in der Zwischenzeit nach ihrem Kapuzenpullover und fragte, ob sie sie nach hause bringen konnten.
Kurz überlegte sie, bevor sie antwortete.
„Es ist nicht weit zu Fuß, aber ...“ Sie dachte daran, was im Wald passiert war. Lief der Puma noch frei herum? Und so wie der Arzt sich ausgedrückt hatte, stieg in ihr die Vermutung auf, dass es in dieser Stadt derzeit noch etwas viel schlimmeres als einen Berglöwen gab, das sein Unwesen trieb.

„Ich könnte auch ein Taxi rufen – oder meinem Dad Bescheid sagen.“

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Sam Winchester
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Mi 30 März - 15:05

Lias Witz brachte Sam ein wenig zum Lächeln, doch es verblasste schnell.
Denn auch wenn er wusste, dass seine Freundin wieder in Ordnung kommen würde, machte er sich Sorgen.
Das lag nicht zuletzt daran, dass er ihr nicht glaubte, dass sie von einem Puma angegriffen war.
Er war sich sicher, dass es lediglich das war, was Lia Verity und den Mitarbeitern des Krankenhauses erzählt hatte.
Tierangriffe waren hier in Mystic Falls der Code für Vampirangriffe, doch Sam bezweifelte, dass ein Vampir versucht hatte Lia auszusaugen.
Es sah nicht aus wie ein Vampirbiss und Sam war sich ziemlich sicher, dass seine Freundin sich gegen einen Blutsauger durchsetzen konnte.
Er machte sich trotzdem eine mentale Notiz Lia etwas Eisenkraut zu geben.

Der Arzt erklärte, dass er seine Patientin am Liebsten über Nacht da behalten würde, Sam allerdings so weit vertraute, dass er sich um sie würde kümmern können.
Bei der Aussage hustete Verity ein wenig und auch wenn es nicht wirklich danach geklungen hatte, sagte sie, sie hätte sich verschluckt.
Sam nickte misstrauisch und wandte sich dann wieder dem Arzt zu, der ihn bat, sich um den Vorfall mit dem 'Puma' zu kümmern.

„Ich werde mich gut um ihre Patientin kümmern“, sagte Sam. Das traf auch zu, sofern Lia ihn ließ. „Wegen dem Puma kann ich mich an die zuständige Behörde wenden, Tierangriffe fallen nicht in den Aufgabenbereich des FBIs“
Mal davon abgesehen hatte Mystic Falls ganz andere Probleme.
Sam würde Lia fragen müssen was passiert war.
Was auch immer es war, er ging stark davon aus, dass es in den Aufgabenbereich der Jäger in Mystic Falls fiel.

Lia war aufgestanden und stand auch überraschend fest, während sie ihren Pullover anzog und Verity fragte, ob sie sie nach Hause bringen sollten.
„Wir können dich bringen“, sagte Sam. Wenn Sam alles richtig verstanden hatte, hatte Verity seine Freundin gerettet, also war es das Mindeste, das sie sicher gingen, dass sie sicher nach Hause kam.
„Es sind keine Umstände und mitten in der Stadt musst du dir keine Sorgen wegen des Pumas machen“, fügte Sam hinzu, als sie unsicher wirkte.

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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Mo 25 Apr - 22:23

Lianne war unheimlich froh das sie endlich das Krankenhaus verlassen durfte und das der Arzt keine Zickereien machte.
Wahrscheinlich passierte in Mystic Falls genug andere kranke Scheisse das der Arzt einem Patienten glaubte wenn dieser sagte das ein Aufenthalt einen umbringen könnte. Und wahrscheinlich hatte auch die Tatsache das an dem Tag ein paar Patienten gestorben waren, das ganze begünstigt.

Sam bestätigte das er sich gut um sie kümmern würde und Lianne lächelte ihn dankbar an. Eigentlich wollte sie nur noch ins Motelzimmer, sich die Wunde nochmal ansehen und eventuell Mommys Salbe drauf tun. Und danach schlafen legen. Sie fühlte sich unheimlich ausgelaugt.
Vorsichtig zog sie den Kapuzenpulli an und zog den Reissverschluss nur so hoch wie es der Verband am Hals zu liess.
"Vielen Dank Doctor für Ihre Hilfe", bedankte sich Lianne und der Arzt drückte ihr noch eine Plastiktüte mit Verbandsmaterial und Schmerzmittel sowie Antibiotika in die Hand.

Gemeinsam mit Verity und Sam verliessen sie das Krankenhaus und steuerten das Stadtzentrum an. Ihre brünette, menschliche Freundin hatte gemeint sie würde in der Nähe wohnen. "Und du bist sicher das dir nichts passiert ist bei dem Puma-Vorfall? Nicht irgendwie schwindlig?", fragte Lianne noch ihre Freundin. Was hatte die Hybridin nur mit Veritys Hirn gemacht? "Und nächstes mal höre ich auf dich und wir gehen shoppen und nicht joggen", plapperte Lia weiter.
Als sie dann beim Stadtzentrum ankamen umarmte Lia die Brünette und verabschiedete sich. Die Blondine machte sich gedanklich eine Notiz im Kopf das sie noch einen gelben Schal und einen Schirm besorgen musste.

tbc: Motel - Lias Zimmer
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Verity Hunt
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Di 26 Apr - 10:43

Zwar wunderte es Verity ein wenig, dass der Arzt ihre Freundin doch aus dem Krankenhaus entließ, doch wenn sie die Umstände abwägte, die hier gerade im Krankenhaus herrschten, konnte sie es nachvollziehen.
Mysteriöse Tode im Krankenhaus …
Und nach den entsetzten Blicken der Ärzte und Krankenschwestern zu urteilen, die ihnen kurz nach ihrer Ankunft im Krankenhaus über den Weg gelaufen waren, waren es sicher nicht wenige Opfer.

Allein schon daran zu denken, legte ein klammes Gefühl auf ihren Magen. Eigentlich hätte das Mädchen hungrig sein müssen, da sie seit den frühen Morgenstunden nichts mehr gegessen hatte – und Lianne ging es sicher ähnlich – doch der Vorfall mit dem Puma, die verstörten Blicke der Schwestern und der Ärzte, die Formulierungen des Arztes, der aus lauter Panik unangebrachte gute Stimmung verbreitete … all das sorgte dafür, dass sie einen riesigen Kloß in ihrem Hals verspürte.

„Wegen dem Puma kann ich mich an die zuständige Behörde wenden, Tierangriffe fallen nicht in den Aufgabenbereich des FBIs“, antwortete Sam auf die Bitte des Arztes.
Die Brünette warf ihm noch einmal einen überprüfenden Blick zu und wandte ihre Augen dann wieder ab.
Wen informierte man bei einem Tierangriff überhaupt? Das Veterinäramt? Die Tierschutzbehörde? Den Zoo?
Einen Augenblick blieb sie stirnrunzelnd stehen. Das Mädchen hatte das vage Gefühl, dass ihr bei Sams Gesichtsausdruck irgendetwas Wichtiges entgangen war, aber sie wusste beim besten Willen nicht, was. Sie hatte auch keine Zeit darüber weiter nachzudenken, weil sich in diesem Augenblick der junge Mann an sie wandte und ihr sagte, dass es für sie kein Problem wäre, sie nach Hause zu bringen.

Sicherer Begleitschutz. Bodyguard.

Unwillkürlich fiel Verity ein, wie Kol ihr bei dem Ball anbot, den Bodyguard für sie zu spielen. Sie verdrängte auch diesen Gedanken und murmelte ein leises und unsicheres „Danke“.
Das Mädchen schnappte sich noch ihren ramponierten Schirm und verließ zusammen mit Lianne und Sam schließlich das Krankenhaus.

Der Weg vom Stadtzentrum, wo das Krankenhaus lag, zum Wohnviertel war nicht weit. Es war vielleicht ein Fußweg von knapp zehn Minuten.
Verkrampft hielt sie ihren Schirm fest – besser sie behielt ihn noch so lange, bis sie zu Hause angekommen war. Zwar hatte er für einen kleinen Berglöwen gute Dienste verrichtet, aber dieses dumpfe Gefühl der Unsicherheit blieb in ihren Knochen.
„Und du bist sicher, dass dir nichts passiert ist bei dem Puma-Vorfall? Nicht irgendwie schwindlig?“, fragte ihre blonde Freundin sie und betrachtete sie besorgt.
Irgendetwas an diesem Gesichtsausdruck kam ihr bekannt vor. Als hätte sie ein Déjà-vu.

„Nein, schwindlig ist mir nicht“, antwortete sie wahrheitsgemäß. Allerdings würde Verity wetten, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis ein Schreikrampf über sie hereinbrechen würde. Hoffentlich war sie dann wenigstens in ihrem Zimmer bei ihren Kuscheltieren, so dass sie ihre im Halse steckenden Schreie in das kuschelige Fell von Shaun, Sheepy und Arthur ersticken konnte.

Auf Lias Vorschlag hin, beim nächsten Mal doch lieber einkaufen statt joggen zu gehen, nickte sie heftig.
„Auf jeden Fall. Beim Shoppen hab ich auch eindeutig eine bessere Kondition als beim Joggen.“ Zumindest war es ihr noch nie passiert, dass sie während des Einkaufens Seitenstechen bekommen hatte.

„Danke, danke, dass ihr mich noch begleitet habt“, sagte sie, während ihre braunen Augen bereits schon die vertraute Gestalt ihres Vaters hinter einem der Fenster der Häuser des Wohnviertels ausgemacht hatten.
„Und wenn ihr irgendwann beim Wald vorbeikommt und zufällig meine verlorenen Nerven findet … ihr wisst ja jetzt, wo ihr sie hinbringen müsst“, sagte sie noch lachend und umarmte ihre Freundin vorsichtig genug, um ihre Wunde am Hals nicht zu verletzen.
„Hat mich gefreut, dich kennen zu lernen, Sam“, sagte sie und schüttelte zum Abschied seine Hand.

Dann schaute sie sich überprüfend noch einmal nach allen Seiten um, stellte jedoch nur fest, dass einige Mülltonnen nicht da standen, wo sie sonst stehen sollten, und rannte schließlich – Lia und Sam dabei zuwinkend – auf ihr Elternhaus zu, wo bereits ihr Vater schon die Tür geöffnet hatte und sie hereinließ.
Wie üblich verlor er über die ganze Situation nicht viele Worte, sondern stellte lediglich fest, dass es ihr gut ging, und sie noch etwas essen sollte, bevor sie ins Bett ging. Mit diesen Worten setzte er sich wieder auf die Couch im Wohnzimmer und blätterte einige Seiten seiner Zeitung um.

Verity stellte fest, dass er ihr einige überprüfende Blicke zuwarf. Auch, während sie einige Bissen von ihrem Butterbrot hinunterzwang, spürte sie seine Blicke auf sich.
Er macht sich Sorgen.
Doch seine Art, diese Besorgnis auszudrücken, war dem Mädchen bei weitem lieber, als die Art ihrer Mutter.
Schließlich hatte sie die letzten Bissen von dem Butterbrot verdrückt und ging noch schnell zu ihrem Dad, um ihm eine gute Nacht zu wünschen, bevor auch sie selbst schließlich in ihr Zimmer verschwand, um sich dort auf ihr Bett bei ihren Kuscheltieren zu verkrümeln.

tbc: Wohngegend, Veritys Home

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Sam Winchester
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Do 28 Apr - 19:30

Zu dritt verließen sie das Krankenhaus und machten sich auf den Weg zu Veritys Haus.
Es war kein langer Weg und doch wirkte Lias Retterin ein wenig unruhig, ihre Finger wirkten sehr verkrampft auf ihrem Regenschirm, der ziemlich mitgenommen wirkte.
Sam nahm Lias Hand in seine und verschränkte seine Finger mit ihren.
Er war unglaublich froh, dass er sie schon hatte aus dem Krankenhaus mitnehmen könnte. Zum einen konnte sie so keine Ärzte in den Wahnsinn treiben und - wesentlich wichtiger - ging es ihr gut genug um alleine keine Probleme zu bekommen.

Kurze Zeit später kamen sie bei Verity zu Hause an. Die beiden Frauen verabschiedeten sich mit einer Umarmung voneinander, Lia fragte nach dem Wohlbefinden ihrer neuen Freundin und versprach dann, dass nächste Mal Shoppen und nicht Joggen zu gehen.
"Vielen Dank, dass du dich um Lia gekümmert hast", sagte Sam und er meinte es auch so. Er war der jungen Frau zu Dank verpflichtet.

Nachdem Verity nach drinnen gegangen waren gingen Sam und Lia weiter zum Motel, wo sie in Lias Zimmer gingen.
Sam überlegte kurz, ob es Sinn machen würde Lia zu überreden, sich hinzulegen. Doch sie war eben schon die komplette Strecke gelaufen ohne Hilfe zu benötigen und er wusste nur zu gut, dass man sich seine Kämpfe aussuchen musste. Diesen konnte er nicht gewinnen.
"Kann ich dir was holen?", fragte er. "Etwas zu Trinken oder zu essen? Schmerztabletten? ... Die magische Creme?"
Er hatte sein Versprechen gegenüber des Arztes nicht vergesen und sich um Lia zu kümmern wir die Priorität

"Was ist passiert?", fragte Sam, nachdem Lia versorgt war und er nicht länger warten konnte. Er wollte wissen, wen er töten müsste, falls nicht schon geschehen.

tbc: Motel - Lias Zimmer

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Joanna Harvelle
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Do 29 Jun - 19:10

Den Schmerz duldend saß sie hinter dem Vorhang und wartete auf Meredith Fell. Sie war die einzige, von der sie sich in einer solchen Situation behandeln lassen würde und sie hoffte, dass es der Ärztin auch bewusst sein würde. Gefälschte Ausweise waren nie der Burner und Meredith konnte alles unter den Tisch kehren, ohne dass es auffiel. Jo wollte dem Sheriff nicht noch mehr aufbürden. Außerdem konnte sie Meredith gegenüber ehrlich sein und musste sich keine dämlichen Ausreden einfallen lassen.

Als Meredith Fell endlich zu ihr kam, sah sie auf und rang sich zu einem schwachen Lächeln ab, während sie die Jägerin prüfend musterte.

"Andere Umstände sind doch langweilig", erwiderte sie ironisch. Sie beobachtete, wie sie sich fertig machte und sich ihren Kittel überwarf.
"Tut mir Leid, dass ich Sie extra herbestellt habe. Aber Sie können sich ja denken, warum."

Als sie wieder zu ihr kam, wappnete sich Jo schon auf den Schmerz, der gleich gewohnt durch ihren ganzen Körper pasen würde, ehe sich die erhoffte Linderung einstellen würde. Das Einrenken war schmerzhafter als das Ausrenken.

„Jo – ich darf sie doch Jo nennen? - ich würde zuerst ihre Schulter einrenken, ich kann mir vorstellen, sie sind mit dem Prozess vertraut?“

Auf diese Frage hin musste Jo wirklich etwas spöttisch schnauben. "Sie haben ja gar keine Ahnung ... Und da Sie mich gleich ohne Maßen fluchen hören werden, ist das Nennen beim Vornamen nicht verkehrt. Das macht es weniger unangenehm."

Jo atmete tief durch, als Meredith ihre Hände professionell an ihre Schulter legte. Allerdings fragte sie noch einmal, wie es passiert war und Jo sah sie aus dem Augenwinkeln an.

"Dämon", sagte sie leise. "Wissen Sie, ich hatte heute Nacht nicht mal vor, irgendeinem von diesen Schmeißfliegen zu begegnen. Geschweige denn, in irgendeiner Art zu kämpfen. Aber wieder mal zeigt sich, dass man da keine Entscheidungsgewalt hat. Vertrauen Sie übrigens nicht auf die Legende, das Dämonen keine Gotteshäuser betreten können. Denn das können sie sehr wohl."

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Behandlungszimmer   Do 6 Jul - 17:44

Das Knacken wenn eine Schulter wieder eingerenkt wurde, klang niemals gut. Trotzdem konnte Meredith spüren, wie alles in Jos Schulter sich nun wieder an der richtigen Stelle befand. Es sollte bald wieder aufhören wehzutun, aber Meredith versorgte die Schulter noch komplett und nahm sich vor, der Jägerin Schmerzmittel zu verschreiben, auf welchen Namen sie das tun würde, war allerdings noch unklar.

Meredith war froh, dass Jo ihr erst eröffnete, was passiert war, nachdem sie die Schulter eingerenkt hatte. Möglicherweise hätte sie sonst alles schlimmer gemacht.
Seit sie Castiel getroffen hatte, hätte ihr eigentlich klar sein müssen, dass auch Dämonen existierten. Es machte nur Sinn und es war eigentlich keine große Überraschung, besonders nach Vampiren und Geistern.
Doch es tatsächlich zu hören, war doch noch einmal was anderes.
„Die gibt es also auch...“, sagte Meredith leise. Sie hatte gehofft, dass es keine Dämonen gab. Die Welt war schon von genug Übernatürlichem besiedelt und in manchen Fällen infiziert. Vampire und Geistern hatten immerhin die Option gut zu sein. Meredith bezweifelte, dass das bei Dämonen so war.

„Wie fühlt sich die Schulter an?“, fragte Meredith lauter. Sie wollte jetzt nicht über diese neue Erkenntnis reden oder auch nur nachdenken. Sie musste jetzt eine Ärztin sein.

Sie sah sich also den Schnitt in Jos Arm an, der definitiv genährt werden musste.
„Soll ich Ihnen was gegen die Schmerzen geben, bevor ich die Wunde nähe?“, fragte sie, obwohl sie sich ziemlich sicher war, dass sie die Antwort schon kannte.

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Behandlungszimmer

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