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 Merediths Büro

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Fr Dez 06, 2013 6:17 pm

Es klingelte und klingelte, doch niemand hob ab. Als Meredith klar wurde, dass sich niemand melden würde, legte sie auf.
Sie fragte die Schwester an der Rezeption nach Jennas Sommers Notfallkontakt und dessen Nummer.
Es überraschte sie nicht, dass es ihre Nichte Elena Gilbert war. Die Ärztin ließ sich ihre Handynummer geben und rief so gleich bei ihr an.
"Hallo", setzte Elena an, doch Meredith unterbrach sie.
"Elena Gilbert? Hier spricht Meredith Fell", sagte sie und als Elena fragte ob alles okay war, konnte Meredith die Sorge in ihrer Stimme hören.
Es war nie ein gutes Zeichen, wenn ein Arzt aus heiterem Himmel bei einem anrief, das war ihr klar.

Meredith erklärte was passiert war und von Elena kam kein Wort mehr.
„Elena?“, fragte die Ärztin vorsichtig, doch just in diesem Moment wurde das Gespräch beendet.
Meredith war klar, dass Elena auf dem Weg hier war, so viel Menschenkenntnis hatte sie inzwischen aus ähnlichen Situationen gewonnen.

Sie sagte der Empfangsschwester bescheid, dass Elena Gilbert kommen würde und bat sie, sie zu ihrer Tante zu lassen, wenn sie da war.
Die Ärztin selbst würde mit Jenna sprechen, wenn diese wieder beruhigt worden war. Sie wollte sie nicht sofort mit dem Vampirangriff konfrontieren, ein vorheriges Gespräch mit ihrer Nichte wäre sicher besser für sie, als eine Nacherzählung der  Geschehnisse.
Sie informierte sich kurz bei der diensthabenden Schwester, dass es Jenna der Umstände entsprechend gut ging und das sie Besucher empfangen konnte.

Als ihr das bestätigt worden war, ging sie in ihr Büro. Sie brauchte Ruhe, denn für sie gab es nun eine Entscheidung zu treffen.
Sollte sie dem Rat erzählen, was heute Nacht passiert war?
Damon würde es ganz sicher nicht gefallen und sie durfte ihn beim besten Willen nicht verärgern.
Doch vielleicht war der Rat auch der einzige Weg, Jennas Angreifer zur Strecke zu bringen.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Di Dez 17, 2013 4:39 pm

Noch einigem Grübeln beschloss Meredith nach Hause zu gehen. Im Moment konnte sie keine Entscheidung treffen und da sie heute eigentlich nicht hier sein sollte, war es besser zu gehen. Sie wusste Jenna in guten Händen und da nun auch Elena bei ihr war, konnte sie guten Gewissen nach Hause gehen.
Trotzdem bat sie im Schwesternzimmer darum ein Auge auf sie zu haben, mit Blutverlust war nicht zu spaßen. Wenn es Jenna am nächsten Tag wieder gut ging und nachdem Meredith in Erfahrung gebracht hatte, was passiert war, würde sie entlassen werden.

Meredith sammelte ihre Sache zusammen, verstaute Damons Blut im Kühlschrank ihres Büros ganz hinten und verließ dann das Krankenhaus.
Da ihr Auto noch am Grill stand, würde sie erst ein Stück laufen müssen, was ihr allerdings nicht ausmachte. Die frische Luft half ihr dabei, ihren Kopf frei zu kriegen.
Warum sollte jemand eine unschuldige Person wie Jenna angreifen? War es etwa doch die Vampirfreundin gewesen, die die Studentin zuvor noch so vehement verteidigt hatte?
Die Situation war einfach unverständlich für Meredith... Doch Unverständliches war in Mystic Falls ja an der Tagesordnung.

Sie lief gerade in Gedanken versunken über den Marktplatz, als jemand sie anrempelte. Meredith blickte auf und sah ins Gesicht einer jungen Frau, die sie zuvor noch nie gesehen hatte. Die Erklärung folgte prompt: „Tut mir leid, Miss! Ich habe Sie übersehen. Ich bin neu hier in der Stadt wissen Sie und ich habe mich noch nicht an die vielen Menschen gewöhnt.“
„Kein Problem, es ist ja nichts passiert“, erwiderte sie. „Mystic Falls ist wirklich klein. Wo haben sie denn vorher gelebt?“

tbc: Marktplatz

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   So Apr 13, 2014 4:07 pm

Cf: Lucas Wohngemeinschaft

Beide verstanden nicht so recht, was eigentlich geschehen war und Lucas wusste auch nicht, woher sie es erfahren sollten. Vielleicht sollte er Michelle fragen. Sie als Geist kannte vielleicht eine Antwort oder zumindest eine Erklärungsmöglichkeit. Es konnte wohl kaum an dem Locher liegen, denn das war ein ganz normaler Locher, den er sich mal in einem Antiquitätengeschäft gekauft hatte, weil ihm die Verzierungen darauf gefallen hatten. Eigentlich war er viel zu schwer und unpraktisch, aber er war nun mal hübsch gewesen und viel gekostet hatte er auch nicht.

Weder die Ärztin noch er schenkten den Keksen wirklich Beachtung. Er nahm Meredith die Teetasse ab. Sein Handgelenk tat weh, sodass er es nicht benutzte, um ihr die Tasse abzunehmen, auch der Brünetten fiel das auf und sie wollte es im Krankenhaus röntgen. Sie war eben doch durch und durch Ärztin. Lucas wollte nicht schon wieder ins Krankenhaus, aber er wusste selbst, dass es besser war. Wie sollte er Gitarre spielen, wenn sein Handgelenk dauerhaft geschädigt blieb? nein, das wollte er wirklich nicht riskieren, auch wenn das bedeutete, dass er wieder ins Krankenhaus mit den ganzen Geistern musste. Also stimmte er zu.

Meredith packte tatsächlich den Locher ein, während Luce seine beiden Mitbewohner informierten. Er wusste, dass er sich vor allem von Simon später vermutlich eine Strafpredigt anhören musste, weil er sich in seinem Zimmer eingeschlossen hatte. Wenn man es so betrachtete, war das wirklich dumm gewesen. Wenn der Geist ihm nun etwas Schlimmeres angetan hätte, dann hätte keiner ihm helfen können.

Im Krankenhaus wurde der Student an eine der Schwester übergeben, die ihn zum Röntgen brachte. Es war nicht Meredith, die die Bilder auswertete. Wo die Ärztin hin war, wusste er nicht, aber sie hatte seinen Locher mitgenommen. Was sie wohl damit wollte? Er war immer noch der Meinung, dass sein Locher nichts weiter als ein gewöhnlicher Locher war, aber sie würden es herausfinden.

Gebrochen war nichts, aber die Elle war angebrochen und es zeigten sich feine Haarrisse auf der Speiche. Der Geist hatte ihm wirklich fast den Arm zerquetscht! Auf die Frage hin, wie die Verletzungen entstanden sind, konnte er nicht ehrlich beantworten und so erfand er die Lüge, dass er gefallen war und dabei mit dem Arm auf die Kante seines Bettes gestoßen war. Gegen die Schwellung wurde eine Salbe aufgetragen und das Handgelenk mit einer festen Bandage fixiert. Gips war zum Glück nicht nötig, solange er vorsichtig mit dem Arm umging. Er bekam ein Rezept für die Salbe und die Bandagen mit und wurde dann entlassen.

Und jetzt stand er da, wie bestellt und nicht abgeholt. Meredith war verschwunden und er wusste nicht, wo er sie suchen sollte. Kurzerhand fragte er einen vorbeikommenden Pfleger, der ihm tatsächlich weiterhelfen konnte. Da ihn mittlerweile fast jeder des Personals kannte, wurde er zu der Ärztin gebracht, die sich in ihrem Büro befand.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   So Apr 13, 2014 5:01 pm

cf: Lucas Wohngemeinschaft

Nachdem Meredith Lucas an die Schwester übergeben hatte, ging sie in ihr Büro. Der ordentliche, organisierte und ihr wohlbekannte Raum beruhigte sie. Eigentlich war Meredith keine besonders ordentliche Person und bei ihr zu Hause sah es manchmal so aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen.
Auf der Arbeit war das anders. Hier herrschte eine Ordnung und es gab ein System, in dem Meredith sich wohlfühlte.
In ihrem Büro hatte kein Geist etwas zu suchen. Es war ihr Rückzugsort, wo sie in Ruhe arbeiten konnte und das tat sie dann auch.
Jedoch nicht an etwas, das mit ihrem Beruf als Ärztin zu tun hatte.

Meredith packte den Locher wieder aus und stellte ihn neben ihren Computer. Bei ebay und Amazon suchte sie nach dem Exemplar. Bei einem Antiquitätenhändler fand sie ihn schließlich.
Es war ein gewöhnlicher Locher aus Eisen, den man im Internet bestellen konnte.
An dem Locher an sich konnte es also eigentlich nicht liegen.

Meredith googelte also weiter.
Der simple Begriff ’Geister’ brachte sie auf die Wikipedia-Seite darüber und sie las sich die Definitionen von Geistern in verschiedenen Religionen durch. Es war nicht besonders hilfreich, aber interessant.
Die Videos von Geistersichtungen ließ sie links liegen, da sie ja inzwischen wusste, dass Geister nicht einfach so erschienen.

Die Suchbegriffe ’Verteidigung gegen Geister’ führte sie auf Harry Potter Fanseiten und eine Seite auf der erklärt wurde, wie man einen Exorzismus sprach.
Die Suche nach ’Mittel gegen Geister’ verlief ähnlich und sie las sich nur ein paar Yahoo-Fragen durch, die erklärten, dass man dem Geist einfach klipp und klar sagen sollte, dass er verschwinden sollte. Als ob das helfen würde...

Die Kombination ’Locher + Geister’ brachte wie zu erwarten, keine Ergebnisse, die irgendwie mit ihrem Problem zusammenhingen.

Sie wollte die Suche schon fast aufgeben, als ihr noch eine letzte Idee kam. Vielleicht lag es ja an dem Material, aus dem der Locher gemacht war.
Meredith tippte: ’Geister Eisen’ in die Suchleiste ein und schließlich fand sie sogar etwas.
Sie begann zu lesen und sah erst wieder auf, als er an der Tür klopfte.
„Ja?“, sagte sie laut.
Wie erwartet war es Lucas, dessen Hand inzwischen bandagiert war. Der Anblick und das Wissen, weswegen das nötig gewesen war, machte Meredith wütend.
Doch vielleicht hatte sie gerade die Lösung für ihr Problem gefunden.

„Lucas“, begrüßte sie ihn. „Hier, sieh dir das an!“
Sie bedeutete ihm, sich auf den Stuhl vor ihrem Schreibtisch zu setzen und drehte dann den Computerbildschirm so, dass er lesen konnte, was sie gefunden hatte.

Viele Geistwesen haben eine große Furcht vor Eisen und Stahl.

Unsere heidnischen Ahnen setzten sich in bestimmten Nächten mit einer eisernen Axt oder einem eisernen Schwert bewaffnet auf eine Kuhhaut oder auf das Dach des Hauses, um dort in Trance zu gehen und Dinge zu sehen, die anderen verborgen blieben. Wir kennen dies als Utiseta. Dabei dienten Axt oder Schwert als Schutz vor feindseligen Geistern, denn so ein Mensch in Trance ist leicht angreifbar und könnte leicht von Geistern besetzt werden.

Nach dem Volksglauben schützen Eisen und Stahl vor Hexen und Dämonen. Man nagelt z. B. ein eisernes Hufeisen auf die Türschwelle, um Geistern den Eintritt ins Haus zu verwehren. Gegen schädigende Sturmgeister wird man ein eisernes Messer. Pflanzen darf man nie mit Eisen ernten, weil dies die Pflanzengeister vertreiben würde. Auch vor Werwölfen und Nachtmaren schützt man sich durch eiserne Gegenstände. Neugeborenen legt man Stahl in die Wiege, damit die Zwerge sie nicht rauben. Es gibt also eine Menge von verschiedenen Geistwesen, die sich vor Eisen und Stahl, besonders in Waffenform, fürchten. Deshalb vermieden es unsere Vorfahren, auf heiligen Plätzen eiserne Waffen mitzunehmen, da man die Geister nicht vertreiben oder verärgern wollte.

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   So Apr 13, 2014 8:59 pm

Ganz vorsichtig klopfte er mit der unverletzten Hand an der Bürotür von Meredith. Die Arbeitsräume der Ärzte lagen ein bisschen abseits von dem normalen Trubel des Krankenhauses. Sicherlich erledigte sie hier ihren Papierkram, schrieben Akten und arbeiteten vielleicht an wissenschaftlichen Ausarbeitungen. Luce, der immer nur als Patient im Krankenhaus war, war noch nie in diesem Abschnitt gewesen und auch jetzt war es irgendwie seltsam. Er kam sich vor wie ein Eindringling, der eigentlich keine Berechtigung hatte, hier zu sein und es sich einfach herausgenommen hatte. Vielleicht war sein Anklopfen deswegen so vorsichtig gewesen. Dr. Fell hatte nichts gesagt, als sie sich getrennt hatten. Vielleicht wollte sie gar nicht, dass er hier war und es war ein Fehler zu kommen.

Ihr ‚Ja‘ war nicht direkt unhöflich und so öffnete er ganz vorsichtig die Tür. Wenn er doch nicht erwünscht war, konnte er immer noch schnell dir Flucht ergreifen. Mittlerweile musste sie doch genug von ihm haben. Er hatte ihr den gestrigen Tag verdorben und jetzt auch noch die halbe Nacht. Sicherlich wünschte sie ihn zum Teufel und wollte nur nichts sagen, weil sie Ärztin war. Der Gedanke machte ihn irgendwie niedergeschlagen. Er wusste, dass er anstrengend sein konnte oder besser gesagt, er war eigentlich immer anstrengend und das tat ihm auch leid. Simon und Adam hatten die vergangenen Stunden auch mehr als genug mit ihm zu tun gehabt.

„Lucas. Hier, sieh dir das an!“, sagte die Ärztin zur Begrüßung und machte damit deutlich, dass sie mehr oder weniger auf ihn gewartet hatte. Oder sie war einfach nur höflich und eine gute Schauspielerin. Er setzte sich scheu auf einen der Stühle und sie drehte den Bildschirm des Computers so, dass er lesen konnte, was darauf stand.

Seine Augen flogen über den Bildschirm und er konnte kaum glauben, was er da gerade las. Geister hatten Angst vor Eisen? Das war doch ein Witz! Warum sollten Geister Angst vor Waffen auf Eisen oder Stahl haben? Man konnte sie nicht verletzen, warum sollten sie also Angst haben? Andererseits war der Geist verschwunden, nachdem Dr. Fell den Locher, der aus Eisen war, durch ihn hindurch geflogen war. Verschwanden die Geister dann für immer oder nur für eine Zeit? Tat es ihnen weh? Durch Michelle wusste er, dass Geister immer noch Empfindungen hatten. Er wollte das Geistermädchen auch nicht fragen, denn sie war so schon verängstigt genug. Er war sich relativ sicher, dass wenn sie über die Eisensache Bescheid wüsste, hätte sie es ihm gesagt, denn sie wusste, wie sehr die Geister ihn an manchen Tagen quälten.

„Eisen also… Verschwinden sie für immer?“, fragte er nachdenklich und mehr zu sich selbst als zu ihr. „Ob es den Geistern wehtut?“ Er wusste, dass es eigentlich eine dumme Frage war. Der Geist des Mannes hatte ihm fast den Arm gebrochen und er machte sich Sorgen, ob Eisen den Geistern wehtun könnte. Aber es gab auch nette Geister, wie Michelle oder den Hexenmeister, mit dem er als Kind befreundet gewesen war.

„Dr. Fell, es tut mir leid, dass ich Ihnen derartige Umstände mache. Sie sollten eigentlich zu Hause sein und schlafen und auch gestern hätten sie bestimmt schon Feierabend gemacht. Es tut mir leid. Ich benehme mich wie ein Idiot, dabei sehen Sie die Geister genauso sehen und kommen mit ihnen in Kontakt und Sie kommen damit klar.“, sagte er leise und sah dabei nach unten. Er redete sich das von der Seele, was ihn gerade wegen ihr belastete. Man soll seine Gefühle und Gedanken nicht verstecken, wenn sie einen belasten, hatte er in der Therapie nach dem Entzug gelernt, also wollte er es auch anwenden.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   So Apr 13, 2014 10:46 pm

Lucas las den Forenbeitrag den sie gefunden hatte und sein Gesichtsausdruck ging von Ungläubigkeit zu Erkenntnis und schließlich zu Nachdenklichkeit.
Auch Meredith überlegte. Wenn ihre Theorie stimmte, wovon sie zumindest im Moment ausging, da es wahrscheinlich war, musste es doch einen Weg geben, sich zu schützen.
Die Idee ein eisernes Hufeisen an die Tür zu hängen, schien ihr unbrauchbar. Der Geist war erst bei direktem Kontakt mit dem Locher verschwunden.
Vampire wurden auch nicht davon abgehalten, dass man Kruzifixe an eine Tür nagelte.
Doch vielleicht war es eine Möglichkeit sich eine Kette mit einem Anhänger aus Eisen umzuhängen.
Das stoppte einen Geist zwar nicht davon einen zum Beispiel am Handgelenk zu berühren, aber wenn man den Geist damit berührte, würde er auf jeden Fall verschwinden.
Im Kopf ging Meredith ihre kleine Schmucksammlung durch und beschloss in nächster Zeit zum Juwelier zu gehen.

„Eisen also… Verschwinden sie für immer? Ob es den Geistern wehtut?“
, fragte Lucas und Meredith hatte keine Antwort auf beide Fragen.
„Ich weiß es nicht“, sagte sie. Sie war noch ein Neuling bei dieser ganzen Geistersache.
Ihr Blick fiel auf Lucas Handgelenk. „Aber ich hoffe doch, dass es weh tut“, sagte sie mit einer eisigen Stimme. Die Genugtuung, die sie verspürte, als ihr klar war, dass sie dem Geist vielleicht weh getan hatte, war ihr selbst zu wider.
Der Geist hatte es möglicherweise verdient, aber niemand sollte Schmerzen leiden müssen.

Meredith überlegte noch, was sie sagen konnte, um das wieder richtig zu stellen, als Lucas etwas sagte: „Dr. Fell, es tut mir leid, dass ich Ihnen derartige Umstände mache. Sie sollten eigentlich zu Hause sein und schlafen und auch gestern hätten sie bestimmt schon Feierabend gemacht. Es tut mir leid. Ich benehme mich wie ein Idiot, dabei sehen Sie die Geister genauso sehen und kommen mit ihnen in Kontakt und Sie kommen damit klar.“

„Nein“, sagte sie. „Nein, lass es“.
Sie schüttelte den Kopf. Er sollte aufhören, solchen Quatsch zu reden. Sie war es ihm mehr als schuldig, ein paar Überstunden zu schieben und es war sowieso ihre Aufgabe Menschen zu retten.
Meredith blickte nach unten.
„Es ist meine Schuld“, flüsterte sie. „Ich hätte dir glauben sollen... Wenn dir von Anfang an jemand mit den Geistern geholfen hätte ... vielleicht hätten sie dann nicht so eine Macht über dich“, sie brach ab.
Sie sprach selten offen das aus was sie dachte und jedes Mal fragte sie sich hinterher ob es richtig gewesen war.

Meredith sah wieder auf und dieses Mal blickte sie Lucas in die Augen. „Es tut mir leid“

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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mo Apr 14, 2014 8:05 am

Was wäre, wenn sie ihn jetzt vor die Tür setzte, wenn sie einsah, dass er mit dem, was er sagte, recht hatte und er nur eine unnötige Belastung war. Als sie noch nichts von den geistern gewusst hatte, war er für sie einfach nur krank gewesen, sein Verhalten durch die Schizophrenie zu erklären, aber jetzt wusste sie, dass er einfach nur zu schwach war, um den Geistern widerstehen zu können. Meredith Fell war eine Ärztin, aber die Medizin konnte sein Problem nicht beheben. Warum also kam er jedes Mal wieder hier her? Tief in seinem Inneren wusste Lucas, dass es die Erschöpfung war, die ihn so denken ließ, es war einfach zu viel passiert in den letzten Tagen, aber es waren auch die Worte des Geistes, an denen er zu knabbern hatte. Vielleicht war er ja wirklich kein Teil dieser Welt mehr oder zumindest nicht ganz. Vielleicht gehörte er wirklich mehr zu den Toten als zu den Lebenden.

Dr. Fell wollte seine Entschuldigung nicht hören. Für einen Moment hatte er scheu den Kopf eingezogen, als sie begonnen hatte zu sprechen, aber sie klang dabei keineswegs ärgerlich oder gar wütend. Sie klang viel eher schuldbewusst. Verwirrt von dieser Reaktion, sah er auf. Sie gab sich selbst die Schuld daran, dass die Geister derart über ihn verfügen konnten. Warum das? Weil sie ihm nicht geglaubt hatte? Wer hätte das schon? Nicht einmal seine Eltern glaubten, was er über die Geister sagte. Wie sollte es dann eine Ärztin. Was hätte Meredith für einen Grund haben sollen, an einer gestellten Diagnose zu zweifeln.

Sie hatte ihm nicht geglaubt, das war richtig, aber sie hatte dennoch so viel für ihn getan. Sie hatte ihm beigestanden, hatte ihn nie verurteilt und hatte ihn trotz Drogensucht und psychischer Erkrankung nicht als einen Freak behandelt, sondern ganz normal. Zwar war ihm bewusst gewesen, dass sie ihm nicht glaubte, aber nie hatte sie versucht, ihn damit zu konfrontieren, dass das, was er sah und hörte nichts der Realität entsprach. Sie hatte er hingenommen. Sie hatte ihn nach bestem Wissen und Gewissen behandelt und mehr konnte man wirklich nicht verlangen.

Stumm und erstaunt sah er sie an und als sie ihm bei ihrer Entschuldigung in die Augen sah, erstarrte er für einen Moment. Es war so viel Schuld darin zu sehen, dabei war es doch völlig unnötig. Er schüttelte ganz leicht den Kopf. Nicht, dass er ihre Entschuldigung ablehnte, er sah sie nur als unnötig aus. „Wenn nicht mal meine Familie mir glaubt, warum hätten Sie es dann tun sollen, Dr. Fell? Es ist ja auch irgendwie nicht normal, die Geister sehen zu können. Sie waren für mich da, egal ob sie mir nun geglaubt haben oder nicht und ich weiß nicht, ob ich den Entzug durchgestanden hätte, wenn Sie nicht dagewesen wären. Es gibt nichts, für das Sie sich entschuldigen müssen und ebenso wenig müssen Sie sich wegen irgendetwas schuldig fühlen.“, sagte er und sah sie dabei an. Er wollte nicht, dass sie sich schuldig fühlte wegen etwas, für das sie gar nichts konnte, war war ihr doch so dankbar für alles, was sie für ihn getan hatte.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mo Apr 14, 2014 4:20 pm

Die Verwunderung, die Meredith in Lucas Augen sah, als sie ihm ins Gesicht blickte, verwirrte sie. Hatte er noch nicht einmal die Möglichkeit gesehen, dass sie so dachte? Manchmal hatte sie den Eindruck, als gäbe er sich automatisch selbst die Schuld an allem. Es war nicht seine Schuld, dass er die Geister sah.
Zugegebener Maßen war es seiner Schuld, dass er sich in Drogengeschäfte hatte verwickeln lassen, aber Meredith wusste auch, dass jeder Mensch irgendwann einen Punkt hatte, an dem er nicht mehr mit seiner Situation klar kam und dann alles tat um ihr irgendwie zu entkommen.
Meredith selbst wusste nicht, was sie getan hätte, wenn die Geister sie über Jahre und Jahre attackiert hätten. Und Lucas war noch ein Kind gewesen, als er das erste Mal Geister gesehen hatte. Es war kein Wunder, dass er irgendwann nach Drogen gegriffen hatte.

„Es gibt nichts, für das Sie sich entschuldigen müssen und ebenso wenig müssen Sie sich wegen irgendetwas schuldig fühlen.“, sagte Lucas
Die Ärztin wusste nicht, ob sie das frei von Schuld machte, aber es fühlte sich definitiv nicht so an.
Wieder blickten sie und Lucas sich direkt ins Gesicht und sie konnte sehen, dass er es ernst meinte. Er sah wirklich keine Schuld bei ihr.
Meredith seufzte leise und sah schließlich nach unten. Vermutlich würde es keiner von beiden schaffen, den jeweils anderen vom eigenen Standpunkt zu überzeugen.
Bei einem waren sie aber einer Meinung: Sie mussten etwas gegen die Geister tun. Und da sie jetzt wussten wie, konnte sie Maßnahmen treffen. Vielleicht nicht um die Geister endgültig los zu werden, aber um sich im schlimmsten Fall schützen zu können.

Meredith räusperte sich. „Wir können uns nicht zu zweit einen Locher teilen. Aber ich denke es gibt genug Kettenanhänger aus Eisen, die man sich zu legen könnte. Die könnte man nach einem Geist werfen, wenn es sein muss“, sprach sie ihren vorherigen Gedanken laut aus. „Was meinst du?“
Sie selbst hatte keine Kette mit einem Anhänger aus Eisen, weil sie grundsätzlich nicht oft Ketten trug, da sie sie unpraktisch fand. Das Einzige, was sie um den Hals hängen hatte, war ein Stethoskop. Aber sie könnte sich an eine Kette gewöhnen, wenn das bedeutete, dass sie nicht mehr von Geistern attackiert werden konnte.

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mo Apr 14, 2014 9:41 pm

Sie kamen auf keinen grünen Zweig. Sie beide hatten Schuldgefühle und die gingen auch durch Zuspruch des anderen nicht weg. Vielleicht sollten sie einfach einen neuen Start wagen und sich von nun an gegenseitig helfen. Lucas wurde schon viel länger mit den Geistern konfrontiert und konnte ihr damit sagen, aus was sie achten musste, um die Spezies zu erkennen, welcher der Geist einmal angehörte und außerdem kannte er etliche von ihnen hier in Mystic Fall und wusste, ob sie einem gefährlich werden konnten oder nicht. Dr. Fell hingegen war wesentlich gefestigter als er und wusste sich zur Wehr zu setzen. Wenn sie zusammenarbeiteten, konnten sie einander vielleicht helfen.

Offenbar sah die Ärztin das ganz ähnlich, denn sie kam wieder auf das Thema zu sprechen, wie sie sich die Geister von Leib halten konnten. Er wusste nicht, ob die Geister der Übernatürlichen einen ebenso berühren konnten oder ob das eine Eigenart der böse gewordenen Menschengeister war, aber er wollte es auch nicht unbedingt herausfinden. Ein Menschengeist hatte ihm bereits fast den Arm gebrochen, er wollte nicht wissen, was ein Geist eines Vampirs oder Ähnliches mit ihm anstellen konnte.

Der Kommentar, dass sie sich den Locher nicht teilen konnten, lockerte die Stimmung etwas auf und der Student grinste ganz leicht. Man musste sich an den kleinen Dingen festhalten, wenn man ein solches Leben hatte wie er. Eine Kette aus Eisen, die man zur Not durch den Geist schleudern konnte? Das war keine schlechte Idee. Billiger Modeschmuck wurde bestimmt aus so etwas hergestellt, sodass man es sich einfach besorgen konnte.

„Wenn es wirklich funktioniert, dann ist es auf jeden Fall eine Idee.“, sagte er mit einem Lächeln, nahm sich aber auch vor, Michelle bei Gelegenheit mal danach zu fragen. Sie hatte bisher nichts davon gesagt, aber vielleicht hatte sie dennoch Gerüchte darüber gehört. Es wäre zu schön um wahr zu sein. Um sicher vor den Geister zu sein, würde Luce auch künftig im Kettenhemd schlafen. Das war ihm ziemlich egal.

„Es gibt auch Geister, die sind anders. Man kann sich ganz normal mit ihnen unterhalten. Vielleicht sollten wir einen von den fragen.“, sagte er und sah unsicher zu ihr. War es dumm, wissen zu wollen, was mit den Geistern geschah, wenn man sie mit Eisen beworfen hatte? Eine seiner Fragen wurde beantwortet, als der Geist des Mannes wieder auftauchte und er sah mehr als wütend aus. Lucas reagierte schnell. Er schnappte sich den Locher und warf ihn erneut durch den Geist hindurch, der wieder verschwand. Mit Angst in den Augen sah er zu der Ärztin. „Die Geister verschwinden nicht für immer.“, sagte er leise.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Di Apr 15, 2014 10:48 pm

Lucas schien die Idee mit den Ketten gut zu gefallen und auch Meredith freundete sich mit der Idee immer mehr an.
Sie hatte die Geister nicht sehen wollen, aber sie würde deswegen nicht noch einmal heulen. Es reichte, dass sie einmal die Kontrolle verloren hatte. Das war nicht ihr Stil und es würde nicht noch einem vorkommen.
Ja, sie hatte die Geister wirklich nicht sehen wollen, aber sie lebte noch und im Moment konnte sie wegen ihrer medialen Fähigkeiten jemandem helfen, der dringend Hilfe benötigte.
Es gab schlimmere Schicksale.
Und sie konnte an ihrem noch etwas verändern und vielleicht auch an Lucas.

„Es gibt auch Geister, die sind anders. Man kann sich ganz normal mit ihnen unterhalten. Vielleicht sollten wir einen von den fragen.“
, sagte Lucas und Meredith musste an Gabrielle denken.
Gabrielle war einer der netteren Geister gewesen und Meredith hatte wirklich normal mit ihr reden können.
Jedoch würde sie sie wohl nichts mehr fragen können, da sie ja verschwunden war, nachdem sie sich von ihrer Tochter verabschiedet hatte.
Wo sie jetzt wohl war? Im Jenseits? Im Himmel oder in der Hölle?
Meredith hoffte auf jeden Fall, dass es ein guter Ort war.
Nachdem was Lucas gesagt hatte, würde sie lieber mit dem Reaper mitgehen wenn sie starb, anstatt ein Geist zu werden. Da ließ sie sich nach dem Tod lieber überraschen, als ein Geist und irgendwann wahrscheinlich böse zu werden.
Sie wollte nicht so enden, wie der Geist, der Lucas heimsuchte.

Wenn man vom Teufel sprach (oder in Merediths Fall an ihn dachte) ...
Sie merkte, dass etwas nicht stimmte, als Lucas nach dem Locher griff.
„Die Geister verschwinden nicht für immer.“, sagte er und sie war sich ziemlich sicher, dass sie wusste, was geschehen war.
„Er ist wieder da“, flüsterte sie. Es war keine Frage und sie erwartete keine Reaktion. Es war einfach nur eine Feststellung.

„Worauf wartest du?“, sagte sie Lucas. „Wirf den Locher!“
Es war schlimm genug, dass er den Locher schon nur in einer Hand halten konnte, er sollte dem Geist nicht noch eine Chance geben, ihn zu verletzten.
Meredith machte es wahnsinnig, dass sie den Geist nicht sehen konnte. Lucas musste einfach davon Nutzen machen, dass er ihn sehen konnte. Einen besseren Nutzen, konnte es doch nicht haben.
Der Locher flog durch die Luft und Meredith atmete erleichtert aus.

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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mi Apr 16, 2014 8:00 am

Meredith konnte den Geist nicht sehen, aber sie wusste, was passierte. Sie forderte ihn dazu auf den Locher zu werfen und tatsächlich zögerte Lucas nicht allzu lange. Dieser Mann hatte ihm wehgetan und das nicht nur durch seine bloße Anwesenheit sondern er hatte ihn auch körperlich verletzt. Die Geister konnten nichts dafür, dass sie existierten, aber dieser eine hatte ihn mit Absicht verletzt und deswegen kümmerte es den Studenten auch allzu sehr, ob das Eisen einem Geist wehtun konnte oder nicht. Er wollte einfach nur, dass dieser Mann wieder verschwand und ihn in Ruhe ließ.

Als sie wieder zu zweit waren, sah er zu der Ärztin und Angst lag in seinen Augen. Würde der Geist ihn jetzt für immer verfolgen und wohlmöglich noch wütender sein, weil sie ihn zweimal hatten verschwinden lassen? Konnten andere, die ihn nicht sahen, auch von ihm berührt werden? Wenn dem so war, dann war Dr. Fell in Gefahr, denn sie hatte ganz sicher auch seine Wut auf sich gezogen und sie war noch nicht einmal gewarnt, dass es eine Gefahr gab.

Etwas mehr als eine Stunde hatte der Geist gebraucht, um wieder aufzutauchen, aber er hatte sie bestimmt erst suchen müssen, also wirkte das Verschwinden durch das Eisen nur eine begrenzte Zeit lang. Dauerhaft konnten sie sich sie damit nicht vom Hals halten. Gab es denn nichts, was die Geister für immer von einem fernhalten konnte und ihnen selbst vielleicht ebenso Erleichterung geben konnte. Lucas war sich ziemlich sicher, dass die Geister der Menschen irgendwann ihre Entscheidung bereuten, nicht mit einem der Reaper mitgegangen zu sein. Tessa hatte damals gesagt, sie würde nur einmal kommen. Wenn man tot war, hatte man einmal die Gelegenheit mit einem Reaper mitzugehen. Eine zweite Chance auf Erlösung hatte man nicht.

Die Brünette sah erst ein bisschen verärgert aus, vielleicht weil er gezögert hatte oder weil sie selbst nichts von dem Geist bemerkt hatte, aber dann trat Erleichterung in ihre Augen. Für einen Moment war auch er erleichtert, aber er wusste auch, dass der Geist wiederkommen würde. Er wollte weg von hier. Er konnte die Geister reden hören. Sie trauten sich gerade nichts ins Zimmer, da sie das mit dem Eisenlocher mitbekommen hatten, aber wer wusste schon, wie lange das noch anhielt. Irgendwann würden sie kommen und es widerstrebte Lucas, so sehr ihn die Geister auch nervten, ihnen grundlos etwas aus Eisen durch den durchlässigen Körper zu werfen. Sie waren nun mal ebenso existent wie die Menschen.

„Können wir… können wir gehen, ehe der Geist wiederkommt.“, fragte er Meredith scheu und sah sie an.

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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mi Apr 16, 2014 2:57 pm

Es wäre viel zu schön gewesen, wenn die Geister dauerhaft verschwinden würden, wenn man sie mit Eisen abwehrte. Wirklich damit gerechnet hatte Meredith nicht, aber sie hatte gehofft, dass es mehr als eine Stunde wäre, bis die Toten wieder da waren. Besonders dieser eine spezielle Tote. Sie mussten eine Möglichkeit finden, ihn in die Hölle oder ins Jenseits oder sonst wo hin zu schicken. Dauerhaft.
Lucas konnte so nicht leben. Spätestens wenn er schlief, konnte der Geist ihn ungestört attackieren.
Das Eisen war eine Übergangslösung, aber nicht genau das was sie suchten.

Merediths Gedanken schweiften ab.
Sie wusste, dass es Vampire gab und sie hatte erfahren, dass auch Hexen und Geister nicht nur Märchenfiguren und Teil von Gute-Nacht-Geschichten waren.
Hier in Mystic Falls wurden diese übernatürlichen Wesen hauptsächlich vom Rat unter Kontrolle gehalten, der sich aber nur um die Vampire kümmerte.
Es musste doch auch Menschen geben, die sich mit den anderen Kreaturen auseinandersetzte. Aus Sams Erklärung war sie nicht wirklich schlau geworden.
Eine Art Jäger, hatte er gesagt.
Was jagten sie? Wie jagten sie diese Dinge und warum?
Wussten sie etwas über Geister? Konnten sie Meredith vielleicht sagen, wie sie sie dauerhaft los werden konnte?

Warum war sie da nicht früher draufgekommen?
Sam war (hoffentlich) immer noch hier, sie konnte ihn um Hilfe bitten.
Meredith war im Begriff aufzustehen, als Lucas sich scheu zu Wort meldete: „Können wir… können wir gehen, ehe der Geist wiederkommt.“
Sie nickte. „Ja, ja natürlich“
Die Ärztin fuhr ihren Computer herunter und schnappte sich ihre Autoschlüssel. „Ich muss nur kurz noch etwas erledigen, dauerte nur fünf Minuten“.

Die Krankenzimmer lagen in einem anderen Bereich als die Arbeitszimmer der Ärzte, also mussten sie ein Stück durch das Krankenhaus laufen, bis sie an Sams Zimmer ankamen.
In der Hoffung eine Antwort zu finden, öffnete Meredith ohne viel Federlesen die Tür und wurde so gleich enttäuscht.
„Verdammt!“, entfuhr es ihr, als sie erkannte, dass das Bett leer war.
Nichts außer den Salzlinien und die Symbole auf dem Boden erinnerten noch daran, dass Sam einmal hier gewesen war.
Vom Schutz war jedoch nichts entfernt oder durchbrochen worden, Sam war aus freien Stücken mitgegangen.

Meredith schloss die Tür und sah zu Lucas. „Tut mir leid“, sagte sie. „Ich wollte noch nach jemandem gucken, aber er ist nicht mehr da. Gehen wir?“
Am besten gingen sie gleich zu Lucas und versuchten Adam und Simon zu erklären, was passiert war. Und wenn sie das geschafft hatten, würde Meredith sich bei Sam oder seinem Bruder melden. Denn seine Nummer hatte sie ja noch.

tbc: Lucas Wohngemeinschaft

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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mo Apr 24, 2017 8:20 pm

cf: ???

Tessa war vielleicht Dean Winchesters persönlicher Reaper und Damon Salvatores selbst erkorener Schutzengel, aber sie hatte auch noch andere Pflichten und durchaus auch eigene Interessen. Menschen, einfache Menschen, waren in ihren Augen etwas Besonderes und meist noch interessanter als so manch anderes Wesen. Besonders jene, die von dem Übernatürlichen dort draußen wussten und sich dennoch nicht scheuten, ihrem normalen Leben nachzugehen, ohne sich sofort an das Übernatürliche zu wagen.

Meredith Fell war eine von ihnen. Sie wusste von dem Übernatürlichen um sie herum und hatte sich vorgenommen, das beste daraus zu machen und ihrer Leidenschaft als Ärztin nachzugehen. Ihr zollte eine Art Respekt, den sie nur zu selten empfing. Tessa war neugierig auf diese Frau, wollte mehr über sie wissen, wenn sie sich schon Mystic Falls als "Büro" ausgesucht hatte. Und ohne groß den Eingang des Krankenhauses zu benutzen, hatte sie sich einfach ins Büro der Ärztin teleportiert, machte sich sichtbar und nahm auf dem Stuhl vor dem Schreibtisch der Ärtzin Platz. Die Beine überschlagend wartete sie. Und als Meredith schließlich in ihr Büro kam, wandte sie sich ihr zu und lächelte freundlich.
"Meredith Fell, wenn ich richtig tippe? Nett, Sie kennen zu lernen!"
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mo Apr 24, 2017 8:47 pm

In den nächsten Stunden arbeitete Meredith in der Notaufnahme und musste sich direkt um zwei Leute kümmern, die bei diesem Wetter beschlossen hatten, Inliner Skates zu fahren und prompt ausgerutscht und in einander gefahren waren.
Und dann war da der Autounfall, auch aufgrund des Wetters.
Meredith schob alle andere Gedanken aus ihrem Kopf und kämpfte darum, das Leben des Mannes zu retten.
Mehrmals glaubte sie, es nicht schaffen zu können und dachte schon an die Verwendung von Vampirblut.

Es dauerte lange und Merediths eiserne Konzentration wurde mehrmals auf die Probe gestellt.
Am Ende war der Patient zwar in kritischer Lage, aber nicht mehr in Lebensgefahr.
Erleichterung überflutete Meredith im gleichen Moment wie Müdigkeit und als sie den OP-Saal verließ, die blutigen Handschuhe in den Müll warf und einen saubern Kittel anzog.
Dieses Gefühl – die Erschöpfung, die bis in ihre Knochen ging, kombiniert mit dem unbeschreiblichen Erfolg, ein Leben gerettet zu haben – das war der Grund, warum sie das hier machte.

Müde, aber zufrieden, machte Meredith sich auf den Weg zu ihrem Büro. Sie wollte etwas essen und dann, nachdem sie geguckt hatte, dass es Lucas gut ging, nach Hause.
Doch ihr Büro war nicht leer.
Vor ihrem Schreibtisch saß eine brünette Frau, vielleicht Mitte oder Ende dreißig.
Meredith marterte ihr Hirn, hatte sie einen Termin vergessen?

"Meredith Fell, wenn ich richtig tippe? Nett, Sie kennen zu lernen!", sagte die Fremde, mit einem freundlichen Lächeln.
„Ja, richtig“, sagte Meredith, noch immer etwas verwirrt. Sie schüttelte der Frau die Hand, bevor sie sich in ihren Schreibtischstuhl setzte.
Sie musste einen Seufzer unterdrücken.
„Ich weiß aber leider nicht, wer sie sind“, gab sie zu.

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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mi Apr 26, 2017 2:22 pm

Krankenhäuser waren schon immer Orte gewesen, die Tessa häufig aufsuchen musste, weil hier die meisten Menschen starben. Ob es nun Krankheiten oder Unfälle waren, allein an einem Tag hielt sie sich Stunden in Krankenhäusern auf, ungesehen und wartend auf den nächsten Tod. Sie war eigentlich sowas wie eine Arbeitskollegin der menschlichen Doktoren, Schwestern und Pfleger - sie räumte hinter ihnen auf und verhinderte, dass sich zu viele Geister und Seelen hier breit machten, indem sie nicht abgeholt wurden oder sich weigerten, mit ihr mitzugehen. Andererseits hätte Lucas Kendall noch ganz andere Massen an Geistern um sich.
Damals hatte sie auch Dean im Krankenhaus kennen gelernt und das war auch der Ort gewesen, an dem sie sich entschieden hatte, ihre jetzige Gestalt beizubehalten. Die kleine, unschuldig wirkende Tessa, der man es nicht zumutete, ein Reaper zu sein.

Als Meredith Fell hereinkam, wirkte sie überrascht und auch ein wenig erschlagen. Vor allem müde und ausgelaugt. Tessa wusste, dass sie einen harten Tag hatte. Der Patient des Autounfalls hätte es fast auf ihre Liste geschafft. Aber nur fast.
"Tessa", stellte sie sich vor und schüttelte die Hand der Doktorin. Auch eine Eigenart der Menschen, der sie sich wohl oder übel ergeben hatte, wenn sie sich anpassen wollte. Menschen gaben sich die Hand. Reaper standen einfach nur rum und nickten sich an. Das wars.
Die Doktorin setzte sich hinter ihren Schreibtisch und Tessa lächelte wissend und beruhigend. "Sie können für heute beruhigt nach Hause fahren, Dr. Fell, und sich von Ihrer anstrengenden Schicht erholen. Ihrem Patienten wird besser gehen", sagte sie und benutzte wieder mal ihre geliebte nebulöse Ausdrucksweise. Menschen damit zu irritieren, war in ihren Augen recht spaßig.
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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Do Apr 27, 2017 5:59 pm

Merediths Schreibtischstuhl hatte sich selten so bequem angefühlt.
Im Krankenhaus war ihr Büro schon immer ihre Zuflucht gewesen. Meredith liebte ihre Arbeit, aber es war trotzdem ein anstrengender und nervenaufreibender Beruf.
Nach Tagen wie diesen konnte sie etwas Ruhe gut gebrauchen.

Trotzdem empfand sie die junge Frau, die sich nur als Tessa vorstellte, seltsamerweise nicht als Störung, sie hatte eine seltsame beruhigende Ausstrahlung.
Auch der Name sagte Meredith nichts und sie war sich ziemlich sicher, dass sie ihr Gegenüber noch nie zuvor getroffen hatte.

„Was kann ich für Sie tun, Tessa?“, fragte die Ärztin und hoffte sehr, dass sie nun keine komplizierten medizinischen Fragen würde gestellt bekommen, denn zum einen hatte Tessa keinen Termin gemacht und zum anderen war Meredith einfach furchtbar müde.

"Sie können für heute beruhigt nach Hause fahren, Dr. Fell, und sich von Ihrer anstrengenden Schicht erholen. Ihrem Patienten wird besser gehen" , sagte Tessa.
Meredith sah sie nur verwirrt an.
War sie so müde, dass sie Tessa nicht als eine Ärztin oder Mitarbeiterin des Krankenhauses erkannte? Ausgeschlossen.
Tessa konnte auch kein Geist sein, immerhin hatte Meredith sie eben angefasst.

„Und das wissen Sie … woher genau?“, fragte Meredith.
Tessas Aussage machte keinen Sinn. Sie konnte nicht wissen, welche Patienten Meredith hatte und sie konnte auch nicht wissen, wie es ihnen besser ging.
So sehr Meredith auch glauben wollte, dass es Lucas und dem Unfallopfer besser gehen würde – Tessa hatte sich auch nicht auf einen Patienten spezialisiert – und so beruhigend Tessa auch war, Meredith konnte ihr nicht glauben.

Es sei denn... Doch nein. Gleich von zwei Engeln würde sie definitiv nicht besucht werden.

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BeitragThema: Merediths Büro   Fr Apr 28, 2017 4:37 pm

Alles an der jungen Ärztin schrie nach einer Pause und Tessa konnte es durchaus nachvollziehen. Nur war es schwer, sich sowas wie eine Pause zu können, wenn man mit den Leben der Menschen Umgang hatte. Bei Tessa selbst war es ja nicht unähnlich. Nur wurde sie selbst nicht müde, kannte dieses menschliche Bedürfnis nicht und wollte es auch gar nicht kennen lernen. So wie es war, war es doch ganz nett.

Wie erwartet reagierte Meredith Fell verwirrt und genau dieses Mienenspiel war es, das Tessa immer wieder zu diesen nebulösen Spielchen trieb. Es war herrlich anzusehen. So lächelte sie wieder wieder wissend. Allerdings hatte sie nicht vor, die Ärztin zu lange in Unwissenheit zu lassen. Sie war ein Mensch, der das nicht verdiente und dem Respekt gezollt werden sollte. Sie war einer der Guten. Ein Exemplar, wie Gott es sich wünschte und die es verdienten zu leben. Denen man gerne beim Leben zuschaute.

"Normalerweise gebe ich meine Identität nicht preis. Aber ich denke, dass Sie und ich ein gutes Team abgeben könnten. Sie wissen über das Übernatürliche Bescheid, können damit umgehen, arbeiten damit. Sie können Geister sehen, verstehen die Macht von Vampirblut", holte Tessa kurz aus, ehe sie sich zu erkennen gab. "Ich bin ein Reaper. Ich begleite die Seelen der Verstorbenen ins Jenseits. Sie können sich vielleicht nicht daran erinnern. Aber als Sie damals gestorben sind, war ich da. Und ihr Patient, den Sie eben noch behandelt haben, steht nicht auf meiner Liste. Diese Nacht zumindest nicht."

Sowas war für die meisten immer ein Schock, deswegen mied Tessa normalerweise ein Erkennen. Aber Dr. Fell war jemand Besonderes und wie sie es ihr schon gesagt hatte - sie könnten Kollegen sein.
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