StartseiteKalenderFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin

Teilen | .
 

 Merediths Büro

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3  Weiter
AutorNachricht
Ruby Redwood
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Sa März 10, 2018 3:24 pm

Auf einmal kam Ruby sich furchtbar dumm vor. Die Frage, die sie gestellt hatte, hätte sie auch sein lassen können. Natürlich war Kaleb noch da. Oder sollte er in der Zeit ihres Abtretens mit einem Freudensprung aus dem Zimmer gelaufen sein, um dann eine Marsexpedition anzutreten?
Ruby würde sich selbst dafür rügen, wenn sie nicht gerade den Schock ihres Lebens zu verkraften hätte. Immerhin war sie gerade auf der Schwelle ins Sankt-Nimmer-Land umgekehrt, was nicht wirklich viele Leute von sich behaupten konnten das geschafft zu haben. Wie auch immer die Rothaarige das angestellt hatte, sie konnte es nicht in Worte fassen. Und mit einem Schlag wurde ihr bewusst, dass sie Magie gewirkt hatte. Die Wellen fegten durch den Raum, sodass jeder hier sie spüren musste. Ruby schluckte schwer, hielt sich noch immer wacker im Sitzen auf der Liege, wollte sich nicht wieder hinlegen. Das Kribbeln in ihrem Körper hatte etwas nachgelassen und sie fühlte sich, als hätte sich jemand auf ihre Gliedmaßen gesetzt und all das Blut wäre eine Zeit lang gestaut gewesen. Dieses unangenehme, piksende Gefühl, wenn es zurück in die Adern schießt.
Jedoch war es etwas Anderes, was sie so schwer schlucken ließ. Der Fakt, dass auch die Anderen im Raum nun wissen mussten, dass sie kein normaler Mensch war. Ihr Blick, den sie Kaleb zu warf, war Hilfe suchend. Doch war der mit einem Blickduell bei dem Blonden, der sich als Luke vorgestellt hatte. Demnach: Nicht erreichbar. Ruby traute sich erst gar nicht zu der Ärztin rauf zu blicken. Sie wollte die unvermeidliche Frage, was hier gerade passiert war, nicht beantworten. Und so vermied sie jeglichen Blickkontakt mit der Frau.

Stattdessen nahm sie dankbar das Wasserglas entgegen, welches ihr von Luke gereicht wurde und trank es Schluck für Schluck aus. Vielleicht etwas zu hektisch, denn sie musste danach erst einmal kräftig husten, beruhigte sich aber danach auch gleich wieder. "Danke.", krächzte sie, nun nicht mehr wegen der trockenen Kehle, sondern wegen dem Wasser in der falschen Röhre.
„Dir geht es anscheinend wieder gut, hm? Und ich denke, du hast auch eine Ahnung warum.“, schloss Luke direkt an und Ruby biss sich unwillkürlich auf die Unterlippe. Verdammt, genau diese Frage, die ich selbst nicht beantworten kann!
"Nein ... Keine Ahnung, was passiert ist.", murmelte sie und schüttelte dabei leicht den Kopf. Obwohl es ein wenig gelogen war, denn sie hatte durchaus brüchige Erinnerungen an den Vorfall. Zumindest an das, was in ihrem Kopf passiert war. Doch wusste sie nicht, dass sie Magie benutzt hatte. Das war selbst ihr neu gewesen, als sie es realisiert hatte.
„Wieso hast du mir nicht gesagt, dass sie eine Hexe ist? Das wäre eine nicht gerade unwichtige Information gewesen.“, hängte der Blonde noch an seine Frage ran und Rubys Augen weiteten sich einen Moment. Das musste bedeuten, dass auch er ... das er Magie spüren konnte. Und das konnte nur bedeuten, dass auch er sie praktizierte. Anders konnte sie sich das nicht erklären. Doch kam statt der heiseren Stimme, die vor sich hin stotterte, ein Teil der echten Ruby wieder hervor, als sie antwortete.

"Oh ich weiß nicht. Vielleicht lag es daran, dass ich für den Moment ein anderes Problem hatte.", sagte sie mit leicht gerunzelter Stirn, doch war ihre Stimme nicht zickig oder ähnliches, nur leicht sarkastisch. Und wer konnte es ihr verübeln? Ruby jedenfalls hatte wirklich keinen Kopf dafür gehabt allen zu erzählen, was sie wirklich war.
"Außerdem muss ich das ja nicht jedem auf die Nase binden, oder?", fügte sie daher erklärend an. Kaleb hatte es bereits am eigenen Leib erfahren, wie verschwiegen sie auf dieses Thema reagierte. Auch wenn es ihr noch immer Leid tat, das sie ihn so an der Nase herum geführt hatte, wusste sie, dass sie es jederzeit wieder tun würde, wenn es um Fremde oder nur Bekannte ging.
„Wie fühlst du dich?“, kehrte da die Ärztin in ihr Bewusstsein zurück und Ruby fiel auf, dass sie sie sogar fast schon vergessen hatte. Mit einem doch eher scheuen Blick wandte sie sich der Brünetten zu und lächelte leicht. Man sah ihr an, dass sie gegenüber dieser Frau unsicher war. Wusste sie bescheid? Und wenn ja, wie viel wusste sie?
"Ehm ... Ja. Denke schon.", antwortete sie brav auf die Frage der Ärztin und versuchte dabei so euphorisch wie möglich zu wirken, was jedoch nicht wirklich überzeugte. Aber wie um ihre zurück gewonnene Kraft zu demonstrieren, sprang sie von der Liege, schwankte kurz bedenklich, bevor sie sich fing und die Beine durchdrückte.
"Mir geht's gut.", wiederholte sie noch einmal. Dann sah sie in die Runde.
"Denkt ihr, dass alle Opfer dieser Krankheit wieder gesund werden?", fragte sie, nicht nur rein aus Neugier, auch aus Interesse daran ihnen vielleicht helfen zu können. "Ich meine, als Hexen und Hexer könnten wir doch was unternehmen!" Der alte Elan von Ruby war zurück, das sah man nicht nur,
sondern spürte es auch. Die Magiewellen im Raum verstärkten sich kurz,
bevor sie langsam abebbten und schließlich ganz verschwanden. Jedoch blieb das warme Gefühl, welches sie hervorgerufen hatten.

___________________


Thx Jo!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Kaleb Westphall
Warlock
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Fr März 16, 2018 7:19 pm

Kaleb hatte das Bedürfnis nach einer heißen Ingwer-Limette. Nach diesem Tag gerne auch zwei.
Erst diese verdammten Mathegleichungen, dann hatte ihn Ruby beim Zaubern erwischt und ihn in Panik versetzt, dann der tollwütige Exfreund und schließlich auch noch die Eiskrankheit, an der die Rothaarige gerade gestorben war. Nicht zu vergessen ihre Wiederauferstehung von den Toten.

Sie hat doch garantiert vorher schon mit Jesus geplaudert, wie dieser Trick funktioniert.

Luke ging zum Waschbecken und füllte ein Glas mit Wasser, welches er anschließend dem Mädchen reichte.
Kurz unterhielt er sich noch mit ihr über ihre Wiederauferstehung, bevor er sich dann an Kaleb zu wandte.
„Wieso hast du mir nicht gesagt, dass sie eine Hexe ist? Das wäre eine nicht gerade unwichtige Information gewesen.“
Der Junge sah beschämt zu Boden, während sein innerer Monolog dem anderen Hexer Vorhaltungen machte.
Sorry – ich war zu sehr damit beschäftigt mir Sorgen zu machen, dass sie sich in eine Eisskulptur verwandelt und Wasserfontänen auf ihren Exfreund zu schießen, der mir beinahe mit einem Messer die Kehle aufgeschlitzt hätte. Vor ein paar Stunden wusste ich nicht mal selber, dass sie eine Hexe war!
Zwar sagte er kein einziges Wort davon, doch es schien, als hätte sich sein innerer Monolog verschoben und die Worte, die er hätte sprechen wollen, kamen aus Rubys Mund. Sogar mit dem sarkastischen Unterton, die er sich im Kopf immer zurecht legte und es doch nie schaffte, es auszusprechen. Lieber verfasste er eine Kolumne von H. D. Dock, in welcher sich die Maus so richtig austoben konnte.
Als die Rothaarige geendet hatte, lächelte er leicht in sich hinein und nuschelte in Lukes Richtung noch kurz „Sorry, aber ich kam nicht dazu.“

Die Ärztin widmete sich jedoch mehr dem Gesundheitszustand von Ruby, als sich um das soeben gesagte zu kümmern. Wenn sie nicht in nächster Zeit mit einer Zwangsjacke aufschlug, sollte sich der Junge vielleicht mit dem Gedanken anfreunden, dass die Ärztin über alles Übernatürliche Bescheid wusste. Oder dass sie es selbst nur für einen Traum hielt, aus dem sie später erwachen würde.
Das Mädchen gab kund, dass es ihr wieder gut gehen würde und demonstrierte das Ganze noch dadurch, dass sie von der Liege aufsprang.

Schlag noch ein Rad und mach einen Handstand, dann kauf ich es dir auf jeden Fall ab.

Kaleb wollte noch nicht so recht daran glauben, dass auf einmal alles wieder gut war. Wenn er über Magie eins gelernt hatte – so dass diese immer mit einem Preis einherging. Und man konnte sie auch nicht einfach wegwünschen oder wegzaubern.
Gut – Dumbledore würde es schaffen, doch der war tot. Und Fiktion.
Der Junge wollte gar nicht so recht darüber nachdenken, wie viel Magie notwendig war, um diese Art Eiszauber aufzuhalten oder zu bezwingen. Wenig war es sicher nicht.

„Denkt ihr, dass alle Opfer dieser Krankheit wieder gesund werden?“, fragte Ruby in die Runde und sah sie alle der Reihe nach an. „Ich meine, als Hexen und Hexer könnten wir doch was unternehmen!“
Sie sagte das so, als wenn es das Normalste der Welt wäre, sich darüber zu unterhalten.
Bringen wir doch gleich einen Zettel am Schwarzen Brett an, damit alle Leute in der Stadt Bescheid wissen, wer unter ihnen ein Hexer und wer eine Hexe ist! Vielleicht gründen wir bei der Gelegenheit auch gleich den 'Club der anonymen Hexen und Hexenmeister', wo wir alle unsere Lebensgeschichte zum besten geben.

Unsicher sah Kaleb zu Luke, weil er nicht sicher war, wie dieser reagieren würde. Und dann sah er zu der Ärztin, die immer noch nicht den Anschein machte, die ganze Situation für merkwürdig zu halten.
„Ähm ...“, brachte er kurz hervor, während in ihm wieder der Wunsch nach einer heißen Ingwer-Limette stieg. „Ich denke, wir wissen viel zu wenig von dem, was da passiert ist“, fügte er schließlich noch an.
Zwar schienen sie sich einig zu sein, dass diese komische Frau an den Symptomen Schuld war – doch sie wussten nicht, wo sich diese Frau derzeit aufhielt, noch wie genau dieser Zauber von statten ging.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Luke Parker
Warlock
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mo März 19, 2018 9:02 pm

Das war einfach ein Albtraum. Sie hatten eine Betroffene direkt vor sich und konnten dennoch nichts tun, außer dabei zuzusehen, wie sie starb. Anders als einen Albtraum konnte man das nicht bezeichnen. Luke war dennoch niemand, der gleich aufgab und er war auch sofort bereit alles zu tun, um das Offensichtliche doch noch ungeschehen zu machen.
Wenn sich nicht herausgestellt hätte, dass das gar nicht nötig war. Es gab wohl niemandem hier im Raum, der nicht entsprechend perplex war, als Ruby auf einmal wieder von den Toten zurückkehrte. Selbst Kaleb, von dem Luke annahm, dass er über die Kräfte seiner Freundin Bescheid wusste, war offensichtlich überrascht.

Wie auch immer, Luke reagierte jedenfalls mal auf Rubys Wunsch und brachte ihr etwas zu trinken, was sie gierig hinunterstürzte.
„Schön langsam. Es bringt uns nichts, wenn du jetzt dann erst an einem Schluck Wasser erstickst.“
Prüfend sah er sie an, während er überlegte inwiefern sie die Wahrheit sagte. Ob sie wirklich nicht wusste, wie diese Heilung geschehen war? Ganz ehrlich, er zweifelte daran.

Allerdings sagte er vorerst nichts dazu, sondern zog nur in bezeichnender Weise die Augenbrauen hoch. Dem folgte ein amüsiertes Schürzen der Lippen auf Rubys schnippische Erwiderung hin. Toughe Worte – nur leider recht sinnfrei.
„Ach… wirklich? Und du bist nicht zufällig auf den Gedanken gekommen, dass diese Tatsache aber mit deinem anderen Problem zusammenhängt?“, gab er vor Sarkasmus triefend zurück, „Und nein, du musst es nicht jedem auf die Nase binden… aber vielleicht den Leuten, die versuchen eine Heilung zu finden.“ Auch er meinte es nicht böse, aber er sagte seine Gedanken eben ganz direkt. Und immerhin hatte sie ja mit dem Sarkasmus angefangen!

Auf Kalebs späte, leise Antwort hin, bedachte Luke ihn nur mit einem kurzen Kopfnicken. Vielleicht hatten die Beiden wirklich nicht daran gedacht, dass die Tatsache, dass Ruby ein übernatürliches Wesen war, in dieser Krankheitssache von Bedeutung sein könnte. Das wäre zwar sehr merkwürdig und Luke konnte sich das nur schwer vorstellen, aber es war ja alles möglich.

Die Hauptsache war ja, dass es dem Rotschopf jetzt wieder gut ging und das sah man ihr nicht nur an, sondern sie demonstrierte es auch ganz deutlich. Da glaubte er ihr wirklich, dass sie sich gut fühlte, sie schien regelrecht vor Enthusiasmus zu strotzen.
Das ließ Luke wiederum schmunzeln, vor allem als er sah, dass Kaleb nicht so wirklich zu wissen schien, wie er damit umgehen und was er davon halten sollte. Das war verständlich, immerhin war es eine merkwürdige Situation jetzt hier, wo keiner so wirklich etwas über den Anderen wusste.

Dr. Fell war sehr ruhig gewesen und auch Luke sah sie jetzt neugierig an, um ihre Reaktionen abschätzen zu können. Immerhin wusste er ja nicht genau wieviel sie von der übernatürlichen Welt wusste.
„Und? Was meinen Sie dazu? Oder müssen Sie das erst einmal ein wenig sacken lassen?“ Er wusste ja nicht womit sie durch ihre Experten schon konfrontiert worden war und ob da Hexen dabei gewesen waren. Auf jeden Fall war das hier keine Situation, die man häufig erlebte.

Luke drehte den Kopf und sah Ruby wieder an, die vor Energie regelrecht zu vibrieren schien. Er wusste nicht, ob sie ihn auch als Hexer erkannt hatte oder nur von sich und Kaleb gesprochen hatte, aber das war jetzt eigentlich auch egal.
„Ich weiß auch nicht, ob das so leicht geht. Es wird wohl nicht jedes Opfer ein übernatürliches Wesen sein, das sich selbst retten kann, das wird also nicht so einfach. Außer du hast entdeckt, wie man gegen diese Krankheit vorgehen kann.“

Nachdenklich tippte er sich mit dem Finger an die Unterlippe und ließ sich auf einem der herumstehenden Stühle nieder. „Wir könnten zumindest versuchen mit deiner Hilfe diese Frau aufzuspüren. Das würde uns schon ordentlich weiterbringen.“ Er würde jedenfalls nicht so schnell aufgeben.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Do März 22, 2018 10:31 am

Es war klar, dass Meredith in dieser Runde die Außenseiterin war.
Sie kannte eigentlich keine dieser Personen, die sich scheinbar fast alle untereinander kannten. Kaleb, Luke und Ruby waren auch alle etwas jünger als sie und wenn Meredith mit ihrer Vermutung richtig lag, hatte sie es hier mit gleich drei Hexen und Hexenmeistern zu tun.
Als also eine kleine Unstimmigkeit darüber auftrat, ob man hätte verraten sollen, dass Ruby eine Hexe war, hielt sie sich aus der Sache raus.
Sie war nicht hier, um ihrer Streitereien zu lösen, sie war hier um Ruby zu helfen und – hoffentlich – auch den anderen Personen, die von dieser Krankheit betroffen waren.
Inzwischen war es auch keine Frage mehr, ob nur Menschen betroffen sein konnte, da Ruby nun mal keiner wahr.
Allerdings waren Hexen den Menschen doch noch ziemlich ähnlich. Sie wurden geboren wie Menschen und starben wie Menschen.
Wie war es mit Vampiren? Diese waren ja eigentlich schon tot, konnten sie auch erwischt werden?
Kurz dachte sie an Castiel … Was war mit Engeln? Seine Hülle war menschlich…

Diese Krankheit hatte ohnehin schon haufenweise Fragen aufgeworfen, die im Moment keine Antwort hatten und nun dachte Meredith schon darüber nach, welche übernatürliche Spezies noch am ehesten menschlich war.
Sie wollte nicht darüber nachdenken, was das für sie bedeutete, die nun mal auch nicht vollständig menschlich war.

Zum Glück musste sie das auch nicht, denn Ruby antwortete auf ihre Frage und sagte, dass es ihr gut ging.
Wie um es zu beweisen stand sie dann auch von der Liege auf.
Sie sah tatsächlich wieder deutlich besser aus. Bei jedem anderen Patienten hätte Meredith klar gemacht, dass Ruby erst einmal liegen bleiben sollte, bis sie zahlreiche Tests durchgeführt hatten, doch das hier war weder ein normaler Patient noch eine normale Krankheit.
Trotzdem würde sie Ruby im Auge behalten.

Die Hexe schlug sehr enthusiastisch vor, dass sie den anderen Betroffenen helfen sollten.
Luke wirkte skeptisch und Meredith sah das ähnlich.
„Ich weiß nicht, ob das so einfach ist“, sagte sie. „Ich habe keine Ahnung, wie du die Krankheit besiegt hast. Ob es daran liegt, dass du eine Hexe bist oder ob es an deiner persönlichen Magie liegt. Oder ob es eine ganz andere Variable gibt, die die Sache beeinflusst hat, die nichts damit zu tun hat“
Ruby war kurzzeitig tot gewesen. Andere Betroffenen waren auch gestorben, aber Meredith wusste von keinem, der zurück gekommen war.
„Und nicht alle, die die Krankheit haben, sind übernatürlich. Uns fehlen einfach noch kritische Informationen über diese Krankheit. Es gibt keine richtige Diagnose, der Symptom-Verlauf ist bei jedem etwas anders und ein Heilmittel gibt es erst recht nicht“

Luke sagte, dass sie vielleicht zusammen versuchen könnten, die Frau zu finden, mit der alles angefangen hatte.
„Das könnte funktionieren“, sagte Meredith.
Es war die einzige Idee, die funktionieren konnte.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ruby Redwood
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Do März 22, 2018 3:38 pm

Ruby strotze zwar innerlich wieder vor Elan, doch wurden ihre Vorschläge gerade zu zu nichte gemacht. Alle zweifelten daran, dass es so einfach sein würde die anderen Opfer überhaupt zu finden, geschweige denn ihnen einfach so zu helfen. Daraufhin kam auch die Rothaarige ins Grübeln, setzte den Gedanken an ihren Plan jedoch noch nicht vollständig ab. Sie würde schon einen Weg finden, bisher war ihr das immer gelungen. Außerdem sah man das doch wohl, wenn man die Situation von vor ein paar Minuten betrachtete. Sie hatte nicht sterben wollen und ihren Sturkopf durchgesetzt, dass dies nicht passierte. Und - tadah - es war nicht passiert. Sie lebte noch, oder wieder, und erfreute sich, soweit sie das bis hierher sagen konnte, bester Gesundheit. Natürlich war ihr der Gedanke gekommen, dass das vielleicht nicht so blieb und der Zauber, denn sie ging davon aus das es ein Zauber gewesen war, nicht ewig anhielt. Wobei sie mehr und mehr darüber nachdachte, woher diese Magie gekommen war. Aus sich selbst, ja, so dachte sie im ersten Moment. Aber wieso konnte sie sich dann nicht daran erinnern überhaupt einen Zauber gewirkt haben zu wollen? Das war wirklich rätselhaft.

„Ich weiß auch nicht, ob das so leicht geht. Es wird wohl nicht jedes Opfer ein übernatürliches Wesen sein, das sich selbst retten kann, das wird also nicht so einfach. Außer du hast entdeckt, wie man gegen diese Krankheit vorgehen kann.“, riss Luke sie aus ihren Gedanken und Ruby schreckte beinahe zusammen. Sie hatte nicht mitbekommen, wie sie sich wieder in ihren Kopf zurückgezogen hatte, wie sie es oft tat, wenn sie angestrengt über etwas nachdachte. Nun hatte sie Mühe nicht zusammen zu zucken und in das Büro zurück zu kehren, geistig.
"Ich weiß nicht mal ob ich mich selbst gerettet habe.", murmelte die Rothaarige, deren Elan nun deutlich gedämpft war und wieder ein wenig Ruhe in ihren Geist eingekehrt war. Sie hielt sich einen Moment den Kopf, denn ihre Gedanken drehten schwindelerregende Kreise darin.
"Es hat sich nicht angefühlt, als wäre die Magie von mir gekommen.", fing Ruby an, noch immer etwas leiser als zuvor, zu erklären, bis ihr Blick auf die Ärztin fiel und sie schwieg. Wie viel wusste diese Frau? Und was war sie, wenn sie mehr wusste als ein Mensch überhaupt verstehen konnte?

„Und nicht alle, die die Krankheit haben, sind übernatürlich. Uns fehlen einfach noch kritische Informationen über diese Krankheit. Es gibt keine richtige Diagnose, der Symptom-Verlauf ist bei jedem etwas anders und ein Heilmittel gibt es erst recht nicht“, sagte die Brünette und zeigte damit wieder deutlich, was sie auf jeden Fall war: eine Ärztin. Ruby runzelte darüber nachdenklich die Stirn. Konnte es sein, dass diese Krankheit gar keine war? Sondern viel eher die Machenschaften eines übernatürlichen Wesens, vielleicht sogar eines Aliens? Apropos Aliens.
"Könnte es sein, dass es sich hier um eine Art Todesfee handelt?", fragte sie vorsichtig in die Runde, nicht sicher ob die Anderen überhaupt schon einmal etwas davon gehört hatten. Ruby hatte auch eher zufällig davon erfahren, als sie eines der alten Bücher ihrer Grandma durchgelesen hatte. Die Todesfee oder auch Banshee konnte mit einer Berührung den Tod des Opfers heraufbeschwören und allein mit einem Klagegesang Köpfe benebeln. Aber ob es diese Wesen wirklich gab und ob dieses Exemplar solch eines war, konnte Ruby nicht sagen. Daher war es auch nur eine vage Vermutung.

„Wir könnten zumindest versuchen mit deiner Hilfe diese Frau aufzuspüren. Das würde uns schon ordentlich weiterbringen.“, sagte Luke schließlich zu ihr und Ruby hob wieder den Kopf, um ihn aus ihren gelblich grünen Augen anzusehen. Sie kaute unterschwellig auf ihrer Unterlippe herum, was ebenfalls eine Angewohnheit war, sobald sie nachdachte.
"Und wie? Mit einem Ortungszauber?", wieder haderte sie mit sich das auszusprechen, denn sie misstraute der Ärztin noch immer auf einer gewissen Ebene. Wie konnte sie auch anders? Sie kannte sie nicht. Weshalb sich die Rothaarige ihrer Ungewissheit endlich Raum machen wollte und sich an die Ärztin wandte. "Wie viel wissen Sie eigentlich? Und ... komische Frage, aber sind Sie menschlich?", fragte sie so diskret wie es ihr gerade möglich war. Sie wusste, dass die Worte ziemlich direkt waren, aber sie wusste auch, dass die Brünette damit etwas anfangen konnte. Sie hatte schließlich auch nicht schreiend den Raum verlassen, als klar wurde, dass es sich bei den drei Teenagern in ihrem Büro um eine Hexe und zwei Hexenmeister handelte.

___________________


Thx Jo!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Kaleb Westphall
Warlock
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   So März 25, 2018 9:55 am

Ruby schien auch nicht so recht zu wissen, woher die Magie gekommen war, die sie zurück ins Leben geholt hatte.
Auf Lukes Worte hin, dass es für alle Beteiligten besser gewesen wäre, wenn sie ihnen vorher gesagt hätte, dass sie eine Hexe war, schüttelte er nur innerlich seinen Kopf. Er hätte es auch nicht getan. Was, wenn sie im Krankenhaus von jemanden behandelt worden wären, der nichts für das Übernatürliche übrig hatte? Hätten sie dann diesem Realisten verdeutlichen sollen, dass sie Hexen waren und eine magische Wunderheilung benötigten?! Vielleicht wäre die Rothaarige behandelt worden. Ja, und anschließend hätte man sicherlich sie und Kaleb zusammen in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie näher angesehen, um sich ihrer Wahnvorstellungen von Hexen anzunehmen.

Ähnlich wie bereits Luke und er selbst sah es auch die Ärztin sehr skeptisch. Anderen Leuten bei dieser 'Krankheit' helfen, war zwar ein schöner Gedanke. Doch sicherlich auch nicht so leicht auszuführen.
„Ich habe keine Ahnung, wie du die Krankheit besiegt hast. Ob es daran liegt, dass du eine Hexe bist oder ob es an deiner persönlichen Magie liegt. Oder ob es eine ganz andere Variable gibt, die die Sache beeinflusst hat, die nichts damit zu tun hat“, sagte Meredith und es hörte sich für den Jungen fast so an, als würde entweder seine liebgehasste Schwester oder seine Großmutter einen Vortrag halten. Es klang jedenfalls sehr professionell und machte ihm klar, dass die Ärztin sich scheinbar doch weitergehender mit dem Übernatürlichen in der Stadt befasst hatte, als zuerst angenommen.

„Und nicht alle, die die Krankheit haben, sind übernatürlich. Uns fehlen einfach noch kritische Informationen über diese Krankheit. Es gibt keine richtige Diagnose, der Symptom-Verlauf ist bei jedem etwas anders und ein Heilmittel gibt es erst recht nicht“, fügte sie noch an und klang in Kalebs Ohren sehr nach Madame Pomfrey, die ihre Meinung zu einer übernatürlichen Krankheit kundgab.
„Und leicht aufspüren lassen sich die Opfer auch nicht. Je nachdem, wie die Krankheit bei ihnen ausfällt, merken die Leute vielleicht nicht einmal, dass sie betroffen sind“, sagte er, wobei er im ersten Moment dachte, dass er seinem inneren Monolog zuhörte. Erst als die Augen von den dreien auf ihn gerichtet waren, merkte er, dass er zum ersten Mal gesprochen hatte, ohne vorher seinen inneren Monolog um Rat gefragt zu haben. Kam auch nicht allzu häufig vor bei ihm.

„Könnte es sein, dass es sich hier um eine Art Todesfee handelt?“, fragte Ruby in die Runde und Kaleb sah sie etwas überrascht an. Zwar hatte er schon von Todesfeen, den sogenannten Banshees gehört und sogar in einigen Fernsehserien etwas über sie in Erfahrung gebracht. Doch das, was er über diese übernatürliche Spezies wusste, kam hier nicht unbedingt zum Tragen.
„Hast du etwa einen lauten Schrei gehört? Oder ein Klagelied?“, fragte er sie.

„Wir könnten zumindest versuchen mit deiner Hilfe diese Frau aufzuspüren. Das würde uns schon ordentlich weiterbringen“, schlug Luke seinerseits vor und der Brünette nickte. Im Augenblick schien das die Beste aller Lösungen zu sein. Hatten sie den Verursacher – oder in diesem Fall wohl eher die Verursacherin gefunden, konnten sie von ihr aus dann auch die Leute finden, die von dem Eiszauber betroffen waren.

Ruby schien der Sache immer noch leicht zu misstrauen. Auch auf Lukes Vorschlag hin, der scheinbar sogar der Ärztin plausibel erschien.
„Und wie? Mit einem Ortungszauber?“
Kaleb überlegte und runzelte dabei leicht die Stirn. „Magie ist ein dualer Strom. Wenn jemand einen Zauber wirkt, hinterlässt dieser immer eine Spur auf dem Betroffenen“, sagte er überlegend. „Solange noch etwas von diesem Zauber in dir ist, könnte es funktionieren. Und wenn er uns zu der Frau führt, können wir von ihr aus dann auch alle finden, die davon betroffen sind.“

Da die Rothaarige zwar inzwischen schon Luke soweit über den Weg traute, dass sie spürte, dass er genauso wie Kaleb ein Hexenmeister war, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie auch der Ärztin teilweise vertrauen würde. Allerdings glaubte der Junge fast, dass durch ihre nächste Frage alles zunichte gemacht werden konnte.
„Wie viel wissen Sie eigentlich? Und ... komische Frage, aber sind Sie menschlich?“
Ein wirklich toller Start in eine freundschaftliche Beziehung. Als erstes fragte man jeden, ob man menschlich war.

Sicherlich hat der Eiszauber etwas von ihrem Taktgefühl verschwinden lassen.
Dennoch musste Kaleb leicht grinsen.
An Meredith fügte er jedoch an: „Sorry – sie meint das sicher nicht böse.“

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Luke Parker
Warlock
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mo Apr 02, 2018 10:55 am

Luke dachte nicht an Dinge wie Außenseiter oder nicht, nicht hier und jetzt. Darum ging es hier nicht, immerhin waren sie hier um gemeinsam etwas zu schaffen und Anderen zu helfen. Sie hatten also alle das gleiche Ziel, egal wie unterschiedlich sie auch sein mochten.
So hatte jeder von ihnen auch andere Ideen – wenn auch nicht sonderlich viele davon und sie hatten auch keine Ahnung, was funktionieren könnte. Immerhin wussten sie noch immer viel zu wenig über die ganze Sache, deshalb mussten sie Ruby in ihrem Enthusiasmus erst einmal ein wenig einbremsen. Auch wenn das natürlich nicht negativ von ihnen gemeint war, sondern eben nur ordentlich überlegt gehörte.

Immerhin wusste Ruby ja nicht einmal selber wie sie es geschafft hatte die Krankheit zu besiegen und die anderen Opfer waren zumindest teilweise gar keine übernatürlichen Wesen. Wie sollten sie also nähere Einzelheiten und somit eine Lösung herausfinden?
Rubys Idee mit der Banshee war jedenfalls gar nicht so schlecht und Luke runzelte nachdenklich die Stirn. „Das ist ein interessanter Gedanke. Mir ist zwar nicht bekannt, dass Banshees Erfrierungen verursachen, aber es könnte zumindest etwas in dieser Art sein. Da müsste dann auch nicht zwangsläufig ein Schrei oder Todesgesang zu hören sein, wenn es nur eine verwandte Spezies ist.“

Er begann in seinem Rucksack herumzukramen und zog dann seine Enzyklopädie der übernatürlichen Wesen hervor, in der er gleich eifrig herumzublättern begann. Alle Kreaturen und übernatürlichen Phänomene kannte er ja immerhin auch wieder nicht, konnte er gar nicht.
Während er herumblätterte und die Seiten überflog, folgte er aber dennoch dem Gespräch der anderen Drei und sah auf als Ruby bei seinem Vorschlag nachfragte.
„Ja genau. Mit einem modifizierten Ortungszauber, der nach der magischen Signatur dieser Frau sucht.“ Kaleb erklärte das dann auch ganz gut, so dass Luke ihm beifällig zunickte. Der Junge mochte eher still und unscheinbar wirken, aber er hatte anscheinend ordentlich was auf dem Kasten.

Die Art und Weise wie Ruby dann so direkt mit ihrer Frage an Meredith herausplatzte, ließ Luke dann breit grinsen und er konnte ein leises Kichern gerade noch unterdrücken. An sich war die Frage ja durchaus berechtigt und ehrlich gesagt war Luke genauso neugierig auf die Antwort, denn so genau wusste er über die Ärztin ja auch nicht Bescheid. Nur hätte er sicher nicht so direkt danach gefragt, so etwas durften sich wohl nur Mädchen erlauben. War aber auch okay.

„Das ist nur fair irgendwie, immerhin werden wir von dir gleich noch eine Haarsträhne oder ein wenig Blut brauchen, Ruby. Das ist noch viel intimer als so eine Frage.“ Und weil sie gerade dabei waren, begann Luke nun erneut seinen Rucksack zu durchsuchen. „Und dann brauchen wir noch einige andere Utensilien für den Zauber. Habt ihr hier Kerzen?“

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Do Apr 05, 2018 9:13 pm

Rubys Enthusiasmus war zwar etwas gedämpft worden, aber nur weil eine Idee verworfen worden war, aber das hieß nicht, dass es keine anderen gab.
Die Idee einer Todesfee wurde angesprochen und Merediths erster Instinkt war, vehement zu verneinen, da es so etwas nicht gab.
Obwohl sie inzwischen einige Erfahrungen mit dem Übernatürlichen (und ihrer Meinung nach dem ganz besonderen Übernatürlichen) gemacht hatte, war es immer noch ihr erster Instinkt erst einmal alles für unmöglich zu halten, dass aus einem Buch über Mythologiebuch zu stammen schien.
Doch bevor sie etwas in die Richtung sagte, dachte sie erst einmal darüber nach.
Angebrachte Kritik wurde geäußert, doch Luke sprach an, dass sie nicht zwingend ein Klagelied haben musste.
Sowohl Luke als auch die Winchesters hatten von einer bestimmten, jungen Frau gesprochen, die dem Wetter unangebracht gekleidet gewesen war.
Eine Banshee wäre jetzt nicht das erste was Meredith einfallen würde, aber es war nicht all zu abwegig, besonders wenn es nur eine verwandte Spezies war.

Die Hexen und Hexenmeister sprachen über den Ortungszauber, den sie modifizieren wollten. Luke hatte sogar eins seiner Bücher hervorgezogen.
Aus dem Teil der Unterhaltung hielt Meredith sich bewusst heraus. Sie kannte zwar einige Hexen, aber sie wurde hier nichts Hilfreiches beitragen können.
Inzwischen war sie sich sogar ziemlich sicher, dass die von ihnen, die Magie wirken konnten, hier wesentlich mehr würden leisten können.
Bei der Theorie war sie ja noch hilfreich gewesen, aber in der magischen Praxis musste sie sich ausklinken.

Sie dachte stattdessen darüber nach, was – wenn es eine Banshee war – diese getan hatte, damit es Ruby scheinbar wieder gut ging. Was war mit Dean und den anderen Betroffenen?
Weit kam sie aber mit ihrem Gedankengang nicht, als Ruby fragte: "Wie viel wissen Sie eigentlich? Und ... komische Frage, aber sind Sie menschlich?"
Scheinbar war Meredith nicht die einzige, die von dieser Frage überrascht war, denn während Luke deutlich ein Grinsen unterdrückte, betonte Kaleb, dass die Frage nicht böse gemeint war.

Meredith räusperte sich.
Sie war sich nicht ganz sicher, wie sie die Frage beantworten sollte.
Was wusste sie? War sie überhaupt menschlich?
Der Gedanke war ihr auch schon gekommen, doch das noch mal eine ganz andere Existenzdebatte, für die jetzt definitiv nicht der richtige Zeitpunkt war.
„Ich bin keine Hexe“, sagte sie. Dass sie Geister sehen konnte, war jetzt wirklich nicht wichtig oder? Diese drei – essentielle noch Fremden – mussten es nicht wissen. „Es wird für euch vielleicht neu sein, aber die Magie, das Übernatürliche, nicht nur Hexen, sind schon seit Jahrhunderten hier in der Stadt. Es gab immer Familien, Individuen, die darüber Bescheid wussten. Meine inbegriffen. Ich wusste schon seit einer Weile, dass Übernatürliches existiert und mit meiner Neugierde … ich habe haufenweise Leute getroffen, die mehr wussten als ich und bereit waren ihr Wissen zu teilen. Sagen wir es so, ich bin eine Ärztin, mit einem persönlichen Interesse für das Übernatürliche“
Sie hoffte die Erklärung würde zufriedenstellend sein.

„Und ich glaube wir sollten Kerzen von der Weihnachtsdeko irgendwo haben“, sagte sie. Eigentlich ein riesiges Feuerrisiko, aber in Büros und Schwesternzimmern ließ man sich Adventskränze und Deko ungern nehmen.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ruby Redwood
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   So Apr 15, 2018 10:07 pm

Die Ärztin ließ ein wenig den Klugscheißer heraushängen, was das Trotzige in Ruby auf den Plan rief. Doch sie konnte es unterdrücken, denn es machte sie eher misstrauisch, als provoziert. Warum wusste die Ärztin so viel darüber? Wer war sie wirklich? Ruby wurmte es ihren Gegenüber nicht zu kennen und nicht einschätzen zu können. Gut, sie kannte auch Luke nicht wirklich näher. Aber zumindest wusste sie, was er war. Und einen Hexenmeister konnte sie eher einschätzen, als eine Frau, die vorgab eine Ärztin zu sein und sonst weiter nichts.
Rubys Augenbrauen zogen sich für einen Moment zusammen, als sich auch schon ihre Stirn runzelte. Doch gerade, als sie sich zu dem Thema äußern wollte, kam ihr Kaleb zuvor.
'Ja, hackt doch alle auf meinem Vorschlag rum. Es war nur eine Idee Leute', dachte sie und hätte am liebsten die Augen leicht verdreht. Doch hätte das wohl unweigerlich dazu geführt, dass ihr wieder schwindelig geworden wäre, weshalb sie es unterließ und nur noch mehr schwieg und zuhörte.

Die Rothaarige blickte Kaleb an, als dieser eine Erklärung zum Zauber abgab, den sie wohl im Begriff waren zu benutzen. Beinahe hatte sie schon auf den Lippen, dass sie das sehr wohl wusste, erinnerte sich dann aber wiederum daran, dass hier noch ein Mensch war, der wahrscheinlich nicht so viel mit einem solchen Begriff anfangen konnte und so schluckte sie die aufkommenden Worte wieder herunter. Inzwischen hatten sie die Arme vor der Brust verschränkt, während sie gespannt die Ärztin ansah, die sich nun erklären sollte. Sie fand ihre eigene Wortwahl ganz und gar nicht unangebracht, im Gegenteil. Daher runzelte sie bei den Worten der beiden Jungen etwas die Stirn.
„Ich bin keine Hexe“, sagte die Ärztin und augenblicklich schoss Ruby ein sarkastisches 'Ach wirklich' durch den Kopf, was sie jedoch dort behielt und nicht über ihre Lippen brachte. Dass sie keine Hexe war, hatten sie alle nun wohl schon mitbekommen. Sonst hätte sie sich wohl auch offener und tatkräftiger im Gespräch um einen Zauber eingebracht und sich nicht so raus gehalten, wie sie es nun einmal getan hatte. Umso mehr brannte nun Rubys Interesse darauf, was die junge Frau denn nun war.

„Es wird für euch vielleicht neu sein, aber die Magie, das Übernatürliche, nicht nur Hexen, sind schon seit Jahrhunderten hier in der Stadt. Es gab immer Familien, Individuen, die darüber Bescheid wussten. Meine inbegriffen. Ich wusste schon seit einer Weile, dass Übernatürliches existiert und mit meiner Neugierde … ich habe haufenweise Leute getroffen, die mehr wussten als ich und bereit waren ihr Wissen zu teilen. Sagen wir es so, ich bin eine Ärztin, mit einem persönlichen Interesse für das Übernatürliche“, erklärte die Ärztin lang und breit, bis sie schließlich zu der wichtigen Information kam. Rubys Augen verengten sich leicht. Sie glaubte ihr nicht und das war wohl deutlich in der Luft spürbar, wenn auch nicht so sehr, dass es vielleicht allen Anwesenden auffiel. Sie wusste nicht warum, aber sie glaubte der Ärztin kein Stück weit über die Schwelle, was zum großen Teil wohl daran lag, dass sie eben Ärztin war. Aber auch, dass sie sagte bescheid zu wissen, aber dennoch nicht preisgab, was sie war.
'Vielleicht ist sie ja wirklich nur ein interessierter Mensch', schoss es ihr durch den Kopf. Doch so ganz wollte sie sich nicht auf diesem Gedanken ausruhen. Jedoch beschloss sie es erstmal dabei beruhen zu lassen und sich stattdessen der Vorbereitung des Zaubers zu widmen.

Ruby sah sich suchend im Büro um. Sie fand eine Schere auf dem Schreibtisch und ging dorthin herüber, holte sich das Utensil und ging zurück zu Luke.
"Wie viel wirst du brauchen?", fragte sie ihn schlicht in Bezug darauf, dass sie wohl bereit dazu war etwas Blut sehen zu lassen. Eine Haarsträhne, so glaubte sie, würde kaum reichen für einen so mächtigen Ortungszauber. Wenn es ein höheres Wesen war, hatte es sicher einige Vorkehrungen getroffen, um nicht gefunden zu werden.

___________________


Thx Jo!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Kaleb Westphall
Warlock
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mi Mai 02, 2018 3:10 pm

Als sie auf die Banshee zu sprechen kamen, öffnete Luke seinen Rucksack und wühlte kurz darin herum, bevor er auch schon ein Buch herauszog und darin herumblätterte.
„Schleppst du etwa immer ein Bestiarium mit dir herum?“, fragte Kaleb den anderen Hexer und zog leicht überrascht eine seiner Augenbrauen in die Höhe. Nichts gegen übernatürliche Wesen, die einem dann und wann über den Weg laufen konnten – doch war es nicht etwas übertrieben, so einen Wälzer mit sich herumzuschleppen? Eventuell war es jedoch ein familiäres Erbstück und so wertvoll für Luke, dass er es lieber bei sich trug, als es zu Hause zu lassen.
Zwar hatte der Junge kein besonders angenehmes Gefühl bei dem Gedanken, dass seine Zauberbücher in seiner Wohnung herumlagen – doch sie waren durch einen Zauber geschützt, so dass man sie nicht als das erkennen konnte, was sie waren. Selbst sein Vater wusste nichts davon.

Als Ruby jedoch ihre Frage an die Ärztin richtete, die gerade noch ihr Möglichstes versucht hatte, dem Mädchen das Leben zu retten, suchte er kurz nach einem Loch im Boden, wo er sich verkriechen konnte. Jedoch spürte er, dass er, obwohl er die Frage nicht gestellt hatte, vor Schamgefühl etwas rot anlief.
Statt der Rothaarigen jedoch Vorwürfe wegen der Taktlosigkeit der Frage zu machen, dachte Meredith zuerst über die Frage nach, was ihn leicht die Stirn runzeln ließ.

Hätte nicht jeder, der menschlich war, sofort geantwortet: ‚Ja, klar – was soll die bekloppte Frage?‘ Aber die Ärztin schien kurzzeitig zu überlegen, ob es tatsächlich so war. War sie etwa nicht menschlich?
Hexen, Vampire, irre Exfreunde – und jetzt das Neueste vom Neuen: Aliens! Kommt nach Mystic Falls, hier wird immer was geboten!
Er verwarf den Gedanken, den sein innerer Monolog soeben ausgespuckt hatte. Die Ärztin war doch sicher kein Außerirdischer! Wäre ja noch schöner. Vielleicht sollte er sich mal die Worte ‚Ich komme in Frieden‘ und ‚Wie geht es denn Elvis so?‘ zurechtlegen.

Schließlich klärte Meredith aber auf, was es mit ihrem Wissen auf sich hatte.
„Ich bin keine Hexe. Es wird für euch vielleicht neu sein, aber die Magie, das Übernatürliche, nicht nur Hexen, sind schon seit Jahrhunderten hier in der Stadt. Es gab immer Familien, Individuen, die darüber Bescheid wussten. Meine inbegriffen. Ich wusste schon seit einer Weile, dass Übernatürliches existiert und mit meiner Neugierde … ich habe haufenweise Leute getroffen, die mehr wussten als ich und bereit waren ihr Wissen zu teilen. Sagen wir es so, ich bin eine Ärztin, mit einem persönlichen Interesse für das Übernatürliche“, führte sie ausführlich aus.

Kaleb stöhnte leise in sich hinein und bedauerte das Talent seines Vaters, ausgerechnet an einem Ort sesshaft zu werden, der vor übernatürlichen Wesen nur so wimmelte.
Milltown wäre echt die bessere Wahl gewesen. Da weiß ich wenigstens, dass alles stinknormal ist.
Und die Nähe zu London hatte auch etwas für sich.
Ein Blick auf Ruby machte ihm jedoch klar, dass sie der Ärztin ihre Erklärung nicht abnahm. Doch langsam glaubte der Junge, dass es mehr an der Tatsache lag, dass die klärenden Worte eben von einer Ärztin kamen und nicht von sonst einem anderen Berufszweig. Vielleicht hätte sie sogar wesentlich feinfühliger reagiert, wenn sie von einer Immobilienmaklerin abgegeben worden wäre.

Meredith sagte, dass sie noch Kerzen von der Weihnachtsdekoration übrig hätten und fast wunderte es Kaleb ein wenig, dass Luke diese wiederum nicht in seiner Tasche hatte – dafür aber ein umfassendes Bestiarium.
„Die eignen sich sicherlich sehr gut“, sagte er an die Ärztin gewandt. „Ob sie … ähm …“
… sich kurz vom Acker machen könnten, um die Kerzen zu holen – ich würde gerne mal mit Ruby über ihr Verhalten reden.
„… ähm, vielleicht so nett wären, uns einige Kerzen zu holen? Dann könnten wir hier schon alles andere vorbereiten.“

Als er jedoch sah, wie die Rothaarige nach der Schere auf dem Schreibtisch griff und sie an Luke weiterreichte, hob er wieder eine seiner Augenbrauen in die Höhe.
„Ich weiß ja, dass du was gegen Ärzte jeglicher Art hast – und ich denke, dass jeder in diesem Zimmer das jetzt auch weiß. Aber wäre es nicht besser, dir so viel Blut von Meredith abziehen zu lassen, wie wir für den Zauber brauchen?“ Er betrachtete kurz die Schere. „Nachher holst du dir noch eine Blutvergiftung mit dem Teil ein.“

Vorsichtig abwehrend hob er bei seinen letzten Worten die Hände. „Nur ein Vorschlag. Keiner sagt, dass du drauf eingehen musst.“

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Luke Parker
Warlock
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Do Mai 03, 2018 6:44 pm

Also die Idee mit der Banshee fand Luke nicht so schlecht, irgendetwas in diese Richtung könnte es durchaus sein. Kurz blickte er vom Durchblättern seines Buches auf und warf Kaleb einen raschen Blick zu. „Nein, nicht immer. Nur wenn ich gerade wegen merkwürdiger Vorfälle recherchiere. Und wenn ich gerade von der Uni komme.“ Da hatte er dann natürlich auch öfters Lehrbücher mit, die er zum Lernen brauchte. Und immerhin studierte er ja nicht gerade BWL oder so.

Lustiger wurde es dann allerdings als Ruby so charmant ihre Frage stellte und die Antwort darauf interessierte Luke ja auch. Nur schade, dass Meredith zwar mit vielen Worten antwortete, dabei aber kaum etwas sagte. Da steckte also wahrscheinlich mehr dahinter, aber das kümmerte Luke vorerst nicht weiter. Sicher hatte jeder von ihnen so seine Geschichte, die er nicht vor jedem ausbreiten wollte und solange es keine Gefahr für ihn darstellte, würde er das mal so hinnehmen. Auch wenn er es im Hinterkopf behalten würde.

Jetzt konzentrierten sie sich aber eher darauf den Ortungszauber zu organisieren. Kerzen sollten sie beschaffen können und Kaleb bat die Ärztin auch schon darum gebeten diese zu holen. Dann brauchten sie nur noch etwas von Ruby. Natürlich wäre Blut am Besten und so war er froh, dass die Rothaarige kein Problem damit zu haben schien. Haare wären nur ein minderwertiger Ersatz gewesen.

Als sie dann aber mit der Schere ankam, blinzelte Luke etwas irritiert. Sagen brauchte er dazu aber nichts, denn da hatte Kaleb ihm schon die Worte aus dem Mund genommen und Luke blieb es nur mehr zustimmend zu nicken.
„Ich würde auch sagen, dass das die bessere Idee ist. Ich denke ein mittelgroßes Röhrchen würde reichen.“ Er wusste ja nicht welche Größeneinheiten es da gab, aber das würden sie dann schon sehen. Inzwischen sah Luke sich im Büro nach einem Platz um, wo sie den Zauber ausführen konnten.

In der Sitzecke war genügend Platz, wenn sie die Stühle zur Seite schoben und sich vor dem Tisch am Boden ausbreiteten. Und das machte Luke jetzt auch; kniete sich auf den Boden und begann die Kerzen aufzustellen, die Meredith herbrachte.
„Wir haben nicht zufällig eine Karte irgendwo, oder? Also, eine Stadtkarte oder Landkarte.“, fragte er in die Runde, ehe er eher mit sich selbst redend vor sich hin murmelte. „Ansonsten könnten wir einen Spruch versuchen, der uns eine Vision liefert.“ Die waren natürlich einen Deut schwieriger und Kraftraubender, aber immerhin waren sie drei Hexen, das sollte mehr als reichen.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mo Mai 07, 2018 4:22 pm

Meredith war sich nicht sicher ob ihr Erklärung gut angekommen war, aber eigentlich konnte es ihr auch egal sein.
Ihr Vorschlag mit den Kerzen wurde angenommen und sie nickte als Kaleb sie bat, diese zu holen.
Eigentlich ließ sie ihr Büro ungern unbeaufsichtigt, aber die drei Hexen waren so fokussiert auf ihre Aufgabe, dass sie sich da keine Sorgen machen musste.
Auch wenn sie sich nicht sicher war, ob Ruby ein Problem mit ihr hatte. Sie erinnerte sich daran, dass sie ihr das Leben gerettet hatte und Kaleb hatte gemeint, ihre Frage wäre nicht böse gemeint gewesen…
Sie beschloss, das Beste anzunehmen und machte sich auf den Weg zum Schwesternzimmer.

Die Ärztin hatte immer darauf geachtet, eine gute Beziehung mit den anderen Mitarbeitern im Krankenhaus zu haben (Brian mal abgesehen) und als sie das Zimmer betrat wurde sie von den drei anwesenden Personen, zwei Schwestern und ein Krankenpfleger, begrüßt.
Meredith erwiderte die Begrüßung und lächelte alle drei an, bevor sie – mit peinlich berührter Stimme – fragte, ob sie sich wohl zehn von den Kerzen leihen konnte. Zehn mussten doch sicher reichen oder?
Sie tischte ihnen irgendeine Geschichte auf, dass sie am selben Abend auf eine Weihnachtsfeier eingeladen war und sich um Kerzen kümmern sollte, aber nach einem langen Tag hier keine Gelegenheit mehr hatte, welche zu kaufen.
Sie versprach, die Kerzen zu ersetzen, doch verließ schließlich das Zimmer mit einer Tasche mit nicht zehn, sondern zwanzig Kerzen und der Versicherung, sie müsse sich keine Sorgen machen, sie hätten mehr als genug Kerzen hier.

Mit ihrer schweren Tasche kehrte sie in ihr Büro zurück, wo Luke gerade fragte, ob es irgendwo eine Karte gab.
„Hier sind die Kerzen“, sagte sie und stellte die Tasche ab.
„In der Bibliothek gibt es sicher Karten, sonst könnten wir auch eine aus dem Internet ausdrucken.“
Dann erinnerte sie sich daran, dass Ruby eben gefragt hatte, wie viel Blut sie für den Ortungszauber brauchen würde. „Soll ich das Blut abnehmen?“, fragte sie. Sie waren immerhin in einem Krankenhaus, sie musste das Ganze nicht schmerzhafter als nötig machen.

Sie dachte an Deans Blut – keine Zeichen von der Krankheit – würde das hier funktionieren?

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ruby Redwood
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   So Mai 13, 2018 10:06 pm

Auch die anderen Beiden schienen nicht ganz zufrieden mit der Antwort der Ärztin zu sein. Jedoch ließen sie es nicht so extrem nach außen blicken, wie die Rothaarige es wohl tat. Ruby beschlich ein schlechtes Gewissen. Immerhin hatte die Frau sicherlich dazu beigetragen, dass sie wieder unter den Lebenden wandelte. Und jetzt machte sie sie so doof von der Seite an. Gute Manieren äußerten sich bestimmt anders, das wurde ihr jetzt langsam auch klar.
Zwecks schlechtem Gewissen verkniff sie sich ein weiteres Kommentar dazu und biss sich stattdessen leicht auf ihre Unterlippe. Es würde wohl ausreichen, wenn sie erstmal ihre Klappe hielt und betreten aus der Wäsche guckte.

Kaleb schickte die Ärztin schließlich los, um die Kerzen zu organisieren und kaum war die Frau weg spürte Ruby Kalebs Blick auf sich. Jetzt durfte sie sich wohl was anhören. Doch statt einer Standpauke bekam sie eher etwas bezüglich der Schere zu hören, die sie als Mittel bezüglich der Blutabnahme zur Hand genommen hatte. Ohne Kaleb direkt anzublicken, legte sie sie zurück auf den Schreibtisch. "Hast ja recht.", nuschelte sie leise und setzte sich wieder zurück auf die Liege. Auch Luke bekräftigte, dass es wohl wesentlich einfacher sein würde, wenn sie das Blut von der Ärztin entnommen bekam, als sich mit einem scharfen Gegenstand selbst zu verletzen.
Ruby wusste, dass sie manchmal sehr impulsiv sein konnte, auch wenn es nicht wirklich oft zu Tage trat. Aber das sie dadurch auch oft dämliche Entscheidungen traf ärgerte sie gewaltig. Es ließ sie ja doch nur dumm dastehen und das auch noch vor Leuten, die sie kaum kannte.

Kaum dass sie eingesehen hatte, dass das Ritzen mit einer Schere wesentlich  unangenehmer sein würde, als mit einer Nadel gepiekst zu werden, kam die Ärztin zurück von ihrem Beutezug. Statt nur ein paar Kerzen, hatte sie direkt eine ganze Tasche voll dabei. Nun, das würde für ein paar Ortungszauber reichen. Alle würden sie hier jedenfalls nicht verbrauchen. Aber es war ja bald Weihnachten ...
"Danke.", meinte Ruby gen Dr. Fell und brachte auch ein kleines Lächeln hervor. Kaleb hatte Recht. Sicherlich war inzwischen allen klar, dass sie Ärzte nicht ausstehen konnte, da musste man nichts mehr zu sagen. Aber sicherlich war Dr. Fell an sich ein total netter Mensch. Sie sollte ihr eine Chance geben. Immerhin war die Brünette nicht gleich ausgeflippt, als sie erfahren hatte, dass sich zwei Hexenmeister und eine Hexe in ihrem Büro befanden. Jeder normale Arzt hätte die drei wahrscheinlich direkt eingeliefert und sie sich vom Hals geschafft. Dafür bewunderte Ruby die Ältere.

„Soll ich das Blut abnehmen?“, fragte Dr. Fell und Ruby sah sie wieder an, noch immer etwas betreten wegen ihrem vorherigen Verhalten.
"Ja, ich mein, das wär das Beste.", meinte sie so freundlich wie sie es gerade zustande brachte. Ihre Gedanken kreisten immer noch um den Fakt, wer sie wieder zum Leben erweckt hatte. Und auch darum, was oder wen sie möglicherweise finden würden, wenn sie den Zauber erfolgreich hinter sich gebracht hatten. Wieder kaute sie leicht auf ihrer Unterlippe herum. Diesmal, weil sie nervös war. Doch sie verscheuchte die Gedanken schnell wieder, als Dr. Fell mit Nadel und Röhrchen zu ihr herüber kam. Sie kannte das Prozedere natürlich und wusste direkt, was sie machen musste. Langsam zog sie sich ihre Jacke und ihren Pullover aus, wodrunter sie ein T-Shirt mit Doctor Who Aufdruck trug, was sicherlich nur Fans der Serie erkannten. Wobei die Tardis inzwischen sicherlich auch so bekannt geworden war. Dann hielt sie ihren rechten Arm hin, der im Gegensatz zu vorher zwar nicht mehr so weiß erschien, jedoch deutlich noch blass war. Jedoch waren gut ihre Adern zu erkennen, von denen man behaupten konnte, dass sie sich zum Blutabnehmen eigneten.
"Kann losgehen."

___________________


Thx Jo!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Kaleb Westphall
Warlock
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Do Mai 17, 2018 3:43 pm

Wenigstens gab Luke an, dass er sein Bestiarium nicht immer mit sich rumtragen würde – nur, wenn er gerade am Recherchieren war. Dennoch konnte sich Kaleb immer noch nicht vorstellen, dass eine Banshee die Ursache für all das Merkwürdige in der letzten Zeit gewesen sein soll.

Rufen wir am besten Mister Lockhart an und fragen nach, wie dieser seine Todesfee besiegt hat. Zur Not soll er uns einfach nur eine Ausgabe seines Meisterwerks ‚Tanz mit einer Todesfee‘ schicken. Obwohl, nein – er erinnert sich ja nicht mal daran, überhaupt Bücher darüber geschrieben zu haben …

Ein leichtes Schmunzeln bildete sich auf seinem Gesicht, als er kurz darüber nachdachte. Doch schnell wandte sich Kaleb wieder der Realität zu.
Meredith ging, um die Kerzen zu holen und Ruby sah schließlich auch ein, dass es besser wäre, sich von einer Ärztin Blut abnehmen zu lassen, als sich noch weitere Verletzungen zuzuziehen. Glücklicherweise stimmte ihm Luke auch in diesem Punkt bei.
Vielleicht sollte der Junge die Rothaarige mal fragen, was genau sie gegen Ärzte hatte. Denn allein der Umstand, dass sie nicht wollte, dass jemand herausbekam, dass sie über Hexenkräfte verfügte, konnte es nicht sein. Misstrauen war ja in Ordnung und auch vollkommen verständlich. Doch Ruby hatte sich aufgeführt, als wenn sie einen Hass auf die gesamte Palette der Ärzteschaft hegte.

Dr. Fell kam nach einigen Minuten mit einer prall gefüllten Tasche voller Kerzen zurück.
„Hier sind die Kerzen“, sagte sie und stellte die Tasche auf dem Tisch ab.
Kaleb stieß einen überraschten Pfiff aus. „Mit so vielen könnte man auch gut eine Kathedrale ausleuchten“, sagte er und lachte leise. „Aber danke.“ Besser man hatte immer zu viel vorrätig als zu wenig.
Auch schien Ruby jetzt eingesehen zu haben, dass ihr vorangegangenes Verhalten nicht sehr höflich gewesen war. Denn sie bedankte sich sowohl und brachte auch ein Lächeln zustande.

„Wir haben nicht zufällig eine Karte irgendwo, oder? Also, eine Stadtkarte oder Landkarte“, fragte Luke in die Runde.
Meredith erwiderte, dass es sowohl in der Bibliothek einige Stadtpläne gab und sie zur Not auch im Internet nach einer suchen konnten.
„Ansonsten könnten wir einen Spruch versuchen, der uns eine Vision liefert“, schlug Luke noch als Alternative vor.
„Keine Visionen!“, erwiderte Kaleb heftig und fuhr dem anderen Hexer damit richtig über den Mund. Das letzte, was er wollte, war, sich selbst eine Vision mit einem Zauber aufzuerlegen, wo er sein ganzes Leben lang hoffte, dass er keine Visionen hatte, wenn er irgendeinen Gegenstand berührte.

Er selbst war sich ziemlich sicher, dass er in der Innenseite seiner Tasche noch einen kleinen Stadtplan hatte – weil er für bestimmte Orte, die ihm noch nicht so geläufig waren, auch noch einen Blick darauf werfen musste.
„Ich glaube, ich hab eine Karte in meiner Tasche“, sagte er und fing an, darin zu suchen, wo er neben einigen Notizen zu seiner Maus-Kolumne auch schließlich den Stadtplan hervorzog und diesen auseinanderfaltete.

Meredith war inzwischen schon damit beschäftigt, Ruby das Blut abzunehmen, welches sie für den Zauber benötigen wurde. Kurz musste Kaleb schmunzeln, als er das T-Shirt sah, welches die Rothaarige trug. Sein Vater hätte sicherlich Freudensprünge gemacht und sie gleich in eine intensive Diskussion darüber gezogen, wer der beste Doktor war und wer als der ultimative Endgegner im Ranking auf Platz 1 stand.
Als das Blut abgenommen war, hatten Luke und er auch schon alles für den Ortungszauber vorbereitet. Der Stadtplan lag ausgebreitet auf dem Boden und einige der von Meredith geholten Kerzen waren darum drapiert.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Luke Parker
Warlock
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mo Mai 21, 2018 11:30 am

Na gut, sie hatten jetzt also soweit alles besprochen – oder eben nicht besprochen – und konnten jetzt zusehen, dass sie alles für den Zauber vorbereiteten. Kerzen konnte Meredith ihnen glücklicherweise besorgen und Rubys Blut sollte wohl auch besser die Ärztin abnehmen. Mit ordentlichem Werkzeug, anstatt mit einer stumpfen Büroschere.
Luke hinterfragte dabei das etwas merkwürdige Verhalten der Rothaarigen nicht wirklich. Konnte ja sein, dass sie sich in Krankenhäusern und bei Ärzten nicht wohl fühlte oder sie war von ihrem Nahtoderlebnis noch ein wenig durcheinander. War alles vorstellbar. Da überließ er es lieber Kaleb mit seiner Freundin zu reden, der ja wusste, wie sie sonst so drauf war.

Kerzen hatten sie jedenfalls genug und Luke musste grinsen bei Kalebs Bemerkung bezüglich der Kathedrale. Etwas überspitzt ausgedrückt, aber egal. Er lächelte Meredith jedenfalls freundlich zu. „Danke, das ist toll. So haben wir immer noch welche in Reserve.“ Wusste man ja nie und besser man hatte zuviel als zuwenig, oder?
Luke begann also mal damit die Kerzen auszupacken und vor und um sich herum am Boden aufzustellen. Glücklicherweise waren es kurze und dicke Kerzen, die von selbst einen sicheren Stand hatten. Allerdings sah er abrupt und überrascht auf als Kaleb so auffuhr.

„Ähm…. okay….“ Da hatte wohl jemand etwas gegen Visionen? Konnte man zwar auch normal sagen, aber gut. „Dann eben mit Karte.“ Da Kaleb sogar eine Karte bei sich hatte, brauchten sie auch keine aus der Bibliothek zu holen oder auszudrucken. Das machte es natürlich noch leichter.
„Danke.“ Zusammen mit Kaleb breitete er den Stadtplan aus, während Ruby sich nun doch von Dr. Fell etwas Blut abnehmen ließ. Auch Luke hatte dabei einen Blick auf ihr Shirt erhascht und musste schmunzeln. Eine Hexe als Dr.Who Fan? Das passte ja. Und ja, er kannte die Serie auch; gewisse grundlegende Dinge der normalen Menschenwelt waren ihm durchaus bekannt.

„Also wir wären dann mal soweit.“ Geduldig sah Luke zu Meredith und Ruby. Sie waren bereit loszulegen und eigentlich musste sich Ruby nur noch zu ihnen gesellen. „Zu dritt sollten wir genug Kraft haben, um die magische Spur im Blut zu finden und verfolgen zu können.“ Auf einen kleinen Zettel hatte er den Spruch geschrieben, den er zu benutzen gedachte. „Was haltet ihr davon?“ Er schob den anderen beiden Hexen den Zettel hin und setzte sich inzwischen in eine etwas bequemere Position. Es gab immer verschiedene Arten um einen Zauber zu wirken und er war natürlich für andere Vorschläge oder Ideen auch offen.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mi Mai 23, 2018 5:21 pm

Für den Moment schob Meredith ihre Bedenken bezüglich des Blutes und des Zaubers zu Seite.
Es war bis jetzt die einzige Strategie die sie hatten und es schien so als wussten sie ihre drei magischen Mitstreiter, was sie taten.
Die Frage nach einer Karte wurde geklärt. Scheinbar hatten Hexenmeister so ziemlich alles in ihren Taschen, was eindeutig praktisch war.

Währenddessen kümmerte Meredith sich darum, Ruby Blut abzunehmen.
Viel magisches Blut heute, dachte sie sich, während sie ihrer Aufgabe nachging. Sie gab sich große Mühe, es so wenig schmerzhaft wie möglich zu machen, da sie Ruby nicht noch einen Grund geben wollte, sie nicht zu mögen.

Meredith hatte gerade das letzte Röhrchen gefüllt und versorgte Rubys Arm als Luke verkündete, dass sie so weit waren.
Die Ärztin warf ebenfalls einen Blick auf den Zettel mit dem Zauber, doch wirklich sagen tat es ihr nichts.
Sie würde einfach Ruby, Kaleb und Luke vertrauen müssen und hoffen, dass sie ihr Büro nicht anzünden würde.

„Wohin mit dem Blut?“, fragte Meredith.
Es gab kein Pentagramm wie sie es aus den Filmen kannte und Meredith vermutete, dass sie es irgendwie auf der Karte unterbringen musste, wollte es aber jetzt auf den letzten Schritten nicht kaputt machen.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ruby Redwood
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Do Mai 24, 2018 11:39 am

Sie hatte ihr Verhalten ja nun eingesehen. Kein Grund länger darauf herum zu reiten, als nötig. Mit einem vielsagenden Blick gen Kaleb verdeutlichte sie ihm das auch noch mal, damit er erst gar nicht auf die Idee kam das Thema wieder aufzugreifen. Auch Luke bekam einen bedächtigen Blick, doch würde es ihm wohl weniger sagen, denn immerhin kannten sie sich erst seit geraumer Zeit. Gut, mit ihrem Klassenkameraden hatte sie auch noch nicht Jahre verbracht, aber immerhin schon ein paar Nachmittage. Und er hatte sie gerettet, in gewisser Weise. Er war ihr nicht von der Seite gewichen, obwohl sie sich eben kaum kannten. Das sagte viel über ihn aus, Rubys Meinung nach.

Warum Kaleb allerdings so strikt gegen Visionen war, verstand auch Ruby nicht. Aber jeder hatte wohl seine Gründe. Sie mochte keine Ärzte und Kaleb eben keine Visionen. Sie machte sich nichts daraus und nickte nur leicht, statt wie Luke unverständlich zu gucken. Ruby würde ganz sicherlich nicht darauf bestehen, wenn einer dagegen war. Aus welchem Grund auch immer.
"Gut, keine Visionen. Ich denke wir sollten das auch so hinbekommen.", meinte sie beinahe beschwichtigend und setzte sich auf der Liege zurecht, während sie ihren Arm für die Ärztin hinhielt, damit diese das Blut abnehmen konnte. Mit einiger Faszination sah sie dabei zu, wie die Nadel unter ihre Haut glitt und danach die ersten Bluttropfen in das Röhrchen sickerten. Es tat nicht sonderlich weh und Ruby war, was Schmerzen anging, auch ziemlich abgestumpft. Wenn sie sich ihre letzte Begegnung mit einem Ghul in Erinnerung rief, der sich ziemlich kratzbürstig gewehrt hatte ...

„Ich glaube, ich hab eine Karte in meiner Tasche“, sagte Kaleb und fing direkt an in jener zu wühlen. Ruby wunderte es ein wenig, dass der Junge eine Karte von der Stadt bei sich trug, in der er lebte. Aber sie äußerte sich nicht weiter dazu. Immerhin war es ihnen jetzt sehr hilfreich.
Luke und Kaleb begannen das Ritual vorzubereiten, während Ruby weiter Blut ließ und schließlich einen Tupfer und ein Pflaster auf die Wunde gedrückt bekam, worauf sie ihren Daumen platzierte und schließlich aufstand. Sie schwankte einen Moment, doch sammelte sie sich schnell wieder, um zu den anderen zu treten. Sie brauchte alle Kraft, die sie hatte, um einen solchen Ortungszauber auszuführen. Channeln wollte sie heute nicht unbedingt.
"Können wir anfangen?", fragte sie in die Runde und nahm ihre Hand von dem Pflaster. Der Druck sollte ausgereicht haben, um die Blutung zu stoppen. Außerdem brauchte sie ihre Hand jetzt.

„Zu dritt sollten wir genug Kraft haben, um die magische Spur im Blut zu finden und verfolgen zu können.“, sagte Luke und Ruby nickte leicht, während sie sich zu den beiden setzte und genau wie Kaleb den Zettel musterte, den der Blonde ihnen hin geschoben hatte.
"Sieht gut aus.", kommentierte sie die Wörter, die sie soeben überflogen hatte. Keine Schreibfehler, eine vollmundige Formel. Die konnten sie wohl verwenden, ohne das sie aus versehen das Gebäude in Brand setzten.
Abwartend sah sie zu Kaleb herüber, der noch las. Wollte er etwa nicht endlich anfangen? Die Ärztin kam mit dem Blut herüber und Ruby nahm es ihr entgegen, bevor sie es Luke reichte. Er war der Spruchschreiber, er sollte das Ritual auch eröffnen. So hatte es ihr zumindest ihre Großmutter eingetrichtert.

___________________


Thx Jo!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Kaleb Westphall
Warlock
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mo Mai 28, 2018 12:12 pm

Sicherlich hatte jeder einen Ort oder eine Sache, bei dem schon der Gedanke daran einem eine Gänsehaut überlief. Bei Kaleb waren es Keller – und bei Ruby sicherlich Ärzte samt Krankenhäusern. Vielleicht erfuhr er sogar irgendwann, warum es ihr vor diesen Leuten so graute. Doch wäre er an ihrer Stelle, und man sprach ihn auf das leidige Thema ‚Kellerräume‘ an, so wechselte er lieber schnell die Gesprächsthematik, als auch nur einen Gedanken an seinen eigenen Horror zu verschwenden.

Luke sah ihn überrascht an, als er sich vehement gegen das Erzeugen einer Vision aussprach.
„Ähm…. okay…. Dann eben mit Karte.“
Auch die Rothaarige versuchte, beschwichtigend auszudrücken, dass sie es auch ohne eine Vision hinbekommen konnten.
Sicherlich hätte der Junge es auch sanfter ausdrücken können, doch allein der Gedanke an die ungeliebten Visionen hatten seinen Mund schneller reden lassen, als dass sein innerer Monolog überhaupt nur Luft holen konnte.

Nachdem sie die Karte auf den Boden ausgebreitet und die Kerzen darum herum gestellt hatten, setzte sich auch Luke auf den Boden.
„Zu dritt sollten wir genug Kraft haben, um die magische Spur im Blut zu finden und verfolgen zu können.“
Kaleb nickte, sagte jedoch nichts. Wenn die Macht, die sie verfolgten, stärker war als sie alle zusammen, wären eventuell noch weitere Hexen nötig, um sie zu lokalisieren. Er wollte hoffen, dass diese komische Eisfrau doch nicht so mächtig war.

Auch Ruby hatte sich inzwischen zu ihnen gesetzt und das Röhrchen mit Blut an den anderen Hexer weitergegeben, bevor sie beide sich noch einmal den Spruch durchlasen, den Luke für den Lokalisierungszauber aufgeschrieben hatte.
Da Kaleb für gewöhnlich seine Zaubersprüche in der französischen Sprache aufzusagen pflegte, übersetzte er kurz die aufgeschriebenen Worte im Kopf in die andere Sprache, um sicherzugehen, dass der Zauber auch im französischen funktionieren wurde. Erst dann nickte er.

„Alles klar. Kann losgehen.“
Er nahm die Hände von Luke und Ruby in seine, bevor er sich konzentrierte und begann, den zuvor aufgeschriebenen Spruch wie ein Mantra aufzusagen.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Luke Parker
Warlock
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Di Jun 05, 2018 3:09 pm

Na gut, sie hatten jetzt soweit alles, was sie brauchten und das trotz Rubys Aversion gegen Ärzte und Kalebs Visionenphobie. War Luke hier der Einzige, der halbwegs normal tickte? Nähh, der Gedanke war geradezu lächerlich. Er und normal? Der war gut!
War aber auch egal, denn jetzt ging es darum, dass sie alles für den Zauber vorbereiteten und kurz darauf saßen sie auch schon umgeben von Kerzen vor der Stadtkarte. Mit dem Spruch, den Luke ausgesucht hatte, waren die beiden anderen Hexen anscheinend einverstanden. Kurz erinnerte Luke sich daran, dass Kaleb wahrscheinlich andere Sprüche gewohnt war, da er ja aus New Orleans kam, aber anscheinend war es auch für ihn kein Problem.

„Sehr gut. Dann können wir loslegen.“ Er hielt die geöffnete Blutampulle über die Karte und ließ ein wenig von dem roten Lebenssaft auf das laminierte Papier tropfen. Nachdem er das Röhrchen beiseite gelegt hatte, griff er nach Kalebs und Rubys Hand und begann mit diesen gemeinsam den Spruch rezitieren.
Sie sprachen langsam und deutlich, Luke schloss auch für einige Momente die Augen, um seine Konzentration zu verstärken und sich in den Magiestrom fallen zu lassen, den sie gemeinsam woben. Für jeden Magiebegabten würde es bald zu spüren sein, wie sich die Atmosphäre um sie herum zu verändern begann, als übernatürliche Kräfte sich zu verdichten begannen.

Es dauerte nicht lange, da begann der Blutstropfen sich zu bewegen und über die Karte zu wandern. Luke folgte dessen Lauf mit dem Blick, hörte aber nicht damit auf den Spruch aufzusagen. Genauso wie Ruby und Kaleb.
Einen kurzen Blick warf Luke in Merediths Richtung, um zu sehen wie sie auf das Ganze reagierte, ehe er sich wieder auf die Karte und den wandernden Tropfen konzentrierte.


(ooc: Was haltet ihr davon, wenn sie den letzten Aufenthaltsort der Schneefrau noch finden, die Verbindung dann aber abbricht, weil sie in dem Moment getötet wird?)

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Do Jun 07, 2018 8:07 pm

Das Blut wurde ihr abgenommen und während sie sich die Hexe und die Hexenmeister um die Karten versammelten.

Meredith hatte inzwischen schon einiges an Magie erlebt, aber bevor die drei anfingen zu zaubern, zog sie sich in die Ecke ihres Büros zurück.
Sie wusste nicht was passieren würde oder wie viel Platz die drei brauchen würden.
All die Kerzen brannten und Meredith glaubte, dass mit ihnen sicher irgendetwas passieren würde. Sie hätte den Feuermelder vielleicht ausschalten sollen, bevor sie mit dem Zauber anfingen, aber jetzt war es zu spät.

Die drei Magier griffen nach ihren Händen und fingen dann an Worte aufzusagen, die sicher der Zauberspruch waren.
Meredith hatte mit Latein gerechnet, aber zumindest bei Kaleb klang es so, als würde er Französisch sprechen.
Egal in welcher Sprache, der Zauberspruch war befremdlich zu hören.
Es war nichts Normales, nichts Natürliches und sie konnte die Energie spüren, die von den drei Stimmen ausging, die im Einklang die Worte wie ein Mantra wiederholten.

Meredith beobachtete, wie das Blut auf der Karte anfing sich zu bewegen.
Es schien wirklich zu funktionieren!
Die Flammen der Kerzen flackerten und Ruby, Kaleb und Luke sprachen im Einklang und die Härchen auf Merediths Armen standen zu Berge.
Sie würden endlich finden, was auch immer die armen Menschen getötet hatte.

[OOC: Gute Idee! Vielleicht lassen wir die Karte in Flammen aufgehen?]

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ruby Redwood
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Sa Jun 16, 2018 6:11 pm

Kaum das sie alle saßen und den Zauberspruch, den Luke zur Verfügung gestellt hatte, für gut befunden hatten, ging es auch schon los. Ruby nahm jeweils eine Hand von Luke und von Kaleb in ihre Hände. Bei Kaleb verspürte sie ein leichtes Kribbeln, was jedoch durch den Magiefluss, der durch ihre Adern strömte, hervorgerufen werden konnte, weshalb sie sich weniger einen Kopf darum machte. Es war ein seltsames Gefühl mit zwei Hexenmeistern verbunden zu sein. Ruby hatte bisher nur gemeinsam mit ihrer Großmutter gehext und das war schon selten gewesen. Die meiste Zeit hatte sie schließlich alleine üben müssen.

Die Rothaarige begann gleichzeitig mit den beiden Jungs den Spruch zu rezitieren, wobei sie ihn Wort für Wort verinnerlichte. Kaum das sie angefangen hatte sich zu konzentrieren verspürte sie den Magiefluss in sich aufwirbeln. Durch die beiden anderen Hexer erschien er ihr mächtiger und wilder zu werden, als wenn sie allein Magie wirkte. Wieder und wieder rezitierte sie die Worte und im Gegensatz zu Luke behielt sie die Augen offen. Sie beobachtete, wie sich ihr Blut auf der Karte bewegte und spürte, wie sich ihr Herzschlag augenblicklich etwas verschnellerte.
Ihre hellen Augen beobachteten die rote Flüssigkeit ganz genau. Sie kannte sich in Mystic Falls noch immer nicht gut genug aus, um genau zu erkennen, wohin sich die Flüssigkeit bewegte. Doch erkannte sie sehr wohl, dass die Spur sie außerhalb der Stadt führte. Die Rothaarige hatte nur noch Augen für ihr Blut und die Karte, bemerkte deswegen die Ärztin nicht, die dem Ganzen wohl zu sah und die Jugendlichen beobachtete. Beinahe biss sich Ruby auf die Unterlippe, als sie sah wie das Blut Richtung Wald wanderte. Doch sie erinnerte sich schnell wieder an die Worte und rezitierte fleißig weiter, um den Sprechgesang nicht zu unterbrechen. Ohne es zu merken drückte sie Kalebs Hand einen Moment etwas fester, als sich das Blut nicht mehr bewegte, stattdessen jedoch im Kreis zu wandern schien.

Dann kam eine solch plötzliche Bewegung, dass Ruby heftig zusammen schreckte. Da! Das Blut schien zu brodeln und keine Sekunde danach spritzte es in alle Richtungen, bedeckte den Wald auf der Karte beinahe gänzlich.
"Was zum Teufel?", keuchte Ruby und vergaß nun doch die Worte weiter zu nennen. Es schien, als sei das sowieso die endgültige Position des Blutes, weshalb es wohl nicht weiter schlimm war. Ruby ließ Lukes Hand los, behielt jedoch die von Kaleb noch einen Moment länger im Griff, bevor sie es merkte. Jedoch war sie zu verwirrt und geschockt, um verlegen zu sein.
Sie sah Luke mit einem Blick an, der zu fragen schien: "Was hat das zu bedeuten?" Dann runzelte sie die Stirn und beugte sich etwas näher an die Karte heran, um zu erkennen, wo genau das Zentrum der Blutspritzer war. Dort musste sich das Monster aufhalten, dass sie fast umgebracht hatte. Jeder normale Mensch hätte wohl alles getan, um sich von diesem Ort fern zu halten. Doch Ruby verspürte einen starken Drang, diesen Ort aufzusuchen. Sie wollte wissen, mit was sie es zu tun hatten.

___________________


Thx Jo!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Kaleb Westphall
Warlock
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mo Jun 18, 2018 4:31 pm

Ein wenig hatte die ganze Situation etwas von einem Klischee. Wenn man Hexen oder Zauberer in Filmen sah (Harry Potter ausgenommen), so saßen die Hexen in trauter Eintracht im Kreis, hielten sich an den Händen und sprachen unisono einen Zauberspruch.
Die Ärztin hatte sich in eine Ecke des Büros zurückgezogen – entweder, weil sie Angst davor hatte, das bei dem Zauber etwas in die Hose gehen konnte und ihr Büro in wenigen Minuten nur noch wegen dem Schild draußen an der Tür überhaupt als ‚Büro‘ erkennbar war; oder sie zollte ihnen so viel Respekt, dass sie extra einige Schritte zurückging.

Allerdings glaubte Kaleb nicht, dass irgendetwas nicht funktionieren würde – er spürte die Magie, die sowohl von Ruby als auch von Luke ausging, und er stellte fest, dass beide mehr Macht in sich hatten als er.
Wäre Carrie-Ann hier, hätte sie nur empört die Nase gerümpft. „War doch klar. Ein Balg wie du taugt ohnehin zu nichts.“
So oder so ähnlich hätte sie reagiert.
Doch daran störte er sich nicht. Er wusste, dass er auch ganz gut alleine zu recht kam, ohne dass ihm Miss ‚Ich weiß ja ohnehin alles besser – selbst Gott erzittert in Ehrfurcht vor mir‘ prüfend über die Schulter starrte.

Unter solchen Bedingungen konnten auch andere Leute nicht arbeiten. Die einen konnten nicht mehr denken, die anderen verbockten ihre Führerscheinprüfung und er versemmelte die einfachsten Zauber.
Doch solange er mit der Einstellung, es hinzukriegen, an die Arbeit ging, gelang es ihm auch. Mit seiner Schwester im Rücken hatten sowohl sie als auch er die Einstellung, dass alles schiefgehen würde. Im Ergebnis sah es auch genauso aus.
Aber hier und jetzt sah es anders aus. Vor allem, da sowohl Luke als auch Ruby mit der Erwartung an die Sache gingen, den Zauber erfolgreich auszuführen. Das gehörte mit zu den Grundprinzipien der Magie. Dachte man zu viel darüber nach, funktionierte es nicht.

Nachdenken spart man sich für den Mathe-Unterricht auf. Oder für ‚Wer wird Millionär‘.

Er hielt seine Augen während des gesamten Zaubers geschlossen, weil er vor seinem inneren Auge bereits sehen konnte, was passierte und wohin das Blut auf der Karte wanderte. Die Tropfen wanderten von der Stadtmitte bis zu einem Ort, der fast am Rande der Karte lag. Beinahe dachte der Junge, die Schneefrau würde einen Zwischenstopp bei seinem Zuhause einlegen und machte sich schon fast Sorgen um seinen Vater, doch das Blut wanderte weiter. Tiefer im Wald stockte es schließlich.
Erst hegte Kaleb die Vermutung, dass das Blut selber überlegen musste, wo es hinfließen sollte – doch mit der Reaktion, die kam, hätte er nicht gerechnet. Es hüpfte in die Höhe und dann zerbarst das Blut in hunderte kleinerer Tropfen, die sich im gesamten Wald niederließen.

Er öffnete seine Augen wieder, um das Bild, was er von der Magie vor seinen inneren Augen hatte, noch einmal in der Realität zu betrachten. An der Absurdität des Endeffekts hatte sich jedoch nichts geändert.
Luke und auch Ruby konnten sich beide nicht erklären, was da passiert war.
„Eine normale Reaktion ist das sicher nicht“, murmelte er nachdenklich und sah zu der Ärztin hinüber. „Ob Sie sich das mal bitte ansehen würden?!“, fragte er, wobei er nicht davon ausging, dass eine neutrale Person mehr darüber herausfinden würde. Doch eventuell hatte sie ja schon einmal ein ähnliches Blutmuster an einem anderen Ort gesehen. Wenn es hier wirklich so zuging, wie die Ärztin sagte, würde es sie zumindest nicht weiter schockieren.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Luke Parker
Warlock
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Di Jul 03, 2018 2:50 pm

Es war eine vertraute Situation für Luke und er ließ sich bereitwillig in dieses Stadium der meditativen Konzentration fallen, das seinen Geist öffnete und die Magie zu fließen beginnen ließ. Bald konnte er den vertrauten Kraftstrom spüren, der nicht nur durch seinen Körper floss, sondern auch vermehrt den Raum einzunehmen begann.
Da verwunderte es ihn nicht, dass der Zauber funktionierte und die Blutstropfen dann begannen sich auf der Karte zu bewegen. Mit dem Blick folgte er dem Lauf der roten Spur, ohne im Formulieren des Spruches innezuhalten. Wie gut, dass ihm von seinem Vater von kleinauf eingehämmert worden war sich zu konzentrieren und die Konzentration zu halten.

Das Ganze schien sich auf den Wald bei Mystic Falls zu konzentrieren, wo das Blut dann allerdings stockte. War das der Zielort? Würden sie dort diese Kreatur finden? Luke wollte gerade etwas Entsprechendes sagen, als der Blutfleck auf einmal merkwürdig zu brodeln begann und dann… regelrecht explodierte.
Erschrocken fuhr Luke zurück und ließ dabei auch die Hände der anderen Beiden los. Da hätte sein Vater ihm wohl wieder eine Standpauke gehalten. “Niemals abrupt und unkontrolliert die Verbindung lösen! Das kann dir bei Beschwörungen das Leben kosten! Du musst immer die Kontrolle behalten!“

Wie auch immer, das war jetzt unwichtig, ihn interessierte es viel mehr, was hier gerade abging. So lehnte er sich wieder nach vor und betrachtete die blutgesprenkelte Karte mit prüfendem Blick.
„Was zur Hölle soll das bedeuten….“, murmelte er vor sich hin und erwiderte dabei Rubys fragenden Blick mit einem ratlosen Kopfschütteln. Auch Kaleb schien damit nichts anfangen zu können und es stellte sich die Frage, ob Meredith ihnen da weiterhelfen konnte. Kam natürlich auch ganz darauf an, wie weit ihr erwähntes Wissen über das Übernatürliche wirklich ging.

„Also falls ihr mich fragt… ich würde in den Wald gehen und mir ansehen was dort ist. Falls ihr euch traut.“, fügte er mit einem kleinen Schmunzeln hinzu. Er selber schreckte davor jedenfalls nicht zurück, dafür war seine Neugierde viel zu stark. Und immerhin waren sie drei Hexen, da würde man sich doch auch gegen so ein merkwürdiges übernatürliches Wesen zu wehren wissen, oder? Zumal sie ja nicht ahnungslos dorthin kamen, sondern ungefähr wussten womit sie zu rechnen hatten.

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Meredith Fell
Psychic
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Fr Jul 06, 2018 8:42 pm

Meredith wendete die Augen nicht von dem Blut ab, dass sich langsam über die Straßen von Mystic Falls bewegte.
Der Sprechgesang der drei Magier wurde zum Hintergrundrauschen, wie befremdlich es auch sein mochte, als das Blut sich immer weiter in Richtung Wald bewegte.
War die Kreatur im Wald? Mehrere Leichen waren dort gefunden worden und mehrere Opfer waren in der Nähe des Waldes gefunden worden, es würde also definitiv Sinn machen.

Immer noch mit Sicherheitsabstand lehnte Meredith sich nach vorne um den Fortschritt des Zaubers zu beobachten.
Es schien wirklich so aussehen, als wäre der Wald das Ziel des Blutes, immerhin bis das Ganze ein abruptes Ende fand.
Ohne jegliche Vorwarnung explodierte das Blut plötzlich über den gesamten Wald von Mystic Falls.

Obwohl sie nicht in der Schusszone war, zuckte Meredith erschrocken zurück.
Sie war nicht die Expertin, aber sie war sich ziemlich sicher, dass das nicht hätte passieren sollen.
Ruby traf Merediths Gedankengang mit "Was zum Teufel?" ziemlich gut.
Kaleb bestätigte, dass dies kein normales Ergebnis war und bat sie dann sich das ganze anzugucken.
Sie kam näher und besah sich die Karten. Rubys Blut klebte überall auf der Karte und bedeckte den Wald fast komplett.
Meredith wusste nicht, was das bedeuten sollte.
War das Wesen, die seltsame junge Frau vielleicht nicht körperlich? Doch selbst Geister hatten einen spezifischen Punkt, an dem sie sich im Moment aufhielten.
Sie kannte den Zauber nicht gut genug, hatte nicht ausreichend Verständnis, um eine sinnvolle Hypothese für diese seltsame Reaktion vorzuschlagen. Hatte die Angreiferin ihre DNA überall im Wald verteilt und der Zauber war auf alle angesprungen und nicht auf die Person an sich?
Es gab haufenweise Überlegungen, aber keine die uneingeschränkt erklären konnte, was passiert war.

Letztlich sagte Luke das einzige, was ihnen vielleicht eine Lösung anbieten würden. Sie würden in den Wald gehen müssen.
Seine Anmerkung, dass sie das nur tun sollten, wenn sie sich trauten war im Spaß gesagt, aber Meredith war sich nicht sicher, ob es eine gute Idee war.
Mal davon abgesehen, dass der Wald ziemlich groß war und es einiges an Höhlen und unterirdischen Verliesen der ehemaligen Gründerväter von Mystic Falls gab, was das Ganze zu einer komplizierten und nicht ungefährlichen Sache machte; die eisige Frau war auch nicht zu unterschätzen.
Ruby mochte überlebt haben, aber Meredith hatte die Leichen deren gesehen, die es nicht getan hatten.
Anderseits … sie waren so nah dran.

„Ich bin dabei“, sagte sie. Sie mussten den Machenschaften dieses Monsters ein Ende setzen.

tbc: Waldlichtung

___________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Ruby Redwood
Witch
avatar


BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mo Jul 09, 2018 10:41 am

Ruby war noch immer ein wenig geschockt über den Ausgang des Zaubers. Konnten sie etwas falsch gemacht haben? Oder gab es schlichtweg etwas oder jemanden, der den Zauber blockiert hatte? Die Rothaarige versank einen Moment in Gedanken und versuchte sich über ihr Gefühl im Klaren zu werden. Zumeist war ihr Bauchgefühl sehr verlässlich, was so etwas anbelangte. Diesmal schien ihr Bauch jedoch nicht zu wissen, was er davon halten sollte. Sie kam auf keinen grünen Zweig mit ihren Gedanken, also widmete sie sich wieder dem Geschehen um sie herum. Inzwischen erwachten auch Luke und Kaleb aus ihrer Trance und schienen nicht minder überrascht und verwirrt als die 17-Jährige.

„Eine normale Reaktion ist das sicher nicht“, bemerkte Kaleb und Ruby konnte sich ein gedankliches Ach echt? nicht verkneifen. Natürlich war das keine normale Reaktion. Sie hatte schon oft einen Ortungszauber durchgeführt, meist im Beisein ihrer Grandma, da diese Zauber meist mehr Kraft raubten, als man dachte. Und dabei war noch nie etwas derartiges passiert. Es musste also einen schwerwiegenden Grund dafür geben.
„Also falls ihr mich fragt… ich würde in den Wald gehen und mir ansehen was dort ist. Falls ihr euch traut.“, meinte Luke und es schien beinahe eine Herausforderung von ihm zu sein. Ruby hob leicht eine Braue und winkelte ihre Beine an, da der Schneidersitz für den Moment tatsächlich etwas unbequem wurde.
"Ich werde die Letzte sein, die lieber hier bleibt. Ich gehe auf jeden Fall in den Wald!", erwiderte sie prompt und ohne jegliche Scheu in der Stimme. Natürlich würde sie vorsichtig sein und allein zu gehen wäre alles andere als schlau. Daher hoffte sie auf die Unterstützung der beiden Hexer. Zu dritt sollte das nicht das Problem sein, vor allem da sie alle drei über magische Kräfte verfügten. Und falls doch ... so würde sie ihrer Grandma Bescheid geben, wo sie war. Nur für den Notfall natürlich.

Nicht nur sie schien wild entschlossen, denn auch die Ärztin, die sich inzwischen ebenfalls über die Karte gebeugt hatte, bestätigte, dass sie mitkommen würde. Vielleicht war es gar nicht so schlecht jemand Außenstehenden dabei zu haben, der noch eine etwas andere Meinung einbrachte. So als 'Muggel', wenn man so wollte und nach den Harry Potter Romanen ging, die Ruby als Kind gerne gelesen hatte.
"Kaleb?", fragte die Rothaarige an ihren neu gewonnen Freund gerichtet, der sich noch nicht dazu geäußert hatte, ob er sie begleiten würde oder nicht.
"Bist du dabei?" Es wäre eine Erleichterung wenn er mitkommen würde. Doch könnte Ruby auch verstehen, wenn er nicht weiter in die Sache mit hineingezogen werden wollte. Sie hatte ihm wahrscheinlich bereits genug Ärger eingebrockt. Allein die Sache mit ihrem Exfreund und ihrem beinahe-Tod. Sie konnte nicht von ihm verlangen, dass er sie begleitete. Aber sie würde sich freuen. Mit ihren gräulich grünen Augen sah sie ihn an, beinahe bittend und doch mit einem Stich Sorge darin.

___________________


Thx Jo!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Merediths Büro   

Nach oben Nach unten
 

Merediths Büro

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 2 von 3Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3  Weiter

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
 ::  :: MYSTIC FALLS :: MYSTIC FALLS HOSPITAL-