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 Merediths Büro

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Ruby Redwood
Witch
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Sa März 10, 2018 3:24 pm

Auf einmal kam Ruby sich furchtbar dumm vor. Die Frage, die sie gestellt hatte, hätte sie auch sein lassen können. Natürlich war Kaleb noch da. Oder sollte er in der Zeit ihres Abtretens mit einem Freudensprung aus dem Zimmer gelaufen sein, um dann eine Marsexpedition anzutreten?
Ruby würde sich selbst dafür rügen, wenn sie nicht gerade den Schock ihres Lebens zu verkraften hätte. Immerhin war sie gerade auf der Schwelle ins Sankt-Nimmer-Land umgekehrt, was nicht wirklich viele Leute von sich behaupten konnten das geschafft zu haben. Wie auch immer die Rothaarige das angestellt hatte, sie konnte es nicht in Worte fassen. Und mit einem Schlag wurde ihr bewusst, dass sie Magie gewirkt hatte. Die Wellen fegten durch den Raum, sodass jeder hier sie spüren musste. Ruby schluckte schwer, hielt sich noch immer wacker im Sitzen auf der Liege, wollte sich nicht wieder hinlegen. Das Kribbeln in ihrem Körper hatte etwas nachgelassen und sie fühlte sich, als hätte sich jemand auf ihre Gliedmaßen gesetzt und all das Blut wäre eine Zeit lang gestaut gewesen. Dieses unangenehme, piksende Gefühl, wenn es zurück in die Adern schießt.
Jedoch war es etwas Anderes, was sie so schwer schlucken ließ. Der Fakt, dass auch die Anderen im Raum nun wissen mussten, dass sie kein normaler Mensch war. Ihr Blick, den sie Kaleb zu warf, war Hilfe suchend. Doch war der mit einem Blickduell bei dem Blonden, der sich als Luke vorgestellt hatte. Demnach: Nicht erreichbar. Ruby traute sich erst gar nicht zu der Ärztin rauf zu blicken. Sie wollte die unvermeidliche Frage, was hier gerade passiert war, nicht beantworten. Und so vermied sie jeglichen Blickkontakt mit der Frau.

Stattdessen nahm sie dankbar das Wasserglas entgegen, welches ihr von Luke gereicht wurde und trank es Schluck für Schluck aus. Vielleicht etwas zu hektisch, denn sie musste danach erst einmal kräftig husten, beruhigte sich aber danach auch gleich wieder. "Danke.", krächzte sie, nun nicht mehr wegen der trockenen Kehle, sondern wegen dem Wasser in der falschen Röhre.
„Dir geht es anscheinend wieder gut, hm? Und ich denke, du hast auch eine Ahnung warum.“, schloss Luke direkt an und Ruby biss sich unwillkürlich auf die Unterlippe. Verdammt, genau diese Frage, die ich selbst nicht beantworten kann!
"Nein ... Keine Ahnung, was passiert ist.", murmelte sie und schüttelte dabei leicht den Kopf. Obwohl es ein wenig gelogen war, denn sie hatte durchaus brüchige Erinnerungen an den Vorfall. Zumindest an das, was in ihrem Kopf passiert war. Doch wusste sie nicht, dass sie Magie benutzt hatte. Das war selbst ihr neu gewesen, als sie es realisiert hatte.
„Wieso hast du mir nicht gesagt, dass sie eine Hexe ist? Das wäre eine nicht gerade unwichtige Information gewesen.“, hängte der Blonde noch an seine Frage ran und Rubys Augen weiteten sich einen Moment. Das musste bedeuten, dass auch er ... das er Magie spüren konnte. Und das konnte nur bedeuten, dass auch er sie praktizierte. Anders konnte sie sich das nicht erklären. Doch kam statt der heiseren Stimme, die vor sich hin stotterte, ein Teil der echten Ruby wieder hervor, als sie antwortete.

"Oh ich weiß nicht. Vielleicht lag es daran, dass ich für den Moment ein anderes Problem hatte.", sagte sie mit leicht gerunzelter Stirn, doch war ihre Stimme nicht zickig oder ähnliches, nur leicht sarkastisch. Und wer konnte es ihr verübeln? Ruby jedenfalls hatte wirklich keinen Kopf dafür gehabt allen zu erzählen, was sie wirklich war.
"Außerdem muss ich das ja nicht jedem auf die Nase binden, oder?", fügte sie daher erklärend an. Kaleb hatte es bereits am eigenen Leib erfahren, wie verschwiegen sie auf dieses Thema reagierte. Auch wenn es ihr noch immer Leid tat, das sie ihn so an der Nase herum geführt hatte, wusste sie, dass sie es jederzeit wieder tun würde, wenn es um Fremde oder nur Bekannte ging.
„Wie fühlst du dich?“, kehrte da die Ärztin in ihr Bewusstsein zurück und Ruby fiel auf, dass sie sie sogar fast schon vergessen hatte. Mit einem doch eher scheuen Blick wandte sie sich der Brünetten zu und lächelte leicht. Man sah ihr an, dass sie gegenüber dieser Frau unsicher war. Wusste sie bescheid? Und wenn ja, wie viel wusste sie?
"Ehm ... Ja. Denke schon.", antwortete sie brav auf die Frage der Ärztin und versuchte dabei so euphorisch wie möglich zu wirken, was jedoch nicht wirklich überzeugte. Aber wie um ihre zurück gewonnene Kraft zu demonstrieren, sprang sie von der Liege, schwankte kurz bedenklich, bevor sie sich fing und die Beine durchdrückte.
"Mir geht's gut.", wiederholte sie noch einmal. Dann sah sie in die Runde.
"Denkt ihr, dass alle Opfer dieser Krankheit wieder gesund werden?", fragte sie, nicht nur rein aus Neugier, auch aus Interesse daran ihnen vielleicht helfen zu können. "Ich meine, als Hexen und Hexer könnten wir doch was unternehmen!" Der alte Elan von Ruby war zurück, das sah man nicht nur,
sondern spürte es auch. Die Magiewellen im Raum verstärkten sich kurz,
bevor sie langsam abebbten und schließlich ganz verschwanden. Jedoch blieb das warme Gefühl, welches sie hervorgerufen hatten.

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Kaleb Westphall
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Fr März 16, 2018 7:19 pm

Kaleb hatte das Bedürfnis nach einer heißen Ingwer-Limette. Nach diesem Tag gerne auch zwei.
Erst diese verdammten Mathegleichungen, dann hatte ihn Ruby beim Zaubern erwischt und ihn in Panik versetzt, dann der tollwütige Exfreund und schließlich auch noch die Eiskrankheit, an der die Rothaarige gerade gestorben war. Nicht zu vergessen ihre Wiederauferstehung von den Toten.

Sie hat doch garantiert vorher schon mit Jesus geplaudert, wie dieser Trick funktioniert.

Luke ging zum Waschbecken und füllte ein Glas mit Wasser, welches er anschließend dem Mädchen reichte.
Kurz unterhielt er sich noch mit ihr über ihre Wiederauferstehung, bevor er sich dann an Kaleb zu wandte.
„Wieso hast du mir nicht gesagt, dass sie eine Hexe ist? Das wäre eine nicht gerade unwichtige Information gewesen.“
Der Junge sah beschämt zu Boden, während sein innerer Monolog dem anderen Hexer Vorhaltungen machte.
Sorry – ich war zu sehr damit beschäftigt mir Sorgen zu machen, dass sie sich in eine Eisskulptur verwandelt und Wasserfontänen auf ihren Exfreund zu schießen, der mir beinahe mit einem Messer die Kehle aufgeschlitzt hätte. Vor ein paar Stunden wusste ich nicht mal selber, dass sie eine Hexe war!
Zwar sagte er kein einziges Wort davon, doch es schien, als hätte sich sein innerer Monolog verschoben und die Worte, die er hätte sprechen wollen, kamen aus Rubys Mund. Sogar mit dem sarkastischen Unterton, die er sich im Kopf immer zurecht legte und es doch nie schaffte, es auszusprechen. Lieber verfasste er eine Kolumne von H. D. Dock, in welcher sich die Maus so richtig austoben konnte.
Als die Rothaarige geendet hatte, lächelte er leicht in sich hinein und nuschelte in Lukes Richtung noch kurz „Sorry, aber ich kam nicht dazu.“

Die Ärztin widmete sich jedoch mehr dem Gesundheitszustand von Ruby, als sich um das soeben gesagte zu kümmern. Wenn sie nicht in nächster Zeit mit einer Zwangsjacke aufschlug, sollte sich der Junge vielleicht mit dem Gedanken anfreunden, dass die Ärztin über alles Übernatürliche Bescheid wusste. Oder dass sie es selbst nur für einen Traum hielt, aus dem sie später erwachen würde.
Das Mädchen gab kund, dass es ihr wieder gut gehen würde und demonstrierte das Ganze noch dadurch, dass sie von der Liege aufsprang.

Schlag noch ein Rad und mach einen Handstand, dann kauf ich es dir auf jeden Fall ab.

Kaleb wollte noch nicht so recht daran glauben, dass auf einmal alles wieder gut war. Wenn er über Magie eins gelernt hatte – so dass diese immer mit einem Preis einherging. Und man konnte sie auch nicht einfach wegwünschen oder wegzaubern.
Gut – Dumbledore würde es schaffen, doch der war tot. Und Fiktion.
Der Junge wollte gar nicht so recht darüber nachdenken, wie viel Magie notwendig war, um diese Art Eiszauber aufzuhalten oder zu bezwingen. Wenig war es sicher nicht.

„Denkt ihr, dass alle Opfer dieser Krankheit wieder gesund werden?“, fragte Ruby in die Runde und sah sie alle der Reihe nach an. „Ich meine, als Hexen und Hexer könnten wir doch was unternehmen!“
Sie sagte das so, als wenn es das Normalste der Welt wäre, sich darüber zu unterhalten.
Bringen wir doch gleich einen Zettel am Schwarzen Brett an, damit alle Leute in der Stadt Bescheid wissen, wer unter ihnen ein Hexer und wer eine Hexe ist! Vielleicht gründen wir bei der Gelegenheit auch gleich den 'Club der anonymen Hexen und Hexenmeister', wo wir alle unsere Lebensgeschichte zum besten geben.

Unsicher sah Kaleb zu Luke, weil er nicht sicher war, wie dieser reagieren würde. Und dann sah er zu der Ärztin, die immer noch nicht den Anschein machte, die ganze Situation für merkwürdig zu halten.
„Ähm ...“, brachte er kurz hervor, während in ihm wieder der Wunsch nach einer heißen Ingwer-Limette stieg. „Ich denke, wir wissen viel zu wenig von dem, was da passiert ist“, fügte er schließlich noch an.
Zwar schienen sie sich einig zu sein, dass diese komische Frau an den Symptomen Schuld war – doch sie wussten nicht, wo sich diese Frau derzeit aufhielt, noch wie genau dieser Zauber von statten ging.

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Luke Parker
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mo März 19, 2018 9:02 pm

Das war einfach ein Albtraum. Sie hatten eine Betroffene direkt vor sich und konnten dennoch nichts tun, außer dabei zuzusehen, wie sie starb. Anders als einen Albtraum konnte man das nicht bezeichnen. Luke war dennoch niemand, der gleich aufgab und er war auch sofort bereit alles zu tun, um das Offensichtliche doch noch ungeschehen zu machen.
Wenn sich nicht herausgestellt hätte, dass das gar nicht nötig war. Es gab wohl niemandem hier im Raum, der nicht entsprechend perplex war, als Ruby auf einmal wieder von den Toten zurückkehrte. Selbst Kaleb, von dem Luke annahm, dass er über die Kräfte seiner Freundin Bescheid wusste, war offensichtlich überrascht.

Wie auch immer, Luke reagierte jedenfalls mal auf Rubys Wunsch und brachte ihr etwas zu trinken, was sie gierig hinunterstürzte.
„Schön langsam. Es bringt uns nichts, wenn du jetzt dann erst an einem Schluck Wasser erstickst.“
Prüfend sah er sie an, während er überlegte inwiefern sie die Wahrheit sagte. Ob sie wirklich nicht wusste, wie diese Heilung geschehen war? Ganz ehrlich, er zweifelte daran.

Allerdings sagte er vorerst nichts dazu, sondern zog nur in bezeichnender Weise die Augenbrauen hoch. Dem folgte ein amüsiertes Schürzen der Lippen auf Rubys schnippische Erwiderung hin. Toughe Worte – nur leider recht sinnfrei.
„Ach… wirklich? Und du bist nicht zufällig auf den Gedanken gekommen, dass diese Tatsache aber mit deinem anderen Problem zusammenhängt?“, gab er vor Sarkasmus triefend zurück, „Und nein, du musst es nicht jedem auf die Nase binden… aber vielleicht den Leuten, die versuchen eine Heilung zu finden.“ Auch er meinte es nicht böse, aber er sagte seine Gedanken eben ganz direkt. Und immerhin hatte sie ja mit dem Sarkasmus angefangen!

Auf Kalebs späte, leise Antwort hin, bedachte Luke ihn nur mit einem kurzen Kopfnicken. Vielleicht hatten die Beiden wirklich nicht daran gedacht, dass die Tatsache, dass Ruby ein übernatürliches Wesen war, in dieser Krankheitssache von Bedeutung sein könnte. Das wäre zwar sehr merkwürdig und Luke konnte sich das nur schwer vorstellen, aber es war ja alles möglich.

Die Hauptsache war ja, dass es dem Rotschopf jetzt wieder gut ging und das sah man ihr nicht nur an, sondern sie demonstrierte es auch ganz deutlich. Da glaubte er ihr wirklich, dass sie sich gut fühlte, sie schien regelrecht vor Enthusiasmus zu strotzen.
Das ließ Luke wiederum schmunzeln, vor allem als er sah, dass Kaleb nicht so wirklich zu wissen schien, wie er damit umgehen und was er davon halten sollte. Das war verständlich, immerhin war es eine merkwürdige Situation jetzt hier, wo keiner so wirklich etwas über den Anderen wusste.

Dr. Fell war sehr ruhig gewesen und auch Luke sah sie jetzt neugierig an, um ihre Reaktionen abschätzen zu können. Immerhin wusste er ja nicht genau wieviel sie von der übernatürlichen Welt wusste.
„Und? Was meinen Sie dazu? Oder müssen Sie das erst einmal ein wenig sacken lassen?“ Er wusste ja nicht womit sie durch ihre Experten schon konfrontiert worden war und ob da Hexen dabei gewesen waren. Auf jeden Fall war das hier keine Situation, die man häufig erlebte.

Luke drehte den Kopf und sah Ruby wieder an, die vor Energie regelrecht zu vibrieren schien. Er wusste nicht, ob sie ihn auch als Hexer erkannt hatte oder nur von sich und Kaleb gesprochen hatte, aber das war jetzt eigentlich auch egal.
„Ich weiß auch nicht, ob das so leicht geht. Es wird wohl nicht jedes Opfer ein übernatürliches Wesen sein, das sich selbst retten kann, das wird also nicht so einfach. Außer du hast entdeckt, wie man gegen diese Krankheit vorgehen kann.“

Nachdenklich tippte er sich mit dem Finger an die Unterlippe und ließ sich auf einem der herumstehenden Stühle nieder. „Wir könnten zumindest versuchen mit deiner Hilfe diese Frau aufzuspüren. Das würde uns schon ordentlich weiterbringen.“ Er würde jedenfalls nicht so schnell aufgeben.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Do März 22, 2018 10:31 am

Es war klar, dass Meredith in dieser Runde die Außenseiterin war.
Sie kannte eigentlich keine dieser Personen, die sich scheinbar fast alle untereinander kannten. Kaleb, Luke und Ruby waren auch alle etwas jünger als sie und wenn Meredith mit ihrer Vermutung richtig lag, hatte sie es hier mit gleich drei Hexen und Hexenmeistern zu tun.
Als also eine kleine Unstimmigkeit darüber auftrat, ob man hätte verraten sollen, dass Ruby eine Hexe war, hielt sie sich aus der Sache raus.
Sie war nicht hier, um ihrer Streitereien zu lösen, sie war hier um Ruby zu helfen und – hoffentlich – auch den anderen Personen, die von dieser Krankheit betroffen waren.
Inzwischen war es auch keine Frage mehr, ob nur Menschen betroffen sein konnte, da Ruby nun mal keiner wahr.
Allerdings waren Hexen den Menschen doch noch ziemlich ähnlich. Sie wurden geboren wie Menschen und starben wie Menschen.
Wie war es mit Vampiren? Diese waren ja eigentlich schon tot, konnten sie auch erwischt werden?
Kurz dachte sie an Castiel … Was war mit Engeln? Seine Hülle war menschlich…

Diese Krankheit hatte ohnehin schon haufenweise Fragen aufgeworfen, die im Moment keine Antwort hatten und nun dachte Meredith schon darüber nach, welche übernatürliche Spezies noch am ehesten menschlich war.
Sie wollte nicht darüber nachdenken, was das für sie bedeutete, die nun mal auch nicht vollständig menschlich war.

Zum Glück musste sie das auch nicht, denn Ruby antwortete auf ihre Frage und sagte, dass es ihr gut ging.
Wie um es zu beweisen stand sie dann auch von der Liege auf.
Sie sah tatsächlich wieder deutlich besser aus. Bei jedem anderen Patienten hätte Meredith klar gemacht, dass Ruby erst einmal liegen bleiben sollte, bis sie zahlreiche Tests durchgeführt hatten, doch das hier war weder ein normaler Patient noch eine normale Krankheit.
Trotzdem würde sie Ruby im Auge behalten.

Die Hexe schlug sehr enthusiastisch vor, dass sie den anderen Betroffenen helfen sollten.
Luke wirkte skeptisch und Meredith sah das ähnlich.
„Ich weiß nicht, ob das so einfach ist“, sagte sie. „Ich habe keine Ahnung, wie du die Krankheit besiegt hast. Ob es daran liegt, dass du eine Hexe bist oder ob es an deiner persönlichen Magie liegt. Oder ob es eine ganz andere Variable gibt, die die Sache beeinflusst hat, die nichts damit zu tun hat“
Ruby war kurzzeitig tot gewesen. Andere Betroffenen waren auch gestorben, aber Meredith wusste von keinem, der zurück gekommen war.
„Und nicht alle, die die Krankheit haben, sind übernatürlich. Uns fehlen einfach noch kritische Informationen über diese Krankheit. Es gibt keine richtige Diagnose, der Symptom-Verlauf ist bei jedem etwas anders und ein Heilmittel gibt es erst recht nicht“

Luke sagte, dass sie vielleicht zusammen versuchen könnten, die Frau zu finden, mit der alles angefangen hatte.
„Das könnte funktionieren“, sagte Meredith.
Es war die einzige Idee, die funktionieren konnte.

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Ruby Redwood
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Do März 22, 2018 3:38 pm

Ruby strotze zwar innerlich wieder vor Elan, doch wurden ihre Vorschläge gerade zu zu nichte gemacht. Alle zweifelten daran, dass es so einfach sein würde die anderen Opfer überhaupt zu finden, geschweige denn ihnen einfach so zu helfen. Daraufhin kam auch die Rothaarige ins Grübeln, setzte den Gedanken an ihren Plan jedoch noch nicht vollständig ab. Sie würde schon einen Weg finden, bisher war ihr das immer gelungen. Außerdem sah man das doch wohl, wenn man die Situation von vor ein paar Minuten betrachtete. Sie hatte nicht sterben wollen und ihren Sturkopf durchgesetzt, dass dies nicht passierte. Und - tadah - es war nicht passiert. Sie lebte noch, oder wieder, und erfreute sich, soweit sie das bis hierher sagen konnte, bester Gesundheit. Natürlich war ihr der Gedanke gekommen, dass das vielleicht nicht so blieb und der Zauber, denn sie ging davon aus das es ein Zauber gewesen war, nicht ewig anhielt. Wobei sie mehr und mehr darüber nachdachte, woher diese Magie gekommen war. Aus sich selbst, ja, so dachte sie im ersten Moment. Aber wieso konnte sie sich dann nicht daran erinnern überhaupt einen Zauber gewirkt haben zu wollen? Das war wirklich rätselhaft.

„Ich weiß auch nicht, ob das so leicht geht. Es wird wohl nicht jedes Opfer ein übernatürliches Wesen sein, das sich selbst retten kann, das wird also nicht so einfach. Außer du hast entdeckt, wie man gegen diese Krankheit vorgehen kann.“, riss Luke sie aus ihren Gedanken und Ruby schreckte beinahe zusammen. Sie hatte nicht mitbekommen, wie sie sich wieder in ihren Kopf zurückgezogen hatte, wie sie es oft tat, wenn sie angestrengt über etwas nachdachte. Nun hatte sie Mühe nicht zusammen zu zucken und in das Büro zurück zu kehren, geistig.
"Ich weiß nicht mal ob ich mich selbst gerettet habe.", murmelte die Rothaarige, deren Elan nun deutlich gedämpft war und wieder ein wenig Ruhe in ihren Geist eingekehrt war. Sie hielt sich einen Moment den Kopf, denn ihre Gedanken drehten schwindelerregende Kreise darin.
"Es hat sich nicht angefühlt, als wäre die Magie von mir gekommen.", fing Ruby an, noch immer etwas leiser als zuvor, zu erklären, bis ihr Blick auf die Ärztin fiel und sie schwieg. Wie viel wusste diese Frau? Und was war sie, wenn sie mehr wusste als ein Mensch überhaupt verstehen konnte?

„Und nicht alle, die die Krankheit haben, sind übernatürlich. Uns fehlen einfach noch kritische Informationen über diese Krankheit. Es gibt keine richtige Diagnose, der Symptom-Verlauf ist bei jedem etwas anders und ein Heilmittel gibt es erst recht nicht“, sagte die Brünette und zeigte damit wieder deutlich, was sie auf jeden Fall war: eine Ärztin. Ruby runzelte darüber nachdenklich die Stirn. Konnte es sein, dass diese Krankheit gar keine war? Sondern viel eher die Machenschaften eines übernatürlichen Wesens, vielleicht sogar eines Aliens? Apropos Aliens.
"Könnte es sein, dass es sich hier um eine Art Todesfee handelt?", fragte sie vorsichtig in die Runde, nicht sicher ob die Anderen überhaupt schon einmal etwas davon gehört hatten. Ruby hatte auch eher zufällig davon erfahren, als sie eines der alten Bücher ihrer Grandma durchgelesen hatte. Die Todesfee oder auch Banshee konnte mit einer Berührung den Tod des Opfers heraufbeschwören und allein mit einem Klagegesang Köpfe benebeln. Aber ob es diese Wesen wirklich gab und ob dieses Exemplar solch eines war, konnte Ruby nicht sagen. Daher war es auch nur eine vage Vermutung.

„Wir könnten zumindest versuchen mit deiner Hilfe diese Frau aufzuspüren. Das würde uns schon ordentlich weiterbringen.“, sagte Luke schließlich zu ihr und Ruby hob wieder den Kopf, um ihn aus ihren gelblich grünen Augen anzusehen. Sie kaute unterschwellig auf ihrer Unterlippe herum, was ebenfalls eine Angewohnheit war, sobald sie nachdachte.
"Und wie? Mit einem Ortungszauber?", wieder haderte sie mit sich das auszusprechen, denn sie misstraute der Ärztin noch immer auf einer gewissen Ebene. Wie konnte sie auch anders? Sie kannte sie nicht. Weshalb sich die Rothaarige ihrer Ungewissheit endlich Raum machen wollte und sich an die Ärztin wandte. "Wie viel wissen Sie eigentlich? Und ... komische Frage, aber sind Sie menschlich?", fragte sie so diskret wie es ihr gerade möglich war. Sie wusste, dass die Worte ziemlich direkt waren, aber sie wusste auch, dass die Brünette damit etwas anfangen konnte. Sie hatte schließlich auch nicht schreiend den Raum verlassen, als klar wurde, dass es sich bei den drei Teenagern in ihrem Büro um eine Hexe und zwei Hexenmeister handelte.

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Kaleb Westphall
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   So März 25, 2018 9:55 am

Ruby schien auch nicht so recht zu wissen, woher die Magie gekommen war, die sie zurück ins Leben geholt hatte.
Auf Lukes Worte hin, dass es für alle Beteiligten besser gewesen wäre, wenn sie ihnen vorher gesagt hätte, dass sie eine Hexe war, schüttelte er nur innerlich seinen Kopf. Er hätte es auch nicht getan. Was, wenn sie im Krankenhaus von jemanden behandelt worden wären, der nichts für das Übernatürliche übrig hatte? Hätten sie dann diesem Realisten verdeutlichen sollen, dass sie Hexen waren und eine magische Wunderheilung benötigten?! Vielleicht wäre die Rothaarige behandelt worden. Ja, und anschließend hätte man sicherlich sie und Kaleb zusammen in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie näher angesehen, um sich ihrer Wahnvorstellungen von Hexen anzunehmen.

Ähnlich wie bereits Luke und er selbst sah es auch die Ärztin sehr skeptisch. Anderen Leuten bei dieser 'Krankheit' helfen, war zwar ein schöner Gedanke. Doch sicherlich auch nicht so leicht auszuführen.
„Ich habe keine Ahnung, wie du die Krankheit besiegt hast. Ob es daran liegt, dass du eine Hexe bist oder ob es an deiner persönlichen Magie liegt. Oder ob es eine ganz andere Variable gibt, die die Sache beeinflusst hat, die nichts damit zu tun hat“, sagte Meredith und es hörte sich für den Jungen fast so an, als würde entweder seine liebgehasste Schwester oder seine Großmutter einen Vortrag halten. Es klang jedenfalls sehr professionell und machte ihm klar, dass die Ärztin sich scheinbar doch weitergehender mit dem Übernatürlichen in der Stadt befasst hatte, als zuerst angenommen.

„Und nicht alle, die die Krankheit haben, sind übernatürlich. Uns fehlen einfach noch kritische Informationen über diese Krankheit. Es gibt keine richtige Diagnose, der Symptom-Verlauf ist bei jedem etwas anders und ein Heilmittel gibt es erst recht nicht“, fügte sie noch an und klang in Kalebs Ohren sehr nach Madame Pomfrey, die ihre Meinung zu einer übernatürlichen Krankheit kundgab.
„Und leicht aufspüren lassen sich die Opfer auch nicht. Je nachdem, wie die Krankheit bei ihnen ausfällt, merken die Leute vielleicht nicht einmal, dass sie betroffen sind“, sagte er, wobei er im ersten Moment dachte, dass er seinem inneren Monolog zuhörte. Erst als die Augen von den dreien auf ihn gerichtet waren, merkte er, dass er zum ersten Mal gesprochen hatte, ohne vorher seinen inneren Monolog um Rat gefragt zu haben. Kam auch nicht allzu häufig vor bei ihm.

„Könnte es sein, dass es sich hier um eine Art Todesfee handelt?“, fragte Ruby in die Runde und Kaleb sah sie etwas überrascht an. Zwar hatte er schon von Todesfeen, den sogenannten Banshees gehört und sogar in einigen Fernsehserien etwas über sie in Erfahrung gebracht. Doch das, was er über diese übernatürliche Spezies wusste, kam hier nicht unbedingt zum Tragen.
„Hast du etwa einen lauten Schrei gehört? Oder ein Klagelied?“, fragte er sie.

„Wir könnten zumindest versuchen mit deiner Hilfe diese Frau aufzuspüren. Das würde uns schon ordentlich weiterbringen“, schlug Luke seinerseits vor und der Brünette nickte. Im Augenblick schien das die Beste aller Lösungen zu sein. Hatten sie den Verursacher – oder in diesem Fall wohl eher die Verursacherin gefunden, konnten sie von ihr aus dann auch die Leute finden, die von dem Eiszauber betroffen waren.

Ruby schien der Sache immer noch leicht zu misstrauen. Auch auf Lukes Vorschlag hin, der scheinbar sogar der Ärztin plausibel erschien.
„Und wie? Mit einem Ortungszauber?“
Kaleb überlegte und runzelte dabei leicht die Stirn. „Magie ist ein dualer Strom. Wenn jemand einen Zauber wirkt, hinterlässt dieser immer eine Spur auf dem Betroffenen“, sagte er überlegend. „Solange noch etwas von diesem Zauber in dir ist, könnte es funktionieren. Und wenn er uns zu der Frau führt, können wir von ihr aus dann auch alle finden, die davon betroffen sind.“

Da die Rothaarige zwar inzwischen schon Luke soweit über den Weg traute, dass sie spürte, dass er genauso wie Kaleb ein Hexenmeister war, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie auch der Ärztin teilweise vertrauen würde. Allerdings glaubte der Junge fast, dass durch ihre nächste Frage alles zunichte gemacht werden konnte.
„Wie viel wissen Sie eigentlich? Und ... komische Frage, aber sind Sie menschlich?“
Ein wirklich toller Start in eine freundschaftliche Beziehung. Als erstes fragte man jeden, ob man menschlich war.

Sicherlich hat der Eiszauber etwas von ihrem Taktgefühl verschwinden lassen.
Dennoch musste Kaleb leicht grinsen.
An Meredith fügte er jedoch an: „Sorry – sie meint das sicher nicht böse.“

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Luke Parker
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Mo Apr 02, 2018 10:55 am

Luke dachte nicht an Dinge wie Außenseiter oder nicht, nicht hier und jetzt. Darum ging es hier nicht, immerhin waren sie hier um gemeinsam etwas zu schaffen und Anderen zu helfen. Sie hatten also alle das gleiche Ziel, egal wie unterschiedlich sie auch sein mochten.
So hatte jeder von ihnen auch andere Ideen – wenn auch nicht sonderlich viele davon und sie hatten auch keine Ahnung, was funktionieren könnte. Immerhin wussten sie noch immer viel zu wenig über die ganze Sache, deshalb mussten sie Ruby in ihrem Enthusiasmus erst einmal ein wenig einbremsen. Auch wenn das natürlich nicht negativ von ihnen gemeint war, sondern eben nur ordentlich überlegt gehörte.

Immerhin wusste Ruby ja nicht einmal selber wie sie es geschafft hatte die Krankheit zu besiegen und die anderen Opfer waren zumindest teilweise gar keine übernatürlichen Wesen. Wie sollten sie also nähere Einzelheiten und somit eine Lösung herausfinden?
Rubys Idee mit der Banshee war jedenfalls gar nicht so schlecht und Luke runzelte nachdenklich die Stirn. „Das ist ein interessanter Gedanke. Mir ist zwar nicht bekannt, dass Banshees Erfrierungen verursachen, aber es könnte zumindest etwas in dieser Art sein. Da müsste dann auch nicht zwangsläufig ein Schrei oder Todesgesang zu hören sein, wenn es nur eine verwandte Spezies ist.“

Er begann in seinem Rucksack herumzukramen und zog dann seine Enzyklopädie der übernatürlichen Wesen hervor, in der er gleich eifrig herumzublättern begann. Alle Kreaturen und übernatürlichen Phänomene kannte er ja immerhin auch wieder nicht, konnte er gar nicht.
Während er herumblätterte und die Seiten überflog, folgte er aber dennoch dem Gespräch der anderen Drei und sah auf als Ruby bei seinem Vorschlag nachfragte.
„Ja genau. Mit einem modifizierten Ortungszauber, der nach der magischen Signatur dieser Frau sucht.“ Kaleb erklärte das dann auch ganz gut, so dass Luke ihm beifällig zunickte. Der Junge mochte eher still und unscheinbar wirken, aber er hatte anscheinend ordentlich was auf dem Kasten.

Die Art und Weise wie Ruby dann so direkt mit ihrer Frage an Meredith herausplatzte, ließ Luke dann breit grinsen und er konnte ein leises Kichern gerade noch unterdrücken. An sich war die Frage ja durchaus berechtigt und ehrlich gesagt war Luke genauso neugierig auf die Antwort, denn so genau wusste er über die Ärztin ja auch nicht Bescheid. Nur hätte er sicher nicht so direkt danach gefragt, so etwas durften sich wohl nur Mädchen erlauben. War aber auch okay.

„Das ist nur fair irgendwie, immerhin werden wir von dir gleich noch eine Haarsträhne oder ein wenig Blut brauchen, Ruby. Das ist noch viel intimer als so eine Frage.“ Und weil sie gerade dabei waren, begann Luke nun erneut seinen Rucksack zu durchsuchen. „Und dann brauchen wir noch einige andere Utensilien für den Zauber. Habt ihr hier Kerzen?“

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   Do Apr 05, 2018 9:13 pm

Rubys Enthusiasmus war zwar etwas gedämpft worden, aber nur weil eine Idee verworfen worden war, aber das hieß nicht, dass es keine anderen gab.
Die Idee einer Todesfee wurde angesprochen und Merediths erster Instinkt war, vehement zu verneinen, da es so etwas nicht gab.
Obwohl sie inzwischen einige Erfahrungen mit dem Übernatürlichen (und ihrer Meinung nach dem ganz besonderen Übernatürlichen) gemacht hatte, war es immer noch ihr erster Instinkt erst einmal alles für unmöglich zu halten, dass aus einem Buch über Mythologiebuch zu stammen schien.
Doch bevor sie etwas in die Richtung sagte, dachte sie erst einmal darüber nach.
Angebrachte Kritik wurde geäußert, doch Luke sprach an, dass sie nicht zwingend ein Klagelied haben musste.
Sowohl Luke als auch die Winchesters hatten von einer bestimmten, jungen Frau gesprochen, die dem Wetter unangebracht gekleidet gewesen war.
Eine Banshee wäre jetzt nicht das erste was Meredith einfallen würde, aber es war nicht all zu abwegig, besonders wenn es nur eine verwandte Spezies war.

Die Hexen und Hexenmeister sprachen über den Ortungszauber, den sie modifizieren wollten. Luke hatte sogar eins seiner Bücher hervorgezogen.
Aus dem Teil der Unterhaltung hielt Meredith sich bewusst heraus. Sie kannte zwar einige Hexen, aber sie wurde hier nichts Hilfreiches beitragen können.
Inzwischen war sie sich sogar ziemlich sicher, dass die von ihnen, die Magie wirken konnten, hier wesentlich mehr würden leisten können.
Bei der Theorie war sie ja noch hilfreich gewesen, aber in der magischen Praxis musste sie sich ausklinken.

Sie dachte stattdessen darüber nach, was – wenn es eine Banshee war – diese getan hatte, damit es Ruby scheinbar wieder gut ging. Was war mit Dean und den anderen Betroffenen?
Weit kam sie aber mit ihrem Gedankengang nicht, als Ruby fragte: "Wie viel wissen Sie eigentlich? Und ... komische Frage, aber sind Sie menschlich?"
Scheinbar war Meredith nicht die einzige, die von dieser Frage überrascht war, denn während Luke deutlich ein Grinsen unterdrückte, betonte Kaleb, dass die Frage nicht böse gemeint war.

Meredith räusperte sich.
Sie war sich nicht ganz sicher, wie sie die Frage beantworten sollte.
Was wusste sie? War sie überhaupt menschlich?
Der Gedanke war ihr auch schon gekommen, doch das noch mal eine ganz andere Existenzdebatte, für die jetzt definitiv nicht der richtige Zeitpunkt war.
„Ich bin keine Hexe“, sagte sie. Dass sie Geister sehen konnte, war jetzt wirklich nicht wichtig oder? Diese drei – essentielle noch Fremden – mussten es nicht wissen. „Es wird für euch vielleicht neu sein, aber die Magie, das Übernatürliche, nicht nur Hexen, sind schon seit Jahrhunderten hier in der Stadt. Es gab immer Familien, Individuen, die darüber Bescheid wussten. Meine inbegriffen. Ich wusste schon seit einer Weile, dass Übernatürliches existiert und mit meiner Neugierde … ich habe haufenweise Leute getroffen, die mehr wussten als ich und bereit waren ihr Wissen zu teilen. Sagen wir es so, ich bin eine Ärztin, mit einem persönlichen Interesse für das Übernatürliche“
Sie hoffte die Erklärung würde zufriedenstellend sein.

„Und ich glaube wir sollten Kerzen von der Weihnachtsdeko irgendwo haben“, sagte sie. Eigentlich ein riesiges Feuerrisiko, aber in Büros und Schwesternzimmern ließ man sich Adventskränze und Deko ungern nehmen.

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Ruby Redwood
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BeitragThema: Re: Merediths Büro   So Apr 15, 2018 10:07 pm

Die Ärztin ließ ein wenig den Klugscheißer heraushängen, was das Trotzige in Ruby auf den Plan rief. Doch sie konnte es unterdrücken, denn es machte sie eher misstrauisch, als provoziert. Warum wusste die Ärztin so viel darüber? Wer war sie wirklich? Ruby wurmte es ihren Gegenüber nicht zu kennen und nicht einschätzen zu können. Gut, sie kannte auch Luke nicht wirklich näher. Aber zumindest wusste sie, was er war. Und einen Hexenmeister konnte sie eher einschätzen, als eine Frau, die vorgab eine Ärztin zu sein und sonst weiter nichts.
Rubys Augenbrauen zogen sich für einen Moment zusammen, als sich auch schon ihre Stirn runzelte. Doch gerade, als sie sich zu dem Thema äußern wollte, kam ihr Kaleb zuvor.
'Ja, hackt doch alle auf meinem Vorschlag rum. Es war nur eine Idee Leute', dachte sie und hätte am liebsten die Augen leicht verdreht. Doch hätte das wohl unweigerlich dazu geführt, dass ihr wieder schwindelig geworden wäre, weshalb sie es unterließ und nur noch mehr schwieg und zuhörte.

Die Rothaarige blickte Kaleb an, als dieser eine Erklärung zum Zauber abgab, den sie wohl im Begriff waren zu benutzen. Beinahe hatte sie schon auf den Lippen, dass sie das sehr wohl wusste, erinnerte sich dann aber wiederum daran, dass hier noch ein Mensch war, der wahrscheinlich nicht so viel mit einem solchen Begriff anfangen konnte und so schluckte sie die aufkommenden Worte wieder herunter. Inzwischen hatten sie die Arme vor der Brust verschränkt, während sie gespannt die Ärztin ansah, die sich nun erklären sollte. Sie fand ihre eigene Wortwahl ganz und gar nicht unangebracht, im Gegenteil. Daher runzelte sie bei den Worten der beiden Jungen etwas die Stirn.
„Ich bin keine Hexe“, sagte die Ärztin und augenblicklich schoss Ruby ein sarkastisches 'Ach wirklich' durch den Kopf, was sie jedoch dort behielt und nicht über ihre Lippen brachte. Dass sie keine Hexe war, hatten sie alle nun wohl schon mitbekommen. Sonst hätte sie sich wohl auch offener und tatkräftiger im Gespräch um einen Zauber eingebracht und sich nicht so raus gehalten, wie sie es nun einmal getan hatte. Umso mehr brannte nun Rubys Interesse darauf, was die junge Frau denn nun war.

„Es wird für euch vielleicht neu sein, aber die Magie, das Übernatürliche, nicht nur Hexen, sind schon seit Jahrhunderten hier in der Stadt. Es gab immer Familien, Individuen, die darüber Bescheid wussten. Meine inbegriffen. Ich wusste schon seit einer Weile, dass Übernatürliches existiert und mit meiner Neugierde … ich habe haufenweise Leute getroffen, die mehr wussten als ich und bereit waren ihr Wissen zu teilen. Sagen wir es so, ich bin eine Ärztin, mit einem persönlichen Interesse für das Übernatürliche“, erklärte die Ärztin lang und breit, bis sie schließlich zu der wichtigen Information kam. Rubys Augen verengten sich leicht. Sie glaubte ihr nicht und das war wohl deutlich in der Luft spürbar, wenn auch nicht so sehr, dass es vielleicht allen Anwesenden auffiel. Sie wusste nicht warum, aber sie glaubte der Ärztin kein Stück weit über die Schwelle, was zum großen Teil wohl daran lag, dass sie eben Ärztin war. Aber auch, dass sie sagte bescheid zu wissen, aber dennoch nicht preisgab, was sie war.
'Vielleicht ist sie ja wirklich nur ein interessierter Mensch', schoss es ihr durch den Kopf. Doch so ganz wollte sie sich nicht auf diesem Gedanken ausruhen. Jedoch beschloss sie es erstmal dabei beruhen zu lassen und sich stattdessen der Vorbereitung des Zaubers zu widmen.

Ruby sah sich suchend im Büro um. Sie fand eine Schere auf dem Schreibtisch und ging dorthin herüber, holte sich das Utensil und ging zurück zu Luke.
"Wie viel wirst du brauchen?", fragte sie ihn schlicht in Bezug darauf, dass sie wohl bereit dazu war etwas Blut sehen zu lassen. Eine Haarsträhne, so glaubte sie, würde kaum reichen für einen so mächtigen Ortungszauber. Wenn es ein höheres Wesen war, hatte es sicher einige Vorkehrungen getroffen, um nicht gefunden zu werden.

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