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 Krankenhausbücherei

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Luke Parker
Warlock
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BeitragThema: Re: Krankenhausbücherei   So Jan 14, 2018 10:33 am

Irgendwann hatte Luke eben aufs Ganze gehen und es versuchen müssen, auch wenn er damit riskierte als Blödmann dazustehen. Oder dass sie ihn gleich einweisen ließ, immerhin war sie Ärztin. Doch er hatte Glück, sein Gefühl hatte ihn also nicht getrogen.
Fast atmete er erleichtert auf und wurde im nächsten Moment erst recht neugierig.
„Wie kommt eine Ärztin auf die Idee sich mit übernatürlichen Phänomenen zu befassen?“
Und wie kam so jemand überhaupt darauf, dass es so etwas wie das Übernatürliche überhaupt gab? Auf jeden Fall nahm sie ihn nicht auf den Arm, sondern sprach ganz ernsthaft darüber.

Luke seinerseits hörte ihr mit der entsprechenden Aufmerksamkeit zu und musterte sie gleichzeitig interessiert. Sie hatte eine andere Theorie als einen Fluch.
„Ein übernatürlicher Virus? Das ist ja noch schlimmer. Gegen einen Fluch hätte ich zumindest einige Zauber gewusst.“, murmelte er vor sich hin. „Aber gut, dann muss ich das von einer ganz neuen Warte aus angehen.“ Er riss eine frische Seite von seinem Block und legte sie vor sich hin, betrachtete aber erst einmal seine bisherigen Notizen.

„Es ist aber wohl nicht untereinander ansteckend…denn bei einigen der Opfer können wir sicher sein, dass die niemals miteinander in Berührung gekommen sind.“, überlegte er weiter, „Also geht es nur von einer einzigen Person aus?“
Für einen Moment legte er seinen Stift beiseite und lehnte sich im Stuhl ein wenig zurück, so dass er die Ärztin direkt ansehen konnte.

„Von welcher Art ,Experten‘ sprechen wir hier? Und wie kommen sie auf die Idee mit dem Virus?“ Das war nicht einfach nur reine Neugierde, sondern war für ihn auch wichtig, um ihm weitere Anhaltspunkte und somit fortführende Ideen zu liefern.
Außerdem wäre es gut zu wissen, was für Leute dabei noch dran waren. Andere Hexen? Schamanen? Vielleicht Vampire? Die dachten ja schnell mal, dass sie in allem Experten waren.

„Wenn Sie glauben, dass es von einer Person ausgeht, müssen Sie ja irgendwie auf diese Idee gekommen sein. Haben Sie da jemanden im Verdacht? Denn das wäre jetzt wohl mal das Wichtigste, dass man den Überträger ausfindig macht. Dann könnte man weitere Untersuchungen anstellen.“

Da könnte Dr.Fell dann herkömmliche Untersuchungen machen und Luke würden vielleicht ein paar magische Varianten davon einfallen. Dafür würde er dringend ein paar speziellere Bücher aus seinem Elternhaus brauchen, aber so weit waren sie ja noch lange nicht.

Luke wurde aus seinen Gedanken gerissen, als sich auf einmal noch jemand zu ihnen gesellte. Neugierig musterte er den dunkelhaarigen Mann, der anscheinend ein Bekannter von Dr. Fell war. Einer seiner Augenbrauen zuckte kurz hoch bei der gespielt verletzten Bemerkung des Anderen. Egal ob das jetzt stimmte oder nicht, sie schienen sich zumindest besser zu kennen als nur flüchtig.

„Für ein heimliches Stelldichein wüsste ich aber besser Orte als eine Krankenhausbibliothek.“, warf er ein. Naja und bessere Partner dafür wüsste er auch. Nichts gegen Dr. Fell persönlich, sie war ja auch eine hübsche, junge Frau. Aber eben eine Frau.
Ansonsten hielt der junge Hexer sich vorerst zurück und überließ es lieber der Ärztin sie einander vorzustellen. Und auch wieviel sie über ihr Beisammensein hier verraten wollte.

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Meredith Fell
Psychic
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BeitragThema: Re: Krankenhausbücherei   Do Jan 18, 2018 3:29 pm

Luke war verständlicherweise ein wenig überrascht von der Tatsache, dass Meredith (oder Ärzte allgemein) sich mit dem Übernatürlichen beschäftigten.
Er würde sein blaues Wunder bekommen, wenn er auf den Gründerrat treffen würde. Eine Organisation voller Akademiker, Personen der Wissenschaft, die alle Jagd auf Vampire machten.
Zumindest teilweise. Was genau Damon im Rat machte war ihr immer noch nicht ganz klar, aber sein Ziel war definitiv nicht, dass alle Vampire gewaltsam aus der Stadt entfernt wurden.

„Sagen wir einfach mal, in Mystic Falls kommt man nicht wirklich daran vorbei“, gab Meredith eine vage Antwort. Sie fragte nicht, wie Luke in all das verwickelt war. Es war nicht so, dass sie nicht neugierig war, aber im Moment gab es Dringenderes.

Der Virus-Ansatz war neu für Luke, doch dann erwähnte er etwas, dass noch mal einiges veränderte: „Es ist aber wohl nicht untereinander ansteckend…denn bei einigen der Opfer können wir sicher sein, dass die niemals miteinander in Berührung gekommen sind.“
Das bedeutete also, dass es einen Patienten 0 gab, der alle anderen Opfer angesteckt wird.
„In diesem Fall ist es möglich, dass die Opfer nicht willkürlich gewählt wurden“, sagte Meredith. „Was, wenn jemand absichtlich auf die betroffenen Personen zielt?“
An sich war die Idee gar nicht so schlecht. Dass es in Mystic Falls jemanden gab, der so Leute los werden wollte … es passte auf jeden Fall zur Stadt.
Aber warum würde jemand normale Menschen und Jäger angreifen? Und warum Dean und nicht Sam?
Es gab einfach zu viele Fragen und die wichtigsten hatten noch immer keine Antwort.

Luke spann die Idee weiter, fragte Meredith aber nach mehr Details.
„Es gibt einige Personen, die sich beruflich mit solchen Dingen – bösem Übernatürlichen – beschäftigen. Die Infektionen scheinen von einer Person ausgehen, einer jungen Frau.“, erklärte Meredith. „Ich habe sie selbst nicht gesehen, aber scheinbar reicht eine Berührung und dann setzen die Symptome ein. Wir haben aber keine wirkliche Idee, wer oder vielmehr was sie ist“

Meredith wollte gerade hinzufügen, dass die Frau sowohl nahe als auch in der Stadt aufgetaucht war, als sie hinter sich eine bekannte Stimme vernahm.
Damon war hier. Meredith hatte ihn zwar angerufen, aber seitdem nicht mehr auf ihr Handy geguckt.
Trotzdem hatte sie nicht wirklich damit gerechnet, dass er einfach hier auftauchte.

Luke antwortete schlagfertig auf Damons Kommentar.
„Ich bin immer noch mit meiner Arbeit verheiratet, Damon“, sagte Meredith. „Es tut mir leid, dass ich dich da enttäuschen muss“.
Dann wurde sie jedoch ernst. „Danke, dass du gekommen bist. Luke, dass ist Damon, Damon, das ist Luke, wir arbeiten zusammen an etwas“
Sie deutet vage in Richtung all der Papiere.

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Damon Salvatore
CO-ADMIN | Vampire
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BeitragThema: Re: Krankenhausbücherei   Do Jan 18, 2018 10:37 pm

Damon grinste bei den Worten des jungen Mannes. „Wenn Sie wüssten, was man in einer Bibliothek alles machen kann“, sagte er mit einem Schulterzucken und einem zweideutigen Grinsen. Dass er im Hinterkopf das überdachte, was die beiden Menschen besprochen hatten. Unterbewusst hatte er es erst ausgeblendet, weil er das immer machte. Man drehte sonst irgendwann durch, wenn man alles um sich herum so an sich heranließ und es bewusst wahrnahm, was um einen herum gesprochen wurde. Er sollte Meredith später noch ein mal darauf ansprechen, denn was er gehört hatte, wenn auch nicht bewusst, hatte durchaus interessant geklungen. Da sollte er dranbleiben.

Der Vampir zog spielend eine Schnute, als die Ärztin sagte, sie wäre mit ihrer Arbeit verheiratet. „Wir sollten mal wieder Pokern“, murmelte er in seinen nicht vorhandenen Bart. Aber zumindest bekam der Unbekannte nun einen Namen – Luke. „Sehr erfreut“, sagte Damon, obwohl es eher ein bisschen abwesend klang. Er musterte den anderen für einen Moment. Die blauen Augen glitten einmal von oben nach unten und machten sich einen ersten Eindruck. Der Junge sah aus, als wäre er gerade erst aus der Schule entwachsen war. Wie kam jemand wie dieser Knabe dazu, mitten in der Nacht in der Krankenhausbücherei zu stehen.

Er ließ seinen Blick auf die Bücher wandern, auf die die Ärztin deutete. „Und an was arbeitet ihr in finsterer Nacht?“, fragte Damon und sah Meredith an. Sie war diejenige, die er kannte. Es wäre interessant zu wissen, was Meredith alles bereit war zu erzählen. Sie war im Rat ebenso wie Damon, aber dieser junge Mann, Luke, war ihm völlig unbekannt. Was wusste er?

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Luke Parker
Warlock
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BeitragThema: Re: Krankenhausbücherei   Sa Jan 20, 2018 10:31 am

Die Erklärung der Ärztin klang nachvollziehbar. Wer ein bisschen länger in Mystic Falls war, lernte schnell, dass es mehr gab als das ,normale‘ Leben. Außer natürlich man verschloss die Augen davor, aber so jemand schien Dr. Fell nicht zu sein. Und das machte sie ihm gleich sympathisch.
Während sie ihre Informationen austauschten, kamen sie gemeinsam auf immer weitere Ansätze. Das war genau das, was Luke gehofft hatte und er runzelte nachdenklich die Stirn bei ihren Überlegungen.
„Ich weiß nicht, ob diese Person das absichtlich macht. Sie weiß vielleicht gar nicht darüber Bescheid, dass sie ansteckend ist. Und wenn sie es weiß und Andere absichtlich infiziert, stellt sich die Frage ob sie die Opfer mit einem speziellen Hintergrund auswählt, oder einfach Lust und Laune.“

Interessant war es auch, dass diese junge Frau, um die es sich hierbei anscheinend handelte, bereits gesehen worden war. Das waren auch schon wichtige Informationen, die Luke gleich auf seinem Block notierte. Das war schon ein enormer Schritt vorwärts.
„Das bringt uns schon ordentlich weiter. Gibt es irgendwelche näheren Informationen zu dieser Frau? Hat irgendjemand näher mit ihr zu tun gehabt?“
Toll wäre es, wenn es vielleicht irgendetwas von ihr gäbe, ein Stück ihrer Kleidung oder dergleichen, denn dann könnte Luke einen Lokalisationszauber sprechen, um sie aufzuspüren.

Dr. Fell – die anscheinend mit Vornamen Meredith hieß - neu hinzugekommener Bekannter lenkte dann allerdings Lukes Aufmerksamkeit auf sich. Damon also. „Freut mich auch.“ Luke nickte ihm grüßend zu, als sie einander vorgestellt wurden und blickte für einen Moment nachdenklich drein. Dunkelhaarig, groß, große Klappe und der Vorname Damon – ob er es hier mit Damon Salvatore zu tun hatte? Luke war natürlich über die wichtigsten übernatürlichen Wesen in Mystic Falls informiert worden und da gehörten die Salvatores klarerweise dazu.

Doch natürlich behielt der junge Hexer seine Überlegungen für sich, solange er nicht sicher sein konnte. Vor allem da Damon ihn mit prüfendem Blick musterte. Phu, da konnte es einem ganz schön unwohl werden. Dennoch versuchte er sich nichts anmerken zu lassen.
Die Bemerkung darüber, was man in einer Bibliothek noch so machen könnte, kommentierte Luke dafür mit einem kleinen Schmunzeln. „Das stimmt wohl. Hätte ich da bloß früher daran gedacht.“ Was natürlich auch nur ein Scherz war.

„Ist das einer Ihrer Experten?“, fragte er an Meredith gewandt, doch diese Frage beantwortete sich selbst als Damon ihre Aufzeichnungen betrachtete und nachfragte.
Nun, Luke wusste ja nicht inwieweit der Dunkelhaarige informiert war und wieviel Meredith ihm mitteilen wollte. Andererseits hatte sie ihm ihre Unterlagen gezeigt, also würde sie es nicht komplett vor ihm geheim halten wollen. Dennoch war es sicher besser wenn Luke es ihr überließ wieviel sie sagen wollte.

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenhausbücherei   Do Jan 25, 2018 8:40 pm

Weder Damon noch Luke schienen sonderlich interessiert am Gegenüber, sondern viel mehr daran, was der andere wusste.
Meredith konnte dies definitiv nachvollziehen, immerhin wirkte dieses Problem wie eins, das nicht eine Person alleine lösen konnte.
Bevor sie sich jedoch wieder darauf konzentrieren konnte, sagte sie noch zu Damon: „Ich glaube ich habe genug vom Pokern gesehen“ und bezog das nicht nur auf die Karten und Chips.
Er hatte ihrer Meinung nach auch viel zu viel von ihr gesehen.

„Damon ist keiner der Experten“, stellte Meredith erst einmal klar. Sie wusste noch nicht einmal, was er über diese ganze Sache wusste.
„Er weiß aber trotzdem einiges, Sie können ihm – zumindest hiermit – vertrauen“, fügte sie noch hinzu.
Sie fragte, ob Damon von den Todesfällen gehört hatte und wie zur erwarten nickte er.
„Luke und ich arbeiten daran“, erklärte sie. „Wir verfolgen die Theorie, dass es eine Frau gibt, die dafür verantwortlich ist, in dem sie die Opfer durch Berührungen infiziert“
Sich wieder Lukes Frage zuwendeten sagte sie: „Wie gesagt, sie ist noch ein ziemliches Mysterium. Ich kenne fast alle Einwohner von Mystic Falls und mir fällt niemand ein, der auf die Beschreibung passt. Scheinbar war sie aktiver in der Nähe des Waldes, aber das war es dann auch“

Sie erhob sich von ihrem Stuhl. „Damon, ich will dich auch gar nicht aufhalten. Luke, würden Sie mich für einen Moment entschuldigen? Ich stoße gleich wieder zu Ihnen, ich muss nur schnell etwas mit Damon besprechen“

Sie führt Damon zu ihrem Büro, unterwegs bedankte sie sich noch einmal, dass er gekommen war. Einen Vampir auf Abruf zu haben, war wirklich praktisch.

tbc: Merediths Büro

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Damon Salvatore
CO-ADMIN | Vampire
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BeitragThema: Re: Krankenhausbücherei   Do Jan 25, 2018 10:32 pm

Damon überließ es ganz Meredith, sich mit dem jungen Mann auseinanderzusetzen. Er war schließlich ihretwegen gekommen und nicht seinetwegen. Was in letzter Konsequenz allerdings das Gesprächsthema der beiden war, wunderte ihn doch. Er nickte auf Merediths Frage hin. Er hatte von den Toten gehört. Als übernatürliches Wesen in Mystic Falls blieb man besser auf dem Laufenden. Außerdem hatte Carol ihn informiert. Sie hatte ein Ratstreffen einberufen wollen, weil sie einfach mal völlig durchdrehte bei ein bisschen Schnee. Diese Frau war jedoch allgemein ziemlich paranoid und durchgeknallt, aber vielleicht musste man nicht mehr ganz beisammen sein, wenn man in eine Werwolffamilie einheiratete. Damon jedenfalls zweifelte an ihrer geistigen Gesundheit seit dem ersten Moment ihres Kennenlernens. Allerdings ließ sich Carol Lockwood wunderbar von ihm um den Finger wickeln und manipulieren und Damon nutzte das auch schamlos aus.

Ehe der Vampir weitere Fragen stellen konnte, zog es die Ärztin zu dem eigentlichen Grund, weswegen sie ihn um zeit gebeten hatte. Der Salvatore verabschiedete sich von Luke und ging mit Meredith nach draußen. Was er erfahren hatte, gab ihm zu denken. Jemand infizierte Menschen und diese froren dann zu Tode? Diese Vorstellung war ziemlich gruselig und unbewusst rieb er sich über das steife Handgelenk. Die Schmerzen waren mittlerweile konstant da und wurden schlimmer. Sein Atem war flach, ohne dass er sich dessen wirklich bewusst war.

Wieder unter sich im Büro der Medizinerin, richtete Damon auch wieder das Wort an sie. „Wer ist betroffen?“, wollte er wissen und sah sie an. Irgendwas sagte ihm, dass es nicht irgendjemand war, der Betroffen war. Etwa sie selbst? Sie kam ihm nicht verändert vor, aber das letzte Mal war sie auch völlig betrunken gewesen. Das konnte man also vermutlich nicht zählen. Damon zierte sich, seinen Ärmel hochzuschieben. Plötzlich kam es ihm wie eine ziemlich dämliche Idee vor, ins Krankenhaus gekommen zu sein. Er hätte einfach nach hause fahren sollen. Amy hätte sich bestimmt gefreut, ihn mal wieder zu sehen.

Tbc: Merediths Büro

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Luke Parker
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BeitragThema: Re: Krankenhausbücherei   Sa Feb 03, 2018 2:56 pm

Es war ein gegenseitiges Abchecken, aber das war wohl ganz normal, wenn man einander nicht kannte und unter so merkwürdigen Begleitumständen aufeinanderstieß. Damon schien jedenfalls keiner dieser erwähnten Experten zu sein, auch wenn er dennoch über die Vorfälle Bescheid wusste. Interessant. Und man konnte ihm vertrauen? Nun, das würde Luke mal so hinnehmen.

Er notierte sich noch ein paar der Stichpunkte, die inzwischen zur Sprache gekommen waren und sah dann wieder zu den beiden Anderen hin. „Natürlich, kein Problem.“ Er verabschiedete sich mit einem Nicken von Damon und wandte sich dann fürs Erste wieder seinen Büchern und den Notizen zu. Mit all den neu gewonnen Informationen konnte er schon vielmehr anfangen und nach und nach ein deutlicheres Bild zusammenstellen.

Sein piepsendes Handy zog seine Aufmerksamkeit auf sich. Er zog es hervor und las die Nachricht, die er von Kaleb bekommen hatte. Mit fliegenden Fingern tippte er eine Antwort und legte das Handy dann wieder neben sich auf den Tisch. Es war gut, wenn Kaleb und seine Freundin jetzt hierherkamen. Es war wohl die einzige Chance, welche die Freundin hatte und vielleicht könnten sie damit der Sache auch mehr auf die Schliche kommen.

Er sah auf als Meredith zurückkam und lächelte sie milde an. „Wie gesagt, gar kein Problem.“
Mit einer kurzen Bewegung drehte er das Blatt mit den Notizen wieder so, dass diese sie ebenfalls lesen konnte. „Nun ja, wir haben darüber gesprochen, dass wir diejenige finden müssen, die anscheinend dieses Virus überträgt.“
Kurz hielt er inne und fuhr dann fort. „Außerdem habe ich eine Nachricht von meinem Freund bekommen. Er bringt seine erkrankte Freundin hierher. Vielleicht finden wir eine Möglichkeit ihr zu helfen.“

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenhausbücherei   Di Feb 13, 2018 7:40 pm

cf: Merediths Büro

Meredith kehrte zu Luke zurück und setzte sich wieder an den Tisch der inzwischen von Notizen und Büchern vollkommen eingenommen war.
Dass sie bei all diesen Informationen immer noch keine Lösung hatten war doch ziemlich enttäuschend.
Merediths Gedanken wanderten zurück zu dem Blut, welches sich nun sicher in dem kleinen Kühlschrank in ihrem Büro befand.
Vampirblut konnte alle menschlichen Krankheiten und Verletzungen heilen … aber wie war das bei übernatürlichen Krankheiten?
Die Wissenschaftlerin in ihr war sofort interessiert, aber sie wusste auch, dass das Risiko viel zu groß war.

Lukes Handy meldete sich und nachdem er kurz eine Nachricht an jemanden geschrieben hatte, teilte er Meredith mit, dass ein Freund von ihm mit einer ebenfalls erkrankten Freundin zu ihnen kommen würde.

Meredith nickte, auch wenn sie sich nicht sicher war, dass sie würden helfen können.
Sie würde verdammt sein, wenn sie es nicht zumindest versuchte.
Obwohl sie gerade erst von dort gekommen war, sagte sie: „Vielleicht sollten wir in mein Büro umziehen“
Sie wusste nicht, wie sich die Krankheit bei der betreffenden Person äußerte, aber Meredith konnte sich vorstellen, dass sie vielleicht etwas Privatsphäre haben wollte.
Und da dies wohl kaum eine altmodisch behandelbare Krankheit war, wollte die Ärztin nicht einfach eins der Behandlungszimmer in Beschlag nehmen.

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Ruby Redwood
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BeitragThema: Re: Krankenhausbücherei   Mi Feb 14, 2018 8:31 pm

cf: Mystic Grill, Parkplatz

Geschwächt und stolpernd folgte Ruby Kaleb durch die endlos erscheinenden Gänge des Krankenhauses. Sie war hier noch nie gewesen. Wann auch? Sie war schließlich gerade erst ein paar Wochen in der Stadt. Kein Grund sich gleich eine solche Verletzung zu holen, um im Krankenhaus zu landen. Ruby war normalerweise kein Mensch, der sich leicht verletzte. War ja klar gewesen, dass das Karma irgendwann bei ihr mal zuschlagen würde und sie sich etwas einfing, was wirklich kaum einer hatte und was nicht einmal wissenschaftlich bekannt war. Sie war sich auch nicht sicher, ob man ihr hier wirklich helfen konnte. Wenn es bisher solche Vorfälle gegeben hatte, vielleicht. Aber wer sagte denn, dass diese 'Vorfälle' noch lebten? Ein ungutes Gefühl beschlich Ruby, je näher sie ihrem Ziel kamen. Was würde sie erwarten? Ein Arzt, der sie nur untersuchen wollte. Oder ein Arzt, der gewisse 'Tests' an ihr durchführen wollte. Ihre Grandma hatte sie vor solchen Leuten gewarnt und auch vor Ärzten generell. Auch Ruby hegte nicht direkt Groll, aber eine gewisse Abneigung gegen Leute, die sich beinahe ausschließlich nur mit dem inneren Geschehen von Menschen auseinander setzten. Das war doch nicht normal. Es klang eher wie ein seltsamer Fetisch, als ein anerkannter Beruf.

Rubys Stiefel machten ein schlurfendes Geräusch, als ihr mal wieder die Knie weich wurden. Unweigerlich hielt sie sich an der Wand neben sich fest, um Kaleb nicht wieder zur Last zu fallen und sich an ihm fest zu halten. Sie hatte ihm gegenüber genug angerichtet, da musste sie sich nicht auch noch bei ihm abstützen. Ruby dachte da wirklich sehr rational. Was ihr selbst nicht gefallen würde, wälzte sie auch nicht auf Andere ab. Auch wenn Kaleb ein hilfsbereiter Mensch war, so wollte sie ihn ganz sicher nicht ausnutzen. Daher versuchte sie sich größtenteils selbst zu helfen.
"Geht schon wieder.", meinte sie schnell, als besagter Junge sich zu ihr umdrehte, wahrscheinlich besorgt, dass sie nicht mithalten konnte. Doch die Rothaarige winkte mehr oder weniger überzeugend ab und zog sich an der Wand wieder hoch, versuchte einen Moment mit Mühe das Gleichgewicht zu halten, bis sie die Energie nutzte und sich fort bewegte.
"Wo ist diese verfluchte Bücherei?", keuchte sie, während sie wieder versuchte mit Kaleb Schritt zu halten. Es war nicht so, dass er besonders schnell lief, doch spürte Ruby immer wieder, dass ihre Kräfte sie mehr und mehr verließen. Doch dem Anschein nach war es nicht mehr weit und tatsächlich kamen sie bald an die Tür, wo in großen umrandeten Buchstaben "Bücherei" drauf stand. Ruby seufzte erleichtert und versuchte sich weiter auf den Beinen zu halten, ergriff aber sicherheitshalber wieder Kalebs Arm, wenn auch eher unterbewusst, ohne sich wirklich bei ihm abzustützen.
"Wenns okay ist ...", nuschelte sie noch und blickte leicht zu Kaleb rauf, nur um ihm so unterbewusst zu zeigen, dass bereits sämtliche Farbe ihr Gesicht verlassen hatte und auch ihre Augen seltsam milchig aussahen.
Gemeinsam gingen sie zu dem Freund den Kaleb erwähnt hatte. Und wie Ruby schon erwartet hatte, war auch eine Ärztin bei ihm. Sie war wirklich gespannt, welcher Art sie war. Die Rothaarige sah inzwischen mehr aus wie eine wandelnde Leiche, als ein lebendiger Teenager. Ihre Haut hatte komplett die Farbe verloren und war an manchen Stellen, insbesondere an ihrem Hals und Richtung Schulter, bläulich angelaufen. Nicht schüchtern, aber misstrauisch blickte sie zwischen den zwei neuen Gesichtern hin und her, unsicher was nun geschehen würde.

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Thx Jo!
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Kaleb Westphall
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BeitragThema: Re: Krankenhausbücherei   So Feb 18, 2018 11:15 am

cf: Mystic Grill, Parkplatz

Zwar hatte ihm Luke geantwortet, wo genau er sich im Moment im Krankenhaus aufhielt – doch das war Kalebs erster Besuch in diesem Krankenhaus. Er war schon froh, dass der aufgeregte Taxifahrer ihn beim Haupteingang rausgelassen hatte, denn sonst hätte er wohl auch diesen gesucht. Und die Zeit einen genauen Ortungszauber auszuführen, hatte er bei Rubys schlechter werdenden Zustand nicht.
Auch drifteten seine Gedanken ab und zu zurück zu ihrem Exfreund, den er in einer gefrorenen Wasserfontäne zurückgelassen hatte. Ob das Wasser inzwischen wieder seine normale Form angenommen hatte? Der Junge wollte es hoffen. Zwar konnte er Jay absolut nicht leiden – doch den Tod hatte er auch nicht verdient. Jedenfalls noch nicht. Und vor allem nicht auf eine solche Art und Weise.

Kaleb fiel auf, dass die Rothaarige ein wenig an Angst zunahm, je mehr Schritte sie in dem Krankenhaus gingen.
„Du brauchst keine Angst haben – die werden dich sicher nicht sezieren wollen“, sagte er und schleppte sie stützend zum Fahrstuhl. Gleichzeitig kam ihm aber die weitere Frage in den Sinn, was sie dann mit ihr taten? Das war ein Krankenhaus und kein Haus der Heilung, in welcher nur weise Frauen, Hexen und Magier herum eilten. Ein wenig wünschte er sich aber die Hilfe von Madam Pomfrey. Die konnte ja sogar weggehexte Knochen wieder herbeizaubern. Sicherlich war das Auftauen von 'Fast-Eisskulpturen' ein Klacks für sie.
Einfacher wär es sicherlich, wenn es neben dem normalen Krankenhaus auch noch eins für ausschließlich magische Krankheiten gäbe. So wie das St.-Mungo-Hospital.

Du solltest aufhören, in den Dimensionen von Harry Potter zu denken!

Nach endlos langer Wartezeit kam auch endlich der heißersehnte Fahrstuhl und die Türen öffneten sich, so dass sie hineintreten konnten.
Wenigstens hatte er noch einen Blick auf die Stockwerkverteilung geworfen, und konnte daher auch die richtige Taste drücken, als Ruby ihn fragte, wo genau sich die Bibliothek befand.
Sie hielt sich inzwischen an dem Geländer fest, was sich im Inneren des Fahrstuhls befand.
Der Junge behielt die Stockwerksanzeige aus dem Augenwinkel im Auge, während er immer noch besorgt seine Freundin musterte.

Zwar sah sie nicht mehr ganz so aus wie eine Eisstatue, doch ihr Anblick war immer noch besorgniserregend.
Die Türen des Fahrstuhls öffneten sich im gewünschten Stockwerk und er stützte Ruby wieder beim Gehen durch die Flure. Seine blauen Augen orientierten sich an den wegweisenden Schildern, die  von der Decke hingen.
Die Rothaarige stützte sich mit ihren Händen an den Wänden und an manchen Stellen auch an den davor vorgesehenen Geländer ab, bis sie schließlich endlich an ihrem Ziel waren und vor einer Tür standen, auf welcher das Wort 'Bibliothek' prangte. Erst dort griff sie wieder nach seinem Arm.
„Wenns okay ist …“
Der Junge nickte und stützte sie, während sie schließlich das Zimmer betraten.

Die Bibliothek hier war zum Glück nicht so groß wie die in der Stadt, so dass sie nicht lange brauchten, um Luke und die Ärztin zu finden.
„Hi, ich bin Kaleb“, stellte er sich kurz vor. „Das ist Ruby. Ihr geht es ...“ Er suchte nach einem Wort, was netter klang als 'todsterbenskrank' „... schlecht. Ich hoffe, ihr habt inzwischen schon ein Universalheilmittel gefunden, was ihr helfen kann.“

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Luke Parker
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BeitragThema: Re: Krankenhausbücherei   So Feb 18, 2018 9:40 pm


Für Luke war es durchaus etwas Positives, dass sie nun so viele neue Anhaltspunkte und Theorien hatten. Wenn sie diese Ansätze weiter verfolgten, hatten sie gute Chancen bald dahinter zu kommen was hier vor sich ging. Ob es ihnen dann auch dabei half Kalebs Freundin zu heilen, war die andere Frage. Und so wie Dr. Fell drein sah, hatte sie wohl die gleichen Bedenken.
Den Vorschlag mit ihrem Büro nahm er jedenfalls mit einem dankenden Kopfnicken an.
„Ja, gute Idee. Wenn die Beiden hier sind, können wir uns dann ja dorthin zurückziehen. Dort können wir dann auch offener sprechen.“ Was in ihrem Fall ja nicht gerade unerheblich war, immerhin ging es nicht um eine einfache Erkältung oder so.

Es dauerte auch tatsächlich nicht lange bis Kaleb eintraf, zusammen mit einer rothaarigen, jungen Frau. Ruby war also ihr Name und sie sah wirklich nicht gut aus.
„Ach herrje…“, murmelte Luke eher zu sich selbst, während er die junge Frau prüfend betrachtete. Deutliche Sorge zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. Ob sie schnell genug dahinterkommen und eine Lösung finden würden? Er hoffte es sehr.
„Nein, ein Universalheilmittel haben wir leider noch nicht gefunden. Aber daran arbeiten wir noch.“, meinte er an Kaleb gerichtet, ehe er dessen Freundin wieder ansah. „Hi Ruby, ich bin Luke. Wir kriegen das schon irgendwie hin, okay?“

Phu, das war jetzt echt eine schwierige Situation. Wie bekamen sie das jetzt am Besten hin, dass sie halbwegs aufmunternd klangen. Und vor allem wieviel wusste Ruby vom Übernatürlichen?
„Wir konnten den Hintergrund des Ganzen rekonstruieren, aber wir müssen mehr über den Ablauf erfahren, um weiter vorgehen zu können.“ Er wechselte einen kurzen Blick mit Meredith und sah dann wieder zu Ruby und Kaleb.
„Dr. Fell hat angeboten in ihr Büro zu gehen. Dort wären wir ungestört und können uns näher darum kümmern.“ Da könnte Meredith die junge Frau dann auch ein wenig untersuchen und es würde sich vielleicht auch zeigen wieviel der Rotschopf vom Übernatürlichen wusste.

Mit ein paar raschen Handgriffen packte Luke seine Bücher in den Rucksack und klemmte seine Notizen mit dem Collegeblock unter seinen Arm, ehe er aufstand. Meredith würde vorangehen müssen, um sie zu ihrem Büro zu führen, doch inzwischen trat er schon einmal neben Ruby hin.
„Darf ich dir helfen?“ Anbietend hielt er ihr seinen Arm hin, so dass sie sich anlehnen und abstützen konnte. „Keine Angst, ich tu dir nichts. Kaleb kann dir ja die andere Seite stützen oder mal ein bisschen verschnaufen.“ Hey, er mochte Kaleb gern, aber der war eben doch eher der schlaksige Typ, dem das wahrscheinlich nicht so leicht fiel.


Tbc: Merediths Büro

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Meredith Fell
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BeitragThema: Re: Krankenhausbücherei   Mi Feb 21, 2018 12:11 pm

Meredith war gerade mit ihrem Angebot fertig geworden und Luke hatte zugestimmt, dass sie sich in ihrem Büro sicher besser zurückziehen konnten, als ihre neue Patientin auch schon zu ihnen kam.
Sie hatte feurig rotes Haar, das einen deutlichen Kontrast zu ihrem blassen Teint darstellte und sie stützte sich stark auf den jungen Mann an ihrer Seite.
Dieser musste gar nicht sagen, dass es der jungen Frau schlecht ging – so viel war offensichtlich.

Die beiden Neuankömmlinge wurden als Kaleb und Ruby vorgestellt und nachdem Meredith sie beide begrüßt hatte, erzählte Luke, was sie bisher hatten.
Meredith musterte Ruby mit Sorge in ihren Augen. Wie Luke schon gesagt hatte, eine Universallösung hatten sie noch nicht gefunden und Ruby sah wirklich nicht gut aus.
Sie wirkte aber auch anders als Dean und auch als die Leichen, die Meredith schon gesehen hatte.
Diese Krankheit war wirklich seltsam. Es gab keine wirklich eindeutigen Symptome. Was wenn es gar keine Universallösung gab? Was, wenn es für jeden Patienten eine andere Heilung gab? Würden sie überhaupt eine Chance haben, ein Heilmittel für auch nur eine Person zu finden?

Als Luke sagte, wer sie war, nickte sie den beiden Neuankömmlingen zu und versuchte so etwas wie Hoffnung zu übertragen, auch wenn sie es im Moment nicht wirklich fühlte.
Ruby gestützt auf beide der Männer, machten sie sich auf den Weg zu Merediths Büro, wo die erste Priorität war, Ruby auf die Liege zu kriegen.

„Okay, Ruby“, sagte Meredith und fiel in die Gewohnheit des Patientengesprächs. „Kannst du mir erzählen, was passiert ist? Lass kein Detail aus, egal wie verrückt es auch klingen mag.“

tbc: Merediths Büro

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Ruby Redwood
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BeitragThema: Re: Krankenhausbücherei   Mi Feb 21, 2018 2:59 pm

Man konnte Ruby deutlich ansehen, dass sie etwas überfordert mit der Situation war. Natürlich zum einen, da sie die anderen beiden nicht kannte. Und eigentlich tat die Rothaarige sich damit schwer sich anderen Leuten anzuvertrauen. Jetzt sollte sie gleich zwei Fremden, wovon eine auch noch eine Ärztin war, blind vertrauen, weil sie ihr sagten dass sie ihr nichts taten? Das ungute Bauchgefühl in Rubys Magengrube verstärkte sich und unbewusst drückte sie Kalebs Arm etwas fester. Es war nicht direkt Angst, was sie verspürte. Eher fühlte es sich so an, als würde ein kaltes Schaudern ihr Inneres erfassen und sich immer fester um jenes ziehen. Wie eine Würgeschlange, die ihre Beute nach und nach tötete.

Die drei fingen an sich zu unterhalten, doch Ruby sah in ihren Gesichtern, dass sie wenig Hoffnung hatten. Wie um ihnen die Last zu nehmen, so zu tun, hob sie beschwichtigend die freie Hand und sagte: "Ich weiß das die Lage beschissen ist." Sie konnte zwar nicht gut mit Fremden, aber noch weniger mit Leuten, die sich verstellten. Auch wenn sie sich dadurch bemühten, ihr selbst ein besseres Gefühl zu geben. Ruby wusste schließlich am besten um ihre Lage und es fühlte sich nicht sehr berauschend an. Wieder wurden ihre Knie schwach und sie knickte etwas ein, versuchte sich aber wieder selbst zu halten, um nicht wie ein nasser Sack an Kalebs Arm zu hängen, der sicherlich auch schon müde war. Anderen bewusst zur Last fallen: Gar nicht ihr Ding.
Doch kaum war sie eingeknickt, erschien der Blonde neben ihr, der sich mit Luke vorgestellt hatte. Er bot ihr seinen Arm an, der deutlich kräftiger aussah, als der von Kaleb. Ruby begutachtete das angebotene Körperteil einen Augenblick, bevor sie beschloss, dass ihre Lage deutlich schlechter war, als ihr Drang nach Misstrauen. Also ergriff sie die helfende Hand und legte deutlich mehr Gewicht auf den Blonden, als auf Kaleb, um ihn zu entlasten. Wobei Ruby leicht wie eine Feder war.

Mit der Hilfe der beiden jungen Männer schaffte Ruby es noch ein paar Schritte zu laufen. Doch spürte sie deutlich, wie ihre Kraft sie mehr und mehr verließ und sie schwächer wurde. Immer öfter schien sie abzudriften und nur durch die Stimme der Ärztin wieder zu kehren. Dank Luke und Kaleb schaffte sie es aber dennoch irgendwie in das Büro der Ärztin, wo sie sich auf eine Liege schob, die hier stand. Auch wenn sie dabei wieder mehr Hilfe bekam, als es selbst zu schaffen. Wie erschöpft sie war, merkte sie erst, als sie den Kopf auf das sterile Kissen gebettet hatte. Ihr Körper fühlte sich an, als wäre sie gerade einen 500 Meilen Marathon gelaufen. Ihre Kehle war trocken und seltsam belegt. Der Nacken tat ihr weh, als wäre ihr Kopf eine zu große Last für ihn gewesen. Und vor allem war es ihr Schulter, die sich anfühlte, als wäre sie bereits nicht mehr Teil ihres Körpers. Diese Schwere legte sich nach und nach, mehr und mehr auf sie, ohne das sie etwas dagegen tun konnte.
„Kannst du mir erzählen, was passiert ist? Lass kein Detail aus, egal wie verrückt es auch klingen mag.“, drangen die Worte der Ärztin wieder zu ihr durch und Ruby richtete die gelblichen Augen wieder auf sie. Mit großer Anstrengung versuchte sie sich daran zu erinnern, was passiert war. Doch kamen nur noch Bruchstücke zu ihr durch.

"Da war ... eine Frau. An meinem ersten Schultag ... hier in Mystic Falls.", begann sie und hätte dabei normalerweise die Brauen leicht zusammen gezogen, weil sie das immer tat, wenn sie nachdachte. Doch bekam sie die Muskeln in ihrem Gesicht nicht dazu überredet diese Aufgabe für sie zu erledigen. Ruby wunderte sich nur kurz darüber, bis sie sich wieder auf ihre eigentliche Aufgabe gerade fokussierte.
"Sie sah ... seltsam aus. War ganz weiß und hell gekleidet. Fast wie ein Geist oder so.", murmelte sie weiter. Während Ruby abgelenkt war mit nachdenken und erzählen, schien ein bläulicher Schimmer ihre Haut zu überziehen. Beinahe, als wäre sie aus Marmor. Immer weniger bewegte sich an ihr. Weder die Hände, noch die Füße. Nur der Brustkorb hob und senkte sich schwer, langsam, als würde ein unendliches Gewicht auf ihr lasten. Auch in Rubys Augen trat ein Schleier, als würde sie erblinden.
"Sie hat mich berührt. An der Schulter. Und von da an ... ging es mir ... so ... schlecht.", Rubys Worte kamen nur noch abgehackt über ihre Lippen und sie hatte das Gefühl, das ihr jemand die Kehle zudrückte. Sie spürte nun mehr und mehr, wie ihr das atmen schwerer fiel, fühlte sich, als würde sie ersticken. Mit einem ängstlichen Blick sah sie noch zu Kaleb herüber, dann drehte sich ihr Kopf wieder so, dass sie gen Decke des Raumes sah und ihr letzter Atemzug entwich ihrer Kehle.
Das junge Mädchen lag erstarrt auf der Liege. Ihre Haut war marmorisiert, wie es bei Leichen üblich war. Doch im Gegensatz zu einem normalen Toten war ihre Haut bereits jetzt eiskalt und hart wie Stein. Selbst ihre sonst so feurigen Haare schien leicht verblasst. Ihr Mund stand leicht offen, doch kam kein Atemzug mehr durch ihre Lungen. Rubina Mabel Redwood lag auf der Liege, augenscheinlich tot.

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Kaleb Westphall
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BeitragThema: Re: Krankenhausbücherei   Fr Feb 23, 2018 2:56 pm

Irgendwie hatte er schon geahnt, dass es noch kein Allround-Heilmittel gab. Konnte er Ruby nicht einfach einen Bezoar in ihren Hals stopfen und schwups, wäre diese Eiskrankheit weg?
Doch Kaleb wusste ja nicht einmal, mit was genau sie es hier zu tun hatten. Eine Vergiftung sah anders aus. Und eine ganz normale Krankheit ebenfalls. Und bei magischen Krankheiten war es ohnehin schwierig ein Gegenmittel zu finden, wenn man nicht genau wusste, wer einen verhext hatte.

Luke war von dem Anblick, den die Rothaarige bot, auch nicht ganz begeistert. Vielmehr schien auch sein Gesicht an Farbe zu verlieren, als sie in sein Sichtfeld kam.
Auch seine Worte, dass sie das ganze Problem schon in den Griff bekamen, minderte seine Sorge nicht.
Wenn ihm nicht augenblicklich jemand eine Spitze mit dem Wunderheilmittel zur Verfügung stellte, dann dauerte es sicherlich nicht mehr lange, bis Ruby eher einen Leichenbeschauer als einen Arzt brauchte.

Shit! Shit! Shit! Aber zumindest kann ihr dann auch ihr dämlicher Exfreund nichts mehr anhaben! Diese Knalltüte mit diesem wundervollen Auto, was viel zu gut für ihn ist!

Er warf einen Blick auf die Ärztin, die ihm zwar das Gefühl gab, in guten Händen zu sein, aber nicht das Gefühl vermittelte, dass er sich hier im Krankenhaus befand.
Da fehlten der Arztkittel, das Stethoskop und diese komische Krankenhaustracht, die er aus verschiedensten Krankenhausserien kannte. Und irgendwie schafften es die Schauspieler immer, in ebenjener Tracht richtig sexy auszusehen.
„Dr. Fell hat angeboten in ihr Büro zu gehen. Dort wären wir ungestört und können uns näher darum kümmern.“
Kaleb nickte und zusammen mit Lukes Hilfe bugsierten sie Ruby, die sich kaum mehr auf den Beinen halten konnte.

Dr. Fell ging vor, um ihnen den Weg zu ihrem Büro zu weisen. Dort angekommen, legten sie die Rothaarige vorsichtig auf die dort stehende leere Liege und die Ärztin machte sich darin, die wichtigsten Routinefragen abzuklären.
„Lass kein Detail aus, egal wie verrückt es auch klingen mag.“
Der Brünette hob kurz seine Augenbrauen, als er diesen Satz hörte und sah dann fragend zu Luke, als ob er diesen wortlos fragen wollte, ob sie etwas über das Übernatürliche wusste und wenn ja, wie viel.

Schließlich erzählte ihr Ruby alles, was vorgefallen ist – und welche Vermutung sie hatte, wer für ihren miserablen Zustand verantwortlich war.

MISERABEL? Du untertreibst maßlos! Sieh sie dir doch nur mal genau an! Sie sieht aus wie der Tod auf Latschen! Und selbst das ist noch untertrieben.

Kaleb wandte seinen fragenden Blick von Luke ab und sah wieder zu dem Mädchen. Und sein innerer Monolog hatte nicht übertrieben mit seinen Worten.
Ihre Worte kamen immer langsamer aus ihrem Mund und nachdem ihr letztes Wort verklungen war, riss der Junge entsetzt seine Augen auf.
„Nein!“ Er sprang förmlich zu der Liege auf der sie lag und traute sich nicht, nach einem ausgesetzten Puls zu tasten – zumal ihn die Ärztin auch schon von der Liege scheuchte, um sich besser um Ruby kümmern zu können.

Er stand da wie betäubt und konnte nicht glauben, was da gerade passierte.
„Das ist doch jetzt nicht real, oder?“, murmelte er leise. Das konnte einfach nicht sein! Konnte ihn bitte mal jemand wecken? Das war sicherlich nur eine seiner präkognitiven Visionen, die er ein paar Mal im Jahr hatte. Bestimmt hatte er nur irgendetwas angefasst und hatte jetzt das gesamte zukünftige Geschehen vor Augen. Von dem, was passieren konnte, aber noch nicht eingetroffen war. Genau!

„Das passiert nicht. Das passiert nicht wirklich. Das passiert nicht“, murmelte er wie ein Mantra vor sich hin.

tbc: Merediths Büro

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