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 Shizukas Schlafzimmer

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Shizuka Furukawa
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BeitragThema: Shizukas Schlafzimmer   So Mai 18, 2014 2:52 pm



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Shizuka Furukawa
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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Fr Mai 23, 2014 1:46 pm

Cf: Straße

Natürlich erkannte Elizabeth die Adresse und wusste, dass sie nicht länger im Motel wohnte. Es war nicht ihre Wohnung, sie gehörte Allison und diese erlaubte Shizuka nur, ebenso dort zu wohnen. Dennoch nickte sie, um die Aussage noch einmal zu bestätigen. Sie hatte sich ihr Zimmer selbst eingerichtet und ihm zumindest versucht einen Hauch Japan mitzugeben. Das war zugegebener Maßen gar nicht so einfach, aber ihr gefiel es ganz gut.

Sie hatten Probleme einen Parkplatz zu finden, denn offenbar waren gerade viele der Bewohner zu Hause, aber nach einer Runde fanden sie dann trotzdem eine Lücke, wo sie das Auto hinstellen konnten oder es einfach taten, denn eigentlich war das die Feuerwehreinfahrt. Konnte man das als Sheriff so einfach machen? Sie hoffte, dass Liz keinen Ärger deswegen bekommen würde.

Gemeinsam gingen sie zur Tür und Shi bat die andere mit einer Geste hinein. Geräusche waren aus Allisons Zimmer zu hören, offenbar war sie da und vermutlich hatte sie Besuch. Ob es immer noch der alte Freund war, mit dem sie im Grill trinken war? Als Hybrid würde die Blonde sofort wissen, dass sie gekommen war du sie wollte sie wirklich nicht stören.

„Meiner Mitbewohnerin gehört das Zimmer dort, aber sonst kannst du dich gern umschauen. Ich werde alles vorbereiten. Komm einfach in mein Zimmer, wenn du willst, aber mach dich vorher im Bad frisch.“, sagte sie und dachte gar nicht daran, dass sie vielleicht erklären sollte, warum sie Liz ins Bad schickte, denn diese wusste sicherlich nicht, wie eine Teezeremonie ablief.

Die kleine Japanerin machte sich daran, alles vorzubereiten. Ihr war bewusst, dass diese Teezeremonie Abstriche haben würde, da sie einfach nicht die Lokalitäten hatte und auch etwas wie die traditionelle Einladung fehlte. Dennoch wollte sie Liz gern einen Teil ihrer eigenen Kultur vorstellen. Zudem hatte dieser Ritus etwas Erhabenes und zugleich Beruhigendes an sich und Liz sah wirklich so aus, als ob sie eine Erholung gebrauchen konnte.

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Elizabeth Forbes
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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   So Mai 25, 2014 8:13 am

Cf: Straße

Hinter Shizuka betrat Elizabeth die Wohnung. Ein kurzer Flur zeigte ihr ein großes, modern eingerichtetes Wohnzimmer, welches sie jedoch nicht betraten. Shizuka öffnete eine andere Tür, wohl die zu ihrem eigenen Zimmer. Vorher wies sie noch auf eine Tür auf der anderen Seite des Ganges.

„Meiner Mitbewohnerin gehört das Zimmer dort, aber sonst kannst du dich gern umschauen. Ich werde alles vorbereiten. Komm einfach in mein Zimmer, wenn du willst, aber mach dich vorher im Bad frisch.“  Dabei nickte sie zur dritten Tür hinüber und verschwand.

„Oh-kay“, sagte Elizabeth gedehnt. Diese Art der Ansage schien ihr unhöflich, und unhöflich zu sein passte so überhaupt nicht zur kleinen Hexe. Es musste etwas anderes dahinterstecken. Vielleicht war es in Japan Brauch, Gäste zunächst auf die Toilette hinzuweisen, damit sie nicht danach fragen mussten? Eigentlich gar keine schlechte Idee. Vielleicht sollte sie das zukünftig auch tun. In ihrem Kopf spielte sie eine entsprechende Szene durch…
‚Hey Dean, schön dass du Kommen konntest. Das Klo ist hinten links – aber vergiss nicht, dich dabei zu setzen…‘

Das Bad war neu, funktional und großzügig geschnitten; die Dusche groß, begehbar und mit Echtglas vom Rest des Raumes abgetrennt. An manchen Stellen war Marmor statt Keramik verwendet worden. Dieses Appartement war sicherlich keine der billigen Sorte, das Haus lag noch dazu nah an der Innenstadt. Es sah ganz so aus, als ob Shizukas Freundin keine finanziellen Probleme zu haben schien. Ob Elizabeth sie wohl kannte?

Bei einem kritischen Blick in den Spiegel stellte sie fest, dass es wahrscheinlich gar nicht so schlecht war, sich frisch zu machen. Der kalte Schweiß des Tages war auf ihrer Stirn getrocknet, ihre Haut war stumpf und staubig. Schnell wusch sie sich Gesicht und Hände, fuhr sich mit nassen Fingern durch die Haare und trocknete alles mit einem bereitliegenden Gästehandtuch. Das Makeup brauchte sie nicht aufzufrischen, im Dienst trug sie nie welches. Dann verließ sie das Bad wieder und klopfte an Shizukas Zimmertür.

Nachdem sie mental die Erlaubnis dazu bekommen hatte einzutreten, sah sie sich überrascht um. Das war nicht das übliche amerikanische Schlaf- oder Jugendzimmer. Der Raum wurde von einem flachen Futonbett dominiert, ansonsten gab es schlicht-schöne Lackmöbel. Alles war aufgeräumt und blitzte vor Sauberkeit. Shizuka hatte sich hier ein kleines Stück Japan geschaffen.

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Shizuka Furukawa
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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Mo Mai 26, 2014 6:12 pm

Wenn sich Liz über ihre Anweisung wunderte, so sagte sie nichts und Shizuka selbst war viel zu verwurzelt in diesen Traditionen, um daran zu denken, dass es jemandem seltsam vorkommen könnte. Sie ging in ihr Zimmer, um sich umzuziehen und selbst ein bisschen frisch zu machen. Schnell wusch sie ihr Gesicht, schlüpfte in neue Kleider, einen leicht wattierten Yukata, und kämmte sich das lange blauschwarze Haar, bis es ihr seidig in den Rücken fiel. Vermutlich sollte sie mal wieder zum Friseur, denn mittlerweile reichten ihr die seidigen Strähne fast bis zur Hüfte. Anderseits gefiel es ihr und sie hatte auch gar keine Zeit. Hier in Mystic Falls geschah viel zu viel, um Zeit für solche Dinge zu haben. Wenn sie mit dem Studium in Tokyo begann, würde ihr alles schrecklich langweilig vorkommen.

Ihr Schwert legte sie in die dafür vorgesehen Aufhängung. Es nahm einen zentralen Punkt in ihrem Zimmer ein, auch wenn die wenigsten vermutlich darauf achteten. Shizuka war eine Kendoka und folgte damit den ehrenvollen Weg der Samurai. Auch wenn ihr Katana in Japan hatte bleiben müssen, so war auch ihr Kurzschwert von Bedeutung.

Sie ging nach draußen, um Wasser zu holen und erst bemerkte sie, dass Allison gar nicht in ihrem Zimmer war. Durch die Wand des kleinen Flurs hatte sie die beiden auf dem Sofa Sitzenden gar nicht gesehen. Sie kannte den Mann nicht, aber ihre Mitbewohnerin sah fertig aus. Vielleicht würde ihr eine Tasse Tee ebenso gut tun, wie Liz, die offenbar wirklich im Bad verschwunden war.

Scheu ging sie zu den beiden anderen und verbeugte sich und an Allison wandte sie auch einige Worte. Den fremden Mann ließ sie nicht zuhören. Wer konnte schon wissen, wer das war. „Ich wollte euch nicht stören, Allison, tut mir leid. Ich habe Sheriff Forbes eingeladen, um mit ihr Tee zu genießen. Wenn du möchtest, können du und dein Freund euch gern dazu gesellen. Du siehst aus, als ob du eine Pause gebrauchen könntest.“, sagte sie leise, sanft und mit einem leichten Akzent. Jetzt, wo sie müde und erschöpft war, schaffte sie die fehlerfreie Aussprache einfach nicht mehr, dafür waren das Englische und ihre Muttersprache einfach zu verschieden. „Ich bitte euch nur, euch vorher frisch zu machen. Eine Teezeremonie ist etwas Reines.“, sagte sie und wusste eigentlich nicht, ob übernatürliche Wesen, wie Allison eines war, überhaupt eine solche Reinheit erlangen konnten.

Mit einer weiteren Verbeugung holte sie das Wasser und ging in ihr Zimmer zurück. Schnell bereitete sie alles weitere vor, während das Wasser auf der kleinen Kochplatte warm machte. Gerade als alles fertig war, kam Liz herein.

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Elizabeth Forbes
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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Do Mai 29, 2014 5:51 pm

Es war wirklich erstaunlich, wie eine kleine andere Welt. Nicht so anders wie das Auenland, aber doch… fremd. Auch Shizuka hatte sich frisch gemacht: Sie trug ein fremdartiges Gewand und ihre Haare fielen offen auf den schmalen Rücken. So gekleidet sah sie aus wie ein ganz anderer Mensch.

Mit einem Mal ging Elizabeth auf, dass Shizuka möglicherweise etwas ganz anderes meinte als sie, wenn sie von ‚einer Tasse Tee sprach‘. Bei Elizabeth war das ein Henkelpott mit heißem Wasser und einem Wattebeutel, vielleicht sogar diesem löslichen Teepulver, was angeblich fast nur aus Zucker bestand. Bei Shizuka war es eine japanische Teezeremonie.

Wo war sie da nur hineingeraten? Ihr ganzes Wissen über diese uralte Tradition stammte aus dem Roman ‚The Teahouse Under The August Moon‘, den ihre Mutter noch im Schrank stehen gehabt hatte. Und Elizabeth bezweifelte, dass es Shizuka gefallen würde, wenn sie sich wie Captain Fisby den Bademantel überwarf, den sie im Bad hängen gesehen hatte! Gehörte nicht auch ein Geschenk für den Gastgeber dazu? Oder bekamen die Gäste ein Geschenk? Das einzige, das sie sicher zu wissen glaubte war, dass man auf keinen Fall die Schuhe anlassen durfte.

Etwas verlegen blieb sie im Eingang stehen, bückte sich und öffnete die Schnüre der schweren Sicherheitsschuhe. Dann wanderte ein Schuh nach dem anderen hinaus auf den Flur. Etwas hilflos sah sie Shizuka an. Was jetzt?

„Ähm, ich danke dir für die Einladung. Und… dein Zimmer ist wunderschön.“ Dank und das Heim des Gastgebers loben konnten doch nicht falsch sein, oder?

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Shizuka Furukawa
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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Fr Mai 30, 2014 7:52 am

Shizuka hatte alles vorbereitet, sofern man das in dieser Situation vorbereitet sein konnte, wenn einem für eine richtige Teezeremonie doch einiges fehlte. Andererseits würde es vermutlich weder Liz noch den anderen beiden auffallen. Sie hatte sogar noch ein paar Süßigkeiten und Snacks aus Japan da, viel war es zwar nicht, aber es reichte hoffentlich. Zum Kochen hatte die Zeit nicht gereicht und sie hoffte, dass es ausreichend war. Würden die anderen beiden auch kommen? Sie wusste es nicht, bereitete aber alles so vor, als ob sie kämen. Sie nahm ihre Lieblingsteeschalen. Sie waren in einem tonigem braun und die innere Glasur hatte einen leicht grünen Schimmer. Das Muster eines einfachen Bambuszweiges war außen im Ton. Sie hatte diese Teeschalen von ihrer Großmutter geschenkt bekommen und hielt sie in Ehren.

Kurz überlegte sie, welches Tee sie nehmen sollte. Vermutlich wäre es besser, wenn sie nur den leichten Tee nahm, aber Liz hatte so ausgesehen, als ob sie etwas Starkes bräuchte, weswegen sie sie dann für die traditionelle Variante mit beiden Tees entschied. Fast ein bisschen nervös wartete sie auf ihre Gäste. Im Seiza saß sie an dem kleinen Tisch, als Liz hereinkam.

Die blonde Sheriffsfrau hatte sich frisch gemacht, sah aber doch ziemlich verwirrt aus, als sie sich umsah. Hatte sie etwas anderes erwartet? Sie zog sich die Schuhe aus und wirkte irgendwie verlegen. Hatte Shizuka sie überrumpelt mit ihrem Vorhaben? „Ähm, ich danke dir für die Einladung. Und… dein Zimmer ist wunderschön.“, sagte Liz. Die Japanerin verbeugte sich tief. „Es ist mir eine Ehre, dich in meinem bescheidenen Heim begrüßen zu dürfen. Setz dich doch bitte.“, sagte sie sanft und deutete auf einen der Plätze am Tisch, nachdem sie sich wieder aufgerichtet hatte.

„Ich habe Allison und ihren Gast ebenso eingeladen.“, sagte sie und hoffte, dass die andere damit kein Problem haben würde. Die kleine Hexe zeigte anderen gern einen Teil ihrer eigenen Kultur, die den Menschen hier in diesem Land so fremd waren.

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Elizabeth Forbes
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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Sa Mai 31, 2014 5:48 am

Die Schwarzhaarige kniete auf dem Fußboden und verneigte sich aus dieser Position, bis sie nur noch ein elegantes, winziges Paket war. Als sie sich wieder aufrichtete, hörte Elizabeth ihre Stimme eine formvollendete Antwort flüstern: „Es ist mir eine Ehre, dich in meinem bescheidenen Heim begrüßen zu dürfen. Setz dich doch bitte.“ Ob es an der Umgebung lag oder Absicht war, ein leichter Akzent hatte sich in ihre Stimme geschlichen. Shizuka wies auf den Platz ihr gegenüber, dazwischen befand sich der Lacktisch mit den verschiedenen, unbekannten Gerätschaften und Zutaten.

Das klang so, als ob Elizabeth bis jetzt nichts wirklich Dummes angestellt hatte. Jetzt war das Verbeugen dran. Vor dem Setzen, im Stehen? Oder wie Shizuka aus der knienden Position heraus? Am besten vielleicht beides, nur um sicherzugehen. Ungeübt wie sie war, sah es bestimmt nicht elegant aus, aber Shizuka würde wissen, was Elizabeth meinte. Mit pochendem Kopf und zusammengelegten Händen verneigte Elizabeth sich und schaffte es dann ohne größere Unfälle, die wenigen Meter zu überbrücken und auf Knien und Fersen Platz zu nehmen. Das wäre wahrscheinlich der größte Fauxpas, wenn sie bei dem Versuch sich zu setzen die Keramik auf dem Tisch zerstörte.

„Ich habe Allison und ihren Gast ebenso eingeladen.“ Shizukas Hände glitten ruhig über den Tisch, füllten hier etwas in eine Schale, legten den kleinen Perlmuttlöffel in die richtige Position. Der Name ihrer Mitbewohnerin war eine Überraschung für Elizabeth.
„Allison? Etwa Allison Maxwell?“, fragte sie. Elizabeth hatte schon so viel von ihr gehört! Allison war von außerhalb und seit einigen Monaten in Mystic Falls, ein Werwolf, der das Pech gehabt hatte von Niklaus Mikaelson zum ersten Hybriden verwandelt zu werden. Sie war eine Freundin von Damon, irgendwie immer mittendrin im Geschehen – und dennoch hatte Liz sie bisher noch nicht kennengelernt. Das würde spannend werden… und ihr vielleicht sogar helfen, mehr über den Urvampir zu erfahren, den sie noch immer aus der Stadt haben wollte.

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Shizuka Furukawa
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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Sa Mai 31, 2014 9:28 am

Ihre Einladung sich hinzusetzen wurde von Liz angenommen. Die Blonde versuchte wirklich alles richtig zu machen, obwohl sie vermutlich von den japanischen Gepflogenheiten nicht viel wusste. Wer sollte es ihr auch zum Vorwurf machen? Sie waren hier in den USA und selbst wenn Liz schon mal in Japan gewesen war, so sicher nur als Touristin. Es sah ein bisschen ungelenk aus, wie sie sich hinsetzte und vermutlich war es für sie auch nicht sonderlich bequem, aber es erfüllte Shizuka mit Freude, dass jemand versuchte, sich mit etwas Fremden zu arrangieren. Die Verbeugung war tief und das führte dazu, dass sich die Hexe leicht unwohl fühlte. Noch nie hatte sich jemand Älteres derart tief vor ihr verbeugt. Ihre Wangen wurden von einem hauchzarten Rotton überzogen. Doch woher sollte Liz es wissen? Sie hatte nur das nachgemacht, was Shi zuvor getan hatte.

Die Nennung von Allisons Namen löste etwas in der Blonden aus. Kannten sie sich? Vielleicht. Immerhin war Allison Damons Freundin und der Vampir war offenbar wiederrum mit Liz befreundet. Wie viel wusste die andere von ihrer Mitbewohnerin? Wusste sie von ihrem Dasein als Hybrid? Durchaus denkbar, denn sie unternahm auch nichts gegen die Vampire, nannte sie sie sogar ihre Freunde und ihre eigene Tochter war ebenso einer. Diese Stadt war keineswegs alltäglich.

Die Nachfrage, ob es sich um Allison Maxwell handelte, beantwortete sie mit einem Nicken. Hoffentlich brachte sie die Hybridin damit nicht in Schwierigkeiten, denn das wollte sie keinesfalls, aber Liz hatte auch keine Lüge verdient. Die Blonde war eine so warmherzige und liebevolle Frau, dass sie es sich nicht vorstellen konnte, dass diese Allison etwas antun könnte, nur da sie von Niklaus zu einem Hybrid gemacht worden war.

Da die anderen beiden noch nicht da waren, schlug sie den Tee auch noch nicht auf und wartete. Vorbereitet hatte sie alles. Eigentlich machte man das nicht, aber das hier war auch nur eine vereinfachte Form der Teezeremonie. „Nimm dir etwas von dem Gebäck, wenn du möchtest.“, sagte sie sanft. Ihr Akzent klar zu hören, würde vermutlich auch erst wieder weggehen, wenn sie richtig geschlafen und wieder voll wach war. Das war meistens so. Immer wenn sie müde war, fiel sie automatisch in ihre Muttersprache zurück und wenn sie deren Tonmelodie auf das Englische anwandte, klang es einfach nicht wie Englisch. Das war auch der Grund, weswegen so viele glaubten, Japaner könnten kein Englisch. Aufgrund der strengen Schulbildung Japans beherrschten außer den Alten alle Englisch und das meist sogar perfekt in der Grammatik. Nur mit der Aussprache gab es Probleme.

„Kennst du Allison?“, fragte Shizuka die andere und war neugierig auf die Antwort. Es war schon irgendwie lustig, wie sich alles miteinander verwob hier in Mystic Falls.

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Elizabeth Forbes
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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Sa Jun 07, 2014 7:24 am

Shizuka nickte. Das war interessant. Allisons angebliche Schwester war vor einigen Wochen bei Elizabeth im Departement aufgetaucht und hatte ihre Tochter gesucht. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Mädchen noch im Motel gelebt. Ob sie sie inzwischen gefunden hatte? Wenigstens wusste Elizabeth jetzt, wo die junge Hybriden lebte. Nur für den Fall, dass sie noch einmal nach ihr suchen musste.

„Nimm dir etwas von dem Gebäck, wenn du möchtest.“, Shizuka wies auf die kleinen Häppchen, die sie auf verschiedenen flachen Keramiktellern angerichtet hatte. Elizabeth kannte nichts davon und wählte schließlich ein kleines Röllchen mit orangefarbener Cremefüllung. Es war süß und fruchtig, und die Füllung knisterte, als ob Zucker- oder Gebäcksplitter darin steckten. Orange? Nein, der Geschmack war zu mild dafür. Sie konnte es nicht identifizieren, aber es war lecker. Ob sie so etwas nachbacken konnte? Schließlich gab es einen Asia-Shop in Mystic Falls, der ungewöhnliche Zutaten führen sollte.

„Kennst du Allison?“, wollte Shizuka wissen. Elizabeth schüttelte den Kopf.
„Nein“, sagte sie, „aber ich habe viel von ihr gehört. Ich weiß, was sie ist und wie es dazu gekommen ist…“, sie zögerte. Es war zu erwarten, dass Shizuka es ebenfalls wusste, schließlich wohnten sie zusammen und die Hexe spürte Übernatürliches wie andere das Wetter. „… und dass sie zu denen gehört, die keine Bedrohung für die Stadt darstellen. Zumindest wurde mir das gesagt. Ehrlich gesagt habe ich so viel von ihr gehört, dass ich mich sehr freuen würde, sie kennenzulernen. Wie kommt es, dass ihr zusammen wohnt?“

Sie warteten noch einige Augenblicke, ob Allison und ihr Gast denn zu ihnen kommen würden, doch es sah nicht danach aus. Elizabeth fand während dieser Zeit so langsam in einen ausbalancierten und relativ bequemen Sitz auf ihren Fersen. Sie hatte immer noch Kopfschmerzen, doch sie begann sich zu entspannen, beruhigt durch die angenehme Atmosphäre, den Duft und die Spiralen des aufsteigenden Wasserdampfs. Eine Tasse Tee mit Shizuka war eine meditative Session, so viel war sicher.

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Shizuka Furukawa
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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Sa Jun 07, 2014 10:02 am

Liz kannte Allison also nicht persönlich, hatte aber schon viel von ihr gehört. Hatte der Vampir ihr von der Hybridin erzählt? Das waren Geheimnisse, die man nicht unbedingt jedem anvertraute. Damon musste Liz wirklich vertrauen, vorausgesetzt er war derjenige, der ihr von all dem erzählt hatte. Bestätigend nickte sie, als die Blonde sacht nachfragte, ob Allison keine Bedrohung für die Stadt war. Die Hybridin war nicht böse und würde sich Klaus hoffentlich auch nicht beugen, sollte dieser je etwas von ihr verlangen. Shizuka hatte gesehen, wie der Mikaelson im Hexenhaus gekämpft hatte. Sie konnte nicht einschätzen, ob er nun böse war oder ob da immer noch etwas Gutes in ihm war. Die Berührung damals im Grill… da war etwas Gutes an ihm gewesen und das verwirrte sie.

„Allison lebte allein hier in der Wohnung und fragte mich, ob ich nicht einziehen möchte, auch zum Schutz.“, sagte sie und musste wohl nicht erklären, welche Art von Schutz sie Allison bieten konnte. Magie funktionierte anders als etwa die Kraft von Hybriden. Wirklich mächtige weißmagische Hexen konnten auch einem Urvampir gefährlich werden, eben weil ihre Magie rein war und die übernatürlichen Wesen in diesem Sinne wider der Natur waren.

Sie warteten noch einige Augenblicke, aber es schien nicht so, als hätte Allison ihre Meinung geändert und so begann Shizuka mit der Zeremonie. Das Wasser hatte nun die richtige Temperatur für den Tee. Tief verbeugte sie sich vor Elizabeth und begann dann stumm mit ihrer Arbeit. Alles wir richtig arrangiert und das heiße Wasser in der Teeschale sorgt dafür, dass der kleine Besen weich wird. Als es so weit ist, gießt sie das gebrauchte Wasser weg, reinigt die Teeschale und gibt das Teepulver dazu. Noch immer sagt sie kein Wort. Neues Wasser wird aufgegossen und die schmalen Hände der Hexe begannen damit mit einer Truhe und Sicherheit, die man ihr sonst nicht zutraute, den Tee aufzuschlagen, sodass dicker Schaum entsteht. Die wenigsten kannten diese Art von Tee in den westlichen Ländern und waren erst einmal verwundert.

Sie reichte die Teeschale an Liz weiter und sagte nun doch etwas, einfach weil die Blonde mit der Teezeremonie nicht vertraut war, obwohl sie sich wirklich Mühe gab, saß sie doch immer noch fast korrekt in traditioneller Art da, obwohl ihr anzusehen war, dass es für sie nicht die bequemste Art zu sitzen war.

„Nimm drei kleine Schlucke von dem Tee. Du wirst ihn nicht trinken können, wie den dir bekannten Tee. Danach gibst du die Teeschale an mich zurück.“, sagte sie sanft und hoffte, dass es nicht allzu verwirrend für ihren Gast war. Tee, den man fast kauen konnte, war nicht unbedingt gewöhnlich in den USA.

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Elizabeth Forbes
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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   So Jun 08, 2014 7:10 am

Shizukas Erklärung, warum sie hier bei Allison lebte, klang logisch. Beide, Hybridin und Hexe, waren mächtige Wesen, doch nicht unbesiegbar. Aus dem gleichen Grund hatten sich in der Vergangenheit schon oft Hexen und Vampire zusammengetan, obwohl sie sich im Grunde ihres Wesens nicht wirklich leiden konnten: Die Vampire brauchten den Schutz, den vor allem die Tageslichtringe ihnen boten, die Hexen zogen Nutzen aus der Stärke und der Schnelligkeit der Vampire.

Sie warteten noch einige Augenblicke, dann entschied Shizuka, mit der Zeremonie zu beginnen. Die Tasse wurde gereinigt, dann gab Shizuka mit einem gebogenen Holzspatel grünes Pulver hinein. Zum Schluss kam das heiße Wasser. Dann kam der seltsame, kleine Besen zum Einsatz: Schnell schlug die Hexe die Mischung zu einer cremigen, hellgrünen Paste auf. Elizabeth hatte von dieser Technik noch nie gehört und beobachtete es mit stummen Staunen.

„Nimm drei kleine Schlucke von dem Tee. Du wirst ihn nicht trinken können, wie den dir bekannten Tee. Danach gibst du die Teeschale an mich zurück.“, half Shizuka ihr weiter. Elizabeth nickte einen stummen Dank und nahm die Tonschale mit einem Nicken an. Bevor tat wie befohlen drehte sie die Schale in ihren Händen, um sie zu betrachten. Außen war sie braun, innen wies die Glasur einen Hauch von dunklem Grün auf. Ein einzelner Bambuszweig verzierte die japanische Tasse, trotzdem oder genau deshalb wirkte sie schlicht und elegant; handgefertigt und alt.

Sie war sich nicht sicher, ob sie überhaupt reden durfte, deshalb flüsterte Elizabeth: „Diese Schale ist wunderschön.“ Und sie lag auch gut in den Händen, nicht zu groß und nicht zu klein und ohne die rauen Kanten industriegefertigter Keramik. Die Oberfläche war nicht einmal heiß, nur angenehm warm. Und der Inhalt… war kein Tee, zumindest nicht wie irgendein Tee, den sie schon einmal getrunken hatte. Er war dickflüssig, ungefähr so, als würde man versuchen, pure Sahne zu trinken. Elizabeth nahm drei kleine Schlucke, wie befohlen, dann gab sie die Tasse zurück.

Immer mit dem Gefühl, gerade vielleicht auf dem Weg zu einer Ungehörigkeit zu sein, stellte sie dann doch noch eine Frage. Schließlich war die einschüchternde Japanerin, die ihr gegenüber saß, ihre Freundin. Sie würde ihr hoffentlich verzeihen, schließlich wusste sie, dass das hier Neuland für Elizabeth war. „Warum gibt es nur eine Tasse, wenn wir doch zu zweit sind?“, fragte sie. Schließlich hatte das bestimmt auch eine Bedeutung, wo doch jeder Handgriff ganz offensichtlich jahrhundertealte Tradition war.

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Shizuka Furukawa
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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   So Jun 08, 2014 9:04 am

Liz tat wie geheißen. Sie nickte und nahm die Teeschale an, nicht ohne diese vorher genauer zu betrachten. Shizuka hatte auch schon in den USA Läden gesehen, die asiatische Artikel und Lebensmittel verkauften, aber die Teeschalen in diesen Läden war nicht zu vergleichen mit der echten japanischen Handwerkskunst. Sie selbst liebte ihre Teeschalen, auch weil sie sich mit ihnen verbunden fühlte, etwas, das man nur schwer erklären konnte und was ein nicht-Japaner schon gleich gar nicht verstehen konnte. Der Blonden gefiel aber offenbar, was sie sah. Das Lob für die Teeschale sorgte dafür, dass die Hexe sich erneut verbeugt. „Ich bekam sie von meiner Großmutter geschenkt.“, sagte sie sanft und beobachtete, wie Liz ihren ersten Schluck nahm. Es war sicherlich ungewohnt und man musste sich an den herben Geschmack erst einmal gewöhnen. Den Grünen Tee, den man hier in Mystic Falls bekam, war nicht damit zu vergleichen.

Sie bekam die Tasse zurück, wischte den Rand ab und nahm nun selbst drei Schlucke. Alles geschah in Ruhe und fast schon meditativer Ausgeglichenheit. Für Shizuka bedeutete es tatsächlich ein Finden zur inneren Ruhe und Selbstzufriedenheit. Ob es das auch bei Liz bewirkte, konnte sie nicht sagen, aber sie hoffte, dass zumindest ein Teil der Ruhe, auch auf den Sheriff überging, die es wirklich verdient hatte.

Dass sie sich Gedanken darüber machte, was hier wie und warum geschah, zeigte ihre Frage, warum es nur eine Tasse gab. Die Frage klang ein bisschen unsicher, fast so, als wusste sie nicht, ob sie die Frage wirklich stellen durfte. Shizuka lächelte sie in einer hauchzarten Geste an. Liz sollte sich hier wohlfühlen. „Bei einer Teezeremonie werden alle Unterschiede abgelegt. Das Trinken aus einer Teeschale symbolisiert diese Gleichheit und durch von den Menschen aufgestellte Grenzen gezogene Unterschiede.“, sagte sie sanft. Die ironische Aussage, welche man hin und wieder von Ausländern hörte, dass einer allein den Tee nicht austrinken könnte, sparte sie sich. Solches Gerede hatte nun wirklich nichts mit einer Teezeremonie zutun.

Shizuka machte sich daran, den zweiten Tee vorzubereiten. Diesmal bekam jeder eine eigene, neue Schale und der Tee war, wenn auch schaumig geschlagen, nicht so fest und stark wie der vorangegangene, wodurch man ihn ganz normal trinken konnte. Mit einer angedeuteten Verbeugung reichte sie die Teeschale an ihre Freundin weiter und nahm dann ihre eigene in die Hand.

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Elizabeth Forbes
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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Mo Jun 09, 2014 8:40 am

Shizuka nahm ihr die Schale ab, stellte sie vor sich und griff nach einem sauberen Tuch, das gefaltet bereit lag. Sorgsam wischte sie damit den Rand ab, dann nahm auch sie die vorgeschriebenen drei Schlucke. „Bei einer Teezeremonie werden alle Unterschiede abgelegt.“, erklärte sie lächelnd. Währenddessen griff sie nach einer zweiten Schale und machte sich daran, eine zweite Runde vorzubereiten. „Das Trinken aus einer Teeschale symbolisiert diese Gleichheit und durch von den Menschen aufgestellte Grenzen gezogene Unterschiede.“

Also hatte es tatsächlich einen tieferen Sinn. Eigentlich brauchte man nicht so viele Dinge, um solch eine Zeremonie abzuhalten. Die Zutaten waren einfach, wenn auch sicherlich in Amerika nicht leicht zu bekommen. Alles bestand aus Holz und Keramik, Wasser und dem Teepulver selbst. Nichts war so exklusiv, dass es nur Reichen vorbehalten war. Eine schöne Tradition, die allen Gesellschaftsschichten möglich war. Das kostbarste daran war die innere Ruhe.

Mit einer Verbeugung reichte Shizuka ihr die Schale zurück und nahm ihre eigene. Mit einem kleinen Gefühl der Erleichterung stellte Elizabeth fest, dass der Tee diesmal nicht so stark und dickflüssig war. Das hier fühlte sich mehr wie vertrautes Terrain an. Sie nahm einen Schluck, stellte die die Schale wieder ab und nahm sich einen der kleinen Salzcracker vom Tisch. Mit einem kleinen, zufriedenen Seufzer knabberte sie daran. Es war so ruhig hier… nicht einmal den Verkehr auf der Straße konnte man hören. Mit etwas Fantasie konnte man sich auf eine Reise in eine andere Welt machen, nach Japan, in einen kleinen Garten vielleicht. Sie konnte fast die frische Luft riechen. Vielleicht sollte sie Shizuka als Dankeschön gelegentlich einen Bonsai schenken. Grün fehlte hier, wenn Elizabeth darüber nachdachte.

Der Tee wirkte aufmunternd, wo die Zeremonie an sich beruhigend war. Elizabeth konnte fast spüren, wie selbst ihr hämmernder Kopf sich entspannte. „Dieser Tee… es ist ein bisschen, als ob man einen Espresso trinkt. Enthält er Koffein? Oder Aspirin?“, wollte sie wissen. Schließlich war letzteres im Ursprung ein natürliches Heilmittel. Es war nicht ganz abwegig, dass der Tee medizinische Wirkstoffe enthielt.

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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Mo Jun 09, 2014 1:51 pm

Shizuka wusste nicht, ob Liz die wirkliche tiefe Bedeutung der Teezeremonie und für sich annehmen konnte, aber es schien doch so, als spürte sie die meditative Ruhe, die ein Teil des Ablaufs waren, ebenso wie die Reinheit. Im traditionellen Japan geschah nichts ohne Grund und alles war zu erklären und war begründet. Das war etwas, das fremdländischen Kulturen nicht verstanden. Gerade so junge Länder, wie die USA eines war, nahm man die mittlerweile zum Großteil verdrängte Eingeborenen-Kultur einmal aus der Betrachtung heraus, lebten die Menschen oft auf den Zufall hin. Taten und Geschehnisse bekamen weniger Bedeutung, wurden sogar zum Teil nichtig. Etwas, das in ihrer Heimat unmöglich war, so jede noch so kleine Geste eine Bedeutung hatte

Schweigend tranken beide von dem Tee. Shizuka genoss das herbe Aroma, auch wenn sie wusste, dass viele Nicht-Japaner es nicht mochten. Ihr persönlich war es absolut unklar, wie man Schwarztee Grünem Tee vorziehen konnte, aber so waren die Geschmäcker eben unterschiedlich. Liz sah jedenfalls so aus, als würde sie die mildere Variante mehr genießen. Sie nahm sich einen Kracker und knabberte daran herum. Vermutlich waren es nicht unbedingt die ihr bekannten Knabbereien, aber der Blonden schien es nichts auszumachen. Sie sah ein bisschen verträumt aus. Wo sie wohl gerade mit ihren Gedanken war? Eigentlich spielte es keine Rolle, es zählte allein, dass sie zur Ruhe kam. Die letzten Tage waren für alle Beteiligten nicht leicht gewesen. Es war wichtig, dass sie ein bisschen Erholung fanden, denn ein Teil von ihnen waren nur Menschen und diese konnten nicht unendlich viel ertragen. Sie selbst merkte an sich, dass sie ganz dringend diese Erholung brauchte und auch ein bisschen Schlaf könnte nicht schaden.

„Dieser Tee… es ist ein bisschen, als ob man einen Espresso trinkt. Erhält er Koffein? Oder Aspirin?“, fragte die Blonde und durchbrach damit die Stille. Es war jedoch nicht unangenehm oder gar unangebracht. Die kleine Hexe lächelte ganz leicht. „Matcha enthält sehr viel Koffein.“, beatwortete sie die Frage. In wie weit mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen wurde, ob Koffein tatsächlich Einfluss auf das Schmerzempfinden hatte, wusste sie nicht. In Japan wurde Tee allgemein eine heilende Wirkung zugesprochen.

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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   So Jun 15, 2014 6:38 am

„Matcha enthält sehr viel Koffein.“, antwortete Shizuka. Das erklärte das wohlige Gefühl, dass der Kopf sich klärte und jede Körperzelle irgendwie… aufgeladen wurde.
„An den Geschmack muss ich mich noch gewöhnen, aber diese Teezeremonie liebe ich jetzt schon.“, sagte Elizabeth leise. „Sie ist so voller… Schönheit und innerer Ruhe. Man kann wunderbar entspannen.“

Sie leerte ihre Teeschale. Es wurde Zeit, nach Hause zu fahren, zu Duschen und zu Schlafen. Daran änderte auch der koffeinhaltige Tee nichts. Elizabeth stellte die Schale ab und verbeugte sich im Sitzen noch einmal vor der japanischen Hexe. Es schien ihr zum Augenblick zu passen.

„Ich danke dir für die Einladung.“, murmelte sie „Und für die neue Erfahrung. Und jetzt lasse ich dich alleine, denn ich denke, dass wir beide eine Runde Schlaf gebrauchen können. Wie sagt man ‚Auf Wiedersehen‘ auf Japanisch?“

Eine Umarmung gehörte nicht zum japanischen Abschiedsritual, dafür jedoch noch eine weitere Verbeugung, nachdem man einmal die Beine wieder entknotet hatte und sicher stand. Elizabeth verließ die Japanerin, die gleichzeitig so fremd und so vertraut war und trat mit einem surrealen Gefühl zurück in die Welt von Mystic Falls. Selbst ihr vertrauter Dienstwagen fühlte sich merkwürdig fremd an, als sie ihn aus der Feuerwehrzufahrt auf die Straße steuerte.

Tbc: Forbes House

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Shizuka Furukawa
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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   So Jun 15, 2014 9:02 am

Die Teezeremonie fand bei Liz Anklang. Zwar musste sie sich an den Geschmack gewöhnen, aber das war nicht verwunderlich, wenn man nur den Beuteltee kannte, der hier im Land verkauft wurde. Shizukas Meinung hatte das eh nicht viel mit dem eigentlichen Tee zutun, aber so waren eben die Kulturen unterschiedlich. Die USA hatte aus dem eigentlichen Tee eben das gemacht, was nun hier bekannt war und das war auch ok, denn es waren eben unterschiedliche Kulturen.

Sie erwiderte nichts auf Elizabeths Worte, sondern lächelte diese nur an. Es freute sie, dass sie ihr gedachtes Ziel erreicht hatte. Die Blonde hatte unbedingt etwas inneren Frieden gebraucht nach all den Katastrophen, die geschehen waren und auch die Hexe selbst fühlte sich selbst wieder mit sich im Reinen, was keine Selbstverständlichkeit war.

Beide leerten sie ihre Schalen und noch bevor Liz sich bewegte, wusste Shizuka, dass sie sich verabschieden wollte, aber das war auch völlig in Ordnung. Die Blonde hatte eine Tochter und musste auch zu Hause mal nach dem rechten sehen. Die Verbeugung war tief und die Japanerin erwiderte sie, ein Stück tiefer, um den Altersunterschied zu honorieren und Elizabeths Stellung als Gast zu unterstreichen.

Sie standen auf und gingen zur Tür, wo Liz sich für die Einladung und die Erfahrung bedankte. Shi lächelte. „Es war mir eine Ehre, dich als meinen Gast zu haben und dir einen teil meiner Kultur zu zeigen.“ Ihre Verbeugung war erneut tief. „Sayonara, Liz“, verabschiedete sie die andere.

Wieder allein spürte sie, wie die Erschöpfung über ihr sie eine Welle zusammenschlug. Sie wollte nur noch duschen und ins Bett gehen, um ein paar Stunden zu schlafen. Sie wusste nicht mehr, wann sie zuletzt geschlafen hatte. Sie ging ins Bad, duscht und machte sich fertig für die Nacht. Ihr nasses Haar flocht sie einfach zusammen. sie hatte wirklich keine Lust, es jetzt noch zu trocknen. Ein Gähnen unterdrückend krabbelte sie in ihr Futon und war schneller eingeschlafen, als sie bis drei zählen konnte.

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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Di Jun 17, 2014 5:26 pm

Shizuka schlief tief und fest. Sie hatte es wirklich gebraucht, sich mal wieder richtig auszuruhen. Da sich ihr Körper jedoch an den wenigen Schlaf gewöhnt hatte, war sie nach ein paar Stunden wieder wach und putzmunter. Ein paar Minuten blieb sie noch liegen, lauschte ihrem eigenen Herzschlag und den gleichmäßigen Atemzügen. Seltsam, wie schön doch solche Geräusche doch klangen, wenn sie in Ruhe waren. Es war beruhigend und zeigte ihr gleichzeitig mit Sicherheit, dass sie noch am Leben war. Nach allem, was in den letzten Wochen passiert war, war sie sich hin und wieder nicht sicher, ob sie wirklich noch am Leben war oder alles bereits ein Teil des Todes war.

Nach einigen Minuten entschied sie sich dazu, doch aufzustehen, obwohl es draußen stockdunkel war. Es brachte ihr nichts, wenn sie jetzt noch länger liegen blieb. Mit frischen Kleidern ging sie ins Bad, machte sich fertig. Ihr langes Haar hatte Locken bekommen, während es zusammengebunden war und so ließ sie es sich einfach offen in den Rücken hängen. Die Strumpfhose und der schwarze, Petticoat-Rock betonten ihre, für ihre Körpergröße, langen, schlanken Beine. Die einfache Rüschenbluse kaschierte perfekt ihre fehlende Oberweite. Ein bisschen schwarz um die Augen und schon war sie fertig.

In der Küche nahm sie sich noch etwas zu essen und machte sich eine Tasse Tee. Aus irgendeinem Grund hatte sie gerade extremen Hunger auf Sushi, aber das hatte sie nicht da. Vermutlich kam es daher, dass sie seit Tagen nichts mehr Richtiges gegessen hatte und ihr Körper nach Nahrung verlangte. Da ihre Vorräte recht begrenzt waren, konnte sie auch nicht wirklich was kochen, weswegen sie beschloss, in den Grill zu gehen. Die veganen Nudeln, die sie dort anboten, waren recht lecker gewesen. Sie holte ihre Tasche. Kurz überlegte sie, ob sie ihr Schwert mitnehmen sollte, entschied sich aber dann dagegen. Sollte sie jemand angreifen, konnte sie sich immer noch mit Magie wehren.

Aus dem Briefkasten zog sie ein paar Sachen, überwiegend Werbung, aber ein Brief fiel ihr ins Auge. Es war die Einladung zu einem Ball, den die Urvampirfamilie veranstalteten. Na das konnte was werden! unsicher, was sie davon halten sollte, verließ sie die Wohnung und machte sich auf den Weg zum Grill. Es dauerte nicht langte und die erreichte die Bar und ging hinein. Kurz sah sich um und sah tatsächlich ein bekanntes Gesicht – Sam. Er hatte sie auch entdeckt, lächelte ihr zu, was sie schüchtern erwiderte. Mit einer kurzen Geste winkte er sie heran und sie Shizuka folgte der Einladung, auch wenn Sam nicht allein am Tisch war.

Tbc: Eckiger Tisch am Rande

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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Di Jul 08, 2014 11:14 pm

Cf: Park

Shizuka erwachte davon, dass ein Vogel in dem Baum vor ihrem Fenster saß und aufs Schönste sang. Ein Lächeln lag auf ihren Lippen, als sie die Augen aufschlug. Sie ging ans Fenster, um den Vogel näher betrachten zu können, und öffnete es. Das kleine Vögelchen bemerkte sie, flog jedoch nicht weg. Das Köpfchen schief legend sah es Shizuka direkt an und gab ein Piepsen von sich. Es zauberte der Hexe ein richtiges Lächeln ins Gesicht. Da war die Verbindung einer Hexe zu Natur. Sie wurde nicht als Bedrohung angesehen, sondern als Teil von ihr, weswegen der Vogel auch nicht weg flog.

Es war noch früh am Tag und die Sonne hatte es noch nicht wirklich geschafft aufzugehen. Lange konnte sie wirklich nicht geschlafen haben, aber sie fühlte sich erholt und ausgeruht. Im Haus war es ganz still, Allison war also vermutlich nicht da. Die Japanerin strich sich eine Haarsträhne nach hinten. Ihr langes Haar fiel ihr offen in den Rücken bis zur Hüfte. Vermutlich gab das einen interessanten Kontrast, denn sie trug nur ein einfaches Shirt und Shorts. Rein körperlich sah man ihr ihre Männlichkeit in diesen Kleidern an, jedoch fürchtete sie sich nicht vor einer Enthüllung, denn die Hybridin wusste um ihr Geschlecht.

Nachdem das Vögelchen weggeflogen war, wandte sich die Hexe von dem Fenster ab. Sie nahm sich frische Kleider und ging ins Bad. Das Wasser der Dusche war angenehm warm und sie schloss genießerisch die Augen. Lange gönnte sie sich diese Wohltat jedoch nicht. Ihr langes Haar wurde shampooniert. Sie würde ewig brauchen, bis es wieder trocken war, aber zur Not musste sie es eben föhnen. In ein flauschiges Handtuch gewickelte, putzte sie Zähne. Ihren japanischen Genen sei Dank musste sie sich nicht rasieren. Es war nicht nur ein Gerücht, dass Japaner selten richtigen Bartwuchs hatten. Ihr langes Haar flocht sie zu einem Zopf. Wieder angezogen ging sie in die Küche und machte sich eine Tasse Tee, mit der sie in ihr Zimmer zurückkehrte.

Ihr Blick fiel auf ihr Handy. Lianne hatte ihr geschrieben. Sie lächelte, als sie sie las. Schnell antwortete sie ihr. Jetzt musste sie ihre Haare wohl doch föhnen. Hatte sie der Halbdämonin im Grill gestern noch skeptisch gegenübergestanden, so hatte der kleine Spaziergang sie mehr auf Liannes Seite gezogen.

Tbc: Liannes Handy

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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Mi Jul 09, 2014 8:36 pm

Cf: Liannes Smartphone

Es dauerte nicht lange, bis eine Antwort kam. Die Boutique war in der Innenstadt und zu Fuß gut zu erreichen, allgemein war in Mystic Falls alles zu Fuß erreichen, was ihr sehr gelegen kam, da sie kein Auto hatte. Ein bisschen Zeit würde sie brauchen, ehe sie loskonnte. Es war zu kalt draußen, um mit halbnassen draußen herumzulaufen. Sie schrieb Lianne schnell eine Antwort und ging dann wieder ins Bad, um irgendwie ihre Haare trocken zu bekommen. Sie brauchte gute 20 Minuten, bis sie zufrieden war. Bedächtig kämmte sie die langen Strähnen, sie sie ihr seidig glänzend in den Rücken fielen. Es war ein Vorteil von Asiaten-Haar, es sah ohne viel Zeit darauf zu verwenden gut aus, wenn man es nur ein bisschen pflegte.

Ihre Kleidung war schlicht gewählt. Eine Rüschenbluse und ein Rock reichten aus. Ihre Strumpfhose war mit einem Rosenmuster verziert. Rock und Strumpfhose war einfach nur schwarz, die Bluse war in einem dunklen Rot. Ein bisschen Kajal und Lidschatten um die Augen und sie war fertig. Ihre Tasche war schnell gepackt. Da ihr Rock diesmal lang genug war, nahm sie ihr Kurzschwert mit. Zwar war ihr Lianne mittlerweile sympathisch, aber man konnte nie vorsichtig genug sein. Allison war immer noch nicht wieder da. Die Blonde hatte fertig ausgesehen. Vermutlich hatte sie sich immer noch nicht wieder mit ihrem Freund vertragen.

In eine Jacke gekuschelt ging sie nach draußen. Es war deutlich, dass der Herbst nun bald kam, aber es störte sie nicht. Der kühle Wind flüsterte ihr Geschichten zu und diesmal verstand sie sie auch. Ein zartes Lächeln lag auf ihren Lippen, als sie zur Boutique ging. Sie war gerade da, als auch die blonde Halbdämonin ankam.

Tbc: Liannes Smartphone

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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Mi Jul 30, 2014 2:17 pm

Cf: Boutique

Sie brauchte nicht lange, bis sie in der Wohnung war. Irgendjemand war hier gewesen, ihre magischen Sinne schlugen Alarm, aber jetzt war sie allein. Wer wusste schon, ob Allison nicht hier gewesen war und jemanden mitgebracht hatte. Die Hexe öffnete die Fenster, um frische Luft herein zu lassen. Mit ein bisschen Magie steckte sie das Kleid passend ab, sodass der Stoff den Boden berührte, sie aber nicht bei jedem Schritt darauf trat. Es war ein einfacher Saum, weswegen das Umnähen nicht lange dauerte. Zufrieden mit ihrem Werk legte sie das Kleid auf ihr Bett und ging ins Bad.

Sie duschte, shampoonierte ihr Haar, bis ihm der Duft von Jasmin anhaftete. Nachdem jedes überflüssige Körperhaar entfernt war, machte sie sich daran, ihr Haar zu trocknen. Sie kämmte es, bis sich die blauschwarze Flut seid bis zu ihrer Hüfte ergoss. Was für eine Frisur sollte sie sich machen? So recht wusste sie es nicht, doch dann kam ihr die rettende Idee. Schnell ging sie noch einmal in die Stadt, um sich Blumen zu kaufen. Zufrieden mit ihrer Wahl, blaue und weiße Blüten, ging sie zurück. ein bisschen Magie und schon würden die Blumen den ganzen Abend frisch aussehen. Mit dem Lockenstab lockte sie die Haare ein, flocht die Blumen ein und steckte ein paar Strähnen hoch. Sie war zufrieden mit dem Ergebnis. Sie schminkte ihre Augen dezent mit schwarz, silber und blau. Sie hatte zum Glück die reine Asiatenhaut, weswegen das Schminken sehr schnell ging.

Das Kleid passte perfekt. Ein Hoch auf Push-up-BHs, mit denen man sich ein Dekolletee erschummeln konnte, selbst wenn man nicht einmal eine Brust hatte. Sie war zufrieden mit ihrem Ergebnis. Zwar hatte sie niemanden, den sie beeindrucken musste, aber man konnte sich auch für sich selbst hübsch machen. Trotz allem konnte es sich die Hexe nicht verkneifen, ihr Schwert mitzunehmen. Unter dem langen Rock würde es eh niemand merken und man sollte nicht vergessen, dass sie sich in die Höhle des Löwen begaben. Sie schnappte sich ihr Handtäschchen und machte sich auf den Weg.

Tbc: Mikaelson Mansion

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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   So Sep 28, 2014 5:38 pm

Cf: Mikaelson Mansion – Garten


Shizuka saß auf ihrem Bett. Das Kleid hing an Schrank und sah selbst dort noch toll aus. Sie selbst trug nur Shorts. So offen männlich gab sie sich selten, allerdings war sie allein, da spielte es auch keine Rolle. In Gedanken versunken kämmte sie ihr hüftlanges Haar. Eigentlich war es bereits völlig knotenfrei und glänzte wie Seide, dennoch machte sie weiter, da sie eh nicht wirklich mitbekam, was sie tat.

Sie war furchtbar. Was hatte sie nur getan? Sie hatte Lia Sam ausgeliefert und umgekehrt. Sie hatte der Blonden doch schon das Versprechen abgenommen die Wahrheit zu sagen, warum hatte sie nicht darauf vertraut, dass Lianne das Versprechen wahrmachte und die Dinge einfach so laufen lassen, wie sie eben laufen sollten. Wenn die ganze Aussprache mit einer Katastrophe endete, war das allein ihre Schuld. Sie mochte Lia und sie vertraute ihr auch, aber da war auch Sam und diesen musste sie einfach beschützen. Es war immerhin Sam, um den es ging. Shizuka war sich bewusst, dass Sam sie nicht liebte, aber das wollte sie gar nicht. Sie wollte nur, dass es ihm gut ging und er glücklich. Dafür musste er sie Wahrheit kennen. Was brachte eine Beziehung, wenn sie auf Lügen aufgebaut war? Nichts, wie sie bei ihrem letzten Freund erfahren musste. Die Wahrheit konnte mies und verletzend sein und manchmal wollte man sie einfach unwahr machen, aber es ging nicht und trotz allem, war die Wahrheit weniger verletzend, als eine Lüge es je sein könnte.

Ihr Handy vibrierte. Es war eine SMS von Lianne und sie hatte nicht unbedingt einen positiven Inhalt. Shizuka wusste, es war ihre Schuld, aber auch wenn es sie schmerzte, so hatte die Wahrheit sein müssen. Es war das Richtige gewesen. Sie schrieb ein Antwort auf japanisch, was ihr gar nicht auffiel und merkte er jetzt, dass ihr schrecklich kalt war und sie am ganzen Körper zitterte.

Tbc: Liannes Handy

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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Di Sep 30, 2014 11:16 pm

Cf: Sams Handy

Lianne hatte ihr nicht geantwortet, aber es war wichtig, dass sie jetzt so schnell wie möglich zu Sam kam. Es war ihre Schuld, dass es ihm nun schlecht ging. Sie hatte das Gespräch erzwungen. Es war ihre Schuld, ganz allein ihre und jetzt musste sie irgendwie zusehen, dass sie es irgendwie wieder hinbog oder zumindest Sam trösten konnte und danach würde sie auch mit Lianne noch mal reden müssen, wenn die Blonde sie überhaupt noch sehen wollte, nachdem sie sie entlarvt hatte.

Mit einem Seufzen stand die kleine Hexe auf und zog sich etwas an. Es war eine einfache Hose mit einem Faltenrock darüber und einer Bluse. Ihr langes Haar ließ sie einfach offen. Sie hatte jetzt wirklich keine Zeit, sich noch eine Frisur zu machen. Sie schnappte sich ihre Handtasche und zog sich Jacke und Schuhe an. Es war draußen wieder hell. Sie hatte keine Minute geschlafen in der Nacht, aber das spielte keine Rolle. Sie musste ihren Fehler zumindest wieder so weit gut machen. Der Wind war kühl, aber sie nahm es gar nicht wahr. Genauso wenig registrierte sie, dass sie seit einer halben Ewigkeit weder etwas gegessen noch etwas getrunken hatte. Das alles spielte keine Rolle.

Sie brauchte einige Minuten, bis sie das Motel erreichte. Der Frau an der Rezeption grüßte sie und Shizuka nickte ihr mit einem scheuen Lächeln zu. Die Frau war immer sehr nett zu ihr gewesen, als sie noch im Motel gewohnt hatte. Die Japanerin suchte Zimmer 12 und klopfte vorsichtig an der Tür. Sie wartete, bis sie hereingebeten wurde. Sam war allein und er sah fertig aus, wirklich fertig und es war ihre schuld.

Tbc: Mystic Motel – Zimmer 12

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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Sa Aug 22, 2015 8:34 pm

Cf: Waldlichtung

Es war seltsam, dass der Engel derart besorgt um sie war, obwohl er sie eigentlich gerade erst kennengelernt. Sie war schwach und zudem klebte Blut an ihren Händen. Sie hatte einigen der bösen Hexen das Leben genommen. Das hatte sie sich nach wie vor nicht verziehen, aber als Sariel seine Flügel um sie legte, fühlte sie sich nicht schuldig, sondern ihre aufgewühlten Gefühle wurden besänftigt, sie fühlte sich mit sich selbst im Reinen. Shizuka wurde festgehalten, als ob er Angst hätte, sie würde umfallen. Ihre Beine fühlten sich tatsächlich ein bisschen wackelig an, weil ihr Kreislauf mit dem Fliegen nicht ganz so einverstanden war. Vorsichtig wurde sie losgelassen und warf dem Engel eich scheues Lächeln zu.

Sie bot ihm etwas zu trinken an, was er auch annahm. Da sie wirklich gern duschen wollte und sich ein Kostüm suchen musste, bot sie ihm einen Platz bei ihr im Zimmer an. Es war ein normaler japanischer Tisch, zu dem es keine Stühle gab, sondern man sich auf den Boden kniete. Etwas anderes hatte sie in ihrem Zimmer jedoch nicht, da das Bett wohl kaum als Sitzgelegenheit dienen sollte. Die Japanerin trat an ihren Kleiderschrank und stand überlegend davor, bis ihr ein weißer Kimono in die Augen fiel und sie plötzlich wusste, als was sie sich verkleiden sollte. Sie schnappte sich alles benötigte und entschuldigte sich, dass sie nun ins Bad ginge.

Das warme Wasser tat gut und sie genoss es. Obwohl sie im Krankenhaus kaum ihr richtiges Pflegeprogramm hatte durchführen können, sah man nicht einmal den Ansatz eines Bartschattens. Sie hatte einfach keinen Bartwuchs, Mann hin oder her. Nach der Dusche putzte sie sich ausgiebig die Zähne, nur mit einem Handtuch umwickelt. Es dauerte ewig, bis ihr Haar trocken war, und wie ein schwarzer Wasserfall über ihre Hüfte floss. Ihr Gesicht war von einem natürlichen Milchweiß, sodass sie darauf verzichten konnte, sich weiß zu schminken. Ihr Augen jedoch schminkte sie schwarz mit Kajal und Lidschatten. Sie wurden stark betont und wirkten noch größer als sonst. Das helle Grau wurde richtig leuchtend. Schnell schminkte sie ihre Lippen noch schwarz. Danach schlüpfte sie in den schneeweißen Kimono. Das lange Haar umfloss sie. Ja, so sah eine Yurei aus.

Shizuka ging zu Sariel zurück, sah ihn scheu an. 'Wollen wir gehen?', fragte sie ihn schüchtern. Sie wusste nicht so recht, wie sie mit dem Engel umgehen sollte, den sie ja eigentlich gar nicht kannte.

Tbc: Mystic Grill

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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Di Sep 01, 2015 7:31 pm

cf: Waldlichtung

Erst als Sariel sich sicher war das der Kreislauf der Japanerin sich normalisiert hatte, liess der Engel die Hexe los und erwiderte ihr Lächeln.

Sie bot ihm etwas zu trinken an, was er auch annahm. Wie hätte er ablehnen sollen? Sie war doch eine besondere Seele. Sariel hielt die Tasse in der Hand und stand einfach in ihrem Zimmer da. Erst als Alexander ihn darauf hinwies das er den Tee auch trinken sollte, nippte der Diener Gottes an der aufgebrühten Flüssigkeit. Shizuka bot ihm einen Platz an einem niedrigen Tisch an, was sehr aufmerksam jedoch für Sariel unnötig war. Er musste nicht ruhen und das stehen strengte ihn nicht an. Fasziniert beobachtete Sariel wie die Stimmung im Raum sich veränderte als seine besondere Seele nach einem weissen Kimono griff und ins Badezimmer verschwand.

Sariel fand es als furchtbar unhöflich wenn er nun einfach im Zimmer umher spazieren würde und alles begutachten täte, weshalb er an Ort und Stelle stehen blieb, nur den Blick einwenig umher wandern liess und immer wieder am Tee nippte. Auch wenn dieser für Menschen sicherlich anders schmeckte als für ihn.

Sariel erkannte sofort das Shizuka sich als Yurei verkleidet hatte. Er existierte lange genug um von Ihnen zu wissen und war beeindruckt wie gut Shizuka dementsprechend sich dafür her gerichtet hatte. Was ihn aber noch mehr bewegte waren die strahlenden Augen. Sie waren umwerfend.


Sie kam zu Sariel zurück und fragte ob sie gehen sollten. "Gerne", sagte der Engel und bot ihr seinen Arm an.

/tbc: Mystic Grill
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BeitragThema: Re: Shizukas Schlafzimmer   Mi Dez 28, 2016 8:24 pm

Cf: Orlando Florida

Im Haus empfing sie Stille. Allison war nicht zu hause, aber das war irgendwie selten der Fall. Oder sie verpassten sich immer wieder. Da es etwas nach abgestandener Luft roch, machte sie die Fenster einen Moment breit auf und begann damit, im ganzes Haus zu putzen. Es war ihr Sauberkeitstick, der sich da gerade Bahn schlug, aber es gab bestimmt schlimmere Macken als ihre. Zumindest hoffte sie das. Regentropfen klopfte leise gegen die Fensterscheiben. Es hatte etwas Beruhigendes an sich.

Nachdem alles sauber war und sie sich eine Tasse Tee gemacht hatte, ging sie in ihr Zimmer und schaltete den Laptop ein. Was sie mit Gabriel erlebt hatte, hatte ihre Fantasie gehörig angeregt und sie hatte eine Idee für einen neuen Roman. Nie würde sie das, was Gabriel ihr anvertraut hatte, für ihre Zwecke missbrauchen, aber er hatte ihr einiges zum Nachdenken gegeben. Ihr letztes Buch hatte sie vor einigen Wochen an den Verlag geschickt, nun sammelte sie neue Ideen. Sie hatte allerdings schon eine grobe Charakteraufstellung ihres Hauptcharakters.

Ihr fiel eine Mail ihres Verlags auf, aber es handelte sich nicht um ihren eingeschickten Roman, sondern es war die Mitteilung, ein Student wolle sich mit ihr in Verbindung setzen. Sie hatte die originale E-Mail mitgeschickt bekommen. Whitmore College… das hatte sie schon mal gehört. Gab es nicht allzu weit von hier entfernt ein solches College? Nun, das wäre ziemlich verrückt. Irgendwie erschreckte und ehrte sie es in gleichen Teilen, dass eines ihrer Bücher an einer Universität behandelt wurde. Sie schrieb doch nur Fantasyliteratur. Der Verlag hatte ihr freigestellt, ob sie auf diese Anfrage antwortete. Für die kleine Hexe war das keine Frage, zumal sie auch Literatur studieren wollte.

Sehr geehrter Mr. Carrington,
es ehrt mich, dass Sie sich mit meinem Roman ‚Sorcerer’s Cry’ auseinandersetzen. Das ist eine große Ehre für mich.
Gerne werde ich versuchen, Ihre Fragen zu beantworten.

Hochachtungsvoll
Shiori Sora


Einen Moment musste sie überlegen, wie ihr Buch in der englischen Übersetzung hieß. Es war ihr Erstlingswerk und sicher noch nicht ausgereift. Sie schickte die Mail ab und machte sich dann daran, an ihrem neuen Buch zu schreiben.

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