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 Balkon

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BeitragThema: Balkon   Mo Aug 04, 2014 9:25 pm

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Balkon   Mi Aug 13, 2014 6:00 pm

Cf: Mikaelson Mansion

Ihre Träume klangen ähnlich, wie die, die seine Schwester gehabt hatte. Ein Märchenprinz, der sie in sein Land brachte, um sie dort zu seiner Prinzessin zu machen. Er lächelte ganz leicht und hörte ihr aufmerksam zu. Es war eine Möglichkeit, um mehr über sie zu erfahren. Sie gingen nach draußen, wo die Luft wesentlich kühler war als drinnen, aber es war angenehm, zumindest Luca empfand es als angenehm. Es war, als ob man mehr Platz zum Atmen hätte. Bis jetzt war zum Glück noch kein Geist aufgetaucht war, auch wenn das Haus etwas an sich hatte, dass man vermuten könnte, es hätte ein dunkles Geheimnis, welches durch den ganzen Prunk und Glanz überdeckt werden sollte. Eine Folterkammer oder so würde trotz des Glamours irgendwie dazu passen.

Sie erzählte ihm, wie sie zur Fotografie gekommen war. Es war eine schöne Geschichte. Den Moment einzufangen. Ein Moment, der für den einen völlig unbedeutend sein konnte, für den anderen aber die ganze Welt bedeuten konnte. Konnte man die Gefühle, die Emotionen in einem Foto einfangen? Er wusste es nicht. Als angehender Musiker, war er es selbst, der die Menschen bewegte und damit mit für die Emotionen verantwortlich, die ausgelöst wurden. Jeder reagierte anders auf Musik, da es niemanden gab, der gleich fühlte. Es war also ganz natürlich, dass man unterschiedlich fühlte. Konnte man nun diese differenzierten Gefühle auf einem Foto einfangen?

„Die Welt ist nicht perfekt, aber der Augenblick kann es sein.“, sagte er mit einem Lächeln. Die Welt war nicht perfekt, aber man konnte daran arbeiten, dass man sie selbst als perfekt ansah, wenn man sie nur mit genug wunderschönen Augenblicken füllte, Momente, die für einen perfekt waren, selbst wenn andere es nicht nachvollziehen konnte. Etwas Wehmütiges lag in seinem Blick, als er sich auf das Balkongeländer lehnte und die Aussicht betrachtete. Es war so unterschiedlich, wie die Menschen versuchten, ihre eigene Welt so perfekt wie möglich zu machen, manche scheiterten auf dem Weg und gaben auf.

Ihr erstes Treffen… es war verrückt gewesen und doch irgendwie schön. Er lächelte, als sie darauf zu sprechen kam. „Es war verrückt. Womit ich die Prinzenrolle verdient habe, weiß ich immer noch nicht, aber ich bin froh, dass wir uns getroffen haben.“, sagte er und strich sich scheu eine Haarsträhne nach hinten. Ein Windstoß machte deutlich, dass der Sommer zu Ende war. Ohne lange zu überlegen, zog er sein Jackett aus und legte es der schönen Blonden über die Schultern. Nicht auszudenken, wenn sie sich seinetwegen erkältete!

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Jennifer McQueen
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BeitragThema: Re: Balkon   Do Aug 14, 2014 3:15 am

cf: Mikaelson Mansion

Dass die Welt nicht perfekt war, wie er sagte, stimmte, denn viel zu oft enttäuschte einen das Gefühl von einer heilen und wunderbaren Welt. Doch ob es wirklich daran lag, dass es für manche Leute mehr Momente des Glücks gab, konnte man wohl wirklich nicht sagen.
Hauptsache war es doch, trotz der Härte und ab und zu aufkommenden Kälte des Lebens, das Gefühl von Liebe, Glück und Frieden nicht zu verlieren, wie winzig die Augenblicke solcher Gefühle manchmal auch erscheinen mochten. Solche Herzschlag-Momente machten die Welt doch erst wirklich schön und umso schöner waren die Fotos, die solche Emotionen festhielte, zumindest schien es so. Momentaufnahmen, die man für die Nachwelt verewigte.

Daher nickte Jennifer und erwiderte das Lächeln von Luce, bevor dieser, wenn auch mit einem etwas trüben Blick aus seinen unbeschreiblichen Augen, in die Welt unterhalb des Balkons schaute. Doch wenigstens schien die Erwähnung ihres ersten Treffens, wie seltsam es auch gewesen sein mochte, beide Menschen aufzuheitern, was insgeheim auch Sinn der Sache gewesen war, also konnte die Blondine nur schmunzeln und dachte darüber nach was der rothaarige gesagt hatte.
Er meinte, dass er die Prinzenrolle nicht verdient hatte? Sie war anderer Meinung. Wie klein die Not, in der sie gesteckt hatte, auch gewesen war, so war Prinz Lucas doch ihr Retter gewesen und hatte sie aus dem Märchenwald geführt, bis sie schließlich in der Schokoladenfabrik von dem Schokofluss gekostet hatten! Aber, dass er froh war, sie getroffen zu haben machte sie noch um einiges fröhlicher, als sie ohnehin schon war.

„Verrückt war es, da stimm' ich dir zu“, sagte die Frau in rot und lehnte sich neben ihn auf das Geländer. Dabei fielen ein paar ihrer hellen Locken über ihre freien Schultern, doch trotz der langsam aufkommenden Kälte durch den frischen Wind, lächelte Jen und sah mit ihren schokoladenbraunen Augen zu ihrem Freund hinüber. „Doch ich finde, dass du die Rolle als Prinz sehr wohl verdient hast... ein kleiner Mitgrund dafür, weshalb ich umso froher darüber bin, das wir uns kennengelernt haben...“, gab sie etwas scheu zu, sah aber zu Luce hinüber, der nach einem weiteren kräftigen Windstoß sein Jackett auszog und es der Fotografin über die Schultern legte.

DAS war auf jeden Fall perfekt, weswegen sie ihn nun vielsagend anlächelte, während seine Wärme aus dem Stoff die hübsche Blondine erreichte. „Danke. ...Genau solche Taten bringen mich zu der Überzeugung, dass du sehr wohl ein Prinz bist... zumindest für mich.“

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Balkon   Do Aug 14, 2014 2:55 pm

Noch immer verstand er nicht, weswegen er für sie zu recht im Märchenwald ein Prinz geworden war, aber er konnte nicht bestreiten, dass es ihm gefiel. Er mochte Jennifer und dass er ihr Prinz sein sollte, führte dazu, dass sich seine Wangen röteten. Sie hatten hier ganz offiziell ein Date und solche Aussagen wurden mit diesem Wissen sicherlich nicht grundlos getroffen. Sie hatte bei ihrem letzten Treffen klargestellt, dass das hier ein Date war und man wollte doch nur ein Date, wenn man ernstere Absichten hatte, oder? bei dem Gedanken, dass die schöne Blonde an ihn interessiert war, schlug sein Herz schneller, flatterte aufgeregt wie Schmetterlingsflügel.

Ihr Prinz… er konnte sich gerade noch so ein dümmliches Grinsen verkneifen, als sie es sagte. Durfte er sich Hoffnungen machen oder war das zu naiv von ihm. Warum sollte eine so tolle Frau wie Jennifer ausgerechnet an jemandem wir ihm Interesse haben? Sie könnte jeden haben, wenn sie es wollte, warum also ausgerechnet er? Verlegen strich er sich eine Haarsträhne nach hinten. „Jeder Prinz braucht eine Prinzessin. Meinst du nicht auch?“, fragte er sie schüchtern und wollte im gleichen Moment am liebsten im Erdboden versinken. Wie konnte er nur so vorlaut sein, sie so etwas zu fragen, immerhin steckte hinter seiner Frage eine klare Botschaft.

Scheu sah er ihr kurz in die Augen, ehe er seinen Blick wieder senkte und er auf dem Boden kleben blieb. es war so peinlich. Wie hatte er sie das nur fragen können? Klar, Simon und Adam hatten auf ihn eingeredet, dass er sich auch endlich mal trauen sollte, eine Frau anzusprechen, aber nie hatte er geglaubt, es wirklich zu machen und vor allem nicht bei einer solchen Traumfrau wie Jennifer sie war.

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Jennifer McQueen
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BeitragThema: Re: Balkon   Do Aug 14, 2014 7:30 pm

Auf eine seiner typisch verlegenen Arten strich sich der Rothaarige eine Haarsträhne nach hinten und sah Jennifer an. Er fragte, ob ein Prinz nicht auch eine Prinzessin brauchte und mit einem kurzen Hüpfer ihres Herzens musste sie unwillkürlich lächeln, bescheiden und berührt lächeln, denn sie verstand, was sich hinter dieser - für andere vielleicht bedeutungslosen – Frage versteckte, die ihr für diesen Moment wirklich mehr als die Welt bedeutete. Nicht mal die Welt, viel mehr das gesamte Sonnensystem. Zumindest fühlte es sich zur Zeit so an. Ja, ihre Gefühlswelt glich dem Universum und die hübsche Blondine konnte nicht anders, als sich verlegen auf die Lippe zu beißen, ehe sie ihren schokoladenbraunen Blick wieder hob und sah, wie Lucas seinen Blick gesenkt hatte und auch keine Anstalten dazu machte, diesen wieder zu heben.

Für den Bruchteil einer Sekunde schien er wieder einen scheuen Blick auf sie zu riskieren, doch er senkte sein Gesicht sogleich wieder und es blieb auch gesenkt, was sie wieder lächeln ließ. Er war immer so bescheiden gewesen. Bescheiden, schüchtern, nett, aber vor allem auch einfühlsam und durchaus auch humorvoll. All das was sich die Fotografin aus New York immer gewünscht hatte.
Bei Gott, er hatte es mit so einer Leichtigkeit aufgefasst, als sie ihm erzählt hatte, zu was sie unter gewissen Umständen werden könnte!

Also wann würde es besser passen, als jetzt?
Sie wusste keine Antwort. Deswegen presste sie ihre Lippen, öffnete diese dann, um nochmal durchzuatmen, ehe sie sich Luce vollends zu wandte, sein Gesicht mit ihrer Hand wieder sanft anhob, um ihn anzulächeln, bis sie die wenigen Zentimeter zwischen seinen und ihren Lippen überbrückte.
Ihre Haut knisterte angenehm unter der kurzen und gefühlvollen Berührung, die viel zu schnell zu Ende war, doch sie wollte den Jüngeren nicht verschrecken oder zu nahe rücken, als das sie es vielleicht ohnehin schon getan hatte. Deswegen löste sie sich wieder von ihm und beendete somit den unschuldigen Kuss, den Jenny ihm geschenkt hatte, um den Rothaarigen mit schüchternen, aber auch erwartungsvollen, Blicken zu mustern. Währenddessen flogen immer noch Schmetterlinge wie wild in ihrem Bauch umher.

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Balkon   Do Aug 14, 2014 11:10 pm

Er bekam keine Antwort auf seine Frage, sodass er bereits glaubte, er hatte einen Fehler gemacht mit seiner Frage und sie damit verschreckt. Im Kopf bastelte er bereits an einer Entschuldigung. Er hatte sich also doch in etwas verrannt und alle Zeichen falsch gedeutet. Woher sollte er sie auch verstehen, immerhin hatte er noch nie eine Beziehung gehabt und auch sonst waren zwischenmenschliche Beziehungen nicht gerade seine Stärke. Er war viel zu schnell verunsichert und so extrovertierte Menschen, die einem sogleich Küsschen links und rechts gaben, fand er irgendwie gruselig. Vor einer aufdringlichen Krankenschwester hatte er mal die Flucht ergriffen und sich eine Stunde im Bad eingeschlossen, bis er sich sicher war, dass sie nicht mehr auf ihn wartet, um ihn an ihre Brust zu ziehen. Diese Aktion hatte ihm etliche Sondersitzungen beim Therapeuten eingebracht.

Seine Sorge war offenbar völlig unnötig, denn Jennifer nahm sein Gesicht in ihre Hand und hob es so an. Einen Moment sahen sie sich in die Augen, bis der Traum von einer Frau sich zu ihm hinunterbeugte und ihre Lippen sich berührten. Lucas kam es vor, als ob ein Stromschlag durch seinen Körper fuhr und gleichzeitig glaubte er, jeden Moment in Ohnmacht zu fallen. Ein Schwarm von Schmetterlingen flatterte in seinem Bauch und sorgte dafür, dass er keinen klaren Gedanken fassen konnte.

Der Kuss war viel zu schnell wieder vorbei und auch wenn er jetzt wieder atmen könnte, bekam er irgendwie keine Luft mehr. Er starrte sie einfach nur an, ehe er ein leises „Wow“ herausbrachte. Mehr brachte er nicht zu Stande. Das war sein erster Kuss gewesen. Eine Frau hatte ihn geküsst, eine echte Frau aus Fleisch und Blut und dann war es auch noch eine so überaus attraktive Frau wie Jennifer! Lucas fühlte sich gerade gleichzeitig erschlagen und schwerelos und konnte noch gar nicht so recht fassen, was gerade geschehen war. Ob sie… ob sie ihn noch einmal küssen würde? Er traute sich jedoch nicht zu fragen und von selbst sie zu küssen traute er sich erst recht nicht.

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Jennifer McQueen
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BeitragThema: Re: Balkon   Fr Aug 15, 2014 3:27 am

Nachdem sie sich wieder von dem jungen Mann gelöst hatte und dieser ihr nur einen vollkommen erstarrten Blick zu warf, dachte sie schon, dass sie vielleicht doch zu voreilig gehandelt hatte. Ihn verstört oder verscheucht hatte, da einfach kein Ton von seinen zarten lippen kam, geschweige denn von irgendeinem Anzeichen von Atem.
Sie machte schon ihren Mund einen Spalt weit auf, um sich im nötigsten Fall zu entschuldigen und die Sache für abgeschlossen zu halten, wobei sich diese Sorge im nächsten Augenblick als vollkommen gleichgültig entpuppte. Auch wenn es nicht viel war, was Luce sagte oder viel eher flüsterte. Er sagte etwas! Und „Wow“ war für Jennifer eindeutig ein Wort, das etwas Gutes umschrieb! Dieser Wow-Effekt kribbelte nämlich immer noch unter ihrer Haut und tat unglaublich gut, da es sich einfach richtig angefühlt hatte.

Daher umspielte sogleich wieder ein verzaubertes und erleichtertes Lächeln ihre Lippen. „Ja... 'wow' kann man das nennen“, sagte sie leise und warf ihm einen ermutigenden Blick aus ihren schokoladenbraunen Augen zu, die jetzt glänzten wie dahingeschmolzene Schokolade. Letztendlich kam Jenny Lucas noch ein kleines Stückchen näher, um sich erneut zu dem süßen Rothaarigen zu neigte und seine Lippen mit ihren zu berühren.
Der Kuss war immer noch sinnlich und scheinbar unschuldig, doch die hübsche Blondine ließ ihn wesentlich länger anhalten. Genoss die Wärme, die von ihrem Prinz – ja, das war der junge Mann mit der fantastischen Singstimme für sie – ausstrahlte, während erneut ein frischer Wind heran wehte und eindeutig die Kälte des Herbstes mit sich brachte, um diese über Mystic Falls zu tragen.

Während des Kusses lernten die Schmetterlinge in ihrem Bauch aufs neue fliegen und flatterten wie verrückt. Jennifers Herz tat es den imaginären Schönlingen mit farbenfrohen Flügeln gleich und schlug, als würde es um ihr Leben gehen. Wobei die Entstehung einer neuen und frischen Beziehung ja Etwas war, das das Leben komplett auf den Kopf stellen konnte, wenn man irgendeinen verfluchten Fehler machte.
Fast sofort tadelte sich die zierliche Blonde für diesen Gedanken, löste sich aber nicht so abrupt von Luce, wie es ihr ihr Kopf befohlen hatte. Von wo sollte sie wissen, ob sich der Jüngere ebenso etwas Ernstes vorstellte, wie sie? Einfach zu fragen, wäre wohl das Einfachste, doch solche Fragen kamen ihr immer so seltsam vor, obwohl sie diese schon häufig gestellt hatte, erst recht bei ihren ersten Beziehungen in der High School oder dem Collage in New York. Unbewusst tasteten die Hände von Jen nach seinen. Zum Glück hatte sie das Glas zuvor auf diesem Pfosten abgestellt. Während sie ihn ansah, schlich wieder ein zartes Lächeln auf ihre Lippen.

„Was denkst du gerade?“ Es war die einzige Frage, die ihr derzeit einfiel. Außerdem war sie ehrlich gemeint, denn es interessierte sie wirklich, was er dachte.

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Balkon   Fr Aug 15, 2014 4:15 pm

Die Schockstarre hatte ihn immer noch im Griff. Ob es jedem so ging, wenn man das erste Mal geküsst wurde von jemandem, der nicht mit einem verwandt war? Vielleicht stellte er sich auch nur so an. So recht wusste er nicht, wie er das, was sich gerade in seinem Inneren abspielte, beschreiben sollte. Alles in ihm war in Aufruhr und er fühlte sich ein bisschen so, als ob er unter der Fülle an Emotionen platzen müsste. Jennifer lachte ihn für seine unbeholfene Antwort nicht aus, sondern bestätigte nur, dass man es wirklich so bezeichnen konnte. Ihre Augen glänzten, als er zu ihr aufsah.

Lange verharrten sie nicht in dieser Position. Jennifer kam ein Stück näher auf ihn zu und küsste ihn erneut und diesmal erwiderte er den Kuss ganz vorsichtig. Noch immer war er überfordert mit der Situation, aber ihn haute der Kontakt zu einer Frau nicht mehr so um, wie noch wenige Augenblicke zuvor. Scheu legte er eine Hand auf ihren Oberarm, um noch einen zweiten Kontakt herzustellen. Männern wurde oft nachgesagt, dass sie nur mit einem gewissen Körperteil dachten. Tatsächlich glaubte Lucas, sein Kopf war ausgeschaltet, aber er spürte die Schmetterlinge in seinem Bauch, fühlte sein Herz aufgeregt schlagen. er hatte keine Ahnung, ob das, was er eigentlich tat, um den Kuss zu erwidern, richtig war, aber die schöne Blonde signalisierte ihm nichts in der Art.

Der Kuss wurde wieder gelöst und ließ den Rothaarigen atemlos zurück. Ihre Hand suchte die seine und sie fanden sich auf dem Balkongeländer. Fast schön zärtlich verhakten sich ihre Finger ineinander, als ob sie nie etwas anderen getan hätten. „Was denkst du gerade?“, fragte sie und sah ihm mit einem Lächeln an, was so sanft war, dass er fast dahinschmolz. Er sollte wirklich etwas sagen? Er hatte zuvor schon nicht mehr als ein Wort herausgebracht, wie sollte er jetzt artikulieren, was er gerade dachte? Da er sich ziemlich sicher war, dass er, wenn er jetzt den Mund aufmachte, nicht mehr als ein Quietschen herausbrachte, schwieg er noch einen Moment und schaute statt dessen auf ihrer beides Hände.

„Das… das war mein erster Kuss. Es fühlt sich toll an und ich mag dich wirklich sehr, Jen.“, sagte er leise und sah sie dabei wieder an. „Ich hatte noch nie eine Freundin. Ich habe keine Ahnung, ob ich es richtig mache.“, fügte er wesentlich leiser hinzu und sah sie scheu von unten her an.

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Jennifer McQueen
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BeitragThema: Re: Balkon   Mo Aug 18, 2014 3:34 am

Es schien so, dass Luce ein wenig lockerer wurde, nachdem sie ein zweites Mal seine Lippen mit ihren versiegelte. Er erwiderte ihren Kuss, wenn auch vorsichtig und mit einer unglaublichen Sänfte. Er legte sogar verlegen seine Hand auf ihren Oberarm und bildete einen zweiten Kontakt zu ihr, der sich wirklich wunderbar anfühlte. Es kribbelte, es flatterte und es prickelte in ihr drin, doch es war nicht unbedingt ein aufgeregtes Gewusel, das sich in der hübschen Blondine abspielte. Es war vielleicht eher ein Chaos aus Freuden- und Glücksgefühlen. Ein Begriff, wie „glücklichster Moment aller Zeiten“ war wohl ein wirklich perfekter Ausdruck dafür.

Nachdem Jennifer den Kuss gelöst hatte, atmete sie durch, schielte für den Bruchteil einer Sekunde zu ihren Händen, die sich ineinander verhakten. Auch wenn so eine Bewegung oder Geste fast alltäglich erschien, war diese hier besonders und zärtlich zugleich. Ihre Hand machte es schon beinahe unbewusst und so, als hätte sie nie etwas anderes gemacht.
Auf ihre Frage hin schwieg der rothaarige junge Mann erst einmal und blickte, wie sie zuvor, zu ihrer beider Hände, die immer noch fest verschlossen waren.

Letztendlich schaute er mit seinen unbeschreiblichen Augen wieder zu der Frau in rot, die sich noch immer in Lucas' schwarzes Jackett kuschelte und die Wärme um sie und in ihr genoss, sich mit dieser wohl fühlte, wie sonst selten.
Er verriet etwas zögernd, dass dies sein erster Kuss gewesen war, er es aber toll gefunden hatte, was Jen sofort dazu veranlasste unschuldig zu lächeln. Sie hatte ihm also seinen ersten Kuss gegeben! Aber was noch viel wichtiger war, er mochte sie, wie es aussah und sich zumindest anfühlte sogar mehr als sie gedacht hatte. Dann sah wieder nach unten, schielte aber zu ihr hinauf. „Ich hatte noch nie eine Freundin. Ich habe keine Ahnung, ob ich es richtig mache.“
Er sagte es leise, aber noch verständlich.

„Vertraue deinem Gefühl, das wird dich schon nicht belügen... für jeden kommt mal was Neues.“, sagte sie zu ihm und lächelte Luce an, während sie sachte seine Hand drückte. „Ich mag dich auch sehr, Luce. Und das fühlt sich auch richtig an.“, fügte Jenny noch hinzu und sah ihn mit einem ehrlichen Blick aus ihren schokoladenbraunen Augen an. Es war schon fast ein Wunder, dass sie überhaupt ein Gefühl in ihrem kleinem Gefühlschaos ergreifen konnte.

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Balkon   Di Aug 19, 2014 8:55 am

Er hatte ihr nicht gesagt, dass er sie liebte, nur, dass er sie wirklich gern hatte. Vielleicht war es Liebe, was er spürte, vielleicht war es aber auch irgendwas anderes, was er einfach nicht einordnen konnte. sollte er mit Adam oder Simon darüber sprechen, was gerade in ihm vorging? Die beiden hatten sicherlich ein, zwei exzellente Tipps für ihn und tausend Tipps, mit denen er rein gar nichts anfangen konnte. Sie meinten es nur gut, aber zum Teil waren ihre Aussagen so widersprüchlich, dass unwillkürlich die Frage aufkommen musste, ob die beiden überhaupt schon mal eine Beziehung hatten, hatten sie beide, das wusste er, aber das änderte nichts an der Verwirrung.

Er sollte auf sein Gefühl hören, das würde ihn nicht belügen. Sie mochte ihn auch und es fühlte sich richtig an, sagte sie, was sein Herz dazu bewegte, einen aufgeregten Hüpfer zu machen. Der sanfte Händedruck hinterließ ein Kribbeln in seinen Finger. Er sah ihr in die wunderschönen schokoladenbraunen Augen, die so voller Wärme und Gefühl waren. Dass in ihr das Werwolfgen schlummerte, würde man nicht vermuten. Sie war eine so herzliche Frau. Man musste sie einfach gern haben und sie hatte den Test durch Adam und Simon bestanden, was wahrlich nicht jeder tat.

„Darf ich… doch küssen?“, fragte er sie leise, scheu, sah ihr aber dennoch in die Augen. Zwar hatte Jennifer ihn zuvor bereits geküsst, aber da war es von ihr ausgegangen. Er fragte lieber nach, bevor er etwas tat, was sie eigentlich gar nicht wollte. Lucas fühlte sich wie ein kleines japanisches Schulmädchen, welches zum ersten Mal in jemanden verliebt war und deswegen fast vor Unsicherheit verging.

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Jennifer McQueen
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BeitragThema: Re: Balkon   Mi Aug 20, 2014 2:34 am

Luce bedachte die Worte der hübschen Blondine mit einem aufgeschlossenen und tiefgreifenden Blick in ihre schokoladenbraunen Augen, die in ihren Gedanken bereits vor sich dahinschmolzen, so wie Jennifer selbst. Der kleinere rothaarige Student, ihr Prinz, hatte ihr schlagendes Herz im Sturm erobert und zwar mit den Waffen, die sie am meisten beeindruckten, wie scheinbar einfach sie auch waren.
Eine Priese Humor, einen Löffel Einfühlungsvermögen, eine Tasse Hingabe und ein riesiger Haufen an Liebe beziehungsweise Zuneigung. Das alles vermischt in einer imaginären Schüssel und man hatte den perfekten Teig für die perfekten Kekse, so wie sie Lucas und Jenny gebacken hatten.

Ein individuelles Rezept, das meistens für ein bestimmtes Pärchen bestimmt war, das sich mit diesem Teig mehr als nur anfreunden konnte und zusammen mit diesem schließlich das perfekte Ergebnis abgab. Dass der Fotografin auf New York gerade die Metapher mit dem Keksteig einfiel war außerdem kein Zufall. Immerhin haben die kleinen, leckeren Süßigkeiten bisher einen großen Teil in ihrer Kennenlern-Phase eingenommen. Außerdem war sich die Blonde ziemlichen sicher, dass es auch weiterhin so bleiben würde, was sie unwillkürlich zum Lächeln brachte, welches sich sogar nur zu einem viel entzückenderem Schmunzeln wandelte, als Luce fragte sie auf seine scheue Art, die Jen schon zuvor so verzaubert hatte, ob er sie küssen dürfte.

Seinen herzlichen und erwärmenden Blick erwidernd nickte sie schwach und blinzelte, bevor ihre Augen vor Staunen noch austrockneten. „Ja...“, sagte sie und drückte wieder sanft seine Hand, “...das darfst du.“
Dass er sie wirklich fragte, ob er sie küssen durfte war wirklich mehr als nur süß. Jennifer war hin und weg und regelrecht begeistert davon, wie er sich darum bemühte keinen Fehler zu machen, wobei die hübsche Blondine sich sicher was, dass er im Moment kaum einen Fehler machen konnte. Dafür war dieser Augenblick wirklich zu traum- und märchenhaft. Vielleicht sogar zu gefühlvoll, um ihn auf einem Foto festzuhalten, was die junge Frau in rot wirklic nie gedacht hätte, dass sie es sich einmal denkt.

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Balkon   Mi Aug 20, 2014 6:20 pm

Sein Herz klopfte viel zu schnell und das Blut rauschte in seinen Ohren. Wie hatte er sie nur fragen können, ob er sie küssen durfte. So etwas fragte man doch ganz sicher nicht! Er schluckte schwer und wartete, bis sie reagierte. Jennifer nickte ganz vorsichtig und hauchte ein ‚ja‘. Sanft drückte sie seine Hand. Sein Herz flatterte aufgeregt, jetzt wo er sie wirklich küssen durfte. Er hatte ihr gesagt, dass er noch nie eine Freundin hatte und somit keinerlei Erfahrung. Es schien ihr nichts auszumachen. Sie wirkte erfahrener als er, zumindest wirkte sie so. Vielleicht waren es die sechs Jahre Altersunterschied, der sie trennte, was sie einfach erfahrener machte. Wer konnte das schon so genau sagen. Dass sie sein unbeholfenes Verhalten nicht verschreckte, gab ihm irgendwie Mut.

Ganz vorsichtig legte er eine Hand auf ihre Wange und sah ihr von unten in die Augen. Er könnte stundenlang in die wunderschönen schokoladenbraunen Seelenspiegel sehen und es wäre, als ob die Welt stehen bliebe. Sie standen sich bereits sehr nahe, sodass er ausreichte, wenn er sie ein Stück zu sich herunterziehen würde, damit ihre Lippen sich berührten. Immer noch spielte sein Herz verrückt. Engelchen und Teufelchen saßen auf seinen Schultern und stritten sich, ob er handeln sollte und wenn ja wie. Das Teufelchen versuchte ihm einzureden, dass er es eh nicht könnte, da es etwas völlig anderes war, jemanden zu küssen, als nur einen Kuss zu erwidern.

Vorsichtig zog er Jen ein Stück zu sich herunter und legte ganz sanft seine Lippen auf ihre. Würde in diesem Moment nicht ein Feuerwerk in seinen Gedanken starten, Vögel singen und die Welt aufhören zu drehen, würde er das Engelchen auf seiner Schulter jubeln hören. Es war einfach nur wunderbar und die Schmetterlinge in seinem Bauch flatterten aufgeregt vor sich hin. Eine Leichtigkeit hatte ihn ergriffen, die ihn glauben machte, er könne zu den Sternen fliegen und einen davon für die schöne Blonde zur Erde bringen.

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Jennifer McQueen
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BeitragThema: Re: Balkon   Fr Aug 22, 2014 2:45 am

Sobald Jennifer ihre leise Zustimmung zu seiner Nachfrage gegeben hatte, legte Luce seine Hand mit so einer Zärtlichkeit auf ihre Wange, die sie selten zuvor erlebt hatte, außer vielleicht bei ihrem Kuss, wobei selbst der ein großer Fehler gewesen war. Oder zumindest der Kerl, dem sie ihren ersten Kuss zu verdanken hatte, war ein großer Fehler gewesen, wie die hübsche Blondine aber erst im Nachhinein bemerkt hatte. Sie wechselte bis heute kein einziges Wort mit Oliver, was er sich aber um ehrlich zu sein selbst zuzuschreiben hatte.
Aber diese wirklich komplett nebensächlichen Gedanken waren so schnell wieder vergessen, wie sie gekommen waren, als die etwas größere junge Frau dem Rothaarigen in seine immer noch unbeschreiblichen Augen sah, seinen tiefgreifenden Blick erwiderte, in dem sich jede nur erdenkliche Augenfarbe widerspiegelte.

Letztendlich zog Lucas die blonde Schönheit mit gewollter Vorsicht zu sich herunter, ehe er seine Lippen mit der gleichen Sänfte und Zärtlichkeit auf ihre bettete. Wieder machte ihr ohnehin schon wie wild hüpfendes Herz einen Sprung und erneut kündigten die Schmetterlinge in ihrem Bauch einen berauschenden Flug der Verliebtheit an, der mit wildem Flügel-Geflatter begleitet wurde und das bereits bevor Jen den unschuldigen Kuss erwiderte und eine ihrer Hände auf seine Schulter legte.

Ja, dieser Moment oder viel mehr diese Moment wahren wahrlich perfekt. Und vor allem schöner, aber auch hypnotisierender als das klare und saubere Licht eines Sterns, der bei dunkler Nacht am Himmel stand und mit dem Mond zusammen silbriges Licht spendete.
Ob es bereits Liebe war, konnte Jennifer nicht sagen, dafür war ihr Kopf gerade zu voll mit hüpfenden Herzchen, schlagenden Flügeln und startenden Feuerwerkskörpern. Von den fröhlich tanzenden Liebesboten Amor ganz zu schweigen. Aber eines kam der jungen Frau in Rot noch in den Sinn. Es war zu ihrer Glückseligkeit auch noch ein Lied aus einem ihrer Disney-Nummer-1-Filme.

'And can you feel the love tonight?
It is where we are...'

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Lucas Kendall
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BeitragThema: Re: Balkon   Fr Aug 22, 2014 4:43 pm

Der Kuss war der Wahnsinn! Hätte man Lucas noch vor einigen Monaten gesagt, er würde eine Frau wie Jennifer küssen, hätte er denjenigen für verrückt erklärt, ok, das hätte er allein schon bei der Aussage, dass er überhaupt mal eine Frau küssen würde. Was das betraf, kam er sich wie die TV-Nerds vor, die zu Beginn der Serie ebenso hoffnungslose Fälle in Sachen Frauen waren wie er selbst. Musik zu studieren war vermutlich ebenso ungewöhnlich wie Physiker zu sein. Jetzt aber stand er doch tatsächlich mit einer wunderschönen Frau in trauter Zweisamkeit auf dem Balkon im Mondschein unter dem sternenbesetzten Himmelszelt. Das war einfach nur Wahnsinn und er konnte sein Glück immer noch nicht fassen, womit er Jennifer eigentlich verdient hatte. Er konnte sich diese Frage nicht beantworten, aber er nahm dieses Glück an. Er hatte so viel falsch gemacht im Leben und war dafür bestraft worden und wenn sich sein Handeln jetzt auch als Fehler herausstellen sollte, so konnte er sich immer noch an das Gefühl erinnern, was ihn jetzt durchfloss, die Schmetterlinge, die in ihm flatterten und ihm das Gefühl gaben, er müsste vor Freude platzen.

Atemlos löste er den Kuss und sah zu der Blonden auf. Seine Augen waren leicht verhangen, da er noch in ganz anderen Sphären schwebte. In seinem Kopf spielte sich ein Liebeslied ab und er sprang mit Jennifer Händchen haltend über eine blühende Sommerwiese. „Danke“, hauchte er, immer noch nicht so ganz in der Lage seine Gefühle richtig auszudrücken. Der Wind frischte auf und erst jetzt merkte er eigentlich, dass es recht kühl hier draußen war. „Wollen wir vielleicht tanzen gehen?“, fragte er sie schüchtern und sah sie von unten her liebevoll fragend an.

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Jennifer McQueen
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BeitragThema: Re: Balkon   Fr Aug 22, 2014 5:21 pm

Während die Schmetterlinge in ihr noch fröhlich umherflatterten und die kleinen Herzchen in ihrem Kopf auch noch versonnen vor sich her hüpften, löste sich ihr Begleiter von ihr und sah sie mit einem fast etwas verhangenen Blick an. Vielleicht konnte Luce sein Glück im Moment noch genauso wenig erfassen, wie Jenny ihres? Sie wusste es nicht, aber sie konnte sich vorstellen, dass es möglich war, nachdem sie nach den selbstvergessenen Herzschlägen gerade eben wieder Luft einatmete und damit ihre Lungen füllte.
Seinen Blick unbeirrt erwidernd hauchte er ein leises Danke, das fast ein Anhängsel des Winds hätte sein könne, nur das dieses "Danke" sich um einiges wärmer anfühlte, als die frische Herbstluft, die dem turtelndem Paar entgegen kam. Ein Schmunzeln umspielte ihre Lippen und sie fragte sich insgeheim, warum er sich bedankte. Für was. Für den Kuss? Jen scheute es irgendwie davor nachzufragen, weswegen sie diese nebensächliche Frage einfach beiseite schob. "Du musst dich für nichts bedanken." Ihre Antwort glich dem flüsternden Rauschen von Blättern, wenn der Wind durch diese hindurch pfiff, nur noch sanfter und wahrscheinlich sogar leiser.

Sich immer noch in Lucas' Jackett kuschelnd, kam auf ein neues eine kühle Briese angerollt, die die hübsche Blondine etwas erschaudern ließ. Wie sehr sie den Herbst und den Winter auch wegen deren Schönheit verehrte, so musste die geübte Fotografin zugeben, dass sie die Kälte, die beide Jahreszeiten mit sich brachten, nicht wirklich ausstehen konnte. Umso dankbarer war sie daher seiner Frage, nach einem Tanz.
"Sehr gerne," antwortete sie ihm mit einem verliebten Blick aus ihren schokoladenbraunen Augen und schenkte ihm ein liebevolles Lächeln, ehe sie sich  fast unwillkürlich bei ihm unterhakte. Gemeinsam gingen sie dann wieder rein und ließen den mondbeschienenen Balkon hinter sich. Drinnen war es um einiges wärmer und so passte sich die Außentemperatur geradewegs der Temperatur in ihrem Herz an.

tbc: Ballsaal

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Verity Hunt
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BeitragThema: Re: Balkon   Fr Sep 19, 2014 6:12 pm

cf: Ballsaal

Kol sah so aus, als würde ihm die Vorstellung gefallen, den Bodyguard zu spielen. Wahrscheinlich reizte ihn aber nur die Vorstellung, dass er dann die Erlaubnis besaß, Leute auseinanderzunehmen oder einfach nur umzubringen. So wie es Ted Bundy halt getan hatte. Sicherlich wäre auch der Serienkiller über eine Anstellung als Bodyguard erfreut gewesen. Mit der Lizenz zum Leute vermöbeln.
Besonders toll fand das Mädchen die Vorstellung nicht. Kol war schließlich nicht Kevin Costner. Und sie noch viel weniger Whitney Houston. Als ob sie singen könnte oder auf irgendeine Weise berühmt war. Gut, sie war bekannt dafür, andere zu durchschauen – aber das konnte jeder, wenn er nur auf bestimmte Dinge achtete.

Auf ihre Entschuldigung erwiderte der Brünette zwar nichts, hörte jedoch ruhig zu. Und wie es schien, war er nach ihrer Erklärung auch nicht mehr ganz so beleidigt.
Sein Gesicht verriet zwar nur einen Funken, doch es schien Verity, dass ihre Begleitung überrascht darüber war, dass sie mit dem, was sie sagte, offenbar Recht hatte.

Ihre Nachfrage, ob sie auf den Balkon gehen könnten, fand positives Gehör. „Sicher könnten wir das“, sagte Kol, nachdem er ihr zugenickt hatte.
Sanft nahm er sie bei ihrem Arm und führte sie auf den Balkon hinaus.
Die frische Luft tat tatsächlich sehr gut. Es fühlte sich zwar kalt an und dennoch empfand Verity es im Moment als angenehmer als im Ballsaal.

Kurz musterte sie den Balkon und staunte nicht schlecht. „Ich glaub, der Balkon ist größer als mein Zimmer“, meinte sie zu Kol und maß unsichtbar ihr eigenes Zimmer auf dem Balkon ab.
Das Haus, in welchem Verity wohnte war zwar sehr schön – allerdings waren die Räume in der oberen Etage eher minimalistisch.

Sie überlegte, über was sie wohl reden konnten, nun da Kol nicht mehr allzu sauer schien. Das Thema Familie und seine eigene Verfassung waren kein gutes Thema, das wusste sie ja bereits. Auch das Thema 'Wohnen in Amerika und Europa' fiel weg. Und das Small-Talk-Thema Wetter kam ihr hier auf dem Balkon zu dämlich und zu small-talk-haft vor.
„Du hast gesagt, du magst Rockmusik“, fing sie schließlich an. „Welche Bands oder Künstler magst du denn?“

Sie selbst besaß zwar ein umfangreiches Wissen über Musik, aber auch nur was das Hören betraf.
Selber Musik machen war nach dem kläglichen Versuch des Flohwalzers auf dem Klavier nichts geworden.
„Kannst du irgendein Instrument spielen?“, fragte sie weiter.

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Kol Mikaelson
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BeitragThema: Balkon   Fr Sep 19, 2014 10:23 pm

Cf: Ballsaal

Ihm war schon öfters aufgefallen, das sie Recht hatte oder, das sie mit ihren Vermutungen richtig lag. Wen es so weiter ging würde Kol sich den Weg zum Psychologen sparen und nach immer nach Verity gehen. Er schüttelte unauffällig den Kopf. Als, ob er einen Psychologen brauchen würde? Freiwillig würde er sowieso nicht zu einem hingehen. Die reden doch nur Müll. Kol blickte sie an. „Hast du schon mal darüber nach gedacht Psychologin zu werden?“ fragte er. Der Brünette konnte sie sich gut so so vorstellen.

Nachdem sie den Balkon erreicht hatten. Roch er eine viel bessere Luft. Sie war nicht mehr so stickig. Außerdem roch es hier nicht mehr nach Werwolf. „Ich glaub, der Balkon ist größer als mein Zimmer“, meinte sie. Der Urvampir grinste. „Es kommt schon mal vor, das ein Balkon größer ist, wie ein Zimmer,“ erwiderte er. Kol würde gerne wissen, wie es bei Verity zu Hause aussah. Dafür war es aber noch zu früh. Um sie zu besuchen würde er noch ein wenig warten.

Schließlich kam sie wieder auf das Thema Musik zurück. „Welche Bands oder Künstler magst du denn?“ fragte sie. Der Brünette überlegte kurz. „Also da hätten wir AC/DC, Wolfmother und Foo Fighters. Ich weiß nicht ob du davon irgendeine Band kennst. Ich denke aber mal das AC/DC dir bekannt sein müsste,“ meinte er. Das waren jetzt seine Lieblingsbands gewesen. Damit er seine Geschwister nervte und die Musik immer laut aufdrehte, damit man es in der ganzen Villa hörte. „Kannst du irgendein Instrument spielen?“, fragte sie. Kol schüttelte den Kopf. „Nein, dafür bin ich zu ungeduldig. Ich mache lieber Sport. Ich spiele gerne Baseball und wie sieht es bei dir aus mit Sport?“ fragte er. Baseball spielte er sehr gerne auch, wenn es nicht immer so lief, wie man es eigentlich spielen sollte.


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Verity Hunt
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BeitragThema: Re: Balkon   So Sep 21, 2014 11:32 am

Während sie noch auf den Balkon schritten, fragte Kol sie, ob sie schon einmal darüber nachgedacht hatte, Psychologin zu werden.
Noch so jemand, der ihr Einfühlungsvermögen für die Dienste der Medizin ausnutzen wollte. Auch Veritys Eltern hatten schon gemeint, dass sie mit ihrem Einfühlungsvermögen eine sehr gute Psychologin abgab.
Doch die Schülerin hielt nichts von dieser Idee.
"Nachgedacht ja. Aber ich finde die Idee nicht gut", antwortete sie ihm.

Wenn sie Psychologin werden würde, würden die Leute sie dafür bezahlen, dass sie ihnen zu hörte. Gut, sie war eine gute Zuhörerin und konnte auch entsprechend gute Ratschläge geben, wenn die Leute nicht weiter wussten.
Doch als Psychologin würde sie den Leuten dann sagen, was sie von ihnen hielt und oftmals war genau das das Schlimmste, was sie tun konnte. Nicht viele Leute kamen damit zu Recht, wenn sie erfuhren, was wirklich in ihnen vorging.
Ein falscher Ratschlag konnte zu einem Amoklauf führen. Und wenn man Psychologe war, durfte man der Polizei aufgrund der Schweigepflicht keine Hinweise geben.
Vielleicht saß Verity eines Tages vor den Nachrichten im Fernsehen und sah die Ergebnisse eines Amoklaufs, der die Wirkung eines falschen Ratschlages von ihr war. Und der Polizei konnte sie dann noch nicht einmal sagen, dass sie wusste, wer den Amoklauf verursacht hatte.

Als sie zu Kol meinte, dass der Balkon größer als ihr eigenes Zimmer sei, grinste der Brünette nur.
"Es kommt schon mal vor, das ein Balkon größer ist, wie ein Zimmer", sagte er zu ihr.
Sie blickte sich auf dem Balkon um und besah sich von dort die Ausmaße des großen Hauses.
"Ich glaube, bei eurer Familie und diesem Haus hier ist alles größer als in ganz Mystic Falls. Wenn ihr eine Dalmatinerzucht hättet, wären eure Hunde garantiert die größten", erwiderte sie und kicherte leise.

Ein frischer Wind wehte und brachte kühle Luft mit sich. Automatisch legte das Mädchen ihre Hände um ihre Oberarme, um diese ein wenig vor der kühlen Luft zu schützen.
Inzwischen verriet Kol, was er für Musik hörte.
"Also da hätten wir AC/DC, Wolfmother und Foo Fighters. Ich weiß nicht, ob du davon irgendeine Band kennst. Ich denke aber mal, dass AC/DC dir bekannt sein müsste."
Verity nickte. "Der Name Foo Fighters kommt mir zwar bekannt vor, aber ich weiß nicht, was sie für Musik machen. Als einzige andere Rockmusik kenne ich noch Kiss und Metallica."

Auf die Frage nach dem Instrument antwortete Kol, dass er dafür keine Geduld besaß. Die Schülerin blickte ihn an und nickte schließlich. "Hm. Ich könnte mir aber gut vorstellen, wie du am Schlagzeug sitzt und dann auf die Trommeln eindrischst." Auch eine sehr gute Aggressionsbewältigungsmethode, wie sie fand.
"Ich mache lieber Sport", meinte der junge Mann zu ihr.
Sicherlich irgendeine Sportart, wo er auch auf etwas eindreschen konnte. Davon gab es hier ja jede Menge. Football, Eishockey, Baseball und so weiter.
"Und was für Sport spielst du?", fragte sie.
"Ich spiele gerne Baseball und wie sieht es bei dir aus mit Sport?"

Sie ahnte es ja schon. Eine Eindresch-Sportart.
"Es zählt wohl nicht als Sport, wenn man beim Völkerball ständig mit Bällen von anderen abgeschossen wird, oder?", fragte sie. Natürlich zählte das nicht als richtige Sportart. Hoffentlich kam Kol nicht wieder auf den Gedanken, Bodyguard zu spielen und dann mit seinem Baseballschläger in der High School aufzutauchen. Zuzutrauen wäre es ihm ja.
"Ich schwimme gerne. Das hat was Entspannendes an sich", meinte sie schließlich und nach einiger Zeit des Nachdenkens.
Jedoch kam sie recht selten zum Schwimmen. Wann war sie eigentlich das letzte Mal im nahe gelegenen See geschwommen? Es musste schon fast Ewigkeiten her sein.
Fragend schaute sie Kol an. "Sicher hat euer Haus einen Pool." Sie konnte sich so ein üppiges Haus kaum ohne einen Swimmingpool vorstellen.

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Kol Mikaelson
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BeitragThema: Balkon   So Sep 21, 2014 5:00 pm

"Nachgedacht ja. Aber ich finde die Idee nicht gut", antwortete sie. Verity war wohl von der Idee Psychologin zu werden nicht sehr begeistert gewesen. „Schade, ich kann dich schon gut vorstellen, wie du anderen Leuten hilfst,“ meinte er. Kol hatte wirklich gedacht, das sie so etwas machen würde. Da hatte er sich aber getäuscht.

Er beobachtete, wie die Brünette sich den Balkon anschaute. Mit Sicherheit überlegte sie gerade, wie groß er genau war. "Ich glaube, bei eurer Familie und diesem Haus hier ist alles größer als in ganz Mystic Falls. Wenn ihr eine Dalmatinerzucht hättet, wären eure Hunde garantiert die größten", meinte sie und kicherte. Der Urvampir fand das gar nicht lustig. Er würde Defenitiv keine Köter in der Villa aufnehmen. Sie waren genau so schlimm, wie Werwölfe. Deshalb nickte er nur, sagte jedoch nichts dazu.

Als er den Wind spürte und merkte, das sie frierte, zog Kol seine Jackett aus und legte es ihr um die Schultern. „Wir wollen doch nicht das du ein Eiszapfen wirst,“ meinte er und grinste kurz. Schließlich erzählte der Brünette ihr was er für Musik hörte. "Der Name Foo Fighters kommt mir zwar bekannt vor, aber ich weiß nicht, was sie für Musik machen. Als einzige andere Rockmusik kenne ich noch Kiss und Metallica." sagte sie. Kol überlegte kurz. Foo Fighters machen mehr so Alternative Rock...Kiss sind das nicht die, die so übertrieben geschminkt sind?“ fragte er.

Daraufhin meinte sie, das sie sich vorstellen könnte ein Schlagzeug spielen zu können. Nun genug Zeit es zu lernen hatte er ja. Ob er die Lust dazu hatte war wieder etwas anderes. „Schlagzeug, wäre ein Lichtblick aber ich glaube ich bleibe lieber beim Sport,“ erwiderte er. Schließlich fragte er, was sie gerne für Sport trieb. "Es zählt wohl nicht als Sport, wenn man beim Völkerball ständig mit Bällen von anderen abgeschossen wird, oder?", fragte sie. Völkerball! Eine Sportart, die er so mal gar nicht mochte. „Naja, ich glaube nicht wirklich. Ich finde Völkerball sowieso eine total schwachsinnige Sportart. Wer lässt sich schon freiwillig abschießen?“ meinte er. Kol fragte sich wer diese Sportart bloß erfunden hatte. "Ich schwimme gerne. Das hat was Entspannendes an sich", meinte sie. Das war doch schon etwas besseres. „Hört sich doch schon vernünftiger an,“ meinte er. Es machte ihm immer hin mehr Spaß, als Völkerball. "Sicher hat euer Haus einen Pool." sagte sie. Der Brünette schüttelte den Kopf. „Wir haben zwar ein großes Haus aber keinen Pool,“ erwiderte er. Jedoch kam ihm etwas in den Kopf. „Wen du nichts dagegen hast können wir mal zusammen schwimmen gehen?“ fragte er. Der Urvampir hatte von diesem See gehört. Es wäre doch der perfekte Ort um sich besser kennen zu lernen ohne, das so viele andere Personen um sie waren.

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Verity Hunt
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BeitragThema: Re: Balkon   Mo Sep 22, 2014 4:37 pm

Dass Verity keine Psychologin werden wollte, schien Kol zu verwundern.
"Schade, ich kann mir schon gut vorstellen, wie du anderen Leuten hilfst", meinte er zu ihr.
Fragend schaute sie ihn an und musterte sein Gesicht. Der Brünette war nicht der Typ, der zum Psychologen ging, weil er Hilfe brauchte. Er würde noch nicht mal zum Psychologen gehen, wenn man ihn dazu zwang. Und wenn, dann würde er nur unkooperativ dasitzen und nichts tun.
"Brauchst du denn Hilfe?", fragte sie ihn. Obwohl er kaum den Eindruck erweckte, Hilfe zu brauchen.

Als sie zu ihm meinte, dass, wenn seine Familie eine Dalmatinerzucht besäße, diese die größten und besten wären, reagierte ihre Begleitung etwas seltsam.
Kol nickte zwar als Zeichen, dass er ihr zustimmte, doch seine Gedanken schienen definitiv um etwas anderes zu kreisen.
Kurz überlegte sie. "Du magst keine Hunde, richtig?!"
Wieder nur eine einfache Feststellung. Der Blick des Brünetten hatte sich erst bei dem Wort 'Dalmatinerzucht' verfinstert.
Es schien Verity nicht so, als ob er eine Hundeallergie oder Hundephobie hatte. Bei seinem Gesichtsausdruck von gerade eben war es mehr eine tiefer gehende Abneigung gegen Hunde jeglicher Art.

Bei dem aufkommenden Wind zog Kol sein Jackett aus und legte es dem Mädchen über die Schultern. So groß, wie das Jackett war, wäre die Schülerin glattweg darin ertrunken.
"Wir wollen doch nicht, dass du ein Eiszapfen wirst", sagte er zu ihr und grinste sie schelmisch an.
Sie lächelte freundlich zurück. "Danke. Auch wenn das nicht meine Größe ist." Im Gegensatz zu ihr schien Kol die Kälte des Windes nichts auszumachen.
"Aber sag rechtzeitig Bescheid, wenn dir kalt ist. Am besten bevor deine Familie eine Eisskulptur von dir auf dem Balkon vorfindet."

Eine Weile unterhielten sie sich weiter über die verschiedenen Rockbands und über die gehassten und geliebten Sportarten. Kol teilte ihre Abneigung gegen Völkerball. Allerdings benutzte er einen recht merkwürdigen Satz um seine Abneigung zum Ausdruck zu bringen.
"Wer lässt sich schon freiwillig abschießen?" Diese Frage war mehr rhetorisch gemeint, doch es war vielmehr die Formulierung, die Verity aufhören ließ.
Als ob der Brünette schon seine eigenen Erfahrungen mit dem Abschießen und Schießen gemacht hätte. Es ließ darauf schließen, dass er lieber derjenige war, der die anderen abschoss, als selber als Ziel zu dienen.
Die Schülerin nickte verständlich. "Vielleicht sollten wir eine Petition aufsetzen. Für die Abschaffung von Völkerball."
Ein kluger Vorschlag. Und wenn sie die anderen Schüler der Schule richtig einschätzte, würde die Petition garantiert von allen unterschrieben werden.

Kol erklärte ihr, dass ihr Haus keinen Pool habe. Etwas enttäuscht blickte das Mädchen zu ihm auf und zog dabei sein Jackett etwas fester um sich.
Sie war enttäuscht darüber, dass sie mit ihrer Vermutung falsch gelegen hatte. Offenbar war ihre Begleitung jedoch der Meinung, dass sie enttäuscht war, weil das Haus keinen Pool hatte.
"Wenn du nichts dagegen hast, können wir mal zusammen schwimmen gehen?"
Der Vorschlag überraschte Verity etwas.
"Das sollten wir vielleicht bis nächsten Sommer aufschieben. Wir haben schließlich Herbst - und die Chance, dass noch mal irgendwann ein ganz heißer Herbsttag mit fast 30 °C kommt, ist äußerst unwahrscheinlich."

Ihr entfuhr ein Gähnen. Entschuldigend blickte sie zu Kol. "Sorry, aber normalerweise bin ich um diese Zeit schon längst in meinen schönsten Träumen." Von Michael Bublé, der auf der Bühne vom Grill steht und mir ein Ständchen nach dem anderen bringt, fügte sie gedanklich hinzu.
"Wärst du böse, wenn ich mich langsam auf den Weg zu mir nach hause mache?", fragte sie den Brünetten und hoffte, dass sie wenigsten für heute nicht das Opfer von dem Serienkiller wurde.

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Kol Mikaelson
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BeitragThema: Balkon   Mo Sep 22, 2014 8:14 pm

Verity blickte ihn an. "Brauchst du denn Hilfe?", fragte sie. Kol schüttelte den Kopf. „Nein, ich brauche keine Hilfe. Sie konnte ihm schlecht helfen. Bei den Problemen, die er hatte, konnte er es ihr nicht erzählen worum es sich dabei handelte.

Zum Glück bemerkte sie, das er keine Hunde mochte. Diese Viecher waren einfach nur schrecklich. "Du magst keine Hunde, richtig?!" meinte sie. Kol nickte. „Du hast richtig geraten,“ meinte er. Jedes Tier wäre ihm egal aber es sollten ja keine Hunde in die Villa kommen. Den dann wäre der Spaß vorbei gewesen.

Das Jackett war um einige Nummern zu groß für die Brünette. Ihm machte es nichts aus. So fror sie wenigstens nicht mehr. Verity bedankte sich bei ihm. Dabei wunderte sie sich bestimmt, das ihm nicht kalt wurde. "Aber sag rechtzeitig Bescheid, wenn dir kalt ist. Am besten bevor deine Familie eine Eisskulptur von dir auf dem Balkon vorfindet." meinte er. Der Urvampir grinste ein wenig. Schon alleine der Gedanke daran wieder irgendwo eingesperrt zu sein, lies ihn erschaudern.

"Vielleicht sollten wir eine Petition aufsetzen. Für die Abschaffung von Völkerball." meinte sie. Nachdem die beiden sich über einige Sportarten Unterhalten hatten. Kol fing an zu lächeln. „Die Idee finde ich sehr gut. Willst du damit, als erstes in deiner Schule mit anfangen?“ fragte er. Als sie über den Pool sprachen, fragte er sie, ob sie sich zum schwimmen verabreden sollten.  "Das sollten wir vielleicht bis nächsten Sommer aufschieben. Wir haben schließlich Herbst - und die Chance, dass noch mal irgendwann ein ganz heißer Herbsttag mit fast 30 °C kommt, ist äußerst unwahrscheinlich." antwortete sie. Der Brünette nickte und ärgerte sich, das es ihm nicht selbst aufgefallen war. „Klar. Wir können, das aufschieben,“ erwiderte er.

Die Brünette wurde müde und blickte den Urvampir an. "Sorry, aber normalerweise bin ich um diese Zeit schon längst in meinen schönsten Träumen." sagte sie. Kol hörte selbst, dank seines guten Gehörs, wie schon die ersten Gäste gingen. Er hatte Verständnis dafür, das sie nach Hause wollte. „Natürlich kannst du nach Hause", erwiderte er.

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Verity Hunt
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BeitragThema: Re: Balkon   Di Sep 23, 2014 9:14 pm

Kol meinte zwar zu ihr, dass er keine Hilfe bräuchte, doch so wie er dabei klang, log er. Er brauchte Hilfe, doch offenbar dachte er nicht daran, dass jemand in der Lage sei, ihm zu helfen. Zudem war er auch viel zu stolz, um zuzugeben, dass er tatsächlich Hilfe bräuchte.
Er konnte noch so tief in der Patsche stecken – aber zugeben, dass er Hilfe brauchte, tat er sicherlich nie.

Natürlich hatte sie mit ihrer Vermutung Recht, dass der Brünette keine Hunde mochte.
„Du hast richtig geraten“, sagte er zu ihr.
So wie er bei dem Wort Hund aussah, war das Raten gar nicht nötig gewesen.
„Ich hatte mal einen Wellensittich. Aber eine Katze hat ihn gefressen.“ Jetzt hatte Verity nur noch ihre Kuscheltiere. Doch das wollte sie Kol nicht gleich auf die Nase binden.

Auf ihren Vorschlag mit der Petition gegen Völkerball musste der junge Mann lächeln. Wahrscheinlich waren Sport und Musik das einzige Thema, bei dem er etwas auftaute.
„Die Idee finde ich sehr gut. Willst du damit als erstes in deiner Schule mit anfangen?“, fragte er sie.
Eigentlich war der Satz mit der Petition nur ein Witz gewesen, doch inzwischen dachte Verity ernsthaft darüber nach, ob es vielleicht doch Wirkung zeigen würde, wenn sie aus dem Witz ernst machte. Klar, man müsste den Schulrat noch um Erlaubnis bitten – aber welchen Nutzen hatte Völkerball denn bitte für die Menschheit?
So gut wie jeder, den die Schülerin kannte, konnte diese Sportart nicht leiden. Nicht mal Schmarotzer wie Kol mochten sie.
„Vielleicht wäre es am besten, wenn ich zu unserem Schulsprecher gehe, und dem den Vorschlag unterbreite. Selber kann ich da nicht viel ausrichten. Doch die Schulsprecher haben mehr Einfluss auf das, was in der Schule gemacht wird.“ Sie setzten sich ja sogar für neue Trikots der Cheerleader und Footballspieler ein.
Football war schon eine Sportart, die Menschen wie Verity zum Hassen von dem Schulfach Sport brachte. Wer also brauchte noch Völkerball?! Niemand.

Die Tatsache, dass es in diesem Jahr wohl nichts mehr mit dem Schwimmen im See werden würde, schien Kol zu ärgern.
„Klar. Wir können das aufschieben“, meinte er und seine Stimme ließ eine gewisse Enttäuschung mitklingen.
Verity schaute zu dem Brünetten auf und dachte kurz nach. Offenbar schien es derzeit nicht in Kols Terminplaner zu passen, sie umzubringen.
„Aber, wenn du magst, könnten wir uns morgen Nachmittag im Grill treffen und unsere Musik-CDs tauschen. Ich bring dir welche von meinen mit und du mir welche von meinen. Was hältst du davon?“, fragte sie ihn.

Auch Verity hatte mitbekommen, dass inzwischen weit weniger Gäste auf dem Ball waren als zu Beginn des Festes. Im Ballsaal sah sie so gut wie fast niemanden mehr auf der Tanzfläche. Sogar Helena Murphy in ihrem gottgleichen Kleid war weg. Wenigstens etwas Gutes.
Hauptsache, sie lief ihr nicht noch auf dem Weg nach hause über den Weg und fragte sie über ihre Ballbegleitung aus. Was sollte das Mädchen denn dann sagen? Dass sie mit einem Trittbrettfahrer von Ted Bundy beim Ball war? Klang nicht besonders toll. Und die Wahrheit, dass sie mit einem der Mikaelsons persönlich zu dem Ball gegangen war, würde ihr sowieso niemand abnehmen.

Beim Eingang des riesigen Hauses verabschiedete sie sich von Kol. „Dann sehen wir uns morgen. Hab noch einen schönen Abend.“ Mit diesen Worten gab sie ihm noch freundlich sein Jackett zurück, drückte ihm sanft die Hand und war erleichtert, den Abend überlebt zu haben.
In der morgigen Zeitung würde also kein Artikel über ihre aufgeschlitzte und zerstückelte Leiche erscheinen. Sehr gut.

Je näher sie zu ihrem Elternhaus kam, desto beruhigter wurde sie.
Allerdings brannte immer noch Licht, als sie vor dem Haus stand. Da ihr Vater Nachschicht hatte, bedeutete das nur eins.
Ihre Mom war noch wach. Wahrscheinlich würde ihr Schlaf noch länger auf sich warten lassen.

Als Verity den Schlüssel in das Türschloss steckte, wurde die Tür bereits aufgerissen und sie selbst gleich in die Arme ihrer Mutter gepresst. Einen Augenblick lang befürchtete sie, zu ersticken.
„Hach, schön, dass du wieder da bist! Du musst mir gleich alles erzählen. Schlafen kannst du später immer noch!“, sagte ihre Mom hektisch und schleifte sie gut gelaunt ins Wohnzimmer, wo sie sie auf die Couch bugsierte.
Verity seufzte und fing an, zu erzählen, wie der Abend gelaufen war. Je schneller sie es hinter sich brachte, desto schneller kam sie in ihr Bett.

tbc: Veritys Home

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Kol Mikaelson
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BeitragThema: Balkon   Mi Sep 24, 2014 2:27 pm

Die Schülerin hatte, wie fast immer mit ihrer Vermutung Recht gehabt. Diese Viecher stanken einfach, wie die Pest. „Ich hatte mal einen Wellensittich. Aber eine Katze hat ihn gefressen.“ meinte sie. Kol grinste. Wellensittiche! Putzige und harmlose Tiere. Schön waren sie dazu auch noch.

Er bemerkte, das Verity nach dachte, als sie über Völkerball redeten. „Vielleicht wäre es am besten, wenn ich zu unserem Schulsprecher gehe, und dem den Vorschlag unterbreite. Selber kann ich da nicht viel ausrichten. Doch die Schulsprecher haben mehr Einfluss auf das, was in der Schule gemacht wird.“ sagte sie. Der Urvampir hörte ihr Aufmerksam zu. Sie musste erst zu dem Schulsprecher gehen? Wie lästig war das den? Gab es keinen einfacheren Weg daran zu kommen?

Kol dachte nach. Nachdem er meinte, das sie es mit dem schwimmen aufschieben konnten Schließlich riss die Brünette ihn aus seinen Gedanken. „Aber, wenn du magst, könnten wir uns morgen Nachmittag im Grill treffen und unsere Musik-CDs tauschen. Ich bring dir welche von meinen mit und du mir welche von meinen. Was hältst du davon?“, fragte sie ihn. Der Mikaelson nickte. „Ich habe überhaupt nichts dagegen,“ antwortete er. Dabei kramte er schon in seinem Kopf zusammen, welche CD' s er Verity morgen geben könnte.

Schließlich begleitet er sie noch bis zu Eingang. Die Schülerin gab ihm noch sein Jackett wieder und drückte seine Hand. Kol nahm sein Jackett und lächelte sie an. „Dann sehen wir uns morgen. Hab noch einen schönen Abend.“ meinte sie. Er nickte. „Wir sehen uns morgen. Schlaf gut,“ erwiderte er.

Der Urvampir wartete noch so lange bis sie nicht mehr zu sehen war. Kol machte sich dann auf dem Weg zu seinem Zimmer. Als er in die Richtung ging hörte er die Schreie von seinem Bruder Nik und seiner Schwester Rebekah. Anscheinend hatte er die beiden Blondinen auseinander gehalten. Er ging jedoch auf sein Zimmer, weil er noch die Sachen für morgen vorbereiten wollte.



tbc: Kol' s Schlafzimmer

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Hayley Marshall
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BeitragThema: Re: Balkon   So Nov 16, 2014 7:28 pm

Cf: Mikaelson Mansion

Während sie aussprach, was sie wollte, wurde Hayley weiterhin mit musternden Blicken gescannt. Der Ursprüngliche schien von seinen eigenen Kreationen selbst noch fasziniert zu sein, dabei war die kleinere Hybridin nicht mal seine erste Schöpfung, sondern genau genommen seine dritte. Schließlich hatte sie nach Tyler das Blut aus dem Fläschchen getrunken, dass man ihnen vor die Nase gehalten hatte. Doch es war definitiv unwichtig für den Augenblick und so wartete die brünette Schönheit auf die Antworten, die Niklaus ihr hoffentlich geben würde. Aber auch dieses Mal wurde sie überrascht, denn wieder fiel die Antwort nicht so aus, wie sie es erwartete. Keinen Sekundenbruchteil nachdem ihre eine Schulter entblößt wurde, stand ihr Schöpfer direkt vor ihr und packte sie schon fast grob am Oberarm. Mit einem widerwilligen Ruck versuchte sich Hayley aus dem Griff zu befreien und sah ihn mit verwunderten, aber funkelnden, Augen an. "Was zum.. !?" Weiter kam sie nicht, denn sie sah seinen Gesichtsausdruck.

Der Ausdruck seiner Augen hatte sich verändert. Hatte zuerst etwas Erstauntes und nun Ausdrucksloses, während der Größere nach ihrer Herkunft und ihrem Dasein fragte. Er sprach von einem Rudel, das er seit Jahrhunderten im Blick gehabt hatte. Aber alles, was Hayley ihm im Augenblick als Antwort geben konnte, war ein konfuser Blick aus ihren haselnussbraunen Augen.
Sie wollte nicht antworten, jedoch zwang sie etwas dazu. "Ich weiß es nicht...", sagte sie und ihre Stimme versagte ihr mit jedem weiteren Wort, während sich ihr Blick senkte. Mehr konnte sie nicht sagen. Von woher ihre Eltern und sie wirklich abstammten, wusste die ehemalige Wölfin nicht, aber sie würde es rausfinden, das hatte sie sich geschworen!
"Was weißt du über dieses Rudel? Wo ist es!?" Ihr Wille etwas über ihre Vergangenheit herauszufinden hatte sofort wieder die Oberhand gewonnen, weswegen sie Klaus nun wieder mit fordernden Blicken ansah. Ihre zuvor gestellten Fragen waren für den Augenblick vergessen, doch sie würde sie im Hinterkopf behalten.

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Niklaus Mikaelson
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BeitragThema: Re: Balkon   So Nov 16, 2014 9:40 pm

Die unerwartete Wendung in ihrem doch noch sehr kurzen Gespräch hatte sie beide verblüfft, das war deutlich. Hayley wusste nicht mit der plötzlichen ruppigen Behandlung ihres Schöpfers umzugehen und wehrte sich dementsprechend, sodass sie sich auch verbal darüber aufregte, wie er mit ihr umging. Deshalb ließ der Ursprüngliche sein Geschöpf schließlich auch wieder los, wandte sich schlagartig um und fuhr sich mit beiden Händen fest über sein Gesicht. Das war nicht geplant gewesen! Warum musste ihm genau das passieren? Wie hatte er das übersehen können? Ein Mitglied des Rudels aus New Orleans zu einem seiner Hybriden zu machen! Eine blöde Idee! Und noch dazu hatte er sich nun verraten und von seinen Gefühlen, der Überraschung augenblicklich hinreißen lassen! So war nun fast schon gezwungen, der schönen Brünetten Antworten zu geben. Obwohl er ihr zuerst nicht glaubte, dass sie nicht wusste, woher sie kam, wo ihre Wurzeln lagen! Eine innere Stimme überzeugte ihn dann aber doch vom Gegenteil, denn er wusste, dass seine Hybriden ihm hörig waren. Sie konnte ihn nicht anlügen!

"Was weißt du über dieses Rudel? Wo ist es!?", forderte die junge Frau schließlich, was für den Urhybriden natürlich kein Wunder war. Er räusperte sich allerdings und ging noch ein paar Schritte auf den Marmorfliesen des großen Balkons, bevor er sich wieder seinem Gast zuwandte und - zugegeben auch etwas unfreiwillig - aus seiner Vergangenheit erzählte.

"Schon im 18. Jahrhundert habe ich mich zusammen mit meiner Familie in New Orleans, Louisiana, niedergelassen. Wir haben uns dort ein Heim aufgebaut, Freunde, Verbündete gefunden und uns auch Feinde gemacht. Schon seit jeher ging es darum, die verschiedenen Spezies dort unter Kontrolle zu halten und im besten Fall zu einen. Natürlich ging das nicht ganz blutig aus, und so gingen auch einige Werwölfe aus den Wäldern um und in der Stadt auf das Konto der Kriegsopfer und Kollateralschäden. Sie alle trugen dieses Mal."

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