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 Kaminzimmer

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BeitragThema: Kaminzimmer   Mo Aug 04, 2014 9:28 pm

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Verity Hunt
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Sa Aug 09, 2014 7:57 am

cf: Mikaelson Mansion

Kaum hatte Kol sie in der Empfangshalle erblickte, schien seine Laune von 'soeben noch mürrisch' auf 'gehobene Stimmung' zu steigen.
„Guten Abend, Verity“, sagte er mit einem Lächeln zu ihr und küsste sie sanft auf ihre Hand. Zuerst dachte die Schülerin, dass es wohl seine Masche sei, die Leute mit dem Kuss á la Sissi zu begrüßen und ihren Verstand zu vernebeln. Doch nach nur einigen Sekunden wurde ihr klar, dass das keine Masche, sondern pure Gewohnheit war. Kol machte diese Begrüßung wohl schon immer so, wenn er auf solchen Veranstaltungen war.
Der brünette Kerl stammte ähnlich wie Lilith wohl auch nicht aus der Neuzeit. Von wo kam die Familie Mikaelson eigentlich?! Aus Amerika mit Sicherheit nicht. Sissi kam aus Österreich, wenn Verity ihr Geschichts- und Filmwissen nicht trog. Kurz versuchte sie sich Kol mit der passenden Kleidung in den Alpen vorzustellen.
Sie schmunzelte und verwarf den Gedanken. NEIN. Definitiv kamen Kol und seine Familie nicht aus Österreich und den Alpen.

„Ich freue mich sehr dich zu sehen und du siehst bezaubernd aus.“ Die Art, wie er es sagte und wie Kol sie dabei ansah, sorgte dafür, dass das junge Mädchen etwas errötete. Nicht, weil es ihr peinlich war, sondern eher, weil es die Tatsache war, dass er bei diesem Satz nicht log.
Für einen kurzen Moment verschwand sogar die komplette Sorge, dass er sie umbringen würde.
„Danke“, sagte sie und war wahrscheinlich immer noch puterrot im Gesicht.
Als sie das Kompliment erwiderte, und er kurz daraufhin ebenfalls 'Danke' sagte, war die Brünette erleichtert, dass er nur dieses Wort benutzte. Denn so, wie sein Gesicht bei ihrem Kompliment aussah, dachte er wahrscheinlich: 'Ich weiß – aber schön, dass noch jemand derselben Ansicht ist, wie ich.'
Der Typ war ziemlich von sich selbst eingenommen.

Wie zu erwarten war, bestätigte Kol ihre Vermutung, dass die Blonde in diesem imposanten cremefarbenen und reich verzierten Kleid seine Schwester war.
Der Blick von ihrer versnobten Begleitung sprach Verwunderung aus. Wahrscheinlich fragte er sich ohnehin schon, wie sie immer so schnell wusste, wer wer war. Ebenso, wie er sich immer noch keinen Reim darauf machen konnte, dass sie in der Stadt nach wenigen Sekunden bereits wusste, dass er ein Mitglied der Mikaelson-Familie war, ohne dass er sich irgendwie vorgestellt hätte.
„Man sieht ihr an, dass sie deine Schwester ist“, sagte sie schlicht. Sicher würde er später noch mehr nachfragen.

Doch zumindest wusste Kol, wie man aus diesem grell geschmückten Raum raus kam.
„Natürlich gibt es die auch hier. Komm, ich führ' dich in das Kaminzimmer“, sagte er und bot ihr gleichzeitig seinen Arm an, damit sie sich einhaken konnte. Wieder einmal lag dieses süffisante Grinsen auf seinen Lippen. Bevor Verity noch weiter nachdenken konnte, stellte sie ihr leeres Glas bei einem Kellner auf dem Tablett ab und schnappte sich gleich ein neues.
Nachdem sie wieder etwas getrunken hatte, hakte sie sich schließlich bei Kol ein und verließ mit ihm zusammen die große und inzwischen schon reich besuchte Halle.

Das Kaminzimmer war wirklich nicht so protzig geschmückt und dennoch schrie das ganze Zimmer der Schülerin zu: 'Vorsicht! Wertvolle Antiquitäten-Gefahr!'.
Die Bilder, mit denen der Raum geschmückt war, sahen aus, als wären sie von einem richtig großen Künstler vor ziemlich langer Zeit gemalt worden.
Veritys Blick huschte zu den Schürhaken, die neben den Kamin standen.
Toll. Kols zukünftige Mordwaffe stand schon bereit. Wieder schluckte sie etwas von dem Champagner hinunter und fühlte schon, wie ein leichter Schwips sich den Weg in ihren Kopf bahnte.
„Das Zimmer ist viel besser“, meinte sie zu ihrer Begleitung und stellte ihr Glas mit dem Champagner auf dem in der Mitte stehenden Tisch ab. Wie viel der wohl gekostet hatte?!

„Deine Schwester ist wohl eine Art Perfektionistin. Die Idee mit dem Ball haben, ist eine Sache. Doch dann …“ Verity deutete nach draußen wo in einiger Entfernung wieder der grelle Prunk von dem Ball zu ihnen herein leuchtete. „… so was daraus zu machen – das ist was ganz anderes.“ Sie blickte zu ihrem Glas mit Champus. „Bloß mal eine Frage: wie viel Geld trinke ich hier gerade?“, fragte sie Kol und deutete mit einem leichten Nicken zu dem Glas auf dem Tisch.

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Kol Mikaelson
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BeitragThema: Kaminzimmer   Mo Aug 11, 2014 7:11 pm

Cf: Miakelson Mansion

Er grinste, als Kol bemerkte, das Verity rot wurde, nachdem er ihr sagte, wie gut sie doch aussah. Ihre röte verschwand für eine Weile auch nicht, Dies gefiel ihm. Schon alleine dieser Anblick amüsierte ihn. Erst, als sie das Kaminzimmer betraten wurde Verity' s Hautfarbe wieder normal.

Die junge Frau stellte ihr leeres Glas auf dem Tablett ab und nahm sich ein neues Glas. Schließlich hakte sie sich bei ihm ein so, das sie in das Kaminzimmer gehen konnten. Jedoch blickte er Verity verwirrt an, als sie noch ein weiteres Glas genommen hatte. Sie war doch noch zu jung für, das ganze Gesöff oder hatte sie vor etwas angst, das sie sich betrinken wollte? Kol wollte sie den Abend nicht aus den Augen verlieren. Dazu passte er auch auf, das sie nicht zu viel trank.

„Das Zimmer ist viel besser“, meinte sie. Der Urvampir lächelte sie an. „Es freut mich, das dir dieses Zimmer besser gefällt,“ erwiderte er. Kol schaute sich in dem Kaminzimmer um. Er war sich sicher, das hier nicht sehr viele Gäste rein kommen würden. Deswegen waren sie auch so gut, wie ungestört. "Deine Schwester ist wohl eine Art Perfektionistin. Die Idee mit dem Ball haben, ist eine Sache. Doch dann …“ sagte sie. Dabei blickte sie nach draußen. „… so was daraus zu machen – das ist was ganz anderes.“ fügte sie noch hinzu. Der Brünette seufzte. Wollte sie jetzt den ganzen Abend von seiner Schwester reden? Dazu hatte er keine Lust. „Ja, so ist sie nun mal. Bei ihr muss alles Millimeter genau stimmten, wenn es nicht stimmt dreht sie total durch. Glaub mir du willst sie nicht wütend sehen,“ antwortete er. Schließlich blickte Verity zu ihrem Glas. Kol folgte ihrem Blick. „Bloß mal eine Frage: wie viel Geld trinke ich hier gerade?“ fragte sie. Er überlegte kurz. „Denk einfach nicht darüber nach,“ antwortete er und fing an zu lachen. Er selbst wusste es auch nicht genau wie viel der Champanger gekostet hatte. Ihm war es auch egal. So lange er gut schmeckte spielte Geld für ihn keine Rolle.

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Verity Hunt
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mo Aug 11, 2014 9:39 pm

Kaum hatte sich Verity ein weiteres Glas mit Champagner von dem Tablett geschnappt, bemerkte sie Kols irritierten Blick. Wenn sie den Blick richtig einschätzte, fragte er sich wohl gerade, warum sie sich betrank.
Wenn du einen Blick in den Spiegel wirfst und mal über deine makellose Schönheit hinaus blickst, wüsstest du, warum ich trinke, dachte das junge Mädchen und nippte erneut an dem prickelnden Alkohol.
Bekam in diesem Schloss überhaupt jemand mit, dass sie erst 16 Jahre alt war und überhaupt noch nicht trinken durfte?!
Ihr Begleiter wunderte sich zwar, sagte aber nichts weiter dazu. Soweit sie ihn richtig einschätzte, würde es ihn noch nicht mal sonderlich stören, wenn sie sich bis zur Besinnungslosigkeit betrank.
Doch auf der anderen Seite: nein. Ab einem gewissen Punkt würde selbst Kol was dagegen haben. Man hatte doch als Serienkiller mehr Freude daran, seine Opfer auseinanderzunehmen, wenn sie alles noch mit bekamen.

Der junge Mann freute sich, dass sie in dem Kaminzimmer etwas ungestörter waren. Währenddessen fragte sich Verity, wie laut sie wohl schreien musste, um vielleicht doch noch gerettet zu werden, wenn es bei Teddy-Kol zum Äußersten kam.
Doch wenn das junge Mädchen jetzt ausprobierte, wie laut sie schreien konnte, wäre wahrscheinlich nicht nur für sie der Ball im Eimer, sondern auch für alle anderen Gäste. Und Helena Murphy würde sich nächsten Schultag darüber lustig machen, dass sie (möglicherweise) völlig ohne Grund regelrecht ausgeflippt sei. Wie es für 'die Irre mit dem Tick' eben üblich war. Wahrscheinlich würde sie exakt so etwas sagen.

Das Thema 'Rebekah und der perfekte Ball' war wohl nicht gerade das Beste, wie Verity nach einem genervten Seufzer von Kol feststellte.
„Ich wette, wenn du auf so eine Idee mit einem Ball gekommen wärst, sähe das da draußen ganz anders aus“, sagte sie entschuldigend. Gleichzeitig versuchte sie sich vorzustellen, wie es wohl aussehen würde, wenn man ihrer Begleitung befahl, etwas 'Großartiges' auf die Beine zu stellen. Wahrscheinlich würde Kol sich in einen Sessel fläzen und nur ein paar Anrufe tätigen. Selber Hand anlegen tat er sicherlich nicht.
Der Brünette war mehr der Typ, der ein 'All you can eat'-Buffet aufstellen würde, als Horsd’œuvre zu servieren.

„Sicherlich ist es schwierig, so eine Perfektionistin als Schwester zu haben“, meinte sie zu ihm.
Kol stimmte Verity weitestgehend zu. „Ja, so ist sie nun mal. Bei ihr muss alles Millimeter genau stimmen, wenn es nicht stimmt, dreht sie total durch. Glaub mir, du willst sie nicht wütend sehen“, sagte er zu ihr.
Die Schülerin konnte sich in etwa vorstellen, was er meinte. Seine Schwester schien wohl jemand zu sein, der den Ball nicht nur als einfachen Ball betrachtete, sondern als von ihr erschaffenes Kunstwerk. Würde man es beschädigen oder auch nur ein kleines negatives Wort darüber verlieren – dem war die Rache des da Vinci gewiss.
Verstehend nickte sie. „Sicherlich ist sie oft sauer auf dich, weil du ihre Kunstwerke zerstörst“, entfuhr es ihr. „Du bist der Typ, der so etwas macht“, erklärte sie nur kurz angebunden.

Die Brünette überlegte, wie es wohl wäre, wenn sie statt … eine ältere Schwester hätte. Veritys Blick wurde trüb und sie starrte geistesabwesend auf den Parkettboden, der mit einem großen Teppich verziert war.
„Das ist ein schöner Fußboden“, sagte sie und versuchte durch einen weiteren Schluck von dem Champagner die trüben Gedanken an … zu verscheuchen.

Auf ihre Frage, wie viel der Champagner gekostet habe, meinte Kol nur, dass sie sich darüber keine Gedanken machen müsste und fing kurz darauf an, zu lachen. Doch so perfekt dieses gesamte Ball-Kunstwerk seiner Schwester war, war die Antwort ziemlich einfach. Das Beste vom Besten und davon noch mal das Teuerste.
Fragend blickte sie ihn an. „Wie könnt ihr euch das eigentlich leisten? Deine Schwester arbeitet nicht, du arbeitest nicht und wenn du nicht gerade mit … wie hieß der noch?! Dieser Superreiche mit dem Knall?!“ Kurz überlegte sie, doch ihr fiel kein Name ein. „Egal. Aber du bist doch wohl nicht mit irgend so einem Milliardär verwandt, oder?!“
Es würde sie wirklich interessieren, wie eine stinkreiche Familie wie die Mikaelsons an ihr Geld kamen. Börsenspekulationen waren es mit Sicherheit nicht. Lottogewinne auch nicht. Doch es gab für Serienkiller ja ziemlich viele Möglichkeiten, illegal an Geld zu kommen.
Diebstahl, Betrug, Erpressung, Raub … Bei Kol konnte sie sich ziemlich viel vorstellen.

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Kol Mikaelson
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BeitragThema: Kaminzimmer   Fr Aug 15, 2014 5:41 pm

Er hoffte, das sie nicht noch mehr Fragen über Rebekah stellte. „Ich wette, wenn du auf so eine Idee mit einem Ball gekommen wärst, sähe das da draußen ganz anders aus“, meinte sie. Er und einen Ball? Kol würde viel lieber eine fette Party schmeißen anstatt einen Ball zu organisieren. Nik würde ihm sicherlich den Kopf abreißen, wenn er ohne Erlaubnis, in der Villa eine Party machen würde. „Eine Party wäre es wohl eher,“ erwiderte er.

„Sicherlich ist sie oft sauer auf dich, weil du ihre Kunstwerke zerstörst“, meinte sie. Kol blickte sie an. „Du bist der Typ, der so etwas macht“, fügte sie hinzu. Wenn dann verletzte er schon ihre Gäste, die ihm nicht gefielen oder lies das ein oder andere Glas fallen. Schon allein an die Erinnerung musste er wieder grinsen. „Ich lasse schon mal ein Glas fallen. Das war' s dann schon,“ antwortete er. Der Urvampir erzählte Verity nichts von den verletzten Gästen. Da es sie auch nicht wissen sollte.

Kol bemerkte das, das Mädchen für eine kurze Zeit in Gedanken vertieft war. Bis sie schließlich wieder das Wort ergriff und auf dem Boden schaute. „Das ist ein schöner Fußboden“, meinte sie. Leicht verwirrt blickte er sie an. Der Brünette fragte sich an was sie gerade wohl gedacht hatte. „Ja, das ist er,“ sagte er knapp.

Dann jedoch fragte sie etwas womit er nicht mit gerechnet hätte. „Wie könnt ihr euch das eigentlich leisten? Deine Schwester arbeitet nicht, du arbeitest nicht und wenn du nicht gerade mit … wie hieß der noch?! Dieser Superreiche mit dem Knall?!“ fragte sie. Kol wusste für einen Moment nicht was er Antworten sollte. „Egal. Aber du bist doch wohl nicht mit irgend so einem Milliardär verwandt, oder?!“ sagte sie dann noch. Er fragte sich, wie man auf einmal so viele Fragen stellen konnte. Sie manipulieren wollte er nicht und ihr erzählen, das sie Urvampire sind konnte Kol ihr auch schlecht erzählen. „Mein Bruder Niklaus ist so etwas, wie ein Geschäftsmann. Deswegen können wir uns das alles leisten,“ antwortete er. Der Brünette wünschte sich sehr, das Verity ihm, das abkaufte. Was er ihr erzählte.

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Verity Hunt
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Fr Aug 15, 2014 7:46 pm

Kol grinste, als sie die Bemerkung fallen ließ, dass sein Stil sicher ganz anders sei als der von seiner Schwester.
„Eine Party wäre es wohl eher“, sagte er schlicht und grinste weiter.
Verity nickte. „Genau so was hatte ich mir bei dir vorgestellt. Wahrscheinlich mit Freibier – oder was auch immer du am liebsten trinkt. Und mit einem riesigen All-you-can-eat-Buffet.“ Vor ihren Augen entstand schon förmlich ein Bild, wie dieses Chaos einer Party aussah. Sie kicherte. „Und sicher feierst du in einer solchen Lautstärke, dass die Polizei irgendwann auftaucht, und dem ganzen ein Ende setzen will.“ Doch das, an was sie weiter dachte, sagte sie lieber nicht. Entweder würde Kol die Polizisten dann entweder töten oder durch irgendeinen Trick zum Mitfeiern bringen. Wahrscheinlich doch eher das letzte. Serienkiller sollten besser keine Polizisten als Opfer auswählen. Vor allem nicht in einer Stadt wie Mystic Falls, wo man nur einmal niesen musste und keine 30 Minuten später wusste es die ganze Stadt.

Das junge Mädchen blickte ihn eine Zeit lang nur an, bis dann das Thema zum Zerstören von den Kunstwerken der Schwester kam. Als sie das sagte, schlich sich wieder ein Grinsen auf seine Lippen, und sie ahnte schon, dass er an das letzte Kunstwerk zurückdachte, was er mit seiner Art zerstört hatte.
„Ich lasse schon mal ein Glas fallen. Das war's dann schon“, sagte er zu ihr, während Verity ihn immer noch ansah.
Er log. Ganz klar. Doch er log ziemlich geschickt. Wahrscheinlich log er ziemlich oft, um sich aus der Bredouille zu retten.
Lügen war nicht immer falsch. Man konnte lügen, wenn die Wahrheit weh tat. Oder man konnte lügen, weil man die Wahrheit ohnehin für eine Lüge halten würde und die erzählte Lüge dann glaubwürdiger war. Dennoch war es falsch zu lügen und die Schülerin hasste Lügner mehr als alles andere auf der Welt. Nun ja, vielleicht nicht ganz so sehr, wie das Drei-Punkte-Thema im Moment, doch Lügner kamen auf jeden Fall kurz dahinter.
„Klar, du würdest nur Gläser kaputt machen“, meinte sie zynisch und musste sich ein Auflachen verkneifen.
Der Brünette brach sicherlich mehr als nur Gläser entzwei.

Inzwischen war Verity auch wieder der Name von dem Superreichen eingefallen, den sie meinte. Montgomery Burns. Doch sicherlich war Kol Mikaelson kaum mit einer Figur aus den Simpsons verwandt. Dafür war er nicht … comichaft und nicht gelb genug.
Er zögerte, bevor er antwortete. Sicherlich musste sich ihre Begleitung jetzt eine weitere glaubhafte Lüge einfallen lassen. Doch wenn er wie aus der Kanone geschossen hätte, wäre auch das eine Lüge gewesen. Man musste schon genau wissen, wann man antwortete und wie man antwortete. Vor allem sollten die Leute wissen, wie sie bei ihren Antworten aussahen – doch das wussten sie nicht. Das war mit einer der Gründe, warum es für das Mädchen so leicht war, die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden.
„Mein Bruder Niklaus ist so etwas wie ein Geschäftsmann. Deswegen können wir uns das alles leisten“, antworte Kol ihr.

Er log. Doch die Art, wie er geantwortet hatte, gab Verity die Sicherheit, dass auch ein Funke Wahrheit in der Lüge steckte.
Wie bei den Klatschnachrichten in den Nachrichten. Die Geschichten, die so unglaubwürdig klangen, hatten meist immer einen wahren Kern. Auch wenn der wahre Kern meist nur aus einem Wangenkuss zwischen Star A und Star B bestand, wurde zwei Tage später die Klatschmeldung 'Star A hat sich mit Star B verlobt' herausgegeben.

Welcher Art waren wohl die Geschäfte, die sein Bruder tätigte?! Illegaler Waffenhandel? Illegaler Rauschgifthandel?! Irgendwas illegales, womit er nicht auf den normalen Gehaltsschecks irgendwelcher Firmen auftauchte.
Das Mädchen grinste, als sie die Erkenntnis traf, dass der Brünette wohl tatsächlich so eine Art Schmarotzer war, der sich von seiner stinkreichen Familie aushalten ließ. Wie sie es schon in der Stadt vermutet hatte.

Kols Bruder hieß also Niklaus. Noch so ein seltsamer Name.
„Deine Familie und du – ihr kommt ursprünglich nicht aus Amerika, richtig?“ Ein 'oder' an das Satzende zu stellen, war für Verity schon zu übertrieben, denn sie wusste schon ziemlich genau, dass auch diese Feststellung wieder richtig sein würde.

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Kol Mikaelson
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BeitragThema: Kaminzimmer   So Aug 17, 2014 4:11 pm

Verity sprach weiter über die Party, die er wohl schmeißen würde. „Genau so was hatte ich mir bei dir vorgestellt. Wahrscheinlich mit Freibier – oder was auch immer du am liebsten trinkt. Und mit einem riesigen All-you-can-eat-Buffet.“ meinte sie. Ja, so etwas in der Richtung stimmte und als Desserts ein paar Menschen aussaugen, dachte er. Schließlich kircherte sie. Kol blickte sie verwirrt an. Was war jetzt so lustig? „Und sicher feierst du in einer solchen Lautstärke, dass die Polizei irgendwann auftaucht, und dem ganzen ein Ende setzen will.“ sagte sie. Er würde ihnen mit Sicherheit den Kopf abreißen. Mit Polizisten hatte er noch kein gutes Verhältnis gehabt.

Sie rede ihn auf die Kunstwerke von Rebekah an. Als er meinte, das er nur ein paar Gläser kaputt machen würde meinte sie: „Klar, du würdest nur Gläser kaputt machen“. Er hatte, das Gefühl, das sie ihm nicht richtig glauben würde. Naja, es stimmte auch nicht wirklich. Nachdem er ihr sagte was Nik arbeiten würde, spürte er, das sie ihm dieses Mal glaubte. Kol war erleichtert, da er sonst nicht wirklich wusste, was er ihr hätte erzählen sollen.

Der Brünette hätte nicht gedacht, das Verity diesen Abend so viel reden und Fragen stellen würde. „Deine Familie und du – ihr kommt ursprünglich nicht aus Amerika, richtig?“ fragte sie. Jetzt konnte er schlecht etwas falschen sagen. Sie hatte es wohl durch die ganzen Namen erkannte, das seine Familie nicht aus Amerika kamen. Kol schüttelte den Kopf. „Nein, meine Familie und ich. Wir kommen aus Osteuropa,“ antwortete er. Okay! Es reichte jetzt erst mal mit den Fragen. Sie war dran. Kol lehnte sich gegen den Tisch und blickte sie an. „Was ist mit deiner Familie? Was arbeiten deine Eltern?“ fragte er. Schließlich wollte er auch etwas von ihr wissen.

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Verity Hunt
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   So Aug 17, 2014 6:08 pm

Verity war nicht unbedingt das Mädchen, dem man die Planung eines Balls, eines Festes oder einer Party überlassen konnte. Was hätte sie wohl getan, wenn man sie mit der Planung beauftragt hätte? Wahrscheinlich wäre sie zu jemanden gegangen, der das besser konnte und auch noch Spaß an solchen Pflichten hatte. In ihrer eigenen Klassenstufe war es Helena Murphy, die Zimtzicken-Queen höchstpersönlich. Doch da hätte Verity wahrscheinlich lieber gleich den Ball oder die Party abgesagt, als dieser Schlampe von einem Miststück die Planung zu überlassen.
Die Schülerin hatte schließlich auch ihre Grenzen und ihre Würde.

Die Tatsache, dass sie Kol so viele Fragen stellte und immer mehr redete, hatte zum einen den Zweck, seiner Killerattacke zu entkommen. Oder ihn zumindest ziemlich weit davon abzulenken. Und zum anderen war es wohl dem Champagner zu verdanken, dass Verity immer mehr fragte, als sie überhaupt wissen wollte.
Interessierte es sie, wie eine Party im Stile von Kol Mikaelson aussehen würde? Nein. Kein bisschen.
Interessierte es sie, wie sich der brünette, schmucke – war sie etwa schon so betrunken, um an dieses Wort zu denken?! - Kerl seinen Lebensunterhalt verdiente?! Nein. Sie sah etwas und glaubte nur dem, was sie auf ihre empathische Art und Weise selber herausfinden konnte.

Im Gegensatz zu anderen Leuten schenkte Verity Geschichten, die Leute erzählten, von Anfang an nicht den geringsten Glauben. Sie zweifelte erst dann nicht mehr an der Richtigkeit der Worte, wenn sie spüren konnte, dass die Leute sie nicht anlogen.
Und dass Kol sie bereits in mehreren Punkten belog, war klar zu erkennen.
Eigentlich war der Typ das Paradebeispiel dafür, welchen Typ Mann Verity verabscheute. Kol war ein Lügner. Punkt 1, der von der Schülerin verabscheut wurde. Kol war nicht nur überheblich – sondern wahrscheinlich noch die Steigerung davon. Das war Punkt 2.
Punkt 3 war, dass er mit seiner ganzen Art wahrscheinlich die Weiber reihenweise aufriss. Ein angeberischer Schmarotzer, der den schönen Frauen wahrscheinlich mehrere Fotos zur Vorführung zeigte. Mein Haus (wo ich nur rumschnorre), mein Auto (dass ich mit dem erschnorrten Geld meines Bruders gekauft habe), mein Geld (ebenfalls erschnorrt).
Natürlich wussten die Frauen von den Schmarotzer-Eigenschaften nichts und glaubten natürlich alles, wenn er mit seiner charmanten Handkuss-Show um die Ecke bog.
Ergo: Kol war alles in allem der Typ, mit dem das Mädchen niemals was zu tun haben wollte. Wieso saß sie eigentlich noch hier?
Wahrscheinlich war es der Punkt, dass er mehrere Leichen im Keller hatte, und sie (wenn sie nicht hier sitzen würde) definitiv schon im Leichenkeller von Kol liegen würde.

Wie zu erwarten war, bestätigte sich ihre Vermutung, dass Kols Familie nicht aus Amerika kam. „Nein, meine Familie und ich - wir kommen aus Osteuropa“, antwortete er ihr.
Kurz versuchte sich Verity in ihren Gedanken eine Karte von Europa vor Augen zu führen. Die Alpen und Österreich lagen nach ihrer Meinung direkt in der Mitte. Doch was war daneben?
Russland fiel ihr als erstes ein. Doch ein überprüfender Blick zu dem jungen Mann brachte die Schülerin dazu, weiter zu denken. Kol kam nicht aus Russland.
Was für Länder gab es denn noch in Europa?! Frankreich. Aber das lag auch eher mittig.
Wenn sie den heutigen Abend überleben sollte, würde sie sich einen Atlas schnappen und mal durch die Länder von Europa blättern.

Während sie weiter über die Länder von Europa (lag China in Europa?!) nachdachte, bemerkte sie, dass Kol sie wieder musterte. Kurz blickte sie zu ihm.
„Was ist mit deiner Familie?“, fragte er sie.
Jede Frage hätte sie lieber beantwortet. Das Thema Familie war für Verity ein furchtbares Thema, weil sie es immer mit … in Verbindung brachte.
Am liebsten würde sie Kol fragen, ob er rein zufällig ein Kuscheltier oder einen Boxsack da hätte. Sie hätte gerade richtig Lust, auf etwas einzuschlagen.
Stattdessen blickte sie betrübt wieder auf das Parkett. Und als sie lange genug auf den Boden gestarrt hatte, blickte sie an Kol vorbei zu dem Fenster und dachte darüber nach, wie viel Grad wohl draußen waren.
„Hier drinnen ist es wärmer als draußen“, sagte sie nur. Sicherlich war die Antwort auf seine Frage wohl gänzlich anders als das, was er erwartet hätte, doch sie wollte und konnte nicht über dieses verfluchte Thema reden.

„Was arbeiten deine Eltern?“, fragte Kol nun explizierter, während die Brünette immer noch aus dem Fenster starrte.
„Sie arbeiten … mein Dad sorgt dafür, dass es da draußen so grell ist.“ Erklärend, damit Kol nicht weiter nachfragen musste, fügte sie hinzu. „Er arbeitet beim Elektrizitätswerk. Wenn er dort nicht arbeiten würde, wäre es hier ganz dunkel.“
Natürlich gab es beim örtlichen Elektrizitätswerk mehr als nur ihren Dad, der dort arbeitete. Es lief zwar alles elektronisch und schon über Computer – doch jemand musste ja aufpassen, dass alle Maschinen genauso arbeiteten, wie sie es sollten.
„Und meine Mom – sie arbeitet in einer Boutique hier in Mystic Falls und ist nach dem Internet wahrscheinlich die Informationsquelle für alles, was vor Ort passiert.“
Ihre Begleitung schien es nicht wirklich zu interessieren, was ihre Eltern arbeiteten. Doch wahrscheinlich dachte er, dass es leichter wäre, dann auch noch mögliche Zeugen aus dem Weg zu schaffen, wenn Verity erst mal in ihre Einzelteile zerlegt wäre.

Wieso hatte sie ihm erzählt, wo ihre Eltern arbeiteten?! OMG!

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Kol Mikaelson
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BeitragThema: Kaminzimmer   Mo Aug 18, 2014 6:11 pm

Irgendetwas beschäftigte Verity, das spürte Kol. Sie dachte zumindest die ganze Zeit über irgendetwas nach. Diese Frage war ihr unangenehm warum wusste er nicht. Etwas musste bei ihrer Familie vorgefallen sein oder sie verstand sich nicht gut mit ihr. Sonst hätte sie nicht solche Probleme gehabt diese Frage zu beantworten. Verity starrte die ganze Zeit auf dem Boden. Bis sie schließlich zu dem Fenster und an ihm vorbei schaute. „Hier drinnen ist es wärmer als draußen“, antwortete sie. Was? Kol blickte sie erneut verwirrt an. Was hatte die wärme von draußen mit seiner Frage zu tun gehabt? Er machte sich ein wenig Sorgen um sie. Jedoch wollte er noch nichts weiter sagen.

„Sie arbeiten … mein Dad sorgt dafür, dass es da draußen so grell ist.“ meinte sie schließlich. Er konnte sich denken was sie meinte. „Er arbeitet beim Elektrizitätswerk. Wenn er dort nicht arbeiten würde, wäre es hier ganz dunkel.“ sagte sie dann noch. Kol grinste. Früher hatten sie nur Kerzen damit die Räume hell erleuchtet blieben. Heute hatten sie Elektrizität. Der Brünette wunderte sich immer wieder auf' s neue, wie die Menschheit sich veränderte. „Und meine Mom – sie arbeitet in einer Boutique hier in Mystic Falls und ist nach dem Internet wahrscheinlich die Informationsquelle für alles, was vor Ort passiert.“ meinte sie. Die Boutique war ihm bekannt. In Zukunft würde er einen großen Bogen darum machen. Falls ihm wieder eine junge Frau über dem Weg laufen würde und mit ihm shoppen gehen würde. Vielleicht hat er nächstes Mal nicht so viel Glück und Verity' s Mutter würde dann gerade dort arbeiten. Das passte dann überhaupt nicht. Deswegen lies er solche Ausflüge in Zukunft sein.

Kol stieß sich lässig von dem Tisch ab und ging einige Schritte auf sie zu. „Darf ich erfahren warum du nicht gerne über deine Familie sprichst?“ fragte er. Der Urvampir wollte es schon gerne wissen. Wenn sie es ihm aber nicht erzählen wollte brauchte sie es dann auch nicht.

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Verity Hunt
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Di Aug 19, 2014 4:25 pm

Während sie noch darüber sprach, was ihre Eltern beruflich taten, hörte Kol ruhig und höflich zu. Ohne eine Unterbrechung. Als sie mit dem Job ihrer Mutter geendet hatte, konnte Verity ihm ansehen, dass er über etwas nachdachte.
Hoffentlich nahm er sich nicht vor, zuerst die Tochter und danach die Mutter umzubringen, wie es manchmal der Fall bei Serienkillern war.
Die Schülerin hoffte und betete, dass er die Finger von ihren Eltern lassen würde. Sollte der Brünette doch mit ihr machen, was er wollte - doch ihre Eltern standen für Verity an erster Stelle - dicht gefolgt von ihren Kuscheltieren.

Nachdem sie geendet hatte, rückte er von dem Tisch ab und kam einige Schritte auf sie zu.
Das war's! Adieu, du schöne Welt!
Das junge Mädchen war sich sicher, dass Kol sie in den nächsten Minuten wohl umbringen würde. Ihre Nachfragerei und Ablenkung hatte wohl doch nicht weiter geholfen.
"Darf ich erfahren, warum du nicht gerne über deine Familie sprichst?"

Geschockt, weil er lieber noch etwas von ihr erfahren wollte, anstatt sie umzubringen, starrte sie ihn erst mal nur an. Dann begriff sie jedoch den Sinn seiner Frage und starrte wieder betrübt auf den Boden.
Dass sie ausgerechnet heute so oft an … denken würde, hätte sie sich heute Morgen beim Aufstehen noch nicht ausmalen können.
Zwar kam sie bei dem Weg zur Küche immer an dem Zimmer von … vorbei, doch sie ignorierte die Gedanken, die dann in ihr hochkamen.
Ebenso, wie sie auch jetzt versuchte, sie weit von sich zu schieben.
Das Drei-Punkte-Thema gehörte nicht hierher. Und Verity würde den Teufel tun, überhaupt einmal freiwillig davon zu reden.

Immer noch starrte sie auf den Boden des Zimmers. "Sicher war der Parkettboden hier sehr teuer. Aber der Preis scheint es wert zu sein. Das ist ein wirklich schöner Fußboden", sagte sie leise.
Merkten die Leute eigentlich nie, wenn sie über bestimmte Dinge nicht reden wollte?! Das Thema 'Wetter' und 'Beschaffenheit der Bodenbeläge' wurde schließlich immer nur bei dem Thema 'meine Familie' von ihr angeschnitten.
Auch Kol sollte es langsam mal kapieren. Doch wahrscheinlich war er einer von der langsamen Sorte.
"Können wir bitte über was anderes reden?!", bat sie ihn. "Du kommst also aus Europa. Und im Vergleich: wo gefällt es dir bisher besser?"

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Kol Mikaelson
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BeitragThema: Kaminzimmer   Di Aug 19, 2014 10:16 pm

Geschockt blickte Verity ihn an, als er ihr diese Frage gestellt hatte. Kol sah sie verwirrt an. Hatte er etwas falsches gesagt? Die Brünette starrte ihn eine ganze Weile nur an, bis sie schließlich erneut auf dem Boden schaute. "Sicher war der Parkettboden hier sehr teuer. Aber der Preis scheint es wert zu sein. Das ist ein wirklich schöner Fußboden", antwortete sie. Schon wieder redete sie so ein wirres Zeug. Er machte sich langsam Sorgen um sie. Das Kol sich um jemanden Sorgen machte kam eigentlich so gut wie gar nicht vor. Außer, wenn es um seine Familie ging. Dann war es etwas anderes. Deshalb war es um so seltsamer, das er sich um ein Menschenmädchen Sorgen machte, die er kaum kannte.

Erst wollte er etwas sagen aber dann lies er es doch. Das war nur besser so für ihn. "Können wir bitte über was anderes reden?!", meinte sie. Der Urvampir nickte. Sicher können wir über etwas anderes reden,“ antwortete. Damit hätte sie jetzt wohl nicht mit gerechnet, das er damit einverstanden war. Er wollte aber nicht weiter drauf eingehen, wenn sie es nicht wollte.

"Du kommst also aus Europa. Und im Vergleich: wo gefällt es dir bisher besser?" fragte sie. Kol blickte sie an. Musste unbedingt diese Frage kommen? „Ich weiß es nicht genau. Diese Frage kann ich dir nicht richtig beantworten,“ antwortete. Der Brünette wusste nicht genau wo es ihm am besten gefallen hat. An seinem altem zu Hause konnte er sich nur noch schwach dran erinnern. Bei all den anderen Orten wo er war, musste er nach kurzer Zeit mit seinen Geschwistern vor seinem Vater flüchten, wenn er sie gefunden hatte. Der dritte Ort wo er noch sehr viel Zeit drin verbracht hatte war der Sarg aber, das konnte er ihr nicht erzählen. Schon alleine bei dem Gedanken wurde er wütend und ballte seine Hände zu Fäusten und vergaß dabei, das Verity im Raum war.

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Verity Hunt
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Aug 20, 2014 1:35 pm

Zum Glück war Kol damit einverstanden, das Thema zu wechseln. Verity hätte ohnehin nur noch von dem Fußboden oder von dem Wetter gesprochen, wenn sie bei dem Thema Familie geblieben wären. Und so langsam gingen ihr die Bemerkungen aus.
"Sicher können wir über etwas anderes reden", sagte er zu ihr und das junge Mädchen atmete erleichtert aus.
Wenn sie kurz vor ihrem Tod nur noch an … dachte, wäre das sogar noch schlimmer, als gleich so zu sterben. Wenn sie starb, dann hoffentlich mit einem Lächeln im Gesicht oder mit nichts als der Angst im Kopf, ziemlich viel von ihrem Ende mitzubekommen.

Als sie ihn jedoch fragte, wo es ihm besser gefiele - hier oder in Europa - konnte er ihr zuerst keine Antwort geben. Vielmehr schien Kol zu überlegen, welche Lüge er ihr jetzt auftischen konnte.
"Ich weiß es nicht genau. Diese Frage kann ich dir nicht richtig beantworten."
Es geschahen wohl doch noch Zeichen und Wunder. Denn seine Antwort war nicht gelogen. Verity lächelte und überlegte, warum es ihm wohl schwer fiel, zu entscheiden, wo es besser war.

Auch Kol schien nun seinen eigenen Gedanken nachzuhängen. Allerdings schienen seine Gedanken und Erinnerungen wohl nicht besonders toll zu sein, denn nach einiger Zeit ballte er seine Hände zu Fäusten.
Schlimme Erinnerungen, schloss Verity.
"Tut mir leid, wenn ich alte Wunden wieder aufgerissen habe", sagte sie entschuldigend zu ihm. Seine Zeit in Europa und in Amerika schien wohl keineswegs nach seinen Idealen abgelaufen zu sein.

Aber wie dachte wohl ein Serienkiller im Nachhinein über seine Taten? Ob er gerade daran dachte, wen er alles wo umgebracht und verscharrt hatte?!
Sie musterte ihn und schüttelte dann innerlich den Kopf. Der Brünette war nicht der Typ, der seine Taten bereute. Zumindest die meisten nicht. Das, was ihn so aufgewühlt hatte, musste also persönlicher Natur sein. Private Probleme.
"Wahrscheinlich haben wir beide von unserem Leben etwas Besseres erwartet, als das, was letztendlich tatsächlich passiert ist", sagte sie leise zu ihm.

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Kol Mikaelson
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BeitragThema: Kaminzimmer   Sa Aug 23, 2014 4:52 pm

Kol hatte gar nicht gemerkt, das Verity erleichtert ausgeatmet hatte, als er meinte, das sie über etwas anderes reden konnten. Da er immer noch in seinen Gedanken versunken war. Seine Hände waren weiter hin zu Fäusten geballt. Er war wütend, wenn der Brünette etwas in der Hand gehabt hätte, wäre auf jeden Fall geplatzt und in tausend Einzelteile auf dem Boden gefallen.

Sie lächelte ihn an, nachdem er ihre Frage beantwortet hatte. Dies jedoch bekam der Urvampir auch nicht mit. Verity und Kol standen sich Gedanken verloren gegenüber. "Tut mir leid, wenn ich alte Wunden wieder aufgerissen habe", meinte sie dann plötzlich. Der Brünette hörte ihre Stimme und wurde sofort aus seinen Gedanken gerissen. Er sah sie für einen kurzen Moment verwirrt an, weil er sich erst mal wieder sammeln musste. Schließlich blickte er sie an. „Du kannst am wenigsten dafür. Immer hin konntest du nicht wissen, das ich so darauf reagiere,“ erwiderte er.

Für einen Moment versank er wieder in seine Gedanken und dachte an seine Familie. "Wahrscheinlich haben wir beide von unserem Leben etwas Besseres erwartet, als das, was letztendlich tatsächlich passiert ist", meinte sie. Kol sah sie erneut an und nickte. Er fühlte sich bei ihr besser auch, wenn ihre Fragen schon mal nervten. „Da hast du Recht,“ sagte er. Schon allein dieses Gespräch war für ihn etwas besonderes, weil er so etwas bisher nicht richtig mit einer Frau führen konnte. „Kannst etwas für mich machen?...Könntest du dich von meinem Bruder Niklaus fern halten? Das würde mich schon sehr glücklich machen,“ meinte er. Kol hatte angst das Nik ihr etwas antun würde, wenn er schon ständig seine Geschwister in Särgen verbannte. Dann würde Nik wohl auch nicht halt machen bei den Personen, die seinen Geschwistern wichtig sind.

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mo Aug 25, 2014 12:14 pm

Erinnerungen aus der Vergangenheit war das falsche Thema, um Kol davon abzuhalten, sie umzubringen.
Notiert.
Verity fragte sich, was den Brünetten wohl so zu schaffen machte. Er hatte nicht gelogen, als er meinte, dass er nicht wüsste, wo es ihm besser gefiel. Und so, wie er derzeit aussah, machte er eher den Eindruck, als ob es ihm nirgends gefallen würde. Weder hier noch in Europa. Vielleicht sollte er einfach mal in die Antarktis reisen. Zu den Eskimos in ein Iglu. Doch die Kälte dort war vielleicht nicht unbedingt jedermanns Sache.
Ihre Augen wanderten zu seinen Händen, die nach wie vor zu Fäusten geballt waren.
Kol war wütend. Wütend über die Tatsache, dass er sich weder in Europa noch in Amerika wohl fühlte. Aber was war der Grund dafür?!
An beiden Orten schien es etwas zu geben, was ihn wütend machte. Aber wenn sie ihn jetzt fragen würde, was dieses 'Etwas' war, würde er sie umbringen. Wahrscheinlich fühlte sich Kol immer nur dann etwas besser, wenn er Leute umbringen konnte. Vielleicht war dieses 'Etwas' ja der Auslöser für seine Serienkiller-Karriere.

Mit ihren Worten schien sie Kol direkt aus seinen wütenden Gedanken und Erinnerungen zu reißen.
„Du kannst am wenigsten dafür. Immerhin konntest du nicht wissen, dass ich so darauf reagiere“, sagte er zu ihr.
Doch zumindest wusste sie es jetzt. Das Thema würde sie garantiert nie wieder anschneiden. Wenn ihre Überlebenschancen etwas weiter stiegen, nahm sie sich fest vor, die zwei Worte 'Europa' und 'Amerika' weitestgehend zu meiden. Zumindest in seiner Gegenwart.

Wieder versank der Brünette in seinen Gedanken. Sein Gesichtsausdruck war immer noch wutverzerrt. Doch da war noch etwas anderes. Anderen wäre es wahrscheinlich nicht aufgefallen, doch Verity fiel es auf. Ein trauriger Schimmer. Kol schien auf seine Vergangenheit nicht nur wütend zu sein, sondern sie in gewisser Weise auch zu betrauern. Doch da er ja nicht der Typ war, der mit einem traurigen Gesicht herumlief, verbarg er seine Trauer wohl lieber unter der Maske der Wut.

„Kannst etwas für mich machen?“, fragte er sie plötzlich und riss sie aus ihrer Neukatalogisierung seiner Persönlichkeit.
Wieder schluckte sie und griff nach ihrem Champagnerglas und nahm erneut einen kleinen Schluck, um ihre Angst hinunterzuspülen.
Kurz dachte sie über ihre Antwort nach und wie sie sie am besten formulieren konnte. „Ich denke, es kommt darauf an, was du verlangst“, sagte sie. Das ließ ihr zumindest den Spielraum, entweder 'ja' oder 'nein' zu sagen.
„Könntest du dich von meinem Bruder Niklaus fern halten? Das würde mich schon sehr glücklich machen“, sagte er zu ihr.

Also das war nun etwas, was sie nicht erwartet hatte. Sich von seinem Bruder fern halten? Diesem Geschäftsmann? Vielleicht arbeitete er ja für die Mafia oder so etwas. Gangsterbosse hatten meist Geld wie Heu. Kein Wunder, dass sich die Mikaelsons so eine Villa hier leisten konnten.
Verity musterte Kols Gesicht. Und dann, als sie wusste, was sein Ausdruck bedeutete, schaute sie ihn irritierter denn je an.
„Du machst dir Sorgen um mich? Dass dein Bruder mir was tun könnte?“, fragte sie ihn.
War Niklaus etwa der Grund für seine Vergangenheit? So, wie er seine Bitte geäußert hatte, war sich die Schülerin sicher, dass er definitiv etwas damit zu tun hatte. Zwar war sein Bruder nicht der einzige Grund – aber er war einer der Gründe.

Dann fiel ihr jedoch auf, dass sie ihm immer noch eine Antwort schuldig geblieben war. Mit Gangsterbossen und der Mafia wollte sie nichts zu tun haben. Es war ja schon genug, mit dem Bruder von einem Mafia-Mitglied bei diesem Ball zu sein.
„Natürlich. Von ihm halte ich mich nur zu gerne fern“, sagte sie. Kol musste sich sicherlich fragen, wie seltsam diese Antwort klang.

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BeitragThema: Kaminzimmer   Di Aug 26, 2014 11:07 pm

Nachdem er sie gefragt hatte, ob er für sie etwas machen konnte griff sie erneut zu dem Champagnerglas. Kol blickte sie an. Eines stand fest, das dies ihr letztes Glas war. Schließlich sollte sich Verity nicht auf dem Ball betrinken. Zu seiner Frage meinte sie nur, das es nur darauf ankäme, was er verlangen würde. Der Brünette sprach nun seine Bitte aus und wartete auf eine Antwort von ihr.

Sie blickte ihn irritiert an. „Du machst dir Sorgen um mich? Dass dein Bruder mir was tun könnte?“, fragte sie ihn. Kol sah sie fragend an. Verity wusste nicht was ihr Bruder wirklich war und zu was er allem fähig war. Jedoch lächelte er sie ein wenig an. „Darf ich mir keine Sorgen um dich machen?“ fragte er sie. Der Urvampir wüsste gerne was sie die ganze Zeit dachte. „Natürlich. Von ihm halte ich mich nur zu gerne fern“, antwortete sie. Kol war erleichtert, das sie so reagierte. Was sollte sie auch bei seinem Bruder? Die Brünette kannte ihn ja nicht. Er hatte jetzt aber eine Sorge weniger.

Er wurde ruhiger und seine Hände waren wieder normal. „Wohnst du schon die ganze Zeit in Mystic Falls?“ fragte er. Das war jetzt mal eine ganz normale Frage. Worauf man eigentlich sofort drauf Antworten konnte. Kol fragte sich, ob schon irgendetwas großartiges auf dem Ball passiert war. Immer, wenn sie einen Ball veranstalteten passierte etwas. Bisher aber schien alles ruhig zu sein, sonst hätte er schon etwas mitbekommen. Er hoffte nur das heute Abend alles gut ging.


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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Do Aug 28, 2014 9:53 am

Immer noch verwunderte es Verity, dass Kol - der schließlich immer noch in der Schublade 'reicher Schnösel mit Tendenz zum Serienkiller' herumlungerte - sich Sorgen um jemanden wie sie machte. Die Schülerin kannte ihn noch nicht mal einen ganzen Tag und er begann bereits damit, ihre sorgfältig herausgesuchte Schublade zu zerstören und sich eine ganz eigene zu schaffen.

"Darf ich mir keine Sorgen um dich machen?", fragte er und lächelte sie an.
Seltsamerweise war das Lächeln, was er im Gesicht hatte, ein ehrliches Lächeln. Die Annahme, dass sie sich möglicherweise nur mal geirrt hätte, ihn falsch eingeschätzt zu haben, wurde damit widerlegt. Er machte sich definitiv Sorgen um sie. Und gerade das war etwas, was das Mädchen verwunderte. Es passte eigentlich nicht zu der Art, wie Kol sich ansonsten darstellte.

"Doch, schon." Ihre Stimme klang leise und Verity blickte den Brünetten immer noch prüfend an. Die Sorge in seinem Gesicht und das Lächeln waren weiterhin da. Das war sehr SELTSAM. Erst diese Lilith, in die sich die Schülerin überhaupt nicht hineinversetzen konnte - und jetzt Kol, der all ihre bisherigen Feststellungen mit einigen ehrlichen Worten und Gesichtsausdrücken über den Haufen warf.
"Es ist nur, dass ich nicht erwartet hätte, dass du dir Sorgen um mich machst. Du kennst mich doch gerade erst seit heute morgen."

Der Brünette entspannte seine Haltung wieder und seine zu Fäusten geballten Hände gaben ebenfalls ihre Kampfhaltung auf.
"Wohnst du schon die ganze Zeit in Mystic Falls?"
Wieder so eine Small-Talk-Frage. Aber wahrscheinlich versuchte er einfach nur, so viel wie möglich über sie herauszufinden, da er sie ja noch nicht so lange kannte.
"Geboren und aufgewachsen", antwortete sie ihm und betrachte eines der Bilder, die an der Wand hingen.
An diesen Bildern kam ihr etwas seltsam vor, doch noch wusste sie nicht, was es war.

Verity überlegte, ob Kol sie wohl tatsächlich umbringen wollte, wenn er schon die ganze Schublade, in der er sich befand auf den Kopf gestellt hatte. Ihr Einfühlungsvermögen ließ in letzter Zeit wirklich zu wünschen übrig.
"Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, woanders zu leben. In großen Städten fühl ich mich nicht besonders wohl." Sie dachte an ihre Reise nach Kanada, wo sie mal in Toronto war. Einmal und nie wieder. Es hieß ja immer, dass Amerika der Schmelztiegel der Nationen war. In Kanada war es fast dasselbe. So viele Leute, dass Verity von ihrem Tick mit der Schublade schlichtweg Migräne bekam. Sie kam damit klar, einen nach dem anderen einzukategorisieren.
Doch wenn plötzlich so viele Leute auf einen Haufen versammelt waren und sich tummelten und sich in einem fort bewegten, dann wurde das zu viel.

Immer noch sah sie auf das Bild an der Wand und auf einmal traf sie die Erkenntnis, was in diesem Haus nicht stimmte. Sowohl in diesem Zimmer als auch in den anderen Zimmern, wo sie vorbeigekommen war.
Sie sah zwar Bilder an den Wänden, doch absolut nichts, was die Persönlichkeit der Mikaelson-Familie umschrieb. Keinerlei Fotos oder sonstige Erinnerungsstücke. Dieses ganze Haus war irgendwie … falsch. Und sie war sich sicher, dass auch die Bewohner … falsch waren. Aber was genau sollte das bedeuten?

Sie blickte Kol an, der inzwischen neben sie getreten war. "Mystic Falls ist nicht gerade eine große Stadt. Sicher kann man in New York oder Miami bessere Geschäfte machen, als hier." Die ganze Familie passte nicht hierher, wie Verity feststellte. "Warst du schon mal in New York - oder in einer anderen Stadt, die ähnlich groß ist?"
Kurz blickte sie an Kols Schulter vorbei hinaus auf den Flur. Auch dort sah sie nur einige gemalte Bilder und hübschen Zierrat, der für den Ball hergeschafft wurde.
Aber nichts, was aussagte, was für Leute in diesem Haus wohnten. Würde man ihr eigenes Zimmer unter die Lupe nehmen, würden sie ziemlich viele Kuscheltiere, Poster von Michael Bublé und Fotos von Freunden und Verwandten finden.
Doch hier war überhaupt nichts davon. Das war SELTSAM.

"Kennst du Michael Bublé?", fragte Verity Kol dann plötzlich. "Oder was hörst du sonst für Musik? Du siehst nicht so aus, als ob du auf Hip-Hop stehen würdest", stellte sie fest und grinste leicht.

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BeitragThema: Kaminzimmer   Sa Aug 30, 2014 5:19 pm

Verwundert blickte Verity ihn an, weil er sich Sorgen um sie machte. Anscheinend war sie es nicht gewohnt, das sich jemand Sorgen um sie machte. Oder es lag einfach daran, das er sich um sie Sorgen machte und sie fand es komisch. Schließlich hatte der Brünette sie gefragt ob er sich keine Sorgen ums sie machen konnte. "Doch, schon.", antwortete sie in einem leisen Ton. Jedoch konnte er sie gut verstehen, daher er so gute Sinne hatte. Kol bemerkte, das sie ihn weiter hin beobachtete. Der Urvampir fragte sich nur warum sie es so oft machte. "Es ist nur, dass ich nicht erwartet hätte, dass du dir Sorgen um mich machst. Du kennst mich doch gerade erst seit heute morgen." meinte sie. Er blickte sie an. Die Brünette hatte Rechte. Sie kannten sich erst seit kurzem aber trotzdem war Verity ihm schon sehr ans Herz gewachsen. Dazu wollte er bei ihr keine Fehler machen, wie er es bei den anderen Frauen vor ihr gemacht hatte. „Naja, du kennst mich nur noch nicht richtig,“ erwiderte er. Damit hatte er auch Recht gehabt.

"Geboren und aufgewachsen", antwortete sie. Nachdem er fragte, ob sie in Mystic Falls schon die ganze Zeit wohnen würde. Sie auch nicht so aus, als ob sie schon irgendwo anders gelebt hätte. Verity wurde wieder nachdenklich. "Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, woanders zu leben. In großen Städten fühl ich mich nicht besonders wohl." meinte sie. Dann war sie wohl ein Kleinstadt Mensch. Kol würde ihr aber gerne mal etwas von der Welt zeigen. Es musste ja nicht gleich eine Großstadt sein. Sie blickte auf das Bild, welches sich im Kaminzimmer befand. Der Urvampir betrachtete sie und das Bild, sagte jedoch nichts. Sie interessierte sich wohl für Kunst. So oft, wie sie sich die Bilder anschaute.

Nun wurde er aus seinen Gedanken gerissen. "Kennst du Michael Bublé?", fragte sie. Kol dachte kurz nach. „Michael Buble? Ist das nicht dieser Jazzsänger?“ fragte er. Der Brünette hatte schon mal den Namen gehört und mit Sicherheit die Musik von ihm im Radio gehört aber Jazz war dann doch nicht so seine Musik. "Oder was hörst du sonst für Musik? Du siehst nicht so aus, als ob du auf Hip-Hop stehen würdest“ fragte sie. Kol sah sie an. „Ich höre eher Rock. So lange es laut genug ist und ich meine Geschwister nerven kann ist alles inordnung,“ antwortete er. Dabei grinste der Urvampir. Er musste sich erst mal daran gewöhnen einen Ipod zu benutzten. Diese Erfindung war für ihn etwas ganz neues gewesen. Seitdem er aus dem Sarg raus gekommen war. Jedoch fand er diese Tragbare Musik sehr gut. Jetzt konnte er sie überall mitnehmen wo er er wollte.

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   So Aug 31, 2014 10:52 am

„Na ja, du kennst mich nur noch nicht richtig.“
Auf seine Bemerkung musste Verity flüchtig lächeln. Einerseits hatte er Recht damit – doch nur, was die Tatsache betraf, dass sie ihn etwas falsch einschätzte. Und dennoch, die Art, wie er diesen Satz gesagt hatte … Das junge Mädchen musterte den Brünetten wieder. Er hatte ein Geheimnis. Noch etwas anderes, als die Tatsache, dass er ein offenkundiger Serienkiller war. Doch Geheimnisse hatte in dieser Stadt ja jeder.
Schließlich nickte sie. „Ja, da hast du wohl Recht.“

Während sich die Schülerin das Bild an der Wand betrachtete und darüber nachdachte, wie eigenartig es war, dass das ganze Haus überhaupt nichts über die Bewohner aussagte, trat Kol neben sie und blickte ebenfalls stumm auf das Gemälde.
Er war nicht der Typ, der sich für Kunst interessierte und wahrscheinlich sagte er nur der Höflichkeit Willen nichts.

Doch als sie ihn fragte, ob er Michael Bublé kenne, wäre Verity bei seiner Antwort fast aus allen Wolken gefallen.
„Michael Bublé? Ist das nicht dieser Jazzsänger?“
Es kam selten genug vor, dass jemand den Sänger kannte. Selbst ihre Eltern fanden erst nach einigen aufgehängten Postern an der Wand und der Dauerschleife von 'You and I' heraus, wer dieser Mann war, von dem die Schülerin so oft erzählte.
Und dann kam Kol plötzlich daher und fragte nur, um sicher zu sein, dass er den richtigen Sänger vor Augen hatte.

Sie lächelte ihn freundlich an. „Mit deiner Frage bist du gerade zu meinem persönlichen Helden geworden“, sagte sie zu ihm. „Ich kenne nicht besonders viele Leute, die ihn kennen oder geschweige denn wissen, was er für Musik macht. Und dann tauchst plötzlich du auf und weißt sogar, wen ich meine.“ Sie lachte kurz auf. „Als ich meiner Mutter sagte, dass ich unbedingt mal Michael Bublé treffen will, fragte sie nur: 'Wen?! Er ist wohl nicht aus Mystic Falls.' - Aber gut, sie steht nur auf Schlagermusik. Wer kann es ihr da verdenken.“
Mit einem freundlichen Blick wandte sie sich nun von dem Gemälde ab und blickte Kol an. Immer noch wartete sie darauf, was er wohl auf ihre Frage, was er für Musik hören würde, antworten würde.

„Ich höre eher Rock. So lange es laut genug ist und ich meine Geschwister nerven kann, ist alles in Ordnung“, sagte er zu ihr und grinste breit über sein ganzes Gesicht.
Verity fing ebenfalls an zu grinsen. „Ja, das kann ich mir vorstellen.“ Genauso etwas hatte sie bei dem Brünetten erwartet.
Kurz überlegte sie. Kannte sie irgendwelche Rockmusik? Was zählte zu Rock?
„Ich glaube, ich kenne von Rockbands nur AC/DC und Metallica“, meinte sie zu ihm. Doch dann fiel ihr ein, dass sie auch von beiden Gruppen nur ein einziges Lied kannte.

Das junge Mädchen blickte nach draußen zu dem Ball, wo leise Musik zu ihnen ins Kaminzimmer drang.
„Die Wahrscheinlichkeit bei dem Ball 'Highway to Hell' zu hören steht bei schlecht bis null.“ Wieder lächelte sie kurz. „Doch mit der Null könnte man was machen.“
Es war etwas wahrscheinlicher bei dem Ball ein Lied von Michael Bublé zu hören.
„Hat deine Schwester eigentlich so was wie einen DJ engagiert oder läuft die Musik von einer CD?“, fragte sie ihren Begleiter. Vielleicht wusste er es ja.

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BeitragThema: Kaminzimmer   Mo Sep 01, 2014 9:23 pm

Verity lächelte nachdem er meinte, das sie ihn noch nicht richtig kennen würde. Sie betrachtete ihn wieder. Kol wurde noch nie so oft von einem Mädchen beobachtet, wie von ihr. „Ja, da hast du wohl Recht.“ meinte sie dann.

Als er ihre Frage beantwortet hatte, lächelte sie ihn an. „Mit deiner Frage bist du gerade zu meinem persönlichen Helden geworden“, meinte sie. Kol lächelte sie an. „Ich fühle mich geehrt,“ meinte er. „Ich kenne nicht besonders viele Leute, die ihn kennen oder geschweige denn wissen, was er für Musik macht. Und dann tauchst plötzlich du auf und weißt sogar, wen ich meine.“ sagte sie. Der Urvampir grinste. „Als ich meiner Mutter sagte, dass ich unbedingt mal Michael Bublé treffen will, fragte sie nur: 'Wen?! Er ist wohl nicht aus Mystic Falls.' - Aber gut, sie steht nur auf Schlagermusik. Wer kann es ihr da verdenken.“ meinte sie. Kol fing an zu lachen. „'Tschuldige aber das ist gerade so lustig,“ meinte er. Schlagermusik! Das war nun mal gar nicht so seine Musik.

Verity blicke ihn an. Schließlich sagt er ihr was er für Musik hörte. „Ja, das kann ich mir vorstellen.“ erwiderte sie und grinste ihn an. Die Brünette überlegte gerade etwas. „Ich glaube, ich kenne von Rockbands nur AC/DC und Metallica“, meinte sie. Kol grinste. „Das ist nicht schlimm, wenn du willst kann ich dir meine Musik mal ausleihen,“ meinte er.

Das Mädchen blickte zu dem Ball. „Die Wahrscheinlichkeit bei dem Ball 'Highway to Hell' zu hören steht bei schlecht bis null.“ meinte sie. 'Highway to Hell' bei Rebekah' s Ball? Nein, daran glaubte er nicht. Lustig wäre es aber. Er stellte sich gerade vor, wie er, seine Geschwister und die anderen Gäste zu dem Lied tanzten. Das ganze dann natürlich in Ballkleidern und Anzügen. Der Urvampir musste sich ein Lachen verkneifen und dafür breit grinsen. „Doch mit der Null könnte man was machen.“ sagte sie. „Das denke ich auch,“ meinte er schnell. Dabei blickte er sie an.

„Hat deine Schwester eigentlich so was wie einen DJ engagiert oder läuft die Musik von einer CD?“, fragte sie. Kol dachte nach. Dann jedoch schüttelte er den Kopf. „Ich weiß es nicht,“ meinte er. Schließlich schaute er zu dem Ball und nahm sanft ihre Hand. „Wen wir gerade schon bei 'Highway to Hell' sind...,“meinte er und grinste. „Würde ich sagen, lass uns tanzen gehen! Vielleicht haben wir Glück und es wird Michael Buble gespielt,“ meinte er. Der Brünette hatte wirklich keine Ahnung was für Musik heute noch gespielt wurde.



tbc: Ballsaal

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Sep 03, 2014 10:37 am

"Ich fühle mich geehrt", meinte Kol zu Verity, als diese zu ihm sagte, er sei gerade zu ihrem Helden geworden.
Als sie dann von ihrer Mutter erzählte und ihrer Vorliebe für Schlagermusik, fing der Brünette erst an mit Grinsen und schließlich musste er auch noch lachen.
Verwirrt sah ihn das junge Mädchen an. Was war denn bitte jetzt so komisch an dem Musikgeschmack ihrer Mutter?!
"Worüber lachst du eigentlich?", fragte sie ihn.
"'Tschuldige aber das ist gerade so lustig", antwortete er entschuldigend, lachte jedoch weiter.

Witzig war an den Schlagern nun wahrlich nichts. Es war schlicht und ergreifend nur grausam. Vor allem, wenn Verity daran dachte, dass sie immer beim Frühjahrsputz ihrer Mutter helfen musste und sich dann stundenlang Boney M. anhören musste.
"Schön, dass diese Musik wenigstens einer von uns witzig findet", sagte sie mürrisch.

Da die Schülerin nicht besonders viel Ahnung von Rockmusik hatte, bot Kol ihr an, ihr seine Musik mal auszuleihen.
Ein netter Schachzug von einem Serienkiller. Vielleicht war der Brünette ja gerade mit seiner Therapie fertig und hatte ein Anti-Aggressions-Training hinter sich gebracht. Vielleicht erkannte er ja, dass es falsch war, wie Ted Bundy junge Mädchen zu töten und ihre Körperteile in der Gefriertruhe aufzubewahren.
Jedenfalls war es das, was Verity hoffte.
"Gern. Wenn du magst, kann ich dir mal 'It's Time' von Michael Bublé ausleihen. Aber ich hab auch noch andere CDs zu hause", sagte sie zu ihm.

Kol musste grinsen, als sie meinte, dass 'Highway to Hell' wohl nicht bei dem Ball gespielt wurde. Sicher stellte er sich gerade vor, dass es aber lustig aussehen würde und wie dann die Paare im Ballsaal zu dieser Rockmusik tanzen würden. Auch sie selber musste bei dieser Vorstellung grinsen.

Der Brünette hatte wohl kein gutes Verhältnis zu seinen Geschwistern, wenn er nicht mal wusste, ob seine Schwester nun einen DJ engagiert hatte oder ob die Musik von einer CD kam. Dann auch noch die Warnung, sich von seinem Bruder Niklaus fern zu halten. Mussten echt tolle Familienverhältnisse sein. Wen wunderte es da, wenn man zum Serienkiller mutierte?!
Kol nahm sachte Veritys Hand und lächelte sie an.
"Wenn wir gerade schon bei 'Highway to Hell' sind... würde ich sagen, lass uns tanzen gehen! Vielleicht haben wir Glück und es wird Michael Bublé gespielt", sagte er.

Langsam verflogen die furchtbaren Gedanken, dass dies der letzte Tag von Verity Hunt sein könnte. Also lächelte sie ebenfalls und nickte.
"Gut. Gehen wir tanzen. Wozu hab ich mich sonst so in Schale geworfen?!" Sie lachte kurz auf.
Am liebsten wäre es der Schülerin, wenn Helena Murphy GENAU mitbekam, wie sie tanzte und vor allem, mit wem.
Sollte sie doch ruhig zum Gesprächsthema Nummer 1 werden. Diese Zimtzicke würde doch ohnehin nur die Tatsachen verdrehen.
Aber das war dem Mädchen derzeit ziemlich egal.

tbc: Ballsaal

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Sa Sep 27, 2014 7:50 pm

cf: Mikaelson Mansion

Al konnte sich nicht helfen, Rebekah war schon von ihrer ersten Begegnung an ein rotes Tuch für sie, da sie einfach nur gegen sie und ihre Art, auch gegen die Werwölfe, gewettert hatte und ihr die Arroganz stetig aus jeder einzelnen Pore triefte. Ein allgegenwärtiges Leiden der Mikaelson's, wie es aussah! Genau deshalb machte es sie auch noch rasender, als plötzlich Nik auftauchte, sie grob am Arm packte - genau wie seine Schwester - und sie beide in ein angrenzendes Zimmer schubste. Es stellte sich als ein Kaminzimmer heraus und war genauso geschmackvoll eingerichtet wie der Rest des Hauses, aber das nahm die kleine Blondine gerade nicht wahr. In ihrem Kopf wütete der Zorn und auch wenn sie sie trotzdem hasste, war sie ausnahmsweise trotzdem mal einer Meinung mit der Urvampirin, als diese gegen ihren Bruder aufbegehrte, ihnen beiden wütende Blicke zuwerfend. Schließlich hatte er sie als dumme Gören und praktisch hirnlos bezeichnet! Und dazu dieser Ton! Dass sein Gebrüll nicht auch sämtliche Gäste gehört hatten, war wohl kaum zu bezweifeln!

Die Tür fiel hinter Nik ins Schloss und ließ die zierliche Hybridin kurz aufsehen, wodurch sie erkannte, dass sowohl Alex als auch die Gefährtin ihres Schöpfers ebenfalls mit im Zimmer standen. Die Anwesenheit ihres Freundes gab ihr eine gewisse Sicherheit, aber es ließ sie auch um sein Leben fürchten, denn am besten wäre es, wenn sie eine Million Kilometer zwischen Klaus und den Werwolf brächte! All diese Gedanken schossen ihr allerdings in Sekundenbruchteilen durch den Kopf, sodass sie sich im nächsten Augenblick wieder den Ursprünglichen zuwandte. Die Augen ihres Schöpfers sprühten Funken vor Zorn und bei Rebekah war es ähnlich. Die beiden Geschwister lieferten sich ein heftiges Blickduell, bevor die Blondine ebenfalls zu brüllen anfing. Das ließ den Hybriden jedoch kalt, wie es schien. Seine Miene oder seine Haltung änderte sich kein Bisschen, er stand immer noch mit zu Fäusten geballten Händen, aufeinandergebissenen Zähnen und eisigem Blick vor den beiden streitenden Frauen. Jedoch ließ sich Allison auch nicht bieten, was sie da hörte.

"WAS SOLL DAS HIER ÜBERHAUPT?! ICH bin hier bestimmt nicht die Schuldige, und das lasse ich mir auch nicht anhängen! Dieses verdammte Miststück", sie deutete auf die Urvampirin, "hat Damon entführt und ihn gefoltert! Sie ist Schuld daran, dass er seine Gefühle abgestellt hat und nun als potentielle Gefahr für die ganze Welt, insbesondere Werwölfe und deine Hybriden, Klaus, durch die Weltgeschichte läuft! Er ist nicht unter Kontrolle zu halten, wenn er so ist! Ich werde das bestimmt nicht akzeptieren, denn sie hat das nur gemacht, um mir wehzutun! Weil ihr eigenes Leben nicht interessant genug ist!"

Wutentbrannt schrie auch Al als Dritte in der Gruppe durch das Zimmer, was es schließlich tatsächlich unmöglich machte, dass nicht wenigstens die übernatürlichen Gäste alles mitbekamen. Die kleine Blondine würde zwar im Moment gerade am liebsten das ganze Haus in Schutt und Asche trampeln, aber sie hatte sich zumindest soweit im Griff, dass ihre Augen nicht mehr glühten und die Fangzähne verschwanden. Dennoch kratzte der innere Wolf an ihrer Oberfläche und sie hatte es satt, sich noch länger zu beherrschen. Allison ließ nun alles raus, was ihr bezüglich dieser abgefuckten Familie auf dem Herzen lag.

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Di Sep 30, 2014 10:49 pm

cf: Empfangshalle

So hatte er sich diesen Abend bestimmt nicht vorgestellt! Es war geplant gewesen, dass sie alle zusammen feierten, Spaß hatten und der High Society und noch ein paar anderen Mitgliedern der Stadt zu demonstrieren, wer ab sofort die Zügel in der Hand hatte. Zu Anfang hatte das ja auch noch alles prima funktioniert, aber wie er es insgeheim schon im Gefühl gehabt hatte, war der Plan durchkreuzt worden und schrecklich schief gegangen. Das Temperament von Rebekah und Allison war schon allein nicht leicht zu bändigen, aber die beiden mussten ja auch noch aufeinander treffen! Und nun standen sie hier, Rowena und der Werwolf im Hintergrund, während Nik sich mit seiner Schwester und seiner ersten Hybridin ein scharfes Blickduell lieferte. Sie alle drei kochten vor Wut, keine Frage, und es wurde geschrien, dass es schlicht unmöglich war, dass niemand sonst außer den Anwesenden in diesem Zimmer etwas davon mitbekamen. Das war eigentlich auch nicht der Sinn der Sache gewesen, als er ihre Auseinandersetzung hierher verlegt hatte!

Natürlich hatte es Bekah nicht gefallen, wie er sie und ihre Rivalin betitelt hatte, aber es sprach lediglich der Zorn aus dem Ursprüngliche, sodass es ihn nicht kümmerte und er das Geschrei beider Blondinen einfach ignorierte. Noch dazu stimmte es, was er gesagt hatte. Sie beide hatten mit ihrem Streit Aufsehen erregt und beinahe den Ball ruiniert! Das konnte und wollte er nicht dulden! Das arrogante Meckern von Rebekah ließ er genauso an sich vorbeiziehen wie das Geschimpfe von Allison, ehe er einen Schritt auf die beiden zutrat und den Blick zwischen beiden hin und her schweifen ließ, bevor er zum Sprechen ansetzte.

"Mir sind eure Gründe egal, mir ist die Vorgeschichte egal! Ich habe euch schon mal gesagt, dass ihr euch zusammenreißen sollt, und wieder habt ihr mich enttäuscht! ALLE BEIDE!"

Das war wohl das, was den Urhybriden am meisten aufregte. Man hatte gegen seine Anweisungen verstoßen, und die Betroffenen wussten wohl am besten, dass er solch eine Respektlosigkeit mehr hasste als alles andere! Er würde das nicht einfach so auf sich beruhen lassen, ob sich Allison nun an Bekah vergriffen hatte, oder ob diese sich an Damon Salvatore für ihr gekränktes Ego gerächt hatte. Das alles war zweitrangig und unwichtig! Den Blick auf seiner Schöpfung gelegt, ergriff er erneut das Wort.

"Bei Gott, mein Schwesterchen hat ein heißblütiges Temperament, das manchmal nicht einmal ich so einfach zu bändigen vermag, aber das gibt dir nicht das Recht, in der Öffentlichkeit vor den Augen von Unwissenden auf sie loszugehen! Und was dein heißgeliebter Damon macht, ist nicht unser Problem. Soweit ich weiß, hat Rebekah ihn bestimmt nicht gezwungen, den Schalter umzulegen. Dass er es getan hat und was es zur Folge hat, ist also ganz allein seine Sache. Wenn er sich an meinen Hybriden oder an Werwölfen vergreift, hat er meine Konsquenzen zu tragen! Basta!"

Nach dieser Standpauke sah Nik zu Rebekah hinüber und trat dicht vor sie, sodass er ihr den Finger unter ihr Kinn legen und es anheben konnte. Somit musste sie ihren Bruder ansehen und offenbarte unweigerlich den Schmerz in ihren Augen, den außer ihm nur noch Elijah und vielleicht Rowena erkennen konnten. Selbst wenn die Blondine dies nicht zulassen wollte! Er wusste, warum sie gekränkt war und versucht deshalb, ihr stumm zu vermitteln, dass er sein Versprechen nicht vergessen hatte. Dennoch würde er beide Frauen für ihr Verhalten bestrafen.

"Was dich angeht... Du hattest keinesfalls meine Erlaubnis dazu, dich an dem Salvatore und seinem Leid zu ergötzen. Du weißt, dass sie ohnehin schon lästig sind. Durch dein Vergehen hast du das vermutlich nur noch schlimmer gemacht und ich bezweifle, dass du mich deinen geliebten Stefan töten lässt. Andernfalls wird er dich hassen, wenn er herausfindet, was du mit seinem Bruder gemacht hast. War es das wert, Liebes?"

Das war alles, was er an Zurechtweisung für seine Schwester übrig hatte, doch mit Allison war er noch nicht fertig. Er wandte sich ihr deshalb ein weiteres Mal zu, packte sie blitzschnell am Hals und hob sie hoch, sodass ihre Füße den Boden nicht mehr berührten. Sein Blick bohrte sich in ihrer vor Schreck geweiteten Augen.

"Ich möchte ein für allemal klarstellen, dass es mir reicht, denn bisher hast du es ja offensichtlich nicht verstanden! Du überschreitest Grenzen, die ich dir gesetzt habe, und du denkst, du hättest irgendein Vorrecht, um zu tun, was du willst, aber da irrst du dich, Süße! Das letzte Wort habe ganz allein ich! Du wirst dich in Zukunft benehmen, oder du lernst mich von meiner dunkelsten Seite kennen, und denk bloß nicht, dass du mich einschätzen könntest! Was du zuvor von mir gesehen hast, war ein flauschiges Baby-Häschen dagegen, damit das klar ist! Ich habe dich schon einmal manipuliert und glaub mir, ich schrecke nicht davor zurück, es zu wiederholen!"

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Okt 01, 2014 2:21 pm

cf: Mikaelson Mansion

Wutentbrannt schrie auch Al als Dritte in der Gruppe durch das Zimmer, was es schließlich tatsächlich unmöglich machte, dass nicht wenigstens die übernatürlichen Gäste alles mitbekamen. Die kleine Blondine würde zwar im Moment gerade am liebsten das ganze Haus in Schutt und Asche trampeln, aber sie hatte sich zumindest soweit im Griff, dass ihre Augen nicht mehr glühten und die Fangzähne verschwanden. Dennoch kratzte der innere Wolf an ihrer Oberfläche und sie hatte es satt, sich noch länger zu beherrschen. Allison ließ nun alles raus, was ihr bezüglich dieser abgefuckten Familie auf dem Herzen lag.
Allison begann ebenfalls zu schreien und Rebekah hätte am liebsten einfach den Raum verlassen. Dieses Drama war ihr gerade mehr als zu blöd und wenn ihr Bruder dachte, dass er der Einzige war, der sich die Situation nicht so gewünscht hatte, hatte er sich geschnitten. „Mir sind eure Gründe egal, mir ist die Vorgeschichte egal! Ich habe euch schon mal gesagt, dass ihr euch zusammenreißen sollt, und wieder habt ihr mich enttäuscht! ALLE BEIDE!" entgegnete Nik wutentbrannt und jagte seiner Schwester damit einen Schauder über den Rücken. Keinen Schauder vor Angst oder Schreck, nein, vor Enttäuschung. Dass er wirklich die Frechheit hatte – nach ihrem Gespräch – die beiden auf eine Stufe zu stellen, war mehr als nur kränkend für die blonde Ursprüngliche. Kurz sah sie zu Rowena, welcher es mehr als deutlich anzusehen war wie unbehaglich sie sich fühlte und so gern Bekah darauf Rücksicht genommen hätte, war das in diesem Augenblick nicht möglich.

In der Zwischenzeit wandte sich Nik an die kleine Hybridin und schenkte ihr einen mehr als giftigen Blick. Zufrieden hörte sie zu wie er seine misslungene Schöpfung zurecht wies und ihr erklärte, dass Damon Salvatores Zustand allein seine Sache war und ihn nicht im Geringsten interessierte. Allisons Miene verzog sich von Sekunde zu Sekunde mehr, schlussendlich befürchtete Bekah schon, dass sie noch vor Zorn platzen würde – eine Vorstellung, die ihr eigentlich ganz gut gefiel! Bevor sie sich allerdings wirklich freuen konnte, wandte sich Nik ihr zu und trat so dicht an sie heran, dass nur mehr wenige Zentimeter ihre Nasenspitzen trennten. Rebekahs Körper spannte sich unwillkürlich ein Stück weit an, als er den Zeigefinger an ihr Kinn legte und es so weit anhob, dass die Ursprüngliche gar keine andere Wahl hatte als ihm direkt in die Augen zu sehen. Während sie damit beschäftigt war die Kränkung in ihren Augen mit Stolz zu kaschieren, schaffte ihr Bruder es sie innerhalb einer Sekunde zu durchschauen und ihr keinen Augenblick später die stillschweigende Versicherung zu geben, sein Versprechen nicht vergessen zu haben. Unmerklich atmete sie erleichtert aus und streckte nun von selbst ihr Kinn, mit hochgezogener Augenbraue in die Höhe.

"Was dich angeht... Du hattest keinesfalls meine Erlaubnis dazu, dich an dem Salvatore und seinem Leid zu ergötzen. Du weißt, dass sie ohnehin schon lästig sind. Durch dein Vergehen hast du das vermutlich nur noch schlimmer gemacht und ich bezweifle, dass du mich deinen geliebten Stefan töten lässt. Andernfalls wird er dich hassen, wenn er herausfindet, was du mit seinem Bruder gemacht hast. War es das wert, Liebes?" Niks Stimme war weder hasserfüllt noch sonderlich streng, Bekah war klar, dass er seine Worte ernst meinte aber zumindest vermittelte er diese in angemessenem Tonfall. Die Blonde kräuselte ihre Lippen und zuckte die Schultern: „Es hat Spaß gemacht, Nik… du kannst mir nicht jede Form von Freude in dieser Stadt verbieten, sonst langweile ich mich noch und wir wissen alle was dann geschieht!“ entgegnete sie schmollend, grinste dann jedoch gegen Ende hin und legte ihre Hand sanft auf seine, welche immer noch hinter ihrem Kinn ruhte. „Tatsächlich war es jede Sekunde wert, aber nie war es mein Ziel gewesen dich damit zu verärgern, liebster Bruder“ sagte sie mit butterweicher Stimme und legte den Kopf leicht schief. Das hier würde in keinem Streit zwischen den beiden Urvampiren ausarten und allein diese Erkenntnis beruhigte Rebekah enorm. Genau das hier hatte sie gewollt, sie wollte Allison zeigen wie nahe sie beide sich waren, was über eintausend Jahre des Zusammenhalts ausrichten konnten und wie wenig sie hier zu sagen hatte – wie es aussah, schien sie zu bekommen was sie wollte. Nik machte ein weiteres Mal kehrt, dieses Mal war sein Blick jedoch nicht giftig, nein, er war nahezu tödlich und Rebekah wusste schon Sekunden vorher was geschehen würde – ihr Bruder zeigte wer hier der König war. Innerhalb eines Wimpernschlags änderte sich Niks Miene, entspannte Miene wechselte zu Wutentbrannter und so schnell wie es nur einem Ursprünglichen möglich war, packte Nik die kleine Hybridin am Hals und hob sie ohne zu zucken in die Luft. Der Köter hinter ihnen flippte beinahe völlig aus – ein Bild für Götter!

Niks Ansprache war eiskalt und in Rebekahs Augen mehr als angemessen! Ein zufriedenes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, während sie die Arme vor der Brust verschränkte. „Du könntest noch den Punkt erwähnen, der besagt, dass es eine ganz schlechte Idee ist deine heißgeliebte Schwester zu beschimpfen oder sie anzugreifem“ sagte sie dann, mit ernster Miene und trat einen Schritt auf die beiden zu. Dann schenkte sie ihre Aufmerksamkeit dem nicht eingeladenen Flohpelz: „Denk nicht einmal daran einzuschreiten, du bist schneller tot als du Allisons Namen schreien kannst und glaub mir das wird alles andere als schmerzfrei!“


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Rowena De Vere
Vampire
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Okt 01, 2014 7:03 pm

Cf: Empfangshalle

Am liebsten würde Rowena das Weite suchen. Sie hasste Streit und Nik kam gerade richtig in Fahrt. Die kleine Blonde brüllte ebenso herum und spielte sich auf. Was nahm sie sich heraus, Nik derart anzugehen und sich auch mit einer Urvampirin anzulegen? Besaß sie denn keinerlei Anstand. Sowohl Nik als auch Bekah konnten die Blonde in der Luft zerreißen. Wenn es stimmte, dass Rebekah einen anderen Vampir gefolterte hatte, widersprach das absolut Rowenas Harmoniebedürfnis. Sie verstand nicht, wie man jemanden foltern konnte und einem anderen solche Grausamkeiten antun konnte, aber genauso wenig verstand sie die Dummheit der Hybridin, die sich mit zwei Mikaelsons anlegte. Es war Allison anzumerken, dass sie am leibsten alle, außer den Werwolf vermutlich, angegriffen hätte. Ihre Augen nahmen eine orangegoldene Farbe an.

Nik faltete die beiden Streitenden zusammen, nahm aber seinen Abkömmling wesentlich strenger ins Gericht als seine Schwester. Ihr wurde ihr Platz klar zugewiesen und man konnte den Eindruck gewinnen, dass sie ihren höheren Standpunkt im Vergleich zu den anderen beiden Hybriden verloren hatte. Rowena drückte sich mit dem Rücken an die Wand und umklammerte ihren Oberkörper. Sie zitterte ganz leicht und Panik spiegelte sich in ihren grünbraunen Augen wieder. Sie hasste es, wenn Nik sich so gab. Es war beängstigend. Konnte man Streit nicht geregelt lösen, ohne dass man herumschrie und sich gegenseitig an die Gurgel ging. Die Blonde hing in der Luft und konnte sich nicht wehren. Die Prinzessin hatte auch schon mehrmals so hilflos in der Luft gehangen. Lord Redvers war nicht zimperlich gewesen.

„Nik...“, ihre Stimme war selbst für einen Vampir kaum hörbar und sie war sich auch nicht sicher, ob er sie hören konnte in seiner Wut. Er sollte aufhören. Am liebsten würde Rowena das Weite suchen, einfach nur vor dem Streit davonrennen, weil sie es nicht ertrug, wenn man sich anschrie und handgreiflich wurde.

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Alex Hutson
Werewolf
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Okt 01, 2014 7:42 pm

Auch wenn Alex verstand, dass es beide Giftspritzen von Blondinen verdient hatten, in ihre Schranken gewiesen zu werden und dass nur so eine Person wie Niklaus Mikaelson dazu in der Lage war, da er einfach die nötige Kraft und Macht hatte, diese beide mächtigen Wesen zu bändigen. So hieß er es dennoch nicht gut, wie hart er gegenüber Allison war. Sie war vielleicht nicht unschuldig, aber jeder machte Fehler und sie war doch seine ach so geliebte Schöpfung. Und dass er seine Hochnäsigkeit von Schwester verhältnismäßig glimpflich davonkommen ließ, passte ihm nicht. In seinen Augen und nach seinem Wissensstand, hatte sie mehr verbockt, als seine kleine, süße Zicke. Aber man sah wieder mal, dass Blut dicker war, als Wasser. Es war zum Kotzen.

Auch wenn Alex vor Wut brodelte, so hielt er sich dennoch im Hintergrund. Er konnte die Mikaelsons noch nicht einschätzen und sich jetzt einzumischen, war glatter Selbstmord. Und er würde seine Körperteile und sein Leben noch brauchen, würde man Allison auch nur einen Schritt zu nahe kommen. Sein Augenmerk lag auf seine kleine Blondine und nahm genau darauf Acht, was mit ihr passierte. Die Arme verschränkt und die Kieferknochen vor Wut mahlend, die Mikaelsons scharf anschauend und im Prinzip auf dem Sprung.
Es war noch ein Vampir anwesend. Klein, zierlich, geradezu gebrechlich hielt sie sich genauso zurück, wie Alex. Doch war sie nicht wütend, nein. Sie wirkte eher, als hätte man sie persönlich auf einer Streckbank gefesselt. Welche Rolle sie genau spielte, wusste er nicht. Aber sie schien wichtig zu sein, wenn sie ebenfalls anwesend war.

Es wurde geschrien, getadelt und beleidigt. Jeder zeigte, was er konnte und jeder versuchte, jeden zu übertrumpfen. Ein Kampf der Titanen: Die bebusten Titaninnen gegen den Obermacker Mikaelson mit dem Möchtegern-Lorbeerkranz auf dem Kopf. Sinnbildlich gesprochen.

Doch mitmal änderte sich alles und die selbst auferlegte Zurückhaltung wurde Schnee von gestern. Niklaus widmete sich erneut Allison. Doch dieses Mal ging er handgreiflich gegen sie vor, packte sie am Hals und hob sie problemlos hoch, so dass sie den Boden unter den Füßen verlor.
Die so sorgsam unterdrückte Wut riss sich quasi von seiner Kette los und Alex kannte keine vornehme Zurückhaltung mehr.

„Denk nicht einmal daran einzuschreiten, du bist schneller tot als du Allisons Namen schreien kannst und glaub mir das wird alles andere als schmerzfrei!“

Diese Rebekah war nicht dumm und wusste genau, was in Alex vorging, als er einige Schritte nach vorne schnellte. Er hielt einen Moment inne und schenkte dem billigen Abklatsch namens Rebekah einen wütenden, abwertenden Blick. Ein Knurren entwich ihm und seine Augen leuchteten gelb auf.

"Sagt das kleine hässliche Entlein, das sich hinter dem Satansrücken ihres Bruders versteckt und wie ein kleines Kind mit dem Finger auf andere Leute zeigt und petzt. Peinlicher gehts nicht", erwiderte er drohend mit tiefer Stimme und ignorierte sie. Auch, wenn sei Vorhaben todesmutig war und er es vermutlich wirklich mit seinem Leben bezahlen würde. Aber er würde nicht tatenlos zusehen, wie man derart rüpelhaft mit seiner Allison umging. SEINER Allison!

Er beachtete die Urhybridin nicht weiter und überwand einfach die letzten Schritte, schnellte im letzten Moment vor und packte mit hartem Griff Niklaus' Handgelenk, das widerrum Allison gepackt hielt. Wütend und unbeeindruckt knurrte er Niklaus laut an und packte nur noch härter zu. Ihm würde es nicht schaden, aber Alex tat das gerade unglaublich gut.

"Es reicht!", brüllte er ihn ganz in Wolfsmanier an und funkelte ihn mit hellen gelben Augen an, die Zähne gebleckt.
"Sie hat's begriffen. Lass sie los!"

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Kaminzimmer

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