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 Kaminzimmer

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Allison Maxwell
Hybrid
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Okt 01, 2014 8:09 pm

Was gerade auf sie zukam, hatte der impulsive Blondschopf nicht bemerkt, als sie losgewettert und ihrem Zorn Luft gemacht hatte. Ihre Schimpftirade war - zugegeben - sehr erleichternd und sie fühlte sich danach besser, doch was die Reaktion ihres Schöpfers anging, war sie vollkommen überrumpelt, verstand sie nicht. Er machte sie vor allen Anwesenden zur Sau, fasste sein ach so geliebtes Schwesterherzchen aber mit Samthandschuhen an! Das brachte Allison beinahe wieder zum Explodieren, doch noch bevor sie etwas sagen konnte, wandte sich Klaus ihr wieder zu und packte sie mit unvorhersehbarer Schnelligkeit am Hals, nur um sie im gleichen Augenblick hochzuheben und sie den Boden unter den Füßen verlieren zu lassen. Schlagartig wurde ihr die Luft abgeschnitten und sie röchelte, fasste an die Hand, die sie mit eisernem Griff festhielt, doch sie hatte keine Chance, diese auch nur einen Millimeter zu lösen. Die Kälte in den Augen ihres Peinigers erschreckte sie, ließ ihr eisige Schauer über den Rücken laufen, und tatsächlich schlich sich so etwas wie Angst ein. So war der Ursprüngliche bisher noch nie mit ihr umgegangen, im Gegenteil, er hatte sie immer eher in Schutz genommen, anstatt sie zu bestrafen, doch das hier war vollkommen anders. Seine Worte brannten sich in ihr Innerstes, und Al musste schwer schlucken, was ihr kaum gelang dank der Hand an ihrer Kehle.

Zuerst hatte sie die Augen fest zusammengepresst, vermutlich war das ein Reflex, doch als sie sie wieder öffnete, schweifte ihr Blick von einem furchteinflößenden Nik zu einer offensichtlich zufriedenen Rebekah, bis er das kleine Häufchen Elend, das die Gefährtin ihres Schöpfers in jenem Moment abgab, fand. Sie hatte sich an eine Wand gelehnt, umfasste ihren Oberkörper und ihr ganzer Körper strahlte panische Angst aus. Sie kam mit der Situation eindeutig nicht klar, und vermutlich wollte sie gerade nichts lieber tun als das Weite zu suchen. Zu den eben genannten Dingen hatte sie nämlich auch nicht ein einziges Wort gesagt. Dann sah sie Alex, der ebenso vor Wut zu zerbersten schien. Zuvor hatte sie ihn noch mit ihrem Blick angefleht, dass er sich bitte zurückhalten sollte, es sogar musste, doch er konnte nicht mehr. Seine aufleuchtenden Augen starrten wie gebannt auf seine Begleitung für dieses misslungene Fest und was man mit ihr anstellte, als er schlussendlich auch eingriff. Mit tränennassen Augen suchte Allison dabei seinen Blick, womit sie ihn erneut dazu anhalten wollte, jetzt nichts Dummes zu tun, aber sie hatte keine Chance.

Warum auch immer wurde der Griff um ihren Hals daraufhin irgendwann leichter, bis der Druck ganz verschwand und die zierliche Hybridin mit voller Wucht zu Boden fiel, wo sie sich an ihre geschundene Kehle fasste und heftig hustete. Das alles ließ sie jedoch nur für wenige Augenblicke zu, denn dann bemerkte sie, wie Klaus den Werwolf in der Runde ins Visier nahm. Noch dazu war seine ekelhaft selbstgefällige Schwester auch noch näher getreten. Das bedeutete zu große Gefahr, als dass sie es einfach ignorieren könnte. Innerhalb eines Sekundenbruchteils stand sie also vor Alex und schirmte ihn mit ihrem, soweit es überhaupt möglich war, im Vergleich zu seinem winzigen Körper ab, sah direkt hoch in die Augen ihres Schöpfers.

"Es mag ja sein, dass du mich in meine Schranken weisen willst, aber kann nichts dafür. Fass ihn nicht an!"

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Niklaus Mikaelson
MODERATOR | Original Hybrid
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Okt 01, 2014 8:23 pm

Wie erwartet und auch gewünscht hatte er sein Schwesterchen beruhigt und ihr in die Karten gespielt mit seiner Reaktion, doch es war nicht rein für sie gewesen. Er empfand wirklich so, schließlich untergrub es seine Autorität, wenn er sich immer wieder diese Dreistigkeiten von Allison bieten ließ. Es reichte ihm schlicht und einfach, und nun hatte sie eben die Konsequenzen zu tragen! Sein Griff um ihren Hals war fest, unerbittlich und er drückte immer mehr zu, ergötzte sich an der Angst und dem Leid seiner Schöpfung, denn sie sollte sehen, dass er hier die Fäden in der Hand hielt. Hinter ihm trat Rebekah näher, das konnte er genau hören, und sie fügte noch etwas zu seiner Rede von eben an, das er ihres Erachtens wohl ausgelassen hatte, was allerdings von Bedeutung zu sein schien. Natürlich gefiel es ihm nicht, dass jemand sein eigen Fleisch und Blut anfasste, aber in dem Fall hatte sich Bekah ja sehr hervorragend selbst helfen können! Dennoch würde er keinen weiteren solchen Vorfall dulden! Seine Miene, die grinsend der blonden Ursprünglichen zugewandt war, als sie gesprochen hatte, wandte sich daraufhin wieder Al zu, woraufhin der Hybrid anfügte:

"Wie du schon so deutlich von meiner Schwester gehört hast, wirst du in Zukunft unterlassen, die Hand an sie zu legen. Wenn ich es ihr erlaube, wird sie dich in der Luft zerreißen, bevor du um Hilfe schreien kannst. Pass also besser auf, bei wem du Öl ins Feuer gießt. Ich weiß, dass du es ohnehin nicht tun würdest, aber du würdest nicht mal an Rebekah rankommen, wenn du dich freiwillig für mich opfern würdest. Sie war mir in den letzten 1000 Jahren mehr als nur eine Schwester und glaub mir, bevor ich sie aufgebe, würde ich die ganze Welt opfern."

Nach dieser klaren Ansage trat das tapfere Schoßhündchen seiner Kreatur auf den Plan und wagte es doch tatsächlich, ihn anzufassen, wollte ihm erklären, dass es nun genug war. Das entlockte Nik jedoch bloß ein abschätziges Schnauben und wieder schlich sich ein Grinsen auf seine Lippen, als er Allison losließ und sich ihm zuwandte.

"Mein Freund, du hast ja keine Ahnung, was du hier für ein Risiko eingehst. Merke dir eins: Ich sage, wann es genug ist, und ich entscheide, wie ich mein Eigentum zu behandeln und zu bestrafen habe. Ohne mich gäbe es dieses Mädchen, dem du so eindrucksvoll sabbernd hinterherschwänzelst, gar nicht! Geh mir also lieber aus den Augen, bevor ich das Zimmer mit deinem Blut streiche!"

Der Ursprüngliche war sich sicher, dass der Fremde sich an diese Warnung halten und verschwinden würde, doch gerade als er sich zu Rowena umdrehen wollte, erkannte er aus dem Augenwinkel, dass der Werwolf keineswegs vorhatte zu gehen, und noch dazu war seine erste Hybridin wieder auf die Beine gekommen und beschützte ihren Freund erneut. Ein Lachen entkam ihm, dann trat er ganz nah an den kleinen Blondschopf heran, sodass sich beinahe ihre Nasenspitzen berührten, als er erneut das Wort ergriff.

"Du hast vor nicht einmal fünf Minuten am eigenen Leib erfahren, was geschieht, wenn du mich verärgerst, und das war nur eine Kostprobe, nichts im Vergleich dazu, wenn ich wirklich wütend auf dich werde. Du willst dich mir also jetzt nicht ernsthaft in den Weg stellen und dein Leben, das du nur meinetwegen noch hast, so einfach wegwerfen, oder? Ich habe dich erschaffen, ich kann dich genauso schnell wieder vernichten, Liebes!"

Sein ernster, drohender Blick glitt von Allison zu dem stämmigen Kerl hinter ihr und vermittelte diesem, dass wenigstens er nicht so bescheuert sein und hier weiter den starken Mann markieren sollte. Für sie beide wäre es im Moment wirklich das Beste, wenn sie einfach gehen würden!

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Rebekah Mikaelson
Original
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   So Okt 05, 2014 6:19 pm

Rebekah sah den Wolf abschätzend an und fragte sich was er hier überhaupt verloren hatte. Er plusterte sich auf, tat so als hätte er irgendetwas auszurichten und spielte sich als den großen Beschützer auf, vermutlich nur um bei Allison einen guten Eindruck zu machen. Rebekah schüttelte verständnislos den Kopf, was fanden die Männer nur an dem billigen Stück?! Sie hatte weder Klasse, Stil noch Anstand und von ihrer penetrant aufmüpfigen Art wollte sie gar nicht erst anfangen!„Du solltest aufpassen wie du sprichst, immerhin bist du der Einzige in dem Raum der tatsächlich stirbt wenn man ihm das Genick bricht“ erwiderte sie schließlich und zog provokant eine Augenbraue nach oben. Tatsächlich war das allerdings noch nicht alles was das pelzige Flotier zu bieten hatte. Mit aufgeblähten Nasenlöchern, zu Fäusten geballten Händen und hervorragenden Adern stapfte er auf Nik zu, packte ihn am Arm und schrie ihm mit gelb leuchtenden Augen Befehle entgegen seine kleine Freundin nun endlich runter zu lassen. Genau diese hing nämlich immer noch einen halben Meter über dem Boden und der Anblick wie sie nach Luft schnappte und panisch zwischen den zwei Männern hin und her blickte war unbezahlbar. Jetzt wo sie das hier so betrachtete, bemerkte die Blonde erst wie perfekt die beiden für einander waren – arrogant, überheblich und der dummen Überzeugung, dass sie gegen Nik und sie tatsächlich etwas ausrichten konnten.

Bevor all das geschah, hatte Nik jedoch noch ein paar Worte an Allison gerichtet – Worte, welche sich warm um Bekahs Herz legten und ihr für eine Sekunde ein liebevolles Lächeln auf die Lippen zauberte. Nik hatte sein Versprechen wirklich gehalten und nicht nur das, er hatte es ohne Zweifel klar gemacht wie sehr er seine Schwester liebte und das war mehr als sie sich erhofft hatte.

Der Ursprüngliche lockerte seinen Griff und keine Sekunde später prallte Allisons schlaffer Körper am Boden auf und verursachte einen lauten Rumps. Viel lauter war allerdings ihr schneller Atem, das Hecheln welches jedem einzelnen in dem Raum zeigte wie schmerzhaft der feste Griff Niks gewesen sein musste. Zufrieden trat Rebekah einen Schritt vor, direkt an die Seite ihres Bruders. Kurz legte sie ihre Finger um seine Hand und drückte diese; zeigte ihm wie viel ihr das hier bedeutete, wie sehr sie ihn liebte und wie dankbar sie war, doch es zeigte auch, dass sie eine Einheit waren, unbesiegbar und unzertrennlich. Einen Augenblick später ließ sie wieder los und betrachtete mit schief gelegten Kopf die kleine Hybridin. Ihre Lippen zierte ein diabolisches Lächeln, ihre Augen funkelten vor Triumph - der Sieg war ihr förmlich ins Gesicht geschrieben!

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Rowena De Vere
Vampire
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   So Okt 05, 2014 7:21 pm

Am liebsten würde die kleine Prinzessin schreien und weglaufen. Die Situation gefiel ihr absolut nicht. Sie mochte die Hybriden nicht, aber deswegen war sie dennoch gegen Gewalt und Nik spielte im Moment ganz klar seine Macht gegen andere aus und damit kam sie nicht klar. Konnte er denn seine Ansichten denn nicht anders vertreten als auf die Art, dass er die Blonde in der Luft halb erwürgte. „Hör auf, Nik... Hört alle auf...“, flüsterte sie, aber keiner nahm sie wahr oder schenkte ihr Beachtung. Blanker Horror spiegelte sich in ihren Augen wieder. So hätte dieser Abend nicht enden dürfen. Es hatte alles so schön begonnen. Das Haus war wunderschön geschmückt aus, Glamour bis hin zur Vollendung. Ihre eigenem Ziele hatte sie auch erreicht.sie hatte mit Caroline und den Jägern sprechen können und keines der Gespräche war blutig geendet.

Aber jetzt? Alles war verdorben und die Panik, die von ihrer eigenen Geschichte herrührte, nahm sie immer mehr gefangen. Die Tatsache, dass Nik die Hybridin zu Boden fallen ließ und sie damit frei ließ, änderte auch nichts an der Sache. Sie hustete erbärmlich, denn auch wenn sie nicht sterben konnte, wenn sie eigentlich ersticken müsste, so war es keinesfalls angenehm. In Rowenas Kopf vermischte sich Realität und ihre Vergangenheit. Es war seltsam. Zum einen konnte sie messerscharf die Situation analysieren, zum anderen sah sie vor ihrem inneren Augen aber auch immer wieder sich selbst, wie sie auf ganz ähnliche Weise von ihrem Exmann misshandelt wurde.

Der Werwolf mischte sich ein und wenn er weiter ging, würde er nicht mehr lange atmend vor ihnen stehen. Nik machte keine halbe Sachen. Seine Drohung sollte man durchaus ernst nehmen. Auf Rebekahs Gesicht zeichnete sich Zufriedenheit ab. Sie sah sich als Siegerin in der Konfrontation mit Allison. Rowena hingegen zitterte am ganzen Körper. Sie wusste, wie mächtig die Urvampire waren und welche Macht sie besaßen. Weder Nik noch Rebekah waren brave Lämmchen, sie waren Raubtiere und zögerte nicht, ihr Opfer zu zerstören. Die kleine Engländerin war in diesem Punkt völlig anders. Sie hasste Gewalt und ging ihr nach Möglichkeit aus dem Weg. Jetzt musste sie jedoch hierbleiben. Sie war Niks Verlobte und musste somit hinter seinen Handlungen stehen, auch wenn es sie gerade innerlich zerriss. Ihre Augen brannten vor unvergossener Tränen, aber sie verbot ihnen zu fallen.

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Alex Hutson
Werewolf
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Okt 08, 2014 6:57 pm

Alex kochte vor Wut und es fiel ihm nur schwer, sich zusammen zu reißen. Dieses arrogante Pack von sogenannten Ursprünglichen. Sie dachten, sie wären etwas Besseres, dass sie über das Leben aller bestimmten und dass jegliches Recht auf dieser Welt ihnen gehörte. Sie waren widerlich und skrupelos. Alex hatte in seinem Leben schon so manchen Hass verspürt, aber in so mancher Hinsicht setzte das alles hier dem die Krone auf. Sein Wunsch, diesem Treiben ein Ende zu setzen, war stärker als jemals zuvor. Und er würde diesem Pack ein Ende setzen und die Werwölfe und all die anderen von dieser Plage befreien.

Doch zunächst galt es, Allison zu helfen. Seiner kleinen Allison, die seine Meinung teilte und diese vertrat. Nur, dass sie eben das Problem hatte, unter dem direkten Scheffel von Nik zu stehen.
Er hatte das Problem nicht und selbst im Angesicht des Todes würde er noch für seine Ansicht einstehen. Vermutlich brachte ihn gerade seine Wut dazu, so weit zu gehen. Vernunft hatte da nicht mehr viel Platz.

Rebekahs Worte tat er mit einem wütenden Blick und einem abfälligen Schnauben ab.
"Ist das das einzige, was ihr könnt? Mit dem Tod drohen? Lass dir was Besseres einfallen, Dummchen, um mir auch nur ansatzweise weiche Knie zu bescheren!", knurrte er zurück, ehe er sich an Nik wandte und ihn schlussendlich aufhielt.

Das ihm das nicht passte, war deutlich. Genauso wenig passte es Allison. Sie hatte nichts sagen können, aber ihre tränennassen Augen sagten deutlich, dass ihr seine Aktion nicht gefiel und sie um ihn bangte. Aber das juckte ihn momentan nicht. Er konnte sich alleine wehren und er hörte nicht wie ein Hündchen auf Befehle und Kommandos.


"Mein Freund, du hast ja keine Ahnung, was du hier für ein Risiko eingehst. Merke dir eins: Ich sage, wann es genug ist, und ich entscheide, wie ich mein Eigentum zu behandeln und zu bestrafen habe. Ohne mich gäbe es dieses Mädchen, dem du so eindrucksvoll sabbernd hinterherschwänzelst, gar nicht! Geh mir also lieber aus den Augen, bevor ich das Zimmer mit deinem Blut streiche!"

Mit schnellem Blick verfolgte er, wie Nik Allison losließ und er beugte sich schon zu ihr hinab, aber da schnellte sie schon hoch und schob sich wie eine schützende Wand zwischen ihn und Nik. Wieder drohte sie ihm, ihn in Ruhe zu lassen und wieder bekam Allison seinetwegen den Ärger von Niklaus ab.

Alex war noch immer wütend. Ihm passte die Bagage der Mikaelsons nicht und es passte ihm nicht, dass Allison meinte, ihn ständig beschützen zu müssen. Er konnte sich durchaus alleine verteidigen. So stand er da wie das schwanzwedelnde Schoßhündchen!
Als Nik sich drohend zu Allison beugte und ihr erneut einige Takte erzählte, schob er Allison bestimmt zur Seite und stellte sich nun seinerseits dicht vor Niklaus und sah ihn wütend aus gelben Augen und mit verhärtete Miene an.

"Unterschätze mich nicht. Ich bin weder das Schoßhündchen von Allison, noch bin ich der Typ, der auf die Befehle von Möchtegern-Schurken hört. Allison mag vielleicht aus deiner Blutlinie stammen, aber ich tue es nicht. Und glaub mir, wenn ich sage, dass ich nicht wie ein zahmes Wölfchen vor dir kuschen werde. Du solltest dir überlegen, wen du dir zum Feind machst", sagte er ebenso drohend.
Erst dann trat er einen Schritt zurück, nahm Allisons Hand und zog sie bestimmt an seine Seite, ohne Niklaus aus den Augen zu lassen.

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Allison Maxwell
Hybrid
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Okt 08, 2014 7:57 pm

Al konnte nicht verhindern, dass ihr Herz vor Angst raste, doch sie hatte keine Angst vor Rebekah, wie sie es vielleicht gerne hätte. Sie hatte auch keine Angst vor Nik, obwohl seine Worte eigentlich das Gegenteil bewirken müssten. Schließlich bezeichnete er sie als sein Eigentum und gestand ganz offen, dass er mit ihr tun konnte und auch würde, was er wollte. Nein! Die einzige Angst der kleinen Blondine galt dem Werwolf, den sie hier zu beschützen versuchte. Sie spürte seine harte Brust in ihrem Rücken nur zu deutlich, sodass sie ganz genau fühlte, wie er sich anspannte und beinahe die Beherrschung verlor. Schön, sie hatte Alex versprochen, dass sie ihn nicht mehr bevormunden und übergehen würde, aber in dieser Sache konnte sie einfach nicht anders! Der muskulöse Dunkelhaarige glaubte, er wäre stark und könnte kämpfen, aber im Angesicht zweier Urvampire, die sie beide hassten, wäre er innerhalb von Sekundenbruchteilen tot. Genicke brachen leicht!

Bei der Drohung gegenüber dem Werwolf hinter ihr lief es Allison eiskalt den Rücken runter. Aufgrund der gegenwärtigen Situation und der jüngsten Ereignisse zweifelte sie nämlich keine Sekunde daran, dass Klaus sofort ernst machen würde! Er spielte hier nicht mit ihnen, wie man es von ihm kannte, er würde sie beide auslöschen, einfach so, nur weil er es konnte. Darum war es für sie auch so wichtig, dass ihr Freund jetzt die Füße still hielt. Sie musste es ja auch, verdammt! Al war ebenfalls von Wut und Zorn erfüllt, fühlte alles sogar noch intensiver, weil sie zur Hälfte Vampir war, aber auch sie hielt sich im Zaum, durfte die Kontrolle unter gar keinen Umständen verlieren!

Entgegen ihrer Bitten und trotz der vielen Drohungen gegen ihn entschied sich der Dunkelhaarige jedoch gegen ihre Ratschläge und trat hinter Al hervor. Mit hocherhobenem Haupt und leuchtenden Augen, voller Rage trat er dem Ursprünglichen vor sich entgegen und begegnete sogar in den Augen des sonst so aufmüpfigen kleinen Blondschopfes der Gefahr zu leichtsinnig, indem er Nik ganz offen angriff, wenn auch nur mit Worten, dann trat er einen Schritt zurück, fasste seine Begleitung für diesen katastrophalen Abend an der Hand und zog sie an seine Seite. Zwar fühlte sich Allison geschmeichelt und wusste es zu schätzen, dass Alex sie schützen und verteidigen wollte, aber das war leichtsinnig. Vor allem, da nur einen Augenblick später der Zorn in die Züge ihres Schöpfers trat und die Hybridin nur noch das Schlimmste vermutete.

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Niklaus Mikaelson
MODERATOR | Original Hybrid
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Okt 08, 2014 8:18 pm

Er fühlte sich gut. Nik fühlte sich wirklich wunderbar! Seit langem hatte er mal wieder so richtig auf den Tisch gehauen und klar gemacht, wer hier das Sagen hatte. Nebenbei hatte er seiner Babyschwester dabei Honig ums Maul geschmiert, sodass sie ihn wieder mit Herzchen in den Augen ansah und bedingungslos lieben konnte. Es lief prima, was ihm der versteckte, leichte Händedruck voller Zuneigung sagte. Das dazugehörige Lächeln von Bekah konnte deren Bruder zwar nicht sehen, aber er wusste dennoch, dass sie zufrieden war. Sein Augenmerk galt gerade viel eher Allison und dem lächerlichen Vieh, das ihr so offensichtlich am Rockzipfel hing. Der kleine Blondschopf hatte Angst vor ihm, das roch er sofort, aber außer dass sie ein wenig zurückzuckte, als er ihr drohte, zeigte sie keine Reaktion, hielt dennoch die Stellung als Schutzschild vor dem Werwolf. Dieser hingegen hatte eindeutig genug, sodass er sie ganz plötzlich zur Seite schubste und eingriff. Zumindest glaubte er das, wobei er für die Drohung gegenüber Rebekah ein tiefes, ernstzunehmendes Knurren von ihm erntete.

"Unterschätze mich nicht. Ich bin weder das Schoßhündchen von Allison, noch bin ich der Typ, der auf die Befehle von Möchtegern-Schurken hört. Allison mag vielleicht aus deiner Blutlinie stammen, aber ich tue es nicht. Und glaub mir, wenn ich sage, dass ich nicht wie ein zahmes Wölfchen vor dir kuschen werde. Du solltest dir überlegen, wen du dir zum Feind machst."

Dazu diese gefährlich leuchtenden Augen, die Nik jedoch absolut kalt ließen! Er brauchte sich nach Mikaels Verschwinden vor etwa 15 Jahren vor nichts und niemandem mehr fürchten! Das war absolut lächerlich! Genau deshalb rang ihm jenes Verhalten auch bloß ein Schnauben ab, bevor er innerhalb eines Sekundenbruchteils so dicht vor dem Dunkelhaarigen stand, dass er seinen Atem im Gesicht spüren konnte. Dabei leuchteten seine Augen auf und er entblößte die Fangzähne, als seine Hände auch schon den Kragen seines Gegenübers packten.

"Denkst du tatsächlich, dass ich auch nur das Geringste darauf gebe, was du willst? Mich lassen deine Wünsche kalt und wenn du mir weiter in die Quere kommst, töte ich dich einfach. Dann habe sicher nicht nur ich ein Problem weniger."

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Rebekah Mikaelson
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Sa Okt 11, 2014 8:13 am

Rebekah sah im Augenwinkel Rowena wie sie ihren kleinen Körper gegen die Wand presste. Sie sah verzweifelt aus und vor allem überfordert, in jeder anderen Hinsicht wäre Bekah zu ihr gegangen, hätte ihr geholfen und das Treiben, welches ihr Kummer bereitete, unterbrochen, doch hier durfte keine Schwäche gezeigt werden. Sie mussten stark sein und diese Stärke auch repräsentieren, die Blonde hätte sich erhofft, dass Row da hinter ihnen stehen würde, doch dem war ganz und gar nicht so. In Wahrheit hatte sie aber auch keine Ahnung wie schlimm es in diesem Augenblick wirklich in der Verlobten ihres Bruders aussah und so stand sie ohne Bedenken weiter an Niks Seite und warf den beiden Kötern vernichtende Blicke zu. Alles was sie an den beiden sah war absolute Dummheit und falsch platzierte Arroganz, eine Kombination die wie sie fand mit dem Tod bestraft werden sollte.

Rebekah trat von einem Fuß auf den anderen und verschränkte die Arme vor der Brust. Der Wolf wurde von Sekunde zu Sekunde wütender, seine Augen färbten sich gelb, seine Hände waren sie angespannt, dass das Weiß der Knochen – auf eine für Menschen beängstigende Art und Weise - hervor trat und sein Atem glich mehr einem Schnauben als sonst etwas. Die hübsche Ursprüngliche war mittlerweile richtig gespannt auf seinen nächsten Schritt, konnte es, dank kindlicher Vorfreude, gar nicht erwarten, seinen nächsten Fehler beobachten zu können und wartete eigentlich nur mehr darauf, dass Nik endgültig der Kragen platzte. Vermutlich dachten die beiden wirklich, dass das schon alles war, was ihr Bruder konnte – drohen, schimpfen und etwas handgreiflich werden. Sie hatten ja keine Ahnung von den tiefen Abgründen seiner Seele, den unstillbaren Rachegelüsten und dem immensen Drang der Herrscher aller zu sein. Allison hatte heute einen großen Fehler begangen, sie hat ihren Schaffer enttäuscht und jeder der Nik besser kannte, wusste, dass solche Schwächen nicht verziehen werden. Jetzt dachten sie noch, sie wären unbesiegbar, doch Bekah wusste dass Nik sie früher oder später eines Besseren belehren würde. Zwar ging er mit Allison bei weitem weicher um, als mit anderen, doch auch sie durfte dem selbst ernannten König nicht auf der Nase herum tanzen.

So wie erhofft, ging Alex tatsächlich noch einen Schritt weiter. Am liebsten hätte Bekah laut aufgelacht, vor lauter sprühender Unvernunft, doch sie kommentierte das Treiben nur mit einem Lächeln, welches sich allerdings von Wort zu Wort mehr verfinsterte. Augenblicklich schlug die Stimmung in dem Raum um. Jeder der nicht ganz von Sinnen war, wusste spätestens jetzt, dass der Köter das Fass zum Überlaufen gebracht hat und gerade einen schlafenden Riesen geweckt hat. Bekahs Miene war nun nicht mehr von Selbstzufriedenheit und Triumph getränkt, sondern von Zorn und Hass. Ihr Körper spannte sich an, zeitgleich auch der von Nik und zu zweit gaben sie ein mehr als beängstigendes Bild ab. Während die Blonde allerdings an Ort und Stelle stehen blieb, schnellte Nik nach vor und blieb erst stehen, als ihn nur mehr wenige Millimeter von dem Wolf trennten. Brutal packte er ihn am Kragen. Rebekah beobachtete das Treiben zwar, doch langsam kam Langeweile in ihr auf, anstatt ihnen ständig nur zu drohen, sollte er langsam handeln, der Zeitpunkt dafür war mehr als passend. Die Arme vor der Brust verschränkt, den Kopf schief gelegt sagte sie schließlich: „Nik, beende dieses mehr als peinliche Teenagergehabe doch endlich, sonst mache nämlich ich es!“ Kurz warf sie Allison, welche halb an Panik verging, einen Blick zu: „Ich hoffe du weißt, dass du jetzt nicht nur die Gefühlslosigkeit von Damon zu verantworten hast, sondern auch den Tod von deiner billigen Mätresse?“ Nun trat wieder ein Hauch Selbstzufriedenheit auf ihr schönes Gesicht, denn Rebekah kannte ihren Bruder gut genug um zu wissen, dass er nun keinen Rückzieher mehr machen würde, dass das Fass übergelaufen war. Solange nichts dazwischen kam, würde alles so ablaufen, wie die Ursprüngliche es sich gerade ausmalte und was sollte ihn schon daran hindern?

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Rowena De Vere
Vampire
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Sa Okt 11, 2014 11:56 am

Es wurde einfach nicht besser! Die beiden Urvampire demonstrierten ihre Macht, spielten sich auf und Allison und der Werwolf waren so dumm sich weiter reizen zu lassen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Mädchen oder der Wolf tot am Boden lagen, denn auch wenn Allison eine Nachfahrin von Nik war, so hatte sie einen Fehler begangen, der anderen schon das Leben gekostet hatte. Sie wagte es, sich dem Urhybrid in den Weg zu stellen und ihn zu verraten, denn in Niks Weltbild war sie seine Untergebene und hatte ihm damit zu gehorchen. Er hatte es bei den anderen beiden seiner Schöpfung mehr als deutlich gemacht, wer das Sagen hatte und wenn Allison glaubte, sie wäre etwas Besonderes, weil sie seiner Blutlinie entstammte, dann war sie dümmer, als gedacht. Oder lebensmüde. Der Wolf war sogar noch dümmer, denn er drohte ihnen. Ein Fehler, der ihm, wenn auch vielleicht nicht gleich, aber sicherlich bald das Leben kostete. Man drohte einem Urvampir nicht, ohne dafür bestraft zu werden. Tatsächlich ließ Nik diese Drohung nicht ungestraft an sich vorbeiziehen. Er packte den Wolf und ein Genick war schnell gebrochen.

Rebekah hingegen schien das Schauspiel zu genießen und forderte ihren Bruder dazu auf, die Situation doch endlich zu beenden. Es war keine Frage, was sie damit meinte und vielleicht war genau das der Punkt, der Rowena zum Handeln brachte. Sie hatte es so satt, dass hier die klaren Machtverhältnisse ausgenutzt wurden. Allison und der Wolf hatte keine Chance und das wussten die Geschwister nur allzu genau, dennoch spielten sie mit ihnen, wie eine Katze es mit einer Maus tat. Es war einfach nur fürchterlich und wenn die Prinzessin ehrlich war, fand sie es abstoßend und sie konnte es in diesem Moment nicht einmal ihrem Verlobten und ihrer besten Freundin verzeihen, was sie hier taten.

Ihre Hände waren zu Fäusten geballt und auch wenn sie am ganzen Körper zitterte, blitzten ihre Augen gefährlich. Es kam selten vor, dass Rowena die vampirische Seite in sich zeigte, aber auch sie war eine Vampirin, eine alte Vampirin und das sollte man nicht vergessen, wenn man die zarte junge Frau sah. „Hört auf!“, die Stimme war kalt und hart und in diesem Moment war deutlich, dass sie eben nicht nur eine Prinzessin war, sondern zu einer Herrscherin erzogen worden war. „Bekah, Nik, die beiden sind umso viel schwächer als ihr und ihr habt nichts Besseres zu tun, als sie noch weiter zu erniedrigen?! Bekah, du hast ihren Freund gefoltert! Was hast du erwartet, dass sie dir die Füße küsst?! Nik, du willst die Hybriden als dein Rudel, dann solltest du aufhören über sie herrschen zu wollen wie ein Diktator! Ein Ruder hat ein Alphatier, aber das Alphatier ist auch für das Wohlergehen seines Rudels verantwortlich! Wie sollen sie dir denn vertrauen, wenn du ihnen mit dem Tod drohst?! Sie beschützen einander nur, so wie wir es auch tun, wir ihr es über tausend Jahre bereits tut und dafür verurteilt ihr sie?“, sagte sie und auch wenn sie ihre Stimme kaum erhob, wusste sie doch, dass ihre Worte trafen. Es war einfach die natürliche Ausstrahlung einer hochgeborenen Adligen, die sie mit der Muttermilch aufgesogen hatte.

Ihre blitzenden Augen wandten sich von den Mikaelsons ab und sie nahm nun Allison und den Wolf ins Visier. „Und nun zu euch beiden! Macht nicht den Fehler euch für unbesiegbar zu halten. Nicht mal ein Augenaufschlag und ihr seid tot. Du bist dumm, wenn du glaubst, Nik würde dich verschonen, weil du von seinem Blut bist, Allison! Diesen Bonus hast du dir verspielt. Er hat dich zum hybrid gemacht, vergiss das nicht. Er hat dir die Schmerzen der Verwandlung genommen und es dir ermöglich für immer mit deinem Vampir zu leben! Für euer Verhalten eure Gastgeber unter ihrem Dach anzugreifen, hätte man euch einst hinrichten lassen und auch jetzt solltet ihr aufpassen, wie ihr das nächste Mal auftretet! Noch eine Rebellion und ihr seid verdammt.*berlegt euch gut, wen ihr euch zum Feind macht, vielleicht solltet ihr zwei Augenblocke darüber nachdenken, ehe ihr den Mund aufmacht! Und jetzt verschwindet von hier und das augenblicklich!“, sagte sie eiskalt und nichts war mehr von Wärme in ihrer Stimme zu bemerken. Die zarte Sternenprinzessin war für den Moment zur eiskalten Königin der Nacht geworden, die zwar ohne Zweifel schön war, aber ebenso unnachgiebig und hart war. Wenn die beiden klug waren, nutzten sie die Gelegenheit und verschwanden wirklich, ehe Bekah und Nik es sich noch einmal anders überlegten.

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Alex Hutson
Werewolf
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Sa Okt 11, 2014 6:20 pm

Ja, Alex war schwächer als diese verdammten Urhybriden. Das wusste er. Auch, dass er leichter zu töten war. Ein viel zu großer Nachteil gegenüber Vampiren, die da viel besser ausgerüstet waren. Wie er das doch verfluchte. Am liebsten würde er jedem dieser Bagage die verdammte Kehle mit seinen Zähnen herausreißen und sie ihren Feinden vor die Füße werfen, damit diese sie noch zerfleischen konnten.
So wütend war Alex. Diese Arroganz, diese Missgunst, dieses Königsgehabe. Merkten sie nicht, dass sie sich nur lächerlich machten? Machte spielte und nutzte man nicht aus. Man benutzte sie, um die Welt besser zu machen. Aber von so etwas hatte dieses Pack wohl noch nie etwas gehört.

Wütend knurrte Alex Niklaus offen an, als er so nahe war und ihn grob am Kragen packte. Er zeigte ihm die Zähne und ließ den winzigen Hauch von Angst um sein Leben nicht an die Oberfläche kommen. Den Triumph würde er dem Urhybriden nicht gönnen, obwohl er wusste, dass das Eis soeben gebrochen war.
Allison war zu keinem Mucks mehr fähig. Und ehrlich gesagt, war das auch gut so, denn im Moment hätte sie ihn wohl nur noch mehr angestachelt. Sie war einer der Gründe, warum er sich gerade in die Todeszone begab. Sie brachte ihn dazu, Dinge zu tun, die er schon lange nicht mehr für einen anderen oder eine Frau getan hatte. Sie veränderte ihn, so unglaublich das auch war. Für sie würde er vielleicht sogar einen Weg finden, Berge zu versetzen. Das mochte vielleicht in anderen Augen danach aussehen, als würde er ihrem Rockzipfel hinterher hecheln. Aber so war das nicht. Wenn dem so wäre, würde er auf jedes ihrer Worte hören, aber er setzte noch immer seinen eigenen Kopf durch. Er war nicht ihre Marionette. Er war der Schönheit lediglich ein wenig verfallen.

Rebekah stachelte ihren Bruder nur noch mehr auf ihre ganz eigene Weise an. Dieses Miststück war so billig. Eine Schande für die Welt des Übernatürlichen. Sie konnte nur etwas, wenn sie jemand auf ihrer Seite hatte. Alleine war sie ein Niemand.

Alex schloss eigentlich schon irgendwann mit seinem Tod ab. Es wäre ein stolzer Tod in seinen Augen gewesen, denn er hätte dem ohne Furcht ins Auge geblickt. Er wäre kämpfend untergegangen.
Und Niklaus war auch nahe dran, das zu tun, das war spürbar.
Aber mitmal änderte sich die Situation schlagartig, als die bislang so unscheinbare, dunkelhaarige Feenvampirin in Aktion trat und sich und ihre Person mit einer Autorität Gehör verschaffte, die andere vor Neid erblassen lassen könnte. War sie eben noch das verschüchterte Mädchen gewesen, war sie nun eine stolze Frau, die als Gefährtin von dem Urhybriden nun handelte. Das erlaubte sie sich mit Sicherheit nur, weil sie eine gewisse Stellung hatte. Alex konnte sich nicht vorstellen, dass eine x-beliebige Person mal eben Niklaus' Handeln auf diese Art unterbinden würde. Er bekam ordentlich sein Fett weg, wie Alex mit Zufriedenheit feststellte.

Aber als sie sich dann den beiden unwillkommenen Gästen zuwandte, wurde Alex Miene schon wieder grimmig, auch wenn er seine werwölfische Drohgebärden abgelegt hatte und die Dunkelhaarige mit einem finsteren Blick anschaute. Sie strahlte Macht aus und diese Karte spielte sie nun auch aus. Sie mochte vielleicht unschuldig und harmlos wirken, doch irgendwie ahnte Alex, dass auch mit ihr nicht gut Kirschen essen war.
Und das Bemerkenswerte war, dass sie es mit ihren schroffen Worten tatsächlich schaffte, Alex so weit dazu zu bringen, dass er sich beruhigte und sich sammelte. Denn als Niklaus ihn losließ, trat er wirklich einen Schritt zurück und sah seine Feinde missmutig an. Auf ihre durchaus auch arrogante, wenn auch fast schon königliche Weise hate sie wirklich für einen Cut gesorgt.

Bestimmt griff er nach Allisons Hand und zog sie an seine Seite.
"Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen!", sagte er so ruhig wie möglich und bedachte besonders Niklaus mit einem vielsagenden Blick.
Kurz darauf zog er Allison einfach mit sich zur Tür und hielt sie fest an ihrer Hand. Dann verschwanden sie aus dem Kaminzimmer.
Er war gerade absolut nicht in der Stimmung, sich noch einmal von Allison herumbugsieren zu lassen. Dieses Mal nahm er das in die Hand und er würde einen Wandel nicht akzeptieren. Schweigsam nahm er sie weiter mit sich durch die Villa, bis sie dieses verfluchte Haus endlich verlassen hatten.

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Allison Maxwell
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Sa Okt 11, 2014 9:12 pm

So ungern sie es auch zugab, Allison hatte gerade schreckliche Angst. Noch nie in ihrem noch sehr jungen Leben hatte sie sich vor etwas so gefürchtet wie jetzt. Angst um ihr eigenes Leben war sie gewöhnt, schließlich hatte sie eine gewisse Phase in ihrer Vergangenheit und auch schon einen heftigen Autounfall hinter sich, doch die Angst um Alex konnte sie nicht kontrollieren. Er hatte sich schon vor einer Weile vor sie geschoben und schützte nun seinerseits die kleine Blondine, anstatt dass sie es für ihn tat. Eigentlich unnötig, schließlich würde sie als Hybridin nicht so schnell sterben! Ein Werwolf hingegen... Genicke brachen viel zu leicht und als hätte Klaus den Gedanken gehört, handelte er im nächsten Moment auch schon danach. Angestachelt von dem blonden Gift hinter sich, das Al trotz aller Warnungen und Drohungen immer noch tot sehen wollte, packte er ihren Freund plötzlich fest am Kragen, die Fangzähne dabei entblößt, die Augen dabei grell aufleuchtend und blutunterlaufen. Ein scharfes Einatmen war ihre Reaktion darauf und bei den eisigen Worten ihres Schöpfers ahnte die zierliche Hybridin, was folgen würde. Natürlich brachte sie das an ihre Grenzen und als sie sah, dass Klaus ins Genick des Dunkelhaarigen greifen wollte, traten ihr Tränen in die Augen und fast schon wäre sie auf ihn losgesprungen, als sie plötzlich alle von der Gefährtin des Ursprünglichen zur Raison gebracht wurden. Wirklich jeder im Raum hielt schlagartig still und musterte die zierliche Schönheit verwundert.

"Hört auf! Bekah, Nik, die beiden sind umso viel schwächer als ihr und ihr habt nichts Besseres zu tun, als sie noch weiter zu erniedrigen?! Bekah, du hast ihren Freund gefoltert! Was hast du erwartet, dass sie dir die Füße küsst?! Nik, du willst die Hybriden als dein Rudel, dann solltest du aufhören über sie herrschen zu wollen wie ein Diktator! Ein Ruder hat ein Alphatier, aber das Alphatier ist auch für das Wohlergehen seines Rudels verantwortlich! Wie sollen sie dir denn vertrauen, wenn du ihnen mit dem Tod drohst?! Sie beschützen einander nur, so wie wir es auch tun, wir ihr es über tausend Jahre bereits tut und dafür verurteilt ihr sie?"

Die Vampirin legte all ihre Macht, Autorität und offensichtlich mittelalterlich höfische Erziehung in ihre Stimme. Von einer Sekunde auf die andere stand da nicht mehr das verängstigte, wehrlose Ding, das gleich aus dem Raum stürmte, sondern eine selbstsichere, charakterstarke Frau, die gewillt war zu herrschen. Zugegeben, ihre Worte, welche die Situation nicht treffender hätten analysieren und zusammenfassen können, verfehlten ihre Wirkung kein Bisschen und ließ alle wieder zur Vernunft kommen. Sogar den sonst so unberechenbaren und skrupellosen Niklaus Mikaelson hatte dieses unscheinbare Persönchen fest im Griff. Nur einen Augenblick später ließ er Alex nämlich mit missmutiger Miene und einem kaum hörbaren protestierenden Brummen los, sodass der Werwolf ein paar Schritte zurücktreten und Allison wieder an seine Seite ziehen konnte. Natürlich war den beiden 'Fremden' in der Familie eine Standpauke auch nicht erspart geblieben, aber das kümmerte den kleinen Blondschopf nicht. Für sie war lediglich wichtig, dass sie hier beide lebend rauskommen würden und die Gefahr zumindest für jetzt gebannt war. Ihr Freund an ihrer Seite lenkte schließlich ebenfalls ein, auch wenn er darauf beharrte, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen war, aber er verfestigte trotzdem den Griff um ihre Hand und zog sie unerbittlich aus dem Zimmer. Sobald sie jedoch die riesige Eingangstür erreicht hatten, packte die immer noch aufgelöste und weinende Hybridin ihren Begleiter ein weiteres Mal, bevor sie ihn auch schon in Richtung Stadtzentrum zu ihrer Wohnung brachte. Wohlwissend, dass sie sich dafür noch was anhören durfte! Das kümmerte sie gerade aber nicht im Geringsten, schließlich ging fü sie ihre Sicherheit vor!

tbc. Allison's Apartment

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Niklaus Mikaelson
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Sa Okt 11, 2014 9:32 pm

Zugegeben, irgendwo in seinem Inneren wollte er Allison zwar bestrafen, aber er wollte ihr nicht so wehtun, wie Rebekah es von ihm verlangte. Keinesfalls würde er das in Worte fassen und jemals irgendjemandem gegenüber aussprechen, aber er dachte es. Dennoch ging ihm dieser Werwolf schrecklich auf die Nerven und seine Respektlosigkeit wollte, konnte und durfte er sich nicht bieten lassen, nachdem er mit seinem eigenen Geschöpf vorhin erst so grausam verfahren war. Da durfte er bei diesem Kerl keinerlei Gnade zeigen und müsste eigentlich nur noch härter zur Sache gehen, wenn man penibel war. Es würde ihm Leid tun, doch Reue hatte den Ursprünglichen schon lange nicht mehr im Griff. Er hatte bereits vor Jahrhunderten gelernt damit klarzukommen und dieses Gefühl zu unterdrücken! So zeigte er also keinerlei Anzeichen, dass er sich breitschlagen lassen würde, verfestigte den Griff um das Hemd des Werwolfs und fletschte die Zähne noch ein bisschen mehr, als seine Hände blitzschnell an das Kinn und ins Genick seines Opfers glitten. Im selben Moment meldete sich dann allerdings Rowena zu Wort und zwar auf eine Weise, wie er es schon lange nicht mehr erlebt hatte.

Sie brachte die vergangene Stunde genaustens auf den Punkt, fasste die Wahrheit zusammen und wusch ihren beiden Liebsten somit sehr eindrucksvoll vor ihren Feinden den Kopf. Sie hatte ja so Recht damit, was sie da sagte, aber dennoch konnte Nik nicht offen eingestehen, dass es so war. Es wäre eine Schwäche, die er gerade nicht zeigen durfte. So beließ er es also dabei, lediglich von dem Werwolf zurückzutreten und in seinen nicht vorhandenen Vollbart zu brummen. Er trat wieder an Rebekah's Seite und hörte seiner großen Liebe zu. Ja, die beiden schützten sich, wie es die Urfamilie, zu der zweifellos auch Rowena als seine Verlobte gehörte, schon seit einem Jahrtausend tat, und auch wenn sie über die Funktion eines Rudels und deren Alpha sprach, traf sie damit ins Schwarze. Es tat Nik weh, wenn er darüber nachdachte, die Art und Weise wie seine große Liebe das sagte und ihr Gebaren in diesem Moment - sie war ganz und gar Prinzessin - schmerzte. So verhielt sie sich nämlich nur in ganz speziellen Momenten, wie er genau wusste!

"Und nun zu euch beiden! Macht nicht den Fehler euch für unbesiegbar zu halten. Nicht mal ein Augenaufschlag und ihr seid tot. Du bist dumm, wenn du glaubst, Nik würde dich verschonen, weil du von seinem Blut bist, Allison! Diesen Bonus hast du dir verspielt. Er hat dich zum hybrid gemacht, vergiss das nicht. Er hat dir die Schmerzen der Verwandlung genommen und es dir ermöglich für immer mit deinem Vampir zu leben! Für euer Verhalten eure Gastgeber unter ihrem Dach anzugreifen, hätte man euch einst hinrichten lassen und auch jetzt solltet ihr aufpassen, wie ihr das nächste Mal auftretet! Noch eine Rebellion und ihr seid verdammt. Überlegt euch gut, wen ihr euch zum Feind macht, vielleicht solltet ihr zwei Augenblocke darüber nachdenken, ehe ihr den Mund aufmacht! Und jetzt verschwindet von hier und das augenblicklich!", fasste sie dann auch noch einmal für den Feind zusammen, was diese ebenfalls dazu brachte, sich zu beruhigen und vernünftig zu werden. Dann 'verabschiedeten' sich die beiden und verschwanden im nächsten Augenblick, was Nik mit seiner Schwester und seiner Gefährtin allein zurückbleiben ließ.

Nur einen Sekundenbruchteil, nachdem die Tür hinter Alex und Allison ins Schloss gefallen war, stand er vor der zierlichen Engländerin, die Hände an seinem Körper zu Fäusten geballt und die Miene voller unterdrücktem Zorn. Seine Augen blitzten, weil er dieses Verhalten genauso wenig duldete wie das Aufbegehren von Allison und ihrem Date für diesen Abend. Keinesfalls würde er die dunkelhhaarige Schönheit anrühren, aber sie sollte wissen, dass sie einen Fehler begangen hatte.

"Du magst vielleicht Recht haben mit deinen Vorwürfen, aber das gibt dir nicht das Recht, so etwas zu tun! Für ihr Verhalten wären unsere Gäste früher vielleicht hingerichtet worden, aber dafür, seinem zukünftigen Ehemann, welcher gleichzeitig der Herr des Hauses ist, so zu widersprechen und ihn öffentlich zu brüskieren, wärst du zu deiner Zeit ebenfalls gepeinigt worden! Du weißt, dass ich das niemals tun würde, weil ich dich über alles liebe, mein Herz, aber sei dir gewiss, dass ich nicht einfach so hinnehmen werde, dass du mir gerade so in den Rücken gefallen bist!"

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Rebekah Mikaelson
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Okt 15, 2014 10:10 pm

Aufmerksam beobachtete Rebekah das Geschehen direkt vor sich – den schwachsinnigen Wolf der Nik direkt ins Gesicht knurrte, Allison welche mittlerweile vor Panik halb verging und ihren Bruder der seit langem mal wieder das wirklich Böse, welches Teil von ihm war, zur Schau trug. All das ergab ein Bild das sie zufrieden stellte, denn Nik würde keine Gnade mehr walten lassen und wenn wäre er nicht der Mann, den sie glaubte besser zu kennen als jeder andere auf Erden. Die blonde Hybridin hatte es tatsächlich geschafft sich ihren Bonus zu verscherzen und vielleicht würde sie jetzt einmal begreifen, dass respektloses Verhalten einem Urvampir und vor allem Nik gegenüber, nicht der richtige Weg war wenn man überleben wollte. All die Angst die der Köter versteckte, trat seine Begleitung in voller Gänze zur Schau und perfektionierte damit das Bild. Je mehr Sekunden verstrichen, desto gelangweilter wurde sie allerdings wieder – hier sollten endlich Köpfe rollen und wenn Nik es nicht tun würde, würde sie ganz bestimmt nicht zögern!

Als sich der Griff um Alex‘ Kehle verfestigte, musste sie – wenn auch schweren Herzens – eine weitere Sekunde dem blonden Stück ihre Aufmerksamkeit schenken; einerseits um vorbereitet zu sein, falls sie einen Versuch wagen sollte einzugreifen und andererseits weil sie jeden Funken der Qual in ihren Augen aufsaugen wollte. All der Hass der sich in den letzten Wochen seit ihrer Begegnung mit ihr aufgestaut hatte, fand nun ein Ventil zu entweichen und gleichzeitig mit dem Gedanken seufzte sie leise. All die Gedanken, die Blicke und Seufzer waren in der letzten Sekunde, innerhalb eines einzigen Augenblicks geschehen, der Augenblick der wohl die Ruhe vor dem Sturm – zumindest für sie – darstellte und nur der Vorbote für das Kommende war. Gerade als ein leises Zischen Alex‘ Lunge entrang und Bekah das Ende schon vor Augen hatte, wurde all das zunichte gemacht. Von wem? Nicht von Allison, welcher sie eine weitere Dummheit zugetraut hätte, oder von einem Außenstehenden der hinein platzte, nein, von einem aus ihrer Mitte, aus ihrer eigenen Familie.

Rowena, welche sich eben noch völlig aus allem rausgehalten hatte trat nun hervor und erhob ihre Stimme. Von der Unsicherheit war nichts mehr zu sehen, vor ihnen stand eine starke Frau, die sich ihrer Worte absolut bewusst war. Fassungslos starrt die Blonde ihre beste Freundin an. Es war nicht der Wahrheitsgehalt ihrer Rede die sie so schockierte, immerhin war alles was sie sprach richtig, doch die Tatsache, dass sie es wagte sowohl sie als auch ihren Verlobten so bloß zu stellen vor den zwei Kötern und sie es sich dann auch noch herausnahm ihnen die Erlaubnis zu geben zu gehen, war zu viel. Nie hätte Bekah geglaubt dass es die zierliche Dunkelhaarige sein wird, die den ganzen Frechheiten die Krone aufsetzt und genau das war der Grund wieso es sie so eiskalt traf.

Natürlich nutzten die Zwei ihre Chance und verließen augenblicklich das Wesen, hoffentlich in dem Wissen, dass zumindest einer von ihnen dem Tod nur haarscharf entkommen war. Sie liefen hinaus in eine Freiheit – unbestraft – die sie nicht verdient hatten und würde das noch nicht reichen, hatte sie Niks Autorität untergraben und Bekah wusste was das mit sich zog. Schnaubend wandte sie sich zu ihr, die Arme vor der Brust verschränkt, das Kiefer fest aufeinander gepresst. Ihr waren die Wut und die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, sie gab sich nicht einmal die Mühe es zu verstecken. Auch Nik wandte sich seiner Verlobten zu; seine Worte waren vermutlich im Vergleich zu dem wie es in seinem Inneren aussah noch mehr als friedlich, Im Gegensatz zu seiner Schwester konnte er zumindest bei Rowena sein Temperament zügeln. All die Zufriedenheit, welche sie eben noch verspürt hatte, war verschwunden, im Keim erstickt und sie konnte einfach nicht verstehen wie Row das hat tun können. Anstelle der Zufriedenheit trat nun Wut und auf seltsame Art und Weise Langeweile. Ja, Bekah war von all dem hier gelangweilt und sie wollte sich keine Sekunde länger mehr hier aufhalten.

„Du bist Teil dieser Familie – vielleicht solltest du dich auch so verhalten“ sagte die hübsche Ursprüngliche mit eiskalter Stimme. Ohne noch ein Wort zu sagen machte sie kehrt und marschierte geradewegs aus dem Kaminzimmer. Wenn man Rebekah wirklich kannte, was nur wenige taten, wusste man, dass sie eigentlich nicht dieses gefühlskalte Miststück war. Auch sie sehnte sich nach Liebe und Geborgenheit, nach Menschen die einem genau das schenkten und einem das Gefühl gaben etwas Besonderes zu sein. Auf verdrehte Art und Weise, die Außenstehende wohl nie verstehen würden, hatte ihr Bruder genau das heute für sie getan und jetzt war, wie sie fand, alles ruiniert.

Tbc: Rebekahs Schlafzimmer

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Rowena De Vere
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Sa Okt 18, 2014 9:15 am

Allison und der Werwolf taten das einzig Richtige und suchten das Weite. Wenn sie es nicht getan hätten, wäre einer von ihnen vielleicht nicht mehr lange am Leben gewesen. Ihr Fortgang hatte allerdings zur Folge, dass die Wut der Mikaelsons sich jetzt auf und sie konnte nicht leugnen, dass sie Angst davor hatte. Bis jetzt war sie immer beschützt worden von dieser Familie und jetzt war sie der Feind und das tat weh und war gleichzeitig beängstigend. Sie wusste, was die Urvapire taten, wenn sie wütend waren, ihr war aber auch bewusst, wenn einer der beiden ihr Gewalt antaten, wäre sie weg. Sie wollte jetzt schon am liebsten davonrennen. Möglicherweise waren die beiden Älteren nur so geschockt, weil sie sonst eben alles schluckte und Ungerechtigkeiten auf andere Weise bekämpfte. Zuvor hatte aber niemand auf sie gehört. Sie war ignoriert worden und wenn Nik Allison oder den Wolf getötet hätte, er hätte es bereut.

Rowena wich unbewusst vor ihrem Verlobten weg, um sich selbst zu schützen. Er war so wütend und ihre schlechten Erfahrungen ließen sie so handeln, denn im Moment vertraute sie nicht darauf, dass er sich unter Kontrolle hatte. Unter normalen Umständen würde er ihr nie etwas tun, aber das waren keine normalen Umstände. Er fühlte sich von ihr verraten und damit kam er bekanntlich nicht gut klar. Er hatte schon andere für Verrat getötet und gefoltert. Sein Gefühl verraten worden zu sein, wurde stärker, je mehr er die Person liebte, von der er sich verraten fühlte.

Er machte seinen Standpunkt deutlich. In ihren Augen mischten sich die Stärke, die sie zuvor gezeigt hatte und deutliche Angst. Sie konnte es nicht steuern und auch wenn sie es nicht wollte, war es Angst vor den beiden Geschwistern, die in ihr aufkamen. Rebekah fauchte sie an, sie sollte sich auch wie ein Familienmitglied benehmen. Dass rauschte sie von dannen. Wie verhielt man sich denn in der Familie Mikaelson? Jeder setzte seinen Willen durch, egal was es für andere bedeutete und kümmerte sich nur um die, die einem etwas bedeuteten?

„Es tut mir leid, wenn du dich von mir verraten fühlst, aber keiner von euch hat vorher auf mich gehört, geschweige denn mich beachtet! Ich wollte dich nie verletzen, Nik, aber ich kann auch nicht zusehen, wie auf jemanden eingeschlagen wird, der bereits am Boden liegt. Redvers hat mir Schlimmeres angetan, als mich in der Öffentlichkeit zu brüskieren und ich habe trotzdem geschwiegen, bis er mich getötet hat! Du warst es, der mir damals die Freiheit geschenkt hat, bist du jetzt derjenige, der mir meine Freiheit wieder nimmt?“, fragte sie ihn. Ihre Stimme war ruhig, aber Angst schwang in ihr mit. Die kleine Prinzessin zitterte und alles in ihr war zur Flucht bereit.

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Niklaus Mikaelson
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Sa Okt 18, 2014 9:41 pm

Dieser Abend war alles andere als geplant gelaufen. Zum ersten Mal seit langem hatte Nik wirklich mal nichts im Hinterkopf gehabt, als er diesem Ball zugestimmt hatte. Er war nicht begeistert gewesen, das stimmt zwar schon, aber er wollte seiner Schwester damit eine Freude machen! Außerdem hatte er auch vorgehabt, die Verlobung mit Rowena während des Balles bekannt zu geben, aber auch das war ins Wasser gefallen! Und alles nur, weil sich sein temperamentvolles Fleisch und Blut mal wieder nicht unter Kontrolle gehabt hatte! Allison hatte für ihre Fehler und Vergehen bereits gebüßt und dank ihrer Reaktion auf sein Verfahren mit ihrem Werwolf hatte er nun auch ein Druckmittel, wenn sie nicht spuren wollte! Er brauchte sich nur den Jungen schnappen und sein Leben bedrohen, dann würde sie alles tun, was er wollte! Gut zu wissen! Allerdings lag ein Teil der Schuld trotzdem auch bei Rebekah. Sie hätte den Salvatore nicht foltern sollen, denn die damit verbundenen Folgen waren keinesfalls in seinem Sinne! Und am Ende hatte sich auch noch seine große Liebe eingeschaltet und ihn enttäuscht!

Niemals hätte er gedacht, dass sich die dunkelhaarige Schönheit so weit aus dem Fenster lehnen und ihn derart bloßstellen würde. Sie hatte aufs Heftigste seine Autrität untergraben und noch dazu dem Feind erlaubt zu gehen. Nur weil er davon so abgelenkt gewesen war, hatte er das auch durchgehen lassen, aber es war keineswegs in seinem Sinne gewesen! Bestimmt nicht! Ebenso wenig wie das Verschwinden von Bekah, nachdem sie ihre beste Freundin auch nochmal zurechtgewiesen hatte. Dafür kam dem Hybriden ein bedrohliches Knurren aus der Kehle, aber das wurde von seiner Schwester nicht beachtet, sie ging einfach. Vermutlich, um noch mehr Ärger anzurichten, aber darum konnte er sich jetzt nicht kümmern!

Seine Drohung eben, auch wenn sie nichts mit der üblichen Gewalt, die man von ihm kannte, zu tun hatte, hatte die zierliche Prinzessin stark verängstigt und sie vor ihm zurückweichen lassen. Es rüttelte den Ursprünglichen augenblicklich wach wie ein Faustschlag ins Gesicht, was Nik ebenfalls wieder Abstand zwischen ihn und seine Verlobte bringen ließ. Es löste sogar etwas in ihm aus, dass er nicht benennen konnte. Etwas wie Angst. Der Drang nach Flucht in ihren Augen war ausschlaggebend.

"Es tut mir leid..."

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Rowena De Vere
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   So Okt 19, 2014 11:02 am

Sie wollte weg. Ihr wurde das hier alles zu viel, war es davor schon, aber nun wo Nik seine Wut direkt auf sie projizierte. Sie zitterte am ganzen Körper und die zurückgehaltenen Tränen brannten in ihren Augen stärker als zuvor. Es war ein langer Tag gewesen und der Ball, der so schön hatte werden sollen, war grauenhaft gewesen, zumindest das Ende, jetzt auch noch fürchten zu müssen, dass Nik sie verstieß oder ihr etwas antun könnte, war einfach zu viel. Sie hatte all ihren Mut zusammengenommen, um die Situation mit Allison und dem Werwolf zu lösen und jetzt war einfach nichts mehr davon übrig. Jetzt war sie nur noch das verängstigte Mädchen, welches von ihrem Ehemann misshandelt und missbraucht worden war.

Rowena sah ihren Verlobten einfach nur an, wusste nicht, ob sie wegrennen oder hierbleiben sollte. Er hatte gemerkt, dass sie Angst hatte und war ebenso ein Stück zurückgewichen. Etwas in seinem Gesicht änderte sich, der Ausdruck in seinen Augen änderte sich und dann entschuldigte er sich. Ob es das war, was sie endgültig brach, wusste sie nicht. Sie konnte ihre Tränen nicht länger zurück halten. Die erste rollte fast schon langsam über ihre Wange, aber es blieb nicht bei dieser einen. Sie wollte gar nicht weinen, wollte nicht schwach sein. Sie war doch gar nicht mehr das Kind, welches hilflos war und sich nicht wehren konnte. Sie war ein Jahrhunderte alter Vampir. Sie konnte sich wehren. Nur gegen ihre eigene Vergangenheit konnte sie nichts unternehmen.

„Mir tut es leid. Ich will dich nicht verletzen oder hintergehen und Rebekah auch nicht. Ich will nicht mit euch streiten, aber es soll auch nicht einfach so jemand sterben. Ich kann das nicht, Nik...“, flüsterte sie und ihre Stimme zitterte. Er wusste, dass sie Tod und Gewalt hasste. Rowena versteckte ihr Gesicht in ihren Händen, um ihr Tränen zu verstecken. „Ich liebe dich, ich liebe dich...“, flüsterte sie und zitterte immer noch. Es war alles zu viel gewesen und dass sie Nik enttäuscht hatte und er nun böse auf sie war, war der Punkt, der sie dann endgültig verzweifeln ließ.

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Niklaus Mikaelson
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Okt 29, 2014 3:28 pm

Wenn sich der Ursprüngliche daran erinnerte, wie sich Allison und Rowena 'kennengelernt' hatten, konnte er nur den Kopf schütteln. Der kleine Blondschopf war zurückhaltend, verängstigt und vorsichtig gewesen, hatte sich kaum einen Schritt auf ihn zugewagt, und als seine Liebste später noch hinzugekommen war, hatte sie die Angst erst recht im Griff gehabt und sie gelähmt. Die schöne Dunkelhaarige hatte Selbstsicherheit und Erhabenheit ausgestrahlt. Sie hatte mit ihrem Auftreten mehr als deutlich gemacht, dass sich die damals noch Fremde in ihrem Revier befunden und ihr das nicht gefallen hatte. Bis zum heutigen Tage hatte sich allerdings alles verändert. Seine erste Hybridin war zur aufmüpfigen, todesmütigen Besserwisserin geworden, provozierte ihn gern und hatte ihn schon öfter als einmal dazu gebracht, ihr seinen Willen aufzuzwingen und sie zuletzt auch noch zu bedrohen, während seine Verlobte wieder zur üblichen stillen Grazie geworden war, die ihm zur Seite stand und ihm den Rücken stärkte.

Bis heute. Auch wenn Nik nicht hinnehmen würde, dass er von seiner zukünftigen Frau nicht respektvoll behandelt und nach ihren Konventionen öffentlich beleidigt und gedemütigt worden war, so war er insgeheim, ganz tief drin, dennoch beeindruckt. Schon seit Jahrhunderten hatte er nicht mehr gesehen, dass die zierliche Prinzessin so aus sich herausgekommen und ihren Status präsentiert hatte. Ihre Stimme hatte in seinem feinen Gehör vor Authorität nur so widergehallt! Doch nun war alles wieder ganz anders! Rowena war erneut zu dem verschreckten, zurückgezogenen Mädchen geworden, welches am liebsten davonlaufen würde und sich davor fürchtete, dass ihr Gewalt angetan werden könnte. Als ob er das jemals auch nur in Erwägung ziehen könnte!!! Genau deshalb hatte er sich auch entschuldigt und war zurückgewichen, bis er schließlich wieder aufschaute und in seinen Blick all die Angst vor einem erneuten Verschwinden ihrerseits legte, die ihn zu solch einer schnellen Resignation getrieben hatte.

Die Tränen, die ihr über die bleichen Wangen kullerten, ließen dem sonst so grausamen Urhybriden das Herz in der Brust in 1000 Scherben zerbersten. Ebenso wie ihre zittrige, erstickte Stimme, als sie sich bei ihm entschuldigte und ihren Standpunkt erklärte, bevor sie ihm wiederholt ihre Liebe gestand. Innerhalb von Sekundenbruchteilen hatte sich Nik daraufhin aufgerafft und war auf seine große Liebe zugestürmt, schloss sie in seine Arme.

"Wage es nicht, mich zu verlassen. Nicht noch einmal. Ich habe das Glänzen des Fluchtgedanken in deinen Augen gesehen. Ich brauche dich, hörst du? Du bist mir das Liebste auf dieser ekelhaften Welt, ich kann dich nicht noch einmal verlieren. Nur darfst du das nie wieder tun! Versprich es mir!"

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Rowena De Vere
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Okt 29, 2014 6:11 pm

Vampire fühlten alles viel stärker und man sagte, Gefühle wären ihre größte Schwäche. Im Moment fragte sie sich, ob es ihr besser ginge, wenn sie eben nicht so viel fühlte. Es tat weh. Ihr Herz schmerzte, als ob jeder Schlag einer zu viel wäre. Wenn sie sich vorstellte, dass Nik sie nun nicht mehr wollte, sie verstieß... das konnte sie nicht überleben. Der Schmerz, den das mit sich brächte, würde sie töten. Nik war der Grund, weswegen sie noch lebte, der Gedanke ihn wiederzufinden war es gewesen, der sie die 520 Jahre hatte weitermachen lassen, in denen sie getrennt gewesen waren. Irgendwann würde diese Liebe sie kaputt machen, weil sie einfach zu heftig war. Sie wusste es, aber gleichzeitig brauchte sie es auch. Sie brauchte Nik.

Starke Armen legten sich um ihren zierlichen Körper und zogen sie in eine Umarmung. Einen Moment blieb sie einfach nur stehen und ließ zu, dass ihr Verlobter sie umarmte. Noch immer liefen ihr Tränen über die Wangen. Zu viele Gefühle, die nach Beachtung schrien und sich Gehör verschafften, indem sie einfach aus ihr herausbrachen. Ihr unterbewusster Fluchtreflex war bemerkt worden. Der Hybrid kannte sie einfach zu gut. Sie konnten gegenseitig ineinander lesen, erkannten jedes kleine Anzeichen. Sie hatte nicht fliehen wollen, wirklich nicht, aber ihre Instinkte hatten ihr etwas anderes gesagt. Ihr Gesicht war in seiner Brust versteckt und es war ihr auch egal, dass sie damit vermutlich sein Hemd ruinierte. Geld war nichts, worum sich die Mikaelsons Sorgen machen müssten.

Scheu legte sie ihre Arme um ihn und erwiderte nun die Umarmung, wo sie sie zuvor nur angenommen hatte. Rowena antwortete nicht sofort, dafür war sie viel zu aufgewühlt und zudem traute sie ihrer Stimme nicht. Zuvor hatte sie gezittert und sie wollte nicht schwach und weinerlich wirken, also nahm sie sich ein bisschen Zeit, verdrängte ihre Tränen und ließ sich einfach nur von ihrem Freund in den Arm nehmen, ließ seine Stärke auf sich wirken. Als sie sich wieder etwas ruhiger fühlte, löste sie sich so weit von ihm, dass sie ihm in die Augen sehen konnte. „Ich will nicht weg, ich brauche dich genauso.“, sagte sie leise und noch immer klang ihre Stimme belegt, aber sie weinte zumindest nicht mehr.

„Ich kann dir nicht versprechen, immer deiner Meinung zu sein, aber ich will dir nicht öffentlich widersprechen.“, sagte sie aufrichtig. Sie konnte ihm wirklich nicht versprechen, immer einer Meinung mit ihm zu sein, dafür waren sie zu unterschiedlich, aber es war nicht die Tatsache, dass sie nicht einer Meinung gewesen waren, die Nik störte, es war viel mehr der Fakt, dass sie sich vor anderen gegen ihn gestellt hatte.

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Niklaus Mikaelson
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Sa Nov 01, 2014 7:45 pm

Seine letzten Worte waren kein Bitte, kein Flehen gewesen, seine Stimme war fest, standhaft geblieben. Sie hatte keinerlei Wiederrede zugelassen und genauso ernst hatte der Ursprüngliche es auch gemeint, was er gesagt hatte! Er erinnerte sich nur ungern und voller Schrecken an den Tag zurück, an dem er nach einer Jagd ins Schloss zurückgekommen war, nur um in diesem seine Gemächer leer vorzufinden. In Sekundenbruchteilen hatten sich Bilder der schrecklichsten Horrorszenarien in seine Gedanken geschlichen und ihn bis aufs Grausamste gequält! Er hatte jedes Steinchen im ganzen Schloss eigenhändig umgedreht, hatte Elijah dazu verdammt, dasselbe nochmal zu tun und auch die gesamte Dienerschaft hatte es ihnen ein drittes, viertes und fünftes Mal gleichtun müssen. Ohne Erfolg. Auch die an den Besitz der Mikaelsons grenzende Stadt hatten Nik, Elijah und Rebekah durchkämmt, doch nichts! Wochenlang hatte er nach der Liebe seines Daseins - denn sie als die Liebe seines Lebens zu bezeichnen, wurde der zierlichen Schönheit einfach nicht gerecht - gesucht, sie aber niemals gefunden. Über 500 Jahre mussten vergehen, dass sich ihre Wege wieder kreuzten, wodurch er auch erfahren hatte, dass sie niemals weit weg gewesen war, nachdem sie Mikael entkommen konnte.

"Ich bin damals durch die Hölle gegangen. Immer und immer und immer wieder. Ich habe nach deinem Verlust auch mich selbst verloren... Du kannst mir das nicht antun! Nicht noch einmal!", hauchte der Hybrid am Ohr seiner Liebsten und verstärkte seine Umarmumg, welche Gott sei Dank erwidert wurde. Fast schon hätte er geglaubt, sie würde böse mit ihm sein, ihn für seinen Gefühlsausbruch verurteilen und ihn von sich stoßen, doch das tat sie nicht, und dies ließ einen zentnerschweren Stein von seinem verkommenen Herzen fallen. Ebenso wie das Zugeständnis, dass ihr solch ein Fehler wie heute nicht noch einmal unterlaufen würde. Natürlich hatte er keineswegs ein Problem damit, wenn sie seine Ansichten nicht immer teilte, denn das war eine der Eigenschaften, die er so sehr an ihr liebte, doch ihm vor anderen, vor Feinden, in den Rücken zu fallen, würde er nicht noch einmal dulden und das wusste die schöne Prinzessin auch. Sie würde sich an ihr Versprechen halten, daran bestand kein Zweifel!

"Ich will nicht weg, ich brauche dich genauso." versprach sie ihm auch noch im selben Atemzug, was pure Erleichterung in dem Urhybriden auslöste und diese sich verbreiten ließ. Ein sanftes Lächeln trat auf seine Lippen, wobei er mit einer Hand zärtlich über ihre weiche, tränennasse Wange strich, mit seinem Daumen die salzigen Tropfen wegwischte. Dann küsste er seine Verlobte hingebungsvoll, doch leider konnte er nicht verhindern, dass sich auch ein wenig Verzweiflung in diese Geste mit einschlich. Es war ein Ausdruck seiner innerlichen Furcht vor einem erneuten Alleinsein. Denn die Wahrheit war, dass er ohne diese Frau, die er jetzt gerade in seinen Armen hielt, ein einziger, hoffnungsloser, nicht zu reparierender Scherbenhaufen war.

"Was hältst du von einem Bad, mein Herz? Ich will aus diesem störenden Smoking raus." flüsterte er schließlich ganz leise an ihren Lippen, denn auch wenn es vielleicht noch zu früh für diesen Vorschlag war, er wolte zum Ausdruck bringen, wie sehr er gerade die Nähe seiner großen Liebe brauchte und auch suchte.

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Rowena De Vere
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mo Nov 03, 2014 4:09 pm

Rowena war des Streitens müde und überhaupt sollte dieser Tag einfach nur enden, sofern man das so sagen konnte, denn der Ball war längst zu ende und die Sonne stand längst wieder hoch am Himmel. Sie hatte jedoch noch keine Minute geschlafen und auch wenn sie ein Vampir war und bei weitem nicht so viel Schlaf brauchte wie etwa ein Mensch, fühlte sie sich ausgelaugt. Es war nicht nur die körperliche Erschöpfung, es war auch die psychische. Sie hasste es, wenn andere stritten und noch schlimmer war es, wenn sie selbst darin verwickelt war und es Nik war, gegen den sie stand. Dass Rebekah wütend auf sie war, lastete zusätzlich schwer auf. Sie liebte die blonde Urvampirin wie eine Schwester und nichts lag ihr ferner, als sie zu verletzen und doch hatte sie es mit ihrem Eingreifen getan. Unbewusst lehnte sie sich Halt suchend gegen ihren Verlobten. Seine Umarmung wurde noch fester, als ob er merkte, dass sie diesen Halt von ihm brauchte. Sie beide brauchten einander, würden eine erneute Trennung nicht verkraften. 520 Jahre waren einfach zu viel gewesen und die Zeit hatte Narben hinterlassen, die viel zu schnell wieder aufreißen konnten.

Sanft streichelte er ihr die Tränen von der Wange und küsste sie. Es lag Verzweiflung darin und zeigte nur allzu gut, wie er sich gerade fühlte. Ihr ging es nicht anders. Gefühle waren die größte Schwäche eines Vampirs und sie konnten einen durchaus zerstören. Nik löste den Kuss, blieb jedoch dich bei ihr. Flüsternd fragte er sie, was sie von einem Bad hielte. Lieber wollte sie ins Bett, aber die Vorstellung, von ihm im Arm gehalten zu werden, während warmes Wasser sie umgab, hatte durchaus auch seine Reize. Rowena wusste, dass man ihr ihre Müdigkeit mittlerweile ansehen musste. Sie war ein alter Vampir, aber im Vergleich zu einem Mikaleson war sie schwach. Die Art, wie er es sagte, ließ darauf schließen, dass er möglicherweise mehr wollte, als nur Kuscheln und ein paar Zärtlichkeiten. Als sie noch ein frischverwandelter Vampir gewesen war, hatten sie sehr oft manchmal einfach nur im Bett gelesen, er hatte sie im Arm gehalten und mehr war gar nicht geschehen als hin und wieder ein scheuer Kuss. Sie mochte das heute noch und war in diesem Punkt wohl eine richtige Frau. Für sie waren es diese kleinen Zärtlichkeiten, die es so schön machten.

„Hältst du mich einfach nur im Arm in der Badewanne, damit ich weiß, dass du da bist?“, fragte sie ebenso leise zurück. Ihre hellen Augen sahen zu ihm auf und darin lag eine stumme Bitte.

Tbc: Niklaus Schlafzimmer

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Niklaus Mikaelson
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Nov 05, 2014 7:55 pm

Es war ein wirklich befreiendes Gefühl zu wissen, dass zwischen ihm und seiner großen Liebe nichts mehr stand. Sie würden zwar immer noch Differenzen in dieser Angelegenheit haben, denn wie schon gesagt, war es nicht möglich, dass sie immer dieselbe Meinung teilten, aber damit konnte Nik leben, wenn so ein öffentliches Debakel wie am letzten Abend - Die Sonne war nämlich schon wieder aufgegangen und stand hoch am Himmel! - nicht mehr vorkommen würde. Viel lieber hielt er die kleine Brünette im Arm, atmete ihren Duft ein und lauschte ihrem gleichmäßigen Herzschlag. Er wollte sich nicht mit Rowena streiten, denn sie war ihm das Wichtigste auf der großen, weiten Welt. Wie er eben schon zum wiederholten Mal offenbart hatte, konnte er ohne sie einfach nicht mehr leben, denn sie war die erste und einzige Frau, auf die er sich nach Tatia wieder voll eingelassen hatte. In die er sich unwiderruflich verliebt hatte. Genau deshalb nahm er auch so bedingungslos Rücksicht auf sie, ihr Begehren und ihre Wünsche.

"Hältst du mich einfach nur im Arm in der Badewanne, damit ich weiß, dass du da bist?", bat die zierliche Vampirin mit einer nicht zu ignorierenden Bitte in ihren wunderschönen grün-braunen Augen. Er nickte bloß, ließ dabei ein sanftes Lächeln zu, und hob seine Verlobte dann auf seine Arme, bevor er sie nach oben in das Badezimmer, das an ihr Schlafzimmer angrenzte, trug. Dort stellte der Ursprüngliche sie neben der großen Wanne wieder auf ihre Füße und ließ warmes Wasser ein. Den Badezusatz ließ er seine zukünftige Frau aussuchen.

Ein leises Seufzen entkam ihm, als warmes Wasser gekrönt von weißem Schaum seine Haut umschmeichelte und er die Arme um seine Liebste legte, um sie eng an sich zu ziehen. Der Hybrid mochte es, ihre Nähe zu spüren, und schon als er sie eben aus ihrem kostbaren Kleid geschält hatte, hatte er sich größte Mühe gegeben, um so zärtlich zu ihr zu sein, wie sie es verdient hatte. Nun saß er einfach nur da, hielt sie fest und verteile federleichte Küsse auf ihrer Schulter, während er ihrem Atem lauschte. Nur ihre Stimme hörte er noch lieber, aber die Ruhe, die gerade zwischen ihnen herrschte, war ihm durchaus auch willkommen.

tbc: Niklaus' Schlafzimmer

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Fr Nov 14, 2014 4:31 pm

CF: Mikaelson Mansion

Der Urvampir erreichte das Kaminzimmer, dorthin hatte er den Geruch zurückverfolgen können. Und tatsächlich, er fand Rowena in dem Zimmer vor, in einem Sessel mit einem Buch. Fragen gingen Elijah durch den Kopf, doch die hatten noch einen Augenblick Zeit. "Hallo Rowena." Er lächelte die Vampirin kurz an, ging zu dem Sessel der Rowena gegenüber stand und ließ sich darauf nieder. "Es tut gut dich wieder zu sehen." Elijah war wirklich froh Rowena zu sehen, im Laufe der Jahrzehnte die sie zusammen verbracht hatten, war zwischen beiden eine tiefe Freundschaft entstanden. "Wie ich bereits gesehen habe, hat Niklaus es geschafft zu einem Hybriden zu werden, wirklich beeindruckend."

Erinnerungen an die Rolle, die er bei der Unterdrückung von Niklaus Werwolfsseite gespielt hatte, kamen kurz wieder hoch. Der Urvampir warf sich immer noch vor, das er Niklaus damals nicht unterstützt hatte. "Doch wie ist es dir ergangen in meiner Abwesenheit? Ich hoffe mein Bruder war nicht allzu anstrengend," fragte er mit einem Lächeln. Er wusste wohl besser als jeder andere, ausgenommen Rebekah, das Niklaus manchmal seine Launen hatte und damit anderen das Leben schwer machte. Doch Rowena liebte seinen Bruder und das hatte Elijah schon damals Hoffnung gegeben. Er wusste noch genau wie Niklaus damals mit Rowena erschienen war, das er versucht hatte sie zu retten war Elijah schon damals ein Zeichen gewesen.

Der Urvampir war sich sicher, jetzt konnte seine Familie in dieser Stadt endlich frieden finden, immerhin hatte Niklaus erreicht was er wollte und von Mikael war auch keine Spur zu finden und wenn ihr Vater doch auftauchen sollte, Elijah würde ihn persönlich töten. Sie waren wieder vereint seit Jahren und Elijah sah es als seine Aufgabe an, dieses Glück zu bewahren um jeden Preis.
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Rowena De Vere
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Fr Nov 14, 2014 5:05 pm

Elijah erwiderte ihr Lächeln. Er war immer noch ganz der Gentleman, der er auch früher gewesen war. So sehr sie Nik liebte, man konnte nicht abstreiten, dass der Zweitälteste der Mikaelson-Geschwister derjenige mit den besten Manieren war. Elijah war anders als die drei anderen, die Rowena kannte, immer beherrscht. Nicht einmal hatte sie gesehen, wie er die Beherrschung verlor und irgendetwas aus einem reinen Impuls heraus tat. Mit ihm hatte sie seit ihrem Kennenlernen über Gott und die Welt reden können, ohne dass er sie je für irgendwas ausgelacht hatte. Zudem hatte er es wie nur wenige verstanden, mit ihm umzugehen, als sie noch ein junger Vampir war und die Erinnerungen an ihren Exmann noch viel zu frisch waren.

Er setzte sich ihr gegenüber in einen der anderen Sessel. „Es ist auch schon dich wiederzusehen.“, sagte sie sanft und meinte es wirklich ehrlich. Er gehörte zu ihren besten Freunden, war fast schon ein Bruder für sie, so wie Bekah eine Schwester für sie war. Bei dem Gedanken an die schöne Blonde wurde ihr schwer ums Herz. Sie hatte keine Antwort auf ihre SMS erhalten, was eine andere Art der Antwort war.

„Du weißt doch, Nik bekommt alles, was er will.“, sagte sie sanft und sah den anderen an. Er wusste genau, dass sein Bruder bekam, was er wollte. Es war kein Geheimnis. Elijah fragte sie, wie es ihr ergangen war, während er weg war. Es war so viel passiert. Allein schon die Entdeckung, dass es Mikael gewesen war, der verantwortlich dafür war, dass Nik und sie vor 520 Jahren getrennt worden waren, war bedeutend. „Nik ist nicht anstrengend.“, sagte sie und ihre Stimme hatte einen warmen Klang angenommen. Sie konnte gar nicht anders, als dass ihr die Liebe zu ihm anzuhören war. Unbewusst spielte sie mit dem Ring an ihrem Finger, der symbolisierte, dass sie und er bald für immer zusammengehörten.

„Hier war einiges los. Das Ritual, Hexen, die andere verzauberten und Böses im Sinn hatten und dann wurde auch noch alles wurde eine Buch- und Fernsehwelt. Sprcih Nik lieber nicht darauf an, dass er ein Elb war. Du hast den großen Ball verpasst, den Bekah veranstaltet hat.“, sagte sie und sah bei der Erwähnung der Urvampirin nach unten. Es belastete sie unbestritten, dass Rebekah wütend auf sie war. Traurig strich sie über den Ring, der einst ihrer Mutter gehört hatte und der durch ihren Verlobten zu ihr zurückgekommen war, nachdem Grabräuber vor langer Zeit das Grab ihrer Mutter schändeten.

„Was hast du erlebt?“, fragte sie und sah wieder auf. Sie versuchte ihre Trauer wegen Bekah zu vertsecken, aber vermutlich konnte er sie dennoch sehen. Elijah kannte sie einfach zu gut, nicht so gut wie Nil zwar, aber dennoch gehörte er zu denjenigen, der sie am besten kannten.

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   So Nov 16, 2014 8:32 pm

„Du weißt doch, Nik bekommt alles, was er will.“ Damit hatte Rowena recht, sein Bruder bekam immer was er wollte, auch wenn er dafür über Leichen gehen musste. zwischen den beiden Brüdern war schon oft ein Streit entbrannt weil Elijah nicht immer mit den Methoden seines Bruders einverstanden war. Was Rowena ihm sagte, war in etwa auch das was Kol ihm erzählt hatte, nur die Hexen hatte sein Bruder offenbar vergessen zu erwähnen. Offenbar war es hier keineswegs langweilig gewesen während seiner Abwesenheit. "Ja den Ball hatte Kol auch schon erwähnt, um ehrlich zu sein ich bin schon etwas länger in der Gegend. Nur auf dem Ball schien schon so genug los gewesen zu sein, ohne das ich mich wieder ankündige."

Dem Urvampir entging nicht Rowenas Reaktion als sie Rebekah erwähnte, er kannte beide gut genug um zu wissen, das etwas zwischen beiden vorgefallen sein musste. Wenn Elijah eine Vermutung äußern müsste, würde er auf den Ball gestern tippen. Kol hatte bereits erwähnt das jemand versucht hatte Rebekah in die Parade zu fahren und so wie er Rowena kannte, hatte sie vielleicht versucht zu schlichten. Und sowas konnte Rebekah meistens gar nicht leiden. "Keine Sorge, ich bin sicher Rebekah kriegt sich wieder ein. Sie brauch nur etwas Zeit, das ist alles." Damit wagte er mal einen Schuss ins blaue, doch wenn es stimmte, wollte er Rowena aufheitern.

Wie es ihm ergangen war, war allerdings eine etwas andere Frage. Auch er hatte einiges erlebt neben seiner Suche nach Mikael. "Ach ich bin etwas herum gekommen. Neben der Suche nach meinem Vater habe ich ein paar andere Vampire getroffen und noch ein paar andere Interessante Sachen in Erfahrung gebracht." Die Rede war von seiner Begegnung mit einem Hexenzirkel, die Werwölfe für ihre Zwecke eingesetzt hatten. Darum hatte er sich ebenfalls gekümmert. Doch mit solchen Kriegsgeschichten wollte er Rowena nicht langweilen. "Die Suche nach Vater ist in den letzten 17 Jahren allerdings nahezu im Sand verlaufen. Er scheint spurlos verschwunden zu sein. Also habe ich mich entschieden zurück zu euch zu kommen und zu bleiben." Elijah war die ewige Suche auch leid, er wollte endlich miterleben wie seine Familie glücklich wurde und deswegen würde er hier bleiben. Deswegen und um seine Familie zu beschützen, vor dem Fall der Fälle.
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Rowena De Vere
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mo Nov 17, 2014 8:09 am

Natürlich hatte Elijah sie durchschaut, wusste genau, dass es Rebekah war, was sie bedrückte. Er sagte, es würde sich wieder beruhigen und dass die Blonde einfach Zeit brauchte, aber Rowena war sich nicht sicher. Sie hatte sich noch nie mit ihrer besten Freundin gestritten und fühlte sich deswegen gerade so, als ob ihr jemand ein Messer in die Brust gestoßen hätte. „Sie hat mich noch nie so angesehen.“, sagte sie kaum hörbar und schluckte schwer. Rowena wollte nicht schon wieder weinen. Sie war ein Vampir und kein kleiner Mädchen mehr. Oder vielleicht doch. Vielleicht war sie immer noch das eingeschüchterte Mädchen, welches tief in ihrem Inneren immer Angst hatte, man könnte ihr Gewalt antun und im gleichen Moment von denen verlassen zu werden, die sie liebte und bei denen sie sich geborgen fühlte.

Sie lenkte sich ab, indem sie ihn fragte, was er erlebt hatte, aber eine richtige Ablenkung wurde das nicht, nachdem sie hörte, was er gemacht hatte. Ein Zittern ergriff sie bei Mikaels Namen und sie stand ruckartig auf, um ein paar Schritte nach hinten zu taumeln. Er konnte nicht wirklich nach diesem Mann gesucht haben. Aus reinem Selbstschutz umfasste sie ihren Oberkörper mit ihren Armen, als ob sie das irgendwie beschützen könnte. Nicht nur die Tatsache, dass Mikael Nik das Leben zur Hölle gemacht hatte und ihn töten wollte, um sich damit daran zu rächen, dass seine Frau ihn betrogen hatte, nein, er hatte sich auch an Rowena vergriffen, hatte sie gefangen genommen und ihr Schmerzen zugefügt, nur um damit seinem Sohn wehtun zu können. In ihren Augen war Mikael ein ebensolches Monster, wie es Redvers gewesen war.

„Du kannst ihn nicht suchen, nicht nach allem, was er getan hat!“, sagte sie und ihre Stimme klang leicht panisch. Ihre hellen grünbraunen Augen sahen ihn schreckensweit an und nun schlichen sich doch erste Tränen in sie, obwohl sie es gar nicht wollte. Sie wollte nicht das kleine, verängstigte Mädchen sein, welches sie mal gewesen war, ehe sie in einen Vampir verwandelt worden war. „Er darf nicht herkommen, Elijah.“, brachte sie flehend und zittrig hervor. Vielleicht konnten sie in dieser Stadt ihr Glück finden. Nik und sie hatten sich endlich wieder gefunden, sie wollten heiraten und damit offiziell für immer zusammen zu sein. Das durfte man ihnen nicht kaputt machen, nicht noch einmal. Nik durfte nichts zustoßen, ebenso wenig wie Rebekah oder Elijah. Sie alle könnten in Gefahr sein, wenn Mikael hier auftauchte.

Tbc: Waldrand

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