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 Kaminzimmer

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Rowena De Vere
Vampire
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Do Mai 14, 2015 4:52 pm

Cf: Stadtzentrum
Im Kaminzimmer brannte ein angenehmes Kaminfeuer. Das Kätzchen auf ihrem Arm war ganz ruhig, schmiegte sich an sie, hatte aber keinerlei Angst. Ihre Sekundenreise hatte es nicht aufgeregt und die Vampirin war sich ziemlich sicher, dass das der Verdienst des Erzengels war, der irgendwelche Gedankenmanipulationen durchgeführt hatte oder so ähnlich. Auf dem Sofa lag eine Decke und Rowena nahm sie und legte sie vor den Kamin. Vorsichtig setzte sie das Kätzchen darauf, was tatsächlich sitzen blieb und sie mit großen Augen ansah. Die Prinzessin zitterte ganz leicht und wollte eigentlich raus aus ihren nassen Kleidern, aber offenbar wollte das Tier nicht, dass sie ging, weswegen sie sich einfach auf den Boden setzte. Sie würde einige Sachen besorgen müssen. Vielleicht waren von dem Ball noch ein paar Häppchen übrig, wo sie der Katze etwas davon geben konnte, aber auch sonst brauchte sie einiges.

Hatte sie gedacht, dem kleinen Plüschball würde es auf der flauschigen Decke gefallen, musste sie schnell einsehen, dass dem nicht so war. Das Kätzchen krabbelte auf ihren Schoß und rollte sich dort leise schnurrend zusammen. Rowena lächelte sanft, während sie über das weiche Fell streichelte. Mit der anderen Hand zückte sie ihr Handy, suchte sich die Nummer einer Tierhandlung und bestellte alles, was ihr gerade einfiel. Dass sie Nik erst einmal fragen musste, ob sie Cookie überhaupt behalten durfte, war ihr durchaus klar, aber erst einmal musste sie dafür sorgen, dass es dem Kätzchen gut ging, selbst wenn sie es dann wieder abgeben musste. Schnell schrieb sie ihrem Geliebten eine SMS, erzählte ihm, was geschehen war und fragte, ob sie nicht ein Haustier haben konnten.

Danach schaute sie einfach nur in die Flammen des Kamins, bekam langsam wieder warme Glieder und kraulte Cookie das kleine Bäuchlein. Eine Stunde saßen sie so zusammen, bis das Kätzchen aufstand, sich streckte und dann aufstand, Rowena erwartungsvoll anschauend. Die brünette Vampirin stand ebenso auf und ging, mit dem Tier an ihrer Seite, in die Küche, wo sie tatsächlich noch Reste fand, die noch gut waren und sofort freudig verspeist wurden. Die Kleider der Vampirin waren immer noch klamm und sie ging nach oben. Cookie folgte ihr sofort und auch als Rowena unter die Dusche stieg, saß das Kätzchen auf dem Boden, spitzte die Ohren und sah sie an, mauzte einmal leise, als wollte sie sagen, sie passte auf, dass niemand hereinkam. Der Engländerin schmolz das Herz und sie wusste, sie würde sich von dem Tier nicht mehr trennen können. Sie hatte ja sogar schon einen Namen!

Sich endlich wieder warmfühlend und mit frischen Kleidern ging sie, Cookie bei Fuß, ins Schlafzimmer, schnappte sich dort ihr Buch und ging wieder ins Kaminzimmer, wo sie es sich bequem machte. Das Kätzchen hüpfte sogleich wieder auf ihren Schoß und rollte sich dort ein. Die angenehme Stille wurde nur vom Klingeln der Haustür unterbrochen, als die bestellten Sachen geliefert wurden. Recht schnell saßen die beiden neuen Freude wieder auf der Couch.

Tbc: Niklaus Phone

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Rowena De Vere
Vampire
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Do Mai 14, 2015 9:18 pm

Cf: Niks Phone

Cookie schlief in aller Seelenruhe auf ihrem Schoß, ab und zu zuckte eines der Öhrchen, wenn es etwas Interessantes gehört hatte. Es war süß. Rowena las, beobachtete aber die Katze immer wieder mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. Ihr letztes Tier hatte sie gehabt, als Nik ihr die kleine Rappstute geschenkt hatte, nachdem sie in einen Vampir verwandelt worden war. Sie wusste noch nicht, was ihr Verlobter zu dem Kätzchen sagte, aber so verrückt es war, sie konnte sich das Haus schon nicht mehr ohne das kleine Fellknäuel vorstellen. Cookie war einfach viel zu niedlich!


Sie erschrak sich fast zu Tode, als plötzlich ein Schrei erklang und jemand auf dem Boden landete. Die Katze sprang fauchend von ihrem Schoß und die Vampirin war innerhalb von Sekundenbruchteilen auf den Beinen. Das Buch fiel einfach zu Boden. „Gabriel!“, entfuhr es ihr und schon war sie an seiner Seite. Er blutete, war offenbar schwer verletzt. Seine Flügel waren sichtbar, einer hing sogar fast im Kaminfeuer. Rowena handelte sofort. Sie war ein Vampir und auch wenn sie klein war, zart gebaut, konnte sie ihn hochheben und zur Couch tragen.

„Ruhig liegen bleiben!“, ordnete sie an und war auch schon verschwunden. In Vampirgeschwindigkeit holte sie die benötigten Sachen: Handtücher, Wasser, Verbandsmaterial. Kurz darauf war sie wieder bei dem Engel, der wieder seine männlich Gestalt angenommen hatte. „Das wird wehtun, tut mir leid“, sagte sie und begann sanft damit, die Wunden zu versorgen. Einige von ihnen waren tief und ein Mensch wäre ihnen erlegen. Ein Engel war aber ebenso wenig ein Mensch, wie ein Vampir es war. Wer hatte ihm das angetan?

Sie biss sich auf die Unterlippe und machte weiter. „Ich muss ihre Flügel anfassen“, sagte sie fahrig, entschuldigte sich sogleich erneut. Rowena wusste, dass sie ihm Schmerzen bereitete, egal wie vorsichtig sie war. Sie sah aber auch, dass es ihm half. Er steckte in einem menschlichen Körper und dessen Herz schlug wieder kräftiger. Das war ein gutes Zeichen. Vorsichtig verarztete sie die mächtigen Schwingen, merkte nicht, dass ihr Tränen über die blassen Wangen liefen. Ihre Seele schmerzte bei dem Wissen, dass unter ihren Händen ein Engel litt, dass sie nichts tun konnte, um ihm seine Schmerzen zu nehmen. Sie wollte ihm helfen, sie musste ihm helfen. Irgendwie.

Cookie war auf die Lehne der Couch gesprungen und schaute genau zu, was passierte. Aufgerissene Verbandspackungen lagen auf dem Boden, ebenso wie blutverschmierte Tücher. Alle Wunden waren versorgt und sie begann vorsichtig, die Flügel vom Blut zu befreien. Ihre Hände zitterten. Was konnte sie tun, damit es ihm besser ging. Vampirblut hatte sicherlich keine Wirkung auf ihn. Ebenso wenig würden vermutlich menschliche Medikamente helfen. Rowena wusste nicht, ob es in Ordnung war, aber sie streichelte vorsichtig über die weichen Federn, wollte ihm zeigen, dass sie da war, ihm helfen wollte. Angst haftete an dem Erzengel, wie bei ihrem ersten Treffen. Erneute Träume? „Was kann ich für sie tun?“, fragte sie mit zitternder Stimme, merkte noch immer nicht, dass sie weinte. Es war ihre Seele die litt.

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Gabriel
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Fr Mai 15, 2015 5:55 pm

cf: Stadt - Gabriel's Apartment

Normalerweise entsprach es nicht gerade der Art des Erzengels, einfach so in die Behausung eines anderen zu platzen. Jedenfalls nicht bei Personen die er mochte, andere zählten für ihn sowieso nicht und da war er durchaus das, was die Winchesters so gern den Engel vorwarfen. Ein rücksichtsloser, egoistischer Mitstkerl. Vielleicht war es das, was mit ihnen geschah, wenn die Welt ständig nur versuchte ihn und seine nahezu grenzenlose Macht für die eigenen Zwecke zu missbrauchen. Vielleicht wurde man dann ganz automatisch zu dem, was er heute war.

Diesmal hatte er nicht mehr die Kraft seine eigene Gestalt zu verändern. Seine Hülle war nun mal männlich und als solche fiel er nun der kleinen Adeligen vor die Füße, wie eine reife Frucht, die vom Baum plumpst. Sogar der kleine Zauber, der seine Flügel vor neugierigen Blicken verbarg, hatte sich verloren. Dabei war der Gabriel schon ebenso wie das Luft holen in Fleisch und Blut übergegangen. Es war erschreckend, vor allem für den Erzengel, wie entblößt, Macht- und Hilflos er gerade war.

Noch nie hatte Gabriel etwas Vergleichbares erlebt. Selbst wenn er gewollt hätte, er hätte sich nicht dagegen wehren können, hochgehoben und auf die Couch gelegt zu werden. Mit einem schweren Atemzug schloss er die Augen, als die Aufforderung zum stillliegen kam. Der ewige Zyniker war gerade zu schwach für Zynismus. Sonst hätte er bestimmt etwas in der Richtung gesagt, dass dies ein guter Witz war. Er war nicht mal mehr in der Lage eine Feder zu heben.

Nur wenige Atemzüge später war Rowena wieder an seiner Seite. Ihr Hinweis das es nun wieder schmerzen würde ließ ihn ein Auge öffnen und ihr aus diesem einen unergründlichen Blick zu werfen. "Es ist gut. Dann schlafe ich wenigstens nicht ein." Tatsächlich bereitete der Gedanke ihm Unbehagen. Nach wie vor fühlte er die Müdigkeit in seinem Hinterkopf lauern. Sie ließ ihn nicht mehr los, selbst so kurz nach dem Aufwachen.

Klaglos ließ er die Behandlung über sich ergehen, biss nur hier und da die Zähne zusammen, wenn es besonders unangenehm war. Das Schlimmste waren die Flügel, denn sie waren kein Teil der menschlichen Hülle mehr. Sie gehörten zu Gabriel selbst, waren Teil seines Wesen und genau deswegen war es noch unverständlicher, dass sie ebenfalls Schaden genommen hatten.

Die Vampirin hatte wirklich ein gutes Herz. Gabriel bemerkte sehr wohl die Tränen, die sie vergoss. Das Schlimmste war vorbei und alles was Rowena noch tat, diente dem Entfernen der Blutspuren auf den Schwingen. Dennoch lief immer wieder ein Schauder durch Gabriels Körper und setzte sich fort bis in die letzte Feder. Die großen Augen des Kätzchens verfolgten die Wellenbewegung jedesmal interessiert und Gabriel fragte sich, ob es der Spieltrieb des Tieres war, oder etwas anderes. Er hatte jedoch gerade nicht die Kraft und Ausdauer, um dieser flüchtigen Frage länger nachzugehen.

Zwischendrin driftete er ab und war kurz vorm einschlafen, nur um aufzuschrecken, wenn es ihmauffiel. Er durfte nicht nochmal einschlafen. Irgendwie war er überzeugt davon, dass es sein Tod sein konnte, auch wenn er nicht verstand wie das möglich war. Zwar gab es bestimmt einige Engel, die ihm gerne Schaden wollten, aber kaum einer hätte die Macht, ihm etwas derartiges anzutun. Lucifer vielleicht, aber Gabriel glaubte nicht, dass sein gefallener Bruder ihm etwas derartiges antun würde. Zumal er davon überzeugt war, Lucifer würde es ihn dann auch wissen lassen, wem er dieses "Geschenk" zu verdanken hatte. Er hatte immer eine Bühne und Publikum bevorzugt. Aber wer war es dann? Und noch viel wichtiger: Wie zog er seinen Hals aus dieser Schlinge?

Die zarte Stimme an seiner Seite, holte ihn aus seinen eigenen Überlegungen heraus. "Sie haben mir Gastfreundschaft und Hilfe bereits geboten", erklärte Gabriel mit rauer Stimme und räusperte sich, um die Kehle frei zu kriegen und auch, um das benommene Gefühl los zu werden. "Doch ich brauche einen scharfen und vor allem wachen Geist. Denn meiner ist getrübt und ich scheine nicht in der Lage zu sein, mich dem zu widersetzen. Sie müssen verhindern, dass ich wieder einschlafe", bat er Rowena und suchte dabei ihren Blick.

Er war es nicht gerade gewohnt, auf Hilfe angewiesen zu sein. Und wenn er ehrlich war, gab es wohl auch nur wenige, die ihm Hilfe angeboten hätten. Es gab genügende, die der Meinung wären die Welt wäre ohne ihn besser dran und auch wenn Gabriel da Einwände gehabt hätte, so stimmte es zumindest, dass die Welt ohne ihn auch nicht schlechter dran gewesen wäre.




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Rowena De Vere
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Sa Mai 16, 2015 5:48 pm

Es schmerzte die Vampirin, den Engel so zu sehen? Wo war seine Unverwundbarkeit? Er wollte nicht schlafen, das war klar. Ihre Sicht verschwamm vor ihren Augen und erst jetzt merkte sie, dass sie weinte. Unwirsch wischt sie sich die Tränen weg, aber sie konnte nicht aufhören. Es spielte auch keine Rolle. Sie wollte ihm helfen, aber sie hatte keine Ahnung, was sie tun konnte. Wie konnte man einem Engel helfen, der so schwer verletzt war, dass er nicht einmal eine Hand heben konnte? Sie fühlte sich so hilflos. Cookie mauzte leise auf der Couchlehne und Rowena könnte wetten, dass sie besorgt aussah.

Es war doch wohl das Mindeste, das sie hatte machen können, aber es genügte nicht. Sie musste noch etwas anderes tun können, um ihm zu helfen. Irgendwas musste es doch geben. Gabriel wollte nicht einschlafen. Also waren es doch irgendwelche Träume, die ihn quälten. Die Vampirin träumte nur noch selten von ihrer letzten Zeit als Mensch, als Redvers sie Nacht für Nacht vergewaltigt hatte. „Gut. Ich... ich halte sie wach“, sagte sie. Ihre Stimme zitterte immer noch, aber das musste sie ignorieren. „Cookie, pass auf“, sagte sie und flitzte nach draußen.

Das Kätzchen sprang auf die Armlehne und schmiegte sein kleines Köpfchen an Gabriels Wange. Sie raue Zunge leckte zärtlich über die Nase des Engels. Sie spürte, das etwas nicht stimmte und wollte helfen. Sie wusste genau, dass Rowena weinte und sie wollte nicht, dass ihre neue Freundin traurig war.

Die kleine Prinzessin war schnell wieder zurück. Sie hatte Getränke geholt, Filme und Bücher. Im Schneidersitz setzte sie sich auf den Boden. Cookie kam zu ihr gelaufen, setzte sich auf ihren Schoß, als wäre das schon immer ihr vorgesehener Platz. Die Vampirin nahm nur am Rande wahr, dass ihr Handy sich meldete. Sie war zu sehr auf den Engel fixiert. „Waren schwarze Löcher in Gottes Schöpfung geplant? Wenn ja, warum? Ich meine, sie verschlucken alles, da ihre Masse so groß ist, selbst Licht, weswegen sie schwarz erscheinen.“, sie redete einfach drauf los und das, was ihr gerade einfiel, waren Fragen der Astrophysik, das Fach, was sie zuletzt an der Universität studiert hatte.

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   So Mai 17, 2015 6:44 pm

Die zarte Frau war aufgewühlt, doch Gabriel verspürte kein schlechtes Gewissen. Zum einen hatte er keine große Auswahl gehabt, bei wem er sich Hilfe suchen konnte und wollte. Und zum anderen war Rowena stärker als es den Anschein machte.

Sie hatte seine Wunden fachgerecht versorgt und etwas anderes hatte er auch gar nicht von ihr erwartet. Als sie jetzt wieder verschwand und die Katze als seinen - ja was eigentlich? - Bewacher? Beschützer? abstellte, war Gabriel doch leise verwundert.

Gabriel verfolgte skeptisch das Kätzchen und dessen Aufmunterungsversuche. "Hätte ich dich in eine sexy Frau verwandelt, würde ich das eindeutig mehr genießen", murmelte der Erzengel. Er hätte das leicht korrigieren können, doch damit hätte er seiner Gastgeberin wohl eindeutig Kummer bereitet, die an der Gestalt des Kätzchens zu hängen schien. Also beließ er es dabei.

Vorsichtig versuchte er die Flügel einzuschlagen. Erleichtert stellte er fest, dass er wieder Kontrolle über diese hatte, auch wenn die Bewegung schmerzte. Doch das war etwas, dass er ausblenden konnte. Bis Rowena zurückkam, waren die mächtigen Schwingen wieder für jedermanns Auge verborgen und vor allem waren sie nicht mehr Teil dieser Dimension, was bedeutete sie nahmen keinen Raum ein. Ansonsten wären sie auch echt hinderlich.

Rowena kam zurück und Gabriel bediente sich an den bereitgestellten Getränken. Zwar hatte er als Engel keine menschlichen Speisen und Getränke nötig, doch er hatte den Geschmack schon immer genossen. Ihre Frage war tatsächlich kompliziert genug, um den Nebel der sich um seinen Geist legen wollte, ein wenig aufzuhalten.

"Schwarze Löcher? Dann glaubst du an ihre Existenz? Ich habe Menschen kennen gelernt, die Arrogant genug waren andere Narren zu schimpfen und tatsächlich behauptet haben, so etwas wie schwarze Löcher gibt es nicht." In Gabriels Augen lag ein Hinterhältiges Funkeln, als er sich an Professor Hasselbeck und sein Gespräch mit ihm erinnerte. Er hatte den Mann nicht leiden können und dessen herablassende Art war wohl der Auslöser dafür, dass er ihm höchstpersönlich die Existenz von schwarzen Löchern bewiesen hat.

"Ich fürchte deine Frage kann ich dir nicht beantworten, kleine Lady. Sie sind weitaus älter als ich es bin und ehrlich gesagt nicht sonderlich amüsant oder nützlich, für jemanden wie mich. Ich verstehe nicht die Faszination, die sie auf die Menschen auszuüben scheinen. Denn entgegen aller Science Fiction Filme sind sie keine Möglichkeit, um schnell ans Ende des Universums zu gelangen. Zumal es schwer ist das Ende von etwas Unendlichem zu erreichen", sinnierte der Engel.

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Rowena De Vere
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Di Mai 19, 2015 9:16 pm

Sollte sie lächeln bei seinem Kommentar? Viel mehr trieb ihm sein Spruch die Schamesröte ins Gesicht. Sie konnte mit solcher offenherzigen sexuellen Anspielungen nicht umgehen. Da wurde sie immer nervös. Sie war einfach in einer Zeit aufgewachsen, in der über Sex nicht gesprochen wurde, der Akt als etwas Notwendiges zur Fortpflanzung angesehen wurde. Das man mit dem Thema so offen umging, war erst in den letzten Jahren aufgekommen und sie lebte einfach schon zu lange, um sich an alle neuen Gepflogenheiten zu gewöhnen. Da ihr Verlobten jedoch noch einige Jahrhunderte älter war, war das nicht weiter schlimm.

Dem Engel schien es schon ein bisschen besser zu gehen. Seine Flügel waren wieder unsichtbar und er nahm sich etwas von den Getränken. Es erleichterte Rowena, denn sie wollte nicht, dass es ihm schlecht ging. Sie wünschte vielleicht ihren Exmann in die Tiefen der Hölle, aber sonst wünschte sie niemandem etwas Schlechtes. Ganz automatisch streichelte sie Cookies weiches Fell, sah zu Gabriel auf und wartete gespannt auf seine Antwort.

Warum sollte sie nicht an schwarze Löcher glauben? „Ich habe Astrophysik studiert, habe sogar einen Doktor. Warum soll ich nicht an schwarze Löcher glauben, wenn ich sie beweisen kann?“, fragte sie schüchtern und musterte ganz genau das Fell des Kätzchens, als ob es das Interessanteste der Welt wäre. Sie wollte mit ihrem bescheidenen Wissen nicht angeben, immerhin sprach sie hier mit einem Engel, der länger lebte, als die ganze Menschheit. Rowena war keine derjenigen, die irgendwelche Science Fiction in den Weltraum projizierte.

„Sie sind vom wissenschaftlichen Aspekt interessant. Es gibt so vieles, was wir nicht wissen und über schwarze Löcher wissen wir nicht nur wenig, sondern sie widerlegen auch immer wieder gedachtes Wissen. Das macht es spannend. Für einen Engel mag das uninteressant sein, aber selbst ein Vampir lebt nicht lange genug, um sich genug wissen anzueignen, um irgendwann gesättigt zu sein“, sagte sie und ihre Augen strahlten. Sie hatte einen unbändigen Wissensdurst und lebte diesen auch aus.

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Do Mai 28, 2015 7:40 pm

Rowenas Scharfsinn enttäuschte ihn erneut nicht, als sie von der Beweisbarkeit der Existenz schwarzer Löcher sprach. "Genau das habe ich diesem Hasselbeck auch gesagt. Aber er wollte mir einfach nicht glauben, das schwarze Löcher existieren." In seiner Begeisterung über ihre gleiche Meinung zu dem Thema war er mit einem kleinen Hüpfer an den Rand des Sitzkissens gerutscht und seine Augen leuchteten auf.

Menschen konnten ja solche Skeptiker sein. Genau wie es immer noch diese Verschwörungstheorien zu Area 51, dem Kennedyattentat oder eben der Mondlandung gab. Okay, bei letzten war er geneigt den Verschwörungsfanatikern recht zugeben. Er hatte zumindest keine Flagge auf dem Mond gefunden und er wagte mal zu behaupten, die einzigen Fußabdrücke da oben waren seine eigenen. Aber auch ein Erzengel konnte mal irren und er hatte '69 gerade anderes um die Ohren gehabt, als den Mond zu überwachen.

Tatsächlich waren schwarze Löcher etwas, dem Gabriel bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Sie waren da, wie die Pflanzen auf der Erde oder die Sonne am Himmel oder auch das Phänomen, welches das Wetter auf der Erde bestimmte. Solange nichts davon seine Pläne kreuzte, war es für ihn bedeutungslos und somit uninteressant.

"Was den einen ihr schwarzes Loch, ist den anderen die Menschheit", gab Gabriel mit einem verstehenden Lächeln zurück. "Allmählich glaube ich selbst die Lebensspanne eines Engel reicht nicht aus, um sie zur Gänze zu verstehen. Sie überraschen mich selbst heute noch. Nicht immer zum positiven, aber zweifellos handeln einige von ihnen immer noch wider besseren Wissens, in der Hoffnung das Richtige zu tun. Selbst meine Art kann nicht sehen, wo das in der Zukunft hinführen wird."

"Mit dem Wissendurst ist es wie mit den schwarzen Löchern: Man kann sie nicht auffüllen, egal wie viel man nachfüllt." Der Erzengel lachte leise und beglückwünschte sich im Stillen selber zu diesem Vergleich, der so passend schien.

Tatsächlich fühlte sich der Erzengel nicht mehr so müde und ihm war, als würde allmählich die Decke, die sich über seinen Verstand gelegt und ihn gelähmt hatte, weggezogen. Damit kam die Frage zurück, wie es überhaupt hatte dazu kommen können. Ein ungutes Gefühl zog an seinem Verstand, dass ihm sagte, dass hier etwas übernatürliches vor sich ging. Mit dem logischen Denken war die Angst die ihn beherrscht hatte verschwunden. Die Erinnerung daran war allerdings in sein Gedächtnis eingebrannt und er würde es wohl nie vergessen, wie schwach und verletzlich er sich in dem Moment gefühlt hatte. Sollte er je denjenigen finden, der ihm dieses Gefühl beschert hatte, er würde ihm erst für die Erfahrung danken und ihn dann in Rowenas Gedenken in ein schwarzes Loch werfen.

Sein Blick ging zu dem Kätzchen, das den Namen Cookie erhalten hatte. "Hier gehen merkwürdige Dinge vor sich", murmelte er gedankenverloren. Diese süßen Teilchen hatten echt lecker ausgesehen, zumindest bevor er sie in eine Katze verwandelt hatte. "Ich gehe davon aus, dass du dein Kaffeeteilchen maunzend bevorzugst? Dann würde ich darauf verzichten, den Originalzustand wieder herzustellen", stellte er fast schon sachlich fest.


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Rowena De Vere
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Fr Mai 29, 2015 8:11 pm

Gabriel sah plötzlich aus wie ein Kind. Er freute sich, dass sie die gleiche Ansicht über schwarze Löcher hatten. Er rutschte an den Rand der Couch und seine Augen begannen zu leuchten und aus irgendeinem Grund hatte Rowena das Bedürfnis, ihm einen Lolli zu schenken. Er war abgelenkt von seinen Schmerzen und dem Horror, die ihn zuvor gefangen gehalten hatten. Er war ganz gewiss kein Kind, immerhin war er ein Erzengel und damit älter, als die kleine Prinzessin es sich vermutlich vorstellen konnte. Trotzdem wirkte er gerade wie ein Kind unter dem Christbaum. Gegen ihren Willen musste lächeln und hoffte, dass es ihm besser ging. Sie hatte noch nie jemanden leiden sehen können. Es hatte immer ihr Herz zerrissen. Eigenschaften von Vampiren wurden stärker. Ihr Mitgefühl hatte sich derart gesteigert, dass es sie oft selbst verletzte.

„Ich denke, man kann einen anderen nie ganz verstehen, weil jeder anders fühlt. Deswegen kann man auch die Menschen nicht zur Gänze verstehen, egal wie lange man sie beobachtet, denn man beobachtet sie eben nur“, sagte sie nachdenklich, streichelte Cookie dabei und traute sich nicht, den Engel direkt anzusehen. Bei seinem Vergleich lachte er leise und auch sie lächelte. „Es ist gut, dass der Wissensdurst nie versiegt, denn das würde Stillstand bedeuten. Es ist wichtig, dass man sich weiterentwickelt.“ Jetzt sah sie ihn doch an, aber nur kurz. Es kam ihr nicht richtig vor, einen Engel zu lange direkt anzuschauen, selbst wenn er zuvor blutend vor ihre Füße gefallen war. Man durfte nicht vergessen, wer Gabriel war, selbst wenn seine Augen immer noch leuchteten, als hätte ihm gerade jemand eine Schokoladentorte geschenkt.

Er sah tatsächlich besser aus und es kam wieder Leben in ihn. Offenbar wollte er aufbrechen. Sein Blick lag auf Cookie und kurz am die Sorge in ihr auf, dass er ihr das Kätzchen wieder nehmen könnte, immerhin war es durch seine Magie verwandelt worden. Cookie spürte ihre Unruhige und drückte sich näher an sie. „Sie ist etwas Besonders“, sagte sie sanft, lächelte auf die Katze hinunter. Auch wenn er gerade extrem sachlich klang, glaubte sie nicht, dass er ihr die Katze nahm, nachdem sie den ersten Schreck überwunden hatte. „Ich würde sie gern behalten. Sie scheint nicht unglücklich zu sein mit ihrem neuen Dasein“, fügte sie vorsichtig hinzu.

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Do Jun 04, 2015 12:00 pm

An Rowenas Gedanken zur Vielfältigkeit der Menschheit war etwas dran. Selbst das Leben eines Engels war nicht lang genug und bei all seiner Macht war er dennoch nicht in der Lage, jedes einzelne Lebewesen so zu erfassen, wie es nötig gewesen wäre, um die Menschheit als Ganzes zu begreifen.

"Es ist Teil der Evolution. Sich weiter zu entwickeln bedeutet Leben. Stillstand ist der Tod einer jeden Spezies. Egal ob Mensch oder Tier." Es war eine einfache Wahrheit, die Bestand hatte seit dem die ersten Lebensfähigen Zellen diesen Planeten bevölkert hatten. Er konnte die Logik und die Zwangsläufigkeit dahinter genauso deutlich sehen, wie die Gläser vor ihm auf dem Tisch und er nahm es mit der selben Selbstverständlichkeit hin. Das worüber sich schon einige Philosophen die Köpfe heiß geredet hatten war für Gabriel nicht mehr als eine unumstößliche Wahrheit die einer mathematischen Formel gleich kam.

Normalerweise war es Engel verboten, derart in den Kreislauf von Leben und Tod einzugreifen. Einem leblosen Gegenstand Leben einzuhauchen setzte eine Kettenreaktion von Ereignissen in Gang. Aber Gabriel hatte sich schon vor langer Zeit von den Regeln und Vorschriften des Himmels distanziert und viel schlimmere Dinge getan aus weitaus egoistischeren Gründen.

Rowena anzubieten die Katze so zu lassen wie sie war, brachte ihn in keinen großen Gewissenskonflikt. Er lachte kurz und trocken auf, als sie meinte die Katze sei etwas besonderes. "Sie ist ein Nusshörnchen."

Gabriel neigte den Kopf ein wenig und sah die Katze intensiv an, als Rowena mutmaßte sie wäre nicht unglücklich. Zwar hatten Tiere keine menschliche Seele, aber ihr Inneres lag offen vor ihm, wie ein aufgeschlagenes Buch in dem er lesen konnte. "Nein, das ist sie nicht. Allerdings pflegt ein Nusshörnchen keine Gefühle zu haben, womit es sie nicht berühren würde, wenn ich sie in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetze. Das gilt aber nicht für ihr Umfeld", setzte Gabriel nach und sah Rowena ebenso an. Viele seiner Brüder hätten diesen Punkt außer Acht gelassen. Aber er lebte schon lange genug unter den Menschen, um sich darüber bewusst zu sein, dass Rowena im Gegensatz zu dem empfindungslosen Nusshörnchen traurig sein würde. "Ich denke ein kleines Kätzchen wird das Universum nicht ins Chaos stürzen mit seinen Taten. Sehe es als Lohn für deine Freundlichkeit und das anregende Gespräch, dass ich die Naturgesetze ein wenig umgehe. Doch mir scheint, hier ist noch mehr aus dem Lot geraten und ich will der Sache auf den Grund gehen. Wenn du mich entschuldigst?"

Er zwinkerte Rowena noch einmal amüsiert zu und verschwand mit einem Fingerschnipp, um an den Ort zurückzukehren, wo das Übel seinen Anfang genommen hatte - in seinem Apartment.

tbc: Stadt - Kirche

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Do Jun 04, 2015 12:59 pm

Man musste sich weiterentwickeln, das stimmte. Es galt für alle Spezies, auch für Vampire. Ein Vampir, der in der Zeit verblieb, in der er als Mensch gelebt hatte, wurde entweder verrückt oder sehr schnell getötet. Man musste mit der Zeit gehen, bereit sein für neues. Es war zwar auch ok, nicht alles für sich selbst anzunehmen, was die Zeit mit sich brachte, aber gewisse Dinge konnte man nicht ignorieren und sollte es auch gar nicht. Sie nickte, sah es genauso wie er, auch wenn er als Engel einen ganz anderen Überblick über die Dinge hatte, wie es bei ihr der fall war. Sie mochte aus Sicht eines Menschen unsterblich sein, aber im Vergleich zu einem Erzengel, war sie nicht einmal so alt, wie er Zeit für einen Wimpernschlag brauchte.

Die trockene Feststellung, dass Cookie ein Nusshörnchen war, entlockte ihr ein Lächeln. Es entsprach der Wahrheit, aber allein schon weil er Cookie 'sie' nannte und nicht einfach es oder so, zeigte schon, dass auch er nicht völlig unberührt geblieben war. Das Kätzchen mauzte leise und sah zu Gabriel auf. Etwas Wachsames lag in ihrem Blick, als würde sie genau beobachten wollen, dass der Engel nichts falsches machte. Er musterte Cookie ebenso und auch Rowena wurde mit einem intensiven Blick bedachte. Es stimmte, sie würde die Katze vermissen, wenn sie plötzlich nicht mehr da wäre, selbst wenn sie sie erst seit ein paar Stunden hatte.

„Danke“, sagte sie und lächelte ihn sanft an. „Und auch danke für das Gespräch. Solche Gelegenheiten bieten sich einem nicht oft.“ Es kam tatsächlich nicht oft vor, dass se einen Gesprächspartner hatte, der sich intellektuell auf ein kompliziertes Gespräch einließ. Oft argumentierte sie andere gegen die Wand , sodass diese entnervt das Gespräch beendeten. Gabriel hingegen schöpfte aus einem schier unermesslichen Wissen und Erfahrung, und er ließ andere Ansichten zu, hörte, was sie sagen wollte. Es war keine Selbstverständlichkeit. Mit einem amüsierten Augenzwinkern verschwand er und ließ die kleine Vampirin zurück.

Einen Moment blieb sie sitzen, dann aber stand sie auf. Ihr Handy hatte sich zuvor gemeldet und sie hoffte, dass es Rebekah oder Nik waren. Von ihrer besten Freundin hatte sie seit dem Streit nichts mehr gehört. Die SMS war von Nik. Natürlich machte er sich Sorgen um sie. Rowena wiederum hatte keine Ahnung, wo sich ihr Geliebter gerade aufhielt. Sie schrieb ihm eine Antwort und setzt sich auf die Couch. Das Kätzchen rollte sich neben ihr zusammen.

Tbc: Niks Phone

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Fr Jun 05, 2015 2:55 pm

Cf: Niks Phone

Hoffentlich ging es Nik gut und auch Gabriel. Der Erzengel hatte besser ausgesehen, aber sie machte sich dennoch Sorgen, das war einfach ihre Art, sich um die zu sorgen, die ihr am Herzen lagen. Rowena konnte nicht behaupten, dass es ihr zustand zu sagen, dass ihr ein Erzengel am Herzen lag, immerhin war er ein Engel und sie nicht mehr als ein Vampir, aber sie wollte definitiv nicht, dass es ihm schlecht ging. Nik hatte ihr noch nicht geantwortet und sie konnte nur hoffen, dass es ihm gut ging. Sie wusste noch nicht einmal, wo er überhaupt war. Was, wenn Mikael ihn aufgespürt hatte oder die Dämonen wiedergekommen waren? Sie merkte, dass ihre Finger sich an dem Buch verkrampften. Cookie hob den Kopf und gab ein leises Mauzen von sich. Sie war empfänglicher für Rowenas Stimmung, als eine normale Katze es wäre.

Die Vampirin ließ ihr Buch sinken und sah das Kätzchen an, welches ihren Blick erwiderte, dann aber gähnte und ihr Köpfchen wieder auf ihre Pfoten legte. Ein traurigen Lächeln lag auf ihren Lippen. Von Rebekah hatte sie seit ihrem Streit nichts mehr gehört. Die SMS war vermutlich ungelesen gelöscht worden. Es bekümmerte sie zutiefst, dass sie mit ihrer besten Freundin zerstritten war und nicht wusste, was sie dagegen tun konnte, denn sie würde wieder so handeln, wie sie es bei dem Ball getan hatte. Sie mochte die Hybriden ebenso wenig, aber deswegen würde sie nicht zulassen, dass jemand – mehr oder weniger zu Unrecht – fertig gemacht wurde. Es war einfach nicht ihre Art.

Sie zuckte zusammen, als jemand ins Haus kam. Es gab nur eine handvoll Leute, die eine Schlüssel hatten. Es war Rebekah. Nervosität und auch eine Spur Angst kam in ihr auf. Die Urvampirin konnte ziemlich unbeherrscht sein, wenn sie wütend war und das war sie vermutlich definitiv, wenn sie sie jetzt traf. Dennoch konnte sie hören, dass die Blonde direkt hier herkam, vielleicht angelockt durch den Blutgeruch, der immer noch im Raum hing. Rowena erhob sich, ihre Arme selbstbeschützend um ihren Oberkörper gelegt. Es war eine unbewusste Geste. Die Urvampirin kam hereingestürmt, wollte wissen, was passiert war. Cookie war erschrocken aufgesprungen, machte einen Buckel, sträubte ihr Nackenfell und machte einen buschigen Schwanz.

„Es ist alles ok. Es gab einen medizinischen Zwischenfall“, sagte sie und ihre Stimme klang ein bisschen höher als sonst. Sie wusste nicht, was sie erwartete, würde Rebekah ihr den Hals umdrehen und ihr das Leben zur Hölle machen, weil sie ihr in den Rücken gefallen war?

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Rebekah Mikaelson
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Do Jul 02, 2015 6:12 pm

Durchdringend sah Rebekah die dunkelhaarige Vampirin vor sich an, konnte allerdings weder Verletzungen noch Blutspuren an ihrem zierlichen Körper ausmachen. Auch im restlichen Raum war nichts Verdächtiges zu sehen und der Ursprünglichen kam die Vermutung grundlos aus Sorge überreagiert zu haben. Dennoch bereute sie ihr Aufkreuzen hier nicht, nicht weil Nik es ihr nie verzeihen würde wenn sie nicht stets ein Auge auf seine Verlobte hätte, sondern weil sie sich selbst niemals vergeben könnte wenn ihr etwas zustieße und sie es nur aus Wut nicht verhindert hätte. Denn ganz egal wie aufgebracht sie war, Rowena war Teil ihrer Familie und die wurde ohne Ausnahme beschützt.

"Es ist alles okay, es gab einen medizinischen Zwischenfall" sagte Row, die Hände schützend um ihren Körper gelegt. Fragend zog die Blonde eine Augenbraue nach oben und legte den Kopf schief. Einen medizinischen Zwischenfall? Na das war mal ganz was Neues! Bevor sie darauf allerdings eingehen konnte, fiel etwas anderes in ihr Blickfeld - eine kleine, sich sträubende Katze stand mit stolzem Blick im Raum und machte nicht den Anschein erfreut über Rebekahs Anwesenheit zu sein. "Was in Gottes Namen ist das?" fragte sie den Blick auf das buschige Vieh gerichtet, dessen aufgesträubten Haare sich langsam wieder legten. Soweit sie sich erinnern konnte waren sie vor ihrem Ausbruch noch nicht Besitzer eines Haustieres gewesen bzw. hatten sie seit ihrem Vampirdaseins keines mehr besessen. "Und was für ein medizinischer Vorfall? Der Blutgeruch kommt nicht von dir, also von was kommt er? Da ich mir kaum vorstellen kann das du irgendwelche perversen Doktorspiele mit Nik gespielt hast, bin ich doch mehr als gespannt auf deine Antwort!" Rebekahs Tonfall war kühl, mehr als das sogar, sie war nach wie vor wütend wegen Rowenas Betrug und sie hatte auch nicht vor ihrer besten Freundin einfach so zu verzeihen. Ja, sie war Teil dieser Familie aber oder eigentlich genau deswegen hatte sie auch hinter ihnen zu stehen, egal ob ihr ihre Taten gefielen oder nicht.

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Rowena De Vere
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Sa Jul 04, 2015 9:20 am

Dem stechenden Blick der Vampirin konnte sie nicht standhalten. Sie hatte eh Probleme mit direktem Blickkontakt und sie wollte nicht die Ablehnung in den Augen in ihrer besten Freundin sehen. Sie wusste, sie hatte diesen Hass verdient, weil sie sowohl Nik als auch Rebekah in den Rücken gefallen war, aber sie hatte Angst vor der Ablehnung. Cookie stellte sich mutig zwischen die Blonde und Rowena, auch wenn das Kätzchen natürlich rein gar nichts ausrichten konnte. Es erreichte nur, dass die Urvampirin ihre Aufmerksamkeit auf das Tier lenkte. Die Stimme der Blonden war kalt und unwillkürlich trat die kleine Lady ein Stück zurück. An sich wusste sie, dass Rebekah niemals die Hand gegen sie erheben würde, aber es war ein Schutzreflex. Ihr Ehemann hatte sie darin betreffend auf alle Ewigkeit verdorben.

„Das ist Cookie“, sagte sie so leise, dass es kaum zu verstehen war. Nik hatte noch nicht zugestimmt, dass das Kätzchen bleiben durfte und die Dunkelhaarige wusste genau, ihr Verlobter würde nein sagen, wenn seine Schwester dagegen war. „Sie ist eigentlich ein Schokoladencroissant.“ Das Kätzchen tapste bei ihren Worten auf Rowena zu und setzte sich gerade aufgerichtete vor ihre Füße, nur um Rebekah genau im Blick zu behalten. Ob Gabriel wohl etwas daran gedreht hatte, dass Cookie derart beschützend auftrat oder lag das verwandelten Schokoladencroissants im Blut?

„Ein Engel, den ich in der Stadt traf und der auch Cookie verwandelte, ist verletzt hier aufgetaucht. Ich musste ihm helfen“, sagte sie, immer noch sehr leise und noch immer traute sich sich nicht, Rebekah in die Augen zu sehen. Sie wusste selbst, dass es völlig verrückt klang, was sie sagte, aber es war die Wahrheit. Sie hatte keinen Grund zu lügen. Das Kätzchen mauzte leise, als wollte es die Aussage bestätigen. Rowena war angespannt, ihr zierlicher Körper war verkrampft. Ihre Angst war irrational. Wie sollte sie sich entschuldigen? Wie konnte sie den Verrat wieder ausgleichen? Gerade die Mikaelsons verzeihten begangenen Verrat nicht.

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mo Jul 13, 2015 12:16 pm




"Das ist Cookie. Sie ist eigentlich ein Schokoladencroissant" sagte Rowena so leise, dass es ein Mensch niemals verstanden hätte. Reflexartig hoben sich Rebekahs Augenbrauen in die Höhe, als sie das Kätzchen, das sich wichtig vor der dunkelhaarigen Vampirin positionert hatte, betrachtete. War das ein schlechter Scherz oder was meinte sie mit 'sie ist eigentlich ein Schokoladencrossaint'?! Bekah hatte keine Ahnung von was ihre beste Freundin sprach und fühlte sich leicht auf die Schulter genommen, doch als sie weitersprach verflog dieses Gefühl schnell. „Ein Engel, den ich in der Stadt traf und der auch Cookie verwandelte, ist verletzt hier aufgetaucht. Ich musste ihm helfen“.

Augenblicklich schrillten in Rebekah alle Alarmglocken. Ein Engel? Das letzte Mal als sie mit solchen Geschöpfen zutun gehabt hat, war bei dem Ritual gewesen, das Nik zu einem Hybriden gemacht hat. Sie hätten es beinahe geschafft sie aufzuhalten, wäre Rowena nicht noch im letzten Moment eingeschritten. Die Ursprüngliche mochte diese Wesen nicht, sie waren mächtiger als sie und ihre Familie, stellten wirkliche Gegner dar und damit eine Bedrohnung für die die ihr lieb waren. "Ein Engel?" hackte sie fassungslos nach und trat einen Schritt näher. "Weißt du wie gefährlich das hätte enden können? Du kannst doch nicht einfach ein fremdes und noch dazu so mächtiges Wesen in unser Haus einladen, Rowena dir hätte sonst etwas zustoßen können. Wenn er ein Crossaint in eine Katze verwandeln kann will ich nicht wissen was er mit dir alles anstellen könnte!" Die eben noch vorherrschende Wut in ihrer Stimme schwankte in Sorge um, die allerdings immer noch von einer Kühlheit getränkt war. Rowena war alt, sie war stark und nur wenige Vampire hier in Mystic Falls könnten es mit ihr aufnehmen, doch ein himmlisches Geschöpf? Das war eine ganz andere Sache.

Ein Schnaufen kam Rebekah über die Lippen als sie die Arme vor der Brust verschränkte und von einem Fuß auf den anderen trat. Sie hatte schlechte Laune, seit sie in dem Hotelzimmer aufgewacht war in dem Damon sie einfach ohne ein Wort zurückgelassen hatte, fühlte sie sich beschissen und die Tatsache, dass sie mit ihrer besten Freundin stritt machte das alles nur noch schlimmer. Sie wollte, dass sie sich entschuldigte, dass sie ihren Fehler einsah und schwor ihrer Familie nie wieder in den Rücken zu fallen. Sie wollte die Streiterei beenden, doch die Ursprüngliche war viel zu stolz um von sich aus einen Schritt zu machen, immerhin hatte sie in ihren Augen ja auch nichts falsch gemacht. Nach wie vor trachtete sie Allison und ihrem kleinen Freund nach dem Leben, dürstete förmlich danach ihrer armseligen Existenz endlich ein Ende zu setzen und damit endlich ihren inneren Seelenfrieden wiederzufinden, doch das dürfte ihr weiterhin verwehrt bleiben. Bekah wusste, sie müsste sich jetzt eigentlich umdrehen und hoch erhobenen Hauptes den Raum verlassen, nur um ihr Gesicht zu wahren, aber ihr kindlicher Wunsch nach Liebe und Geborgenheit verwehrte ihr das und so stand sie ohne etwas zu sagen und mit eisernem Blick weterhin vor ihrer Freundin und wartete darauf was sie als nächstes sagen würde.

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Jul 15, 2015 10:09 pm

Rebekah wirkte noch wütender als zuvor und Rowena hatte keine Ahnung, was sie dagegen machen sollte. Sie glaubte nicht, dass Gabriel ihr etwas getan hätte. Er hatte sogar seine Gestalt geändert, als er gemerkt hatte, dass sie Angst vor Männern hatte. So etwas machte man nicht, wenn man den anderen verletzen wollte. Außerdem hatte sie das Gespräch mit ihm genossen. Es gab wenige, die sich auf intellektueller Ebene mit Rowena messen konnten. Die kleine Prinzessin war mehr als nur ein bisschen schlau, weswegen sie Leute in Grund und Boden diskutieren konnte, und es gab noch weniger, die bereit waren, sich auf einen abstrakten Gebiet mit ihr auszutauschen. Ihr Gespräch mit dem Erzengel war etwas, das sie gefordert hatte, sie auf intellektueller aber auch auf philosophischer Ebene herausgefordert hat.

„Ich denke nicht, dass er mit etwas getan hätte. Er ist sogar auf meine Gefühl eingegangen“, sagte sie und war mittlerweile so leise, dass man sie kaum noch verstehen konnte, selbst für ein Vampir wurde er schwer. Sie hatte nicht das Gefühl gehabt, dass es ein Verbrechen war, sich mit einem Engel zu unterhalten, wenn dieser auf einen traf, immerhin ging es hier um einen Engel! Man hatte einen Bote Gottes mit Demut zu begegnen, es war schlimm genug, was sie mit den drei Engeln beim Ritual gemacht hatte und sie war auf einen Erzengel gestoßen! Es war nicht irgendein Engel gewesen, sondern ein Erzengel! Sie hatte Spaß gehabt, warum wurde ihr das jetzt kaputt gemacht?

Rowena merkte, dass ihr das Aufeinandertreffen zusetzte. Rebekah war ihre beste Freundin und sie hasste Streit. War es ein verbrechen, wenn sie einmal nicht zurücksteckte, sondern ihre Meinung sagte? Die kleine Lady zitterte ganz leicht und Cookie gab ein besorgtes Mauzen von sich. Die Dunkelhaarige ließ sich auf die Couch sinken, ihre Arme waren immer noch schützend vor ihrem Oberkörper verschränkt. Es war eine unbewusste Geste. Sie wollte diesen Streit, sie hasste es sogar! Aber sie konnte auch nicht einfach all das zurücknehmen, was sie getan und gesagt hatte, denn es war das, was sie fühlte und sie wollte sich ihre Gefühle von niemandem verbieten lassen.

„Ich mag die Hybriden nicht, ich mag sie wirklich nicht und es tut mir leid, dass du dich von mir verraten fühlst. Ich weiß, du versteht nicht, warum ich es getan habe, ich weiß auch, dass Nik es ebenso nicht versteht. Deine Brüder würden Himmel und Hölle umkehren, um dich zu beschützen, Bekah. Ich würde mit Freuden mein Leben geben, wen ich wüsste, dass ich dich damit retten kann. Wer hat Allison beschützt, als sie in Gefahr war?“, sagte sie leise und unausgesprochen schwang die Frage mit, wer Rowena beschützt hatte, als sie noch ein Mensch gewesen war. Die dunkelhaarige Vampirin wusste, wie es war, wenn man jemandem schutzlos ausgeliefert war, und auch wenn sie die Hybriden nicht mochte, so war sie dennoch gegen Gewalt und Rebekah wäre an dem Ball vermutlich zu weit gegangen, wenn niemand eingeschritten wäre.

„Ich wollte weder dich noch Nik verletzen, und doch habe ich es getan, weil ich nach meinen Gefühlen gehandelt habe. Es tut mir leid“, sagte sie und sah jetzt wieder auf, suchte den Blick ihrer Freundin, von der sie immer noch nicht wusste, ob sie ihr nicht im nächsten Moment das Genick brach.

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Do Jul 16, 2015 11:53 am

Rebekah konnte nicht anders als die Augen zu verdrehen als Rowena meinte, dass der Engel sogar auf ihre Gefühle eingegangen sei. Es war naiv zu glauben, dass ein paar persönöiche Fragen gleich hießen das er nichts im Schilde führte und auch wenn die Blonde nicht wusste um wen es ging oder was dessen Abischten waren, mussten sie auf der Hut sein mit Wesen die sogar ihnen ein Ende setzen könnten. Noch etwas dazu sagen wollte sie allerdings nicht, da sie ihre Freundin gut genug kannte umzu wissen, dass sie sich bei so etwas sowieso nicht rein reden lassen würde.

Einige Sekunden war es totenstill in dem großen Kaminzimmer, nur die Katze machte Laute als sie sich auf das Sofa legte, um von dort aus das Geschehen weiter zu beobachten. Rowena war es die das Schweigen zuerst brach und sehr zu Bekahs Freude den Streit ansprach. Sie wollte das geklärt haben, wollte ihr sagen was ihr Problem war und das so etwas nicht mehr vorkommen sollte. Sie wollte das einfach klären, egal wie wütend sie noch war. „Ich mag die Hybriden nicht, ich mag sie wirklich nicht und es tut mir leid, dass du dich von mir verraten fühlst. Ich weiß, du versteht nicht, warum ich es getan habe, ich weiß auch, dass Nik es ebenso nicht versteht. Deine Brüder würden Himmel und Hölle umkehren, um dich zu beschützen, Bekah. Ich würde mit Freuden mein Leben geben, wen ich wüsste, dass ich dich damit retten kann. Wer hat Allison beschützt, als sie in Gefahr war?“
Rebekah schnaufte. Sie wusste, dass ihre Brüder, so verschieden sie auch waren, Himmel und Hölle in Bewegung setzen würden für sie und sie trotz etlichen Differenzen nie den Tod eines ihresgleichen hinnehmen würden, doch... das war in ihren Augen etwas anderes! Allison war ein arrogantes Balg das nicht wusste wo ihre Grenzen waren und in ihren Augen mussten diese ihr dringend aufgezeigt werden. Nur weil sie eine entfernte Verwandte von Nik war hieß das nicht das sie und ihr schwachsinniger Freund ihnen auf der Nase herum tanzen konnten.

"Niemand und das war auch gut so" erwiderte sie trotzig, wie ein kleines Kind. "Sie ist zu weit gegangen und dafür musste sie bestraft werden! Glaubst du wir sind so weit gekommen weil wir jeden, der meinte er könnte tun und lassen was er möchte, verschont haben? Nein Row und das musst du akzeptieren. Das Miststück hat mich gedemütigt, mich gekränkt und behandelt wie das letzte Stück Dreck und da ist es doch nicht zu viel verlangt das ich möchte, dass meine beste Freundin hinter mir steht oder? Wir sind eine Familie, wir sind alle eins und wir müssen zusammenhalten, ich weiß nicht wie oft ich das noch sagen muss. Nik hat seine Fehler, aber er ist hinter mir gestanden als es nötig war und das gleiche solltest du auch tun..." Während dem Sprechen ist die Ursprüngliche immer lauter geworden, jedoch nicht weil sie wütend war sondern weil sie ihre Kränkung wirklich raus ließ. Es hat ihr wehgetan von Rowena so verraten zu werden und dann noch genau für Allison die ihr sowieso schon ein Dorn im Auge war.

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   So Jul 19, 2015 9:27 am

Die Blonde verstand ihre Beweggründe nicht, aber wenn sie ehrlich war, hatte Rowena auch nicht damit gerechnet. Es war seltsam, sie dachte so völlig anders als Nik und Rebekah und trotzdem liebte sie die beiden. Einzig Elijah schien von den Mikaelsons wirklich nachempfinden zu können, warum die kleine Lady eben so dachte und handelte, wie sie es tat. Nik vergötterte sie, das wusste sie, aber es würde trotzdem immer Situationen geben, in denen sie unterschiedlich handelten. Für gewöhnlich akzeptierte ihr Verlobter das auch, eben weil auch er wusste, dass sie nie etwas grundlos tat. Sie alle handelten aus bestimmten Gründe, die Frage war nur, ob man bereit war, sich auch die Sichtweise eines anderen einzulassen. Sie merkte, dass Rebekah an diesem Punkt nicht bereit war und das bedeutete zum einen, dass es Rowena sein würde, die einlenkte, um den Streit zu begraben, aber es bedeutete auch, dass eine Situation wie diese wieder zustande kommen würde, denn egal wer es war, sie würde nicht tatenlos zusehen, wie jemand mit dem Tode bedroht wurde.

Die Urvampirin hatte die Stimme erhoben, war am Ende so laut, dass man es schon fast als Brüllen bezeichnen konnte. Die kleine Dunkelhaarige war unwillkürlich zurückgewichen, soweit ihre sitzende Position es zuließ. Der schützende Griff um ihren Oberkörper wurde fester. Es war eine selbstschützende Geste, und auch wenn es unwillkürlich war, so sprach es doch eine Sprache davon, dass ihr Rebekah in diesem Moment Angst machte. Sie konnte nicht gut mit Leuten umgehen, die sich ihr gegenüber drohend verhielten und dir Drohung war, wenn auch unausgesprochen, vorhanden. Allein Rebekahs Körperhaltung verdeutlichte es, denn sie stand im Gegensatz zu der Jüngeren immer noch.

Die grünbraunen Augen waren niedergeschlagen und Cookie, die sich auf die Couch gelegt hatte, mauzte sie leise an. „Als Nik mich damals fand und mich in einen Vampir verwandelte, hat er mir gesagt, ich wäre frei, müsse mich niemandem mehr unterwerfen und bräuchte nichts mehr zu fürchten“, sagte sie leise und unausgesprochen schwang die Frage mit, ob es nun gerade Rebekah sein wollte, die ihr ihren freien Willen nahm und sie unterdrückte, denn genau das würde passieren, wenn sie Rowena dazu zwang, ihre eigenen Prinzipen über Bord zu werfen und nun noch treu den Ansichten der Mikalsons folgte, denn diese waren nicht immer ihre eigenen. Vermutlich war es gefährlich, aber sie verleugnete sich selbst nicht, nicht nachdem ihr Exmann sie fast gebrochen hatte und sie zu seiner persönlichen Sexsklavin gemacht hatte.

„Wir zwei sind verschieden, Rebekah, aber ich liebe dich, wie eine Schwester, du bist eine Schwester für mich, aber zwinge mich nicht dazu, mich selbst zu verleugnen, zwing mich nicht dazu, das aufzugeben, was mich ausmacht“, sagte sie und sah nun wieder auf. Ihre Augen funkelten im Ernst ihrer Aussage, aber auch, weil sich Tränen darin spiegelten. „Du hast deine Erfahrungen gemacht und ich die meinen. Ich hasse Gewalt, das weißt du, ich habe es schon immer aus tiefster Seele gehasst, egal gegen wen sie sich richtet. Allison ist ein dummes, kleines Mädchen, das wissen wir beide. Sie hat keine Ahnung von Manieren, ist vorlaut und glaubt, ihr gehöre die Welt, obwohl sie ein Nichts ist. Genau deswegen verstehe ich nicht, warum es dich trifft. Sie ist dir in solch vielfältiger Weise unterlegen, dass es dich nicht einmal kümmern sollte, was sie macht oder sagt. Dein Zorn gegen sie zeigt doch nur, dass sie es schafft, deine Beachtung zu erlangen, obwohl sie die nicht verdient hat.“ Rowena sprach aus, was sie dachte, es war möglich, dass sie das ihren Kopf kostete, aber es war absolut ehrlich.

„Ich habe gewiss nicht gehandelt, um dich zu verletzen, sondern so, wie es nun mal meine Art ist. Du kennst mit Bekah. Du, Nik und Elijah, ihr kennt mich und versteht, warum ich so bin, wie ich eben bin. Es tut mir aufrichtig leid, dass du dich von mir verraten und hintergangen fühlst, aber zwing mich nicht dazu, jemand anderes sein zu müssen“, schloss sie leise und sah wieder nach unten. Wie sollte sie ihrer Freundin nur verständlich machen, was sie fühlte? Sie würde ihr Leben dafür geben, um die Geschwister zu retten, würde sich tausendfach von Mikael foltern lassen und die Liebe zu Nik bräche trotzdem nicht, aber ihre Gewaltablehnung gehörte nun einmal genauso zu ihr, wie ihre Liebe zu den Mikaelsons. Nik hatte sich in genau die Frau verliebt, die sie war und nicht in einen kleinen treudoofen Papagei, der nicht selber denken konnte.

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Di Jul 21, 2015 10:43 am

An Rowenas Körperhaltung war es nur unschwer zu erkennen, dass sie sich gerade alles andere als wohl fühlte. Sie hatte ein dermaßen zartes Gemüt, das es für Rebekah immer wieder erstaunlich war, das sie nicht schon längst daran zerbrochen ist. Normalerweise würde die Blonde jetzt ruhiger werden doch sie konnte nicht. Sie war wütend, sie war gekränkt und enttäuscht. Angefangen bei Nik den sie allein schon für die Tatsache hasste, dass er Allison jemals auch nur einen Funken Aufmerksamkeit geschenkt hat, zu Damon der sie einfach im Motel sitzen hat lassen bis hin zu Rowena die ihr, in ihren Augen, eiskalt in den Rücken gefallen war. All diese Gefühle wollten hinaus und hier und jetzt hatte sie das passende Ventil dafür gefunden. Manche Menschen würden vielleicht sagen sie sollte langsam erwachsen werden, normal über ihre Probleme reden und sich einfach mit den betreffenden Personen zusammensetzen, doch dazu ist sie noch nie fähig gewesen - keiner in ihrer Familie konnte das.

Wütend schnaufte Bekah auf als Rowena zu sprechen begann. "Du weißt ganz genau das dem nicht so ist" fauchte sie, enttäuscht darüber das ihre beste Freundin ihr das überhaupt unterstellen konnte. Sie wusste ganz genau was ihr passiert war und es würde ihr nie auch nur in den Sinn kommen Rowena ihren freien Willen zu nehmen, damit hatte das ganze auch rein gar nichts zutun! Hier ging es nicht um den eigenen Willen, sondern darum das man einfach in manchen Situationen hinter jemandem stehen musste den man liebt, ob einem das recht war oder nicht. Rebekah selbst hatte etliche Male dabei zugesehen wie Nik ihre Brüder erdolcht hat, einfach nur um seinen Willen durchzusetzen und auch wenn sie es nicht befürwortet hat, war ihr kein Mucks über die Lippen gekommen. Der Ursprünglichen war klar, dass ihre Freundin grauenhafte Dinge durchstehen musste in ihrer Zeit als Mensch, sie kannte die Geschichten und würde alles tun um das rückgängig zu machen, doch trotzig wie sie war wollte sie den Zusammenhang davon nicht erkennen. Rowena hasste Gewalt, sie verabscheute alles dem nur ähnelnde und wie bereits so oft fragte sich die Blonde wie sie diese Familie dann überhaupt lieben konnte. Wie konnte sie eine Frau als Schwester sehen, die Spaß dabei empfand jemanden stundenlang zu foltern nur weil seine Freundin frech geworden ist oder die sich zur nervlichen Beruhigung vorstellte wie sie Allisons Leben endich ein Ende setzte? Die viel größere Frage war aber noch wie konnte sie Nik lieben? Rebekah selbst hatte etliche Gründe warum ihr großer Bruder ihr ein und alles war, allerdings hatte sie auch kein Problem mit den nicht enden wollenden Listen an Toten die auf seine Kappe gingen. Nik war ein Monster, so sehr sie ihn auch liebte, dem war sie sich sicher. Auch wenn er liebevoll und aufmerksam war, war er vor allem rachsüchtig und aggressiv, kannte keine Grenzen und sah sich selbst als Herrscher der Welt.

"Du hast recht, wir beide sind verschieden. Wir gleichen uns nicht im geringsten und dafür liebe ich dich Row. Du hast nichts von den schlechten Eigenschaften die sich unbestreitbar durch unsere Familie ziehen, du bist nicht mordlustig, nicht kalt und schon gar nicht manipulativ. Alles was du tust, tust du aus einem guten Grund und ich glaube, nein, ich weiß, dass du uns mehr als nur gut tust, du ein wenig Licht in unsere Dunkelheit bringst und den letzten Funken an Gutem aus uns raus holst, aber Row..." sie unterbrach sich kurz, nur um den Kopf zu schüttelnd und sich auf die Unterlippe zu beißen. "...wenn du denkst du könntest mich, aber vor allem Nik indem du uns versuchst Grenzen aufzuweisen, verändern, dann täuscht du dich. Ich sage dir das hier nicht weil ich dir weh tun möchte, sondern weil ich nicht will das du irgendwann draufkommst das alle Hoffnung vergebens war. Gewalt wird immer das vorherrschende Mittel zu Beseitigung von allem sein in unserer Familie und auch wenn ich wünschte dem wäre nicht so, habe ich mich damit vor langer Zeit abgefunden. Ich will dich nicht verändern, aber ich will das du hinter mir stehst, eben weil ich dich so liebe".

Während ihrer Ansprache war Kol nach Hause gekommen, unverkennbar strömte sein Geruch in Rebekahs Nase und ließ sie erfreut feststellen, das es ihm gut zu gehen schien. Seit dem Ball hatte sie ihn nicht mehr gesehen und bei Kols leichtsinnigen Taten war es immer gut zu wissen, dass er sich nicht in irgendwelche Schwierigkeiten gebracht hat. Sie konnte sich richtig vorstellen, wie er die Augen verdrehte als er die beiden Frauen streiten hörte. Ihr Bruder kannte ihr Temperament, war dem selbst schon oft genug zum Opfer gefallen und zog sie seit Jahrhunderten mit ihrer Schreierei auf. Anscheinend erkannte er allerdings auch, dass es besser war wenn er jetzt nicht zu ihnen stoßen würde und verzog sich in das obere Stockwerk.

Was Allison betraf hatte Rowena recht und Bekah wusste es. Erst in dem sie ihr Aufmerksamkeit schenkte gab sie ihr die Macht über sie, doch wie sollte sie etwas daran ändern? Das Mädchen schaffte es sie alleine mit einem Wimpernschlag in Rage zu versetzen und sich in ihrer Gegenwart nicht zu echauffieren war so gut wie unmöglich!
"...genau deswegen verstehe ich nicht, warum es dich trifft..." sagte Row leise und fuhr fort mit Worten die sie vermutlich beruhigen sollten. Tatsächlich berührte es sie was ihre beste Freundin von sich gab, doch sie konnte es nicht ändern. Sie konnte nichts tun, was das alles besser machen würde, denn alles in ihr wehrte sich dagegen. "Warum es mich trifft? Weil sie es allein durch ihre Existenz geschafft hat sich einen Weg in Niks Herz zu schleichen, weil sie einen Teil seiner Familie verkörpert den keiner von uns je für ihn sein kann und weil ihm das mehr bedeutet als alles andere! Er schenkt dem ganzen eine Bedeutung die sie nur weil sie von irgendeinen flohbesetzten Wolfsrudel abstammt einfach nicht verdient hat und weißt du was das Schlimme ist? Sie will das gar nicht! Sie denkt sie ist die Königin der Welt und während ich und Kol und Elijah unser ganzes verdammtes Leben lang unsere Liebe zu Nik immer wieder beweisen mussten, ihm folgten, ihm gehörig waren und dabei zu sahen wie er alles was uns lieb war zerstörte, hat sie nichts anderes tun müssen als geboren zu werden!"
Es war draußen, sie hatte es gesagt und damit ihr tiefstes Inneres ein weiteres Mal offenbart. Einzelne Tränen sammelten sich in ihren Augenwinkeln und ein Beben ging durch ihren Körper. "Er hat mir versprochen hinter mir zu stehen und er hat es getan, er hat mich vor sie gestellt, so wie es von Anfang an hätte sein müssen und ich wollte doch nur, dass du das auch tust!" Eigentlich sollten ihr ihre Worte peinlich sein, sie sollte beschämt darüber sein, dass sie nach über eintausend Jahren Leben immer noch so abhängig von Zuneigung war.

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Mi Jul 22, 2015 8:54 pm

Rebekah verstand sie nicht, konnte ihre Argumentation nicht nachvollziehen. Anders konnte Rowena ihre anderen Gefühle jedoch nicht ausdrücken. Die Urvampirin würde ihr durchaus den eigenen Willen nehmen, wenn sie sie dazu zwang, sich selbst zurückzunehmen, selbst wenn sie beteuerte, dass sie das nicht vorhatte. Es war aber so. Wie sollte es auch nicht so sein, denn wurde gedrängt um der Freundschaft willen, sich selbst nicht so zu verhalten, wie es ihre Art wäre. Das war nicht richtig, das durfte einfach nicht richtig sein. Rowena hatte nie vorgehabt, die Mikaelsons zu ändern, warum sollte sie auch. Sie liebte sie, auch wenn sie nicht immer mit ihren Handlungen einverstanden war, aber das waren die anderen bei ihren Handlungen auch nicht. Die kleine Lady hatte gelernt zu akzeptieren, dass andere eben so waren, wie sie waren und ihre stille Übereinkunft mit Nik war einfach dir, dass er vor ihren Augen niemanden etwas zu Leide tat, wenn es sich vermeiden ließ, und ihr nicht erzählte, wen er getötet hatte. Sie wiederum akzeptierte stillschweigend seine Taten.

Die kleine Vampirin zuckte zusammen, als sie Kol hereinkommen hörte. Der Mikaelson mochte sie nicht, hatte es noch nie getan. Bei ihrem letzten Zusammentreffen hatte er sie angeschrien und einen Stuhl zertrümmert, als sie ihn nach Mikael gefragt hatte. Sie spannte sich noch mehr an als zuvor, denn bei Kol war sie nicht sicher, ob er ihr nicht wehtun würde. Sie war regelrecht erleichtert, als er nicht hereinkam, sondern nach oben ging.

Rebekah wollte nicht verändert werden, verlangte aber genau das von Rowena selbst. Warum? Unbemerkt hatte sich eine Träne aus ihren Augen gelöst und rollte über ihre Wange. Sie wollte gar nicht weinen, denn das änderte rein gar nichts an der Situation. Rebekah würde auf ihre Position beharren und Rowena konnte sich nicht selbstverraten, und der anderen dadurch versprechen, immer bei allen Taten hinter ihr zu stehen. Das funktionierte einfach nicht. Warum verlangte Rebekah von ihr, dass sie sich änderte? Das ergab doch alles keinen Sinn! Ihr rationaler Verstand kam nicht gegen ein tausendjähriges Gefühlschaos nicht an. Die Dunkelhaarige war genauso emotional wie die Urvampirin, aber auf eine andere Art und Weise.

Allison war von Bedeutung allein weil sie geboren war? Warum? Das Mädchen konnte eigentlich auch nichts dafür, dass sie in Niks Blutlinie geboren worden war. Sie führte sich auf wie eine verzogene Göre, das war richtig, aber sie für ihre Geburt verurteilen… nein, das war nicht richtig. Ein bisschen traurig stimmte es Rowena schon, dass Rebekah nur sich selbst sah, dass es darum ging, dass sie an erster Stelle stand. „Ich habe nicht vor, auch nur einen von euch zu ändern, das solltest du wissen. Gleichzeitig verlangst du aber von mir, dass ich mich ändere und meine Überzeugungen über Bord werfe. Ich wurde zu einem Verständnis zu richtig und falsch erzogen, dass ich mich als Angehörige des Hochadels für die einsetzen muss, die keine eigene Stimme haben. Ich kann diese Überzeugung nicht einfach ablenken, denn es ist ein Teil, der mich ausmacht“, sagte sie, das der anderen in die Augen, die ebenso tränennass waren wie ihre eigenen. Sie veränderten sich alle immer ein bisschen, aber es war ein Unterschied, ob man zu einer Veränderung gezwungen wurde oder ob sie natürlich war. Rebekah stellte sie gerade mehr oder weniger vor die Wahl, sich entweder zu ändern oder aber sie konnte die Freundschaft vergessen. Das war nicht gerade fair. Ein zittriges Schluchzen entkam ihr und Cookie mauzte leise und schmiegte sich an sie.

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Sa Aug 22, 2015 11:50 am

Rebekah war wütend, traurig und überfordert zugleich, was bei der Urvampirin eine mehr als nur fatale Mischung war. Wütend war sie weil Damon sie sitzen gelassen hatte, weil Rowena ihr in den Rücken gefallen war und weil Nik sich dem nicht weiter widersetzt hat. Traurig weil sie mit ihrer besten Freundin stritt und das eigentlich das Letzte war was sie wollte und überfordert? Vermutlich weil sie keine Ahnung hatte wie sie sich aus ihrem eigenen Gefühlschaos hinaus winden sollte. Rebekah war schon immer viel zu emotional gewesen, bereits als Mensch hatte sie das ausgemacht und als sie ihre Mutter in Vampire verwandelt hat, hat es das nur noch schlimmer gemacht. Nach über eintausend Jahren Leben hat sie das immer noch nicht in den Griff bekommen und sie zweifelte auch daran das sie das je würde.

Mit Tränen in den Augen lauschte sie Rowenas Worten und versuchte dem Ganzen Glauben zu verschenken. Wenn sie ehrlich war fiel ihr das auch gar nicht schwer, sie wusste ganz genau das Rowena sich nicht aus Bösartigkeit oder Falschheit gegen sie gestellt hat, sondern auf Grund ihrer Überzeugungen - die sich nun einmal grundlegend von denen der Mikaelsons unterschieden. Die Urvampirin wusste es und trotzdem fiel es ihr unglaublich schwer ihren Stolz zu überwinden bzw. den Trotz einfach hinunter zu schlucken. Sie wollte Recht behalten, wollte nicht nachgeben, wie ein kleines Kind denken, doch was würde es sich bringen? Was hätte sie davon wenn sie jetzt wo sie sich sowieso schon so allein gelassen fühlte, am Absatz kehrt machen würde um beleidigt in ihr Zimmer zu stapfen? Nichts und dennoch handelte sie meist genau so. Der Unterschied war allerdings dass das hier Rowena war, es handelte sich nicht um Nik dem sie eine Lektion erteilen wollte oder um Elijah dem sie irgendwann an Argumenten einfach haushoch unterlegen war, nein, es war Row, ihre beste Freundin die ihr absolut nichts zu Leide tun wollte.

Tief atmete die blonde Vampirin ein und strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr. Rowenas Augen hatten sich mittlerweile ebenso mit Tränen gefüllt und ihr zierlicher Körper bebte wie Espenlaub im Wind. "Ich will dich nicht verändern Row, wieso sollte ich auch? Du bist das einzig Gute in unserer Familie, du bist der einzige Teil von uns der nicht grundlegend verdorben ist oder verdammt dazu ist ein Monster zu sein. Ich will nicht das du gegen deine Prinzipien handelst, aber Allison, sie ist..." ihre Stimme brach ab und sie wandte ihren Blick zum Boden. Dieses Mädchen war einfach ein rotes Tuch für sie, nicht einmal Katherine Pierce höchst persönlich hat es geschafft in der Urvampirin so einen Hass zu erregen und das mochte etwas heißen. "Egal.... Row... ich wollte dir nicht das Gefühl geben dich für mich ändern zu müssen, okay?" Bekah wusste das es keinen Sinn hätte das Thema Allison wieder zu vertiefen, einig würden sie sich darin so oder so nie werden. Fakt war das sie ihrer besten Freundin ebenso weh getan hatte und das tat ihr leid, wirklich über die Lippen bekam sie das allerdings nicht und so konnte sie einfach nur hoffen das ihre Worte und die Hand die sie in ihre Richtung gestreckt hatte Anklang fanden.

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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Sa Aug 22, 2015 7:52 pm

Wie sollten sie diesen Konflikt nur lösen? Sie konnten nicht ungeschehen machen, was passiert war, und beide Frauen waren derart emotional, dass man sie so leicht zerstören konnte. Rowena war niemand, der andere absichtlich verletzte, und auch Rebekah hatte sie niemals wehtun wollen, als sie sich zwischen sie und Allison stellte. Es war ihr Wesen, niemandem wehzutun, aber auch diejenigen zu beschützen, die es selbst nicht konnten. Andere mochten das nicht verstehen, aber sie war so erzogen worden, außerdem hatte ihr niemand geholfen, als sie ihrem Exmann ausgeliefert war. Wie konnte sie da einfach zusehen, wenn jemand Unrecht getan wurde?

Sie konnte sehen, dass Rebekah mit sich selbst kämpfte. Rowena unternahm nichts, um sie in ihren Gedanken zu unterbrechen. Noch immer waren ihre Arme schützend um sich selbst gelegt. Sie wusste, dass Bekah ihr nie etwas antun würde, aber es war eine unbewusste Schutzreaktion. Noch immer liefen ihr Tränen über die Wangen, aber die Urvampirin war diesbezüglich nicht besser. Sie beide weinten, weil ihnen der Streit das Herz zerriss. Sie waren beste Freundinnen und das seit über 600 Jahren, wie konnte es einen dann nicht mitnehmen, dass man plötzlich einen Zwist auszustehen hatte.

Die Blonde schob sie eine Haarsträhne nach hinten und begann zu reden. Fast schon zitternd hörte die kleine Prinzessin zu. Es tat gut und zugleich auch irgendwie weh, das zu hören. Die Mikaelsons waren nicht böse, sie waren nur vom Leben gezeichnet, ebenso wie es Rowena auch war. Es war Rebekahs Art, sich zu entschuldigen, den Streit zu beenden. Die dunkelhaarige Vampirin nahm die ausgestreckte Hand nicht entgegen, viel mehr erhob sie sich von der Couch, ging auf ihre Freundin zu und zog sie in eine Umarmung. Das war ihre Art zu sagen, dass sie sich auch nicht mehr streiten wollte, dass sie ihre beste Freundin immer noch liebte. Egal ob Allison zwischen ihnen stehen mochte, sie würde immer noch für Bekah sterben, wenn sie dadurch Schmerz und Leid von ihr fernhalten könnte.

Rowena weinte, der Schmerz, den sie gespürt hatte, als sie zerstritten waren, brach nun aus ihr heraus, und sie wusste, dass Nik vermutlich auch noch mit ihr schimpfen würde, weil sie sich mit Gabriel getroffen hatte. Die kleine Vampirin war innerlich aus dem Gleichgewicht geraten, brauchte jemand, der sie auffing. Cookie strich den beiden Frauen um die Beine.

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Rebekah Mikaelson
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Di Aug 25, 2015 12:33 pm

Für Rebekah fühlte es sich an wie eine halbe Ewigkeit bis Rowena sich erhob und auf ihre ausgestreckte Hand reagierte. Sie hasste es mit ihrer besten Freundin zu streiten, es tat keinem von beiden gut und jedes Mal endete es mit Tränen. Noch schlimmer war es allerdings wenn sie wegen Allison stritten, denn dieses blonde Gift war es sicher nicht wert sich miteinander anzulegen und schon gar nicht ihre lange Freundschaft in Gefahr zu bringen. Rebekah war bereit das Kriegsbeil zu begraben und konnte einfach nur hoffen, dass es der dunkelhaarigen Vampirin genauso ging.

Nach einigen Augenblicken erhob sich Rowena schließlich, doch anstatt ihre Hand zu ergreifen, trat sie vor und schlang ihr dünnen Arme um Rebekahs Körper. Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern erwiderte die Blonde die Umarmung, legte ihr Kinn auf die Schulter der anderen und atmete einmal tief durch. Für Row brach das anscheinend schlussendlich den Damm denn ein Schwall Tränen entrann ihren Augen und ein lauter Schluchzer verließ ihre Lippen. Ein salziger Geruch, ausgelöst durch die vielen Tränen drang in Bekahs Nase, was sie dazu veranlasste ihre beste Freundin nur noch fester an sich zu drücken. Seit über 600 Jahren waren die beiden Vampirinnen befreundet und die Urvampirin konnte sich nicht vorstellen ohne sie zu sein. Rowena war so unfassbar gut, so unfassbar rein, das es eigentlich eine Schande war, sie in der Nähe von der Mikaelson Familie zu wissen. Sie passte hier nicht rein, das hat sie in Rebekahs Augen noch nie getan und doch war sie unendlich froh darüber das die Prinzessin sich dennoch dazu entschieden hatte Teil der Familie zu sein.

Ein lautes Pfeiffen ertönte und ließ verläuten das sie Besuch bekämen, obwohl Besuch vermutlich nicht der richtige Ausdruck dafür war. Der Hausherr höchstpersönlich war gerade vorgefahren und würde in nur wenigen Minuten eintreten. Rebekah war klar, dass er ihre Konversation vermutlich zum Teil mitangehört hatte und konnte somit beruhigt davon ausgehen, dass er die beiden Frauen nicht stören würde. Sie hatte keine Lust ihren Bruder zu sehen, auch wenn sie sich mit Rowena vertragen hatte hieß das noch lange nicht, dass ihre Wut ihm gegenüber auch verraucht war. Zwar hatte Nik sein Versprechen gehalten und Allison klar gemacht, dass seine Schwester für ihn an erster Stelle stand, doch er hatte gezögert, sich im Endeffekt von seiner Verlobten aufhalten lassen und Bekah schließlich auch noch ohne Versuch sie aufzuhalten gehen lassen. Sie war wütend, doch es gab etwas das ihr Gemüt milder stimmte - sie war auf Werwolfjagd gegangen mit Damon Salvatore, auch wenn sie nicht erfolgreich gewesen sind, wusste die Urvampirin dass sie jeden dieser Köter eigenhändig in Fetzen gerissen hätte, wäre ihr einer über den Weg gelaufen. Sie ist dabei gewesen Hochverrat zu begehen und würde Nik davon erfahren, wollte sie nicht wissen wie seine Strafe für sie aussah.

Langsam löste sich Rebekah von ihrer dunkelhaarigen Freundin und legte ihr eine Hand an die blasse Wange. "Ich liebe dich, Rowena, wie eine Schwester und bitte glaube nie wieder das ich dich anders haben möchte als du bist". Ein sanftes, aber dennoch trauriges Lächeln legte sich auf ihre Lippen: "Nik ist da, ich kann förmlich hören wie er auf deine Gesellschaft wartet, also geh, wir reden das nächste Mal und dann über erheiterende Themen als Allison Maxwell". Liebevoll strich sie Rowena eine Haarsträhne aus dem Gesicht, bevor sie von ihr abließ und einen Schritt zurück trat.

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Rowena De Vere
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Di Aug 25, 2015 8:26 pm

Rebekah zögerte nicht eine Sekunde, die Umarmung zu erwidern. Sie waren eben doch beste Freundinnen, die einander liebten, und sich wohl so ziemlich alles verzeihen konnten. Die Blonde legte ihren Kopf auf Rowenas Schulter ab, während die kleine Prinzessin immer noch von Tränen geschüttelt wurde. Es zeigte, wie sehr es sie mitgenommen hatte, mit ihrer besten Freundin zerstritten zu sein, zumal sie irgendwie vermutete, dass Nik auch böse auf sie war wegen der Sache mit Gabriel, wobei sie ihm wirklich nur rein zufällig über den Weg gelaufen war. Ob sie Cookie behalten durfte? Oder musste sie sich von dem Kätzchen trennen, dass nun, wo zwischen den beiden Frauen wieder Friede herrschte, auch schnurrend um Rebekahs Beine strich.

Als ob ihre Gedanken gehört worden waren, kam Nik ins Haus, aber er kam nicht ins Kaminzimmer, obwohl er vermutlich genau hörte, dass die beiden hier waren und er musste die Tränen riechen können, die beide Vampirinnen vergossen hatten. Es war vermutlich ganz gut, dass er nicht hereinkam. Das Kätzchen jedoch spitzte die Ohren, lauschte einen Moment aufmerksam und flitzte dann nach oben. Ob es gut war, dass Nik allein auf die Katze traf? Er würde ihr nichts antun, oder? Nein, vermutlich nicht. Cookie war ein unschuldiges Wesen.

Eine Weile standen die beiden Frauen noch unbewegt da, was Rowena Zeit gab, sich zu sammeln. Es war Rebekah, die die Umarmung löste. Sie legte eine Hand auf die Wange der Jüngeren, hob damit ihren Blick, sodass sie einander in die Augen sehen konnten. Die Worte der Urvampirin trieben der Dunkelhaarigen nur neue Tränen in die Augen, aber diesmal ließ sie sie nicht fallen. „Ich liebe dich auch“, flüsterte sie fast schon erstickt und hauchte der Blonden einen Kuss auf die Wange. Es war eine Art von Zärtlichkeit, die Rowena nicht bei vielen zeigte, eigentlich nur bei Nik und Rebekah, nicht einmal Elijah hatte sie bisher auf die Wange geküsst.

Sie wurde regelrecht nach oben gescheucht. Sie sahen sich noch einmal kurz direkt in die Augen und dann wandte sich Rowena zum Gehen. Erleichtert, dass dieser Streit beigelegt war, dass sie sich mit ihrer besten Freundin versöhnt hatte. Es hatte ihr das Herz zerrissen, als Rebekah nicht mehr von ihr hatte wissen wollen.

Sie schlich nach oben, hörte, dass Nik in der Badewanne lag. Die Badezimmertür stand halb offen und sie trat hinein, blieb jedoch noch in der Tür stehen. Ihr Verlobter lag tatsächlich im Wasser, Schaum um ihn herum, aber Cookie stand auf dem Wannenrand und starrte den Hybriden an, als ob sie einschätzen wollte, ob er gut für Rowena war oder nicht. „Hei“, sagte sie leise. Man konnte ihr ansehen, dass sie geweint hatte, und emotional immer noch ziemlich mitgenommen war. Es war eine Weile her, dass sie zuletzt Blut getrunken hatte, und sie war schmaler geworden. Ihr Blick lag auf dem Mann, den sie liebte.

Tbc: Niklaus Schlafzimmer

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Rebekah Mikaelson
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BeitragThema: Re: Kaminzimmer   Di Nov 24, 2015 11:44 pm

Rebekah war immer noch mulmig zu Mute. Auch wenn sie sich - Gott sei Dank - gerade mit ihrer besten Freundin vertragen hatte war sie nach wie vor schlecht gelaunt. Niks Verhalten beim Ball belastete sie und dann kam noch dazu, dass Damon sie ohne ein Wort zu sagen einfach sitzen gelassen hat. Klar, sie waren nicht befreundet und einander nichts schuldig, aber sie hatte sich nach den gemeinsam verbrachten Tagen doch mehr erwartet. Ja, sie verlangte mit Respekt von ihm behandelt zu werden. Die Tatsache, dass sie selbst es gewesen ist die ihn gefoltert hat, spielte dabei für sie keine Rolle, immerhin hat das nie etwas mit ihm persönlich zutun gehabt, sondern nur mit dem Umgang den er pflegte.

Schnaubend stapfte sie die Stiegen hinauf in ihr Zimmer. Dort angekommen ließ sie sich erst einmal auf den beigen Ohrensessel fallen der in der rechten Ecke neben der Tür positioniert war. Mit geschlossenen Augen versuchte sie sich die guten Dinge zurück ins Gedächtnis zu rufen und das war nun einmal die Versöhnung mit Rowena. Gleichzeitig mit dem Gedanken kam ihr noch ein ganz anderer, einer der ihre Laune innerhalb einer Millisekunde aufbesserte. Die Idee war noch nicht einmal ausgereift, als sie bereits Pläne zu schmieden begann. Gepackt von der Euphorie und dem Wissen, dass sie bei weitem mehr Zeit dafür brauchte als sie zur Verfügung hatte, sprang sie auf. Erst jetzt sah sie den schwarzen Kleidersack auf ihrem Bettliegen, der vor ihrer Abreise noch nicht da gelegen hat.

Zögernd und gleichzeitig aufgeregt trat sie ans Bett. Sofort erblickte sie die Karte die am Reisverschluß des Kleidersacks angebracht war. Flink löste sie sie davon und erkannte bereits auf den ersten Blick von wem sie war. Die Schrift, die Art ihren Namen zu schreiben und natürlich die alten Runen ließen keinen Zweifel.

'Für meinen liebsten Dickkopf - fühle dich nicht immer von der Welt verkannt, süße Rebekah. Ich sehe, wie einzigartig und wundervoll du bist. Nimm mein Geschenk und entscheide, ob du mir auf der Party Gesellschaft leistest. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Tanz zu gewähren gedenkst.

Du und ich, Bekah. Für immer und ewig.
Nik'


Tränen stiegen ihr unwillkürlich in die Augen als sie die letze Inschrift las. Der Kleidersack öffnete sich beinahe von selbst und das was sie sah berührte die blonde Urvampirin nur noch mehr. Es war ein Kleid, so schön, so alt und ihrem Lieblingskleid aus ihrer Zeit als Menschen so ähnlich, das es ihr beinahe den Atem verschlug. Ehrfürchtig strich sie mit den Fingern über den Stoff, bevor sie es anhob und daran roch. Es war...ja, es war einfach perfekt.
Eine einzelne Träne rann ihre Wange hinab, welche sie sofort weg wischte. Was hat sie nur getan? Wie hat sie ihrem Bruder nur so in den Rücken fallen und mit Damon Salvaore auf Werwolf-Jagd gehen können? Alles worum sie ihn gebeten hat, war ihre Position in seinem Leben vor Allison klar zu stellen und das hat er mehr als deutlich getan. Er ist für sie eingestanden, genauso wie er es versprochen hat und nur weil sie blind vor Wut und Eifersucht war, hat sie nichts davon gesehen und sich auf den nächst besten Plan eingelassen ihren Bruder zu hintergehen. Am liebsten hätte sie sich in dem Augenblick geohrfeigt.

Gott sei Dank sind sie nicht dazu gekommen, wirklich einen Werwolf zu töten, so dass sie ihren Betrug gut verheimlichen konnte und sie ihm nicht wirklich - zumindest wenn man beide Augen zu drückte - in den Rücken gefallen war. Nik würde sie augenblicklich zurück in den Sarg sperren, in dem sie bereits die letzten 90 Jahre verbracht hat, würde er davon erfahren. Er duldete keine Enttäuschungem, schon gar nicht von ihr.

Nur zu gern wäre sie seiner Bitte gefolgt. Ja, am liebsten hätte sie sich sofort in das Kleid geschmissen und wäre im Eiltempo ins Mystic Grill gesaust, doch ihr zuvor geschmiedeter Plan ließ dafür keine Zeit. Nik musste warten, aber sobald er den Grund dafür erfuhr, würde er verstehen. So vorsichtig, als wäre das Kleid aus Glas, packte sie es wieder in den Kleidersack und hängte diesen in ihren Schrank. Ein letztes Mal strich sie darüber, bevor sie sich schwor es für einen anderen Anlass zu tragen und es niemals vergessen zu lassen, was es für eine Bedeutung hatte.

Danach sprang sie in Vampirgeschwindigkeit unter die Dusche, erledigte alle nötigen Dinge und schlüpfte schlussendlich in schwarze Jeans, eine beige Bluse, hochhackige Stiefel und eine dunkelbraune Lederjacke. Die nächsten Stunden verbrachte sie mit etlichen Telefonaten, nervenaufreibender Herumrennerei und auch einigen Manipulationen um ihre Vorstellung exakt in die Tat umzusetzen und wie erwartet machte die Urvampirin das auch möglich. Beinahe sechs Stunden später war ihr Zimmer nicht mehr nur ein Zimmer mit einem Bett, nein, es war zu einem weißen Hochzeitstraum geworden. Überall hingen die verschiedensten Brautkleider, egal ob Weiß, Beige, Irish oder Cream. Mit Spitze, mit Schleppe, in Meerjungfrauenstil oder Ballkleid, alles was es am Markt für Brautkleider gab und Rowenas Schönheit entsprach war hier in diesem Raum versammelt. Während zwei Wände voll mit eben jenen Kleidern waren, fanden sich auf der anderen Schuhe, Schmuck und Schleier ein. In der Mitte war ein Hochsitz angebracht, direkt gegenüber ein riesiger Spiegel. Überall funkelte und glitzerte es und Rebekah konnte mit Stolz sagen sich selbst übertroffen zu haben.

Rowena würd aus dem Staunen nicht mehr rauskommen und allein der Gedanke wie sehr ihre beste Freundin das rühren würde, ließ Rebekah innerlich Luftsprünge machen. Nach ihrem Streit sah sie das sowohl als Wiedergutmachung an als auch als notwendige Aufgabe für sie in ihrer Position als Trauzeugin. Mit einem letzten Blick kontrollierte sie ob wohl wirklich alles perfekt war, bevor sie sich von den zwei Damen, von denen eine die Schneiderin war und die andere eine Person ihres Vertrauens, die all die Kleider aufgetrieben hatte, war, verabschiedete.

Keine viertel Stunde später kam sie vor dem Grill an. Der Parkplatz war mittlerweile so gut wie leer und man konnte bereits von außen erkennen, das die Party drinnen am zu Ende gehen war. Dennoch spitzte die Blonde ihre Ohren und hörte ob sie bekannte Stimmen ausmachen konnte. Sofort fiel ihr eine auf, die ihr augenblicklich einen Stich ins Herz versetzte. Stefan. Sie wollte ihn nicht sehen, nicht hier und schon gar nicht jetzt. Seine Abfuhr hat Rebekah bis heute nicht verkraftet und es schmerzte sie zu wissen das ihre Gefühle auf keinste Weise erwidert wurden. Noch dazu musste sie davon ausgehen das er wusste was sie seinem Bruder angetan hat und damit war sie auf seiner schwarzen Liste bestimmt auf Platz Eins gerückt.

Dennoch blieb Bekah nichts anderes übrig als das Innere des Lokals zu betreten. Denn neben Stefan, konnte sie auch Nik ausmachen der anscheinend mit der so überbewerteten Doppelgängerin sprach und natürlich Rowena, die Person wegen der sie eigentlich hier war. Tief atmete sie durch, setzte eine undurchdringliche Miene auf gepaart mit einem kühlen Lächeln und betrat den Grill. Tatsächlich waren nicht mehr viele Menschen da und doch konnte sie Stefan auf Anhieb ausmachen. Kurz machte ihr Herz einen Sprung, bevor sie hoch erhobenen Hauptes durch den Raum schritt, ihm ausschließlich ein süffisantes Lächeln schenkte, bevor sie auch schon bei dem Tisch ankam an dem Rowena saß. "Steh auf, Süße" sagte sie ohne Begrüßung und stützte die Hände auf die Rückenlehne eines Sessels. "Ich habe eine Überraschung für dich!"

"Meinem Bruder kannst du auch eine Nachricht zu kommen lassen, er hört uns bestimmt und weiß spätestens jetzt das du in guten Händen bist" fügte sie grinsend hinzu und streckte Rowena ihre Hand entgegen. Die Vorfreude in ihr wurde immer größer und sie wollte eigentlich keine Zeit mehr vergehen lassen, bis Row endlich sehen konnte was auf sie wartete.

Genauso schnell wie sie gekommen war, verschwand die Urvampirin auch wieder aus dem Lokal und steuerte zusammen mit der künftigen Braut die Mikaelson Villa an.

tbc: Mikaelson Mansion - Rebekahs Schlafzimmer

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